Von der Esoterik zum Glauben: Wie Christus meine Familie und mich gerettet hat

Das folgende Glaubenszeugnis stammt von unserer Leserin Irina, einer ehemaligen Esoterikerin und Ex-Charismatikerin aus Bayern, geboren in Russland, die uns mit vollen Namen und Anschrift bekannt ist.

Weil jedoch ihr Lebensbericht sehr persönliche Momente und Ereignisse beinhaltet, haben wir mit ihr eine Beschränkung auf den Vornamen vereinbart:

Ich bin 1981 in Russland geboren und wuchs in einer (nicht wirklich) gläubigen Familie auf. Wir gingen zwar hin und wieder zur Kirche, hatten Gebetbücher zu Hause und ich schrieb oft Briefe an Gott, wusste aber damals noch nicht, dass Jesus Christus real ist.

Meine Mama war katholisch, mein Papa wurde erst ein paar Jahre, bevor er gestorben ist, orthodox getauft. Meine Schwester und ich wurden mit sechs Jahren in der orthodoxen Kirche getauft.

Meine Eltern stritten oft, hauptsächlich weil mein Papa viel getrunken hat. Die ganze Familie hat darunter gelitten. Mein allergrößter Wunsch war, meine eigene Familie zu gründen und ein harmonisches Leben zu führen.

2001 kam ich nach Deutschland, studierte in München Germanistische Linguistik und arbeitete an der Universität als Deutschlehrerin für ausländische Studierende. Später schloss ich ein Zweitstudium der Betriebswirtschaftslehre ab, arbeitete anschließend in einer Marketing-Agentur, heiratete 2015 meinen jetzigen Ehemann und wir bekamen zwei Kinder.

2014 lernte mein Mann seinen leiblichen Vater kennen (aufgewachsen ist er mit seinem Stiefvater). Der leibliche Vater weihte uns (meinen Mann und mich) an Weihnachten 2015 in die Esoterik ein und schenkte uns „Die Geheimlehre“ und „Isis entschleiert“ von Blavatsky, „Grundlagen der Esoterischen Philosophie“ von Gottfried von Purucker, die Mahatma-Briefe, Runen, Tarot-Karten, ein Buch über Astrologie und vieles mehr.

Er war viele Jahre in einem esoterischen „Orden“, der von Dethlefsen geleitet wurde, bezeichnete sich als Priester und behauptete, dass die Informationen, die in diesen Büchern stehen und die er beigebracht bekommen hatte, die Wahrheit aller Wahrheiten darstellen.

Dies sei die richtige Esoterik und kein Eso-Kitsch. Und so wurden wir ganz tief in die Esoterik eingetaucht, haben diese Wahrheit, ohne zu hinterfragen, angenommen und weiter vertieft und uns regelmäßig ausgetauscht.

An Ostern 2016 haben mein Schwiegervater und ich durch einen leichten Stromschlag „einen gewischt“ bekommen. Er behauptete seitdem, dass wir im vorherigen Leben ein Paar gewesen sein müssen und rief mich ständig an, wollte, dass ich dies einsehe und bat mich darum, dies nicht seiner Frau und meinem Mann zu erzählen.

Ich wusste nicht, wie ich mich verhalten soll und erzählte zuerst niemandem was davon. Irgendwann ließ mein Schwiegervater los und ich war sehr erleichtert.

2016 bekam ich eine seltsame Fähigkeit, nachts unkontrolliert aus meinem Körper auszutreten und durch die Wohnung, manchmal auch durch die Stadt zu fliegen. Einmal, als ich krank war, sah ich, wie ich aus meinem Körper ausstieg – und als ich mich von oben beobachtete, sah ich statt meines Körpers einen dunklen Mann im Bett liegen – es war ein schreckliches Erlebnis.

Von diesem Phänomen des „Fliegens“ erzählte ich meinem Schwiegervater, der das ganz toll fand und mir ein Buch über Astralreisen schenkte und meinte, es sei sehr beneidenswert, dass ich dies von Natur aus tun kann (die Anderen müssen es ja erst lernen).

