Unser Christoferuswerk traf wieder viele Freunde auf dem Glaubenskongreß in Fulda

Von Felizitas Küble

Bereits seit dem Jahr 2000 findet jährlich der Kongreß „Freude am Glauben“ statt, den das Forum Deutscher Katholiken organisiert. Meist findet die Veranstaltung in Fulda statt, bisweilen auch in Regensburg oder Aschaffenburg. 

Auch diesmal trafen sich am vergangenen Freitag bis Sonntag bekannte konservative Persönlichkeiten und Verbände sowie interessierte Gläubige in der hessischen Domstadt  – größtenteils Katholiken, aber auch eine Reihe Evangelikaler nahmen daran teil.

Unser Christoferuswerk   – das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt  –  war diesmal erneut mit einem großen Infostand vertreten, wobei wir als Stand-Nachbar wieder Mathias von Gersdorff (Aktion „Kinder in Gefahr“) und Benno Hofschulte (SOS Leben) begrüßen konnten. Herr von Gersdorff ist unseren Lesern seit langem als Gastautor bekannt.

Auch sonst konnten wir vielen befreunden Gruppen und Persönlichkeiten begegnen, auch früheren Ferienhelfern und MITarbeitern. Unser Stand ist durch die Plakate über Erzbischof Johannes Dyba besonders aufgefallen und fand reges Interesse. Dyba war die treibende kirchliche Kraft bei der Gründung des „Forums Deutscher Katholiken“, das von Prof. Dr. Hubert Gindert geleitet wird.

Es bildeten sich in unserer Nähe immer wieder kleinere Gesprächsgruppen  – wie das erste Foto zeigt:  Der Bischof von Fulda, Heinz-Josef Algermissen, im Gespräch.  Ich überreichte dem Oberhirten  unsere neue Broschüre über Erzbischof Dyba, seinen Vorgänger im Amt.

Bischof Algermissen schrieb vor zwei Jahren zudem das Vorwort zu unserem Gedenkband „Der Löwe von Fulda“, das an den mutigen Erzbischof Dyba erinnert, der in den Herzen vieler Katholiken – aber auch konservativer evangelischer Christen – unvergessen ist. Das erleben wir auch durch das große Interesse an unserer Unterschriftensammlung für eine Seligsprechung Dybas, die vom „Forum Deutscher Katholiken“ unterstützt wird.

Das zweite Bild zeigt unsere Helferin Cordula Mohr sowie ihre Tochter Laura. Cordula hat im Dyba-Sammelband ebenfalls einen Beitrag verfaßt; die katholische Familienmutter leitet den Regionalverband Münsterland-Nord der Lebensrechtsvereinigung „ALfA“ (Aktion Lebensrecht für alle) und ist aktiv im NRW-Landesvorstand der CDL (Christdemokraten für das Leben), die ebenfalls mit einem Infostand vertreten waren. Cordula hat zusammen mit mir per Notebook am Samstagvormittag einige Artikel im CF veröffentlicht.

Auf dem dritten Foto sehen wir mit Frau Ehrhardt eine weitere CDL-aktive Dame bzw. Lebensrechtlern im anregenden Gespräch mit jungen Teilnehmern vor unserem Stand.

Das vierte Foto zeigt rechts außen Frau Barbara Dyba-Roth (die Schwester Erzbischof Dybas) im Gespräch mit einem Interessenten – links von ihm sehen wir im Hintergrund Herr von Gersdorff in Diskussion mit einer Teilnehmerin.

Da wir ständig an unserem Stand beschäftigt waren, konnten wir von den Vorträgen in der großen Halle so gut wie nichts mitbekommen. Allerdings wurde uns erzählt, daß mehrere Referenten sich sehr positiv über Kardinal Gerhard Müller äußerten und dem ehem. Glaubenspräfekten für sein segensreiches Wirken in der Kirche dankten.

Unser Schlußbild dokumentiert einen Teil unserer Stellwand hinter unserem Infostand: Plakate mit Aussagen von Erzbischof Dyba, eine Infotafel über die weltweite Christenverfolgung sowie unten rechts ein lebensfrohes Poster für Ehe und Familie: JA zur Schöpfungsordnung Gottes!

 

 

 

 

 

 


CDL beim NRW-Landesparteitag der CDU

Von Felizitas Küble

Die CDU hat am heutigen 1. April 2017 ihren nordrhein-westfälischen Landesparteitag in Münster durchgeführt und damit zugleich die „harte“ Phase des Wahlkampfs eröffnet.

CDU-Landeschef Armin Laschet  – er gehört eher zum linksliberalen Flügel der Partei –  will Ministerpräsident in NRW werden und die rotgrüne Regierung Kraft ablösen.

Die CDU-Bundesvorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel (siehe Foto) hielt eine lange Rede, in der sie unter anderem ihre umstrittene Asylpolitik verteidigte; sie sprach gar von einem „humanitären Imperativ“, um den es hierbei gehe.

