Eindrucksvolles Buch über die Heldenfrau Nina Gräfin von Stauffenberg

Besprechung von Cordula Mohr

Als mir dieses Porträt-Buch geschenkt wurde, freute ich mich sehr, mehr über die Frau des berühmten Volkshelden und Widerstandskämpfers Claus von Stauffenberg zu erfahren. Es stellte sich heraus, daß auch seine Ehefrau Nina ein tapferes Herz und einen starken Charakter besaß. 

Die bewegende Biographie mit dem Titel „Nina Schenk von Stauffenberg“ stammt aus der Feder ihrer Tochter Konstanze von Schulthess.

Es muss eine einzigartige Begegnung zwischen Claus von Stauffenberg und Nina Freiin von Lerchenfeld gewesen sein, denn Nina war erst 17 Jahre und Claus 22 Jahre alt. Besonders die tiefen Gespräche verband sie miteinander.

Anfangs dachte man, Claus habe den Kontakt zur Familie Lerchenfeld wegen der gemeinsamen Pferde-Begeisterung und Reitliebhaberei des Vaters Lerchenfeld gesucht. Dann stellte sich heraus: Claus und Nina trafen sich häufig und es ging bald schon um eine Verlobung.

Ninas Vater war grundsätzlich einverstanden, wollte jedoch wegen des jungen Alters seiner Tochter  zuwarten, damit sie sich noch anders entscheiden könnte, falls doch Zweifel in ihr aufkommen. Dies war jedoch nicht der Fall. Trotzdem warteten die Verlobten bis zum 21. Lebensjahr Ninas. Vorher durfte nicht geheiratet werden, wobei auch die damaligen Vorschriften des Militärs eine Rolle spielten.

Claus war schon früh dem George-Kreis beigetreten; um den romantisch-idealistischen Dichter Stefan George bildete sich eine Schar von Verehrern und geistig suchenden Menschen.

Die Autorin stellt in dem Buch klar, dass ihr Vater Claus von Stauffenberg nie ein begeisterter Anhänger der Nationalsozialisten gewesen ist. Als Angehöriger der Reichswehr (später der Wehrmacht) war er jedoch staatstreu eingestellt und von daher dem NS-Regime zunächst loyal gegenübergestanden. Diese besondere Situation im Spannungsfeld von „Pflicht“ und Neigung wird von gewissen Büchern über den militärischen Widerstand gegen Hitler oft ignoriert.

Stauffenberg war ein sehr disziplinierter Mann, der Herz und Verstand dem Militär zur Verfügung gestellt hat. Häufig trug er seine Uniform, zumal er immer auf Abruf bereit sein musste.

Nina war durch Briefe, die sie aus Vorsicht bzw. Angst vor Repressalien wieder verbrannte, in das Vorhaben ihres Mannes und der anderen Widerständler (Attentatspläne) eingeweiht. Alle Beteiligten werden in dem Buch namentlich aufgezählt.

Am 21. Juli 1944 musste Nina von Stauffenberg ihren Kindern sagen, dass ihr Vater hingerichtet worden ist, nachdem die „Operation Walküre“ tragisch gescheitert war. Es ist ihr umso schwerer gefallen, als sie damals in „anderen Umständen“ war.

In der eindrucksvollen Biografie wird deutlich beschrieben, was Nina und Claus besprochen haben, wenn dieser verhängnisvolle Fall eintritt: sie solle bei Verhören sagen, sie habe von nichts gewusst – und dabei stark bleiben.

Sie wurde von der Gestapo abgeholt, weil es schon zu spät war, um zu fliehen. Die Nachricht vom gescheiterten Attentat erreichte sie zu spät. Sie wurde in das Frauengefängnis Ravensbrück gebracht. Ihre Kinder kamen in ein Heim. Sie hatte ihren Kinden vorsichtshalber noch mitteilen können, dass ihr Vater sich „geirrt“ habe  –  und das sollen sie auch den anderen Leuten so sagen.
 
