Zum Muttertag am 10. Mai: IGFM beklagt Situation weinender Mütter hinter Gittern

Schläge statt Blumen, Einzelhaft statt Familienbesuch und Tränen statt funkelnde Kinderaugen: So sieht der diesjährige Muttertag für viele inhaftierte Bürgerrechtlerinnen weltweit aus.

Diese Frauen haben keine Verbrechen begangen, sondern sich mutig für die Menschenrechte in ihrem Land eingesetzt, die Regierung kritisiert und auf Missstände aufmerksam gemacht.  Deshalb wurden sie willkürlich verhaftet, gefoltert und zu hohen Strafen verurteilt.

Zum Muttertag am 10. Mai erinnert die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) an diese Frauen.

„Mütter von ihren Kindern vorsätzlich zu trennen, ist schrecklich. Zusätzlich zu den absurd hohen und unrechtmäßigen Strafen, den Misshandlungen und schlimmen Haftbedingungen werden dadurch ganze Familien zerstört und Kinder traumatisiert“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Stellvertretend für alle unschuldig inhaftierten Mütter stellt die IGFM inhaftierte Bürgerrechtlerinnen aus mehreren Ländern vor, die aktuell von ihren Familien getrennt sind.

Die IGFM ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, die couragierten Frauen weltweit nicht zu vergessen und sich für deren sofortige Freilassung und Rehabilitierung einzusetzen.

Hier geht es zu den Portraits der inhaftierten Bürgerrechtlerinnen:
www.igfm.de/muttertag-2020-weinende-muetter-hinter-gittern/


Münster: Pfarrer Jürgens will Gläubige „nicht am Gängelband der Hierarchie“ sehen

Von Felizitas Küble

„Kirche und Leben“, die amtliche Bistumszeitung für die Diözese Münster, veröffentlichte in ihrer Ausgabe Nr. 24/2018 bei den Dekanats- und Pfarrei-Meldungen eine Stellungnahme von Pfarrer Stefan Jürgens (Gemeinde Hl. Kreuz in Münster-Innenstadt) zur Auseinandersetzung um die Interkommunion.

Bekanntlich gibt es auch unter Bischöfen unterschiedliche Ansichten darüber, ob evangelische Ehepartner unter bestimmten Bedingungen zum Tisch des HERRN gehen dürfen. Aber selbst die „liberaleren“ Oberhirten in Deutschland (nämlich 2/3) wollen diese Erlaubnis auf „Einzelfälle“ begrenzt sehen.

Pfarrer Jürgens sieht hingegen alles viel „lockerer“.

Er schreibt an seine „Liebe Gemeinde“ daher folgendes:

„Streit um die heilige Kommunion: Unsere Bischöfe wollten den konfessionsverbindenden Ehepaaren die gemeinsame Teilnahme an der Kommunion ermöglichen. Einige von ihnen hatten jedoch Bedenken und wandten sich an den Vatikan. Von diesem kam zunächst nur der Hinweis, man solle vor Ort eine einmütige Lösung finden. Jetzt hat Rom gesprochen: Das Ganze sei doch eine weltkirchliche Angelegenheit und könne nicht allein auf Ebene einer Bischofskonferenz geregelt werden.

Ein Trauerspiel. Auch die allerkleinsten Reformen werden im Keim erstickt. Und dabei wäre sehr viel zu tun, wenn die Kirche um ihrer Glaubwürdigkeit willen endlich in der Gegenwart ankommen möchte. Was in Rom mühsam diskutiert wird, ist vor Ort längst geklärt. In unserer Gemeinde gehen alle Getauften, die in ihrer Kirche zum Abendmahl zugelassen sind, zur Kommunion. Dafür muss man nicht in einer konfessionsverbindenden Ehe leben, sondern einfach Christ sein.

