Vom Koran zur Bibel: Eine angesehene Muslima wird geheilt und findet zu Christus

Buchbesprechung von Cordula Mohr

Dieses interessante und spannende Buch von Gulshan Esther „Der Schleier zerriß“ aus dem C.M.-Fliß-Verlag führt die Leser in eine ganz aussergewöhnlichen Konversion und in die ungewöhnliche Welt des Islam, der manchem zunächst wie „Tausend und eine Nacht“ vorkommen mag.

Gulshan ist die jüngste Tochter einer angesehenen Sayed-Familie und somit direkter Nachkommen des Propheten Mohammed durch die Linie seiner Lieblingstochter Fatima.

Diese Familien werden von Muslimen in Pakistan besonders verehrt und haben ein bedeutsames Amt innerhalb der Gemeinden inne. Der Vater von Gulshan wurde oft zu Rate gezogen und war Vorbild  für viele eifrige Muslime.

Er und seine Familie waren sehr reich und die Autorin beschreibt anschaulich, in welch einem prachtvolles Haus sie großgeworden ist; sie erleidet aber schon im frühen Alter eine Kinderlähmung, die als unheilbar gilt.

Gulshan ist umgeben von Dienerinnen, die ihr stets zur Seite stehen. Sie muss in einer Sänfte getragen werden und beschreibt ihr Leben im Kindes- und Jugendalter, das aber – durch ihre Krankheit bedingt – nicht immer „prinzessinnenhaft“ ist

Sie bekommt Privatunterricht und beschäftigt sich intensiv mit dem Koran, den sie auswendig lernt.

Der Leser wird im ersten Drittel des Buches tief in die Gebräuche der Familie und des islamischen Glaubens eingeführt. Der Leser erfährt Details, die in unserer westlichen Welt kaum bekannt sind. Auch die alltäglichen Begriffe zu Gegenständen und Kleidungsstücken aus Pakistan werden übersetzt und erklärt.

Der Vater reist mit der Tochter und den Dienerinnen zu einem renommierten Arzt nach England, um zu erfahren, ob es Heilungschancen gibt.

Der Spezialist gab der Familie keine Hoffnung auf Heilung. Er sagte jedoch zum Schluss der Untersuchungen: „Da kann man nur beten.“

Gulshan war zutiefst entäuscht von dieser Reise. Ihr Vater baute sie ein wieder etwas auf und sprach von Prüfungen Allahs. Er beschloss, mit seiner Tochter nach Mekka zu pilgern und intensiv um Heilung zu beten.

Wieder wurden grosse Hoffnungen in Gulshan geweckt.

Sie unternahm mit ihrem Vater und den Dienerinnen die Reise nach Mekka. Über mehrere Kapitel dieser Wallfahrt wird dem Leser die Welt des islamischen Glaubens mit all ihren Traditionen und Bräuchen präsentiert, die vollzogen werden, wenn man nach Mekka pilgert.

Tief enttäuscht, weil Gulshan immer noch an Kinderlähmung erkrankt ist, kommt die Familie wieder nach Hause.

Der fürsorgliche Vater, der den Christen und Juden tolerant gegenüberstand, stirbt plötzlich ein paar Jahre später.

Das folgende Erlebnis, dem der Verlust des Vaters und die aufkommende Verzweiflung vorausgeht, verwundert den Leser sehr.

Es geschieht eine körperliche Heilung durch Jesus Christus und eine Bekehrung zu ihm durch das intensive Beten Gulshans. Es war inzwischen nicht mehr Allah, den sie anbetete.

Die weiteren Kapitel beschreiben die Reaktionen der Familie und Freunde. Gulshan sagte jedem: Christus hat mich geheilt.

Das wird ihr im weiteren Verlauf des Buches zum Verhängnis. Die Brüder sagen ihr, sie solle diese Äußerung unterlassen.

Auch Freunde, die anfangs freundlich waren und sich mit ihr freuten, wurden mit der Zeit verärgert über dieses Zeugnis Gulshans.

Das Buch beschreibt, wie Gulshan in einer freikirchlich-methodistischen Gemeinde angenommen und getauft wurde.

Sie wird eine eifrige Glaubenszeugin – auch im Gefängnis, wohin sie durch eine Anzeige muslimischer Bekannter gekommen war. Monate später wurde sie von Verwandten wieder aus dem Knast herausgeholt.

Die Familie versuchte immer wieder auf vielerei Weise, Gulshan Esther zum islamischen Glauben zurückzuholen – und zwar „mit Zuckerbrot und Peitsche“ – und mit fürchterlichen Drohungen.

Gulshan zog zu einer christlichen Familie; sie musste für Ihren Unterhalt selbst sorgen und spürte in der Arbeitswelt des Islam, dass  Christen kaum Chancen haben. Sie ging später in die Gemeindearbeit und kümmerte sich um die Frauen dort.

Das Buch beschreibt sehr gut die gesellschaftlichen Veränderungen in Pakistan seit den 60er Jahren, auch die zahlreichen Bekehrungen zum Christentum. Es ist spannend geschrieben und eine geeignete Lektüre für den Sommerurlaub.

Unsere Autorin Cordula Mohr ist katholische Familienmutter und aktive Lebensrechtlerin: sie leitet den Münsterland-Verband der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle) und ist im NRW-Vorstand der CDL (Christdemokraten für das Leben).


Fronleichnam im Freien mit Blumenteppichen und kleinen Prozessionen

Von Felizitas Küble

Leider sind diesmal am Hochfest Fronleichnam die meisten Prozessionen in den katholischen Gemeinden ausgefallen – wie es scheint, hat sich der Trend vom Vorjahr damit noch verstärkt.

Interessanterweise läuft es in den USA genau anders herum: Dort nehmen die Prozessionen an „Corpus Christi“ (der dortige Fest-Name) zu. Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2021/06/03/fronleichnams-prozessionen-in-deutschland-ade-aber-in-den-usa-fangt-es-richtig-an/

Vielfach gab es hierzulande nicht einmal eine Festmesse unter freiem Himmel, obwohl das gerade in Coronazeiten weitaus sinnvoller wäre als in einem geschlossenen Kirchengebäude.