Zwar räumte sie ein, der September 2015 dürfe sich in dieser Form nicht wiederholen, weil eine massiv wachsende Menge von Migranten unser Land überfordern würde, aber für die damalige Situation sei ihre Entscheidung zur Grenzöffnung angeblich richtig gewesen. Die Bundeskanzlerin hatte seinerzeit vor ihrem „einsamen Entschluß“ weder das Parlament noch die Ministerpräsidenten der Länder befragt oder gar deren Ansicht miteinbezogen.

Die CDL war auf dem NRW-Parteitag mit einem Infostand vertreten. Die „Christdemokraten für das Leben“ setzen sich dafür ein, daß die Partei ihrem hohen „C“ besser gerecht wird, insbesondere beim Abtreibungsthema und bioethischen Fragen, aber auch in puncto Euthanasie bzw. „Sterbehilfe“ sowie in familienpolitischer Hinsicht.

Unsere folgenden FOTOs zeigen einige CDL-Aktive am Infostand:

In der Mitte Cordula Mohr, unseren Lesern seit Jahren als Autorin im CHRISTLICHEN FORUM bekannt; rechts neben ihr Hildegard Bosch von der CDL-Geschäftsstelle; links außen sehen wir das Bundesvorstandsmitgiled Udo-Wolfgang Wenzel.

Insgesamt waren sechs Helfer zugegen, darunter Odila Carbanje (siehe drittes Foto links), die stellv. Bundesvorsitzende der CDL, hier im Gespräch mit interessierten Besuchern.

Susanne Wenzel (siehe FOTO-Mitte) ist Pressereferentin des Bundesverbandes, dem auch CDU-Abgeordnete aus Bund und Ländern sowie aus dem Europa-Parlament angehören.

Außerdem beteiligte sich das ebenfalls seit langem aktive Bundesvorstandsmitglied Gertrud Geißelbrecht von der Kölner CDL am Parteitags-Stand der CDL (siehe viertes und letztes Foto).

Die CDU benötigt für ihre Rückbesinnung auf christlich-konservatives Gedankengut sowohl den Druck von innen (etwa per CDL und „Berliner Kreis“) wie auch den von außen (AfD oder Lucke-Partei LKR) sowie den Druck von „halb-außen“ (durch die CSU).

Internetpräsent der CDL: http://www.cdl-online.de/

 

 


Realsatire: Roman über die Inszenierung einer Marienerscheinung in Grauenfels

Rezension von Cordula Mohr

Dieses Buch „Das Wunder von Grauenfels“ von Viktoria Benjamin ist bereits verfilmt worden. Der Roman aus dem Lübbe-Verlag liefert auch den komödialen Lesestoff für diesen Spielfilm.

Die Autorin bietet jedoch mehr als nur eine Ansammlung sketschreifer Gags, sondern auch aufschlussreiche Beobachtungen über Menschen und besonders Pilger an einer Erscheinungsstätte.
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Doch zunächst muss die bislang recht öde Ortschaft namens Tatenbeck/Grauenfels zu einem solch vielbesuchten Wallfahrtsort „gemacht“ werden. Dafür sorgt die PR-Agentur „Bin Gin“ mit dem Einfall und der Umsetzung, dort eine Marienerscheinung zu inszenieren. Die beiden Public-relation-Damen suchen sich aus dem Ort die nötigen Personen und talentierten Seherinnen heraus.
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Es ergibt sich dadurch ein Komplott zwischen angesehenen, eingeweihten Leuten und den Seherfamilien. Den Visionärinnen Sophie und Claudia wird eine Schauspiel- und eine Tanzkarriere im Ausland garantiert, wenn sie eine Zeitlang ihre „Marienerscheinungen“ vortäuschen. Alles läuft zunächst nach Plan, abgesehen von einem kleinen Jungen, der sich eigenwillig in die Ereignisse einbringt.
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Zudem mischt sich der Journalist Ruben von der Zeitschrift „Die Lupe“ zunächst unter den Pilgerstrom, der schon nach den ersten Erscheinungen losbricht.
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Das Buch beschreibt sehr eindrucksvoll und augenzwinkernd, warum sich Menschen zu solch sensationsträchtigen Orten aufmachen. Viele erwarten dort eine Heilung oder sonst ein Wunder. Diese geschehen dann auch, nachdem eine Quelle freigelegt wird und dieses Wasser von der Erscheinungs-Madonna sofort als Heilungswasser bestimmt wird. Die Botschaften der „Mother Mary“ werden absichtlich banal und theologisch nicht haltbar formuliert.
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Die katholische Kirche mischt sich daraufhin ein und schickt Geistliche zu den  Seherkindern, um diese zu verhören. Einer dieser Priester will mit einem Sehermädchen anbändeln. Insofern gibt die Autorin dem Klerus einen gewissen Seitenhieb, wenngleich nur in einer kurzen Episode.
Immer wieder beschreibt die Verfasserin einige Paralellen zu bekannten Wallfahrtsorten. Die PR-Damen übernehmen gewisse Eigentümlichkeiten aus Fatima, Lourdes und Medjugorie sowie einigen weiteren Erscheinungsstätten.
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Der einst trostlose Ort Tatenbeck/Grauenfels blüht auf  –  und alles scheint bestens zu laufen, wenn sich nicht der Reporter von der „Lupe“ sehr kritisch mit dem Geschehen auseinandersetzen würde. Er fängt an, intensiv nachzuforschen und stößt auf Neider der ehemaligen Theatergruppe einer Seherin. Damit beginnt in dem Buch die Spannung, ob sich die Erscheinungsgeschichte halten kann.
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Es ist ein schwungvoll und mit Humor, teils auch mit Klamauk geschriebener Roman, was Erscheinungskritiker über leichtgläubige Zeitgenossen schmunzeln lässt. Auch die Kraftanstrengungen der Bin-Gin-Agentur sind bisweilen chaotisch und dadurch filmreif.
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Unsere Autorin Cordula Mohr ist mehrfache Familienmutter aus Rheine und sie leitet die ALfA-Lebensrechtsvereinigung im Nordmünsterland

