Nepal: Anschläge auf fünf christliche Kirchen

Auf fünf christliche Kirchen, darunter auch ein katholisches Gotteshaus, wurden im mehrheitlich hinduistischen Nepal innerhalb einer Woche Anschläge verübt. Die katholische Kirche St. Joseph in Kohalpur wurde am 18. Mai von Unbekannten in Brand gesteckt.

Wie Augenzeugen berichten, sollen die Täter die Bevölkerung zuvor aufgefordert haben, zuhause zu bleiben, wonach zehn unbekannte Männer in die Kirche eindrangen, Benzin ausgossen und das Gebäude in Brand steckten. Bei dem Brandanschlag wurde zwar niemand verletzt, doch der Innenraum der Kirche ist vollständig zerstört.

Die katholische Menschenrechtsaktivistin Kadhka Prakash aus Kathmandu erklärt gegenüber dem Fidesdienst: „Diese Schändung ist ein direkter Angriff auf die katholische Kirche… Dies ist eine Botschaft, die besagt, dass das Christentum an diesem Ort nicht willkommen ist.“

In den Tagen zwischen dem 9. und 13. Mai wurden mehrere andere christliche Kirchen in Dhangadhi, Doti, Kanchanpur (West-Nepal) und Panchthar (Ost-Nepal) Brand gesteckt, meistens während der Nacht. Obwohl bei den Angriffen niemand ermordet wurde, machen sich die einheimischen Christen große Sorgen über die wachsenden Feindseligkeiten gegenüber christlichen Gemeinden in Nepal.

Quelle: Fidesdienst


Unionsfraktion verurteilt islamistische Anschläge gegen Christen in Indonesien

Bei Anschlägen auf drei Kirchen im indonesischen Surabaya kamen mindestens 13 Menschen ums Leben. Dazu erklärt der religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Hermann Gröhe:

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verurteilt die brutalen Anschläge auf christliche Kirchen und eine Polizei­station in Surabaya in Indonesien. Besonders heimtückisch macht die Anschläge, dass hier Kinder als Selbstmordattentäter eingesetzt wurden.

Toleranz und der Schutz religiöser Minderheiten sind Voraussetzung für eine lebendige Demokratie. Wir fordern die Regierung von Indonesien auf, den Schutz für die christliche  Minderheit in Indonesien nachhaltig zu verbessern. Für die Unionsfraktion bleibt es dabei: die Stärkung der Religionsfreiheit muss ein zentrales Ziel deutscher Außenpolitik werden.“


Kreuz-Kontroverse: Ex-Ministerpräsident Stoiber stellt sich hinter Söder

„Kreuze gehören zu Bayern wie die Berge“

Der frühere bayerische Ministerpräsident und CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber stärkt seinem Amtsnachfolger Söder in der Auseinandersetzung um den Kreuz-Erlaß den Rücken.

Das Kreuz sei für ihn sowohl ein religiöses wie auch ein kulturelles Symbol, das für Menschenwürde, Toleranz und Nächstenliebe stehe.  – Der CSU-Politiker erklärte:

„Nach dem ‚Kruzifix-Beschluss‘ des Bundesverfassungsgerichts 1995 haben Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter von München und der evangelische Landesbischof Hermann von Loewenich mit mir bei einer großen Kundgebung mit 30.000 Menschen in München für die Beibehaltung der Kreuze in den Schulklassen demonstriert. Ich habe damals gesagt: Kreuze gehören zu Bayern wie die Berge.“

Zudem könne eine Integration von Migranten aus fremden Kulturkreisen nur gelingen, wenn unser Land sich zur eigenen „christlich-abendländischen Prägung“ bekenne.

Der Kreuzerlass führe nicht zu Ausgrenzung oder gar zur Spaltung der Gesellschaft, sondern wolle die Menschen unter einem gemeinsamen Dach zusammenführen.

Die Vertreter der christlichen Kirchen sollten deshalb wie 1995 ihre Amtsvorgänger in dieser Sache selbstbewußt an der Seite der bayerischen Staatsregierung stehen.

Quelle für die Zitate: https://www.br.de/nachrichten/erzbischof-zur-kreuzdebatte-das-ist-eine-schande-100.html


Israelische Erklärung zum aktuellen Grundstückstreit mit christlichen Kirchen

Zur Krise um Grundstücke christlicher Kirchen in Jerusalem hat das Amt des israelischen Regierungschefs eine Stellungnahme herausgegeben. Darin heißt es: 

„Premierminister Benjamin Netanyahu und Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat haben entschieden, eine Kommission einzurichten, die eine Lösung für die Problematik der kommunalen Besteuerung von Grundstücken ausarbeiten soll, die den Kirchen gehören, aber keine Gebetshäuser sind.

Der Kommission unter Leitung von Tzachi Hanegbi, dem Minister für regionale Kooperation, sollen Vertreter aller relevanten Parteien angehören. Während die Kommission tätig ist, wird die Jerusalemer Stadtverwaltung die Erhebung der Steuer aussetzen.