In den Verhören beteuerte sie, von den Plänen des Mannes nichts gewusst zu haben; sie kam in Einzelhaft.

Die Verwandschaft kam vielfach in Sippenhaft und wurde auf verschiedene Gefängnisse verteilt. Nahe Verwandte wussten nicht, wie ihnen geschah, als sie festgenommen wurden.
Nur die Kinder der Attentäter durften zusammenbleiben, bekamen aber im Heim neue Nachnamen, ohne ihre eigentlichen Namen zu vergessen. Später erfuhren sie, dass sie teils Verwandte waren, als z.B. das älteste der Kinder nachts fragte: Wie ist euer richtiger Name?

Nina hatte noch etwas Glück, denn ihre Schwägerin Litta konnte Briefe und Essen ins Gefängnis bringen. Ohne diese beherzte Frau  –  sie war von Beruf Testpilotin   –  wäre Ninas Haft und die der anderen Familienmitglieder weitaus schwieriger verlaufen. 

Nina von Stauffenberg war von einem starken Gottvertrauen beseelt. In der Einzelhaft betete sie und versprach dem Himmel, wenn sie alle ihre Kinder wiedersehen dürfe, werde sie zur Ehre Gottes eine Wallfahrt unternehmen. Das Versprechen erfüllte sie als evangelische Christin  – ihr verstorbener Mann Claus war katholisch  –  nach dem Krieg gemeinsam mit den Kindern.
 
Nina von Stauffenberg brachte Tochter Konstanze in einem Hospital zur Welt, wo sie sich länger aufhalten durfte. Die Einzelhaft wurde unterbrochen. Sie konnte sich in diesem Krankenhaus etwas erholen, da das Personal ihr freundlich gesonnen war.

Schon bald ging es dem Kriegsende zu und Nina wurde mit ihrem kleinen Kind von einem Gestapo-Mann durch ganz Deutschland gefahren. Es ging ständig durch neue Städte, der Säugling wurde kränklich. Sie berichtet von ihrer endgültigen Erklärung an ihren unfreiwilligen Begleiter, zu keiner Weiterreise bereit und fähig zu sein.  

Der Gestapomann, der trotz seines „Amtes“ kein fanatischer Nazi war, erkannte das unsägliche Chaos und Elend der letzten Kriegstage und „quittierte“ seinen Dienst selbst. Nina schrieb ihm noch einen Zettel, damit er nicht in den Verdacht geriet, ein „Deserteur“ zu sein.

In bewegender Weise wird beschrieben, wie manche Angehörige und ihre Kinder sich wiedergefunden haben. Einige enge Verwandte haben die Haft nicht überlebt. Besonders traurig machte es Nina, als sie vom Tod ihrer Schwägerin Litta hörte; sie kam bei einem amerikanischen Angriff ums Leben. Die Witwen der Attentäter haben alle nie wieder geheiratet.

Es war für Nina eine traumatische Erfahrung, dass ihr geliebter Claus hingerichtet wurde.

Das Portät dieser bemerkenswerten Frau ist spannend zu lesen und klärt über so manche Fragen um die Familie Stauffenberg auf.

Besonders eindrucksvoll erscheint mir auch, wie die Tochter beim Sterben ihrer Mutter Nina im Jahre 2006 tagelang mitanwesend war. Sie beschreibt das tiefe Gemüt der Mutter; sie habe ohne Bitterkeit von dieser Welt Abschied genommen.

Dieses Buch dient der Aufklärung über unsere deutsche Geschichte. Mir wurde dadurch klar: Der Widerstand gegen Hitler war hierzulande stärker, als man allgemein denkt.

Diese Biographie ist sehr empfehlenswert und aufschlußreich. Das Buch bietet zudem anschauliche Bilder der Familie und passende Beschreibungen dazu.

