„Garabandal“ und die Geheimniskrämerei um das Datum der „Warnung“

Jahrzehntelanges Verwirrspiel der Garabandal-„Seher“ entlarvt

Hinter diesem geheimnisvollen Datum verbirgt sich das von Anhängern der Garabandal-„Erscheinungen“ seit Jahrzehnten sehnsüchtig erwartete Ereignis der weltbewegenden „Warnung“.

Dieses einzigartige religiös-dramatische Geschehnis bietet neben der bekannten Gewissenschau, die auch tödlich enden kann und tausend Mal schlimmer als ein Erdbeben sein soll, eine Nacht der Schreie, nebst Stillstand aller Motoren und kurze Zeit danach ein in Garabandal Bsp-7stattfindendes einzigartiges „Wunder“.

Der Zeitpunkt dieser globalen „Warnung“  –  Experten sprechen in diesem Zusammenhang von „Zeiten und Fristen“   –  ist jedoch so geheim, dass weder dem „himmlischen Sohn“ (!) noch der „himmlischen Mutter“ bekannt ist, wann dieses Ereignis eintreffen soll.

Als Geheimnisträger wird nach den „Botschaften“ aus Garabandal allein der „himmlische Vater“ genannt, da der Zeitpunkt der „Warnung“ einzig (!) im „Plan des allmächtigen Gottes“ verborgen liegt.

So steht es auf den Internetseiten der Experten   –  und so wird dieses zukünftige Geschehnis auch weiterhin von unbelehrbaren „Garabandal-Anhängern“ verbreitet und beworben, die selbst nach dem unerwarteten Tod von blinden Joey Lomangino noch von einer „Großen Warnung“ und dem darauf folgenden „Großen Wunder“ träumen.

Die „Botschaft“ über den im „Plan des allmächtigen Gottes“ verborgenen Zeitpunkt der „Großen Warnung“ stammt angeblich von der „Gottesmutter“. So verbindlich sagte es die „Hauptseherin“ Conchita Gonzales am Tag nach der letzten Erscheinung im November 1965 dem Buchautor Albrecht Weber, der auch Inhaber des WETO-Verlags in Meersburg ist. (Quelle: http://www.garabandal-zentrum.de/html/body_warnung_-_das_aviso.html) christus

Albrecht Weber ist ein in der „Garabandal-Szene“ anerkannter „Experte“ mit Zweitwohnsitz in Garabandal. DerAutor hat zum Thema einige Bücher veröffentlicht und verfügt über beste Kontakte zur Garabandal-Hauptseherin Conchita Gonzales und ihrem Internetsprachrohr, dem Amerikaner Glenn Hudson.

Da die Begleiterscheinungen rund um die globale „Warnung“ auf den ersten Blick sehr gewichtig, dramatisch, einschüchternd und beeindruckend klingen, werden sie so manche empfindsame Seele davon abhalten, dieses wohlgehütete Geheimnis kritisch zu hinterfragen.

Denn wer wird sich schon gerne mit dem „Himmel“ anlegen, wenn von Anhängern so gewichtige Persönlichkeiten wie Papst Paul VI. und Pater Pio als vermeintliche Zeugen für die Echtheit des „Garabandal-Spektakels“ angeführt werden?

Datum der Warnung: Garabandal-Ente

Daher folgt hier nun eine Zusammenfassung der bekannten Fakten. Es wird sich herausstellen, dass es sich auch bei diesem „Geheimnis“, das so tief im „Plan des Allmächtigen“ verborgen liegt, nur um eine weitere, von den Anhängern sorgsam gepflegte, sich selbst entlarvende und überaus alberne „Garabandal-Ente“ handelt.???????

So stellt sich hierzu die interessante Frage: Was dürfen der „göttliche Sohn“ und die „himmlische Mutter“ wissen, was nicht auch jeder Sterbliche weiß, der sich ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzt?

Dabei ist die Antwort auf eine Frage erhellend, welche die im Jahr 2009 verstorbene „Seherin“ Marie Loli über den Zeitpunkt dieses Ereignisses gab und über welches Wissen die „Hauptseherin“ Conchita Gonzales dann sinnigerweise auch verfügen muss. Ein Wissen freilich, das doch angeblich so geheim im „Plan des Allerhöchsten“ verborgen ist, dass selbst der „SOHN“ und die „Mutter“  n i c h t darüber in Kenntnis gesetzt sind.

