Kritik am Migrationspapier der Kirchen

Von Dr. Axel Bernd Kunze

Rund fünfundzwanzig Jahre nach ihrem ersten gemeinsamen Migrationspapier haben die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen am 21. Oktober 2021 ein Nachfolgedokument mit dem Titel Migration menschenwürdig gestalten (Gemeinsame Texte; 27) herausgebracht.

Der Text soll – wie die großen Kirchen es ausdrücken – so etwas wie ein „migrationsethischer Kompass“ sein.

In dem Papier findet sich manches von dem wieder, was die politische wie innerkirchliche Debatte seit Beginn der Migrationskrise im Sommer 2015 geprägt hat, etwa die Kontroverse um gesinnungs-und verantwortungsethische Positionen. Das Dokument selber lehnt es ab, zwischen moralischer Gesinnung und politischer Verantwortung einen Gegensatz zu konstruieren.

Allerdings scheitern die Autoren des Migrationswortes an ihrem eigenen Anspruch. Vielmehr gleitet das Papier an vielen Stellen in politischen Kitsch ab. Armut, Gewalt und Krieg seien „Treiber der Migration“ (S. 111).

In einer Welt, in der all dies nicht mehr vorkomme, „bräuchte sich keine Gesellschaft Sorgen um zu viel Ein- oder Auswanderung zu machen“ (ebd.). Ja, endlich – möchte man ausrufen: Warum ist bisher noch niemand auf diese Idee gekommen!?

Man sollte von den beiden großen Kirchen erwarten dürfen, dass sie sich auf höherem Niveau zu komplexen politischen Fragen äußern. Schon die empirische Grundlage überzeugt nicht: Das Schleuserunwesen als schmutziges Geschäftsfeld der Organisierten Kriminalität lebt davon, dass ein gestiegenes Wohlstandsniveau in den Herkunftsländern ausgenutzt wird.

Dann fällt bei der sozialethischen Urteilsbildung einmal mehr auf, wie wenig die Sorge um gesicherte Staatlichkeit eine Rolle spielt. Der Staat erscheint vor allem als Adressat sozialer Leistungen und gesellschaftlicher Teilhabechancen.

Nur am Rande: Angesichts einer ressentimentsgeladenen Corona- und Impfpolitik, die einem Teil des eigenen Volkes soziale Teilhaberechte entzieht, Ungeimpfte zu Sündenböcken abstempelt und die Entscheidungsfreiheit des eigenverantwortlichen Subjekts verneint, sucht man ähnliche Worte der Kirchen und der Sozialehtik vergeblich. Angesichts der Unteilbarkeit von Menschenrechten steigert dies gegenwärtig nicht die Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit der kirchlichen Sozialverkündigung.

Staatliche Leistungsfähigkeit ist kein fester Besitzstand, um sie muss immer wieder neu gerungen werden. Bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Papiers sagte die Münsteraner Sozialethikerin Marianne Heimach-Steins, eine der Mitverfasserinen: „Auf jeder Seite aller möglichen (politischen) Grenzen befinden sich Menschen.“ Keine Frage. Dies erübrigt aber nicht, danach zu fragen, welchen Wert gesicherte Grenzen für die Handlungsfähigkeit des Staates, die Rechtssicherheit, die Stabilität und den kulturellen Frieden eines Landes haben.

Ein Grund, dass solche Fragen im Dokument weitgehend ausgeblendet werden, ist in einem diffusen Ethos weltweiter Geschwisterlichkeit zu suchen, wie es in der jüngsten päpstlichen Sozialverkündigung verstärkt hervorgehoben wird und das immer wieder im Papier durchscheint – mit der Folge, dass eine klare Vorstellung von den Aufgaben des Staates nicht zu erkennen ist. Doch nur ein handlungsfähiger Staat wird auf Dauer auch die Menschenrechte schützen können.

Ein weiterer Grund ist eine Idealisierung gesellschaftlicher Vielfalt, die das gesamte Dokument durchzieht und kulturelle Konflikte weitgehend ignoriert. Sofern von letzteren die Rede ist, geschieht dies allenfalls in Halb- oder Nebensätzen. Zählen Koranschulen, Verschleierung von Frauen, Ablehnung von Homosexualität oder islamisch motivierter Antisemitismus auch zur gewollten Zunahme gesellschaftlicher Vielfalt?