Ich kam damals nicht dazu, das Buch zu lesen und wollte mich auch ehrlich gesagt in dieser Richtung nicht weiterbilden.

Als ich wieder eine Astralreise erlebte und meinem Schwiegervater davon erzählte, sagte er mir, dass ich bei meiner nächsten Astralreise bewusst zu ihm nach Hause fliegen und mich auf ihn drauflegen solle, denn es gäbe ja nichts Schöneres, als die Verschmelzung zweier Körper auf australer Ebene. Aber ich solle doch bitte davon nichts seiner Frau und meinen Mann erzählen.

Bei allem Respekt vor meinem Schwiegervater und all dem, was er für mich Gutes tat, fand ich diese Aussage ziemlich schräg und fing an, mich von ihm zu distanzieren und blockierte ihn dann irgendwann auf meinem Handy.

Ich befand mich in einer sehr schwierigen Lage, wollte das Ganze aber doch nicht vor meinem Mann verheimlichen und beschloss, ihm davon zu erzählen. Das Ganze endete dann in einer  großen Katastrophe. Für meinen Schwiegervater war ich gestorben.

Mein Mann konnte es mir nicht glauben und fing an, zu rauchen und zu trinken. Da ich weder das eine noch das andere guthieß und diese Süchte zu ständigen Streitereien führten, brach unsere Familie Stück für Stück auseinander.

Da die Kinder noch sehr klein waren und ich niemanden in der neuen Stadt kannte (wir waren frisch umgezogen), konnte ich nicht gehen.

Zudem war ich nach den beiden Schwangerschaften gesundheitlich ein Wrack und da die Ärzte mir nicht helfen konnten, beschloss ich, die Verantwortung für meine Gesundheit zu übernehmen und kam durch Zufall auf die Ernährungsweise von Medical Medium von Anthony William (Geist des Mitgefühls) und bin zu Expertin auf dem Gebiet dieser spirituellen Ernährungslehre geworden. Ich absolvierte die Ernährungsberatungsausbildung und wollte mich als Ernährungsberaterin nach Medical Medium selbständig machen.

Ich suchte ständig nach dem richtigen Weg, nach der Wahrheit und dem Sinn des Lebens und wollte mich auf gar keinen Fall mit der Esoterik meines Schwiegervaters weiter beschäftigen.

Ich kaufte das Download-Paket von Flow Summit 2019 mit zahlreichen spirituellen Vorträgen, hörte sie mir an und kam zu dem Schluss, dass meine mangelnde Selbstliebe Schuld an allem sei. Ich beschäftigte mich mit meinem „inneren Kind“, meinen Schattenseiten und arbeitete intensiv an mir. Ich glaubte, die Wahrheit in der Spiritualität gefunden zu haben.

Besonders inspiriert war ich von Jana Haas (hellsichtige Autorin und Engel-Expertin).

Zudem hörte ich viele Videos von Robert Betz an und besuchte sogar  einen seiner Vorträge, sprach mit ihm persönlich verzweifelt über meine familiäre Situation und er meinte, ich solle meinen Mann akzeptieren, so wie er ist, sprich: ihn trinken und rauchen lassen, denn er brauche dies momentan.

Ich war mit dieser Antwort nicht zufrieden und suchte weiter nach Antworten in zahlreichen spirituellen Büchern und kam dann doch zu dem Schluss, meinen Mann mit all seinen Süchten akzeptieren zu lernen und arbeitete jeden Tag an mir (bildete mir ein, dass mich seine Süchte nicht stören und ich keine Angst mehr davor habe, wie die Zukunft unserer Familie aussehen wird).

Je mehr ich las, desto mehr fühlte ich mich verzettelt, verzweifelt und unglücklich, und beschloss, mich hauptsächlich auf die Bücher und Vorträge von Jana Haas zu konzentrieren. Ich wollte sogar eine Ausbildung zum Cosmogetic Healing bei ihr machen, weil ich mir einbildete, Heilerin zu sein, beruhend darauf, dass meine Oma mütterlicherseits auch Heilerin war und dass ich dies von ihr bestimmt erbte und diese Fähigkeit weiterentwickelt werden soll.

