Studien: Kirchgängerinnen leben länger

Bereits im Jahr 2006 berichtete sogar „Der Spiegel“ ausführlich darüber, dass ein positiver Zusammenhang zwischen regelmäßigem Gottesdienstbesuch und Gesundheit nachgewiesen werden konnte. —> HIER !

Eine Mitte Mai 2016 veröffentlichte Studie der angesehenen Harvard-Universität (USA) kommt zu ähnlichen Ergebnissen:

Frauen, die regelmäßig mehr als einmal pro Woche am Gottesdienst teilnahmen, hatten eine um 33 % niedrigere Sterberate im Vergleich zu Frauen, die keine Kirchgängerinnen waren. Sie bekamen z.B. deutlich seltener Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. —> HIER
Die Original-Quelle —> HIER

Quelle: http://kreuzknappe.blogspot.de/


Anwalt Anweiler klagt auf Informations-Herausgabe zu Merkels Flüchtlingsbeschluss

Der Düsseldorfer Jurist Clemens Antweiler ist Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Buchautor; er klagt jetzt auf Herausgabe von Informationen hinsichtlich der Entscheidung von Kanzlerin Merkel Anfang September, die Grenzen für Flüchtlinge, Migranten und Asylsuchende zu öffnen. 159481-3x2-teaser296

Der Anwalt verlangt auf Grundlage des Informationsfreiheits-Gesetzes die Herausgabe aller „amtlichen Informationen, auf deren Grundlage die Entscheidung zur Einreise von Flüchtlingen aus Ungarn“ getroffen wurde, berichtet das Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“.

Merkels Entscheidung möge zwar „menschlich verständlich“ sein, sagte Antweiler dem „Spiegel“,  fügte aber hinzu: „Mein Eindruck ist, dass sich die Bundesregierung dabei über geltendes Recht hinweggesetzt hat.“ – Daher wolle er gerne in Erfahrung bringen, ob sein Eindruck zutreffend sei. 

Vom Bundesinnenministerium und dem Auswärtigem Amt habe er auf Anfrage lediglich erfahren, es lägen „keine amtlichen Informationen“ vor, mit denen die Entscheidung vorbereitet worden sei.

Quellen: Der Spiegel, dts-Nachrichtenagentur

Weiteres Info zur Flüchtlingskrise: Artikel von Dr. Bernd F. Pelz. https://charismatismus.wordpress.com/2015/10/29/fluechtlingskrise-konsequenzen-des-zuzugs/

Artikel der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/angela-merkels-fluechtlingspolitik-schafft-den-westen-ab-13884814.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2


Kardinal Müllers Vorstoß zur Familiensynode: Schreibt der „Spiegel“ naiv oder gezielt am Thema vorbei?

Von Felizitas Küble

Auch „Spiegel“-online veröffentlichte am heutigen Nachmittag (17. September) die Sensationsmeldung, wonach Glaubenspräfekt Gerhard Müller nebst weiteren Kardinälen und hochrangigen Würdenträgern ein Buch zur kirchlichen Ehelehre AL-0005herausbringen wird, das noch rechtzeitig vor der vatikanischen Familiensynode erscheint.

Der Sammelband wird von modernistischer und linkskatholischer Seite bereits jetzt als eine Art Kampfansage verstanden, obwohl er noch gar nicht auf dem Markt ist. 

(Das CHRISTLICHE FORUM hat ebenfalls  –  schon vor dem „Spiegel“  –  über diese „heiße“ Causa berichtet.)

Allerdings fällt bei Müller-Gegnern nicht zum ersten Mal ein grundlegender „Denkfehler“ auf, wobei offen bleiben mag, ob es sich um mangelnde Sachkenntnis oder um einen gezielten Versuch handelt, den Standpunkt des Kardinals verzerrt darzustellen, um damit seiner inhaltlichen Position und seinem Ansehen zu schaden.

Bereits jetzt wird der vatikanische Glaubenspräfekt vielfach als „erzkonservativer Panzerkardinal“ bezeichnet  –  für ihn vermutlich eine Ehre, ebenso wie seinerzeit für seinen Vor-Vorgänger im Amte: Joseph Kardinal Ratzinger, der ähnliche Titulierungen gewohnt war.