Dass eine „Willkommenskultur“ nicht immer gelingt, wird „rechtspopulistischen“ Einflüssen auf die Debattenkultur angelastet. Einmal mehr zeigt sich hier die Strategie, unliebsame Positionen abzustempeln und von vornherein aus dem öffentlichen Diskurs auszugrenzen.

Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den realen Konflikten einer immer inhomogener werdenden faktischen Einwanderungsgesellschaft findet sich nicht. Man muss an dieser Stelle gar nicht auf Ehrenmorde, die Vorgänge der bekannten Kölner Silvesternacht oder spektakuläre Gewaltangriffe anspielen, genügen kann schon ein Blick in eine der gar nicht mehr so wenigen Schulen, in denen die Mehrzahl der Schüler mittlerweile nicht mehr Deutsch als Muttersprache spricht.

Wer, wie im Migrationspapier der Fall, Einbürgerung erleichtern will und Anpassungsanforderungen von Zugewanderten kleinredet, wird den Integrationswillen bremsen, damit aber künftige kulturelle Konflikte noch verstärken. „Viele Formen der Migration verweisen auf international ungelöste Probleme fairer Teilhabe“, so Heimbach-Steins bei Vorstellung des Papiers. Das mag sein, kann aber kein Grund sein, sich vor unangenehmen Entscheidungen auf staatlicher Ebene zu drücken. Denn fehlender Wille zu einer robusten Migrations- und Einwanderungspolitik wird die äußere wie innere Sicherheit nicht befördern.

Die vereinfachende, schöngefärbte Sicht auf gesellschaftliche Vielfalt wird durch eine kanonisch ausgerichtete biblische Grundlegung verstärkt, die sich selektiv und gelenkt ausnimmt. So werden Texte aus dem Alten Testament, die Fremdheit und Abgrenzung betonen, weitgehend ausgespart. Die Auswahl der herangezogenen Bibelstellen wirkt durch die politische Grundlinie des Papiers beeinflusst. So wird man in der Bibel aber auch nur das finden, was man finden will.

Ferner betreibt das Papier die mindestens seit 2015 bekannte Camouflage, wenn über Migration gesprochen wird. Einerseits ist immer wieder von Asyl- und Schutzsuchenden die Rede. Andererseits wird gleich zu Beginn das Narrativ vom Einwanderungsland Deutschland gleichsam als Vorzeichen vor das gesamte Papier gesetzt.

Beide Themen wären bei einer sorgfältigen ethischen Abwägung deutlich zu unterscheiden. Und wenn schon von einem Einwanderungsland gesprochen wird, müsste redlicherweise darüber reflektiert werden, dass dies für Deutschland allenfalls de facto gilt. Denn bis heute gibt es keine Einwanderungspolitik im engeren Sinne. Auch der von einer künftigen Ampelkoalition ins Auge gefasste „Spurwechsel“ zur Gewinnung von Fachkräften fußt auf der Asylpolitik.

Die grüne Kanzlerkandidatin erklärte im Wahlkampf, sie wolle im Kanzleramt lernen. Was vielleicht sympathisch rüberkommen sollte, bleibt ein politisch gefährlicher Dilettantismus. Und wer Migration als „Lernort staatlicher […] Aufgaben“ (S. 96) verniedlicht, wie die Autoren des Migrationspapiers, verkennt die gewaltigen Anstrenungen,  die notwendig sind, ein geordnetes staatliches Gemeinwesen auf Dauer zu sichern. Das Papier verheddert sich auch an anderen Stellen in seiner eigenen Bildsprache.

So wird der eingangs schon erwähnte „migrationsethische Kompass“ als Aufgabe bezeichnet (S. 96). Oder es heißt, mit einem solchen Kompass könnten „notwendige Abwägungen und Entscheidungen getroffen werden“. Ein Kompass ist keine Aufgabe und trifft auch keine Entscheidungen. Er bleibt ein Hilfsmittel, das Seefahrer dabei unterstützt, den rechten Weg zu finden. In diesem Fall: ein Hilfsmittel, mit dem komplexe politische und ethische Probleme beurteilt werden können. Dies allerdings nur dann, wenn ein solches Hilfsmittel auch sachgerecht angewandt wird.

