Präsident Trump kritisiert die Abtreibung in seiner „Rede zur Lage der Nation“

„Alle sind im Angesicht Gottes erschaffen“

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat in seiner Rede zur Lage der Nation am gestrigen Dienstag im Kapitol (Washington) ein neues Abtreibungsgesetz (Reproductive Health Act“) des Bundesstaates New York scharf kritisiert.

Das von den Demokraten eingeführte Gesetz erlaube, daß Kinder, die bereits Schmerzen empfinden können, noch nach der 24. Schwangerschaftswoche aus dem Bauch der Mutter „herausgerissen werden“. Bis zum 22. Januar 2019 galt die Frist bis zur 24. Woche.  –  Auch im US-Bundesstaat Virgina wurde jetzt die Spätabtreibung legalisiert.

Trump erklärte in seiner vielbeachteten Rede:

„Es könnte keinen größeren Kontrast zum wunderbaren Bild einer Mutter, die ihr Kind hält, geben, als das abschreckende Bild, welche die Nation in den letzten Tagen sah. Die Abgeordneten im Bundesstaat New York feierten mit Freude den Gesetzesteil, welches erlaubt, dass das Baby vor der Geburt noch aus ihrer Mutter herausgerissen werden darf.

Das sind lebendige, empfindsame, wunderschöne Babys, die niemals die Chance bekommen, ihre Liebe und Träume mit der Welt zu teilen.

Und dann haben wir den Fall des Governeurs von Virginia, der sogar mitgeteilt hat, dass er auch die Kinder nach der Geburt töten lassen möchte.“

Ralph Northam von Viriginia, hatte die Überlegung angestellt, dass Kinder, die bereits geboren sind, nur dann gerettet werden sollen, wenn dies dem Wunsch der Mutter und ihrer Familie entspreche.

Präsident Trump hatte zuvor bereits angekündigt, die Spätabtreibung zu einem Hauptthema beim Präsidentschaftswahlkampf 2020 zu machen. Er appellierte in seiner Rede an die Abgeordneten:

„Lasst uns zusammenarbeiten, um eine Kultur zu errichten, die das unschuldige Leben feiert. Und lasst uns eine fundamentale Wahrheit bestätigen: Alle Kinder – ob geboren oder ungeboren – sind im heiligen Angesicht Gottes erschaffen.“

Fotos: Dr. Edith Breburda


Neues Abtreibungsgesetz in New York trampelt das Lebensrecht mit Füßen

Von Dr. med. Edith Breburda

“Es ist ganz egal, ob wir Republikaner, Demokraten oder ultrakonservative Katholiken sind, Gott liebt uns alle gleich”, verkündete der liberal gesinnte Rektor einer Basilika im Herzen einer großen US-Metropole im mittleren Westen, in seiner Predigt am 1. Februar.

Er habe die Herz-Jesu-Verehrung wieder aufblühen lassen, damit Republikaner und Demokraten nicht derart aufeinander einhauen, dass sie bei alldem das größte Problem  – die Armen –  vergessen, sagte er weiterhin.

Der Priester ist bekannt,  in seiner Predigt ganz offen zu politisieren und gegen die Republikaner Stimmung zu machen. Seine Sorgen weichen ganz von denen ab, die mittlerweile in Angst und Bange vor kriminellen illegalen Einwanderern leben, welche vermehrt die Vororte seiner Stadt verunsichern. Einbrüche und Schüsse nehmen zu. Drogenhandel in der Schule steigt. Amerikaner und legale Immigranten sind die Leidtragenden, aber sie kommen nie in seiner Predigt vor.

Slogan: „GERECHTIGKEIT für die UNGEBORENEN“

Wenn man nur einen Funken von Gerechtigkeit besitzt, schnellt einem der Blutdruck auf 180 beim Lauschen seiner Ausführungen. Doch wenn man seine Missgunst kundtut, muss man damit rechnen, dass der Priester sich weigert, dem Betreffenden die Kommunion zu geben. Wie zornig schaute er neulich auf einen seiner Gläubigen, der mit einem roten „Make Amerika Holy Again“-Kappe in seine Kirche kam. Der Abstand war zu weit, die Schrift zu klein und die Aufschrift Holy wurde von ihm mit Great gedeutet.

