Kuba: Kommunistische Schlägertrupps belagern evangelische Pastorenfamilie

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt den Versuch des Castro-Regimes, das Haus von Pastor Yiorvis B. Denis zu konfiszieren, das als Geschäftsstelle der Apostolischen Bewegung in Camagüey dient. Fokus-menschenrechte-IGFM_2_02

Die Apostolische Bewegung ist eine der größten Zusammenschlüsse evangelischer Christen auf Kuba. Derzeit halten sich Pastor Yiorvis B. Denis mit seiner Familie und weiteren Pastoren und Anhängern der Apostolischen Bewegung im Haus auf, während regierungstreue Schläger sie Tag und Nacht belagern und mit dem Tod bedrohen, sollten sie das Gebäude nicht räumen.

Nach Angabe der IGFM war das Haus ursprünglich Eigentum von Pastor Omar G. Perez, dem Onkel von Pastor Denis, und ging in diesem Jahr legal in dessen Besitz über. Nachdem sein Onkel Kuba verlassen hatte, musste Pastor Denis Mitte September 2013 vor Gericht erscheinen und Dokumente vorlegen, die beweisen, dass er das Haus rechtmäßig erworben hatte.

Obwohl er alle von einem Notar unterzeichneten Dokumente vorlegen konnte, werden er und seine Familie seither von paramilitärischen Einheiten des Regimes bedroht, die fordern, dass sie das Haus verlassen.

Aus Solidarität haben sich mittlerweile andere Pastoren und Anhänger der Apostolischen Bewegung Pastor Denis und seiner Familie angeschlossen. Bereits in der vergangenen Woche hat das Castro-Regime mit einer „Schmutzkampagne“ gegen Pfarrer Denis und seinen Onkel, Pastor Perez, geantwortet. In offiziellen Medien wird verbreitet, dass die beiden „keine Pastoren, sondern gewöhnliche Kriminelle“ seien. Ein unabhängiger Journalist, der versuchte, Yiorvis B. Denis zu interviewen, wurde von Staatssicherheitsbeamten mit dem Tod bedroht.

Quelle: IGFM


Kuba: Kommunist Castro läßt vierzig christliche „Damen in Weiß“ verhaften

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, ließ Raúl Castro am 29. September 2013 in mehreren Teilen Kubas insgesamt 40 Mitglieder der Bürgerrechtsbewegung „Damen in Weiß“ verhaften, 26 Bürgerrechtlerinnen wurden dabei brutal zusammengeschlagen. Fokus-menschenrechte-IGFM_2_02

Die IGFM verurteilt das immer aggressivere Vorgehen des Castro-Regimes gegen die gewaltlose Frauengruppe und ruft die internationale Gemeinschaft zu Solidarität mit den „Damen in Weiß“ auf, die jeden Sonntag in Protestmärschen die Freilassung aller politischen Gefangenen und die Einhaltung der Menschenrechte auf Kuba fordern.

Wie die Sprecherin der „Damen in Weiß“, Berta Soler, der IGFM berichtete, wurden alleine in Colón (Provinz Matanzas) 16 Aktivistinnen geschlagen und festgenommen. Sieben Damen versammelten sich im Haus von Caridad Burunate Gómez, während Gruppen regierungstreuer Schläger 10 Stunden lang Steine, Eier und andere Objekte gegen die Hausmauer warfen. Am Tatort wurde außerdem eine Spritze mit einer unbekannten Flüssigkeit gefunden. Immer wieder berichten kubanische Menschenrechtsverteidiger der IGFM, dass Oppositionellen bei Protestmärschen unbekannte Flüssigkeiten injiziert werden.