Da ich zusammen mit meinem Mann Inhaber eines Sportclubs bin, beschloss ich im September 2019 eine Online-Yoga-Ausbildung zu machen und gab bereits während der Ausbildung Yoga-Stunden in unserem Club. Anfang Februar 2020 hatte ich ein Yoga-Präsenzseminar in Hamburg und war nach der Rückkehr nach Hause sechs Wochen krank (im nachhinein verstand ich, dass der liebe Gott mir Zeichen sendete, darüber nachzudenken, was ich da tue).

Anfang April 2020 stoß ich im Internet auf ein Video über Satanismus und musste, während ich es mir ansah, viel weinen und war schockiert und sprachlos.

Der Gedanke, dass die Welt doch nicht so rosig sei, wie ich es in den spirituellen Büchern las, und dass es das Schwarze/Böse/Dunkle da draußen doch gibt, ließ mich nicht los.

Bis dahin war ich der Meinung, wie Jana Haas (spirituelle Medium und Autorin) es immer so schön ausdrückt, dass wir es uns in unserem Leben nicht leisten können, negativ zu denken. Man soll ein Licht für die Welt darstellen, also immer „positiv denken“. Und dass es keine Dämonen oder gefallene Engel gibt, dies seien in Wirklichkeit lediglich unsere negativen/dunklen Gedanken.

In diesem Video über Satanismus sah ich aber das Böse, ohne zuvor schlechte Gedanken gehabt zu haben. So begann ich zu hinterfragen, ob das, was Jana Haas behauptet, überhaupt stimmt. Mir fiel wieder die Frage von meiner Bekannten ein, ob ich wüsste, dass die Ernährung nach Medical Medium zur okkulten Szene gehört. Ich fing an, zu recherchieren, was alles unter Okkultismus/Esoterik/New Age fällt, stieß auf die Website www.lichtarbeit-verführung.de und las dort die Berichte von Aussteigern.

Ich fand mich in vielen dieser Zeugnisse wieder und war zunächst geschockt.

Ich hörte mir zudem das Zeugnis von Doreen Virtue an, in dem sie erzählt, warum sie aus New Age ausstieg und zum Christentum konvertierte.
Ich realisierte, dass ich auf dem Holzweg war und dass ich tausende Sünden begangen hatte, bereute diese zutiefst und beschloss, ein Übergabe-Gebet zu sprechen.

Am Morgen des Ostersonntags  –  12. April 2020  –  redete ich darüber mit meinem Mann und fragte ihn, ob er sich auch bekehren möchte. Er war sofort einverstanden (unserem HERRN sei Dank).

Da unsere Ehe in Trümmern lag und dies die letzte Chance war, unsere Familie zu retten, fingen wir an, die Bibel zu lesen und sämtliche esoterische Bücher und okkulte Gegenstände wegzuwerfen. Ich brach meine Yoga-Ausbildung sowie alle anderen okkulten Praktiken ob, darunter Aura-Soma, Homöopathie, Engelkarten, positives Denken, Meditationen und Selbstheilungsversuche (wie z.B. die Ernährungsweise nach Medical Medium).

Ich bin Gott unendlich dankbar, dass er mich nicht aufgab, mir die Augen öffnete und mich aus der Esoterik rausholte.

Nun dachte ich, meine Familie und ich sind für immer gerettet und endlich auf dem richtigen Weg!

Direkt nach der Umkehr sind wir leider unwissend und ahnungslos in einer charismatischen Gemeinde gelandet, die Geistestaufe, Zungenrede, Prophetien, Lobpreis mit Rockmusik und Wunderheilungen praktizierte.

Da mein Mann und ich bei diesen Praktiken von Anfang an kein gutes Gefühl hatten und uns das sehr an die frühere Esoterikzeit erinnerte, begann ich zu recherchieren, was die charismatische Bewegung ausmacht und prüfte dies anhand der Bibel.

Ich realisierte, dass wir vom Regen in die Traufe gekommen sind, da die charismatische Bewegung eine große und verhängnisvolle Verführung darstellt, die umso tückischer ist, weil sie sich mit einem christlichen Mäntelchen präsentiert.