Doch an diesem Freitag predigte er über den Gartenbau. Gott schaut nicht auf die Einstellung, wenn wir unsere Früchte pflanzen. Warum tat er es dann bei Kain und Abel, fragt man sich aber genau zu diesem Zeitpunkt. Fragte Gott nicht: „Kain, wo ist Dein Bruder“?  – „Das Blut Deines Bruders, welches das Ackerland bedeckt, schreit zu mir.“

Und schrie nicht auch das Blut der unschuldigen Kinder, die Herodes ermorden liess, zu Gott?

Demokraten, die einst katholische Partei, hassen inzwischen katholische Standpunkte und tun alles, sie zu verfolgen. „Es ist naiv, zu glauben, das sei nicht der Fall“, sagte neulich ein Journalist, der nicht mal katholisch ist, der sich aber über das neue liberale Abtreibungsgesetz von New York aufregt, welches der katholische Gouverneur Cuomo sogar derart feierte, dass er alle Wahrzeichen New Yorks in rosa Licht einhüllte.

Viele Stimmen werden laut, ihn zu exkommunizieren. Und diese Stimmen kommen vor allem von Nichtkatholiken. Sie beschweren sich, dass Andrew Cuomo keinen Hehl daraus macht, ein Freund von Papst Franziskus zu sein und ihn überall zitiert, ob gelegen oder ungelegen.

Jeder, der etwas gegen das neue Gesetz sagt, ist angeblich ein Frauenhasser, der ihre „reproduktiven Rechte“ nicht anerkennt. Notfalls wird das monoton wiederholt und die Frage des Reporters, ob man sich denn keine Gedanken darüber macht, ein geborenes Kind einfach sterben zu lassen, wird gar nicht beachtet. Es sei eine Sache zwischen dem medizinischen Personal und der Frau. Es sei ihr Recht, bis zum 9. Monat abzutreiben – auch nach der Geburt, und das ohne irgendwelche Konsequenzen.

Man hat nun Sorge, dass der neueste oberste Bundesrichter Brett Kavanaugh, den man ganz selbstverständlich als Frauenbelästiger verleumdete, das abtreibungsfreundliche Gesetz roe versus wade wieder rückgängig macht.

Es schmerzt, dass einige katholische Priester nicht über das neue Abtreibungs-Gesetz bestürzt sind. Selbst ein biomedizinischer Forscher, der aus Furcht vor Repressalien seinen Namen nicht preisgibt, schrieb eine lange Abhandlung über die Schmerzempfindung von Ungeborenen. Er sieht in dem New Yorker Gesetz nichts anderes als die Legalisierung der Ermordung von Babies, die schon lange vor ihrem grausamen Tod das volle Bewusstsein erlangt haben. „Dieser de facto „Genozid“ kann nun im großen Umfang von nichtkompetenten medizinischem Personal betätigt werden“, sagt der Forscher.

Der demokratische Gouverneur von Virginia, Ralph Northam, der selber Kinderneurologe ist, geriet bereits unter starken Beschuss, weil er es für moralisch einwandfrei hielt, ein Neugeborenes nach einer Zwiesprache zwischen dem medizinischen Personal und der Mutter sterben lasse kann, wenn die Mutter das so will. Es würde unter die Rubrik ihrer „reproduktiven Rechte“ fallen.

Nun fand man in dem Jahresbuch des 25-jährigen Nordham ein Foto, auf dem ein zwei Männer zu sehen waren, einer war schwarz angemalt, der andere war mit einer Ku-Klux-Klan-Kaputze abgebildet. Es ist unklar, welcher von beiden der Medizinstudent Northam ist. Planned Parenthood spendete 3 Millionen Dollars,um Northam zu helfen, Gouverneur von Virginia zu werden.