Vielleicht eignet sich als Abschluß Ninas Gedicht, das sie kurz nach der Verhaftung im Gefängnis Ravensbrück verfaßte. Manchmal findet man diese Verse auch in Todesanzeigen. Somit ist das geistige Vermächtnis dieser tapferen und gläubigen Frau nicht ganz unbekannt:

Du bist bei mir.
Wenn auch Dein Leib verging.
Und immer ist`s, als ob
Dein Arm mich noch umfing.

Dein Auge strahlt mir zu
Im Wachen und im Traum.
Dein Mund neigt sich zu mir,
Dein Flüstern schwingt im Raum.

„Geliebtes Kind, sei stark“,
Sei Erbe mir!
Wo du auch immer bist,
Ich bin bei Dir!

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Ich empfehle das kritische Buch „Eine Reise nach Medjugorje“ von Pfr. Rudo Franken

Von Cordula Mohr

Ich habe seit geraumer Zei feststellen müssen, dass Medjugorje-Freunde sich in Gemeinden und Ordenshäusern immer mehr Gehör verschaffen und Räume bekommen für ihre charismatischen Gebetsabende. 

Traurig auch, dass selbst bodenständige Gläubige  – vielleicht teils aus Neugier oder Effekthascherrei  – diesen angeblichen Erscheinungsort in Bosnien-Herzegowina besuchen.

Somit dachte ich mir, dass es wieder an der Zeit sei, selber noch einmal zu lesen und zu bedenken, was mich vor über zehn Jahren so eindeutig von meiner Hinneigung zu Medjugorje abgebracht hat und wodurch mein nüchterner Glaube eingeläutet wurde.

Viele vermeintlichen Besonderheiten von Medjugorje finden wir ähnlich auch an anderen „Erscheinungsstätten“, die kirchlich nicht anerkannt sind.

Ich las also erneut in dem interessant geschriebenen Buch „Eine Reise nach Medjugorje“ von Pfarrer Rudo Franken, einem holländischen Priester, das in mehreren Auflagen und Verlagen erschien, die erweiterte Auflage im gediegenen Augsburger Dominus-Verlag, den der katholische Theologe Dr. Peter Düren leitet.

Auffällig an den angeblichen Erscheinungen ist, dass anfangs zwei Seher/innen wieder abgesprungen sind und stattdessen andere Visionäre dazukamen, was ich recht seltsam finde. Zusätzlich gibt es dann noch die sog. Seher der „zweiten Generation“, die später folgten.

Und anscheinend hat diese „Madonna“ keinen bestimmten Ort, an dem sie erscheint, wie das etwa in Lourdes der Fall war, sondern sie folgt den Jungen und Mädchen „hinterher“, je nachdem, wo diese sich gerade befinden; so ist sie z.B. der Vicka auf einer Zugreise erschienen. Passenderweise spricht Vicka gern von einem „Plaudern“ mit der (angeblichen) Gottesmutter.

Aus der Beweisführung dieses Buches geht klar hervor: Von Anfang an wurde nicht die volle Wahrheit gesagt. Die visionären Mädchen und Jungen, die vom Kaplan der Pfarrei bei den ersten Befragungen unter Eid gesetzt wurden, haben sich mehrfach durchgeschwindelt.

So gingen sie vor der ersten Erscheinung eben nicht zu den Schafen, um diese zu suchen, sondern sie wollen Zigaretten rauchen – und dies gegen das ausdrückliche Wort der Eltern. Das stellte sich später nach Aussage einer Seherin heraus; auch beim amtlichen Gespräch mit Bischof Zanic konnten die Gruppe das nicht mehr leugnen.

In dem Buch sind viele Tonbandaufnahmen nachzulesen und man merkt deutlich, wie gründlich sich Pfarrer Franken (siehe Foto) mit Medjugorje und den Ereignissen befasst hat. Dabei werden einige „Botschaften“ auch theologisch in Frage gestellt. Mittlerweile wird es nach bald 40 Jahren immer absurder mit diesen „Offenbarungen“.

