Bangladesh: Gewalt gegen ein christliches Dorf

Muslimische Polizeibeamte drangen am 24. März 2017 gewaltsam in das christliches Dorf Doripara in Bangladesh ein. Nun fordern Hilfswerke unabhängige Vermittlungen im Zusammenhang mit diesem Überfall, bei dem 25 Menschen verletzt wurden.

Vier nicht-uniformierte Polizeibeamte sollen ohne Polizeiausweis in die Wohnung der Christin Mina Dores eingedrungen sein und nahmen eine Geldsumme in Beschlag. Die Nachbarn wollten der Frau zu Hilfe kommen und schlugen auf die Polizisten ein, die Verstärkung riefen, so dass wenig später 30 Beamte vor Ort waren und gewaltsam gegen die Dorfbewohner vorgingen. Dabei wurden mehrere Wohnungen verwüstet und 25 Menschen verletzt.

Bisher hatten die Bewohner nicht den Mut, Anzeige zu erstatten, während die Polizei Anklage gegen die Dorfgemeinschaft erhob. Bereits in der Vergangenheit kam es zu willkürlichen Maßnahmen gegen Christen im Distrikt Gazipuzr.

Wie “Christian Solidarity Worldwide (CSW)” berichtet, werden Christen immer wieder Opfer des sog. „land grabbings“ und gewaltsamer Übergriffe.

Quelle: Fidesdienst – Foto: HMK


Pakistan: Drei Christen von radikal-islamischen Taliban-Terroristen erschossen

Vier Taliban-Täter griffen am Freitagmorgen (2.9.) um 5.30 Uhr die “Christian Colony” in der Stadt Peshawar im Norden Pakistans an.

Der katholische Familienvater Samuel Masih und zwei protestantische Christen kamen dabei ums Leben, private Sicherheitsbeamte wurden verletzt: Dies berichtet der Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Michael, Pfr. Yunis Riaz. Bei einem nachfolgenden Schusswechsel wurden auch zwei Soldaten und ein Polizeibeamter verletzt, während die vier Kämpfer starben. Bild-Asia-Bibi-asianews-300x200

Der seit fünf Jahren in der Gemeinde in Peshawar tätige Pfarrer Riaz beschreibt die Situation wie folgt:

“Die vier Kämpfer hatten sich außerhalb der Kolonie aufgestellt. Sie warteten, bis das Tor aufging und Samuel herauskam, der zur Arbeit gehen wollte. Dann feuerten sie mehrere Schüsse ab, ermordeten Samuel und drangen in die Kolonie ein. Bei der Schießerei wurden zwei unserer Sicherheitsbeamten verletzt. Doch sie konnten Alarm auslösen und Verstärkung anfordern.

Die gerufenen Soldaten eröffneten sodann das Feuer. Dabei wurden zunächst zwei Kämpfer getötet, während sich die beiden anderen in die Luft sprengten, wobei die Wohnung verwüstet hatte, in der sie sich versteckt hielten. Es gab aber keine weiteren Opfer”.

“Als ich am Tatort ankam, traf ich dort auf verängstigte Menschen“, so der katholische Geistliche weiter, „und nun trauern wir um Samuel aus unserer Gemeinde. In der Kolonie leben rund dreißig christliche Familien, davon zehn katholische. Es sind einfache Leute und die meisten arbeiten für Reinigungsfirmen in öffentlichen Gebäuden.“

Quelle: Fidesdienst