Die Eugenikerin Margaret Sanger, die Planned Parenthood mitbegründete, stand dem Ku Klux Klan sehr nahe. Sie schreibt in ihrer Autobiographie, dass sie vor der weiblichen Branche des Klans einen Vortrag gehalten hatte. Northam entschuldigte sich zwar, dennoch will er nicht von seinem Amt als Gouverneur zurück treten.

„Es war ein Jungenstreich“, behauptet die linke Presse, die sich nun sehr mit ihren Äußerungen zurückhält.

So nachsichtig war man nicht mit Brett Kavanaugh, in dessen High-School-Jahrbuch man vergeblich nach Hinweisen suchte, die Psychologin Dr. Ford belästigt zu haben. Man könnte über die Parteilichkeit hinweg sehen. Doch nicht dann, wenn man weiß, dass Planned Parenthood sowie der Ku Klux Klan immer schon die Abtreibung von schwarzen Kindern proklamierte, wie die Enkelin von Martin Luther King in Fox News am 1. Februar berichtete. 

„Die Demokraten sind die Pro-Choice Partei. Sie machen keinen Hehl daraus, öffentlich die katholische Kirche zu verfolgen. Wir sollen endlich aufwachen“, ermahnte neulich ein republikanischer Gouverneur. Dies ist dies schon lange so, und spätestens sollte dies aufgefallen sein, als wir Zeugen wurden, wie die MEGA-Kappe tragenden Schüler von Covington behandelt wurden.

Man fragt sich, ob das Blut der abgetriebenen Kinder nicht auch zum Himmel schreit. Man fragt sich nach der Ursache der 10 biblischen Plagen. Bereits als Kain seinen Bruder erschlug, fragte ihn Gott: „Warum hast Du etwas so Schreckliches getan? Du kannst nicht mehr hier bleiben. Der Ackerboden ist voller Blut. Es ist das Blut deines Bruders, den du getötet hast. Deshalb wirst du auf dieser Erde nichts mehr ernten und für den Rest deines Lebens ein heimatloser Wanderer sein, der nirgends Ruhe findet.“

Bei all dem kommt mir ein Jesuitenpater in den Sinn, der bereits in den 80iger Jahren die Erklärung für alle Naturkatastrophen im sündigen Verhalten der Menschen sah. Er meinte es nicht in einem böswilligen Sinn, als würde Gott den Menschen strafen. Er nahm eher darauf Bezug darauf, dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist – und so die Natur unter den „Fehltaten“ des Menschen mitleidet.

Wenn man das neue Gesetz unter diesem Aspekt betrachtet, trägt vielleicht eine Abtreibung von Unschuldigen mehr zu den Umweltkatastrophen bei als unser angebliches Zutun zu einer globalen Erwärmung. Die Stimmen einiger Forscher mehren sich, dass der Einfluss des Menschen so minimal ist, dass Global Warming nicht menschengemacht sei – im Gegenteil, wir würden eher in einer Zwischen-Eiszeit leben.

Doch diese Wissenschaftler wägen ihre Behauptung genau ab; sie ist inopportun, politisch nicht korrekt und deswegen will und kann man seine Anstellung nicht verlieren.

Denn wie gesagt: Bedürftige Amerikaner müssen warten, weil illegalen Einwanderer ihnen bei jeder Behörde vorgezogen werden. Und wie es den Homeless (Obdachlosen) in Chicago bei minus 50 Grad erging, wissen wir inzwischen. (Vgl. hier: https://rp-online.de/panorama/ausland/kaeltewelle-in-den-usa-bis-zu-80000-obdachlose-in-chicago-von-kaelte-bedroht_aid-36470763)

Unsere Autorin Dr. Edith Breburda ist deutsch-amerikanische Buchautorin, Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin.
 
Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/

Zur Causa Kavanaugh (USA): Wo bleibt die rechtsstaatliche Unschuldsvermutung?