Für mich aufschlussreich ist auch der Test, der bei einer „Erscheinung“ vorgenommen wurde. Vicka und die anderen Seher/innen behaupteten nämlich, immer in einen Trancezustand zu geraten, wenn sie „Maria“ sehen.

Bei einer dieser Erscheinungen wurde ein Fingertest durchgeführt: Vicka zuckte erkennbar zurück, als ihr die beiden Finger vors Auge kamen. Nachher sah man sie mit Pater Vego gestikulierend im Gespräch, wohl um sich „abzusprechen“, wie man die peinliche Situation erklären soll. Danach gab sie bekannt, dass der Madonna das Jesuskind aus den Armen gefallen sei; sie habe es auffangen wollen. Bei dieser faulen Ausrede vergaß sie aber, daß sie sich bei einem solchen (ohnehin unsinnigen) Auffangen nach vorne und nicht nach hinten bewegt hätte.

Ein weiterer Punkt unter zahlreichen Ungereimtheiten: 

Etliche Seher/innen hatten vor dem Bischof mehrmals in Briefen sowie persönlich ausgesagt, die ungehorsamen Franziskaner Vego und Prusina nicht zu kennen.
Dabei waren ihnen diese Patres sehr wohl bekannt. Angeblich hat sich die Erscheinungsdame für die zwei Priester ausgesprochen, obwohl sie kirchliche Strafen erhielten, teils wegen unsittlichem Lebenswandel. Der für Medjugorje damals zuständige Bischof Zanic hatte nicht zuletzt durch diese Lügen sein anfängliches Vertrauen in die Medjugorje-Seher gänzlich verloren.

Es lässt tief blicken, wenn eine der Visionärinnen berichtet, einmal sei ihr nicht die angekündigte Madonna erschienen, sondern eine als „Maria“ verkleidete Gestalt, die sich plötzlich zum Teufel veränderte, worüber sie natürlich sehr erschrak.

Auffällig ist, wie sich die katholisch-charismatische Bewegung von Anfang an positiv über Medjugorje äußerte und sich vielfach dort sogar niederließ, teils bis heute (z.B. die „Gemeinschaft der Seligpreisungen“).

Diese Beispiele aus dem fundierten Buch, die sich beliebig vermehren ließen, haben mir erneut deutlich gemacht, dass man bestimmt nicht nach Medjugorje zu reisen braucht, um seinen Glauben zu stärken und zu beleben. Wir haben in Deutschland genügend bewährte und kirchlich anerkannte Wallfahrtsorte von Kevelaer am Niederrhein bis Altötting in Südbayern.

BUCH-Daten: Rudo Franken. Eine Reise nach Medjugorje. Bedenken hinsichtlich der Erscheinungen. Mit Beiträgen von Mark Waterinckx und Manfred Hauke. – 2., aktualisierte und erweiterte Auflage 2011. 320 Seiten. Paperback. ISBN 978-3-940879-15-8. Preis 19,80 €.

Bestellungen bei uns oder direkt hier beim Dominus-Verlag: https://shop.strato.de/epages/61306125.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61306125/Products/%22061%20Eine%20Reise%20nach%20Medjugorje%22


Unsere Autorin Cordula Mohr erneut zur Chefin der ALfA in Nordmünsterland gewählt

