Kardinal Schönborn veranstaltete im Wiener Stephansdom eine Medjugorje-Werbefeier

Am Dienstag voriger Woche (25.9.) ließ der Wiener Erzbischof im Stephansdom  – wie alle Jahre wieder  –  die kirchlich nicht anerkannten Erscheinungen von Medjugorje hochleben und hochfeiern.

Passenderweise erlebte Ivan Dragicevic dort an Ort und Stelle nachmittags im prallvollen Dom seine Marienvision, wobei sie den Gläubigen vor dem Rosenkranzgebet angekündigt wurde und dann auch „zur rechten Zeit“ stattfand.

Hinterher erklärte der heute 47-jährige Familienvater, die Madonna „fordere“ von den Katholiken die monatliche Beichte.  –  Die Kirche hingegen verlangt von ihren Gläubigen lediglich die jährliche Beichte  –  die wirkliche Gottesmutter kommt gewiß nicht auf die Erde, um Kirchengebote zu ändern bzw. massiv zu verschärfen. (Eine „Empfehlung“ der Monatsbeichte steht auf einem anderen Blatt und wäre natürlich grundsätzlich zu bejahen.)

Dieser Medjugorje-„Seher“ Ivan lebt seit 1994 in Boston (USA), wohnt in einer Villa und ist mit einer ehem. Schönheitskönigin verheiratet.

Kardinal Christoph Schönborn gab seine begeisterten Eindrücke von diesem „Medjugorje-Friedensgebet“ in der Tageszeitung Heute zum Besten; dort schrieb er:   

„So voll habe ich den Dom, die Stephanskirche, selten gesehen.“

Das ist typisch für jene sensationslüsterne „Religiösität“, die sich vor allem an Gefühlen und Erlebnissen orientiert, weniger an der kirchlichen Lehre und den hl. Sakramenten:

Wenn eine angebliche „Erscheinung“ geboten wird, ist der Dom „so voll wie selten“, gefüllt mit mehreren tausend Gläubigen  – und das mitten in der Woche, was ansonsten selbst die Sonntagsmesse nicht schafft.

Der Erzbischof schreibt in der erwähnten Tageszeitung außerdem, daß in der Medjugorje-Feier „eine unbeschreibliche Atmosphäre der Sammlung, der Freude, der Fürbitte geherrscht“ habe.

Auch hier zielt er auf den Gefühlsbereich ab, auf das Atmosphärische, wenngleich unter frommen Vorzeichen.

Zu Medjugorje selbst erklärt der erscheinungsbewegte Kardinal:

Was sich dort seit Juni 1981 abspielt, gehört zu den erstaunlichsten Phänomenen unserer Zeit“.

Dem wird man als Kritiker kaum widersprechen wollen, wenngleich man dieses „Phänomen“ ganz anders bewertet.

Höchst bedenklich ist es, daß Erzbischof Schönborn eine „Privatoffenbarung“, die kirchlich nicht anerkannt ist, wie selbstverständlich als feste Tatsache hinstellt  –  schreibt er doch in der Tageszeitung „Heute“ Folgendes:

„Sechs Jugendliche haben Erscheinungen der Muttergottes, die sich „Königin des Friedens“ nennt. Aus dem armen, stillen Dorf in den kargen Bergen Herzegowinas ist einer der größten Wallfahrtsorte auf Erden geworden. Monatliche „Botschaften“ der Muttergottes gehen um die Welt.“

Abschließend stellt er begeistert fest, „dass in Medjugorje viele kleine und große Wunder geschehen. Ich bin selber Zeuge davon. Es ist ein Ort, wo der Himmel die Erde berührt.“

Damit greift der Kardinal dem noch ausstehenden Urteil der Gesamtkirche (Vatikan) vor  –  und er widerspricht zudem den ablehnenden Erklärungen von Ortsbischof Peric sowie dessen Vorgänger Zanic. Auch die jugoslawische Bischofskonferenz verweigerte Medjugorje bereits vor über 20 Jahren ihre Anerkennung.

Papst Benedikt gehört ebenfalls seit Jahrzehnten zu den Skeptikern, wobei er den Wiener Erzbischof schon im Januar 2010 deutlich ermahnte  –  offenbar vergeblich, wie Schönborns Medju-Werbefeiern Jahr für Jahr dokumentieren. 