Nun zu jenem erwähnten „Zerrbild“, das der „Spiegel“ bereits in seinem Titel präsentiert: „Kardinäle gegen Öffnung der Kirche für Geschiedene„.

Thema verfehlt, denn die Forderung nach einer „Öffnung für Geschiedene“ erinnert an das Einrennen offener Türen. Warum?  – Weil eine Trennung als solche, selbst wenn sie dauerhaft ist und zivilrechtlich als Scheidung durchgezogen wird, niemanden vom Tisch des HERRDSC05485N ausschließt.

Die hl. Kommunion ist erst bei einer „Wiederheirat“ nicht mehr erlaubt, denn auch im Falle einer Trennung/Scheidung bleibt das unauflösliche Eheband bestehen (es sei denn, die Ehe erweist sich als ungültig, somit kirchlich betrachtet als nicht existent).

Daher ist bei einer gültigen und vollzogenen Ehe zu Lebzeiten beider Partner keine weitere kirchliche H0chzeit möglich.

Eine zivilrechtliche Heirat von Partnern, bei denen einer oder beide geschieden sind, ist hingegen keine Ehe auf christlicher Basis. Diese „Wiederverheirateten“ dürfen nur bei sexueller Enthaltsamkeit zu den Sakramenten gehen.

Alles andere würde der von Christus verkündeten Unauflöslichkeit der Ehe widersprechen, die in der katholischen Kirche als ein heiliges Sakrament angesehen wird.

Dies bedeutet, daß die Ehe nicht „nur“ als Stiftung Gottes zur Schöpfungsordnung gehört, sondern sogar zur Heilsordnung, zum Erlösungswerk des HERRN selbst.

Die Ehe unter Getauften ist ein wirksames Abbild der Liebe Christi zu seiner Kirche; sie schenkt den Vermählten die helfende Kraft von oben bzw. die besonderen Gnaden des Ehesakramentes.

Eine noch höhere Würdigung der Ehe ist religiös und kulturell nicht denkbar.

Bereits nach wenigen Sätzen heißt es in dem erwähnten „Spiegel“-Artikel übrigens erneut über das demnächst erscheinende Müller-Buch:

„In ihren Beiträgen wenden sich die Kardinäle sowie weitere Theologen dagegen, die Kommunion in der katholischen Meßfeier an Geschiedene zu verteilen.“

Falsch, setzen!  – Richtig müßte es heißen: „…an geschieden Wiederverheiratete zu verteilen.“

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

1. Foto: Bistum Regensburg

 


Realsatire in Limburg: Von der „Bischofsresidenz“ zur Suppenküche?

Die katholische Webseite „Kreuzknappe“ berichtet zur aktuellen Debattenlage in der Causa Limburg folgendes:

„Zuzutrauen wäre es den Herren aus dem Limburger Domkapitel: Wie der „Spiegel“ heute und nicht etwa am 1. April verkündet, inzwischen rasch und dankbar von zahlreichen Abschreiber-Medien aufgegriffen, prüft das Limburger Ordinariat „und der Klerus“ (und das ist nach Meinung des SPIEGELS das Domkapitel) zukünftige Verwendungsmöglichkeiten des neu erbauten Diözesanen Zentrums.

Foto: Hans Martin Schmidt

Foto: Hans Martin Schmidt

Der „Geldgeschmack muss weg“, habe man dem SPIEGEL zugetragen, heißt es. Und deshalb will man daraus eine Suppenküche, einen öffentlichen Garten mit Café oder ein Asylbewerberheim machen.

