Heimbach in der Eifel mit traditionsreicher Wallfahrt zur Pieta-Madonna

Seit über 500 Jahren pilgern Menschen zum Wallfahrtsbild der „Schmerzhaften Gottesmutter“ nach Heimbach in der Eifel. Es handelt sich um eine sog. „Pieta“, also um eine Madonna, welche den toten Christus betrauert, dessen Leichnam auf ihrem Schoß liegt. heimbach-005

Wie so viele Pilgerorte geht auch diese Stätte auf den frommen Sinn eines einfachen Gläubigen aus dem Volke zurück:

Der Strohdecker Heinrich Fluitter aus Heimbach entdeckte 1460 bei einem Besuch in Köln eine spätgotische Marien-Pieta, die ihn so sehr ergriffen hat, daß er sich eine entsprechende Summe geliehen hat, um die Statue kaufen zu können. 

Im Kermeter in der Eifel  –  im Wald zwischen Heimbach und Gemünd  – stellte er das Bild auf. Bald darauf errichtete er eine kleine hölzerne Kapelle sowie eine einfache Unterkunft für sich selbst. Von nun an lebte der Handwerker dort als Einsiedler.

Schon bald kamen Leute von nah und fern, um in dem kleinen Kapellchen zu beten. Viele Gläubige erfuhren Gebetserhörungen oder jedenfalls Trost und Stärkung.

Dem damaligen Heimbacher Pfarrer gelang es, Zisterzienser aus Bottenbroich für die Betreuung der Pilger zu gewinnen. Die Ordensbrüder bauten neben der Wallfahrtskapelle ein Kloster. heimbach-clemens-dsc_0360

1487 wurde dieses Kloster Mariawald (http://www.mariawald.de) offiziell begründet. Die Marienstatue fand nun dort ihren Platz in dem kostbaren Antwerpener Schnitzaltar, in dem sie sich bis heute befindet (siehe Foto).

Das Kloster Mariawald war über viele Jahrhunderte das Ziel der Pilger, deren Zahl stetig zunahm. Im Jahre 1760 waren es zB. bereits 25.000 Wallfahrer. 1795 wurde das Kloster Mariawald im Zuge der Säkularisation (antikirchliche staatliche Enteignungspolitik) aufgehoben. Die Mönche mußten das Kloster verlassen; das Inventar wurde geraubt oder verkauft.

Der kostbare Schnitzaltar mit dem Gnadenbild wurde 1804 in die Heimbacher Pfarrkirche überführt, so daß sie nun das Ziel der Wallfahrer wurde. Diese St. Clemens-Kirche erwies sich allmählich als zu klein für die großen Pilgerscharen.

1981 wurde die neue Salvator-Kirche geweiht, die direkt neben die alte Kirche angebaut wurde (siehe Foto oben). Der Schnitzaltar und das Gnadenbild fanden dort in der Salvator-Kirche ihren Platz.

Ausführlicher Artikel über die Entstehung und Entwicklung der Wallfahrt hier: http://st-clemens-heimbach.kibac.de/geschichte

Fotos: Dr. Bernd F. Pelz


Christus wurde ein Diener der Juden aufgrund der Verheißungen an die Väter

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Röm 15,4-9:

Brüder! Alles, was einst geschrieben wurde, ist zu unserer Belehrung verfaßt, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schrift eine Hoffnung haben. Herz-Jesu_01

Der Gott der Geduld und des Trostes schenke euch die Einmütigkeit, die Christus Jesus entspricht, damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einträchtig und mit einem Munde preist.

Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes.

Denn, das sage ich, Christus ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen ein Diener der Beschnittenen geworden, damit die Verheißungen an die Väter bestätigt werden.

Die Heidenvölker aber rühmen Gott um seines Erbarmens willen; es steht ja in der Schrift: Darum will ich dich bekennen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen.

 


Das neueste Lamento der Medju-Madonna

Von Felizitas Küble

Seit mehr als 35 Jahren erscheint die Himmelskönigin angeblich einer Schar von Seher/innen in der katholischen Pfarrgemeinde Medjugorje in Bosnien-Herzegowina.

Die kirchlich nicht anerkannten Privatoffenbarungen ziehen Millionen von Pilgern und Neugierigen an, wobei auch „zehn Geheimnisse“ eine Rolle spielen, welche einigen Visionären von „oben“ anvertraut wurden.

Die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo, eine verheiratete Familienmutter, erhält  – eigenen Angaben zufolge  –  an jedem 2. Tag eines Monats den Besuch der Madonna. Diese Erscheinung wird als „Privatbotschaft“ bezeichnet, da sie sich vorwiegend an die Seherin selbst und die anwesenden Personen richtet.