Wie gelingt ehrenamtliche Internetberatung für Frauen in Schwangerschaftskonflikten?

Von Cordula Mohr

Als aktive Familienmutter und Lebensrechtlerin (ich bin Vorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle“ in Nordmünsterland und Mitglied im Landesvorstand der CDL in NRW) ist es mir seit langem wichtig, alle Chancen zu nutzen, um Schwangere in Not für ein Leben mit ihrem Kind zu gewinnen.

CORDULA MOHRDies gelingt teils durch direkte persönliche Kontakte, aber durchaus auch mit den neuen Möglichkeiten des Internet. Seit sechs Jahren bin ich auf diversen Frauenforen im Netz unterwegs, um die vielfältigen Konfliktsituationen von Schwangeren kennenzulernen.

Für diesen Zweck ist die Webseite „go feminin“ besonders geeignet: Dort reagieren sowohl Lebensrechtler als auch Abtreibungsbefürworter auf die Stellungnahmen der Ratsuchenden. Täglich melden sich ca. 5 bis 10 Frauen. In der Zeit nach Karneval und nach den Urlaubsmonaten ist die Zahl höher.

Es wird heftig diskutiert und die Beraterin benötigt einen festen Standpunkt und zudem gute Nerven. Damals im Jahr 2010 wurden viele Beleidigungen seitens der Abtreibungsbefürworter ins Forum gestellt. Mittlerweile ist der Umgangston dort angenehmer geworden. Trotzdem ist die abtreibungsfreundliche Organisation „Pro familia“ dort weiter mit ihren Beraterinnen zugange. Es gibt weitere Internet-Foren ähnlicher Art etwa bei „Eltern.de“. Bei „Ausweg Pforzheim“ oder „Pro femina“ wird zwar erfreulicherweise pro Lebensrecht beraten, aber es melden sich dort nicht viele schwangere Frauen.

Wie ist solch ein Internetforum aufgebaut?

Man besucht erst die Startseite, z.B „go feminin“, dann geht es in die Rubrik „Schwangerschaft“. Dort gibt es eine Unterrubrik mit dem Begriff Abtreibung bzw. Schwangerschaftsabbruch. Der verharmlosende Ausdruck „Abbruch“ wurde wohl von der Gegenseite eingeführt. Wenn man in den Foren online ist, kann man mitberaten. Man überlegt sich vorher zur Anmeldung einen sog. Nicknamen, also ein Fantasiewort.

Cordula und Almut an unserem InfostandEiner Ratsuchenden kann man auch eine persönliche Nachricht mitteilen. Diese können die anderen Schreiber nicht lesen und sie landet im persönlichen Internet-Postfach der Schwangeren.

BILD: Cordula und Almut  – eine evangelische Leserin –  beim Glaubenskongreß in Fulda an unserem Infostand

Auf diesem Wege hatte ich schon mit mehreren Frauen direkten Mailkontakt, was natürlich der beste Weg ist. Dann wird man von den Hilfesuchenden als Beraterin akzeptiert. Dabei kann man sie auf die problematische Einstellung der Gegenseite hinweisen. Jene Frauen, die ich dort auf diese Weise direkt beraten konnte, haben alle ihr Kind ausgetragen.

 

Anfangs wurde ich oft in zermürbende Diskussionen mit Abtreibungsbefürwortern verwickelt. Die Schwangeren finden durch solches Hin und Her aber wenig Hilfe für sich. Man muss also gut aufpassen, dass man sich nicht in Endlos-Debatten verzettelt.

Schwangerschaftskonflikte aus der Praxis

Wie sehen die Probleme der Hilfesuchenden aus? Was wird geschrieben? Ich beschreibe einige klassische Schwangerenkonflikte mit ihrem Ausgang:

Bei meiner ehrenamtlichen Beratung kann ich aus dem Schatz meiner eigenen Erfahrungen schöpfen. Ich habe ich eine behinderte Tochter, erlebte zudem eine Frühschwangerschaft und eine dritte überraschende  Schwangerschaft mit 36 Jahren.

Hier folgt ein typisches Beispiel für Trisomie 21 (Down-Syndrom) aus dem Forum „Eltern.de“: images (2)

Der Arzt stellt per Ultraschall bei einem ungeborenen Kind eine 3 mm dicke Nackenfalte fest. Die Verunsicherung bei der Schwangeren ist damit bereits angestoßen. Der Arzt führt einen Praenatest (nicht-invasiver Bluttest zur Erkennung von Down Syndrom und anderen Behinderungen) durch; er schließt Trisomie 18 aus, aber Trisomie 21 sei möglich, so das Ergebnis. Er schickt die Frau zu einem Facharzt. Auch dieser vermutet Tri 21. Er empfiehlt eine Punktion, um dadurch weitere 35 mögliche Behinderungen abzuchecken.