Von Felizitas Küble

Unseren Lesern ist die Lebensrechtlerin, Autorin und katholische Familienmutter Cordula Mohr (siehe Foto) aus Rheine seit vielen Jahren vertraut, denn wir haben schon zahlreiche Artikel und Rezensionen von ihr veröffentlicht.
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Nun wurde sie erneut – zum dritten Mal  – als Vorsitzende des Regionalverbands Nordmünsterland der ALfA (Aktion Lebensrecht für Alle) bestätigt.
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Der Verein hielt am Dienstag, dem 26. November 2019, seine Mitgliederversammlung ab. Die Sitzung begann um 19 Uhr im Pfarrheim von St. Antonius in Rheine.
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In ihrem Tätigkeitsbericht verwies sie vor allem auf die erfolgreiche Vortragsveranstaltung mit dem Medizin-Professor Dr. Paul Cullen aus Münster, die ALfA gemeinsam mit der CDL organisiert hat. (Näheres hier: https://charismatismus.wordpress.com/2019/05/13/rheine-professor-paul-cullen-spricht-ueber-gentechnische-chancen-und-irrwege/)
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Die bisherige Vorsitzende Mohr ist von allen Versammelten gebeten worden, sich erneut zur Verfügung zu stellen  –  und sie wurde für eine weitere Amtszeit gewählt.
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Stellvertreterin wurde wie bisher Mechthilde Brüning, ebenfalls aus Rheine. Zum Schriftführer wurde erneut der Realschullehrer i.R. Rainer Kochinke gewählt.
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Erstmals ließ sich Andrea Twiehoff zur Delegierten wählen. Auch Georg Wiedemann wurde Delegierter für die nächste Bundesversammlung der ALfA. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.
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Die langjährige Vorsitzende Mohr bedankte sich bei ihrem einsatzfrohen Team (siehe 2. Foto) für die zuverlässige und gute Zusammenarbeit.
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Nach Aussprache über vergangene Veranstaltungen, die als gelungen bezeichnet wurden, stand die Planung für die nächsten Jahre auf der Tagesordnung, darunter weitere Innenstadtstände zur Bürger-Information.
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Vor allem die unbürokratische Hilfe für Schwangere in Konfliktsituationen ist ein zentrales Anliegen der ALfA.
In Zukunft möchte der Verband noch mehr Teilnehmer für den „Marsch fürs Leben“ in Berlin gewinnen.

Rheine: Eltern kämpfen für den Erhalt der klassischen ELSA-Realschule

Von Felizitas Küble

In der Regionalpresse von Rheine – die Stadt liegt im nördlichen Münsterland – gibt es seit über einem Jahr eine anhaltende Debatte über die ELSA-Realschule, die in ihrer bisherigen klassischen Art von Inklusions-Plänen bedroht ist.

Unter „Inklusion“ versteht man in ihrer Endstufe die Abschaffung der Förderschulen für Behinderte, die stattdessen in Regelschulen unterrichtet werden sollen.

Dies nennt sich vielerorts GL = Gemeinsames Lernen.

Das klingt zwar schön, doch die Realität sieht anders aus, zumal angesichts des Mangels an Sonderpädagogen in den Regelschulen. Förderschulen sind von vornherein für Kinder mit Handikap bzw. erhöhtem Lernbedarf konzipiert und daher für sie geeigneter.

Immer mehr Elterninitiativen wehren sich gegen die GL-Pläne kommunaler Behörden und wünschen keine Inklusions-Umgestaltung ihrer Schule. 

In Rheine setzt sich die IG-Realschule ebenfalls für den Erhalt des herkömmlichen Unterrichts ein.

In der Münsterländischen Volkszeitung erschien heute der folgende Leserbrief von Cordula Mohr (siehe Foto) – sie ist selbst Mutter einer behinderten Tochter  –   und weiteren Mitstreiter/innen:

„Die Ansätze, die von Politik und Verwaltung zu den „Zügigkeiten, dem künftigen Standort und der pädagogischer Ausrichtung“ der einzig verbliebenen Realschule in Rheine verfolgt werden, betrachtet die IG Realschule mit großen Bedenken.

Unser persönliches Engagement bei der Bezirksregierung in Münster kam zu dem Ergebnis, dass keineswegs klar ist, ob und ggf. wann eine weitere GL-Schule in Rheine eingerichtet werden muss.

Die Bezirksregierung verteilt durch individuelle Kenntnis jedes Förderkind auf die jeweils geeignete Förderschule oder GL-Schule. Somit ist hier der kompetente und zentrale Überblick über die notwendigen Förderschulplätze und GL-Plätze vorhanden.