Auf Bitten der Religionsgemeinschaften hin, die hinsichtlich des Verkaufs von Land in Jerusalem Verhandlungen beginnen möchten, hat Premierminister Netanyahu außerdem Minister Hanegbi beauftragt, diesen Sachverhalt zu prüfen. Solange der Minister dies tut, werden alle legislativen Aktivitäten diesbezüglich ausgesetzt.

Israel ist stolz, das einzige Land im Nahen Osten zu sein, in dem Christen und Gläubige aller Religionen vollständige Religionsfreiheit genießen. Israel ist Heimat einer blühenden christlichen Gemeinde und heißt seine christlichen Freunde weltweit willkommen.“

Quelle: http://newsletter.israel.de/i/taxyvaLfJ40ymwsXpsCa-hVN5zmeCgzd


Türkei: Ein Jude soll demnächst die nicht-muslimischen Gemeinschaften vertreten

Die Wahl des Repräsentanten der nichtmuslimischen Stiftungen in der Türkei findet zwar erst am kommenden 24. Dezember, doch die verschiedenen entscheidungsberechtigten Komponenten des Netzwerks der Stiftungen einigten sich bereits darauf, dass das Amt mit einem jüdischen Vertreter besetzt werden soll.

Die Organisationen, aus denen sich das Netzwerk zusammensetzt, befinden sich in Trägerschaft von sieben nichtmuslimischen, in der Türkei anwesenden Religionsgemeinschaften: Neben der jüdischen Gemeinde sind dies griechische, armenische, chaldäische, syrische, bulgarische und georgische Christen.

Der Repräsentant der nicht-muslimischen Stiftungen vertritt insgesamt 167 Einrichtungen in der Türkei.

Seit 2015 hat Toros Alcan aus der armenisch-cnristlichen Gemeinde das Amt inne. Zuvor bekleidete Laki Vingas aus der griechisch-orthodoxen Kirche dieses Amt.

Quelle: Fidesdienst


Israel: Präsident Rivlin besuchte Vertreter christlicher Kirchen in Jerusalem

Rivlin will an einer Gedenkfeier zum Armenier-Genozid teilnehmen

Der israelische Präsident Reuven Rivlin traf am gestrigen 14. April im christlichen Viertel der Jerusalemer Altstadt die Vertreter der christlichen Kirchen. 1403634115528

Das Staatsoberhaupt wurde dort vom griechsich-orthdoxen Patriarchen Theofilos III. begrüßt, der ihm die anderen Kirchenführer vorstellte, darunter auch den (kath.) lateinischen Patriarchen, Erzbischof Fouad Twal.

Es handelte sich um den ersten Besuch eines israelischen Präsidenten bei christlichen Religionsvertretern seit 30 Jahren. Damals hatte zuletzt Präsident Yitzhak Navon an einer solchen Begegnung teilgenommen.

In seinem Grußwort dankte Theofilos III. dem Präsidenten für die Verurteilung der Attentate auf christliche Stätten in Israel in den letzten drei Monaten. “Solche Verbrechen”, so das Staatsoberhaupt in seiner Antwort, “dürfen weder auf dem Berg Zion oder auf dem Ölberg noch in Synagogen und Moscheen stattfinden”.

Reuven Rivlin gab unterdessen bekannt, dass er an der Gedenkveranstaltung zum türkischen Völkermord an den Armeniern in der Grabeskriche in Jerusalem teilnehmen wird.

Quelle: Fidesdienst


Irak: IS-Terroristen überführen weitere Häftlinge ins besetzte St. Georgs-Kloster

In Mossul werden seit der Eroberung der Stadt durch die Dschihadisten des Islamischen Staates (IS) christliche Kirchen als Gefängnisse benutzt. Während der vergangenen Woche wurden mindestens 150 Häftlinge in das chaldäische Kloster des heiligen Georg gebracht. Milat Mahmud  aus Syrien mit Nichte

Dies berichten einheimische Beobachter dem arabischen Informationsportal ankawa.com.

BILD: Christliche Flüchtlinge aus dem Irak 

Unter den Gefangenen, die aus Badush  –  das angesichts eines möglichen Angriffs der Koalition zur Bekämpfung des Kalifats evakuiert wurde  – stammen, sollen sich auch Vertreter der oppositionellen sunnitischen Clans befinden.

Anfang Dezember hatten einheimische Beobachter bereits berichtet, dass das chaldäische St. Georgs-Kloster als Frauengefängnis mißbraucht wird.

Aktuelle Fotos des Klosters zeigen, dass auch das Kreuz auf der Kuppel des Klosters entfernt wurde, wie dies bereits bei anderen von den Dschihadisten besetzten Kirchen geschah.

“Die Nachrichten und Fotos von Kirchen, die von den Dschihadisten besetzt wurden”, erklärt Rebwar A. Basa, Prokurator des chaldäischen Ordens des hl. Hormisdas, “vertiefen die inneren Verletzungen der Christen, die aus Mossul und der Niniveebene fliehen mussten und nun ihr erstes Weihnachtsfest fern von der geliebten Heimat feiern müsse. Kirchen und Klöster werden von denjenigen geschändet, die nichts und niemanden respektieren”.

Quelle: Fidesdienst  / Foto: Bistum Regensburg