Es war mir vor meiner Umkehr nicht bewusst, dass Satan real ist und sich gerne als „Engel des Lichts“ ausgibt und ständig versucht, Menschen mit seiner esoterischen Lehre, ja sogar auserwählte Christen mit verführerischen Irrlehren wie der Charismatik letztlich von Gott abzubringen.

Die Esoterik/New Age und okkulte Praktiken haben meine Familie beinahe zerstört. Sie machen krank, kosten viel Geld und sind sehr gefährlich.

Das Einzige, was uns erretten kann, ist der aufrichtige Glaube an unseren lebendigen Herrn Jesus Christus und eine zu 100% echte Umkehr (aufrichtiges Bereuen und Bekennen aller Sünden). Ich kann dies aus meiner eigenen Erfahrung nur bestätigen, denn mein Leben hat sich nach der Umkehr um 180 Grad gedreht, meine Ehe wurde geheilt und ich erfuhr, was Freiheit und Liebe wirklich bedeuten.

Endlich war die ewige, mühevolle Suche nach Wahrheit beendet.

Gemälde: Evita Gründler (erstes, viertes und letztes Bild)

 


Das prophetische Wort im Alten Bund ist wie ein Licht in der Finsternis

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Petr 1,16-19:

Wir sind nicht irgendwelchen klug ausgedachten Geschichten gefolgt, als wir euch die machtvolle Ankunft Jesu Christi, unseres HERRN, verkündeten, sondern wir waren Augenzeugen seiner Macht und Größe.
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ER hat von Gott-Vater Ehre und Herrlichkeit empfangen; denn ER hörte die Stimme der erhabenen Herrlichkeit, die zu ihm sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.
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Diese Stimme, die vom Himmel kam, haben wir gehört, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren.
Dadurch ist das Wort der Propheten für uns noch sicherer geworden  –  und ihr tut gut daran, es zu beachten; denn es ist ein Licht, das an einem finsteren Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in eurem Herzen.
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Palottinerpater Pfennig fordert Frauen als Priesterinnen in der Kirche

 Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Im Jahr 356 vor Chr. steckte Herostratus den Artemistempel in Ephesus in Brand. Sein Motto: Er wollte dadurch bekannt werden. Heute würde man sagen, er wollte in die Medien kommen. Denn erwähnenswerte Taten hatte er nicht vorzuweisen.

Es gibt auch heute Herostrati, die einmal in die Zeitung gelangen möchten. Diese kleinen Herostrati zünden keinen Artemistempel an. Sie sind aber bereit, ihr Credo und ihre Grundsätze zu verraten, wenn sie damit bekannt werden. Und es gibt auch die Medien, die solchen Leuten einen Platz einräumen, weil sie die eigene Linie unterstützen, selbst wenn die Botschaft weder neu noch gewichtig ist, denn Medienleute wissen: „Steter Tropfen höhlt den Stein“.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Die Augsburger Zeitung (AZ) vom 15.7.2020 brachte auf der Titelseite den Text „Pater fordert Priesterinnen“ und in der gleichen Ausgabe ein längeres Interview mit dem Pallottinerpater Michael Pfennig in der gleichen Sache.

Dort gab der Pallottiner von sich: „Mir geht die Diskussion über den Priestermangel und Frauen in der Kirche… noch nicht weit genug… solange nicht über die Zulassung von Frauen zu Diakoninnen und Priesterweihe ernsthaft nachgedacht wird… Es muss sich etwas ändern, man muss das Priesteramt für Frauen öffnen. Das ist schon eine Frage der Gleichberechtigung“.

Auf die Frage „Was ärgert sie so?“ sagt Pfennig: „Man mogelt sich um die Zeichen der Zeit herum! Gott will mit seiner Kirche einen neuen Weg gehen. Jede getaufte Frau und jeder getaufte Mann ist zum Dienst in der Kirche berufen“.