Die Schwangere schreibt auf „Eltern.de“ dazu folgendes:

 „Ich weiß ja gar nicht, worum es hier überhaupt gehen könnte. Und das veranlasst mich dazu, eine Punktion machen zu lassen, um auszuschließen, dass überhaupt etwas vorliegt. Oder aber, um zu wissen, womit wir es zu tun haben, um eine Entscheidung zu treffen.

Ein schwer behindertes Kind wäre ein Grund, um über einen Abbruch nachzudenken. Das trauen wir uns und unserer Tochter nicht zu. Ich bin ein absoluter Kopfmensch, der sich stets Gedanken um alles Mögliche macht. Wie soll ich da 6. Monate Ungewissheit überstehen?“

Daraufhin meldet sich eine Ärztin beruhigend und ermutigend; sie erwähnt ihr medizinisches Wissen. Auch eine andere Beraterin schreibt recht einfühlsam. Es gehört in solchen Situationen sehr viel Empathie dazu. Also fragte jene Beraterin: „Welche schwer behinderten Kinder würden dich zur Abtreibung bewegen?“

Somit weiß man, mit welchen „Schockergebnissen“ diese Familie nicht fertig werden würde, so dass bereits eine Art Vorberatung stattfindet.A.L.Content_Was_wir_wollen

In diesem Fall schrieb die Schwangere kurze Zeit darauf:

„Die Fruchtwasseruntersuchung verlief komplikationslos. Der Arzt machte nochmal einen Ultraschall und kommentierte in Richtung Ungeborenes: „Hättest du dich doch beim letzten Mal so gezeigt.“ –  Die breite Nackenfalte wie auch die Halszyste waren verschwunden. Der Schnelltest war dann unauffällig. Das Endergebnis kam am Sylvestertag: ein strukturell und numerisch unauffälliger Chromosomensatz.“

Die Erleichterung der überglücklichen Frau kann sich keiner vorstellen. Wie wir wissen, gehen weit über 90% der Schwangeren im Falle von Trisomie zur Abtreibung. Ich selbst konnte noch kein ungeborenes Down-Syndrom-Kind retten. Zwei Frauen hätte ich gerne beraten, aber es wurde mir verwehrt, weil die Zeitspanne äußert knapp war. Sie wollten deshalb keine Beratungen mehr und haben ihr Baby abgetrieben. Zudem waren es beides Mal Angehörige jener Frau, die nach Hilfe suchten, so dass wir die Betroffenen selber nicht ansprechen konnten.

„Dem Abtreiber vom Stuhl gesprungen“

Ein weiterer Thread war Anfang August dieses Jahres im Netz, Nickname „Dorfkind 79“. Die Autorin schrieb:shutterstock_114300748-140x94

„Ich bin schwanger von einem Mann, weil wir beide die Verhütung schleifen ließen. Als ich den Test machte und beim Frauenarzt die Gewissheit bekam, drehte sich mein Gedankenkarussell unaufhörlich. Ich habe bereits ein Kind und arbeite unbefristet in der Pflege. Bin Ende 30 und zufrieden mit meinem Leben. Letzte Woche Donnerstag hatte ich einen OP-Termin für den Abbruch. Ich war dort und lag bereits im Vorraum und wurde in den OP gebracht. Auf dem Stuhl liegend, fast die Narkose bekommend, bekam ich Panik und sagte: Ich möchte das nicht.

Der Abbruch wurde nicht durchgeführt. Am Freitag fragte mein Freund nach. Ich sagte: Ich habe es nicht getan. Er bombardierte mich sofort mit drohenden, beleidigenden Nachrichten über Whatts up. Seitdem habe ich Zweifel an der Entscheidung: war es richtig, war es falsch?

Zu seiner Person: er ist seit Anfang September geschieden und hat bereits drei Kinder. Von denen schickte er mir Bilder mit der Aussage, ihr Leben zerstöre ich auch damit, wenn ich das Kind behalte. Ich weiß nicht, was ich machen soll.“

Dieser Konflikt ist ein klassisches Beispiel: Der Vater oder die Mutter hat schon Kinder und lebt in einer zweiten Beziehung. Einer von beiden, oftmals der Vater, möchte das Baby nicht haben.

Ich schrieb dem „Dorfkind 79“ folgendes zurück.

„Liebes Dorfkind, für mich bist du eine Heldin, Du bist dem Abtreiber vor der Nase vom Stuhl gesprungen. Da hast du noch eine wichtige Botschaft an ihn gesendet.