Der Vorschlag würde jedenfalls recht gut in die hysterische Debatten-Landschaft passen. Man könnte für ein paar weitere Millionen umbauen und dann irgendwo anders für den alten oder den neuen Bischof das nach früheren Angaben des Domkapitels (…) so dringende Domizil für den Bischof ganz neu für noch ein paar weitere Millionen errichten.“

Aufschlußreich und von teils originellen Einfällen geprägt sind bei „Kreuzknappe“ auch die Leserkommentare  –  hiervon einige Auszüge:

Ein „Ordinariatsgeschädigter“ schreibt ironisch:

„Einer der Hauptkritiker des derzeitigen Limburger Bischofs (er ist noch im Amt!) ist im Domkapitel Johannes Graf von und zu Eltz. Wie man weiß, ist dessen Familiensitz die in ihrem Privatbesitz befindliche Burg Eltz.
Diese wurde gerade mal für sagenhafte 5,1 Millionen Euro saniert. Und davon hat das Land Rheinland-Pfalz nach eigenen Angaben allein  4 Millionen aus Steuergeldern beigetragen. Also unter diesen Umständen sollte man dann aber bitte auch schnell aus der protzigen Burg einen Jugendknast machen!“

Richard Dorn präsentiert ebenfalls eine „passende“ Umnutzungs-Idee:

„Ergänzender Vorschlag: Die bischöfliche Privatkapelle würde sich doch hervorragend als Bauerntheater eignen. Dann könnte dort in täglichen Aufführungen das Limburger Domkapitel irgendwelche lustigen Schwänke aus dem Leben des Ordinariats aufführen. Mit dem Erlös könnte man ein kleines Seniorenzentrum für ausscheidende Domkapitulare errichten.“

Eine „Zeitungsfrau“ sorgt zudem für die nötige Sachkompetenz:

„Ich habe den Verdacht, dass dem Limburger Domkapitel auch grundlegende Kenntnisse im Baurecht fehlen. Sonst müsste man nämlich wissen, dass eine solche Nutzungsänderung genehmigungspflichtig ist und im Falle von baulichen Änderungen wie ein Bauantrag behandelt wird. Was passieren kann, wenn man den Antrag auf Nutzungsänderung nicht stellt, kann man gerne beim Freisinger Diözesanmuseum erfragen (grins)
Abgesehen davon würde die Veränderung der Bausubstanz erheblich und damit sehr kostspielig sein: Heute sind für öffentliche Gaststättenbetriebe usw. ganz bestimmte Standards Vorschrift, wie z.B. eine bestimmte Anzahl und Größe der Toiletten, der Küche und vieles mehr. Im Falle des Limburger Bischofshauses würde der Umbau also sehr teuer. Na dann viel Spaß dabei!“

QUELLE und vollständiger Artikel samt Leserkommentaren hier: http://kreuzknappe.blogspot.de/2013/10/eilmeldung-soll-aus-dem-protzigen.html

Zudem finden wir auch diesen Beitrag zur Causa Limburg höchst aufschlußreich: http://kreuzknappe.blogspot.de/2013/10/limburg-aktuelle-pressekonferenz-des.html


FOCUS begibt sich auf BILDzeitungs-Niveau gegen Bischof Tebartz-van Elst

Andreas Englisch schwadroniert und spekuliert drauflos

Das Wochenmagazin „Focus“ will sich in der anhaltenden öffentlichen Debatte um den Limburger Bischof offenbar zunehmend kirchenfeindlich wie der „Spiegel“ und  primitiv wie die BILDzeitung (daneben)benehmen.

Dies ist derzeit umso erstaunlicher, als einige „Leitmedien“ in ihrem Anti-Tebartz-Kesseltreiben bereits auf die Bremse treten oder den Rückwärtsgang einlegen, z.B. die Tageszeitung DIE WELT.

Foto: Bistum Limburg

Foto: Bistum Limburg

Am Montag, den 21. Oktober, veröffentlichte die Polit-Illustrierte „Focus“ online einen teils absonderlichen Artikel von Julian Rohrer unter dem Titel „Mächtiger Mann im Vatikan“  –  gemeint ist Kardinal Quellet, Chef der Bischofskongregation, der  natürlich in der Causa Limburg ein Wörtchen  mitzureden hat.

Der Stil des Rundumschlags zeichnet sich z.B. dadurch negativ aus, daß Tebartz-van Elst mehrfach als „Protz-Bischof“ verunglimpft wird  –  dümmer gehts nimmer.