Die Gläubigen von heute sind eben keine gehorsamen Kinder am Gängelband der Hierarchie, sondern mündige Erwachsene. Sie tun, was ihnen ihr Gewissen sagt. Auf die Bischöfe hört leider keiner mehr, dafür ist es wohl zu spät. Selbst der sympathische Papst ist offenbar gegen römische Seilschaften machtlos. Jetzt kommt es darauf an, dass wir den Glauben selbst in die Hand nehmen, ihn verkünden, feiern und leben. Vielleicht hierarchiefrei, aber wahrhaftig.

Ein couragiertes und fröhliches Christsein wünscht
Pfarrer Stefan Jürgens“

Hierzu seien einige Punkte angemerkt:

  1. Der Geistliche unterschlägt, daß „unsere Bischöfe“ (genau genommen: eine Mehrheit derselben) keineswegs pauschal den protestantischen Ehepaaren die hl. Kommunion ermöglichen wollte, sondern dies begrenzt auf bestimmte Fälle vorsah.
  2. Daß Rom die ökumenebewegten Oberhirten zurückgepfiffen hat, ist also für Pfarrer Jürgens ein „Trauerspiel“, schließlich gehe es nur um die „allerkleinsten“ (!) Reformen. Die Kirche müsse „endlich in der Gegenwart ankommen“ – und zwar ausgerechnet „um ihrer Glaubwürdigkeit willen“. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Eben deshalb ist die Kirche dem Heiligen Geist verpflichtet, nicht dem Zeitgeist –  und sie muß auch nirgendwo „ankommen“, sondern klar verkündigen, worauf es ankommt.
  3. Die Krönung der saloppen Stellungnahme dieses (theologisch noch katholischen?) Priesters ist sodann seine Bemerkung, was in Rom „mühsam diskutiert“ werde, sei „vor Ort längst geklärt“, jedenfalls in seiner Pfarrei, denn dort gehen „alle Getauften“ zur Kommunion, selbst eine Misch-Ehe ist dafür nicht nötig noch sonst irgendeine Voraussetzung außer der Taufe. Der Glaube an die Realpräsenz (sakramentale Gegenwart Christi in der Eucharistie) ist offenbar völlig entbehrlich, ebenso die Beichte.
  4. Immerhin handelt es sich, so versichert der Geistliche, bei seinen Gläubigen nicht um „gehorsame Kinder am Gängelband der Hierarchie“, sondern um „mündige Erwachsene“. Abgesehen davon, daß  in seiner Gemeinde wohl auch Kinder zum Tisch des  HERRN gehen, sind noch lange nicht alle Erwachsenen allein ihres Alters wegen schon „mündig“. Ein wirklich mündiges Christsein orientiert sich aus eigener Überzeugung und Glaubenstärke am Willen Gottes, wie er sich in der Heiligen Schrift und der kirchlichen Überlieferung ausdrückt. Hingegen schreibt Pastor Jürgens ganz unverbindlich, die von ihm propagierten Gläubigen „tun, was ihnen ihr Gewissen sagt“. Auf ihr sogenanntes Gewissen haben sich schon zahlreiche Irrlehrer berufen – und all jene, die das hören wollen, was in ihren Ohren juckt und ihren Wünschen entgegenkommt. Es klingt sicherlich besser, wenn man den Ungehorsam gegenüber Gott, Kirche und den Sakramenten als großartige Tugend präsentiert, gar als Gewissenhaftigkeit und erwachsen gewordener Glaube. So wird aus Minus ein Plus (zumindest in der eigenen Einbildung).
  5. Obwohl Papst Franziskus die Klarstellung der Glaubenskongregation ausdrücklich gebilligt und somit die deutschen Reformbischöfe in ihre Grenzen gewiesen hat, gibt sich Pfarrer Jürgens ignorant und neigt sogar zu Komplott-Theorien, denn der Pontifex sei gegen „römische Seilschaften machtlos“. Also wenn der Papst nicht nach der Pfeife der Gemeindeleitung von Heilig Kreuz zu Münster in Westfalen tanzt (offenbar der Nabel der Weltkirche), dann kann es sich nur um finstere vatikanische Netzwerke  – oder vielleicht gar Verschwörungen?  –  handeln.
  6. Was tun, wenn der Papst in dieser Causa nicht so spurt, wie es dem Wunschzettel von Pfarrer Jürgens entspricht? – Ganz einfach, so das simple Rezept: Man nehme den Glauben „selbst in die Hand“ – und damit klar ist, was zu solcher „Selbständigkeit“ dazugehört, setzt der Geistliche noch eins drauf: „Vielleicht hierarchiefrei, aber wahrhaftig.“ – Nun klar: auf ihre Weise waren viele Irrgeister im Laufe der Häresiegeschichte durchaus „wahrhaftig“, glaubten sie doch ganz „authentisch“ und mit innerster Überzeugung an ihre Sonderlehren.
  7. Bei soviel hierarchiefreier Mündigkeit wünscht der fröhliche Pfarrer seinen Schäflein zum guten Schluß ein „couragiertes“ Christsein  – ohne freilich die Frage zu beantworten, wofür es denn des Mutes bedarf oder was bittschön daran tapfer sein soll, wenn man bequem den Weg des geringsten Widerstands wählt, sich dem Zeitgeist verschreibt, ganz auf der Welle eines flachen Ökumenismus segelt und ernsthafte Glaubensthemen mit ein paar flotten Sprüchen niederwalzt.

