Ich will dir vor den Engeln singen und spielen

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:
Psalm 138 (137),1-2ab.2cd-3.6-7

Ich will dir danken mit meinem ganzem Herzen,
dir vor den Engeln singen und spielen;
ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin,
will deinem Namen danken für deine Huld und für deine Treue.

Am Tag, da ich rief, gabst du mir Antwort,
du weckst Kraft in meiner Seele.
.
Erhaben ist der HERR,
doch ER schaut auf den Niedrigen,
in der Höhe ist ER, doch ER erkennt von ferne.
.
Muss ich auch gehen inmitten der Drangsal,
du erhältst mich am Leben trotz der Wut meiner Feinde.

GOTT hat mein Klagen in Tanzen verwandelt

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 30 (29),2.4.5-6abcd.12a.13b.

Ich will dich rühmen, HERR,
denn du hast mich aus der Tiefe gezogen
und lässt meine Feinde nicht
über mich triumphieren.
.
HERR, du hast mich herausgeholt
aus dem Reich des Todes,
aus der Schar der Todgeweihten
mich zum Leben gerufen.
.
Singt und spielt dem HERRN,
ihr seine Frommen,
preist seinen heiligen Namen!
.
Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
doch seine Güte ein Leben lang.

Wenn man am Abend auch weint,
am Morgen herrscht wieder Jubel.

Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
HERR, mein Gott,
ich will dir danken in Ewigkeit.


Gottvertrauen schenkt „Fitness für die Seele“

Von Dr. Edith Breburda

Voller Erwartung geht man ins Fitness-Center, denn man muss schließlich etwas für seine Gesundheit tun. Doch dann steht man in voller Montur –  in Schwimmflossen, mit Schwimmbrille, Wasserflasche usw. bestückt – am Poolrand, nur um zu sehen, dass alle Bahnen besetzt sind. Was tun?

Für den Bruchteil einer Sekunde analysiert man die Szene. Ist da jemand, der langsamer schwimmt und eventuell das kühle Nass verlassen will?

Aber nein, dort die Dame gleich in der ersten Reihe schwimmt ja gar nicht, sie watet nur herum. Dazu muss sie eigentlich keine Bahn besetzten. Doch, sie hat Deinen sehnsüchtigen Blick wahrgenommen und lacht Dir zu.

„Ich bin gleich fertig“, ruft sie über den Schwimmbadrand. Solange kann man sich ja schon mal ins Wasser begeben und eventuell um sie herumschwimmen. Doch nach kurzer Zeit hat man plötzlich keine Lust mehr. Sonst schwimmt man natürlich immer brav 25 Min – aber heute, nein, heute macht man ein Ausnahme. Man packt seine Sachen und geht in den Jacuzzi  bzw. Whirlpool.

„Sieben Minuten“ –  sagt die Dame plötzlich vorwurfsvoll neben einem: „Ich habe Sie beobachtet. Sie sind ganze sieben Minuten geschwommen.“ –  Betreten, nach einer Ausrede suchend, befindet man sich plötzlich in einem hintergründigen Gespräch mit der Frau.

Sie war schon auf der Tretmühle, sagte sie stolz, was dich noch mehr beschämt. Es hängt ja eigentlich alles mit der Einstellung zusammen. Es ist so einfach, zuzunehmen. Die Schokolade schmeckt so gut. Aber das alles wieder herunter zu fasten, ist schon eine andere Sache.

Sie isst nur noch vegetarisch. Kein Fleisch – sie muss ihren Körper entgiften. „Und Vitamin B 12?“, versucht man einzuwenden. Vegetarier haben zu wenig Vitamin B 12. Weil die Frau eine dunkle Hautfarbe hat und noch dazu mit mittlerweile hochrotem Kopf im heißen Wasser des Jaccuzi sitzt, ist es nicht so leicht, zu sehen, inwieweit sie schon unter einer perniziösen Anämie leidet.

Sie sei Autorin, habe ein Buch geschrieben und illustriert. In einem Atemzug klärt sie dich über den Inhalt des Buches auf. Es sei ihr selbst passiert. Ihre Mutter war gestorben und Männer hätten kein Verständnis für eine trauernde Frau.

Doch der Einzige, der Anteil nahm, war ihr Professor am Kolleg. Er half ihr wie einem kleinen Vogel, der einen Flügel gebrochen hatte, wieder zu fliegen.

Sie spricht in Metaphern, was es sehr angenehm macht, ihr zuzuhören. Etwas anderes kann man nicht tun, denn man hat keine Chance, auch nur ein Wort dazwischen zu werfen.

Mittlerweile sind wir beide wieder in der Umkleide angekommen. Sie käme ja nur hierher, weil sie ihre Stelle verloren hatte. Aber sie braucht Arbeit, weil sie ihre Familie ernähren muss. Als sie gefeuert wurde – wegen Umständen, die sie mir zum Glück nicht mitteilt, sonst würde es ja zu lange dauern –  wusste sie nicht, was sie machen sollte.