Von Dr. Edith Breburda

Nicht zufällig erklärte das Oxford -Wörterbuch post-truth zum Schlagwort des Jahres 2016. Wir leben in einem Zeitalter der Post-Truth-Wissenschaft. Damit will man sagen, dass Werte wie Ehrlichkeit, Wahrheit und Seriosität nicht mehr viel mit Forschung zu tun haben.

Doch nicht nur auf diesem Gebiet wurden moralische Aspekte über Bord geworfen. Viele waren entsetzt, als der US-Senat eine Anhörung über den zum Bundesrichter vorgeschlagenen Barett Kavanaugh durchführte. Bisher galt man immerhin so lange als unschuldig, bis das Gegenteil erwiesen wurde.

Doch Ende September 2018 scheint dies keine Rolle mehr zu spielen. Im Gegenteil, der Kandidat galt als schuldig und sollte seine Unschuld beweisen. Man verlangte von ihm, das zu tun, was eigentlich die Aufgabe des Anklägers war.

Amerikaner fragten sich insofern, ob sie Ende September ihre Verfassung verloren haben und ob nun eine bloße Anschuldigung reicht, um hochgebildete Experten und ihre Familie zu denunzieren. Selbst der Präsident vermerkte dazu: „Es ist eine beängstigende Zeit für junge Männer in Amerika. Man kann angeklagt werden, bevor man seine Unschuld beweisen konnte [1].“

Viele Amerikaner waren sehr entrüstet darüber, dass der Vorwurf einer sexuellen Nötigung als Waffe missbraucht wurde. Man fällte bereits ein Urteil vor dem Prozess und ruiniert die ganze Karriere und das Ansehen eines bisher unbescholtenen Juristen.

Am Ende interessieren nur noch Emotionen und nicht der Befund der herbeigerufenen Staatsanwältin Mitchell, die erklärte, dass sie die Vorwürfe der Anklägerin für nicht als hinreichend belastbar hält, um sie weiter zu verfolgen.

Der nominierte Richter Kavanaugh ist konservativ und würde damit einer Mehrheit im Obersten Gerichtshof in Schlüsselfragen wie z.B. Abtreibung zum Erfolg verhelfen. Fachlich ist er bestens für die Stelle geeignet.

Doch seine Pro-life-Anschauung ist jenen, die seine Ansichten nicht teilen, ein Dorn im Auge. Deshalb versuchten linke Aktivisten, Kavanaughs Benennung mit einer Schmutzkampagne zu stoppen.

Man vergisst allzuleicht, dass ein Richter nicht nach seinen eigenen Ansichten handeln darf, sondern das zu tun hat, was die Verfassung verlangt  – und bisher konnte niemand als schuldig angesehen werden, ohne daß ein eindeutiger Beweis vorliegt. Das, was man dem Kandidaten vorwirft, ist außerdem kein Fahndungswürdiges Verbrechen, das erfordert würde, dass die US-Bundespolizei FBI ermittelt.

Ganz zu schweigen davon, dass der Beschuldigte damals noch nicht volljährig war. Eine Untersuchung des FBI ist auch nicht dazu da, ein Urteil zu fällen. Das muss letztendlich der Senat tun und sollte dazu normalerweise nicht allzu lange benötigen. Langwierige Prozesse hinsichtlich des vom Präsidenten gewünschten Kandidaten gibt es erst, seitdem Präsident Trump das Land regiert.

Viele missbrauchten die geplante Ernennung zum Obersten Richter auf Lebenszeit als ein Politikum. Doch wenn Senatoren aus konservativen Staaten weiterhin den Nominierungsprozess hinauszögern, könnte ihnen das schaden bei den anstehenden Midterm Elections, die im November 2018 das Repräsentantenhaus und ein Drittel der Senatoren wählen.