Kürzlich wurde die jüngste „Botschaft“ Mariens vom 2. Dezember 2016 an Mirjana veröffentlicht. (Den vollständigen Text siehe hier: http://89583.eu1.cleverreach.com//m/6697669/596291-6c2efe9256a92e68539331d744d5323b)

Zu folgenden Aussagen der vermeintlichen Himmelsmutter wollen wir kurz Stellung beziehen:

„Liebe Kinder! Mein mütterliches Herz weint, während ich sehe, was meine Kinder tun. Die Sünden vermehren sich, die Reinheit der Seele ist immer weniger wichtig, meinen Sohn vergisst man, man ehrt Ihn immer weniger, und meine Kinder verfolgt man.“

Zunächst: Von einer Verfolgung der Seher/innen ist nichts bekannt  –  im Gegenteil: sie stehen seit Jahrzehnten im Mittelpunkt des Medjugorje-Treibens.

Falls die Aussage „Meine Kinder verfolgt man“ sich aber auf die weltweite Christenverfolgung bezieht, hätte man gerne gewußt, warum diese Erscheinungs-Madonna in ihren über 40.000 „Botschaften“ noch nie ein klares Wort gegen den Islam gesagt hat, obwohl er der Hauptbetreiber der weltweiten Christen-Unterdrückung ist. Stattdessen werden seit Jahrzehnten in den Medju-Offenbarungen die Unterschiede zwischen Christentum und Islam verharmlost oder ganz weggeredet. 

Zudem handelt es sich hier um ein überflüssiges Lamento („Die Sünden vermehren sich….“), denn wenn sich die Menschen auf dem weiten Erdenrund vermehren, dann wächst logischerweise auch die Zahl der Sünden.

Sodann heißt es weiter über Christus:  Jesus am Kreuz - Dom St Peter

„Er offenbart sich euch, Er bricht mit euch das Brot und gibt euch Worte der Liebe, damit ihr sie in barmherzige Werke verwandelt und somit Zeugen der Wahrheit sein werdet.“

Christus hat sich bereits vor 2000 Jahren offenbart  – und seine göttliche Botschaft ist abgeschlossen und vollendet; Jesu Lehre und Verkündigung bedarf keiner inhaltlichen Ergänzungen durch Visionäre von wo auch immer. Zudem feiert die Kirche seit Christi Zeiten die Eucharistie („Er bricht mit euch das Brot“), auch hierfür ist keine Erscheinung nötig.

Außerdem sagt die himmlische Jungfrau angeblich:

„Deshalb, meine Kinder, kehrt zurück zum Gebet des Rosenkranzes. Beten ihn mit Gefühlen der Güte, des Opfers und der Barmherzigkeit. Betet nicht nur mit Worten, sondern mit barmherzigen Werken. Betet aus Liebe für alle Menschen. Mein Sohn hat mit dem Opfer die Liebe erhöht.“

Erstens sind „Gefühle“ beim Beten nicht wichtig, ob es sich um den Rosenkranz oder sonst ein Gebet handelt. Es kommt nicht in erster Linie auf Empfindungen und Stimmungen, sondern auf die innere Grundhaltung an, auf die Einstellung des Willens. – Zweitens hat Christus mit seinem Opfertod nicht nur „die Liebe erhöht“, sondern die Menschheit erlöst und allen, die seine Heilstat in Worten und Werken annehmen, das Tor zum Himmel geöffnet.


 


Warum der Glaube allein nicht selig macht

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 7,21.24-27:

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nicht jeder, der HERR, HERR! zu mir sagt, wird in das Himmelreich gelangen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. chrkn

Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.

Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

 


Der römische Hauptmann und seine überragende Glaubensstärke

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 8,5-11:

In jener Zeit, als Jesus nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn:
HERR, mein Knecht liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen. bild-jesus-oben

Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.

Da antwortete der Hauptmann: HERR, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Knecht gesund. –  Auch ich muss Befehlen gehorchen, ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er es.

Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden. Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen.

 


Unser neues PLAKAT zur Adventszeit

POSTER aus dem ECCLESIA-Plakatdienst (KOMM-MIT-Verlag):

 

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DIESES PLAKAT für den Advent kann bei uns bestellt werden. Es ist im großen Din-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet pro Stück 3 Euro inkl. Versandkosten, 4 Stück nur 6 Euro inkl. Porto. – Per Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de


Sie sangen ein Lied zur Ehre des Lammes

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Offb 15,1-4:

Ich, Johannes, sah ein anderes Zeichen am Himmel, groß und wunderbar. Ich sah sieben Engel mit sieben Plagen, den sieben letzten; denn in ihnen erreicht der Zorn Gottes sein Ende. 1575

Dann sah ich etwas, das einem gläsernen Meer glich und mit Feuer durchsetzt war. Und die Sieger über das Tier, über sein Standbild und über die Zahl seines Namens standen auf dem gläsernen Meer und trugen die Harfen Gottes.

Sie sangen das Lied des Moses, des Knechtes Gottes, und das Lied zu Ehren des Lammes: Groß und wunderbar sind deine Taten, HERR, Gott und Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker.

Wer wird dich nicht fürchten, HERR, wer wird deinen Namen nicht preisen? Denn du allein bist heilig: Alle Völker kommen und beten dich an; denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz