Irland: 20.000 Gläubige pilgerten zum Berg des hl. Patrick



Tausende von Menschen von der ganzen Grünen Insel haben am Wochenende den Gipfel des „Croagh Patrick“ erklettert. Diese jährliche Wallfahrt gibt es schon seit 1500 Jahren ohne Unterbrechung.

Anführer der 20.000 Pilger, die es diesmal auf Irlands „Heiligen Berg“ schafften, war Erzbischof Michael Nery von Tuam; er feierte eine der hl. Messen, die es von 8 Uhr früh bis 2 Uhr nachmittags im Halbstunden-Rhythmus auf dem Gipfel gab. 

Auf diesem 760 Meter hohen Gipfel führte der heilige Patrick  – Irlands Nationalpatrion  – bereits im Jahre 441 das Wallfahren ein. Sein Vorbild dabei: Moses auf dem Sinai und Jesus am Ölberg. Wie Jesus in der Wüste fastete Patrick zunächst vierzig Tage – damals in völliger Einsamkeit. 

Wohl die meiste Zeit ist die Spitze des Pilger-Bergs hinter Nebel versteckt. Vielleicht geschah es hier oben, daß der heilige Patrick vor anderthalb Jahrtausenden das berühmte „keltische Kreuz“ erfand. Er hielt ein Kruzifix vor die Sonnenscheibe und sagte: Von hier kommt die Erlösung  –  nicht vom heidnischen Sonnengott, sondern vom Gottessohn.“

Patrick baute auf dem Berg auch eine Kapelle, deren Mauern heute noch zu sehen sind, unweit einer neuzeitlichen Kapelle, die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde.

Quelle von Text und Foto: Radio Vatikan