Zudem werden nachweisliche sexuelle Verfehlungen, die einen Demokraten aus dem Bundestaat Minnesota betreffen, und die keine 36 Jahre zurückliegen, unter den Teppich gekehrt. Diese Doppelmoral verärgert viele Amerikaner. Denn wenn es sich um einen Republikaner handelt, bleiben all die Zeugnisse der vielen Frauen, die Kavanaughs Versicherung der Unschuld bestätigen,  unberücksichtigt.

Stattdessen macht es Schule, Politiker, die sich für Kavanaugh aussprechen, notfalls mit Gewalt, einzuschüchtern. Senatoren erhalten Todesdrohungen und werden auf öffentlichen Plätzen niedergeschrieen.

Mittlerweile hat das FBI keine Anhaltspunkte, dass die Anschuldigungen gerechtfertigt sind. Im Gegenteil, die Anklägerin kann keine Beweise liefern, und die Menschen, die sie am besten kennen wie ihr ehemaliger Freund, bezeichnen sie als notorische Lügnerin.

Einige Politiker fordern Konsequenzen. In einem Rechtsstaat sollte es nicht möglich sein, ungestraft in einen Prozess einzugreifen, ohne auch nur die geringsten Beweise für eine Anschuldigung zu haben.

Anmerkung: (1) Tageszeitung „Die Welt“: Beängstigende Zeit für junge Männer in Amerika. Politik Ausland. 2.10.2018.

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin, Schriftstellerin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.  – Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/
Ergänzender Artikel hier: https://papsttreuerblog.de/2018/10/09/kavanaugh-der-testballon/

Der US-Senat bestätigt Lebensrechtler Neil Gorsuch für den Obersten Gerichtshof

Nach tagelangen zähen Debatten hat der US-amerikanische Senat gestern dem konservativen Bundesrichter Neil Gorsuch (siehe Foto) die erforderliche Zustimmung für den Supreme Court (den obersten Gerichtshof) erteilt.

Der christliche Abtreibungsgegner war von US-Präsident Trump für dieses Amt nominiert worden, bedurfte aber noch der Bestätigung durch den Senat.

In den Vereinigten Staaten werden die Richter für den Obersten Gerichtshof auf Lebenszeit gewählt, daher ihre überragende Bedeutung. Gorsuch tritt nun die Nachfolge des verstorbenen Richters Antonin Scalia an. Nächste Woche soll der 49-jährige Lebensrechtler vereidigt werden.

Zuletzt stimmten 54 der 100 Senatoren für Gorsuch. Am vergangenen Donnerstag hatten die Republikaner die eigentlich nötige Mehrheit von 60 Stimmen verpaßt. Zwar erhielt Gorsuch drei Stimmen aus dem Lager der Demokraten-Partei, doch zusammen mit den 51 republikanischen Stimmen blieben die Republikaner noch unterhalb des erforderlichen Quorums.

Darauf starteten die Demokraten einen sog. Filibuster, eine in der Geschäftsordnung des Senats erlaubte Endlosdebatte, die das einzige Ziel verfolgt, die Schlußabstimmung auf unbestimmte Zeit hinauszuzögern und letztlich zu verhindern. Die Republikaner beendeten dieses Szenario, indem sie mit einfacher Mehrheit die Geschäftsordnung änderten. Bei der folgenden Abstimmung reichte die einfache Mehrheit, um Gorsuch durchzusetzen.

Mit der Bestätigung dieses Bundesrichters stehen im Obersten Gerichtshof fünf konservative Verfassungshüter vier linkliberal orienterten Richtern gegenüber. Damit herrscht eine konservative Mehrheit, was vor allem für die Abtreibungssituation in den USA wichtig ist.