Das Argument des Interviewers: „Aber die zwölf Apostel seien doch Männer gewesen“ …und Johannes Paul II. erklärte „dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden. Alle Gläubigen hätten sich daran zu halten“, wischt Pfennig weg mit …“sich einseitig auf Tradition zu berufen, ist mir auch theologisch nicht stichhaltig… ich glaube auch nicht, dass ein Papst diese Frage endgültig entscheiden kann… erste Zeugin der Auferstehung war beispielsweise eine Frau“.

Und weiter: “Das zölibatäre Priestertum ist für mich nur eine Form des Priesterseins. Es ist höchste Zeit, das Priesteramt zu öffnen – nicht nur für Frauen, sondern auch für bewährte, verheiratete Männer… jede Gemeinde könnte aus ihrer Mitte bewährte Frauen und Männer wählen, die entsprechend ausgebildet dann zum priesterlichen Dienst gesendet werden – quasi im Nebenamt“.

Was Michael Pfennig verlangt, ist die Wiederholung von Forderungen, die wir seit Jahrzehnten kennen.

Manches geht bei Pfennig ein wenig durcheinander, z.B. das mit „Gleichberechtigung“. Hier verwechselt er die Kirche mit einer Institution der Zivilgesellschaft.

Dass Maria von Magdala die erste Zeugin der Auferstehung war, bestreitet niemand. Die Einsetzung des Priestertums geschah aber im Abendmahlsaal, als Christus den Aposteln auftrug: „Tut das zu meinem Gedächtnis!“

Es handelt sich also nicht um eine „Tradition“, sondern um ein Wort Christi.

Die AZ greift die Aussagen des Vize-Provinzials (Vorsteher) der ordensähnlichen Gemeinschaft, der Gesellschaft des „Katholischen Apostolats“ für Deutschland und Österreich gerne auf, weil sie ohnehin jede Gelegenheit wahrnimmt, der katholischen Kirche etwas ans Bein zu binden.

Und Vize-Provinzial Michael Pfennig reicht dazu seine Hand – und er kommt in die Zeitung!

Das wäre vermutlich nicht der Fall, wenn er das Ordensideal des Gründers seiner Gemeinschaft, des heiligen Vinzenz Pallotti zur Sprache bringen würde. In der Lebensbeschreibung von Vinzenz Pallotti heißt es: „Es dürfte niemand in Rom gegeben haben, der so klar wie Vinzenz Pallotti die Zeichen der Zeit deutete“. Für Michael Pfennig trifft das eher nicht zu.


Christliches Leben und Sterben ist ein Aufbruch in das Unvergängliche

Von Erzbischof Johannes Dyba (+)

Der Gedanke an den Tod ist keiner, der besonders beliebt ist. Für alle Menschen bleibt der Tod zunächst das Grauen, die finstere Grube, das unentrinnbare Ende nach kurzem – ach so kurzem – Aufleben.

Viele schieben am liebsten den Gedanken an den Tod ganz beiseite, suchen dem Unentrinnbaren eben doch eine Weile zu entrinnen, eine falsche Zeit herauszuschlagen, die nicht bleiben und nicht bestehen kann.

Jesus Christus aber, der menschgewordene Sohn Gottes, hat uns gezeigt, dass der Tod nicht das Ende unseres Lebens ist, sondern der Anfang des endgültigen, des ewigen Lebens.

Er selbst ist ja von den Toten auferstanden und er, der Sieger über den Tod, hat uns verheißen: „Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle zu mir ziehen“ (Joh 12,32).

Und das ist bis auf den heutigen Tag der kennzeichnende Unterschied zwischen Gläubgen und Ungläubigen: Menschen, die an Gott und seine Verheißung nicht glauben, gehen ihr ganzes Leben lang dem Ende entgegen.

Wenn der blühende Höhepunkt einmal überschritten ist, gibt es nur noch den allmählichen Verfall der Kräfte: eines nach dem anderen muss aufgegeben werden – und am Ende steht der Sarg.

Ganz anders ist es beim Glaubenden. Sein Leben ist nicht Abbruch, sondern Aufbruch. Ein immer neuer Aufbruch vom Vergänglichen in das Unvergängliche, vom Irdischen in das Überirdische – ja vom Kleinen, Erbärmlichen, Verhafteten in das Große, Freie, Vollkommene. Und je älter der Glaubende wird, desto näher kommt er eben nicht dem Ende, sondern dem neuen Anfang.