Näheres über die päpstliche Rüge hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/05/kardinal-schonborn-entschuldigt-sich-bei-bischof-peric/

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Englischer Info-Artikel von Prof. Louis Bélanger über Medjugorje-Pater Tomislav Vlasic: http://en.louisbelanger.com/2012/02/09/medjugorje-the-unbearable-sadness-of-duping-the-faithful-2-fr-laurentins-fabrication-concerning-the-father-of-a-nuns-child-part-1-the-libel-4/

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Kardinal Schönborn: Neuer vorgeburtlicher PraenaTest ist „Eugenik“

Pressemeldung der CSA Österreich:

In der Wiener Gratiszeitung Heute bezeichnet Erzbischof Christoph Schönborn den neuen, umstrittenen „Down-Syndrom“-Bluttest als Eugenik.

Dies sind deutliche Worte des Wiener Kardinals über den von der Firma LifeCodexx aus Konstanz entwickelten Praena-„Blut“-Test:

„Hier wird Selektion betrieben. Eugenik“, stellt er zutreffend fest und fragt weiter: „Wird das schlimme Wort vom ‚lebensunwerten Leben‘ wieder Wirklichkeit? Ist das noch eine menschliche Gesellschaft, in der nur mehr topfitte, supergesunde, leistungsstarke Menschen erwünscht sind?“

Seit Montag, den 20. August 2012, ist nach einer Meldung der Firma „LIfeCodexx“ der neue Bluttest in 70 Praxen und Kliniken in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz verfügbar.

Die „Christlich-Soziale-Arbeitsgemeinschaft Österreichs“ (CSA) ist über die klare Aussage des Wiener Erzbischofs erfreut und fordert zu weiteren Klarstellungen auf:
„Dies ist vielleicht die letzte Chance, um den Weg in eine europäische Katastrophe zu verlassen. Wenn Kardinal Schönborn, seine Mitbrüder und die gesamte katholische Kirche jetzt nicht endlich mit allen demokratischen Mitteln gegen diese naziähnlichen Zustände vorgehen, könnte das „Vierte Reich“ vielleicht noch verhängnisvoller werden als das vergangene 3. Reich.“

Deshalb gilt: Wehret den Anfängen! Für ein eindeutiges Ja ohne jedes Nein zum Lebensrecht aller Menschen!

Waizenkirchen, den 25. August 2012
gez. Günter Annen

 „Christlich-Soziale-Arbeitsgemeinschaft Österreichs“
A-4730 Waizenkirchen , Feldweg 1
Tel.: 0043 (0)7277/6342   Fax.: 0043(0)7277/6342-4
www.csa-austria.com        Mail:  office@csa-austria.com


Kardinal Schönborn wirbt per Jubelbrief erneut für Medjugorje

Auch dieses Jahr hat der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn ein Grußwort nach Medjugorje zum dort veranstalteten „Jugendfestival“ gesandt; hier der volle Wortlaut:

„Den unzähligen Jugendlichen, die seit heute nach Medjugorje gekommen sind, sende ich meinen herzlichen Gruß und Segen.

Es erfüllt mich mit Freude und Bewunderung, dass Ihr alle die Mühe auf Euch nehmt, an diesen so heißen und abgelegenen Ort zu kommen, wo Euch kein Meeresstrand, kein Schwimmbad erwartet, aber wo eine Mutter auf Euch wartet, die Gospa, die jeden von Euch kennt und liebt. Sie sagt Euch wieder wie bei der Hochzeit von Kana: Tut was Er euch sagt!

Ich wünsche Euch die Erfahrung ihrer so liebevollen Nähe, die Freude der Versöhnung im Bußsakrament (ist nicht Medjugorje heute der größte Beichtstuhl Europas?) und eine wunderbare Zeit der Gemeinschaft in der Kirche, die lebendig ist und uns Heimat schenkt.

Ich wünsche Euch viele Gnaden der Bekehrung, der Heilung Eurer Wunden. Lasst Euch von der Gospa und ihrem Sohn senden zu vielen jungen Menschen!
Euer Kardinal Christoph Schönborn aus Wien.“

Die „Seher“ bezeichnen die Erscheinungs-„Madonna“ von Anfang an als „Gospa“. Der Kardinal schließt sich diesem Ausdruck an und verdeutlicht auch an anderen Stellen seines Grußworts, daß er von einer übernatürlichen Echtheit der dortigen Phänomene ausgeht.

Dies ist denkbar unangebracht, zumal angesichts der Tatsache, daß sich die für Medjugorje zuständigen Oberhirten (auch der gegenwärtig amtierende Bischof Peric) seit Jahrzehnten strikt gegen die Glaubwürdigkeit der Gospa-Erscheinungen wenden.