Doch krankt das Migrationspapier daran, dass dieses methodisch äußerst dürftig bleibt. Zwar wird im Papier an verschiedenen Stellen von der Notwendigkeit differenzierter Abwägungen gesprochen, so heißt es etwa im fünften Kapitel: „Auf allen Ebenen der ethischen Reflexion wie der politischen Gestaltung von Migration ist dabei ein verantwortliches Abwägungen zwischen verschiedenen Gütern notwendig und unvermeidlich“ (S. 96).

Nur gerade eine solch verantwortliche, differenzierte Güterabwägung wird im Papier nicht geleistet. Es  fehlt eine gründliche, unvoreingenommene Wahrnehmung der gravierenden Wertkonflikte, die mit Migration einhergehen, und der damit verbundenen Folgen. Der Text spricht von ethischen Vorzugsregeln, die helfen, zwischen „dem Gebotenen und dem Möglichen“ (ebd.) zu unterscheiden; überzeugend angewandt werden sie aber nicht.

Quelle und FORTSETZUNG des Beitrags von Dr. Kunze hier: https://bildung-und-ethik.com/2021/10/26/kommentar-kirchen-werden-mit-ihrem-neuen-migrationspapier-migration-menschenwurdig-gestalten-ihrer-politischen-und-sozialethischen-verantwortung-nicht-gerecht/


3.3.321: Vor genau 1700 Jahren führte Kaiser Konstantin den arbeitsfreien Sonntag ein

Anlässlich des Jubiläums „1700 Jahre freier Sonntag“ erinnern die christlichen Kirchen in Deutschland in einer gemeinsamen Erklärung an den bleibenden Wert eines arbeitsfreien Sonntags. Vor 1.700 Jahren verfügte der römische Kaiser Konstantin I. den Sonntag zum reichsweiten Feiertag und stellte ihn unter besonderen Schutz. Dieser 3. März 321 gilt als der erste Moment staatlicher Sonntagsschutzgesetzgebung.

Nachfolgend lesen Sie die wichtigsten Abschnitte und Gedanken aus der Stellungnahme:

„Der Sonntag unterbricht den Alltag, gibt dem Leben Rhythmus, schafft individuelle Freiräume, verbindet Menschen und fördert das Gemeinwohl. Im Bewusstsein vieler Menschen ist der Sonntag daher als wichtiges und schützenswertes ,Kulturgut‘ tief verankert.“

„Die Seele braucht die Unterbrechung des Alltags. Und der Sonntag ist so ein Tag zum Abschalten, im wörtlichen wie übertragenen Sinne.“

„Inmitten der Pandemieerfahrungen unterbricht uns nun dieses Jubiläum, lässt uns innehalten, um den Wert des arbeitsfreien Sonntags zu würdigen: Der Sonntag ist in Artikel 140 unseres Grundgesetzes als Tag ,der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung‘ gesetzlich geschützt.“

Für Christen habe der Sonntag seine herausragende Bedeutung als Tag der Auferstehung Christi. Der Gottesdienst stehe daher im Mittelpunkt des Lebens der Kirche.

Die christliche Tradition eines regelmäßig wiederkehrenden Ruhetags entstamme dem Schabbat des Judentums, mit dem die Christenheit so zentrale Texte wie die Schöpfungsgeschichte und die Zehn Gebote gemeinsam habe.

In einem Jahr, in dem ebenfalls 1.700 Jahre Judentum in Deutschland gefeiert werden dürfe, wolle das gemeinsame Wort daran erinnern, dass neben vielen anderen Werten und Traditionen auch der Tag ohne Arbeit ein Geschenk der jüdisch-christlichen Tradition an alle Menschen sei.

„Der Sonntag ist kein gewöhnlicher Tag und darf es auch nicht werden. Ohne Arbeit kann der Mensch nicht leben, sie ist notwendig. Doch ist der Mensch nicht für die Arbeit da, sondern umgekehrt.“

„Durch unser eigenes Tun und Lassen entscheiden wir Menschen darüber, welchen Wert und welche Qualität der Sonntag für uns hat.“

Wie der Staat aufgerufen sei, den arbeitsfreien Sonntag zu schützen und dessen Erosion zu verhindern, so seien „auch wir alle“ aufgerufen, dafür zu sorgen, dass aufgrund des Strebens nach vermeintlicher Freiheit nicht die tatsächliche Freiheit aufgegeben werde, die in der segensreichen Errungenschaft eines gemeinsamen arbeitsfreien Sonntags liege.