Was ist das für ein neuer Anfang? Was ist das für eine Ewigkeit, die da vor uns liegt?

Nun, es ist die ewige Seligkeit, ewige Herrlichkeit, die Gott uns verheißen hat.

Wenn Jesus zu den Seinen spricht: „Das alles habe ich euch gesagt, auf dass meine Freude in euch sei und eure Freude vollkommen werde“ (Joh 15,11) – dann heißt das eben, daß alle christliche Botschaft und Lehre Frohbotschaft ist, daß seine Freude uns ergreift und unser ganzes Leben so zur Vorschau und Vorschule der ewigen und unendlichen Freude werden soll.

Und darum ist auch nichts falscher als der Vorwurf, der Blick auf das Jenseits und die Ewigkeit solle uns bloß ablenken von den Problemen unserer Zeit.

Nein, ganz im Gegenteil, die Gewißheit, daß Gott uns in sein Heil ruft, soll uns die Kraft geben, unser irdisches Leben anzupacken, die Probleme dieser Welt mit der Gelassenheit und Sicherheit dessen zu lösen, der weiß, daß über allem ein ewiger Vater thront. Nichts auf Erden ist ja lähmender und krankmachender als Hoffnungslosigkeit.

„No future“ heißt es in der traurigen Generation der Gottfernen, in der die Jungen schon so alt aussehen und die Alten sich jugendlich tünchen und in ihrer aufgeregten Angst vor dem Ende schon jetzt das Leben ungenießbar werden lassen.

Wenn wir aber an Gott glauben, haben wir eine Zukunft, ja mehr als eine Zukunft: Ewigkeit, ewige Seligkeit!

Leben wir also, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn (vgl. Röm 14,8). Und mit Paulus können wir sagen: „Tod, wo ist dein Sieg, Tod, wo ist dein Stachel?“ (1 Kor 15,15).

So ist der Tod für den Gläubigen wie eine zweite Geburt: Wenn ein Kind geboren wird, muss es ja seinen gewohnten, geschützten, aber dunklen Lebensraum im Mutterschoß verlassen. Durch Schmerz und Schrei hindurch wird es von seiner bisherigen Existenz getrennt, um in eine neue Welt hineingeboren zu werden: Da gibt es Licht, Luft, freie Bewegung – lauter gNatur Mensch Umweltanz neue Dimensionen, die im Muterleib unvorstellbar waren.

Und eben so wird es auch sein, wenn Gottes Ewigkeit einbricht in unsere Zeit, wenn aus unserem Vergänglichen Unvergängliches wird, wenn wir aus unserem irdischen Leben emporgehoben werden in das ewige Leben.“Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat…das hat Gott denen bereitet, die ihn lieben!“, heißt es im Korintherbrief (1Kor ,9).

So wenig ein Embryo sich die Welt vorstellen kann, die auf ihn zukommt, so wenig können wir uns die Ewigkeit vorstellen, die auf uns zukommt. Aber wir können uns auf sie vorbereiten.

Freuen können wir uns darüber, daß am Ende unseres Lebens nicht der Tod steht, nicht eine ungewisse Not, sondern das Leben, das Gott uns verheißen hat – und wenn wir an ihn glauben, wenn wir ihn lieben, dann heißt das ewiges Leben, ewige Herrlichkeit. Und diese Gewißheit soll uns schon jetzt leben lassen, aufleben lassen in Freude!

Beitrag von Erzbischof Johannes Dyba aus dem Buch „Die Zukunft unseres Lebens – Antworten auf den Tod“, Verlag Ursula Zöller, 63739 Aschaffenburg, Karlstraße 3.

Frau Zöller ist Mitgründerin der Neuen katholischen Frauenbewegung (NkF)

Internetpräsenz: http://www.frauenundkirche.wordpress.com


Die Apostel sind Gesandte an Christi Statt

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: 2 Kor 5,16-20.