Noch verwunderlicher ist die vielfache Verringerung der hl. Messen ausgerechnet an diesem Feiertag.

Freilich haben wir auch von erfreulichen Ausnahmen erfahren.

So wurden z.B. in Hanau in der Pfarrei St. Elisabeth drei Festgottesdienste zelebriert.

Zudem gab es wenigstens eine Mini-Prozession mit Priester und Meßdiener durch einige Straßen der Gemeinde, wie unser Gast-Autor, der kath. Familienvater Hans-Michael Müller berichtet, der auch diese beiden Fotos beisteuerte.

Das erste Bild zeigt den erwähnten Umgang, das zweite die hl. Messe im Freien mit einem schönen Blumenteppich vor dem Altar.

In einer Vorort-Landgemeinde in Münster feierte der Priester das Fronleichnamsfest mit seiner Gemeinde im eigenen großen Pfarrgarten auf dem Rasen (siehe Foto).

Immerhin hatten etwa 60 Leute bei gutem Abstandhalten Platz gefunden. Leider fehlte auf dem Altar ein sichtbares Kreuz.

Unsere langjährige Autorin und Familienmutter Cordula Mohr begab sich am Donnerstag wieder nach Haus Assen in Ostwestfalen.

Das imposante Schloß im Lippetal liegt idyllisch in wunderbarer Landschaft und ist zugleich ein Exerzitienzentrum mit vielseitigen Angeboten, das die Geistlichen der SJM (Servi Jesu und Mariens) betreuen.

Hier wird die hl. Messe sowohl im alten wie auch im neuen Ritus jeweils sehr würdig gefeiert – und häufig wie hier auf dem weitläufigen Schloßplatz.

Wer uns von seinen eigenen Fronleichnams-Erfahrungen und Eindrücken berichten möchte, ist herzlich zu Leserkommentaren eingeladen – oder kann sich gerne direkt an mich wenden, vor allem mit Fronleichnams-Fotos: felizitas.kueble@web.de


Respektieren wir Gottes Schöpfungsordnung!

Von Cordula Mohr

Eine Segnung homosexueller Partnerschaften wurde vom Vatikan ausdrücklich verboten. Somit ist es  gar nicht möglich, dass ein wirklicher Segen auf diese Paarverbindungen kommt, weil diese Aktion im bewußten Ungehorsam erfolgt ist.

Es ruht kein Segen darauf, wenn kirchliche Rituale für fremde Zwecke vereinnahmt werden. Gültige Segensfeiern kann es nur in Übereinstimmung mit Rom geben.

Das rebellische Vorgehen ist auch unfair gegenüber den Betroffenen: Meines Erachtens wird den homosexuellen Paaren seitens der Gemeindepfarrer, die studierte Theologen sind, bewußt Sand in die Augen gestreut; sie werden letztlich missbraucht, um ein Zeichen gegen das katholische Lehramt zu setzen und vor allem die kirchliche Sexualethik zu bekämpfen.

Natürlich können alle Menschen als Einzelpersonen einen Segen von der Kirche empfangen, dabei spielt die sexuelle Ausrichtung keine Rolle. Nach jeder hl. Messe kann jeder Gläubige den priesterlichen Segen erhalten.

Natur Mensch Umwelt

Die Kirche hat aber keine Vollmacht von Christus bekommen, homosexuelle Partnerschaften zu segnen, denn was Gott nicht billigt, das kann und darf auch die Kirche nicht segnen.

Das ist keine Willkür oder Schikane, sondern die Kirche ist verpflichtet, die Schöpfungsordnung Gottes zu respektieren, wonach die Ehe eine Verbindung von Mann und Frau ist, die unter Gottes Segen und Verheißung steht.
Es geht also um Gottes gute Ordnung und um die Einheit unserer katholischen Weltkirche.

Auch die Forderung der Aktion Maria 2.0 nach dem Priestertum für Frauen ist biblisch und kirchlich nicht erfüllbar.
Solche „Reformwünsche“ sind in den protestantischen Kirchen alle bereits verwirklicht. Trotzdem  – oder deswegen? – ist dort der Niedergang noch verheerender als in unserer Kirche, die Austrittszahlen seit langem deutlich höher.

Wir vertreiben aber noch die letzten Gläubigen aus der Kirche, wenn wir solche Randthemen wie diese Segnungs-Aktionen in den Mittelpunkt rücken. Die meisten Menschen haben zur Zeit wirklich andere Sorgen und Nöte.  

Unsere Autorin Cordula Mohr aus Rheine ist katholische Familienmutter und aktiv in der Lebensrechtsbewegung (Vorstand der CDL von NRW, Vorsitzende von ALFA Münsterland).


Turbulenzen um „Marienvisionen“ im Walde

Buchbesprechung von Cordula Mohr

Der satirische Roman des US-amerikanischen Schriftstellers David Guterson erschien in Deutschland unter dem Titel „Unsere Liebe Frau vom Wald“. Ironischerweise gibt es in Südtirol ein kleines Dorf bei St. Felix mit genau diesem Namen, aber ganz ohne Marienerscheinung.

Zum Inhalt des Buches: Ein Mädchen namens Ann Holmes durchsucht ziellos den dichten Wald in der Nähe des Campingplatzes von North Fork nach Pfifferlingen, die es später verkaufen will, um ein bisschen Geld für ihr Überleben zu bekommen.

Sie benötigt Antihistamin gegen ihre vielen Allergien. Ebenso mag sie die „Zauberpilze“, von denen sie ins Träumen gerät und mit denen sie die leidvolle Zeit, als sie noch zuhause gelebt hat, scheinbar vergessen kann. Auch andere  Drogen wie Marihuana standen auf dem Campingplatz  zur Verfügung.

Sie las manchmal eifrig im Katechismus und machte sich mit bekannten Gebeten vertraut.

