Biohax pflanzt Angestellten Mikrochips ein

Die schwedische Firma Biohax soll Angestellten in Großbritannien Mikrochips unter die Haut verpflanzen. Laut der britischen Zeitung Guardian gibt es entsprechende Anfragen von Firmen in England, mit denen Biohax zusammenarbeitet.

Hierbei handelt es sich um Firmen im Finanz- und Justizsektor, die mit vertraulichen Dokumenten zu tun hätten. Betroffen sind den Angaben der Zeitung zufolge hunderttausende Mitarbeiter. Hintergrund der Maßnahme sind Zugangsbeschränkungen für wichtige Daten.

Auch ermöglicht der Chip Mitarbeitern einen schnelleren Zugang zu Firmendruckern. Zusätzlich können die Angestellten damit Essen in der Firmencafeteria einkaufen. Biohax-Chef Jowan Osterlund spricht von einem „opt-in“ für die Mitarbeiter und kann dabei auf die Zusammenarbeit mit der Firma „Three Square Market“ im US-Bundesstaat Wisconsin verweisen.

50 Mitarbeiter des Unternehmens hätten sich freiwillig einen entsprechenden Chip einsetzen lassen.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2018/britische-angestellte-sollen-mikrochips-implantiert-bekommen/

Advertisements

Aktuelle Daten und Fakten zur AfD

Die Alternative für Deutschland (AfD) teilt in einer aktuellen Pressemeldung mit, sie könne jetzt im Mai mehr als 30.200 Mitglieder und ca. 1400 Förderer aufweisen. Die konservative Partei wurde am 6. Februar 2013 in Räumlichkeiten der Christuskirche in Oberursel gegründet.  

Die AfD wurde laut Pressemitteilung von über 5,9 Millionen Wählern mit 92 Abgeordneten zur Oppositionsführerin in den 19. Deutschen Bundestag gewählt. Zudem sei die junge Partei in den zurückliegenden Landtagswahlen in nunmehr 14 Landes-parlamente eingezogen. 

Laut einer aktuellen INSA-Umfrage ist die AfD mit derzeit 15,5 % der Wählerstimmen die drittstärkste politische Kraft in Deutschland.

Damit habe sich die AfD  – so deren Meldung – „als stetig wachsende Volkspartei etabliert“.

„Unser Erfolg ist umso höher zu bewerten, als die AfD von allen anderen Parteien und etlichen Medienvertretern auf breiter Front und mitunter auch mit grenzwertigen Mitteln bekämpft wird“, sagt Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto).

„Es ist schizophren, wie versucht wird, die AfD als jenseits von Recht und Ordnung stehend darzustellen, obwohl wir – wie keine andere Partei in Deutschland – die Freiheit unserer Bürger und die Rechtstaatlichkeit auf unsere Fahne geschrieben haben“, erläutert Dr. Meuthen weiter.

Co-Bundessprecher Dr. Alexander Gauland weist darauf hin, dass viele Positionen der AfD immer häufiger von Politikern der anderen Parteien übernommen werden: „Viele der von uns angesprochenen Themen wie z.B. die katastrophale illegale Migration in unser Land oder die völlig verkorkste Energiewende können mittlerweile auch von den anderen Parteien nicht mehr geleugnet werden.“

 


Polizeigewerkschaft fordert Änderung des Meldegesetzes für Polizeibeschäftigte

Nach dem Vorfall in Hitzacker (Niedersachsen), bei dem am Wochenende das private Wohnhaus eines Polizisten von 60 Vermummten belagert und sowohl er als auch seine Familie eingeschüchtert wurden, fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) umgehende Konsequenzen.

So ist nach Auffassung der DPolG eine Änderung des Bundesmeldegesetzes dringend erforderlich.

Die momentane Regelung nach § 44 (1) BMG erlaubt es derzeit jeder Person, grundsätzlich zu einer anderen Person Daten abzufragen. Der Anfragende erhält insbesondere die Anschrift der gesuchten Person. Spezielle Voraussetzungen sind nach aktueller Rechtslage nicht erforderlich. 