Wie es Albert Schweitzer formulierte: ,Wenn deine Seele keinen Sonntag hat, dann verdorrt sie‘.

Quelle: SELK-Newsletter


Nepal: Anschläge auf fünf christliche Kirchen

Auf fünf christliche Kirchen, darunter auch ein katholisches Gotteshaus, wurden im mehrheitlich hinduistischen Nepal innerhalb einer Woche Anschläge verübt. Die katholische Kirche St. Joseph in Kohalpur wurde am 18. Mai von Unbekannten in Brand gesteckt.

Wie Augenzeugen berichten, sollen die Täter die Bevölkerung zuvor aufgefordert haben, zuhause zu bleiben, wonach zehn unbekannte Männer in die Kirche eindrangen, Benzin ausgossen und das Gebäude in Brand steckten. Bei dem Brandanschlag wurde zwar niemand verletzt, doch der Innenraum der Kirche ist vollständig zerstört.

Die katholische Menschenrechtsaktivistin Kadhka Prakash aus Kathmandu erklärt gegenüber dem Fidesdienst: „Diese Schändung ist ein direkter Angriff auf die katholische Kirche… Dies ist eine Botschaft, die besagt, dass das Christentum an diesem Ort nicht willkommen ist.“

In den Tagen zwischen dem 9. und 13. Mai wurden mehrere andere christliche Kirchen in Dhangadhi, Doti, Kanchanpur (West-Nepal) und Panchthar (Ost-Nepal) Brand gesteckt, meistens während der Nacht. Obwohl bei den Angriffen niemand ermordet wurde, machen sich die einheimischen Christen große Sorgen über die wachsenden Feindseligkeiten gegenüber christlichen Gemeinden in Nepal.

Quelle: Fidesdienst


Unionsfraktion verurteilt islamistische Anschläge gegen Christen in Indonesien

Bei Anschlägen auf drei Kirchen im indonesischen Surabaya kamen mindestens 13 Menschen ums Leben. Dazu erklärt der religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Hermann Gröhe:

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verurteilt die brutalen Anschläge auf christliche Kirchen und eine Polizei­station in Surabaya in Indonesien. Besonders heimtückisch macht die Anschläge, dass hier Kinder als Selbstmordattentäter eingesetzt wurden.

Toleranz und der Schutz religiöser Minderheiten sind Voraussetzung für eine lebendige Demokratie. Wir fordern die Regierung von Indonesien auf, den Schutz für die christliche  Minderheit in Indonesien nachhaltig zu verbessern. Für die Unionsfraktion bleibt es dabei: die Stärkung der Religionsfreiheit muss ein zentrales Ziel deutscher Außenpolitik werden.“


Kreuz-Kontroverse: Ex-Ministerpräsident Stoiber stellt sich hinter Söder

„Kreuze gehören zu Bayern wie die Berge“

Der frühere bayerische Ministerpräsident und CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber stärkt seinem Amtsnachfolger Söder in der Auseinandersetzung um den Kreuz-Erlaß den Rücken.

Das Kreuz sei für ihn sowohl ein religiöses wie auch ein kulturelles Symbol, das für Menschenwürde, Toleranz und Nächstenliebe stehe.  – Der CSU-Politiker erklärte:

„Nach dem ‚Kruzifix-Beschluss‘ des Bundesverfassungsgerichts 1995 haben Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter von München und der evangelische Landesbischof Hermann von Loewenich mit mir bei einer großen Kundgebung mit 30.000 Menschen in München für die Beibehaltung der Kreuze in den Schulklassen demonstriert. Ich habe damals gesagt: Kreuze gehören zu Bayern wie die Berge.“

Zudem könne eine Integration von Migranten aus fremden Kulturkreisen nur gelingen, wenn unser Land sich zur eigenen „christlich-abendländischen Prägung“ bekenne.