Unter diesen Vorzeichen hatte Ann eine Halluzination, die sie später ihrem Ortspfarrer Collins als Erscheinung der Gottesmutter schildert, weil es ihr so echt vorkam. Sie fühlte sich dieser hellen Gestalt verpflichtet und anheimgestellt.

Die 14-Jährige lebte seit ihrem Ausriss von zuhause auf einem Campingplatz und fand dort Menschen, die sie nett aufnahmen und umsorgten. Besonders kümmerte sich Carolyn Geer, ebenfalls eine Pilzsammlerin, um das Mädchen.

Sie übernahm gleichsam die Mutterrolle und wurde eine treue Freundin für Ann, die durch ihre Erlebnisse zur „Seherin“ wurde. Vorher war sie eine Einzelgängerin, die ihr Gesicht oft unter einer Sweatshirt-Kapuze verbarg.

Noch am selben Abend erzählte Ann ihrer Carolyn von dieser hellen Lichtkugel und dass es sicherlich die Muttergottes gewesen sei. Danach erfuhren weitere Frauen von diesem Ereignis.

Darunter befand sich eine Katholikin, die ihr kleines Kind in den Wäldern seit Jahren vermisste. Die Erscheinung erweckte in ihr die Hoffnung, die Madonna würde Ann mitteilen, wo ihre Tochter abgeblieben ist. Die Frau hatte die Hoffnung, dass das Kind noch lebt, nicht aufgegeben, obwohl damals lange vergeblich nach dem Mädchen gesucht worden war.

Diese drei Frauen – Carolyn, die Mutter des verschwundenen Mädchens und eine ehemalige Barfrau – gingen nun mit Ann zu jener Stelle im Wald, an der sich die Erscheinung nochmal zeigen wollte. Wieder wurde unterwegs von diesen aphrodisierenden Pilzen genommen.

Diese Lichtkugel war auch wieder für Ann sichtbar.

Das Buch ist vom Autor mit einer ordentliche Prise Humor gespickt worden und  der Leser muss viel schmunzeln, bisweilen geradezu lachen – wie bei diesem Dialog:

Ann sagte zu Carolyn nach dem Waldbesuch: Ich muss in die Stadt zu einem Priester.
Carolyn: Geh lieber zum Psychiater.

Carolyn glaubte der Visionärin nicht, weil sie wusste, dass sie Drogen und Medikamente nahm.

Trotzdem fuhren die beiden in die Stadt zu Pfarrer Collins, der echte Probleme mit dem Zölibat und auch mit dem Tragen einer Priesterkleidung hatte, so das man ihn nicht als Geistlichen erkennen konnte. Seine Schwäche lebte er aus, indem er gerne erotische Bücher zum Einschlafen las.

Die beiden Mädchen treffen auf den Pfarrer, der zivil herumläuft und sie dürfen zu ihm nach Hause, wo Ann ihm die Geschichte aus dem Wald erzählt. Carolyn ist auch mit dabei. Der Priester fragt vorsichtig nach, wie die Stimme wahrzunehmen sei – innerlich oder wie von aussen.

Ann sagt: In meinem Kopf ist der Klang ihrer Stimme. Auf diese Weise spricht sie mit mir.

Der Priester ist skeptisch und glaubt Ann nicht so recht. Jedoch bei seinen Nachfragen will er eine Echtheit nicht ausschließen. Ann gibt zu, nicht zu den Sakramenten der Kirche zu gehen. Er ist beeindruckt von der zarten, anmutigen Persönlichkeit von Ann und fängt an, sich ein wenig in sie zu verlieben.

Danach beschreibt der Autor einen Mann namens Tom Cross, der als Holzfäller in den Wälder von North Fork arbeitet. Er lebt seit einem Jahr von seiner Frau getrennt und darf laut Gerichtsbeschluss sein Haus und Grundstück nicht mehr betreten, weil er immer wieder ausfallend gegenüber seiner Frau geworden war.

Er und seine Frau haben ein schweres innerliches Leid zu tragen, denn Tom hat seinen Junior, wie er ihn nennt, durch grobe Fahrlässigkeit beim Baumfällen querschnittsgelähmt in den Rollstuhl befördert.

Tom hielt nicht viel seinem Sohn, der so ganz anders war, als wie er sich einen Sohn wünschte.

Seine Frau allerdings hat sich nach der Trennung und dem Schicksalsschlag an die Kirchengemeinde gewandt und von dort  Trost und Hilfe erfahren. Pfarrer Collin kümmerte sich seelsorgerisch ebenfalls um die getrennte Familie.

Tom arbeitet seitdem nebenbei auf dem Campingplatz, auf dem Ann und Carolyn sich aufhalten und bekommt unweigerlich diese Erscheinungsereignisse mit. Er selbst führt seit dem „Unfall“ ein sinnloses Leben zwischen Arbeit und der Suche nach einem Abenteuer, was ihm manchmal von der ehemaligen Barfrau erfüllt wird. Ganz hat er den Bezug zur Kirche jedoch nicht verloren.

Die Holzfäller im Wald können es kaum glauben, das sich eine echte Himmelserscheinung zugetragen hat und sie deuten die Ereignisse als Erlebnisse von streunenden Drogenabhängigen.

Anns Kindheit mit Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch durch den Stiefvater wird ausführlich geschildert.

Als Teenager erlebte sie eine Schwangerschaft durch ihren Stiefvater und eine Abtreibung. Auch Drogen waren schon in der Herkunftsfamilie im Gebrauch.

Schon ein paar Tage später ist der Campingplatz voll mit Pilgern aus allen Bundesstaaaten Amerikas. Es ist zu einer Massenbewegung gekommen.

Carolyn spricht durch das Megaphon und versucht, den Pilgern zu erläutern, das Ann mehr Ruhe braucht.

Es sind 2000 Schaulustige bei der ersten groß geführten „Wallfahrt“ zugegen und Ann, Carolyn und Pfarrer Collins führen die Pilger zu der Erscheinungsstelle in den Wald.