Der DPolG-Landesvorsitzende von Niedersachsen, Alexander Zimbehl, sagt dazu: „Diese Regelung muss für Polizeibeschäftigte dringend geändert werden, zum Schutz unserer Kolleg/innen. Für sie sollte es in Zukunft möglich sein, dass ihre Daten auf Anfrage nicht herausgegeben werden dürfen. Die dreiste Belagerung in Hitzacker hat uns vor Augen geführt, wozu manche radikalen Linksaktivisten in der Lage sind, wenn es darum geht, Polizisten bis in ihr privates Umfeld hinein zu verfolgen.“

Zimbehl, der auch Mitglied des Bundesvorstands der DPolG ist, erklärt weiter:

„Wir als DPolG fordern, das Bundesmeldegesetz dahingehend zu ändern, dass die Zugehörigkeit als Beschäftigter einer Sicherheitsbehörde ausreicht, um einen Sperrvermerk eingetragen zu bekommen. Im Idealfall muss der Antrag nicht vom Einzelnen gestellt werden, sondern erfolgt automatisch durch die entsprechende Dienststelle. Staat und Dienstherr sind hier eindeutig in der Fürsorgepflicht.

Darüber hinaus könnten die politisch Verantwortlichen im Bund und in den Ländern zeigen, dass ihre Betroffenheit im Zusammenhang mit den Ereignissen in Hitzacker für Polizist/innen nicht nur als Lippenbekenntnisse wahrzunehmen sind, sondern durch konkrete Maßnahmen etwas dafür getan wird, dass sich solche Ereignisse nicht wiederholen.“

Quelle: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/dpolg-fordert-auskunftssperre-fuer-polizeibeschaeftigte/


Polizei beschwert sich über falsche Zahlenangaben zu ihrer Personalstärke

Die Deutsche Polizeigewerkschaft ist empört über ihrer Ansicht nach falsche Zahlen zur Personalstärke bei der Polizei. 

«Tatsache ist, dass der Kahlschlag bei der Polizei noch lange nicht beendet ist und nicht einmal annähernd die tatsächliche frühere Anzahl an Polizisten in Deutschland erreicht wurde», sagte der stellv. Bundesvorsitzende der DPolG, Ralf Kusterer, am Donnerstag in Stuttgart.

Speziell in Baden-Württembergs befinde sich aktuell die Polizei auf einem personellen historischen Tiefstand.

So häuften sich Anzeigen wegen Strafvereitelung im Amt, weil viele Polizeibeamte aufgrund totaler Überlastung Anzeigen nicht zeitgerecht abarbeiten könnten. «Dem Personal der Landespolizei fehlt die Luft zum Atmen. Die Lage ist miserabel», erklärte Kusterer.

Weitere Infos: Pforzheimer Zeitung

Quelle: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/falsche-zahlen-zur-personalstaerke-der-polizei/


Warum die jährlichen Abtreibungszahlen von vornherein völlig falsch sind

Von Felizitas Küble

Zunächst vorweg eine Anmerkung:  Ich habe viele Artikel und Pressemeldungen aus Lebensrechtsgruppen deshalb bislang nicht im CHRISTLICHEN FORUM übernomembryomen oder stark gekürzt, weil dort wieder einmal  die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes über die jährlichen Abtreibungen kommentiert worden sind.

Rein inhaltlich waren die Erklärungen dieser Verbände natürlich in Ordnung, aber ich hielt es stets für falsch, wenn ausgerechnet Anti-Abtreibungs-Vereine sich auf diese völlig haltlosen Daten beziehen, zumal dadurch in der Bevölkerung der Eindruck entsteht, jene Zahlen seien richtig, wenn sie offenbar sogar von Lebensrechtsgruppen für voll genommen und regelmäßig kommentiert werden.