Wie manipulativ der Redakteur vorgeht, zeigt sich schon eingangs:

„Papst Franziskus, der Demut und Bescheidenheit predigt, empfing den Protz-Bischof, der seinen Amtssitz für rund 40 Millionen Euro  –  unter aller Geheimhaltung, erst zum Schluss gab es eine offizielle Ankündigung der Audienz.“

Die zutreffende Summe beträgt aber 31 Millionen. Der 40-Mio-Betrag ist spekulativ, weil er die möglicherweise zu erwartenden Kosten von Straßenschäden vorwegnimmt, die erst noch festgelegt werden. Zudem konnte der Limburger Bischof diese erst im Laufe der Bautätigkeit auftretenden Spätfolgen nun wirklich nicht vorausahnen.

Zudem wird  – wie so oft –  verschwiegen, daß zum sog. „Amtssitz“ des Limburger Bischofs zahlreiche weitere Gebäude gehören, zb. das Diözesan-Sekretariat, das Bistums-Museum mit dem Domschatz, ein Haus für Ordensschwestern, Kapelle, ein Konferenzgebäude usw.

Sodann wird der ehem. BILD-Reporter und Dauer-Dampfplauderer Andreas Englisch zitiert, der „vermutet, dass der Papst dem Limburger Bischof wohl die Leviten gelesen habe – und klargestellt haben wird, dass er sich seine Bischöfe anders vorstelle.“

Sodann schwadroniert Englisch munter weiter, der Papst habe dem Limburger Bischof wohl folgendes gesagt:

„Halt die Klappe.“ Ich tippe, dass der Limburger Bischof ein Jahr in ein Kloster in Deutschland gehen wird.“

Was Englisch hier „tippt“ bzw. sich aus den Fingern saugt, ist allerdings völlig bedeutungslos  –  das sollte auch FOCUS einmal „checken“.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Limburger Bischof: Auch FAZ und „Spiegel“ beginnen mit der Kehrtwende…

Kommentar von Felizitas Küble

Nachdem kürzlich in der Tageszeitung DIE WELT und im Wochenmagazin FOCUS bereits aus dem Rahmen fallende Beiträge erschienen sind, die einen kritischen Blick auf die Kampagne gegen den Limburger Bischof werfen, beginnt jetzt auch bei den Hauptbetreibern jener Hetzjagd, nämlich FAZ und „Spiegel“, der wohl etwas quälend wirkende Versuch, in dieser Causa eine Kehrtwende anzusteuern.

Foto: Hans Martin SchmidtDies mag darin begründet sein, daß einige Journalistenlügen immer bekannter werden (zB. die Zeitungsente mit der 15.000-Euro-Badewanne zu Limburg); es kann aber auch damit zu tun haben, daß die Redaktionen erheblichen Druck von ihrer Leserschaft erhalten, die des hysterischen Treibens allmählich überdrüssig werden.

Bereits vor einigen Tagen ließ das Hamburger Meinungsmagazin „Der Spiegel“ ausgerechnet per Jakob Augstein nebst der gängigen Anti-Tebartz-Sprücheklopferei ganz neue „Töne“ verlauten.

So heißt es in diesem Artikel beispielsweise:

„Die Limburger werden ihm eines Tages dankbar sein, denn nach allem, was man sieht, ist diese bischöfliche Residenz ein ungewöhnliches Beispiel gelungener Architektur. (…) Die Kosten mögen zu hoch sein. Aber sie sind gut investiert. „Das Diözesane Zentrum ist exzellente Baukunst, eines der besten deutschen Neubauvorhaben seiner Art aus den letzten Jahren“, hat Rainer Haubrich in der „Welt“ geschrieben und das glaubt man mit Blick auf die Bilder sofort.