Der Autor beschreibt die teils sehr frommen Pilger mitunter beeindruckend, teils eher lächerlich wirkend – und jeder, der schon einmal an einem Erscheinungsort wie Medjugorje war, hat solche Szenen bildlich vor Augen, wobei der Verfasser gerade das kirchlich umstrittene Medjugorje mehrfach erwähnt.

Überall in den Wäldern gibt es nun Bittzettel, Kerzen, Metallkreuze, Rosenkränze, Blumen, Heiligenbilder und Kitschmadonnen, die dort abgestellt oder an Bäume angeheftet wurden, nicht selten durch überschwengliche religiöse Fanatiker, die wundersüchtig hinter der kindlichen Seherin her sind.

Und dann geschehen etliche „Heilungen“ an einigen Pilgern. Das spricht sich ohne Prüfung von Medizinern ganz schnell herum und wird als Wunderheilung ausgerufen, was die Visionärin Ann gerne bestätigt.

„Bescheiden“ erklärt Ann, die Gottesmutter bewirke die Heilungen und sie selber sei nur die Bittstellerin.

Himmlische Botschaften hat Ann auch parat. Daran ist Carolyn beteiligt, indem sie Ann immer wieder sagt, was diese den Leuten „verkünden“ soll – und wenn Ann wieder kränklich ist, denkt Carolyn sich einfach welche aus. Die Pilger bekommen Ann immer weniger zu sehen und Carolyn übernimmt quasi die PR-Arbeit (Public relation, Werbung).

Sie kümmert sich um die Spenden, die in Wischeimern gereicht werden. Carolyn zweigt für sich selbst etwas davon ab, um irgendwann mal ein schöneres Leben führen zu können als in ihrem Campingbus.

Das Ganze wird dann von Pfarrer Collins dem Ortsbischof zugetragen und dieser sendet einen Pfarrer Butler aus, der schon viele angebliche Erscheinungen überprüft hat.

Für ihn ist im Vorfeld schon klar: diese Geschichte ist nicht stimmig. Doch Pfarrer Collins möchte ein ausgewogendes Gespräch und die Möglichkeit für Ann, die mittlerweile auch schon auf seinem Faltsofa übernachtete und knapp bekleidet auf seiner Bettkante gesessen hat und ihm erzählte, dass sie eine  sündige Person und zudem nicht einmal getauft sei.

Immer wieder spricht Ann davon, dass die Madonna eine Kirche im Wald erbaut haben möchte.

Nach den Gesprächen von Pfarrer Butler an den folgenden Tagen ist für ihn schnell klar: Die Story stimmt nicht. Er fragt nach Medikamenten und als Ann Phenathol erwähnt, weiß der Abgesandte des Bischofs  aus früheren Befragungen von Visionären, dass die Nebenwirkungen dieses Medikamentes Halluzinationen bewirken können. Ebenfalls erzählt sie von ihren „Zauberpilzen“ – und dass sie noch kein einziges Sakrament empfangen habe.

Pfarrer Collins stimmt Pfarrer Butlers Skepsis weitgehend zu. Aber die Seherin gefällt ihm trotzdem und er kümmert sich um die kränkliche Ann.

Dann wird wieder ein großes Pilgeraufkommen beschrieben. Nun sind es 4000 Leute, die sich versammelt haben. Weil die Erscheinung auf dem Privatgelände einer Company stattfand, soll das Geschehen von dem Eigentümer unterbunden werden.  Jedoch wird ein Abkommen mit dem Sheriff des Orts vereinbart und Ann darf noch einmal mit der Menschenmasse zu der Erscheinungsstätte. Wieder wird anschaulich beschrieben, wie naiv viele Pilger sich verhalten, aber auch ernstgemeinte Bitten und Anliegen werden vorgetragen.

Viele Facetten der Menschen, die auf Pilgerschaft sind, werden beschrieben:

Tom Cross bekommt deutlich mit, dass sogar Heilungen abgelaufen sind und drängt sich, als Ann in der Kirche ist, zu ihr vor.

Wieder wird er ausfällig und verlangt erpressend von Ann, die schon seit Wochen immer wieder an Fieber und Zittern leidet, die Heilung seines Sohnes.

Sie erwidert, das könne sie nicht bewirken, das müsse man dem Himmel überlassen.

Carolyn eilt zu Ann und sprüht Tom mit Pfefferspray Tom ins Gesicht, damit er die Visionärin in Ruhe läßt.

Das Fieber steigt immer mehr an und Ann verstirbt kurz nach dem Vorfall in der Kirche.

Das Buch endet völlig überaschend für den Leser nach einem Jahr später: Durch ein riesiges Spendenaufkommen wird nach Anns Tod die gewünschte Kirche im Wald erbaut und das Patronatsfest steht bevor. Reliquien von Ann liegen in der Kirche.

Der Ortsbischof ist unter diesen Umständen nicht anwesend, aber er hatte seinen wohlüberlegten Segen gegeben. Er möchte sich nicht persönlich einmischen, um sich nicht festzulegen, ist aber erfreut über die wachsende Gemeinde. Pfarrer Butler, der neuerdings Generalvikar des Bischofs ist, wurde zur Zeromonie gesandt. Er sagte zu Pfarrer Collins bei dieser seiner zweiten Ankunft: Wir müssen uns demütig fügen.

Zum Schluss taucht Carolyn auf, die sich mit den Spendengeldern ein schönes Leben in der Welt geleistet hat.

Sie spricht mit Pfarrer Collins über ihr schlechtes Gewissen und ihrem Wissen um die Drogen und Medikamente, die Ann genommen hat. Sie hat wegen des Pfeffersprayeinsatzes sogar eine Anzeige bekommen.

Mein Fazit: Dieses Buch ist sozusagen filmreif. Es ist spannend, teilweise humvorvoll und durchaus auch tiefsinnig geschrieben.

Die vielen Facetten um die Menschen, die in dem Buch vorkommen, sind herzerfrischend geschildert.

