Kath. Familienverbände in Europa: Jetzt in die nächste Generation investieren!

Die Föderation der katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE) hat am 10. November ihre halbjährliche Versammlung abgehalten, an der Mitgliedsverbände aus ganz Europa teilnahmen.

Sie alle eint die Sorgen um Europas Zukunft nach der Pandemie. Man verabschiedete die Resolution „Familien sind das Herzstück im Heilungsprozess nach der Pandemie“, mit der zum wiederholten Mal ein Paradigmenwechsel gefordert wird, der Familien und Familienverbände in den Mittelpunkt einer langfristigen europäischen Familienpolitik stellt.

FAFCE-Präsident Vincenzo Bassi sagte: „Diese Resolution ist in der heutigen Zeit ein Manifest. Wir werden unsere Arbeit fortsetzen und die EU-Institutionen und nationalen Regierungen von der Notwendigkeit überzeugen, dass ein Wiederaufbauplan und das vorgesehene EU-Budget besser für demographische und familienfreundliche Maßnahmen eingesetzt werden“.

Tatsächlich könnte es keinen besseren Zeitpunkt für diese Resolution geben, da der Rat der EU gestern mit dem Europäischen Parlament zu einer Einigung über den nächsten langfristigen EU-Haushalt und die Instrumentarien zum Wiederaufbauplan ‚Next Generation EU‘ gekommen ist.

Die Resolution unterstreicht, „dass Notfallmaßnahmen von entscheidender Bedeutung sind, will man die Verarmung von Familien verhindern und eine gerechte Anerkennung des großen Engagements von Familien in Zeiten der Pandemie leisten.“

Gleichzeitig forderten die FAFCE-Mitgliedsverbände ausdrücklich „alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf, eine demographische und familienfreundliche Politik in den Fond für den EU-Wiederaufbau zu integrieren, und so eine nachhaltige Zukunft für Europa zu gewährleisten“.


Vincenzo Bassi erklärte „Mit dieser Resolution wollen wir den EU-Institutionen im Augenblick ihrer Einigung über den EU-Haushaltsplan und dem Wiederaufbau-Projekt ‚Next Generation EU‘ eine Botschaft mit auf den Weg geben: wir fordern, dass diese Gelder als eine Investition für ein robustes Europa verwendet werden. Das bedeutet, Investitionen zugunsten einer demographischen Politik, die ein generationenübergreifendes Gleichgewicht gewährleistet.

Alles andere bedeutet nur mehr Schuldenlast auf den Schultern unserer Kinder. Wir müssen in die nächste Generation investieren und nicht auf deren Kosten. Es ist an der Zeit, Familien Vertrauen zu schenken und ihre grundlegende Rolle für unsere Gemeinschaft anzuerkennen.

Im Laufe dieser Mitgliederversammlung, die vor dem Hintergrund der derzeitigen Corona-Reglements nur digital stattfinden konnte, hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich über ihre Aktivitäten auszutauschen und zwei neue Mitgliedsverbände mit Beobachterstatus zu begrüßen: das Human Dignity Center (Ungarn) und die Life Network Foundation (Malta)


Kein Grund zum Jubeln: Die Anti-Baby-Pille wird jetzt 60 Jahre alt

Vor 60 Jahren, genauer am 18. August 1960, brachte der US-Pharmakonzern „Searle“ unter dem Handelsnamen „Envoid“ die erste Anti-Baby-Pille auf den Markt.

In Westdeutschland vermarktete die Schering AG ab 1961 das erste orale Kontrazeptivum unter dem Handelsnamen „Anovlar“. In der „DDR“ wurde das Hormonpräparat von dem Pharmahersteller VEB Jenapharm ab 1965 unter dem Handelsnamen „Ovosiston“ vertrieben.

Überall priesen – nach anfänglicher Zurückhaltung die Feministen – Frauen wie Männer – die „Pille“ als „epochale Erfindung“, „Befreiung der Frau“ und „Segen für die Menschheit“. An entsprechenden Berichten wird in der kommenden Woche sicher kein Mangel herrschen.

Die katholische Wochenzeitung „Tagespost“ hat in ihrer neuen Ausgabe den runden Geburtstag des Hormonpräparats zum Anlass für eine andere Sicht auf die „Pille“ genommen.

Zwei Autoren betrachten die medizinischen Nebenwirkungen, die die unterschiedlichen Pillen-Generationen bei Frauen entfalten könnten, sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen, die die Pille gebracht habe.

So beschreibt der Bioethik-Experte der „Tagespost“, Stefan Rehder, die medizinischen Auswirkungen auf den Körper der Frau, die in wissenschaftlichen Studien belegt worden seien (Erhöhtes Risiko für Thrombosen und Embolien, Depressionen, Verlust der Libido etc).

In einem weiteren Beitrag beschreibt der Familien-Experte des Blattes, Jürgen Liminski, die demographischen Folgen der Pille. Im Bewusstsein der Deutschen habe die Pille erst wertebetäubend, dann wertetötend gewirkt und damit einen Kulturbruch verursacht.