Welche Kinder mit Förderbedarf sollte denn die Realschule, die zielgleich unterrichtet, aufnehmen?

Die Gymnasien werden mittlerweile in NRW aus diesem Grund nicht mehr als GL-Schulen geführt. Somit spricht nicht nur die pädagogische Ausrichtung des zielgleichen Lernens mit dem Abschluß der Fachoberschulreife, sondern auch der eklatante Mangel vor allem an Sonderpädagogen in NRW gegen die Einrichtung von GL.

 Über dieses Defizit würde auch kein sächlich und räumlich perfekt ausgestattetes Gebäude hinwegtäuschen. Angesichts der eigentlichen und viel wesentlicheren Problematik ist dieser angebliche Mehrgewinn für uns und unsere Kinder nicht von Bedeutung.

 Gescheiterte Experimente wie die Umstellung von G9 zu G8 und die wenige Jahre später erfolgte Kehrtwende zu G9 sollten als warnendes Beispiel dienen, jetzt verantwortungsvoller über die  zukünftige Schullandschaft in Rheine zu entscheiden.“

 

IG Realschule Rheine


Rheine: Rege Diskussion über Schwangeren-Bluttest beim Lebensrechtler-Infostand

Von Cordula Mohr

Mitglieder der Aktion Lebensrecht für alle (ALfA) diskutierten am Samstag, dem 21. September, auf dem Leiraplatz von Rheine fünf Stunden mit Passanten über Lebensrechtsthemen, vor allem über den Praena-Bluttest bei Schwangeren, der nunmehr als Kassenleistung angeboten wird.
Viele Bürger zeigten sich besorgt, weil sie diese und andere vorgeburtliche Untersuchungen als Einstieg in die Selektion von Behinderten bewerteten.
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Dabei decken diese Tests eine Palette potentieller Erkrankungen ab und sind keineswegs auf Trisomie 21 beschränkt. Die Mutter eines „Downie“ äußerte sich ebenfalls entsetzt über ein Aussortieren von behinderten Ungeborener. 
Einige Frauen  – vor allem Privatpatientinnen  – berichteten kritisch, mit wie vielen Untersuchungen sie während ihrer Schwangerschaft konfrontiert worden seien.

Angesichts der regen Debatte war das Interesse an Büchern und Schriften auf dem Infostand der ALfA Regionalverbands Nordmünsterland besonders groß. Das gilt vor allem für Pädagogen oder deren Ehepartner, die vielfältiges Material für Schule und Beruf mitnehmen konnten.

Auch die Notruf-Nummer „Vita-L“ für Schwangere fand viele Abnehmer unter den Passanten, ebenso ein Herz-Aufkleber für ungeborene Kinder und ein Plastik-Modell, das gleichsam lebensecht einen Embryo im dritten Monat zeigt. 

Besondere Aufmerksamkeit erregte ein großes Poster mit der Botschaft, der Mutterleib dürfe nicht der gefährlichste Ort für Kinder sein.
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Manche Bürger waren teils bis zu Tränen gerührt über diese klare Ansage, andere gingen auffallend schnell weiter, was ebenfalls ein Ausdruck innerer Betroffenheit sein kann.
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Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der ALfA standen von 9,30 Uhr bis gegen 15 Uhr am Stand und zeigten sich erfreut über die bewegenden Gespräche und das ungewöhnlich große Interesse zahlreicher Bürger.

TOP-Ranking deutscher Bloggerinnen: CHRISTLICHES FORUM erreicht Platz 10

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Diese Frauen rocken die Blogosphäre!“ berichtet die Marketing-Börse am 21. August 2019 über „die 20 erfolgreichsten deutschsprachigen Bloggerinnen“, die durch einen „Blogger-Relevanz-Index“ von Faktenkontor ermittelt wurden.