Ich würde das Buch jedoch erst Lesern ab 18 Jahren empfehlen, weil manchmal eine sehr derbe Sprache verwendet wird. Daran kann der reifere  Leser vor allem die menschlichen Abgründe erkennen, die sich bei jedem – auch bei frommen Leuten und Priestern – auftun können.

Der Roman schildert auf teils ernste, teils satirische Weise viele Erlebniswelten und auch einige typischen Phänome, wie man sie in wundersüchtigen Kreisen und bei etlichen Erscheinungsstätten in ähnlicher Weise vorfinden kann.

Unsere Autorin Cordula Mohr ist Familienmutter und lebt in Rheine (Westfalen); sie leitet die „Aktion Lebensrecht für alle“ (ALfA) im Münsterland.


Die ALfA tagte in Rheine und diskutierte über aktuelle Lebensrechtsthemen

Am Mittwoch, dem 17. März, trafen sich in Rheine im Pfarrheim St. Antonius abends Mitglieder des ALfA-Regionalverbands Münsterland zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung.
Die „Aktion Lebensrecht für alle“ hielt sich dabei an alle geforderten Hygieneauflagen.


Es wurde zunächst eine Dokumentation mit dem Titel „Programm Desinformation“ angeschaut, die sich kritisch dem Umgang öffentlich-rechtlicher Sender mit der Lebensrechtsbewegung widmete. Dabei ging es auch um das Thema Gehsteigberatung vor Abtreibungseinrichtungen

In der anschließender Diskussion wurde darüber informiert, dass diese Gehsteigberatung zunächst von der Stadt München untersagt wurde, aber dann durch ein Gerichtsurteil im Jahre 2016  erlaubt wurde. Somit dürfen Schwangere, die vor einer Abtreibung stehen, von Lebensrechtlern vor der Klinik oder Praxis angesprochen werden.
 

Seit langem gibt es ehrenamtliche Schwangerenberatungen per Telefon und Internet. Auch in Rheine können Frauen in Konfliktsituationen sich an die ALfA wenden, die den Müttern und Vätern mit Rat und Unterstützung zur Seite steht. Deutschlandweit unter der Vita-L-Telefonnummer 0800 3699963.

Danach sprachen die Mitglieder über Vorschläge für Aktivitäten im laufenden Jahr.  Für einen geplanten Infostand in der Innenstadt erklärten sich die Anwesenden freudig zur Mitarbeit bereit.

Der Marsch für das Leben in Berlin, der voraussichtlich im September 2021 stattfindet, soll an diesem Infostand bekannt gemacht und Interessenten angesprochen werden. Auch Vorträge sollen noch durchgeführt werden, wenn Präszenz-Veranstaltungen wieder möglich sind.


Am 21. März ist der weltweite Gedenktag für Kinder mit Down-Syndrom. Dabei wurde der Schwangeren-Bluttest für das Aufspüren von Trisomie 21 von allen Mitgliedern sehr kritisch beleuchtet. Die Kosten hierfür sollen demnächst von der Krankenkasse übernommen werden. Somit wird die Allgemeinheit mit daran beteiligt,  liebenswerte Downkinder vorgeburtlich auszusortieren, wobei schon derzeit 95% der betroffenen Ungeborenen abgetrieben werden.

Die Vorsitzende des ALfA-Regionalverbands Münsterland, Cordula Mohr (siehe Foto), ist im ALfA-Bundesverband Ansprechpartnerin als Beraterin für Schwangere, die ein behindertes Kind erwarten.

Somit ist das sensible Thema in der ALfA Münsterland besonders präsent. Frau Mohr erklärte, ihr Verband wolle die Bürger weiter auf die diesbezüglichen Entscheidungen aus der Politik aufmerksam machen und sie aus der Sicht des Lebensrechts kommentieren.

Dieser Artikel wurde heute auch in der Münsterländischen Volkszeitung veröffentlicht
 


Warum der Spielfilm „Unplanned“ ebenso glaubwürdig wie erschütternd ist

Von Cordula Mohr

Der amerikanische Spielfilm „Unplanned“ (Ungeplant) ist ergreifend und erstaunlich gut gemacht. Ich kenne bereits die Biographie LEBENSLINIE, die diesem neuen Streifen zugrundeliegt (siehe dazu meine Besprechung: https://charismatismus.wordpress.com/2012/10/15/buch-tip-fur-lebensrechtler-lebenslinie/).

Hier gilt, was sonst selten der Fall ist: Der Film kann dem Buch durchaus das Wasser reichen.

Die hier erzählte Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten, nämlich der Bekehrung von Abby Johnson (siehe Foto), die eine Abtreibungsklinik in den USA leitete, sich dann mit Grau(s)en davon abwendet und zum katholischen Glauben findet.

Es wird niemand als Person verurteilt (die teiweise traurigen Gesichter der Schwangeren nach einer Abtreibung werden freilich gezeigt), aber die Fakten um die Tötung ungeborener Kinder und das Geschäft mit der Abtreibung sind total glaubwürdig dargestellt.

Abby hat selbst in diese entmutigten Gesichter geschaut. Das wird im Buch noch viel deutlicher beschrieben. Abby Johnson verschweigt nichts und der ganze Film ist authentisch. Man spürt, dass eine wahre Geschichte zugrundeliegt.

Zum Schluss, als Abby zu den Pro Lifern (Lebensrechtlern) herüberwechselt, sagt sie zu ihnen bei einer Mahnwache: „Betet an dem Zaun weiter. Immer, wenn ihr gebetet habt, sind einige Frauen nicht zu ihrem Abtreibungstermin gekommen.“

Es sollte uns weiter ermuntern, auch in Deutschland vor den Abtreibungskliniken zu beten, wie dies etwa durch die Initiative Europrolife in einigen Großstädten seit Jahrzehnten geschieht.  

Abby Johnson (siehe Foto) war wohl nur kurze Zeit Leiterin einer solchen Klinik von Planned Parenthood (der Mutterorganisation von Pro Familia, die eigentlich Anti-Familia heißen müßte). Sie erhält diese leitende Stellung und zögert zunächst damit, weil sie dabei zugleich die Abtreibungszahlen erhöhen soll, zumal ein neues größeres Gebäude in Planung ist, das finanziert sein will. Dennoch nimmt sie den Posten an, zumal sie damals noch unbekehrt ist.  

