Aktuelle INSA-Umfrage zur KREUZ-Debatte

Das INSA-Institut aus Erfurt startete eine repräsentative Umfrage zur derzeitigen Diskussion um das Kreuz in staatlichen Einrichtungen in Bayern.

44 Prozent der Befragten finden, das Kreuz in Behören mache deutlich, dass es nicht gleichgültig ist, wo eine Gesellschaft ihre religiösen Wurzeln hat. 38 Prozent lehnten die Aussage ab.

Mehr als jeder Zweite (56%) stimmt zu, dass die freiheitliche Gesellschaftsordnung unseres Landes ihr Fundament im christlichen Menschenbild hat (56 %). 26 Prozent widersprachen der Aussage. Die restlichen Befragten wissen keine Antwort oder nannten keine.

Jeder vierte Befragte gibt an, dass die Frage, ob ein christliches Kreuz in Behörden aufgehängt werden soll, für seine Wahlentscheidung wichtig ist bzw. wäre (25 %). Für 69 Prozent ist dies hingegen unwichtig.

HIER geht es zum erwähnten INSA-Institut: www.insa-consulere.de


Bundestagsabgeordnete kontaktieren: Homo-Ehe? – Nein, danke!

Mathias von Gersdorff

In einer beispiellosen Nacht-und-Nebel-Aktion will nun der Bundestag das Ehegesetz für gleichgeschlechtliche Paare öffnen. Wir haben wenig Zeit. Bitte schreiben Sie Ihrem (Wahlkreis-)Abgeordneten eine E-Mail oder rufen Sie ihn an.

Ihren Parlamentarier finden Sie leicht in der Liste der Abgeordneten auf der Internetseite des Bundestages:

https://www.bundestag.de/abgeordnete18/

Dort können Sie jene Abgeordneten suchen, die Sie anschreiben oder anrufen möchten. Die Suche kann nach Name, Fraktion (Partei), Bundesland, Wahlkreis, Postleitzahl oder nach Ort erfolgen.

Auf der Seite jedes Abgeordneten befindet sich ein E-Mail-Kontakt-Formular und die sonstigen Kontaktmöglichkeiten, wie Fax, Telefon, Anschrift etc.

Sie können Ihren Abgeordneten  mitteilen, was Sie möchten. Als Vorschlag stellen wir Ihnen folgenden Text vor, den Sie verwenden (ganz oder teilweise) bzw. dem Sie Anregungen entnehmen können:

Betreff: Abstimmung „Ehe für alle“

Sehr geehrter Herr Abgeordneter, (sehr geehrte Frau Abgeordnete),

am 30. Juni 2017 wird im Bundestag über die sog. „Ehe für alle“, also die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare abgestimmt. Ich halte dieses Ansinnen für ethisch, rechtlich und politisch falsch. Meine wichtigsten Gründe sind:

1. Mit der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare würde sich der Staat anmaßen, die Natur, den Begriff selbst der Ehe nach seinem Gutdünken zu definieren. Ein solcher Akt ist willkürlich. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist die Grundlage der Familie. Die Familie ist wiederum die Grundlage der Gesellschaft. Die katholische Soziallehre bezeichnet sie als die „Keimzelle der Gesellschaft“. Dies bedeutet, dass die Ehe nicht nur eine immens hohe zivilisatorische Bedeutung besitzt, sondern auch (historisch und philosophisch) vor dem Staat existiert. Es steht deshalb dem Staat nicht zu, den Begriff der Ehe umzudefinieren.

2. Durch ihre Natur kann die Ehe nur eine Partnerschaft zwischen Mann und Frau sein. Ihre vorrangige Aufgabe ist die Fortpflanzung sowie die Erziehung der Kinder. Die Beliebtheit von Ehe und Familie ist in den letzten Jahren systematisch gestiegen. Eine umfassende Befragung von Axel Springers Internetportal Celepedia hat ergeben, dass für 70 Prozent der 12 bis 24-Jährigen die Familie der wichtigste Bezugspunkt in ihrem Leben ist, weit mehr als Freunde oder Kontakte in den sozialen Netzwerken.

3. Selbst wenn Umfragen angeblich eine Mehrheit zugunsten einer „Ehe für alle“ ergeben: Politik kann sich aber in einer derart wichtigen Materie wie der Ehe nicht nach vergänglichen Stimmungen richten. Außerdem relativiert sich diese „Mehrheit“, wenn man andere Einstellungen der Wähler betrachtet: Wenige sind beispielsweise für ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare und eine massive Mehrheit erachtet die eigentliche Ehe zwischen Mann und Frau als die erstrebenswerte Form des Zusammenlebens.

4. Die „Ehe für alle“ ist ein Angriff auf die kulturellen Wurzeln unseres Landes und auf das christliche Menschenbild, das das Leitbild aller Politik sein sollte. Die sog. „Ehe für alle“ folgt einer neomarxistischen, poststrukturalistischen Pseudo-Moral, die sowohl Individuum und Staat gleichsam vergöttert und dazwischen liegende Institutionen, wie eben die natürliche traditionelle Familie, missachtet.