Auch Papst Benedikt hat Kardinal Schönborn bereits im Januar 2010 dringend zur Zurückhaltung in der Causa Medju ermahnt  – offenbar zwecklos, wie Schönborn immer wieder ungerührt demonstriert.

Der Erzbischof  von Wien mußte sich damals auf  Betreiben des Papstes sogar schriftlich beim zuständigen Ortsbischof Peric entschuldigen.  –  Näheres hier:

http://www.news4press.com/Kardinal-Schoenborn-entschuldigt-sich-bei_511283.html


Schlammschlacht einer „Ex-Geliebten“ gegen den Pfarrer von Stützenhofen

Wie bereits hier im CHRISTLICHEN FORUM berichtet wurde, läuft in Österreich (und darüber hinaus)  eine heiße Debatte über Kardinal Christoph Schönborn, den Erzbischof von Wien, weil dieser den Pfarrer von Stützenhofen, der zu seinem Bistum gehört, im Stich ließ; der Pastor war nämlich mit einem Pfarrgemeinderatsmitglied nicht einverstanden, weil dieser homosexuell verpartnert ist.

Nun  meldet sich  – typisch für die Fortführung der Anti-Pfarrer-Schlammschlacht –  eine angebliche Ex-Geliebte des Priesters zu Wort, die vorgibt, mit Pfarrer Gerhard Swierzek drei Monate zusmamengewesen zu sein, doch dann habe er die Beziehung abrupt beendet. Darüber haben Zeitungen in Österreich gestern  heiß „berichtet.“

Hierzu stellen wir fest:

1. Solange diese Story nicht bewiesen ist, gilt die Unschuldsvermutung. Der angeblich „betroffene“ Geistliche hat sich jedenfalls (noch) nicht geäußert (und er muß dies auch gar nicht).

2. Sollte der Pfarrer tatsächlich vor vielen Jahren eine Geliebte gehabt haben, so siegte jedenfalls nach drei Monaten sein priesterlichen Gewissen. Er führte kein jahrelanges „Doppelleben“, wie es andernorts schon vorgekommen ist, sondern vollzog einen klaren Schlußstrich.

3. Vorausgesetzt, die als Sensation gegen den Pfarrer aufgebauschte Geschichte stimmt, dann erweist sich diese Geliebte jetzt als  rachsüchtiges Weib, die dem Geistlichen das damalige Beenden der Beziehung jetzt öffentlich „heimzahlt“  –  umso besser, wenn er solch einer charakterschrägen Frau einst den Laufpaß gab.

4. Für den Fall, daß diese Type  tatsächlich einst seine Geliebte war, muß man den Pfarrer von Stützenhofen als noch mutiger ansehen, denn er hat in der aktuellen Causa um den schwulen Pfarrgemeinderat die katholische Fahne hochgehalten und das Kirchenrecht eingehalten, obwohl er mit dem Risiko rechnen mußte, daß die „alte Geschichte“ aufgekocht wird.

5. Sofern es eine Geliebte gab: Mit „Heuchlei“ hat das Verhalten des Priesters rein gar nichts zu tun, denn ein Pfarrer muß die Zehn Gebote auch dann verkündigen und das Kirchenrecht durchziehen, wenn er selber nicht bereits zu Lebzeiten in den Kreis der Heiligen eingerückt ist. Die Erfüllung der Amtspflicht gilt nicht erst ab Stufe 12 auf dem Weg der Heiligung…

6. Ob Liebschaft anno dunnemal oder nicht, mit dem Sachverhalt  an sich hat die  Debatte um diese Frauengeschichte ohnehin nichts zu tun:

Laut Kirchenrecht muß ein Pfarrgemeinderat als Träger eines kirchlichen Ehrenamts „gute Sitten“ vorweisen, was bei einem hier und heute praktizierenden Homosexuellen nun einmal nicht der Fall ist. Etwas anderes wäre es, wenn ein Schwuler umkehrt und zölibatär (enthaltsam) lebt.

Der Pfarrer von Stützenhofen hat sich also an das Kirchenrecht gehalten – und damit ist dieser Priester im Recht und Kardinal Schönborn offensichtlich im Unrecht. Ende der Durchsage.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in  Münster


Scharfe Kritik der Tageszeitung „Die Presse“ an Kardinal Schönborn

In der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ erschien gestern (5.4.2012)  ein erstaunlicher Kommentar von Michael Etlinger zur Krise der Kirche in Österreich, die vor allem eine Krise der dortigen Bischöfe ist, angeführt vom Wiener Erzbischof Christoph Schönborn.