Stattdessen sollte von unserer Seite seit Jahrzehnten gefordert werden, daß Vater Staat endlich mit den tatsächlichen Abtreibungs-Daten herausrückt, was ganz einfach wäre  – nämlich genau so, wie es vor der Wiedervereinigung Deutschlands gang und gäbe war:

Es gelten nicht die Zahlen des Statistischen Bundesamtes, sondern die abgerechneten Abtreibungen der Krankenkassen.

In den 80er Jahren gab es allein in Westdeutschland pro Jahr rund 300.000 Abtreibungen, die durch die Krankenkassen bezahlt wurden. Gleichzeitig meldete damals das „Statistische Bundesamt“ (ähnlich wie heute!) meist zwischen 100.000 und 120.000 Abtreibungen. Der Widerspruch war offensichtlich.bundestag

Selbst die Abtreibungsbefürworter im Bundestag (SPD, FDP, Grüne) gingen in ihren Reden meist sehr wohl von den Krankenkassen-Daten aus, weil sie sich andernfalls lächerlich gemacht hätten. Das kann man den damaligen Bundestagsprotokollen entnehmen.

Reale Daten aufgrund der Kostenübernahme durch Kasse bzw. Staat

Kein Ernstzunehmender orientierte sich in den 80er Jahren am Statistischen Bundesamt, zumal klar war und ist, daß es sich hier lediglich um die gesammelten Daten von Ambulanzen und Kliniken handelt, die in ihre Fragebögen im Grunde hineinschreiben können, was sie wollen  –  und warum sollten sie sich ausgerechnet mit hohen Abtreibungszahlen irgendwie „anrüchig“ machen?! Die Daten können ohnehin nicht rückkontrolliert werden – und wer sollte dazu außerhalb jener Einrichtungen auch imstande sein?!   euros

Diese Problematik interessierte damals aber nicht weiter, weil man in der öffentlichen Debatte ohnehin von den Daten der Krankenkasse ausging, die Hand und Fuß hatten, weil sie auf den bezahlten Abtreibungen beruhten.

Wenngleich heute die meisten Abtreibungen (abgesehen von den vergleichsweise wenigen Indikations-Fällen) über eigens eingerichteten Fonds der Bundesländer finanziert werden, also ursprünglich nicht von der Krankenkasse, so nehmen sie dennoch ihren bürokratischen Weg über die Kassen, so daß ein Datenerfassen auf diesem Wege sehr wohl möglich wäre  –  zudem aufgrund der Rechenschaftspflicht des Staates über seine Geldausgaben auch direkt über jene Länder-Fonds.

Die bisherigen Falsch-Zahlen sind eine DUNKEL-Ziffer

Statt nun ständig die von vornherein unsinnigen Zahlen des Statistischen Bundesamts zu kommentieren und damit indirekt zu „bestätigen“ (selbst wenn dann bisweilen dann noch von einer nebulösen zusätzlichen „Dunkelziffer“ die Rede ist), sollten die Lebensrechtsverbände in Deutschland diese tatsächliche DUNKELZIFFER  – nämlich die Daten des Statistischen Bundesamtes – endlich links liegen lassen, denn sie sind erstens von vornherein auf einer haltlosen Grundlage (freiwillige Fragebögen) erstellt, zweitens dienen diese Zahlen natürlich der Gegenseite. A.L.Content_Was_wir_wollen

Warum?

Ganz einfach: Je weniger Abtreibungszahlen in Deutschland „gemeldet“ werden, desto geringer erscheint das Problem, desto weniger notwendig ist eine öffentliche Debatte über diese Massenvernichtung ungeborener Kinder, umso weniger Aufmerksamkeit erfahren die Lebensrechtsgruppen für ihre Arbeit, so daß sie sich mit jenen kuriosen Pressemeldungen auch noch ins eigene Fleisch schneiden.