Wenn also jemand in Christus lebt, dann ist er eine neue Kreatur: Das Alte ist vergangen, siehe: Neues ist geworden.
Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat.
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Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnte, indem er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und uns das Wort von der Versöhnung zur Verkündigung anvertraute.
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Wir sind also Gesandte an Christi Statt und Gott ist es, der durch uns mahnt.
Wir bitten an Christi Statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!
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Die „Familie des Vaters“ von Dr. Prenner und das Verdrängen unseres Erlösers

Von Felizitas Küble

Im Christentum und vor allem in der katholischen Kirche gibt es eine große Vielfalt von Frömmigkeitsformen, Vorlieben und Schwerpunkten. 

So betonen die einen stärker Gott-Vater als den Schöpfer, viele andere – etwa bibelgläubige Evangelikale – stellen Christus in das Zentrum ihres Glaubens – und manche Gläubige wenden sich besonders gerne an den Heiligen Geist, was nicht nur für Charismatiker gilt, sondern z.B. auch der orthodox-ostkirchlichen Mentalität recht nahekommt.

So weit – so gut, denn im Hause Gottes gibt es viele Wohnungen – und auch die verschiedensten Ausrichtungen.

Das ist alles in Ordnung, solange die theologischen Gewichte nicht allzu bedenklich verschoben werden.

Dieser „schräge“ Eindruck entsteht aber bei der Initiative „Familie des Vaters“, die der österreiche Techniker Dr. Gottfried Prenner gemeinsam mit Aloisia Grabner 2016 in Pinkafeld gegründet hat. Diese geistliche Gemeinschaft aus dem Burgenland vereint Männern und Frauen,Priester, Familien und Alleinstehende unter ihrem Dach.

Der Laienmissionar Dr. Prenner ist ein Medjugorje-Bekehrter seit Jahrzehnten (er sprach mehrfach auf Medju-Jugendfestivals), studierte Theologie und reist vielfach mit Vorträgen durch die Lande – auch über Europa hinaus, vorwiegend in charismatischen Gruppen. 

Hier wird eine Selbstdarstellung seines Werkes präsentiert: http://www.pfarrepinkafeld.at/pfarre/1123/pfarrlebengruppen/geistlichegemeinschaften/article/2600.html

Das MottoGott ist unser Vater. Wir sind seine Familie“ ist zunächst nicht zu beanstanden. Etwas merkwürdiger klingt dann allerdings die vereinseigene Begründung hierfür: Aus dieser Vision heraus leben die Mitglieder in einer vertrauten Beziehung zum Vater, der uns alle liebt und für uns alle sorgt.“

Warum wird hier allein Gott-Vater erwähnt – und der Sohn „vergessen“ (der Hl. Geist sowieso auch noch)?

Unter dem Motto „Unsere Aufgaben“ heißt es weiter: „Durch Vorträge und Seminare bringen wir die Liebe des Vaters zu den Menschen. In der Anbetung beten wir mit Jesus zum Vater für die Rettung der Welt.“

Christen beten für die „Rettung der Welt“ nicht allein „zum Vater“, sondern auch zu Christus selbst – mindestens aber „durch Christus“ zum Vater.

Hier wird Jesus aber auf unsere geschöpfliche Ebene heruntergeholt, wenn es heißt, daß wir „mit Jesus“ zum Vater beten. Das könnte man so wohl hinsichtlich Maria sagen, denn die selige Jungfrau ist mit uns als Geschöpf in der Anbetung Gottes vereint – wohlgemerkt: angebetet werden alle drei göttlichen Personen der heiligen Dreieinigkeit!

Bei der Werbung für ein „Glaubensseminar“ für Dr. Prenner (siehe hier: https://www.arche-barmherzigkeit.at/die-arche-feiert-geburtstag) lesen wir Folgendes:

„Wenn du dich einlässt, findest du in Gott Vater das Glück und die Freude….Beim Vater findest du Erfüllung, Sicherheit, Freude und Geborgenheit.

Erneut auch hier kein Wort von Christus!