Der Kreuzerlass führe nicht zu Ausgrenzung oder gar zur Spaltung der Gesellschaft, sondern wolle die Menschen unter einem gemeinsamen Dach zusammenführen.

Die Vertreter der christlichen Kirchen sollten deshalb wie 1995 ihre Amtsvorgänger in dieser Sache selbstbewußt an der Seite der bayerischen Staatsregierung stehen.

Quelle für die Zitate: https://www.br.de/nachrichten/erzbischof-zur-kreuzdebatte-das-ist-eine-schande-100.html


Israelische Erklärung zum aktuellen Grundstückstreit mit christlichen Kirchen

Zur Krise um Grundstücke christlicher Kirchen in Jerusalem hat das Amt des israelischen Regierungschefs eine Stellungnahme herausgegeben. Darin heißt es: 

„Premierminister Benjamin Netanyahu und Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat haben entschieden, eine Kommission einzurichten, die eine Lösung für die Problematik der kommunalen Besteuerung von Grundstücken ausarbeiten soll, die den Kirchen gehören, aber keine Gebetshäuser sind.

Der Kommission unter Leitung von Tzachi Hanegbi, dem Minister für regionale Kooperation, sollen Vertreter aller relevanten Parteien angehören. Während die Kommission tätig ist, wird die Jerusalemer Stadtverwaltung die Erhebung der Steuer aussetzen.

Auf Bitten der Religionsgemeinschaften hin, die hinsichtlich des Verkaufs von Land in Jerusalem Verhandlungen beginnen möchten, hat Premierminister Netanyahu außerdem Minister Hanegbi beauftragt, diesen Sachverhalt zu prüfen. Solange der Minister dies tut, werden alle legislativen Aktivitäten diesbezüglich ausgesetzt.

Israel ist stolz, das einzige Land im Nahen Osten zu sein, in dem Christen und Gläubige aller Religionen vollständige Religionsfreiheit genießen. Israel ist Heimat einer blühenden christlichen Gemeinde und heißt seine christlichen Freunde weltweit willkommen.“

Quelle: http://newsletter.israel.de/i/taxyvaLfJ40ymwsXpsCa-hVN5zmeCgzd


Türkei: Ein Jude soll demnächst die nicht-muslimischen Gemeinschaften vertreten

Die Wahl des Repräsentanten der nichtmuslimischen Stiftungen in der Türkei findet zwar erst am kommenden 24. Dezember, doch die verschiedenen entscheidungsberechtigten Komponenten des Netzwerks der Stiftungen einigten sich bereits darauf, dass das Amt mit einem jüdischen Vertreter besetzt werden soll.

Die Organisationen, aus denen sich das Netzwerk zusammensetzt, befinden sich in Trägerschaft von sieben nichtmuslimischen, in der Türkei anwesenden Religionsgemeinschaften: Neben der jüdischen Gemeinde sind dies griechische, armenische, chaldäische, syrische, bulgarische und georgische Christen.

Der Repräsentant der nicht-muslimischen Stiftungen vertritt insgesamt 167 Einrichtungen in der Türkei.

Seit 2015 hat Toros Alcan aus der armenisch-cnristlichen Gemeinde das Amt inne. Zuvor bekleidete Laki Vingas aus der griechisch-orthodoxen Kirche dieses Amt.

Quelle: Fidesdienst


Israel: Präsident Rivlin besuchte Vertreter christlicher Kirchen in Jerusalem

Rivlin will an einer Gedenkfeier zum Armenier-Genozid teilnehmen

Der israelische Präsident Reuven Rivlin traf am gestrigen 14. April im christlichen Viertel der Jerusalemer Altstadt die Vertreter der christlichen Kirchen. 1403634115528

Das Staatsoberhaupt wurde dort vom griechsich-orthdoxen Patriarchen Theofilos III. begrüßt, der ihm die anderen Kirchenführer vorstellte, darunter auch den (kath.) lateinischen Patriarchen, Erzbischof Fouad Twal.

Es handelte sich um den ersten Besuch eines israelischen Präsidenten bei christlichen Religionsvertretern seit 30 Jahren. Damals hatte zuletzt Präsident Yitzhak Navon an einer solchen Begegnung teilgenommen.