Dieser – so heißt es abschließend  – „analysiert fortlaufend die Performance von rund 2000 deutschsprachigen Blogs“.

Den ersten Platz erhält Julia Richter mit ihrem Blog „German Abendbrot“. Weitere Blog-Betreiberinnen kümmern sich um Mode, Küche, Lebensstil, Wirtschaft, Sport oder Reisen.

Die einzige christliche Seite unter den TOP-20 ist unser CHRISTLICHES FORUM  – und zwar auf Platz 10.

Das ist für mich und unser Christoferuswerk eine große Überraschung, mit der wir nie gerechnet hätten.

BILD: Unsere Autorin und ehrenamtliche Mitarbeiterin Cordula Mohr freut sich ebenfalls über diesen Erfolg

Hier nun die Kriterien, auf denen dieses Ranking beruht, nämlich auf folgenden fünf Faktoren, die zu gleichen Teilen berücksichtigt wurden:

„Die Sichtbarkeit des Blogs im Internet; die Anzahl öffentlicher Links, die zu dem jeweiligen Blog führen; die Vernetzung des Blogs in den Sozialen Medien; die Aktivität (Anzahl der neuen Beiträge) innerhalb der letzten drei Monate; sowie die Interaktion des Blogs mit seiner Community anhand der Anzahl von Kommentaren innerhalb dieser Zeit.“

Hierzu ein paar aktuelle Infos zum CHRISTLICHEN FORUM:

Derzeit haben wir 5.659.058 Klicks erreicht, also fast 5,66 Millionen Seitenaufrufe (siehe automatische Zählung auf unserer Startseite ganz unten).

Es wurden bislang fast 16.000 Artikel veröffentlicht, zudem über 44.000 Leserkommentare freigeschaltet.

HIER weitere Veröffentlichungen über diese „Spitzenreiterinnen“-Meldung:

