Bayern: Evangelikale Christustage des ABC-Arbeitskreises am 3. Oktober 2020

Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC)

An fünf Orten live und im Internet:

Christustag Bayern am 3. Oktober 2020 (Tag der deutschen Einheit)

Thema: „Wahrheit, die trägt: Christus“

Zum sechsten Mal findet am 3. Oktober an ver­schiedenen Orten in Bayern ein Christustag statt. Wegen der Corona-Beschränkun­gen wird der Christustag darüber hinaus online angeboten.

Der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC), der zusammen mit evangelischen Kirchengemeinden und Gemeinschaften zu dem Tag einlädt, will damit die Einzigartigkeit von Jesus Christus in den Mittelpunkt stellen.

Zum Programm des Christustags, an dem auch an 30 Jahre Deutsche Einheit gedacht wird, gehören Gottesdienste, Vorträge und Diskus­sionen. Beteiligt sind u.a. der ehe­malige sächsische Landesbischof Dr. Carsten Rentzing (siehe Foto), der Wittenberger Pfarrer Alexander Garth, der mittelfränkische Bezirkstagspräsident Armin Kroder sowie die Theologinnen Prof. Dr. Hanna Stettler und Franziska Stocker-Schwarz.

Der Christus­tag findet live in Berg (Dekanat Hof), Gunzenhausen, Lauf an der Pegnitz, München und Regensburg statt. Das Online-Programm von 10 bis 15 Uhr enthält u.a. einen Gottesdienst aus dem ober­fränkischen Neudrossenfeld, eigens aufgezeichnete Bibel­arbeiten zum Thema sowie ein Kinderprogramm mit „Radieschenfieber“: Matthias Jungermann stellt biblische Geschichten mit Hilfe von Obst und Gemüse dar. Zum Teil wird auch das Programm der Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ aufgegriffen.

Mit dem Christustag Bayern knüpfen die Organisatoren an ein ähnliches Modell in Baden-Württemberg an; dort werden bereits seit mehr als 50 Jahren Bibel- und Glaubenskonferenzen unter diesem Titel veranstaltet. Zu den fünf bayerischen Christustagen 2012, 2014, 2015, 2017 und 2018 kamen jeweils zwischen 1.500 und 2.000 Besucher.

Internet-Adresse: www.christustag-bayern.de

Hier einige Details zum Online-Programm und dem Programm an den verschiedenen Orten:

Online von 10 – 15 Uhr unter www.christustag-bayern.de
u.a. mit einem Gottesdienst aus Neudrossenfeld mit Rainer Dick, Bibelarbeiten von Marcus Dresel, Ulrich Parzany, Dr. Carsten Rentzing und Prof. Dr. Hanna Stettler sowie Impulsen von den weiteren Veranstaltungsorten

Berg (Dekanat Hof), St. Jakobus-Kirche (Hofer Str. 8, 95180 Berg)
14 – 16.30 Uhr Gottesdienst mit Dekan Andreas Maar und Dekan Günter Saalfrank, Vortrag von Dr. Benjamin Hasselhorn

Gunzenhausen, Stiftung Hensoltshöhe (Hensoltstr. 58, 91710 Gunzenhausen)
10 – 12.30 Uhr Gottesdienst mit Prof. Dr. Rolf Hille, Podiumsgespräch u.a. mit Dekan Klaus Schlicker

Lauf an der Pegnitz, Evangelische Christuskirche (Martin-Luther-Straße 17)
10 – 12.30 Uhr Andacht, Vortrag mit der Theologin Gabriele Braun, Podiumsgespräch mit dem Dirigenten Prof. Christoph Adt, Bezirkstagspräsident Armin Kroder und dem mittelfränkischen Polizeipräsidenten Roman Fertinger

München, Evangelische Paul-Gerhardt-Kirche Laim (Mathunistraße 23-27)
10 – 12.15 Uhr Gottesdienst mit Pfr. Alexander Garth und Vortrag mit Pfrin. Franziska Stocker-Schwarz, Kinderprogramm mit „Radieschenfieber“

Regensburg, St. Matthäus-Kirche (Graf-Spee-Str. 1, 93053 Regensburg)
10 – 12 Uhr Gottesdienst mit Rainer Dick und Prof. Dr. Hans Schwarz und Vortrag mit Marcus Dresel

Vor Ort sind die jeweils gültigen Hygienebestimmungen zu beachten.

In Gunzenhausen wird bis 27. September um Anmeldung unter christustag@hensoltshoehe.de gebeten.

Sprecher des ABC: Hans-Joachim Vieweger, Tel. 089 – 7000 9188


Christustag in Bayern mit prominenten Evangelikalen und 1800 Besuchern

Das Bekenntnis zu Jesus Christus muss immer wieder im Zentrum kirchlichen Handelns stehen. Diese Botschaft stand im Mittelpunkt des fünften bayerischen Christustags, der vom evangelikalen Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) organisiert wurde und von insgesamt 1800 Gläubigen besucht wurde.

