AfD-Fraktion verlangt staatlichen Beauftragten gegen Christenfeindlichkeit

Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion gab es von 2010 bis 2019 (Stand: 25. April) 1.731 Angriffe auf christliche Einrichtungen wie Kirchen oder Friedhöfe.

Hiervon wurden nur 217 Fälle – oder 12,5 Prozent – aufgeklärt. Von 2017 bis 2019 (Stand: 25. April) kam es zu 265 christenfeindlichen Straftaten. Dabei wurden sowohl 2019 als auch 2017 sowie 2018 die meisten Straftaten mutmaßlich durch Islamisten verübt.

BILD: Beschädigte Madonnenfigur in Dülmen – dem Christuskind wurde sogar der Kopf abgeschlagen

Dazu erklärte Dr. Anton Friesen, Abgeordneter im Ausschuss für Menschenrechte und Mitglied der Christen in der AfD:

„Kirchen werden angegriffen, Friedhöfe geschändet, Gottesdienste gestört. Das alles ist in der bunten Republik Deutschland längst Realität. Die meisten Straftaten werden nie aufgeklärt. Die Täter kommen ungestraft davon.

Bei christenfeindlichen Straftaten dominiert dabei die sogenannte ‚religiöse Ideologie‘ als Tatmotivation. 2017 wurde dieser Begriff in die Polizeiliche Kriminalstatistik eingeführt, offensichtlich um zu verschleiern, dass es sich tatsächlich um islamistisch motivierte Täter handelt.

Diese Entwicklungen zeigen eines ganz deutlich. Wir brauchen, wie von dem kirchenpolitischen Sprecher der AfD-Fraktion Volker Münz gefordert, einen Beauftragten gegen Christenfeindlichkeit, wachsende Sensibilität gegen Christophobie und den offensichtlich islamistisch motivierten Hass gegen unsere abendländische Zivilisation.“


Antisemitische muslimische Allianz stoppen!

Aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Dr. Anton Friesen geht hervor, dass die Bundesregierung die sog. Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit, kurz CLAIM, mit Bundesmitteln in fünfstelliger Höhe fördert.

Dazu erklärt der Fragesteller, Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und AfD-Bundestagsabgeordneter für Süd-Thüringen, Dr. Friesen:

„Claim ist ein Projekt der Jungen Islam Konferenz und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben gefördert. Die Fördersumme betrug im Jahr 2017 über 42.535,70 Euro. Auch für die Haushaltsjahre 2018 und 2019 wird das Projekt mit Steuermitteln gefördert.

Der Name Claim steht für die sog. Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit. Teil dieser Allianz ist unter anderem die Muslimische Jugend in Deutschland, welche lange Zeit im Fokus des Verfassungsschutzes stand. Zudem partizipiert auch Schura, die Islamische Religionsgemeinschaft Bremen mit ihrem Modellprojekt Al-Etidal an Claim.

Israelische Fahnen verbrannt

Diesem Zusammenschluss von islamischen Organisationen gehört u.a. auch die Al-Mustafa-Gemeinschaft an, welcher nach Auskunft des Bremer Verfassungsschutzberichtes, die islamistische Hizb Allah im Libanon unterstützt. Auch verschiedene Ortsvereine der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş, gehören Schura an.

Die Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş wird nach wie vor im Verfassungsschutzbericht erwähnt. Beispielsweise erklärte sie dem Bericht zufolge in einer öffentlichen Stellungnahme, dafür zu beten, dass Jerusalem bald von Besatzung und Unterdrückung befreit werde. Auf den beiden größten Veranstaltungen in Berlin, die u.a. von Personen aus dem Hamas-Umfeld angemeldet worden waren, verbrannten einzelne Personen israelische Fahnen und riefen antisemitische Parolen.

Solange solche dubiosen Elemente Teil der sog. Allianz sind, muss die Bundesregierung ihre Finanzierung stoppen!

