Datteln: Prälat Helmut Moll spricht über deutsche kath. Märtyrer des 20. Jahrhunderts

Veranstaltung am 26. November in der Dattelner Kirche

Zum Gedenken an katholische Märtyrer des 20. Jahrhunderts wird am Sonntag, dem 26. November 2017, in der Pfarrkirche St. Amandus im westfälischen Datteln (45711 Datteln, Kirchstraße 25) eine Vortragsveranstaltung stattfinden.

Der Beauftragte der Dt. Bischofskonferenz für das „Martyrologium des 20. Jahrhunderts“, Prälat Prof. Dr. Helmut Moll (Köln), wird um 18 Uhr mit einem Geleitwort beginnen.

BILD: Prälat Moll zeigt ein Foto des Märtyrerpriesters Bernhard Poether

In Wort und Ton werden sodann ausgewählte Glaubenszeugen der Zeit des Nationalsozialismus vorgestellt:

Kaplan Bernhard Poether aus Datteln, der 1942 im KZ Dachau gestorben ist,
Franziskanerpater Elpidius Markötter aus dem Münsterland, der ebenfalls 1942 im KZ Dachau zu Tode gekommen ist,
Jesuitenpater Dr. Alfred Delp, der 1945 im Gefängnis Berlin-Plötzensee hingerichtet wurde sowie
Pfarrer Dr. Alfons M. Wachsmann aus Berlin, welcher 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden umgebracht wurde.

Zudem werden die Märtyrer des Lübecker Christenprozesses gewürdigt:index
Die seligen Priester Vikar Hermann Lange, Kaplan Johannes Prassek und Adjunkt Eduard Müller, die zusammen mit dem evangelischen Pastor Karl Friedrich Stellbrink 1943 im Gefängnis Hamburg enthauptet wurden. Zusammen mit dem georgisch-orthodoxen Priester Grigol Peradze bekundeten diese Geistlichen den Mut, das christliche Menschenbild gegen eine diktatorische Ideologie und Tyrannei einzufordern.

Grundlage bildet das im Auftrag der Dt. Bischofskonferenz herausgegebene zweibändige Hauptwerk „Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts“ (siehe Foto), das 2015 in sechster und erweiterter Auflage erschienen ist.


Weihbischof Stefan Zekorn über die Vielfalt der Gottesdienstformen und faszinierende Wallfahrtsstätten im Münsterland

Im Februar 2011 wurde der Priester und Theologe Dr. Stefan Zekorn zum Bischof geweiht und als Weihbischof für die Region Münster-Warendorf eingesetzt.

Vorher war der 1959 in Datteln geborene Geistliche als Wallfahrtspfarrer in Kevelaer  –  nahe der holländischen Grenze –  tätig.  borMedia1859801

In einem Interview mit der Bistumszeitung Kirche und Leben (Nr. 33/2012) betont der Weihbischof, daß es in der Firmvorbereitung „entscheidend darauf ankommt, die Jugendlichen in Kontakt mit Jesus zu bringen“. 

Das Christentum sei keineswegs in erster Linie eine „soziologische Größe“, sondern vielmehr geprägt durch die „persönliche Verbindung zu Jesus Christus“.

Zudem erkärte Dr. Zekorn, wie wichtig es sei, in den Pfarrgemeinden die „Vielfalt der Gottesdienstformen neu zu entdecken“.

Das gelte nicht allein für neuere Gottesdienstformen junger Leute wie z.B. das Morgen- und Abendgebet in Früh- und Spätschichten, sondern auch für „wertvolle und tiefe überlieferte Gottesdienstformen, etwa den Rosenkranz oder den Kreuzweg.“

Der Weihbischof fügte hinzu: „Wir müssen manchmal vielleicht eine gewisse Schwelle überwinden: Nur weil etwas alt ist, ist es nicht unbedingt schlecht, sondern hat im Gegenteil einen tiefen Reichtum“.

Außerdem würdigt der Geistliche die Stadt Münster, das Münsterland und die dazugehörende Region Warendorf:

„Es lohnt sich, weil die Region in den Wallfahrtsorten und darüber hinaus viele kirchliche Schätze hat  –  und große landschaftliche Schönheiten.“  

Der Weihbischof empfiehlt, „einfach mal die Wallfahrtsorte anzusteuern“ –  und er erinnert an Buddenbaum, Freckenhorst, Herzfeld, Stromberg, Telgte, Vinnenberg oder Warendorf.