Weitere Infos über Gorsuch in unserem früheren Artikel: https://charismatismus.wordpress.com/2017/02/01/praesident-trump-beruft-lebensrechtler-neil-gorsuch-fuer-das-hoechste-us-gericht/


Präsident Trump beruft Lebensrechtler Neil Gorsuch für das höchste US-Gericht

Von Felizitas Küble

Der neue amerikanische Präsident Donald Trump hat am gestrigen Dienstagabend, den 31. Januar 2017, seine Ankündigung wahrgemacht und einen konservativen Lebensrechtler als neuen Richter für das höchste Gericht des Landes, den Supreme Court, berufen.    img_27191

Es handelt sich um den 49-jährigen Bundesrichter Neil Gorsuch (siehe Foto) aus Denver im US-Bundesstaat Colorado. Er hat in drei Elite-Universitäten (darunter Harvard) studiert; zuvor besuchte er eine katholischen Jesuitenschule, wenngleich er selber Mitglied der anglikanischen Episkopalkirche ist.

Die Entscheidung für Gorsuch gilt als sehr bedeutungsvoll, denn die Richter für den Supreme Court werden auf Lebenszeit ernannt.

Trump hofft darauf, daß sich sowohl die regierenden Republikaner wie auch die oppositionellen Demokraten auf diesen Kandidaten einigen, denn sein Vorschlag muß vom Senat, in welchem die Republikaner über eine knappe Mehrheit von 52 Sitzen verfügen, noch bestätigt werden, wozu 60 Stimmen nötig sind, also auch einige von Seiten der Demokraten.

Gorsuch gilt als Abtreibungsgegner; zudem hat er sich stark gegen Euthanasie bzw. „Sterbehilfe“ sowie als Verteidiger der Religionsfreiheit (vor allem im Sinne einer Freiheit der Kirche vor staatlichen Eingriffen) positioniert. Er hatte bislang zum Thema Abtreibung zwar noch kein Urteil zu fällen, bekennt sich aber umfassend zum Lebensschutz am Anfang und Ende des Lebens.

Foto: EuroProLifeSein Buch mit dem Titel „Die Zukunft des assistierten Selbstmordes und der Euthanasie“ wurde vom Verlag der Princeton-Universität herausgegeben.

Wenngleich der umsichtige Jurist mit den guten Manieren als wertkonservativ bekannt ist, wird er zugleich als unideologischer Rechtsgelehrter über Parteigrenzen hinweg geschätzt und anerkannt. Dazu heißt es in der Tageszeitung „Die Welt“: „Mit seiner intellektuellen Integrität und seinem freundlichen Auftreten hat er sich auch bei denen Respekt erworben, die seine juristischen Ansichten nicht teilen.“

Nach dem Tod von Richter Scalia herrrscht derzeit in dem sonst neunköpfigen Verfassungsgerichtshof eine Pattsituation von vier eher konservativen zu vier eher liberalen Richtern. Mit dem Familienvater Gorsuch würde eine konservative Mehrheit ermöglicht, was auch für die Abtreibungsgesetzgebung in den USA von größter Bedeutung sein könnte.

Gorsuch-Foto: Fox-News, Dr. E. Breburda

 


Hillary Clintons Kampf für grenzenlose Abtreibung führte zu ihrer Wahlniederlage

Nach der Niederlage Hillary Clintons haben Mitglieder ihrer Demokratischen Partei  deren Unterstützung für die Abtreibung kritisiert  –  und ihren Umgang mit religiösen Wählern.

Slogan:

Slogan: „GERECHTIGKEIT für die UNGEBORENEN“

„Hillary Clinton und die Demokratische Partei haben am Dienstag die Wahl zu einem Großteil wegen ihrer extremen Haltung zur Abtreibung verloren, die viele potentielle Clinton-Wähler abgestossen hat“, teilte die Gruppe „Demokraten für das Leben“ mit. 

Bereits vor der Wahl hätten die „Democrats for Life“ die Parteiführung gewarnt, dass die Partei langsam sterbe, wenn sie nicht in einen Dialog mit den Lebensrechtlern in den eigenen Reihen trete, sagte Direktorin Kirsten Day.

Clinton unterstützt die Abtreibung von Kindern bis kurz vor ihrer Geburt und wünscht zudem eine Finanzierung von Abtreibung durch Steuergelder – was seit vierzig Jahren in den USA durch das „Hyde Amendment“ verboten ist. 