Unter der genannten Quelle lässt sich Albrecht Weber im Überschwang der Begeisterung für „Garabandal“ und dem Versuch, dieses Geheimnis zu erklären, sogar dazu hinreißen, die Geheimnistuerei des „himmlischen VATERS“ um dieses Datum mit Matthäus 24,3-12 und der Apostelgeschichte 1,7 zu vergleichen:„Apg 1,7: Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.“pic_526a50cce0863

Wie sehr dieser herbeigezogene Vergleich betreff des Zeitpunkts der „Warnung“ nicht nur hinkt, sondern hinfällig ist, sei hier erläutert: 

  1. Der „Hauptseherin“ Conchita Gonzales soll das genaue Datum des „Wunders“ mit Tag, Monat, Jahr und Stunde bekannt sein. Dieses Ereignis soll an einem „Donnerstag um 20.30 Uhr“ in Garabandal stattfinden. Wobei Conchita  –  einst vom zuständigen Bischof zum Datum des „Wunders“ befragt  –  an einer merkwürdigen Erinnerungslücke litt, die ihr im nachhinein sehr peinlich war.  Zudem verschwand vor dieser Befragung ein Brief mit dem „Wunder-Datum“ an das bischöfliche Ordinariat von Santander auf rätselhafte Weise. Diese peinliche Empfindung hielt die „Hauptseherin“ aber kurze Zeit später nicht davon ab, sich auskunftsfreudig gegenüber weder zuständigen noch in der Verantwortung stehenden Personenkreisen über Zeiträume (Fristen ) zu äußern, in denen das „Wunder“ zu erwarten ist. So legt die „Hauptseherin“ wohldokumentiert fest, dass das „Wunder“ nur in den Monaten März, April, Mai und dann nur zwischen dem 8. und dem 16. des Monats stattfinden kann.

Zitat:  On August 10, 1971, while talking to a group of Americans, she (Conchita Gonzales) offered this revealing information: “It (the miracle) will take place on or between the eighth and sixteenth of March, April or May. It will not happen in February or June.”

Quelle: http://www.garabandal.us/prph_great_miraclemedia-377708-2

  1. Die im Jahr 2009 verstorbene „Seherin“ Marie Loli antwortet in einem Interview am 27. Juli 1975 auf die Frage nach der „Warnung“, dass ihr das Jahr dieses Ereignisses bekannt ist, sie aber in ihrem Innern  f ü h l t, nicht darüber sprechen zu sollen, da die „Warnung“ und das „Wunder“  i m   s e l b e n   J ah r  (!)  stattfinden werden (… are within the same year! ).

Zitat von Mari Loli aus jenem Interview:

  1. Did the Blessed Mother tell you not to speak about the Warning?
    A. No, she didn’t, but, because the Warning and the Miracle are within the same year, I feel it inside not to say anything.

Quelle: http://www.garabandal.us/pdfs/The-Warning-and-the-Miracle.pdf

Dem aufmerksamen Leser wird schon jetzt nicht entgangen sein, dass Mari Loli das Jahr der „Warnung“ bekannt ist, obwohl Conchita 1965 gegenüber Albrecht Weber noch erklärt hat, dass dieses höchstgeheime „Warnungs- Datum“ im „Plan des Allmächtigen“ verborgen ist.

Da hat die „Erscheinung“ vergessen zu ergänzen, dass es sich bei dem verborgenen Datum nur um einen Teil des geheimen Plans handelt, der sich lediglich auf Monat und Tag dieses Ereignisses beschränkt.

Aus diesen Informationen der „Seherinnen“ können nachfolgende Schlüsse gezogen werden:0022

  1. Dem „HERRN“ und seiner „Mutter“ muss  –  wie auch Conchita  –  das Datum des „Wunders“ mit Tag, Monat, Jahr und Stunde bekannt sein, da Conchita das Datum des „Wunders“ von der „himmlischen Mutter“ empfangen hat.
  2. Die verstorbene Marie Loli gab vor zu wissen, dass ihr das Jahr der „Warnung“ bekannt ist. Da sie weiterhin mitteilte, dass die „Warnung“ und das „Wunder“ im selben Jahr stattfinden werden, musste Sie auch wissen, in welcher zeitlichen Frist (!) die dem „Wunder“ vorausgehende „Warnung“ zu erwarten ist. Diese Auskunft erhielt Mari Loli aus einem Interview der „Hauptseherin“ Conchita aus dem Jahr 1971, worin Conchita das „Wunder“ spätestens bis zum 8. Mai eines Kalenderjahres ankündigen muss.
  3. Der gleiche Schluss lässt sich auch auf Conchita anwenden – nur mit einem kleinen Rechenunterschied. Da Conchita der genaue Zeitpunkt des „Wunders“ bekannt ist, abzüglich acht Tage Vorankündigung, kann sie den Zeitraum, die „Zeit und die Frist“  –  in der die „Warnung“ zu erwarten ist  –  noch weiter eingrenzen.