In Santa Clara, Hauptstadt der Provinz Villa Clara in Zentralkuba, wurden sieben „Damen in Weiß“ auf dem Weg zur Sonntagsmesse von paramilitärischen Gruppen angegriffen. Einer „Dame in Weiß“, Sandra R. Gattorno, wurde dabei der Arm gebrochen.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin kritisiert, dass das Castro-Regime mit grausamer Härte wehrlose Frauen angreift, die nichts weiter tun, als schweigend in Protestmärschen fundamentale Menschenrechte einzufordern.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/laender/kuba/


Kuba: Ex-Häftling und Regierungskritiker Oscar E. Chepe verstorben

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, verstarb Oscar Espinosa Chepe am Montag, den 23. September 2013, im Alter von 72 Jahren in einem Krankenhaus nahe Madrid. Er litt an einer Lebererkrankung, die sich durch seine politische Haft 2004 deutlich verschlimmert hatte. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Espinosa war Ökonom und hatte sich vielfach kritisch zur kubanischen Wirtschaft geäußert. Während des sog. „schwarzen Frühlings“ 2003 wurde er verhaftet und zu 20 Jahren Haft verurteilt. Ende 2004 kam er wegen seines schlechten Gesundheitszustandes vorläufig frei.

Mit Espinosa verliert die antikommunistische Opposition laut IGFM bereits den dritten wichtigen Vertreter innerhalb eines Jahres. Laura Poullan, die Sprecherin der Organisation „Damen in Weiß“ starb im Oktober letzten Jahres an einer ungewöhnlichen Infektion. Im Juli kam darüber hinaus der Oppositionsführer Oswaldo Payá bei einem mysteriösen Verkehrsunfall ums Leben.

Die Geschichte von Espinosas Ehefrau Leiva ist untrennbar mit der ihres Ehemanns verbunden. Als die einstige Diplomatin sich weigerte sich von den kritischen Äußerungen ihres Ehemanns zu distanzieren, fiel sie bei Fidel Castro in Ungnade. Nach den massenhaften Verhaftungen während des „schwarzen Frühlings“ 2003 gründete sie gemeinsam mit Laura Poullan die „Damen in Weiß“, die noch immer jeden Sonntag friedlich für die Freilassung von Kubas politischen Gefangenen demonstrieren.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/laender/kuba/

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
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Kommunistisches Kuba: Zwölf „Pastoren für den Wandel“ im Einsatz für Hurrikan-Opfer verhaftet

Zwölf Mitglieder der Vereinigung „Pastores por el Cambio“ („Pastoren für den Wandel“) wurden am 12. November 2012 in Bayamo, der Hauptstadt der ostkubanischen Provinz Granma, von Polizisten und Staatssicherheits-beamten verhaftet.

Nach Auskunft des Vorsitzenden der Organisation, Antonio Rodríguez Estrada, wollten die Pastoren Hilfsgüter für Hurrikan-Opfer mit einem Lastwagen nach Santiago de Cuba bringen, als Beamte sie am Busterminal von Bayamo festnahmen, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). 

Sämtliche Hilfsgüter wurden beschlagnahmt. Von den verhafteten Pastoren fehlt bisher jede Spur  –  und die kubanischen Medien verschwiegen die Festnahme der Pastoren.

Rodríguez Estrada teilte der IGFM mit, dass die Pastoren den Opfern des Hurrikans Lebensmittel wie Reis, Bohnen, Erbsen und Nudeln sowie Kleidung bringen wollten, die sie von den Einwohnern Bayamos gesammelt hatten.

Bereits am vergangenen Freitag seien einige Mitglieder der „Pastoren für den Wandel„ von Beamten gewarnt worden, dass es ihnen verboten sei, Hilfsgüter nach Santiago de Cuba zu bringen. „Die Beamten sagten uns am Freitag, dass wir die gesammelten Hilfsgüter beim Komitee zur Verteidigung der Revolution (CDR) oder der Organisation für Glaubensfragen abgeben sollen. Sie seien die einzigen, die Hilfe bringen dürften“, so Rodgríguez. „Wir aber wiederholten, dass wir keiner staatlichen Organisation vertrauen.“

Immer wieder Verhaftungen von regimekritischen Pastoren 

Die unabhängige evangelische Organisation „Pastoren für den Wandel“ wurde am 10. April 2012 gegründet und zählt mehr als 100 Pastoren aus verschiedenen Regionen Kubas zu ihren Mitgliedern, erklärt Roberto de la Jesus Guerra, Mitgründer der IGFM Kuba und Leiter der regimekritischen Nachrichtenagentur Hablemos Press.