Für Kirsten Day ist klar: Diese radikale Haltung hat den Demokraten viele Wählerstimmen gekostet. 

In Bundestaaten wie Wisconsin und Pennsylvania, die traditionell die Demokraten wählen, habe Clinton wegen dieser Haltung viele Stimmen verloren unter den „Millionen Abtreibungsgegnern in der eigenen Partei“, aber auch potentielle Wähler unter gemäßigten Republikanern und Unentschiedenen.

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://de.catholicnewsagency.com/story/demokraten-clintons-haltung-zu-religion-und-abtreibung-kostete-sie-stimmen-1315

Foto: Dr. Edith Breburda


Kontroverse in den USA über die 11 Millionen illegalen Einwanderer

Von Dr. Edith Breburda

Der neue US-Kongress House-Speaker (Parlamentssprecher) Paul Ryan von Wisconsin hat getan, was von ihm erwartet wurde: Er beschuldigte Präsident Barack Obama wegen seiner Unfähigkeit, ein Gesetz hinsichtlich der illegalen Zuwanderer in die Vereinigten Staaten von Nord-Amerika zu erlassen.

Die Legalisierung der geschätzten 11 Millionen Einwanderer ohne Papiere konnte bisher nicht erreicht werden.SAMSUNG CSC

In den Stunden nach Obamas Wiederwahl im Jahre 2012 sagte der damalige Sprecher John Boehner einen „umfassenden Ansatz“ zur Reform der Einwanderung zu. Sie sei „längst überfällig, und ich bin zuversichtlich, dass der Präsident, ich selbst und andere eine gemeinsame Basis finden werden“.

FOTO: Grenzzaun vom US-Bundesstaat Kalifornien nach Mexiko mit Bewachung

Zur Zeit besteht eine Pattsituation im Kongress bezüglich der illegalen Einwanderer. Der Leiter des Departments of Homeland Security (Regierungssektor Innere Sicherheit), Secretary Jeh Johnson, hat im Juni 2015 bei einem Vortrag an der Rice-University gesagt, dass Einwanderer ohne Papiere, die in Obamas erster Amtszeit massenhaft deportiert wurden, in den USA bleiben sollten: „Diese Leute sind hier, sie leben unter uns und sie sind nicht wegzudenken“.

Illegale Immigranten verrichten Arbeiten, die von Amerikanern nicht ausgeführt werden. Sie arbeiten für einen geringeren Lohn, den sie akzeptieren.

Inzwischen hat Präsidentschaftskandidat Donald Trump nach seiner Wahl Massendeportationen versprochen, um das Land von Einwanderern ohne Papiere zu befreien.

In einer CNN/ORC-Umfrage vom Juli 2015 sagten 63 Prozent der Republikaner, dass sie einen Plan für „ein Ende des Zustroms illegaler Einwanderer in die USA und für eine Abschiebung derer, die bereits hier sind, unterstützen“ würden, während nur 34 Prozent sagten, sie seien „für einen Plan, der es ermöglicht, dass illegale Einwanderer, die Arbeit haben, gesetzliche US-Bürger werden.“  – Bei den Demokraten und Unabhängigen waren diese Positionen umgekehrt.

Der erste Test, ob das Thema Einwanderung die Träume von einem Wahlsieg der Republikaner im Jahr 2016 beeinflussen wird, könnte auch von Senator Marco Rubio, dem Florida-Republikaner, der als Hilfskandidat im Falle eines Ausfalls von Jeb Bush dient, beeinträchtigt werden. Rubio war gegen die „Amnestie“ der Illegalen im Jahr 2010, unterstützte die Einwanderungsreform im Senat im Jahr 2013, dann wandte er sich gegen sie, als sich die politischen Gezeiten veränderten.

Literatur: Francis Wilkinson: Anti-immigration Republicans rein in Paul Ryan. Wisconsin State Journal, 4. Nov. 2015BookCoverImage

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda (von ihr stammt auch das Foto) ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin). 

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

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