Im Buch wird etwas besser als im Film beschrieben, wie Abby in den Gottesdiensten und Kirchen ein schlechtes Gewissen bekommt und eine Kirchengemeinde ihre Anwesenheit eigentlich nicht wünscht bzw. allenfalls duldet.

Der Anfang von „Unplanned“ beginnt mit einer Abtreibung, die auf Ultraschall mit einer exakten Auflösung zu erkennen ist. Man sieht: Das Rückgrat des Babys ist schon klar ausgebildet. Auch den Herzschlag des ungeborenen Kindes hört man deutlich.  

Im Buch wird diese Szene, in welcher Abby den Ultraschallkopf halten sollte, auch sehr anschaulich beschrieben. Im Film sagt der Abtreibungsarzt, als das ungeborene Kind in einer größeren Saugkanüle zerstückelt wurde, noch beiläufig: Beam me up, Scotty!  

Manches erinnert an den Dokumentarfilm „Der stumme Schrei“ von Dr. Nathanson, einem ehem. Abtreibungsarzt, der sich ebenfalls bekehrte und später ein bekannter Lebensrechtler und katholischer Christ wurde. Durch die moderne Technik ist nun aber vieles genauer zu sehen.  

Zum Geschäftsaspekt der Abtreibung in der PP-Klinik: Abby war mitlerweile so weit, dass sie einigen Frauen in finanziellen Nöten empfahl, möglichst schnell ihr Baby abzutreiben, weil der Preis an der Größe des kindlichen Kopfes gemessen wurde. Je kleiner der Kopf, desto günstiger die Abtreibung.

Um festzustellen, dass alle Körperteile des Babys abgesaugt worden sind, wird das zerstückelte Embryo durch Angestellte in separaten Räumen gleichsam wieder zusammengelegt und nachgeschaut, ob nichts in der Gebärmutter zurückgeblieben ist.

Zeitgleich saßen die Ex-Schwangeren narkotisiert im Aufwachraum; gäbe es „vermißte“ Körperstücke ihres Babys, dann hätte man diese Frauen erneut ins Behandlungszimmer gebracht. Eine andere Szene beschreibt eine ähnliche Situation: Der Abtreiber hatte die Gebärmutterwand präforiert und die Frau blutete infolgedessen stark.

Zuletzt berichten Film und Buch darüber, daß Abbys früherer Arbeitgeber PP rechtlich gegen sie geklagt hat, wobei sie den Prozeß im US-Bundesstaat Texas gewonnen hat.

Ich habe in den letzten Jahren noch keinen derart aktuellen und erschütternden Film zum Thema Abtreibung gesehen. „Unplanned“ muß möglichst breitflächig in unsere Kinos kommen und sollte alle Zuschauer/innen aufrütteln. Wir können den fast zweistündigen Film aber auch selber als DVD bestellen und sollten diese Chance nutzen.

Weitere Hinweise und Infos zum FILM hier: https://ja-zum-leben.de/unplanned_film/

Unsere Autorin Cordula Mohr ist dreifache Mutter und aktive Lebensrechtlerin; sie leitet den Münsterland-Regionalverband der ALFA (Aktion Lebensrecht für alle) und gehört zum Vorstand der CDL (Christdemokraten für das Leben) in NRW.

HIER ergänzend die Film-Besprechung des Medizin-Professors Dr. Paul Cullen aus Münster: https://charismatismus.wordpress.com/2020/09/07/film-unplannend-was-sie-sah-aenderte-alles/


Zwei Ärzte über „Corona Fehlalarm?“: Buch ist informativ, kompetent und übersichtlich

Von Cordula Mohr

Rezension zum Buch von Dr. Karina Reiss und Dr. Sucharit Bhakdi: Corona Fehlalarm? Zahlen, Daten und Hintergründe

Das Werk der beiden Medizin-Professoren ist insgesamt sehr lesenswert und die ganze Darstellung und Aufmachung ansprechend und übersichtlich.

Ich habe zuerst meine Neugier über die Themen rund um das Corona-Virus gestillt, indem ich aus dem gut strukturierten Inhaltverzeichnus jene Aspekte herauspickte, die ich gerne endlich beantwortet hätte, z.B. die Frage, wie alles begann.

Auch in dem Buch wird bestätigt, das das Virus in China seinen Ausgangspunkt nahm und dass es sich dabei um einen Subvirus handelt.

Wie bedrohlich es ist, beschreiben die folgenden Seiten. Trotz aller Corona-Problematik geht daraus hervor, dass SarsCorv 2 nicht wirklich gemeingefährlich ist und oft ohne Symtome bleibt.

Man erfuhr bereits durch die Berichte von Prof. Püschel, dass das Virus hauptsächlich Menschen mit Vorerkrankungen befällt und das Durchnittsalter sehr hoch liegt. Somit war die Notwendigkeit gegeben, besonders die älteren Leute zu schützen.

Jedoch schreiben die Autoren deutlich, dass die staatlichen Massnahmen zu Kollateralschäden führten. Als Mitte März der Lockdown kam, befand sich die Infektionsteigerungsrate bereits im Absinken. Trotzdem wurde er am 15. April verlängert.

Senioren wurden infolge der Einschränkungen quasi eingesperrt, sie bekamen keine Besuche mehr und entbehrten des Kontakts zu sozialen Gruppen. Kirchen, Caffees, Theater etc. brachen weg. Sehr einfühlsam wird berichtet, wie einsam sich teilweise die Älteren gefühlt haben müssen. Somit war damit zu rechnen, dass sich dringend behandlungsbedüftige Krankheiten wegen Verschiebens von Arztbesuchen verschlimmerten.

Interessant sind die vielen Statistiken in dem Buch, die teils kritisch beleuchtet werden.