Abschließend heißt es: „Ein Seminar als Angebot, über Gott Vater mehr zu erfahren, über seine Liebe zu mir. Er hat einen Plan mit mir, er weiß, wohin mein Leben geht.“

Auch GOTT-SOHN hat einen Plan (genau denselben!) und weiß, wohin unser Leben geht, ebenso der Heilige Geist.

Im Grunde konzentriert sich in dieser „Familie des Vaters“ – wie schon der Name anzeigt – alles auf den Schöpfergott und das in einem Ausmaß, daß Christus eindeutig zu kurz kommt.

Durch die ständige Medjugorje-Werbung samt Hinweisen auf die Botschaften der angeblichen „Erscheinungen“ steht auch Maria erheblich zu stark im Zentrum dieser Frömmigkeit.

Gott-Vater und die Madonna – und das war es dann eigentlich im wesentlichen?!

In dieser geistlichen Gemeinschaft scheint theologisch einiges aus dem Ruder gelaufen zu sein!

Ja, Medjugorje-Bekehrung schützt vor Torheit nicht – dafür ist Dr. Prenner wahrlich nicht das einzige Beispiel – einmal abgesehen davon, daß unser Glaube sowieso nicht auf Privatoffenbarungen gründet, sondern auf der Heiligen Schrift und der apostolischen Tradition, also auf der göttlichen Offenbarung, wie sie die Kirche uns verkündet.


Gläubige sind „Mitbürger der Heiligen“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Eph 2,19-22:

Ihr seid jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht,
sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.
Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut;
der Schlußstein ist Jesus Christus selbst.
Durch IHN wird der ganze Bau zusammengehalten
und wächst zu einem heiligen Tempel im HERRN.
Durch IHN werdet auch ihr im Geist
zu einer Wohnung Gottes erbaut.
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Paulus: „Bleibe bei dem, was du gelernt und wovon du dich überzeugt hast“

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Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Tim 3,10 ff
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Du aber bist mir gefolgt in der Lehre, im Leben und Streben, im Glauben, in der Langmut, der Liebe und der Ausdauer, in den Verfolgungen und Leiden, denen ich in Antiochia, Ikonion und Lystra ausgesetzt war.
Welche Verfolgungen habe ich erduldet  – und aus allen hat der HERR mich errettet.
So werden alle, die in der Gemeinschaft mit Christus ein gottesfürchtiges Leben führen wollen, verfolgt werden.
Frevelhafte Menschen und Schwindler dagegen werden immer mehr in das Böse hineingeraten; sie sind betrogene Betrüger.
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Du aber bleibe bei dem, was du gelernt und wovon du dich überzeugt hast. Du weißt, von wem du es gelernt hast; denn du kennst von Kindheit an die heiligen Schriften, die dich weise machen können zum Heil durch den Glauben an Christus.
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Jede von Gott eingegebene Schrift ist nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung von Irrtümern, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes gerüstet ist zu jedem guten Werk.
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Paulus: „Entfache die Gnade Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Tim 1,1 ff

Paulus, durch den Willen Gottes zum Apostel Christi Jesu berufen, um das Leben in Christus Jesus, das uns verheißen ist, zu verkündigen, an Timotheus, seinen geliebten Sohn: Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem HERRN.

Ich danke Gott, dem ich wie schon meine Vorfahren mit reinem Gewissen diene – ich danke ihm bei Tag und Nacht in meinen Gebeten, in denen ich unablässig an dich denke.

Darum rufe ich dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist.

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
 


Besser für gute als für schlechte Taten leiden

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Petr 3,15 ff:

Haltet in eurem Herzen Christus, den HERRN, heilig! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt;aber antwortet bescheiden und  ehrfürchtig, denn ihr habt ein reines Gewissen.
Dann werden die, die euch beschimpfen, weil ihr in der Gemeinschaft mit Christus ein rechtschaffenes Leben führt, sich wegen ihrer Verleumdungen schämen müssen.

Es ist besser, für gute Taten zu leiden, wenn es Gottes Wille ist, als für böse.

Denn auch Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben, ER, der Gerechte, für die Ungerechten, um euch zu Gott hinzuführen; dem Fleisch nach wurde ER getötet, dem Geist nach lebendig gemacht.