Ich bitte dich, nicht noch einmal umzuentscheiden. Das schafft man nicht. Einmal entschieden und nun schau nach vorne mit deinem Kind. Dein erstes Kind bekommt ein Geschwisterchen. Den Vater würde ich zunächst links liegen lassen, weil er dich bedroht und dir einreden möchte, dass du auch andere Leben zerstörst. Es ist Unsinn. DSC_0048

Diese Kinder bekommen ein Halbgeschwisterchen und können sich darüber freuen. Bei den meisten Kindern ist es so. Finanziell kannst du Hilfe in Anspruch nehmen. Hier ist eine Telefonnummer von Vita L. 0800-3699963

Ganz viel Freude in der Schwangerschaft und mit deinem Kind. Ich freue mich riesig mit dir. Schreib ruhig, wie es dir ergangen ist.“

Viele weitere Schreiber/innen machten der Schwangeren in diesem Sinne Mut.

Was sehr schön ist, dass auf dem Forum „gofeminin“ ein Mann ganz in unserem Sinne postet. Er gibt den Schwangeren gute Ratschläge und schreibt aus der Sicht eines Mannes. Er kennt sich auch gut mit der Gesetzeslage aus, und er verheimlicht es nicht, ein Mann zu sein.

Die Schwangere bedankte sich kurz für die ermutigenden Antworten. Danach kamen keine weiteren Nachrichten von ihr. In solchen Fällen müssen wir alles Weitere offenlassen und können nur hoffen und beten.

„Ich verurteile mich selbst und bekomme kaum noch Luft“

Manchmal kommen nach einer Entbindung erfreuliche Nachrichten von den Müttern, die glücklich sind, ihr Baby bekommen zu haben. In meiner ganzen Zeit als Beraterin erlebte ich noch nie eine Mutter, die ihr JA zum Kind bereut hätte. marsch_2013_photo_dv_447_m

Andersherum habe ich es häufiger gehört und gelesen. Besonders in den Internet-Foren berichten Mütter bedrückt von der Tötung ihres Kindes. Täglich schreiben mehrere Frauen, wie leid es ihnen tut  –  und sie erwähnen manchmal auch körperliche Auswirkungen, so wie in dem folgenden Beispiel vom 18. September diesen Jahres. „Celina 0174“ schrieb:

„Mein Name ist Celina und ich musste mein Kind gegen Ende des 3 Monats abtreiben lassen. Ich bin noch nicht bereit, für ein Kind zu sorgen und hätte dem Kind auch nichts bieten können. Das Geld ist knapp und ich steh am Anfang meines Studiums. Da hat es sich gezeigt, dass die Pille nicht 100% schützt.

Meine Ärztin hat mich toll unterstützt und sie ist immer für mich erreichbar. Am Dienstag 13.9 wurde meine Schwangerschaft mit einer OP entfernt.“

Man bedenke die beschönigende Wortwahl „OP“ für Abtreibung und „Schwangerschaftsentfernung“, als handle es sich um etwas Schädliches. Besonders zynische Mädchen bezeichnen das ungeborene Kind im Netz sogar niveaulos als „Erdnuss“.

Nun geht es weiter mit jener „Celina“ nach der Abtreibung:

„Als ich aufwachte, musste ich sofort weinen, da mir gleich klar war, dass mein Kind weg ist. Nach einiger Zeit beruhigte ich mich und durfte nach Hause gehen. Die Blutung ist noch sehr stark und ich habe schlimme Schmerzen. Jedes Mal, wenn ich das Blut sehe, muss ich weinen, dabei verurteile ich mich selbst und bekomme kaum noch Luft. Manchmal würde ich am liebsten sterben und dem Leid ein Ende setzen.

Ich kann kaum darüber sprechen und deswegen rede ich kaum noch. Während der Schwangerschaft hatte ich viel Hunger, doch jetzt bekomme ich kaum einen Bissen runter. Jedes Mal, wenn ich in den Spiegel sehe, breche ich zusammen und weine. Vor dem Abbruch hätte ich niemals gedacht, dass die Folgen so überwältigend und ermüdend sein können.“

Ich schrieb ihr dann zurück: iStock_000014086034XSmall

„Es hört sich gar nicht gut an, was du schreibst . Du bist in tiefer Trauer um dein Kind. Ich empfehle dir, professionelle Hilfe zu holen. z.B. Rahel e.V. oder Kaleb.“

Ich beschrieb kurz die Arbeit dieser Lebensrechtsvereine.

Am Schluss erwähnte ich noch, dass ich ihr die Befreiung durch Gott wünsche Darauf meldete sich Celina: „Danke für deine Nachricht. Ich werde im Netz nach Hilfe suchen. Glaubst du, kann Gott es jemals verzeihen?“

Dann schrieb ich ihr eine persönliche Nachricht, die nur Celina lesen konnte, wonach Gott ihr bei echter Reue verzeihen werde und fragte noch, ob sie katholisch oder evangelisch sei. Sie hat aber nicht mehr darauf reagiert. Ich hoffe, das Celina sich fängt und einen Weg findet aus ihren Selbstmordgedanken heraus.

Um solch ein Schicksal innerlich abgeben zu können (es läuft nun einmal immer anonym ab), gehe ich gerne für diese Frauen, die sich in den Foren melden, in unsere Kirche zum liturgischen Morgengebet. Dort ist ein Priester und mehrere Gläubige, die nach den Laudes Fürbitten zu persönlichen Anliegen vor Gott bringen. Somit bleibt die anonyme Beziehung länger vorhanden und ist nicht so abgebrochen und ungewiss.