Wo bleibt die Allianz gegen Christenfeindlichkeit?

Während die Bundesregierung sich gegen tatsächliche und vermeintliche Islamfeindlichkeit engagiert, ist die zunehmende Christophobie von muslimischen Einwanderern von nachrangiger Bedeutung. Das zeigt sich im Juni  2017 beschlossenen nationalen Aktionsplan gegen Rassismus. Dort wird Christenfeindlichkeit beiläufig dreimal am Rande erwähnt.

Im Hinblick auf Homophobie werden die christlich geprägte Lebensweise und die damit verbundenen Moralvorstellungen sogar als Problem identifiziert. Der Islam wird in diesen Zusammenhang nicht erwähnt.

Im Gegenteil: Die Bundesregierung widmet Islam- und Muslimfeindlichkeit ein eigenes Kapitel in ihrem nationalen Aktionsplan. Ein weiterer Beleg dafür, was in unserem Land falsch läuft. Wo bleibt die Allianz gegen Christenfeindlichkeit?“

 


Christophobie: Wachsende Gewalt gegen Gotteshäuser und Christen in Europa

„Es gibt eine Welle von Verbrechen aus Hass gegen Christen und die katholische Kirche in Europa.“  –  Dies äußerte der Beauftragte für Religionsfreiheit der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa), Massimo Introvigne, in einem Schreiben.

Das Wiener „Beobachtungszentrum für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen“ habe im vergangenen Jahr 67 Fälle von Verbrechen gegen das Christentum gezählt. Die Vorgänge lassen sich in drei Kategorien aufteilen, so Introvigne:  

Foto: E. Consoir

Foto: E. Consoir

Zu einem Großteil (46 Fälle) handle es sich um generell antichristliche Attacken auf Kirchen, Kapellen oder gegen Geistliche. 15 Fälle betreffen Gewalt gegen Christen, die gegen Abtreibung bzw. die Homo-„Ehe“ eintreten. In sechs Fällen handle es sich um Vandalen-Akte gegen Kirchen, die von radikal-islamischen Gruppen begangen wurden.

Der Bericht soll nun an die OSZE weitergeleitet werden, die einen jährlichen Bericht über jene Verbrechen in Europa erstellt, die durch Haß motiviert sind.

Quelle: Radio Vatikan


Symposium in Brüssel stellt fest: Diskriminierung gegen Christen in Europa nimmt zu

EU-Abgeordnete sowie Vertreter von Kirche und Gesellschaft haben eine Christophobie, eine zunehmende Intoleranz gegenüber Christen in Europa beklagt. Christen seien die am meisten diskriminierte religiöse Gruppe in Europa, aber Politik und Medien schweigen darüber.

Auf einem Symposium in Brüssel merkte Vatikan-Vertreter Florian Kolfhaus an, daß Mohammed-Karikaturen zu Recht von Politikern als unanständig bezeichnet würden; bei Kruzifixschändungen bleibe die öffentliche Kritik dagegen aus.

In Frankreich habe es laut Statistik innerhalb von zehn Monaten 485 Angriffe auf religiöse Einrichtungen gegeben; allein 410 davon hätten sich gegen christliche Einrichtungen gerichtet.

Auch aus der EU kämen teilweise verheerende Signale, kritisierte der Geistliche; als Beispiel nannte Kolfhaus den von der EU im vergangenen Jahr veröffentlichten Schülerkalender, in dem die christlichen Feiertage Ostern und Weihnachten „vergessen“ worden waren.  

Der Spanier Francisco Borrego, ehem. Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, kritisierte die Urteilsgebung des Gerichtshofs. Die Richter urteilten oft gerade beim Thema Religionsfreiheit zu sehr nach ihren eigenen Ideologien. Bei der Rechtsprechung dürfe es aber nicht um politische Korrektheit gehen.

