„Klimaretter“ Olsen räumt Fake-News ein

Beatrix von Storch

Ein Bild hat die Welt erregt (siehe HIER). Man erkennt mehrere Schlittenhunde, die im Nordwesten Grönlands knöcheltief durch Schmelzwasser laufen. Die hochdramatische Botschaft ist klar: Wir sehen abschmelzendes arktisches Eis in diesem Sommer – angeblich ein Ergebnis des Klimawandels.

Weltweit greifen Medien das Bild auf und berichten darüber. Inzwischen aber hat  der Verursacher dieses Fake-Hypes, Olsen vom Dänischen Meteorologischen Institut in Kopenhagen, die vermeintlich brisante Botschaft seines Fotos relativiert.

Er musste einräumen, dass das Bild „eher einen symbolischen denn wissenschaftlichen“ Wert habe. Sein Ziel sei es gewesen, das Bewusstsein für den arktischen Klimawandel zu steigern.

Dieser „Klimaforscher“ und seine Fake-News wurden von einem Grönländer selbst korrigiert: Ein Einheimischer aus der abgebildeten Region erklärte, dass Szenen wie auf dem Foto öfter geschähen. „Vor allem dort oben in Thule, wo das Bild gemacht wurde“, so der grönländische Jäger Mathiassen.

Die Wahrheit ist ganz anders, als die Klimaforscher-Propaganda suggerieren wollte: Denn das Foto zeige sogar, wie dick das Eis sei.

„Weil das Eis so dick ist, gibt es keine Löcher, durch die das Wasser aus dem geschmolzenen Schnee laufen kann“, sagte Mathiassen. Die abgebildeten Wassermassen, durch das die Schlittenhunde laufen, ist also kein Eisschmelzwasser, sondern stammt offenbar von geschmolzenem Schnee.

„Klimaretter“ Olsen musste zugeben, dass das dortige Eis derzeit 120 Zentimeter dick und somit 20 Zentimeter dicker als im Vorjahreszeitraum sei.


Der dänische Astronaut Andreas Mogensen ist zurück aus dem Weltall

Zwischenstopp mit Gesundheits-Check in Deutschland

Nachdem der dänische ESA-Astronaut Andreas Mogensen (siehe Fotos) am 12. September 2015 nach einer zehntägigen Mission zur Internationalen Raumstation ISS um 2.51 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) wieder sicher auf der Erde landete, ist er nun auf dem Weg zu seiner neuen „Zwischenheimat“: Mog3_l

Seine erste Nacht wird er in der Forschungseinrichtung :envihab des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) verbringen.

Dort werden die ersten medizinischen und wissenschaftlichen Untersuchungen unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem All von den DLR-Medizinern durchgeführt. Nach dem deutschen Astronauten Alexander Gerst ist er somit der zweite Astronaut, der diesen „Gesundheitscheck“ in Deutschland im DLR erhält.

Die Anreise für diesen „Gesundheitscheck“ ist lang: Von der ISS aus ging es zunächst einmal – gemeinsam mit den Kosmonauten Gennadij Padalka und Aidyn Aimbetow – am 11. September 2015 um 23.29 Uhr (MESZ) mit der Sojuz-Kapsel in Richtung Erde. Von der Landestelle in der kasachischen Steppe ging es dann per Hubschrauber zum Flugzeug, das den 40-jährigen Dänen über Moskau nach Köln bringt. Mog2_l

Zunächst wird Mogensen im DLR-Institut von Ärzten des Flugmedizinischen Centers auf seine Gesundheit untersucht: Dazu gehören u.a. ein EKG und eine eingehende klinische Untersuchung. „Wir hoffen natürlich, dass alle seine Werte in Ordnung sind und es ihm nach seinem Weltraumaufenthalt gut geht“, sagt Ärztin Dr. Indra Chaudhuri-Hahn vom DLR.

Für die ersten wissenschaftlichen Auswertungen wird dem Astronauten noch am Abend seiner Rückkehr ein kleines Stück Muskel am Unterschenkel entnommen: „Selbst bei einem Aufenthalt von nur zehn Tagen in der Schwerelosigkeit verlieren die Muskeln einige Prozent an Kraft und Volumen“, schätzt Peter Gauger vom DLR-Institut, der die wissenschaftlichen Untersuchungen koordiniert.

Der Aufenthalt in der Schwerelosigkeit hat verschiedene Auswirkungen auf den Körper der Astronauten: „Das Kreislaufsystem zum Beispiel reagiert unverzüglich auf die neue Situation, wenn der Astronaut in der Schwerelosigkeit lebt und arbeitet“, sagt DLR-Wissenschaftler Peter Gauger.

In den nächsten 16 Tagen werden daher noch mehrere Untersuchungen auf Andreas Mogensen zukommen.

Während seines Aufenthalts auf der ISS hatte Mogensen alle Hände voll zu tun: Er testet vor allem neue Technologien wie zum Beispiel eine der Natur nachempfundene Membran zur Wasserreinigung oder den speziellen, besonders eng anliegenden Astronautenanzug „Skinsuit“, der die durch die Schwerelosigkeit ausgelöste Streckung der Wirbelsäule verhindern soll.

Quelle (Text/Fotos) und vollständiger Artikel hier: http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-14992/year-all/#/gallery/20688