Aufschlußreich erscheint in diesem Zusammenhang ein Bericht im Nachrichtenportal „Kath.net“ aus dem Jahr 2003: http://www.kath.net/news/5585

Bischof Reinhard Marx hat damals als Oberhirte von Trier dem Priester und Professor G. Hasenhüttl die Lehrerlaubnis entzogen und ihn sogar suspendiert (seiner priesterlichen  Amtsvollmachten enthoben). Der Theologe hatte zuvor bei einer hl. Messe auf dem Ökumenischen Kirchentag alle teilnehmenden Protestanten zur hl. Kommunion eingeladen.

Nun würde man gerne wissen, ob sich nach zwei Jahrtausenden die katholische Eucharistie-Lehre vielleicht in den letzten 15 Jahren geändert hat?!

Von Reaktionen der Kirchenleitung auf die öffentlich bekannte Interkommunion-Praxis von Pfarrer Jürgens ist jedenfalls nichts bekannt; er durfte sein theologisch abenteuerliches Statement sogar in der Bistumszeitung unwidersprochen ausbreiten. Das ist freilich wenig erstaunlich angesichts der Tatsache, daß dort bereits im Vorjahr äußert wohlwollend über seine Forderung nach einem Frauenpriestertum berichtet wurde (siehe hier: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/pfarrer-stefan-juergens-frauen-zu-allen-weiheaemtern-zulassen/).

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Jugendverlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Drei Araber attackieren zwei Juden in Berlin

Drei arabischstämmige Männer haben am Dienstagabend auf offener Straße zwei Juden in Berlin antisemitisch beleidigt und attackiert. Die beiden Kippa-Träger waren laut Polizei kurz nach 20 Uhr im Stadtteil Prenzlauer Berg unterwegs.

Nachdem die beiden 21- und 24jährigen zunächst beschimpft wurden, griff einer der drei Pöbler den Jüngeren mit einem Gürtel an.

Seine Begleiter sollen den Mann an weiteren Attacken gehindert haben. Die Angreifer seien dann weitergegangen, wurden aber von dem 21-jährigen verfolgt.

Daraufhin habe der Schläger eine Glasflasche in die Hand genommen und damit versucht, das Opfer erneut zu schlagen. „Eine couragierte Zeugin ging dazwischen und verhinderte durch ihr beherztes Vorgehen weitere Schläge des Täters“, beschrieb die Polizei den weiteren Verlauf.

Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) veröffentlichte am Dienstagabend ein Video des Vorfalls, das der 21-Jährige gedreht hatte. Auf den Aufnahmen ist zu hören, wie der Angreifer das Opfer mehrfach als „Yahudi“ (Arabisch für Jude) bezeichnet.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2018/auf-offener-strasse-araber-pruegelt-mit-guertel-auf-kippa-traeger-ein/