„Jetzt falle nicht in Panik“, sagte sie sich. „Das nutzt nichts, man kann nichts daran ändern. Ich fahre jetzt ins Fitness-Center und reagiere mich auf der Tretmühle ab. Man muss positiv denken. Wenn ich panisch werde, ist es so, als ob ich auf einem Schaukelstuhl sitze. Ich komme keinen Schritt weiter, sondern bleibe auf der Stelle sitzen.

Ich ging zu meiner Facebook-Seite und kündete meinen Freunden an, dass ich Gott für die neue Stelle danke, die er für mich bereithält. Ich habe einen mächtigen Gott, der Wunder tut“, unterstreicht sie. „Er hält die ganze Welt in seiner Hand, steht in der Bibel. Die Erde ist sein Fußhocker. Meinst Du nicht, er schaut von da oben auf mich herab und sagt, meine vielgeliebte Tochter, ich habe Dich erschaffen, weil Dein Leben einen Sinn hat.

Gott kann Berge versetzten. Doch wenn ich vor einem Berg stehe, habe ich natürlich Angst, weil ich so klein bin. Aber weiß nicht Gott genau, was ich brauche? Er ist mein Schöpfer und ich muss nur auf die richtige Zeit warten.

Es ist wie bei einem Kind, das zu seinen Eltern läuft und ein Fahrrad wünscht. Und wenn die Eltern erklären, dass sie kein Geld hätten, dann kommt das Kind jeden Tag und sagt: Mama, ich liebe Dich und ich danke Dir, dass Du mir ein Fahrrad schenken willst, sobald Du dies tun kannst. Was machen dann die Eltern? Wir müssen positiv denken und ganz auf Gott vertrauen.“

Vielleicht redet sie so viel vom Fahrrad, weil sie sich gerade auf dem Fitnessrad abgestrampelt hatte. „Ich wache jeden Morgen auf und danke Gott, dass er mich erschaffen hat und er mir heute alles gibt, was ich brauche.“

Am Dienstag fängt ihre neue Arbeit an. Sie bekam sie, sobald sie auf Facebook verkündet hatte, dass sie Gott für die neue Stelle danke  – und das war 20 Min., bevor sie völlig unerwartet ein Telefoninterview erhielt. Sie sei Christin und all ihre Weisheiten ständen in der Bibel, die sie in ihrer Kirche lesen.

Was für einen Glaube hat diese Frau, denke ich mir. Ich hätte nicht gedacht, ihn im Fitness-Center zu finden, wo man eigentlich mehr um das körperliche Wohl besorgt ist. Doch an diesem Tag war es gut, nur sieben Minuten zu schwimmen, sonst hätte ich einen seelischen Zuspruch verpasst.


GOTT hat mein Klagen in Tanzen verwandelt

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 30 (29),2.4.5-6abcd.12a.13b:

Ich will dich rühmen, HERR,
denn du hast mich aus der Tiefe gezogen
und läßt meine Feinde nicht über mich triumphieren.
HERR, du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes,
aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen.

Singt und spielt dem HERRN, ihr seine Frommen,
preist seinen heiligen Namen!
Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
doch seine Güte ein Leben lang.

Wenn man am Abend auch weint,
am Morgen herrscht wieder Jubel.
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

 


Wie schön ist es, dem HERRN zu danken!

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche:
Psalm 92 (91),2-3.13-16:

Wie schön ist es, dem HERRN zu danken,
deinem Namen, du Höchster, zu singen,
am Morgen deine Huld zu verkünden
und in den Nächten deine Treue.

Der Gerechte gedeiht wie die Palme,
ER wächst wie die Zedern des Libanon.
Gepflanzt im Hause des HERRN,
gedeihen sie in den Vorhöfen unseres Gottes.

Sie tragen Frucht noch im Alter
und bleiben voll Saft und Frische;
sie verkünden: Gerecht ist der HERR;
mein Fels ist ER, an ihm ist kein Unrecht.

 


Psalm 138: „HERR, ich will dir danken und dir vor den Engeln singen und spielen“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche

Psalm 138 (137),1-2.3

Ich will dir danken aus ganzem Herzen,
dir vor den Engeln singen und spielen;
ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin
und deinem Namen danken für deine Huld und Treue.

Denn du hast die Worte meines Mundes gehört,
deinen Namen und dein Wort über alles verherrlicht.
Du hast mich erhört an dem Tag, als ich rief;
du gabst meiner Seele große Kraft.

 


Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt…

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 30 (29),2.4.5-6ab.6cd.12.13b.

Ich will dich rühmen, HERR,
denn du hast mich aus der Tiefe gezogen
und läßt meine Feinde nicht über mich triumphieren.
HERR, du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes,
aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen.

Singt und spielt dem HERRN, ihr seine Frommen,
preist seinen heiligen Namen!
Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
doch seine Güte ein Leben lang.

Wenn man am Abend auch weint,
am Morgen herrscht wieder Jubel.

Da hast du mein Klagen in Tanzen verwandelt,
HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.