„Spiegel“ kritisiert Hamburger Daten-Angaben zu Inzidenzen bei Geimpften/Ungeimpften

Gestern machte in den Medien – vor allem den öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten – eine interessante Meldung die Runde: Demnach werde nun in Hamburg zu Lasten der Nicht-Geimpften die 2G-Regel beschlossen – und zwar mit dieser Begründung: „Bezogen auf die Gesamtbevölkerung liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unter Personen mit einem Impfschutz gegen Covid-19 bei 3,36; bei Ungeimpften liegt dieser Wert bei 78,12.“

Doch das Hamburger Magazin „Der Spiegel“ – bislang sonst auf einer betont impf-freundlichen Linie angesiedelt – wunderte sich schon auf rein mathematischer Basis sehr über diese Datenangaben.

Unter dem Titel „Hamburg beschließt 2G – und rechnet die Inzidenzen falsch“ ist die Autorin Nina Weber am 28. August der fragwürdigen Sache im Online-Portal des Magazins auf den Grund gegangen und zu dem Resultat gelangt, die von der Stadt präsentierten Zahlen seien „nicht schlüssig“. Auf eine entsprechende Rückfrage des „Spiegel“ sei keine Antwort erfolgt.

Die Verfasserin beanstandet u.a. folgendes:

„Will man die Sieben-Tage-Inzidenz einer bestimmten Gruppe berechnen, zieht man die gemeldeten Fälle in dieser Gruppe heran und setzt sie in Bezug zu den Menschen dieser Gruppe. Aber eben nur zu dieser Gruppe. Das können z.B. Menschen ab 60 Jahren sein, Lehrkräfte oder eben Ungeimpfte. Wenn die Behörde aber schreibt, die Inzidenz liege »bezogen auf die Gesamtbevölkerung« in einer Teilgruppe bei 3,36 oder 78,12, ergibt das keinen Sinn.“

Soweit der „Spiegel“ mit seiner rein statistischen Kritik.

Doch der springende Punkt ist letztlich die total verschiedene Testfrequenz. Die Ungeimpften werden ständig getestet, sobald sie etwas unternehmen wollen, etwa Schwimmbad, Friseur, Hotel, Gasthaus usw., hingegen die Geimpften in diesen Situationen nie, dann ist es doch klar, dass man weitaus mehr Infektionen bei den Nichtgeimpften findet.

Quelle für die Zitate: https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/2g-corona-regel-hamburger-rechenraetsel-a-eee45171-993d-4c29-b708-f8a3044a0d0a

.


Britische Zeitung kritisiert Corona-Zahlen

Laut Angaben der britischen Zeitung Telegraph wird weit mehr als jeder zweite Patient, der ins Krankenhaus aufgenommen wird, erst nach der Aufnahme positiv auf das Coronavirus getestet. Bei 44 Prozent würde das Virus schon vor der Spitalsaufnahme entdeckt.

Die Zeitung kam zu diesem Ergebnis, nachdem sie durchgesickerte Daten aus dem staatlichen Gesundheitssystem NHS ausgewertet hatte.

Jene Personen, die bisher in der Statistik als Corona-Patienten geführt wurden, sind aufgrund anderer Krankheiten in Kliniken eingeliefert worden. Erst Routineuntersuchungen führten dazu, das Virus zu entdecken.

Laut Telegraph werde die Coronagefahr somit schlimmer als nötig dargestellt. In der Zeitung wird Professor Carl Heneghan von der Universität Oxford zitiert, der die Regierung aufforderte, klarere Daten zu veröffentlichen.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.unzensuriert.at/content/132261-irrefuehrende-zahlen-aufgedeckt-haelfte-der-patienten-erst-nach-spitals-aufnahme-positiv/