Staat darf sich nicht aus der Pflicht stehlen

Dazu kommt als politisch entscheidender Faktor:

Das Bundesverfassungsgericht hat den Staat verpflichtet, darauf zu achten, ob das derzeitige liberale Abtreibungsgesetz (wonach die Abtreibung in den ersten 3 Monaten zwar rechtswidrig, aber zugleich straffrei ist), den „Schutz des ungeborenen Lebens“ gewährleistet oder nicht. Das heißt: Wenn die Zahlen steigen, wäre der Gesetzgeber aufgefordert, den § 218 stärker im Sinne des Lebensschutzes zu gestalten. imagesCAHIF86C

Diesem Auftrag geht man natürlich am leichtesten aus dem Wege, wenn man die Zahlen immer schön „niedrig“ hält, sie sogar sinken läßt, wie dies in den letzten Jahrzehnten tendentiell der Fall ist. Wie gut (für diesen Zweck), daß es das Statistische Bundesamt gibt!

Natürlich ist diese Einrichtung keine „Fälschwerkstatt“, darum geht es nicht, sondern   –  wie bereits erläutert  –   alleine darum, daß die dortigen Daten in bezug auf dies Thema gar nicht fundiert sein  k ö n n e n .

Endlich kommt nun etwas Bewegung in die totgelaufene Debatte, denn wie die evangelische Nachrichtenagentur IDEA meldet, hat ausgerechnet der österreichische Abtreibungsmediziner Christian Fiala erklärt, die Abtreibungszahlen in Deutschland seien „zwei bis dreimal so hoch“ wie die Daten des Statistischen Bundesamts. (In Wirklichkeit liegen sie noch höher, denn es wurden schon vor der Wiedervereinigung in Westdeutschland jährlich rund 300.000 Abtreibungen gemeldet, man muß also heute von einer deutlich gestiegenen Zahl ausgehen.)

Im IDEA-Bericht wird zur bisherigen „Statistik“ ebenfalls klargestellt:

„Die Zahlen beruhen allein auf den Angaben der Kliniken und Arztpraxen. Sie werden anonym übermittelt und sind nicht zurückzuverfolgen. So kann laut Fiala niemand kontrollieren, ob die Angaben vollständig sind. Abtreibungen korrekt zu melden, bedeute „zusätzliche Bürokratie“ und damit noch weniger Zeit für die Patientinnen. Außerdem hielten viele Ärzte die Statistik für sinnlos. Da schöben selbst gewissenhafte Mediziner die Meldung hinaus oder vergäßen sie ganz.“

Daher ist es überfällig, daß Lebensrechtsvereine vom Staat die ungeschönten, die tatsächlichen Abtreibungszahlen fordern, wie es das gute Recht nicht nur dieser Gruppen ist, sondern aller Bürger, die einen Anspruch darauf haben, bei diesem buchstäblich lebens-wichtigen Thema nicht hinters Daten-Licht geführt zu werden.

Wir brauchen keine Dunkelzahlen, sondern Faktenzahlen! Also Schluß mit diesen „Fake-News“!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM  ehrenamtlich betreibt

HIER wurden die Infos aus unserem Artikel aufgegriffen und zitiert: Kultur und Medien


Bistum Regensburg bietet anschauliche und übersichtliche Finanz-Infos online

Fakten, Daten, Hintergründe in Wort, Bild und Filmlesehilfe_intro

Vielleicht haben Sie schon mal eine Broschüre Ihres Bistums oder Dekanats in der Hand gehabt, die sich mit den kirchlichen Finanzen befaßte. Die Hefte bzw. Dokumentationen sind manchmal recht mühsam zu lesen, die Zahlenberge kaum zu überschauen, die Sprache bisweilen staubtrocken und die Lust von daher nicht groß, sich näher in die Einzelheiten zu vertiefen.

Im Bistum Regensburg geht man auch in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel voran  – und das nicht nur mit ebenso anschaulichen wie informativen Broschüren, sondern auch und gerade online.