Es ist wichtig, dass in den Internetforen einfühlsam mit den Frauen umgegangen wird. Zudem kann es hilfreich sein, deren oftmals jugendliche Sprache zu verwenden. Die professionellen Berater schreiben sicherlich korrekt, doch sie geben ihre Ratschläge im typischen Stil der Pädagogen.

Jedoch fällt auf, dass die Frauen sich in den Antworten ihre persönlichen Berater suchen. Oftmals ehrenamtliche, aber erfahrene Berater wie ich oder gleichgesinnte Altersgenossen, die in derselben Lage sind. Diese bauen dann regelrecht Freundschaften auf. Es ist mir eine Freude, mitzuerleben, wie viele Frauen trotz Schwierigkeiten ihr Kind bekommen und darüber sehr glücklich sind.

Unsere Autorin Cordula Mohr wohnt in Rheine (Münsterland), ihre Mail: cordulamohr@gmx.de


Königswinter: Die CDL wählt Mechthild Löhr erneut zur Bundesvorsitzenden

Bundesversammlung der „Christdemokraten für das Leben“

Die Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL) trafen sich am Wochenende in Königswinter zu ihrer jährlichen Bundesversammlung. Neben Neuwahlen des Vorstandes standen mehrere Expertenvorträge auf der Tagesordnung. mechthild%20l%C3%B6hr[1]

Eingangs blickte die Bundesvorsitzende, Mechthild Löhr, auf die vergangene Amtsperiode zurück. Einer der Schwerpunkte der Arbeit der vergangenen zwei Jahre war die Debatte um den ärztlich assistierten Suizid, die schließlich in der Verabschiedung des § 217 Strafgesetzbuch (StGB) durch den Bundestag im November 2015 mündete.

Mit dem neuen Paragrafen, der die private Beihilfe zur Selbsttötung generell erlaube, sei das Thema nicht beendet, im Gegenteil. Gerade die stetige Ausweitung der sog. Sterbehilfe in den Niederlanden und Belgien zeige, wie wichtig es sei, weiter für ein Verbot der aktiven Suizidbeihilfe zu arbeiten.

In den Vorstandswahlen wurde Mechthild Löhr (siehe Foto) als Bundesvorsitzende mit überwältigender Mehrheit bestätigt. Ihre Stellvertreter bleiben die Landesvorsitzende der CDL in Nordrhein-Westfalen, Odila Carbanje, der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe und Sophia Kuby.

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Schriftführerin Hildegard Bosch, Schatzmeister Jürgen Boyxen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Susanne Wenzel. Beisitzer: Anne Baranowski, Dr. Marco Bonacker, Barbara Dyba-Roth, Gertrud Geißelbrecht, Dr. Friederike Hoffmann-Klein, Dr. Hannah Hummel, Daniel Kästner, Dr. Heinz-Georg Ley, Christa Ley, Alexandra Linder, Petra Lorleberg, Erich Lux, Dr. Susanne Lux, Christian W. Mann, Benedikt Oyen, Prof. Dr. Leo Peters, Hildegard Regensburger, Christian Schneider, Karl-Heinz van Lier, Udo-Wolfgang Wenzel.

Dr. Ley: Der Arzt ist Beschützer des Lebens

Die Internistin Dr. Susanne Ley, Gründerin der Liga „Ärzte in Ehrfurcht vor dem Leben“, befasste sich in ihrem Vortrag mit dem § 217 StGB und den daraus resultierenden Folgen. Sie erinnerte daran, dass das Ziel der Beziehung zwischen Arzt und Patient niemals der Tod des Patienten sein dürfe.

Foto: CDL, M. Löhr„Der Arzt ist Beschützer des Lebens“, erklärte Dr. Ley. „Er darf nicht zur Gefahr für das Leben seiner Patienten werden.“ 

Jeder psychisch oder physisch kranke Mensch benötige fachgerechte medizinische Hilfe und echte menschliche Zuwendung. „Der Patient braucht die Gewissheit, dass der Arzt alles tun wird, um seine Krankheit zu heilen oder, wo dies nicht mehr möglich ist, sein Leiden zu lindern“, mahnte Dr. Ley.

Alles andere widerspreche dem seit 2400 Jahren gültigen ärztlichen Ethos. Deshalb fordert die durch Dr. Ley vertretene Liga, dass die Aussage in der Musterberufsordnung der Bundesärztekammer, wonach Mediziner „keine Hilfe zur Selbsttötung bieten (dürfen)“, in die Berufsordnungen aller 16 Landesärztekammern aufgenommen wird.

Hüppe: Bluttest bei Schwangeren dienen der Selektion

Der Bundestagsabgeordnete und CDL-Mitbegründer Hubert Hüppe (siehe Foto) beleuchtete aktuelle bioethische Kontroversen. Auch er blickte kurz auf die Verabschiedung des § 217 StGB zurück und stellte die große Bedeutung der Suizid-Prävention fest. Hüppe

Schwerpunkt seiner Ausführungen war der Bericht über nicht-invasive Bluttests ( z.B: PraenaTest) bei Schwangeren zur Diagnose von Krankheiten des Kindes. Diese Tests haben, so Hüppe, keinerlei therapeutischen Nutzen für Mutter oder Kind, sondern würden lediglich der Selektion dienen.