Seit der Gründung der Pastorenvereinigung werden ihre Mitglieder immer wieder verhaftet, weil sie ohne staatliche Genehmigung auf öffentlichen Plätzen predigen. Nach Angabe von Pastor César Serrano verweigern die kubanischen Behörden den Pastoren die Genehmigung, Kirchen zu bauen oder Räumlichkeiten zu mieten, in denen sich die Gemeinden versammeln können.

Staat beansprucht Monopol auf Katastrophenhilfe

Die IGFM verurteilt das Vorgehen des Casto-Regimes gegen die Pastoren.

„Der totalitär geführte kubanische Staat beansprucht für sich das alleinige Recht die Hilfe der kubanischen Bevölkerung und aus dem Ausland unter den betroffenen Opfern zu verteilen. Dabei werden die Anhänger des Regimes bevorzugt und durch den Sturm in Not geratene Regimekritiker ihrem Schicksal überlassen. Dass Pastoren sogar verhaftet und verschleppt werden, weil sie Hilfsgüter zu den Opfern des Hurrikans bringen wollen, ist ein weiterer Beweis für die Unmenschlichkeit des Regimes“, so IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin:

„Die kubanische Bevölkerung wird über solche Übergriffe nicht informiert. Die absolute Kontrolle des Staates über die Medien ermöglicht dem Regime fortgesetzte Desinformation. Dass Regierungsbehörden ein Monopol auf Katastrophenhilfe beanspruchen zeigt, dass Raúl Castro seine eigenen Interessen über die seines Volkes stellt.“

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html


Mahnwache mit exil-kubanischen Bürgerrechtlern am 26. Juni 2012 in Bonn

Vor dem kubanischen Konsulat in Bonn protestierten am Dienstag, den 26. Juni 2012, einige „Damen in Weiß“  und andere kubanische Bürgerrechtler sowie Mitglieder der IGFM (Intern. Gesellschaft für Menschenrechte)  mit einer Mahnwache gegen die Verfolgung politisch Andersdenkener im kommunistischen Kuba.

Die Gruppe machte mit Transparenten, Flugblättern, Unterschriftenlisten und kurzen Redebeiträgen auf staatliche Übergriffe gegen die kubanische Demokratiebewegung, auf willkürliche Haft und auf die Zensur durch das kubanische Einparteienregimes von General Raul Castro aufmerksam.

Die IGFM wies besonders auf die Situation der christlich geprägten Bewegung „Damen in Weiß“ (Damas de Blanco) hin. Sie sind die bedeutendste und international bekannteste Bürgerrechtsgruppe in Kuba. Die Damen in Weiß sind ein Zusammenschluss von Ehefrauen, Töchtern und Müttern politischer Gefangener auf Kuba. Für ihren friedlichen Einsatz für die Freilassung politischer Gefangener wurden sie 2005 mit dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet.

Obwohl sie zunehmend Gewalt und Repressalien ausgesetzt sind, weigern sich die Frauen, ihren Kampf für Menschenrechte und Freiheit in Kuba aufzugeben. Regelmäßig werden sie von regimenahen Schlägergruppen angegriffen, von staatlichen Stellen an friedlicher Meinungsäußerung gehindert und mit Gewalt in ihren Menschenrechten behindert.  

Vor dem kubanischen Konsulat befanden sich auch rund 15 kommunistische Gegendemonstranten mit roten Fahnen, die sich bemühten, die Veranstaltung durch Schreie, Sprechchöre („Cuba si“) und laute Musik zu stören. 

Quelle: http://www.igfm.de