In einer Erklärung zum Motto des Tages „Bekennen und leben: Gott allein die Ehre“ heißt es: „Am Bekenntnis zu Jesus Christus entscheidet sich das ewige Geschick des Menschen: Entweder wir bekennen Jesus als Herrn und sind durch ihn gerettet oder wir verleugnen ihn und gehen verloren.“ 

Dabei betonten mehrere Sprecher die Beziehung zwischen Bekenntnis und konkretem Handeln. So sagte der ABC-Vorsitzende Dekan Till Roth bei seiner Predigt beim Christustag in Regensburg: „Gott zu ehren kann nicht getrennt werden von der Ethik, davon, wie wir unser Leben führen.“

Hier zeige sich eine tiefe Übereinstimmung zwischen Altem und Neuem Testament: Gottes- und Nächstenliebe hingen immer zusammen. Überall dort, wo Kirche diakonisch tätig werde, müsse sie auch deutlich machen, dass dies im Gottesverständnis wurzele.

In Berg riefen der frühere bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein sowie der Hofer Landrat Oliver Bär zur Dankbarkeit für die deutsche Einheit auf. Die Wiedervereinigung und die Erlangung der Freiheit sei von den Kirchen ausgegangen, so Bär.

Allerdings müsse man erkennen, dass sich manche Hoffnungen der Jahre 1989/1990 nicht erfüllt hätten, sagte der evangelische CSU-Politiker Beckstein: Heute könne man von einer Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen Ost und West in dem Sinn sprechen, dass auch die Kirchen im Westen auf Rückgang gepolt seien.

BILD: 10-Gebote-Gedenktafeln auf einem Kirchplatz in Bayern

Beckstein beklagte, dass das Wort Mission in der Kirche eine Art Unwort sei, während man im Geschäftsleben oder im Sport wie selbständig von „Mission“ rede. In diesem Zusammenhang hob Beckstein die Bedeutung der Zehn Gebote hervor. Unter Verweis auf das 5. Gebot mahnte er einen stärkeren Einsatz der evangelischen Kirche gegen Abtreibungen an.

Auch der bekannte Evangelist Ulrich Parzany, der Vorsitzende des Netzwerks Bibel und Bekenntnis, stellte die Zehn Gebote in den Mittelpunkt seiner Beiträge in Lauf sowie in Lichtenfels.

Es sei bemerkenswert, dass dieser Text zunächst mit der Liebeserklärung Gottes an den Menschen beginne. Daher sei es entscheidend, die Gebote immer im Zusammenhang mit dem Bekenntnis zu Gott zu lesen. Ein „atheistischer Humanismus“, der heute weit verbreitet sei, habe kein tragfähiges Fundament: „Aus der Beziehung zu Gott kommt die Orientierung und die Kraft zum Leben“, so Pfarrer Parzany. Gebote oder Werte ohne die Beziehung zu Gott hätten keine Wirkung: „Ihnen fehlt die Antriebskraft.“

Bei seinen Vorträgen in München und Regensburg erinnerte der indische Philosoph Vishal Mangalwadi daran, dass die freiheitliche Kultur des Westens auf der Grundlage von Bibel und Reformation entstanden sei. Dies dürfe der Westen nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Wo Gott vergessen werde, stünden Gesellschaften in der Gefahr, in eine „Tyrannei des Menschen“ abzugleiten.

Der frühere Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Professor Dr. Rolf Hille, mahnte in seiner Predigt in München, die Kirche müsse immer wieder die wesentlichen Themen des Glaubens weitergeben. Christi Gemeinde müsse auch bereit sein, mit ihm den Weg des Leidens zu gehen: „Nicht nach irdischem Triumph sollen Christen verlangen, sondern den Weg des Kreuzes bejahen, bis Christus sein Reich selbst aufrichtet“, so Hille.

Der Christustag Bayern fand zum fünften Mal nach 2012, 2014, 2015 und 2017 statt. Zu den Veranstaltungen an den sieben Orten kamen rund 1.800 Besucher/innen. In Lichtenfels trat mit Dr. Nikolai Krasnikov ein Vertreter der „Messianischen Juden“ auf, die Christus als Messias bekennen.


1400 Teilnehmer bei evangelikalen Christustagen der ABC-Initiative in Bayern

Aufruf zu neuem Vertrauen in die Heilige Schrift

Zu einem neuen Vertrauen in die Verlässlichkeit der Bibel hat der Arbeitskreis Bekennender Christen (ABC) beim zweiten bayerischen Christustag am Tag der Deutschen Einheit aufgerufen.