Hierdurch verändere sich auch die Bedeutung einer Schwangerschaft. Waren Frauen früher im allgemeinen Sprachgebrauch „guter Hoffnung“, werde die Geburt heute abhängig gemacht von bestimmten Bedingungen. „Eine unbeschwerte Schwangerschaft mit Freude auf das Kind ist so nicht mehr möglich“, so der Bundestagsabgeordnete.

Eine klare Absage erteilte Hubert Hüppe den derzeitigen Überlegungen zur Forschung an nicht-einwilligungsfähigen Menschen. Hierbei handelt es sich um Medikamententests z. B. an Demenzkranken, geistig Behinderten oder Komapatienten, die unter Umständen für die Betroffenen selbst keinen Nutzen mehr erzielen. „Das ist keine Lappalie. Menschen dürfen in Deutschland nie wieder für Medikamententests missbraucht werden“, erklärte Hüppe.

Die Versammlung beschloss einstimmig, die Kandidatur von Hubert Hüppe als Vertreter der CDL für den Bundestag auch bei der Wahl 2017 aktiv zu unterstützen.

Mohr: Gelungene Internetberatung für das Leben

Cordula Mohr (siehe Foto), Mitglied des Landesvorstandes der CDL Nordrhein-Westfalen, berichtete über ihre ehrenamtliche Beratung von Schwangeren im Internet. In anonymisierten Beispielen schilderte sie ihre Arbeit und die Situation der schwangeren Frauen, die vor der Frage stehen, ihr Kind abzutreiben. Durchschnittlich komme CORDULA MOHRes zu 5 bis 10 Kontakten pro Tag.

Die Gründe für einen Schwangerschaftskonflikt seien äußerst unterschiedlich, häufig ginge es aber um den Druck zur Abtreibung aus dem familiären Umfeld der Frau. Die Schwangeren suchten in diesen belastenden Situationen zuerst Ansprechpartner im Schutz der Anonymität des Internets in allgemein zugänglichen Foren.

Meistens haben die Frauen und Mädchen in ihrem eigenen Umfeld keinen Menschen, dem sie sich offen anvertrauen können. Im weiteren Verlauf suchten sich die Schwangeren dann einen festen Ansprechpartner aus. Besonders in dieser Phase, in der die Verzweiflung am größten ist, sei es wichtig, „einfühlsam, in der richtigen Sprache und auf Augenhöhe zu schreiben und Mut zu machen“, so Mohr.

Oft ergebe sich eine Begleitung die gesamte Schwangerschaft hindurch bis zur Entbindung. Häufig erhalte sie die Nachricht, wie glücklich die Frau über ihr JA zum Kind ist, berichtete die dreifache Mutter. „Ich habe es noch nie erlebt, dass eine Frau die Entscheidung für das Kind bereut hat“, so Cordula Mohr. „Aber oft schon habe ich lesen müssen, wie sehr Frauen die Abtreibung später bereuen.“

Die Christdemokraten für das Leben e.V. (CDL) sind eine politische, gemeinnützige Initiative, die sich in Politik und Gesellschaft aktiv für das Menschenrecht auf Leben einsetzt.

 


Merkel-Kritikerin Prof. Gertrud Höhler wird von öffentlich-rechtlichen Sendern boykottiert

Von Felizitas Küble

Im März des vorigen Jahres haben wir eine ausführliche Besprechung des Buches „Die Patin“ veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/2014/03/30/besprechung-zu-die-patin-wie-angela-merkel-deutschland-umbaut-von-gertrud-hohler/ 41SiipCEBrL__SS110_

Unsere Autorin Cordula Mohr würdigt darin die Kritik von Prof. Dr. Gertrud Höhler an der wenig demokratischen Art der Machtausübung Merkels und beschreibt einige der Faktoren des negativ-autoritäten Führungsstils der Kanzlerin.

Vor dem Erscheinen des Höhler-Buches brachte die FAZ einen Vorab-Auszug: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-politikstil-der-kanzlerin-das-system-m-11841711.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Nun wundere ich mich schon länger, warum es um diese renommierte Gelehrte in der Öffentlichkeit so still geworden ist –  dies umso mehr, als Prof. Höhler in den 80er Jahren unter der Regierung Kohl sogar mehrfach als mögliche Ministerin im Gespräch war – und zudem auch als Gast in seriösen Talkrunden bekannt war.