Hierfür gibt es in dieser bayerischen Diözese eine eigene Webseite „Zahlengesichter“ – nach der Devise: Jede Zahl hat ein Gesicht: https://www.zahlengesichter.de/ csm_aktuelle-bilanzen_d651d7f263

Das wird sozusagen wörtlich genommen, denn zu fast allen denkbaren Themen von A – Z (von „Armut“ bis „Zölibat“) gibt es nicht nur Daten, sondern auch Bilder, Videos, Berichte, Zeugnisse und Erzählungen mitten aus dem Leben – siehe z.B. hier die Stichworte unter dem Foto: https://www.zahlengesichter.de/recherche-und-presse/

In der Mediathek werden zahlreiche Interviews geboten  – vom Bischof bis zu Landräten oder dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus. Dazu kommen eindrucksvolle Musikvorführungen, bewegende Bild-Dokus, Gespräche mit dem aktiven Kirchenvolk : https://www.zahlengesichter.de/mediathek/

Hier erklärt z. B. Prof. Dr. Karl-Joseph Hummel, daß die Staatsleistungen an die Kirche kein großzügiges „Geschenk“ von Vater Staat sind, wie manchmal in Medien suggeriert wird, sondern vielmehr Entschädigungen bzw. Ausgleichszahlungen wegen der sog. „Säkularisation“ (Enteignung kirchlicher Güter) Anfang des 18. Jahrhunderts: https://www.zahlengesichter.de/kirche-staat/#c790

Die von Bistums-Pressesprecher Clemens Neck erstellte Internetpräsentation über die kirchlichen Gelder, Einrichtungen, Bildungszweige, seelsorglichen Angebote und sozialen Werke der Diözese Regensburg sollte deutschlandweit Schule machen, damit Worte wie „Transparenz“ und „Kommunikation“ keine Floskeln bleiben, sondern Gestalt annehmen – genauer: ein Gesicht erhalten.

 

 


Polizeichef Wendt kritisiert Migrationsamt: „Derzeit macht sich der Staat künstlich dumm“

In einem Interview mit der „Westdeutschen Zeitung“ nimmt Rainer Wendt, der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Stellung zu aktuellen Fragen der Terror-Abwehr, Sicherheits- und Asyl-Politik.

Der deutschlandweit bekannte Polizistenchef (siehe Foto) äußert sich dabei kritisch darüber, daß es keinen generellen Zugriff der Nachrichtendienste auf die Daten des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) gibt – siehe hierzu folgender Ausschnitt aus dem erwähnten Interview:csm_Vorsorge-Zivilschutz-n24_1ebd65f848

Muss der Zugriff der Nachrichtendienste auf die zentrale Flüchtlingsdatenbank verbessert werden?

Wendt: Auf Antrag gibt es diesen Zugriff ja schon. Wenn sie jemanden haben, von dem sie glauben, dass er beobachtet werden muss, bekommen sie die Daten vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Aber dass es keinen generellen Zugriff gibt, halte ich für falsch. Man stelle sich vor, Personen werden im europäischen Ausland registriert und ihre Fingerabdrücke liegen beim BAMF vor, möglicherweise aber unter anderen Personalien. Das können wir zurzeit nicht überprüfen.

Damit macht sich der Staat selbst künstlich dumm. Ich halte die Weigerung des BAMF, Daten herauszugeben, für einen innenpolitischen Skandal.

Innenminister Thomas de Maizière scheint aber mit Frank-Jürgen Weise sehr zufrieden zu sein.

Wendt: Ich weiß nicht, was ihn reitet, Herrn Weise als Gralshüter der Trendwende beim BAMF hervorzuheben. Ich glaube nicht, dass Herr Weise ein guter Behördenleiter ist.

Er hat die Prozesse beschleunigt. Aber das Kriterium der Qualität hat er völlig außer Acht gelassen. Es geht nur noch um Schnelligkeit und darum, die Verfahrenswege zu verkürzen und die Verfahrenszahlen zu erhöhen. Wir müssen uns endlich der Tatsache bewusst werden, dass das BAMF auch eine Sicherheitsbehörde ist.

Quelle für das Interview: http://www.dpolg.de/aktuelles/news/wendt-ein-erheblicher-rueckschlag/