Diese Informationen, die durch die „Seherinnen“ selbst mitgeteilt wurden, lassen zusätzlich den logischen Rechenschluss zu, dass es ab dem 7. Mai eines Kalenderjahres nicht mehr zu einem der genannten Ereignisse („Warnung“ und „Wunder“) im Verlauf des Kalenderjahres kommen kann.

Das zeigt auch, wie absurd und lächerlich die „Warnungs-Ankündigungen“ sind, die schon so oft von Anhängerseite und aus „Warnungs-Ir(r)land“ zum Ende eines Jahres hin – ganz aufgeregt beschworen wurden.

Fazit:

Dieses „Große Geheimnis“ um das Datum der „Großen Warnung“, das im „Plan des Allerhöchsten“ verborgen sein soll, ist so geheim, dass es Conchita im günstigsten Fall auf die ersten 59 Tage des Kalenderjahres und im ungünstigsten Fall auf die ersten 127 Tage des Kalenderjahres präzise eingrenzen kann, da ihr angeblich der genaue Zeitpunkt des von ihr anzukündigen „Großen Wunders“ bekannt ist.media-375643-2

Es ist bestimmt nicht zu viel vom Leser verlangt, daraus zu folgern, dass die tiefschürfende Erkenntnis über diese sehr präzisen „Zeiten und Fristen“ (59 bis 127 Tage)  –  nicht nur Conchita, sondern auch dem „HERRN“ und seiner „Mutter“ bekannt sein dürften.

Dem himmlischen Vater zu unterstellen, hier eine „Daten-Geheimniskrämerei“ gegenüber „Sohn und Mutter“ zu betreiben, wobei es sich minimal um 59 Tage und maximal um die ersten 127 Tage eines nicht nur der sterblichen Conchita bekannten Kalenderjahres handelt, das ist schlichtweg nicht nur albern, sondern ist geeignet, den wahren Glauben der Lächerlichkeit preiszugeben.

So ist und bleibt das ganze „Garabandal-Theater“ eine Inszenierung von unten, die sich im Laufe der Jahrzehnte immer weiter selbst entlarvt hat. Die Geschwätzigkeit der „Seherinnen“ hat ihren Teil dazu beigetragen. Das wird die Unbelehrbaren jedoch nicht davon abhalten, sich weiterhin Hintertürchen zu suchen, um dieses Spiel aus trüben Quellen weiter zu pflegen.

So schaut auch Glenn Hudson, das Internetsprachrohr von Conchita Gonzales, ganz gespannt auf die im Oktober 2014 in Rom stattfindende, außerordentliche Bischofssynode und terminiert die „Warnung“ nach diesem Ereignis. Er bezieht sich dabei auf eine „Botschaft“ an die verstorbene Marie Loli, welche die „Warnung“ bald nach einer wichtigen Synode angekündigt hat.

Blick in die Zukunft:

Es wird keine in Garabandal angekündigte globale „Warnung“ geben. Ich sehe nur die Gefahr, dass ein jederzeit möglicher, erdgerichteter koronarer Massenauswurf (CME) die Erdatmosphäre farblich beeindruckend aufleuchten lässt (Polarlicht).

Einige aufgeregte „Warnungsjünger“, die seit Jahren nicht nur die ganze Verwandtschaft verrückt gemacht haben, könnten dann glauben, dass die „Warnung“ im Anmarsch ist und vor lauter innerer Anspannung einen Herzinfarkt bekommen. Es würde dann unverhofft die Falschen treffen.

Ein solch beeindruckendes Ereignis  –  auch als „Fatima Storm“ bekannt  –  fand im Januar 1938 statt. Nähere Infos sind unter den Stichworten „Aurora borealis 1938“ im Internet zu finden.

Ein „Wunder“ wird es mit Sicherheit geben. Es wird dann eintreffen, wenn sich auch die „Hauptseherin“ Conchita Gonzales aus diesem Erdenleben verabschiedet hat. Die noch verbliebenen Anhänger werden dann einsehen, dass ihnen kein „Großen Wunder“ vergönnt ist, sondern sie vielmehr auf ihrer Rat- und Fassungslosigkeit sitzen bleiben.

Nach dieser Erkenntnis wird sich der Garabandal-Fanclub wirklich lang anhaltend „w u n d e r n“  dürfen, nachdem klar ist, daß er mehr als ein halbes Jahrhundert lang dem Lügentheater um ein „Wunder-Datum“ aufgesessen ist, das es niemals gegeben hat.

Dieser Beitrag stammt von unserem, dem Leserkreis des CHRISTLICHEN FORUM seit Jahren bekannten Autor „GsJC“, dem wir für seine präzisen Recherchen herzlich danken.