Die Zeitschrift „Neue Ordnung“ fragte nun die Literaturwissenschaftlerin, warum sie in den öffentlichen Medien, zumal in TV-Sendern, kaum noch wahrgenommen werde. Die Antwort Höhlers ist eindeutig:

„Seit Erscheinen des Buches ,Die Patin – Wie Angela Merkel Deutschland umbaut‘ bin ich öffentlich-rechtlich abgeschaltet. Das heißt: es gibt eine flächendeckende, sehr plötzliche und nahezu lückenlose Abschaltung meiner Beiträge aus allen Medienprogrammen. Der Effekt ist faktisch ein Berufsverbot.“  

(Zitat-Quelle: https://spoekenkiekerei.wordpress.com/2016/09/11/merkel-gegnerin-verschwunden/)

Info-HINWEIS: Merkels Politikstil wird z.B. auch von Prof. Gesine Schwan (SPD) deutlich kritisiert: https://charismatismus.wordpress.com/2016/09/06/prof-gesine-schwan-und-prof-volker-gerhardt-ueben-deutliche-kritik-an-merkels-politikstil/


Weshalb ich ein Burka-Verbot befürworte

Von Cordula MohrIMG_2265

Die Burka ist meiner Ansicht nach ein schreckliches Kleidungsstück. Ich habe mich sehr über den Innenminister geärgert, der sich gegen ein Verbot ausspricht. Das ist mal wieder ein Armutszeugnis für unsere politischen Versager einschließlich des Bundespräsidenten.
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Vielleicht befürchten die Burka-Toleranten, die Bevölkerung werde verängstigt durch ein Verbot der Vollverschleierung. Also weiter den „friedlichen Islam“ schönreden, weil sonst Merkels Mantra „Wir schaffen das“ infrage gestellt werden könnte.
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Allerdings geht diese „Verschleierung“ der Wirklichkeit auf Kosten der deutschen Bevölkerung, die größtenteils schon längst einen Abschied von der fehlgeleiteten „Willkommenskultur“ wünscht.
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Der Präsident des Zentralrats der Juden beschreibt es ganz deutlich: Die Vollverschleierung ist im Islam religiös nicht zwingend, also von daher eher ein politisches Signal.
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Frauen- und männerverachtend zugleich

Die Burka wird den Frauen im Islam meistens von Muslimen aufgezwungen, damit diese Männer ihre Macht nach außen zeigen können. Im Grunde ist die Burka aber auch männerverachtend, weil der irreführende Eindruck entsteht, als handle es sich bei Männern um stark triebgesteuerte Wesen, die sich schon bei einer normalen Frauenkleidung nicht mehr beherrschen könnten.
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Zu Recht spricht sich die Polizei in Deutschland für ein Verbot aus. Man bedenke, das sich Terroristen leicht unter solch einer Burka verstecken können. Auch Säuren, Messer und Selbstmordgürtel u.v.m. sind schon öfters darunter aufgetaucht. Die Israelis können ein trauriges Lied davon singen  –  also ein optimales Schmuggelkleidungsstück. Täterbeschreibungen bzw. Identifizierungen sind mit einer Vollverschleierung kaum möglich.IGFM-Kampagne-IKEA-Saudi-Arabien-1_01
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Es gibt nicht ohne Grund bereits ein Vermummungsverbot in Deutschland, doch es ist begrenzt auf öffentliche Veranstaltungen, Kundgebungen und Demonstrationen. Das genügt aber nicht. In Frankreich, Belgien und den Niederlanden ist die Vollverschleierung gesetzlich untersagt. Dieses Verbot hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im Juli 2014 für rechtens erklärt.
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Wie fühlt man sich in einer Burka?

Wir leben hier in einer aufgeklärten westlichen Welt. Diese gespenstischen Kleidungsstücke gehören nicht zu unseren Vorstellungen von Freiheit und Offenheit  –  und es ist mir unverständlich, wieso es hierzulande nicht wie in anderen EU-Staaten untersagt wird. Diese Situation ist zudem für radikale Migranten ein Grund mehr,  gerade in Deutschland Asyl zu beantragen.

Ich las in dem Buch „Nicht ohne meine Tochter“ sehr anschaulich, wie man sich unter solch einer Burka fühlt. Es ist scheusslich, beschreibt die Autorin. Durch die Kopfverschleierung kommt es zu starken Eigengerüchen  –  und man fühlt sich total im Gesichtsfeld eingeschränkt. Man kann zudem kaum etwas sehen. Auch das Anlegen, bevor man das Haus verläßt, war sehr lästig  –  und die Autorin ekelte sich vor den Gerüchen in der Burka, weil es dort im Iran so schrecklich heiß war.

Es kann nicht richtig sein, eine Frau derart einzuengen. Die bequeme und gesunde Mode haben wir Frauen uns doch lange erkämpfen müssen. Man denke an die einschnürenden Mieder und Korsetts aus vergangener Zeit, in denen die Frauen kaum atmen konnten und leicht ohnmächtig wurden.

Cordula Mohr ist Vorsitzende der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle) im Nordmünsterland, zudem gehört sie dem Landesvorstand der CDL (Christdemokraten für das Leben) in Nordrhein-Westfalen an.

Cordula ist eine katholische Familienmutter von drei Kindern und Mit-Autorin in dem Gedenkband „Der Löwe von Fulda“ über Erzbischof Dyba; sie ist zudem ehrenamtliche Mitarbeiterin des Christoferuswerks, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Siehe zu diesem Thema unsere vorherige Meldung: https://charismatismus.wordpress.com/2016/08/14/csu-juden-und-polizei-fuer-verbot-der-burka/

Info-Hinweis: BURKA-Verbot rechtlich möglich: http://www.focus.de/politik/deutschland/forderung-nach-neuem-gesetz-staatsrechtler-scholz-burka-verbot-in-deutschland-waere-rechtens_id_5825136.html