Rifqa – eine Muslima, die zu Christus findet

Rezension von Cordula Mohr

Buch-Daten: Rifqa Bary. Untergetaucht im Licht. Warum ich alles riskierte, um den Islam zu verlassen und Jesus zu folgen. –  288 Seiten. Erschienen 2016. Gebundenes Buch. 18,95 €. Verlag Media Maria (Illertissen)
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Es war der Titel, der mich veranlasste, dieses beeindruckende Buch zu lesen.
Ich ahnte dabei noch nicht, das Rifqa Bary in den Vereinigten Staaten eine medienbekannte Persönlichkeit geworden ist, obwohl ihr Wohnort bis heute verborgen bleiben muss. Sie ist immer noch bedroht durch ihre strikt-islamische Herkunftsfamilie. 
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Rifqa Bary wuchs in Sri Lanka auf und wurde streng muslimisch erzogen; sie musste in den Ferien, während die Schulfreunde ihre Freizeit genießen konnten
in Islamcamps viele Verse des Koran auswendig lernen.
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Sie wurde Opfer eines sexuellen Missbrauchs durch ihren Onkel, was als ihre (!) Schande angesehen wurde. Eine Anzeige gegen den Täter gab es nicht. Die Familie zog es vor, in die USA auszuwandern.
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Als das Mädchen noch in Sri Lanka war, spürte sie manchmal im Garten eine friedliche Stimmung in ihrer Seele. Sie bezeichnet es später als eine erste Berührung durch Gott.
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In den USA angekommen, durfte Rifqa die allgemeine Schule besuchen. Dabei blieb es nicht aus, dass sie Christen kennenlernte und sich dabei ihrem Glauben annäherte.
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Ihre Heimatfamilie wurde in den USA noch strenggläubiger im Sinne des Islam. Sie wurde sehr schlecht behandelt. Aus blinder Wut ihres großen Bruders verlor sie auf einem Auge das Augenlicht.
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Die Tochter wurde geschlagen und eingesperrt – und sie musste immerzu weiter den Koran auswendig lernen.
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Manchmal gab es zwar Momente der Zuneigung seitens der Mutter bzw. des Vaters, jedoch reichten diese nicht aus, um ihre Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit zu stillen.
Schließlich fand sie voll zum Glauben an Jesus Christus. Rifqa bekam weiteren Kontakt zu Christen, las heimlich die Bibel und besuchte die Gottesdienste.
Soweit gut, doch leider geriet sie in charismatisch-freikirchliche Gemeinden, so dass sie den christlichen Glauben zunächst nur von dieser Seite her kennenlernte. 
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Am Tage ihrer heimlichen Taufe fiel der Familie auf, dass ihre Tochter nicht daheim war. Sie fanden zudem die Heilige Schrift in ihrem Zimmer. Sofort wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt.
Der Vater wurde von einer Geschäftsreise zurückgerufen. Nun hatte Rifqa nur wenig Zeit, eine Entscheidung zu trefffen. Da ihr Vater sie bereits telefonisch mit Drohungen überhäufte, entschloss sie sich, in der Nacht die Flucht zu ergreifen.
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In dieser Phase wird das Buch von Seite zu Seite spannender: Rifqa kommt nach einer langen Busreise, die ein guter Freund organisierte, zu einer bekannten christlichen Familie, die sie erst einmal aufnimmt. Dort erfährt sie erneut diesen tiefen inneren Frieden und kann ihren neugewonnen Glauben praktizieren. Sie schildert diese Phase als schönste Zeit ihres Lebens: Endlich ist sie frei.
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Die Polizei sucht nach der minderjährigen „Ausreißerin“ von 16 Jahren. Im Fernsehen laufen sogar Bilder von ihr. Man findet Rifqa, verhaftet sie und stellt sie unter staatliche Vormundschaft. Dabei erlebt sie Erniedrigendes und leidet an dem Entzug der christlichen Lebenspraxis. Sie betet in der Zeit der Gefangenschaft innig und sehr persönlich zu Jesus.
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Auf den folgenden Seiten wird Rifqa durch die Mühlen der Justiz gehen müssen: sie erlebt zig Pflegefamilien, zig Verhandlungen und eine schwere Krankheit befällt sie, doch sie bleibt standhaft im Glauben.
Sie hat kurze, von der Justiz erlaubte Gespräche mit ihrer Herkunftsfamilie, die darauf drängt, sie solle wieder nach Hause kommen. Alles werde gut – und sie könne sogar ihren christlichen Glauben frei praktizieren.
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Rifqa ahnt aber, dass diese Zusage eine Falle ist und hofft nur noch auf ihre Volljährigkeit, die sie dann trotz der eigentlich todbringenden Krankheit erreicht. Ab dann lässt die Justiz das Mädchen in Ruhe und sie lebt wieder bei einer christlichen Familie.
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Ihre Krebskrankheit ist mittlerweile wunderbar überwunden worden. Sie selbst lebt immer noch im Verborgenen aus Angst vor ihrer Familie. Sie denkt über eine Versöhnung nach, doch dazu gehören zwei Seiten: sie schreibt, dass es aus Sicht strengläubiger Moslems keine Verständigung geben kann, wenn einer aus der Familie dem Islam absagt.
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Das Buch liest sich sehr gut und ist eine mitreißende Lektüre für Jugendliche und Erwachsene. Man bemerkt allerdings am Schreibstil, das Rifqa aus einem anderen Kulturkreis kommt. Sie wirkt manchmal sehr euphorisch durch viele überschwengliche Danksagungen und Liebesbekundungen, was mich als Leserin etwas störte.
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Trotz einiger Einschränkungen ist die Biographie insgesamt sehr bewegend und lesenswert.
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Online-Bestellungen des Buches hier: https://www.media-maria.de/product_info.php?products_id=5443&osCsid=u0oor60o7tljvi7g81j8jpggl7
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Unsere Autorin Cordula Mohr ist katholische Familienmutter und Vorsitzende der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle) in Nordmünsterland