In seinem Grußwort dankte Theofilos III. dem Präsidenten für die Verurteilung der Attentate auf christliche Stätten in Israel in den letzten drei Monaten. “Solche Verbrechen”, so das Staatsoberhaupt in seiner Antwort, “dürfen weder auf dem Berg Zion oder auf dem Ölberg noch in Synagogen und Moscheen stattfinden”.

Reuven Rivlin gab unterdessen bekannt, dass er an der Gedenkveranstaltung zum türkischen Völkermord an den Armeniern in der Grabeskriche in Jerusalem teilnehmen wird.

Quelle: Fidesdienst


Irak: IS-Terroristen überführen weitere Häftlinge ins besetzte St. Georgs-Kloster

In Mossul werden seit der Eroberung der Stadt durch die Dschihadisten des Islamischen Staates (IS) christliche Kirchen als Gefängnisse benutzt. Während der vergangenen Woche wurden mindestens 150 Häftlinge in das chaldäische Kloster des heiligen Georg gebracht. Milat Mahmud  aus Syrien mit Nichte

Dies berichten einheimische Beobachter dem arabischen Informationsportal ankawa.com.

BILD: Christliche Flüchtlinge aus dem Irak 

Unter den Gefangenen, die aus Badush  –  das angesichts eines möglichen Angriffs der Koalition zur Bekämpfung des Kalifats evakuiert wurde  – stammen, sollen sich auch Vertreter der oppositionellen sunnitischen Clans befinden.

Anfang Dezember hatten einheimische Beobachter bereits berichtet, dass das chaldäische St. Georgs-Kloster als Frauengefängnis mißbraucht wird.

Aktuelle Fotos des Klosters zeigen, dass auch das Kreuz auf der Kuppel des Klosters entfernt wurde, wie dies bereits bei anderen von den Dschihadisten besetzten Kirchen geschah.

“Die Nachrichten und Fotos von Kirchen, die von den Dschihadisten besetzt wurden”, erklärt Rebwar A. Basa, Prokurator des chaldäischen Ordens des hl. Hormisdas, “vertiefen die inneren Verletzungen der Christen, die aus Mossul und der Niniveebene fliehen mussten und nun ihr erstes Weihnachtsfest fern von der geliebten Heimat feiern müsse. Kirchen und Klöster werden von denjenigen geschändet, die nichts und niemanden respektieren”.

Quelle: Fidesdienst  / Foto: Bistum Regensburg


IRAK: 118 christliche Kirchen zerstört

Im Irak sind Christen nicht erst seit dem Vormarsch der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) Anschlägen muslimischer Extremisten ausgesetzt.

In den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt 118 katholische, orthodoxe und evangelische Kirchen angegriffen, zerstört oder beschädigt: 45 in Bagdad, 64 in Mossul, acht in Kirkuk und eine in Ramadi. sami wahib (5)

Das geht aus einer Liste hervor, die der assyrische Informationsdienst AINA veröffentlicht hat. Die Welle der Gewalt hat sich seit Anfang Juni erheblich verschärft, als IS mit ihrer Eroberung von Teilen Nordiraks begann.

Bis zum 29. Juli wurden laut AINA 45 Kirchen und christliche Einrichtungen in Mossul zerstört, besetzt oder in Moscheen sowie IS-Stützpunkte umfunktioniert.

In der zweitgrößten irakischen Stadt lebten 2003 bis zu 200.000 Christen; sie war seit 1800 Jahren eine der größten christlichen Ansiedlungen des Landes. Inzwischen sind bis zu 25.000 Christen geflohen, nachdem IS sie vor die Wahl gestellt hat, entweder zum Islam überzutreten oder Schutzzölle zu zahlen. Sollten sie beides ablehnen, würden sie umgebracht.

Insgesamt sind nach UN-Angaben rund 200.000 Menschen im Irak auf der Flucht. IS hat im Nordirak ein Kalifat ausgerufen, in dem sie das islamische Religionsgesetz, die Scharia, mit brutaler Gewalt durchsetzt. Die sunnitischen Kämpfer gehen nicht nur gegen Christen, sondern auch gegen schiitische Muslime und Jesiden vor, die sie als „Teufelsanbeter“ betrachten.

Quelle: http://www.idea.de