Ich fordere Sie daher dringend auf, gegen eine Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare zu stimmen. Möge stattdessen der Deutsche Bundestag beschließen, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau gültig geschlossen werden kann.

Mit freundlichen Grüßen


Todbringendes Verwirrspiel um die Euthanasie damals und heute

Von Christa Meves

Nun branden sie wieder hoch: die medialen Vorbereitungen einer Gesetzesänderung zur Straffreiheit der Euthanasie. untitled

Jüngst fand z. B. am 6. 11.  –  fast zweistündig  –  in 3Sat eine Wissenschaftsendung „Scobel“ zum Thema „Suizid im Alter“ statt. Danach ist der Tod eine mehr oder weniger missliche Angelegenheit, der sich der Mensch zwar im Laufe der Evolution ausgeliefert habe, die aber nun endlich einer Lösung bedarf – der Willensfreiheit des Menschen angemessen.

Keine Spur von Erwähnung in all der Ausführlichkeit dieser Sendung, dass der Mensch nun einmal der Naturordnung von „Werden, Wachsen und Vergehen“ unterworfen sei, da laut Bibel von Gott nun einmal „aus Erde gemacht“  –  keine Erinnerung daran, dass vor knapp 75 Jahren hierzulande ein dämonisierter Diktator eine ähnlich makabere mediale Vorbereitung einer geplanten staatlichen Euthanasie vollzog und ebenfalls mit medialer Indoktrination (z.B. mit dem allen Schülern obligatorisch verordneten Film „Ich klage an“) klammheimlich die verbrecherische Tötung „unwerten Lebens“ vorzubereiten – bezogen auf anscheinend unheilbare Patienten in den psychiatrischen Kliniken.

Die Verführung begann mit einer Begriffsverwirrung

Mit einer raffinierten Verdrehung zum scheinbar Guten der in sich bösen Absicht schaffte er es offensichtlich sogar bei nicht wenigen Ärzten, ein das Gewissen verwirrendes Wohlwollen zu erreichen, wobei bereits heimlich tödliche Spritzen in Aktion gesetzt worden waren und viele Angehörigen die Nachricht hinzunehmen hatten, ihre Verwandten seien an einer Lungenentzündung oder dergleichen gestorben. Doch das war erst der erschlichene Anfang, aber eben der Rubikon zur Übertretung des 5. Gebots.  0022

Ohne Erinnerung daran, dass auch damals die Verführung mit einer Begriffsverwirrung eingeleitet wurde, beherrscht heute für diese Vorgänge der so schönklingende Begriff „Sterbehilfe“ das Feld.

Ja, in der Sendung wurde von einer Studie aus dem Jahr 2004 berichtet, die meint, herausgefunden zu haben, dass bereits 37 % der Ärzte sich längst in der Praxis als „Sterbehelfer betätigen. Doch die Verweigerung der Ärztekammer, der Aufweichung des Gesetzes zuzustimmen, stehe noch im Raum, hieß es immerhin.

Es ist angeblich bereits in der Bevölkerung eine Mehrheit pro „Sterbehilfe“ vorhanden.

Wie kann so viel historischer Gedächtnisverlust hierzulande möglich sein? Wie kann der Mensch nach einem solchen Rubikon vor 75 Jahren und dem danach rasch einsetzenden Inferno und schließlich der Klarstellung aller fürchterlichen Übeltaten diese Geschehnisse vergessen?

Zeit war dafür in dieser professörlichen Sendung jedenfalls nicht. Allerdings wurde ziemlich ausführlich der Begriff „Menschenwürde“ zur Disposition gestellt. Der erste Artikel unseres Grundgesetzes wurde zitiert: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ –  Sie sei heute gleich dem menschlichen Bedürfnis nach Selbstbestimmung ein Erfahrungswert, der vermutlich mehrheitsfähig sei, so hieß es.

Keiner der drei Anwesenden machte sich anheischig, der Entstehung und dem eigentlichen Inhalt dieses Begriffs nachzugehen. Keiner gab dem Wissen Raum, dass der Begriff der Menschenwürde aus dem Christentum erwachsen ist und bedeutet, der Mensch möge seinem Nächsten mit Respekt begegnen, da dieser wie er selbst ein Geschöpf Gottes sei.

Aus dieser Sichtweise hat sich einst unsere abendländische Gesetzgebung ausgestaltet. Auf diese Würde des Menschen beriefen sich die Väter des Grundgesetzes so vorrangig und so mahnend angesichts der schändlichen Verdrehung des unverrückbar Guten durch das vernichtende Böse in der Zeit zuvor. Ja, das Christentum baute diese moralische Forderung auf der Liebe zu Gott und den Mitmenschen auf und entwickelte darauf seine Philosophie der Vernunft und der Jurisprudenz.

Mögen sich unsere Parlamentarier in dieser Woche der Beratungen durch schwerwiegendes Erinnern als lernfähig erweisen, denn Gott lässt seiner nicht spotten! Deshalb mahnte bereits Christus so eindeutig und scharf (Mt 23,31 f): „Ihr Söhne…Ihr macht (so) das Maß eurer Väter voll…“