Der konservative EU-Abgeordnete Jan Olbrycht (EVP) erklärte, bisher finde im EU-Parlament kein echter Dialog über die Diskriminierung von Christen statt. Für eine Aussprache im EU-Plenum sei es noch zu früh; für viele Abgeordnete stelle eine offene Debatte darüber eine Bedrohung dar, weil sie sich mit dem Thema nicht auskennen würden.

Quelle: evangelische Nachrichtenseite http://www.jesus.ch


Christophobie: 85% der Diskriminierungen in Europa richten sich gegen Christen

85 Prozent aller Fälle von Diskriminierungen (Benachteiligungen) sind gegen Christen gerichtet. Das hat eine Nichtregierungsorganisation im vergangenen Jahr festgestellt. Das besondere daran: es handelt sich nicht um Fälle von Intoleranz in Asien oder Afrika, sondern um Diskriminierungen in Europa, so der Bericht der in Wien ansässigen „Beobachterstelle zu Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa“.

Gudrun Kugler, die Leiterin der Beobachterstelle, betont, man dürfe diese Fakten „in der öffentlichen Debatte nicht totschweigen“. Im Gespräch mit Radio Vatikan geht Kugler auf die Lage der Christen in Europa ein:

„Wir haben 2011 festgestellt, dass das Problem weiterhin am Wachsen ist. Während beispielsweise unser Bericht 2010 vierzig Seiten hat, hat der Bericht 2011 bereits über sechzig.

Wir haben viel recherchiert, und es gibt jetzt auch Statistiken. Das ist sehr interessant, da Statistiken erst angelegt werden, wenn das Problem stärker wahrgenommen wird – es gibt z.B. Zahlen für 2011, die besagen, dass über 95 Prozent aller antireligiös motivierten Gewalttaten in Schottland gegen Christen verübt würden. Das ist schockierend, meint man doch immer, im Vordergrund stünde stets antisemitisch motivierte Gewalt oder Islamophobie. Damit verbundene Gewalttaten sind aber verschwindend geringe Zahlen im Vergleich zu den Gewalttaten gegen Christen.“
Friedlich betende und singende Christen werden von Polizisten vor linksradikalen Randalierern geschützt (Vor dem Marienplatz in Münster am 10.3.2012)

Die Arbeit der Beobachterstelle hat dazu beigetragen, dass dieses Problem stärker in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit gerückt ist,  erklärt Frau Kugler:

„Intoleranz und Diskriminierung von Christen in Europa ist ein Problem, das man nur sehr schwer wahrnimmt, da es so zersplittert ist – es hat viele verschiedenen Ursachen und Ausprägungsformen. Insgesamt ein Phänomen, das ich nur dann verstehe, wenn ich alles gleichzeitig vor mir sehe. Nur wenn ich alles in der Übersicht sehe, kann ich sagen, dass es sich hier um ein Phänomen handelt und ein Muster vorliegt.

Wir haben durch unsere Recherchearbeit über 620 Fälle individuell recherchiert und dokumentiert und anhand dieser Fälle ein Muster aufgezeigt. Dadurch entsteht nun eine öffentliche Debatte. Wir haben mit vielen internationalen Institutionen gearbeitet, wie z. B. OSZE, auch mit der Grundrechtagentur der europäischen Union.

Wir haben unseren Bericht 2010 im europäischen Parlament vorgestellt, und den diesjährigen Bericht auch in der europäischen Kommission sowie wieder im europäischen Parlament. All das initiiert eine öffentliche Debatte und diese Debatte ist der erste und unerlässliche Schritt hin zu einer Lösung.“

Hintergrund:
Die Beobachterstelle ist eine Nichtregierungsorganisation, die Fälle von Diskriminierung gegen Christen in Europa sammelt, die von den Medien oder von Einzelpersonen gemeldet werden. Sie informiert internationale Regierungsorganisationen wie die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) über ihre Untersuchungen und arbeitet eng mit der Europäischen Bischofskonferenz zusammen.

Quelle: Radio Vatikan vom 20.3.2012