Dem Thema Maskenpflicht widmen sich die Autoren ebenfalls in skeptischer Hinsicht. Anfangs hat sich das Robert-Koch-Institut gegen eine Maskenpflicht ausgesprochen, später wurde umgeschwenkt, ohne dass dafür eine fundierte Begründung erfolgte. Herkömmliche Mund-Nasen-Bedeckung bietet ohnehin kaum wirksamen Schutz, weil das Virus derart winzig klein (0,16 Mikrometer) ist, dass es locker durch eine einfache Baumwollmaske (0,3 Mikrometer) hindurchgeht.

Interessant ist auch das Thema Beatmungsgeräte. Ausgewiesene Lungenärzte bestätigen, dass viel zu lange intubiert und invasiv beatmet wird. Alternativen dazu werden aufgezeigt.

Relativ früh war klar, dass Sars CoV-2 kein Killervirus ist, sondern sich etwa vergleichbar einer Grippewelle würde einordnen lassen.

Im letzen Drittel beschreiben die Autoren die wirtschaftlichen  Konsequenzen des Lockdown für Deutschland und weltweit, Folgen für Kinder und ihre Familien, Konsequenzen für die Ärmsten der Welt und der Anstieg von selbstmordgefährdeten Menschen.

Am Ende des Buches werden jene Länder, die einen alternativen Weg gegangen sind, näher beleuchtet. Wie wurden diese Staaten von Medien und Politikern vorschnell als „unverantwortlich“ gebrandmarkt.

Es deutet vieles darauf hin, dass unsere Regierung andere Auffassungen ignoriert und ihre Entscheidungen teilweise willkürlich getroffen hat.

Weitere BESPRECHUNG dieses Buches – hier von Dr. Bernd F. Pelz: https://charismatismus.wordpress.com/2020/07/16/lesenswertes-buch-ueber-die-corona-krise/


Wahlkampf in Rheine: Bürger-Diskussionen mit Gesundheitsminister Spahn

Von Cordula Mohr

Hier meine Eindrücke von der Veranstaltung in Rheine am gestrigen Donnerstag, den 13.8.2020, auf dem neu gepflasterten Marktplatz mit Gesundheitsminister Jens Spahn und kommunalen Persönlichkeiten wie z.B. unserem Bürgermeister Peter Lüttmann (parteiunabhängig) und dem CDU-Kreisratskandidanten Matthias Krümpel:

Der neu gestaltete Marktplatz in Rheine bot eine schöne Kulisse für die Wahlkampfaktion der örtlichen CDU. Es wurden für die Interessierten Bürger kostenlos Eis, ein kleiner Imbiss und kühle Getränke angeboten, was gerne angenommen wurde.

Jens Spahn war zuvor den ganzen Tag über im Münsterland unterwegs: Horstmar, Steinfurt, Metelen und ein paar weitere ländliche Gemeinden.

Er sprach abends um 20 Uhr zum Abschluss in Rheine bei angenehmen Temperaturen.

In seiner Rede schilderte er den Verlauf der Coronakrise seit Februar bis zum heutigen Tage. Er erläuterte, welche Massnahmen er aus seiner Sicht ergreifen musste, um das Virus weitgehend zu stoppen.
Er sprach davon, dass die Epidemie noch nicht überwunden sei und dass wir auf einen stärkeren Infektionsanstieg gefaßt sein müßten. Er dürfe nur lineal maximal in kleinen Wellen auftreten, dann sei das Problem beherrschbar.

Da Deutschland nicht genug Masken und Schutzmaterial hatte, musste vieles in China eingekauft werden. Er möchte für die Zukunft diese Produktion nach Deutschland zurückverlagern. Diese Notwendigkeit habe die Coronakrise aufgezeigt.

Er lobte unser Land und unser Gesundheitssystem, das solide und verlässlich in der Pandemie gewesen sei. In anderen EU-Staaten sah es anders aus.
Auch äußerte er sich positiv darüber, dass die 16 Bundesländer unterschiedliche Regelungen einführen konnten. Mecklenburg Vorpommern reagierte anders als Bayern. Frankreich als Zentralregierung schreibe die Massnahmen für das ganze Land vor.

Für ihn habe nun das Schulwesen und Bildungssystem oberste Piroität. Er möchte, dass die Schulen wieder ihrem normalen Bildungsauftrag gerecht werden können.
Leider könne es bei Corona-Ausbrüchen zu teilweiser Quarantäne der Klassen oder sogar je nach Kontaktkette zur Schließung der Schule kommen.

Zum Abschluss gab es eine Diskussionsrunde, in der nach einem Impfstoff und nach einer Impf-Pflicht gefragt wurde.
Der Minister antwortete, dass ein Impfstoff alle Bedingungen erfüllen müsse  – wie bei anderen Impfstoffen auch. Die Bundesregierung habe mit mehreren Firmen schon Verträge geschlossen, damit diese die Impfstoffe bekommen.

Russlands Sputnik Impfstoff sah er kritisch. Er scherzte: Sputnik sei schon damals nicht auf dem Mond angekommen.

Eine Impflicht solle es nicht geben. Er geht davon aus, das sich 50 – 60 % der Bevölkerung freiwillig impfen lassen. Das würde für die Bevölkerung reichen, um das Virus „ungefährlich“ oder klein zu halten. Zuerst sei die Impfung für das medizinische Personal vorgesehen

Ein Schausteller fragte, wann wieder Volksfeste, Stadtfeste und Weihnachtsmärkte stattfinden können.
Spahn dazu: Im Moment, nachdem die Zahlen wieder ansteigen, werde es dies nicht in der früher bekannten Form geben. Jedoch sei es unter den hygenischen Bedingungen für jede Stadt grundsätzlich möglich, solche Feste stattfinden zu lassen.

Gegenüber einem Bürger, der sich wünschte, den Gegnern von Corona-Massnahmen stärker mit Demostrationsverboten entgegen zu treten, wies der CDU-Politiker darauf hin, dass es das grundgesetzlich garantierte Demonstrationsrecht gibt und es ein wichtiges freiheitliches Element in unserem Rechtsstaat sei  – aber alles unter den Bedingungen der Corona-Schutzmassnahmen: AHA (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske).