Der Kardinal sorgte jüngst weltweit für Schlagzeilen, nachdem er einem Pfarrer aus seinem Wiener Bistum beinhart in den Rücken fiel, der einem praktizierenden Homosexuellen im Sinne des Kirchenrechts absprach, das Amt eines Pfarrgemeinderat ausüben zu können, da es sich um ein kirchliches Ehrenamt handelt, das „gute Sitten“ voraussetzt.

Christoph Kardinal Schönborn auf dem Bruder-Ko...

Christoph Kardinal Schönborn (Foto:Wikipedia)

Doch der Wiener Erzbischof glaubt offenbar, sich willkürlich über Glaube und Sitte hinwegsetzen und eigene Einfälle zum Maßstab seines kirchlichen Handels machen zu können, denn er bestätigte den schwul-„verpartnerten“ Florian Stangl als Pfarrgemeinderat.

Das verwundert selbst die durchaus nicht als konservativ bekannte Tageszeitung „Die Presse“, die sich unter dem Titel „Zu wenige „Hardliner“ unter Österreichs Hirten“ sehr klar zu Wort meldete –  lassen wir sie also zu Wort kommen:

„Die „Causa Florian Stangl“ zeigt auf: Die Krise der österreichischen Kirche ist durch ihre führenden Amtsträger mitverursacht.

Knalleffekt in der „Pressestunde“ am 1. April: Kardinal Christoph Schönborn verkündet, dass er keinen Einspruch gegen die Wahl eines bekennenden Homosexuellen zum Pfarrgemeinderat erheben werde.

Selbstverständlich ist der Hinweis des Kardinals auf das Handeln Christi, der sich immer dem einzelnen Menschen und seiner konkreten Situation zugewandt hat, richtig. Und so hätte wahrscheinlich auch Jesus Florian Stangl in sein Haus aufgenommen und das Gespräch gesucht.

Am Ende des Gesprächs hätte er aber (mit an ziemliche Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) den Schlüsselsatz gesagt: „Geh hin und sündige von jetzt an nicht mehr!“  –  Doch man staune: In der „Pressestunde“ konnte man diese Worte vom Kardinal nicht vernehmen.

Im Gegenteil: Wir durften Ohrenzeugen davon sein, dass die österreichische Kirche offenbar keinen Einspruch gegen die Einführung der sog. „eingetragenen Partnerschaft“ eingebracht hat, da in einer solchen Partnerschaft lediglich zivilrechtliche Auswirkungen des Zusammenlebens geregelt werden.

Vor dem Hintergrund eines Schreibens des Vatikans, wonach katholische Abgeordnete jedes Gesetz zur rechtlichen Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften verhindern sollen, eine bemerkenswerte Aussage.

Zwar ist lobenswert, dass Kardinal Schönborn den Moralverfall in der österreichischen Politik im Zusammenhang mit Korruptionsaffären anprangert, sich für das Wahljahr 2013 eine Abrüstung der Wortwahl wünscht und zudem ein mea-culpa (zum wievielten Male eigentlich?) im sogenannten Missbrauchsskandal spricht.

Mindestens so klare Worte würde man sich aber vom Kardinal (und der Mehrheit seiner Bischofskollegen) auch in jenen Fragen der Glaubens- und Sittenlehre wünschen, die nicht auf ungeteilten Beifall der kirchenkritischen Mainstream-Medien stoßen.

Beispiele gefällig?  

Wo bleibt etwa die regelmäßige Verurteilung des Unrechtsparagrafen im österreichischen Strafgesetzbuch, der sanktionslos die Tötung ungeborenen Lebens erlaubt?

Wo bleibt der Aufschrei, wenn unter dem Deckmantel sogenannter künstlerischer Freiheit religiöse Gefühle tausender Christen mit Füßen getreten werden?“

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier:
http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/746487/Zu-wenige-Hardliner-unter-Oesterreichs-Hirten

Kardinal Schönborn bestätigt kirchliches Ehrenamt für homosexuellen Pfarrgemeinderat

Der Erzbischof von Wien stellt sich gegen den kirchentreuen Pfarrer von Stützenhofen

Wie „Radio Vatikan“ aktuell berichtet, hat Kardinal Schönborn persönlich beschlossen, Florian Stangl, einen homosexuell verpartnerten Pfarrgemeinderat aus der Pfarrei Stützenhofen im Bistum Wien,  in diesem kirchlichen Ehrenamt zu belassen:

„Wir halten an der Regel fest, aber wir schauen auch auf die Situation des einzelnen Menschen“, sagte Christoph Schönborn in der ORF-„Pressestunde“ am Palmsonntag.  Gleichgeschlechtliche Partnerschaft seien von der Bibel her immer mit einem Fragezeichen zu versehen,  erklärte der Wiener Erzbischof. 

In dem Stützenhofener Pfarrgemeinderat Florian Stangl habe er aber einen „gläubigen, engagierten, liebenswürdigen Menschen“ kennengelernt, der sich als Caritas-Mitarbeiter für Behinderte einsetze und ein feines Gespür für die Menschen habe.  Daher habe er die „persönliche Entscheidung“ getroffen, die Wahl anzuerkennen, auch wenn es von der „Regel“ her ein Problem gebe.

Zu dieser Nachricht stellen wir fest:

1. Christoph Schönborn hat sich wie alle Katholiken an die kirchliche Lehre und an das Kirchenrecht zu halten, das gilt erst recht für einen Erzbischof und Kardinal.

2. Er bezeichnet den homosexuell verpartnerten Stangl als „liebenswürdigen Menschen“ mit „feinem Gespür“ usw. – Wie steht es aber mit dem Pfarrer von Stützenhofen, der sich gegen dieses Ehrenamt für jemanden aussprach, der offen gegen die biblische und kirchliche Lehre lebt? Ist der dortige Pfarrer etwa kein „liebenswürdiger“ Mensch?

Zumindest hat der Geistliche ein „feines Gespür“ für den kirchlichen Standpunkt, von Kardinal Schönborn als „Regel“ kleingeredet  –  dabei handelt es sich um eine unumstößliche Position, an der es nichts zu deuteln gibt. Will der Kardinal mit dem Ausdruck „Regel“ den Eindruck erwecken, als lasse schließlich jede Regel auch Ausnahmen zu?

3. Schönborn erklärte also: „Gleichgeschlechtliche Partnerschaft seien von der Bibel her immer mit einem Fragezeichen zu versehen.“ –  Praktizierte Homosexualität ist von der Bibel her mit einem klaren NEIN samt Ausrufezeichen zu versehen – und nicht etwa mit einem „Fragezeichen“.

4. Der Erzbischof von Wien ist dem Priester von Stützenhofen, der sich kirchentreu und korrekt verhalten hat, in den Rücken gefallen. Der Kardinal hat damit gegen die Heilige Schrift, gegen das kirchliche Lehramt und gegen das Kirchenrecht gehandelt.

Zum Kirchenrecht (CIC) in dieser Sache schreibt die nonkonforme Webseite „www.unzensuriert.at“ Folgendes:
„In Can. 512 des Codex Iuris Canonici ist in §3 geregelt, dass in den Pastoralrat nur Gläubige berufen werden dürfen, die sich durch festen Glauben, gute Sitten und Klugheit auszeichnen. Auch ist in der Pfarrgemeinderatsordnung für die Erzdiözese Wien festgelegt, dass sich die Wahlkandidaten zur Glaubenslehre und Ordnung der Kirche bekennen müssen.“

Zudem berichtet diese österreichische Webseite,  eine Anfechtung der Pfarrgemeinderatswahl in Rom sei vom Wiener Pfarrer Christian Sieberer aufs Tapet gebracht worden: „Da die Sachlage klar ist, werden diesem Vorstoß von Kirchenrechtsexperten große Chancen eingeräumt“, schreibt „Unzensuriert“  hierzu.

Der erwähnte Priester Christian Sieberer betreibt übrigens eine originelle, interessant gestaltete Internetseite mit dem flapsigen Titel „Pfaffenheini“:  http://www.pfaffenheini.com/

Rom ist nun gefordert, einige Stühle geradezurücken, den Herrn Kardinal zurechtzuweisen und dem tapferen, glaubens- und sittentreuen Pfarrer verdientermaßen den Rücken zu stärken.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

PS: Zu diesem Thema erreichte uns die Mail eines österreichischen Prälaten, der sich hinter den papsttreuen Pfarrer stellt und die ganze Causa treffend auf den Punkt bringt:

„Der Oberhirte weist den Unterhirten zurecht, weil sich dieser an die Weisungen des Obersthirten gehalten hat!  
„Ihr alle aber seid Brüder!“  – Gilt das  –  oder hat sich Jesus geirrt?“