Zu den vier Veranstaltungsorten kamen rund 1400 Teilnehmer, die meisten davon nach Bayreuth (ca. 600) und nach Unterschwaningen (ca. 350).0018

In einer Erklärung unter der Überschrift „Worauf Verlass ist: Allein die Schrift“ mahnt der ABC:

„Je weniger die evangelische Kirche es wagt, der Heiligen Schrift zu vertrauen und mit der Heiligen Schrift zu argumentieren, je mehr die Kirche meint, dem Zeitgeist hinterhereilen zu müssen, desto undeutlicher und belangloser werden ihre Stellungnahmen, desto weniger hört die Gemeinde Jesu Christi in den Äußerungen der Kirche die Stimme ihres Herrn.“

Zu einer Neuorientierung der Kirche gehöre unter anderem, die Prinzipien der wissenschaftlichen Bibelauslegung, die an den theologischen Fakultäten gelehrt werden, einer Revision zu unterziehen:

JA zur historisch-biblischen Schriftauslegung

Insbesondere müsse die „fragwürdige Dominanz der historisch-kritischen Schriftauslegung überwunden werden“, indem auch Vertreter einer historisch-biblischen Schriftauslegung an den Fakultäten eine faire Chance bekämen, heißt es in der Erklärung, die an den vier Veranstaltungsorten verlesen wurde.  christus

Der ehem. württembergische Landesbischof Professor Gerhard Maier, der in Bayreuth und Lauf sprach, kritisierte die Auffassung mancher Theologen, dass die Bibel lediglich Gottes Wort enthalte, aber nicht mehr als das lebendige Wort des lebendigen Gottes anerkannt werde. „Wer unterscheidet denn, was in der Bibel Wort Gottes ist und was nicht?“, so Maier.

Mit einer solchen Denkweise begebe sich die Kirche auf einen verheerenden Fehlweg, was sich in Veröffentlichungen zeige, in denen das Wort Gottes durch selbstgemachte Prinzipien ersetzt werde. Als Beispiel dafür nannte Maier das Familienpapier der EKD aus dem vergangenen Jahr.

Pastor Ulrich Rüß, der Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, warnte vor einer Bibelmüdigkeit auch unter Christen: „Die Unkenntnis der Bibel nimmt erheblich zu, mit der Folge, dass der Maßstab für Glauben, Lehre, Irrlehre und Glaubensleben verloren geht.“ 

Zweifel beim Sündenfall und auch heute: „Sollte Gott gesagt haben?“

Nach Einschätzung von Fritz Schroth, dem Vorsitzenden des synodalen Ausschusses für Weltmission und Ökumene, gehört der Zweifel an Gottes Wort zur Ursünde des Menschen. Alles Hassen, Morden und Vernichten habe seinen Ursprung in der Frage „Sollte Gott gesagt haben?“.

Es stelle sich daher sowohl für jeden einzelnen Christen als auch für die Kirche in ihrer Gesamtheit, ob man sich über oder unter das Wort Gottes stelle, ob man die Bibel kritisiere, oder sich durch die Bibel kritisieren lasse, so Schroth bei seiner Predigt im mittelfränkischen Unterschwaningen.

Sprecher des ABC:  Hans-Joachim Vieweger


11.000 Teilnehmer bei evangelikalen „Christustagen“ an Fronleichnam in Baden-Württemberg

Rund 11.000 evangelische Christen haben in Baden-Württemberg 19 regionale evangelikale Christustage besucht und so den katholischen Fronleichnamstag begangen, den sie ihrerseits als Tag der Ermutigung und der Besinnung auf die Fundamente des christlichen Glaubens  betrachten.

In den gottesdienstlich gestalteten Versammlungen hielten mehr als 50 Redner missionarische Predigten und biblische Betrachtungen,  darunter Landessynodale, Mitglieder der Kirchenleitung und Missionare sowie Leiter pietistischer Gemeinschaften und evangelikaler Werke.

Veranstalter dieser Treffen waren die württembergische „Lebendige Gemeinde“ (früher Ludwig-Hofacker-Vereinigung), die solche Treffen seit 55 Jahren durchführt, und die Evangelische Vereinigung für Bibel und Bekenntnis in Baden.

In einem „Wort zur Lage“, das von Vorstandsmitgliedern der badischen Vereinigung an den sechs Konferenzorten in Baden verlesen wurde, wird kritisiert, daß  die Bibel als Grunddokument des Glaubens in der evangelischen Kirche zunehmend infrage gestellt werde.

Vielfach werde nur noch das als Gottes Wort angesehen, was mit soziologischen, psychologischen oder gesellschaftspolitischen Erkenntnissen übereinstimme.

Nach Ansicht der Vereinigung sollte jedoch das Bibelwort „immer mehr zählen als irgendwelche Theologie, irgendwelcher Zeitgeist, irgendwelche Beschlüsse von Kirchenleitungen und Synoden“. Die Besucher wurden aufgefordert, „zu widersprechen, wenn Gottes Wort angepasst und umgedeutet wird“.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur www.idea.de