Ich konnte danach noch persönlich kurz mit dem Gesundheitsminister sprechen und mich als CDL-Vorstandsmitglied vorstellen.

Ich bat ihn um Beibehaltung der staatlichen Beratungspflicht im Schwangerschaftskonflikt, dessen Abschaffung von linker Seite gefordert wurde. Er war sofort auf meiner Seite: Er habe nicht vor, diese Beratung dauerhaft einzustellen, wie es zur Zeit von Linkspartei und Grünen verlangt wird. Ich sagte ihm, wir müssen den Frauen in Not wirksam zur Seite stehen.

Daß die staatlich anerkannte Beratung nach §218 beileibe nicht das Gelbe vom Ei ist (ganz zu schweigen von der Schein-Problematik), steht auf einem anderen Blatt – sie ist dennoch das kleinere Übel zur totalen Fristentötung, wie sie von Abtreibungsaktivisten gefordert wird.

Spahn interessierte sich sodann für die aktive Zahl der CDL-er und sagte, er komme immer wieder gerne zu unserem Stand auf dem CDU-Parteitag.

Tatsächlich besuchte er auch vor zwei Jahren unseren Infostand in Bielefeld (siehe Foto), wo ich ihn gemeinsam mit meinen CDL-Freunden ebenfalls auf unsere Lebensrechtsarbeit, Beratungsthemen und den §219 (Verbot der Abtreibungswerbung) ansprach.

Allein schon wegen der Erinnerung an die CDL und die Beratungspflicht für Schwangere hat es sich gelohnt, zu dieser Veranstaltung zu gehen.

Auch wenn man nicht mit allem übereinstimmt, was die staatlichen Massnahmen in der Krise und den langen Lockdown betrifft, war es ein informativer Abend. Zudem traf ich dabei die politischen Entscheidungsträger meiner Heimatstadt.


Gläubige fühlen sich im Stich gelassen

Von Cordula Mohr

DIe in den Medien erwähnten Kirchenaustrittzahlen, die erneut gestiegen sind, beziehen sich zwar auf das Jahr 2019, aber sie zeigen bereits eine wachsende Abwendung von den christlichen Kirchen, die durch das defensive Verhalten von Bischöfen und Priestern in der Coronakrise voraussichtlich noch verstärkt wird.
Gerade in der Diözese Münster gab es einen „Kirchenaustritts-Rekord“, wie sogar das kath. Bistumsblatt KuL vom 5. Juli auf der Titelseite berichtete.
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Was sich im März 2020 und besonders zum Osterfest z.B. in meiner münsterländischen Stadt Rheine abspielte, lässt eine weitere Austrittswelle befürchten. Auch bei mir entstand von Woche zu Woche verstärkt der Eindruck, die Kirche habe sich selbst in die Bedeutungslosigkeit manövriert und ihre Gläubigen im Stich gelassen.
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Dies umso mehr, als der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet ausdrücklich erklärte, keine Gottesdienste verboten zu haben. Vielmehr sei diese Entscheidung von den Bischöfen selber ausgegangen.
Das gilt auch hinsichtlich der fehlenden Osterfeierlichkeiten.
Die Geistlichkeit hatte doch einen wochenlangen Vorlauf, um geeignete Lösungen in der Coronakrise zu überlegen. Die Parks und Kirchenwiesen hätten eine Möglichkeit geboten, um bei gutem Wetter eine Ostermesse zu feiern.
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Teilweise waren die Kirchen im März und April in Rheine nicht einmal zum persönlichen Gebet geöffnet. Ich stand mehrmals tagsüber vor verschlossener Kirchentür.
Dazu kam der späte Start mit den Gottesdiensten, obwohl die Coronazahlen hier in Rheine und auch deutschlandweit schon längst gesunken waren.
Das alles hat mich immer mehr zermürbt und enttäuscht.
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Gerade in Krisenzeiten braucht es doch die Hirten, die sich fürsorglich und einsatzfreudig um ihre Herde kümmern.
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Unsere Autorin Cordula Mohr aus Rheine ist dreifache Familienmutter und leitet den Regionalverband Nordmünsterland der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle)

Kinderarzt schrieb ansprechendes Kinderbuch

Von Cordula Mohr

Der sechsfache Familienvater, bekannte Lebensrechtler und Medizin-Professor Dr. Holm Schneider schrieb ein lesenswertes Kinderbuch mit dem Titel: „Warum Vampire nicht gern rennen“, das jetzt im im Stachelbart-Verlag erschienen ist.

Das fotografisch illustrierte Werk ermöglicht den Lesern einen interessanten Einblick in das Leben von Flo und Carolin, die beide mit einer Behinderung geboren wurden.

Trotz Ablehnung aus Teilen der Gesellschaft werden die beiden Kinder zu guten Freunden – und Flo zeigt Carolin seine ganz eigenartige innere und äußere Welt; sie ist spannend zu entdecken, zumal die meisten Kinder des Dorfes sagen, Flo sei ein Vampir, da er merkwürdig aussehe.

Diese auch für Erwachsene lesenswerte Geschichte des Kinderheilkundlers ist vor allem für das Grundschulalter geeignet. Besonders ansprechend sind die realistischen Bilder mit den schönen Naturaufnahmen.

Durch die Fotos der Kinder Flo und Carolin kann der Leser Menschen mit Behinderung an ihrem Aussehen erkennen. Bei echten Begegnungen mit diesen „besonderen“ Menschen kann dies durchaus hilfreich sein.

Ein sehr zu empfehlendes und mit 9,90 Euro erschwingliches Buch  – geeignet auch als Geschenk zur Erstkommunion.

Weitere Hinweise und Bestellmöglichkeit hier: https://www.buecher.de/shop/ab-8-jahren/warum-vampire-nicht-gern-rennen/schneider-holm/products_products/detail/prod_id/33866651/