CSU entschieden gegen muslimische Feiertage Generalsekretär äußert scharfe Kritik am ZdK

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat die Debatte über muslimische Feiertage in Deutschland scharf kritisiert. Zuletzt hatte sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) offen für eine solche Diskussion gezeigt.

Andreas Scheuer erklärt hierzu:

„Ich bin tief bestürzt, ja fassungslos, dass sich jetzt auch noch die Spitze des Zentralkomitees der Katholiken für einen Islam-Feiertag ausspricht. Ich bin Katholik und ich bin mir felsenfest sicher, dass dies nicht die Meinung der überwältigenden Mehrheit der Christen in Deutschland ist.

Deutschland ist christlich geprägt und deshalb haben wir christliche Feiertage, das ist unsere Leitkultur, die wir bewahren müssen. Wir geben unsere Identität nicht auf. Bedenke das Ende bei all dieser Beliebigkeit.

Mit der CSU wird es keinen Islam-Feiertag geben.“


Unionsfraktion beklagt „abscheuliche“ Vertreibung der Christen aus Mossul

Terrorgruppe ISIS bekämpft Gläubige in einer Wiege des Christentums 

In den letzten Tagen wurden die letzten Christen von der terroristischen Gruppe ISIS aus der nordirakischen Stadt Mossul unter Todesandrohungen vertrieben.

Hierzu erklärt der religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:

„Die grausame Vertreibung tausender noch verbliebener Christen aus Mossul durch die Terrorgruppe ISIS ist ein abscheuliches Verbrechen gegen das Menschenrecht auf Religionsfreiheit und löscht darüber hinaus auch die christliche Kultur in einer der Wiegen des Christentums in Gänze aus. DSC00254

Die Bundesregierung muss auf allen ihr zur Verfügung stehenden diplomatischen Wegen versuchen, ein Ende des Terrorregimes zu erwirken, unter dem vor allem Christen, aber auch Muslime leiden.

Zwar fällt es zunehmend schwer, angesichts der anhaltenden Gewalt weiter auf den friedvollen Dialog zu setzen, doch Papst Franziskus hat am Wochenende nochmals den friedlichen Kern des Christentums betont: „Der Gott des Friedens erwecke in allen ein echtes Verlangen nach Dialog und Aussöhnung. Die Gewalt besiegt man nicht mit der Gewalt. Die Gewalt besiegt man mit dem Frieden.“

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt, dass sich auch muslimische Verbände in Deutschland dieser Friedensbotschaft zunehmend anschließen. So hat der Zentralrat der Muslime zu Beginn des Ramadan erklärt: zu den Kernaufgaben eines jeden Muslims gehöre das Engagement für den Frieden.

Konkret hieße das, sich kompromisslos für die Flüchtlinge, Entrechteten, Hinterbliebenen und Getöteten – egal, welcher Herkunft und Religion sie angehören – einzusetzen.

Mehr Stimmen dieser Art sind wünschenswert, um gemeinsam auf eine Lösung für die Menschen vor Ort hinzuwirken.“


Einführung eines muslimischen Feiertags wäre kein Signal für Integration

Pressemitteilung der AfD:

„Es ist kein Zeichen der Integration und eine überholte Staatsauffassung, einen gesetzlich vorgeschriebenen muslimischen Feiertag zu fordern“, erklärte Alexander Gauland, stellv. Sprecher der Alternative für Deutschland (AfD).  Köln-MoscheeDSC_0597_ShiftN

Im Übrigen wird der Vorstoß der Türkischen Gemeinde von vielen Muslimen kritisiert. Zudem können muslimische Schüler bereits zu Ramadan und Opferfest je einen Tag frei nehmen.

BILD: Moschee in Köln (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Die christlichen Feiertage wie Weihnachten und Ostern sind Ausdruck einer langen Kulturtradition und haben sich damit ein Stück weit auch von ihren christlichen Wurzeln entfernt. Sie sind Ausdruck eines Gemeinschaftserlebnisses auch für Nichtchristen oder Agnostiker.

„Ein nicht in der Mehrheitsgesellschaft und ihren Traditionen verankerter Feiertag spaltet die Gesellschaft eher und isoliert auch jene, die ihn fordern“, erklärt Gauland.

Außerdem würde es die Gesellschaft überfordern, für die unterschiedlichen Einwanderergruppen jeweils eigene Feiertage einzuführen. Schließlich leben auch viele Osteuropäer, Südeuropäer und Asiaten in Deutschland.


Paul Herzog von Oldenburg über „Estrela“ und die Abtreibungslobby in der EU

Paul Herzog von Oldenburg ist Leiter des Büros der „Föderation Pro Europa Christiana“ (FPEC) in Brüssel.

Die FPEC ist ein Zusammenschluß diverser christlich orientierter Organisationen aus ganz Europa: DVCK bzw. Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur (Deutschland), Stowarzyszenie Kultury Chrześcijańskiej Piotr Skarga (Polen) Tradition Famille Proprieté (Frankreich), SOS Ragazzi (Italien) und weitere. Das Büro in Brüssel repräsentiert diese Organisationen gegenüber den Institutionen der Europäischen Union. OldenburgBrüssel

Mit Paul Herzog von Oldenburg (siehe Foto) sprach Mathias von Gersdorff (Sprecher der Aktion SOS LEBEN in der DVCK eV.):

MvG: Die Hartnäckigkeit der Abtreibungslobby hinsichtlich des „Estrela-Reports“, der nicht weniger fordert als ein europaweites „Recht auf Abtreibung“, ist beachtlich. Was sagen Sie dazu?

Paul Herzog von Oldenburg: Die Affäre „Estrela“ bekam eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit dank der vielen Lebensrechtsorganisationen in ganz Europa, die dagegen protestiert haben.

Daher sind auch die Unregelmäßigkeiten des Verfahrens bekannt geworden. Allerdings ist diese Vorgehensweise nicht neu: Linke Kräfte im Europäischen Parlament haben es mit den parlamentarischen Regeln nie so ganz genau genommen. Nur ist es diesmal bekannt geworden.

MvG: Können Sie Beispiele geben?

Paul von Oldenburg: Die Abtreibungslobby tut schon seit langem so, als ob das Europäische Parlament ein „Recht auf Abtreibung“ verkündigen kann. Beispielsweise forderte das Parlament in der Resolution vom 1. Dezember 2011 von der Kommission, sie solle „…eine sichere und legale Schwangerschaftsunterbrechung und Betreuung nach der Schwangerschaftsunterbrechung“ sicherstellen.

Abgesehen von der moralischen Verwerflichkeit steht es dem Europäischen Parlament nicht zu, solche Forderungen zu stellen.

Damals haben manche Organisationen, die die FPEC bilden, Unterschriften gegen diese Resolution gesammelt, darunter auch die Aktion SOS LEBEN.

Quelle und Fortsetzung des Interviews hier: http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2013/12/paul-herzog-von-oldenburg-in-brussel.html