Ein „Protz-Bischof“, wie er auf dem Boulevard beschimpft wird, ist dieser Tebartz-van Elst gerade nicht, sondern ganz im Gegenteil ein geschmackvoller Mann, dem man allerdings ein solches Bauvorhaben nicht anvertrauen sollte. Aber für solche Differenzierung ist nur wenig Raum im Strudel all der Empörung. Das Keifen der Menge ist übrigens in der Architektur des öffentlichen Raumes kein guter Maßstab.“

Der „Spiegel“ sollte sich selbstkritisch die überfällige Frage stellen, w e r  denn wohl seit Monaten für das „Keifen der Menge“ gesorgt hat…

Ausgerechnet die FAZ gibt sich jetzt „korrekt“

Auch bei der „Frankfurter Allgemeinen“ scheint man aus taktischen Gründen bereits an einen Rückwärtsgang zu denken. Ausgerechnet Daniel Deckers, bekanntlich ein unermüdlicher Hauptagitator gegen den Limburger Bischof, erinnert jetzt unter dem Titel „Nicht nach Gutdünken“ daran:

„Auch er hat ein Recht auf die Einhaltung elementarer Regeln des Prozessrechts.“

Zudem erwähnt  der Kirchenredakteur der FAZ, daß noch Wochen oder Monate vergehen können, bis der Prüfbericht der Dt. Bischofskonferenz abgeschlossen ist: „Doch das Rechtsgut, um das es geht, ist diesen Preis wert.“ 

Abschließend läßt Deckers einen unnötigen Seitenhieb gegen den Papst los, statt endlich das eigene journalistische Kesseltreiben zu hinterfragen: „Nichts wäre gut in einer Kirche, in der ein Papst nach Gutdünken Bischöfe absetzen kann.“

Noch weniger wäre gut in einer Kirche, wenn unfaire MEDIEN in ihrem unstillbaren Machtrausch unliebsame Bischöfe nach Kampagnen-Unart zum Rücktritt drängen könnten.

HIER ein Interview mit der evangelischen Theologin Petra Bahr in der liberalen Wochenzeitung DIE ZEIT  – sie äußert sich sehr kritisch über das Kesseltreiben in den Medien gegen den Limburger Bischof: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-10/Limburg-Medien-Debatte?commentstart=89

Foto: Hans Martin Schmidt


Jochen Riebels Rundumschläge: Wo bleibt die Verantwortung der Kontrolleure?

Als Hauptankläger gegen den Limburger Bischof betätigt sich derzeit vor allem der frühere hessische Europaminister Jochen Riebel, der den attackierten Kirchenmann öffentlich als „krank oder raffinierter Betrüger“ verunglimpfte. e5359dc532c2210a4bd1e232bbe4825c

Obwohl (oder weil?) Riebel seit Jahren dem vom Bischof selber installierten Vermögensverwaltungsrat angehört, sich also durchaus die Frage nach seiner eigenen Verantwortung stellt, tritt der Kontrolleur offenbar die Flucht nach vorne an; er dreht den Spieß kurzerhand um nach der Devise: Der Bischof ist an allem (allein)schuld!  

 Soll dadurch von eigener Mitverantwortung bzw. mangelnder Sorgfalt bei der Ausgabenprüfung abgelenkt werden?

In einem der üblichen Anti-Bischofs-Artikel der BILDzeitung wird heute immerhin darauf hingewiesen: Dem neu gegründeten Vermögensverwaltungsrat sei im Sommer 2011 ein Kostenvolumen in Höhe von 17 Millionen Euro für Um- und Neubauten vorgelegt worden.“  –  Also genau jenem Gremium, als dessen Sprecher der feine Herr Riebel auftritt, der folglich seit Jahren über hohe Millionensummen im Bilde ist.

Nun beleidigt der pensionierte Politiker medienwirksam Bischof Tebartz van Elst, aus dessen Hand er selber noch Ende Januar dieses Jahres gerne den päpstlichen Gregoriusorden angenommen hat: siehe Bericht HIER  –  und Foto HIER.

Dieses merkwürdige Gebaren führt allmählich bei kritischer denkenden Bürger ins Grübeln darüber, ob hier alles noch mit logischen Dingen zugeht.

Nachdem die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die gemeinsam mit dem „Spiegel“ seit Monaten zum Sturm auf Tebartz v. Elst bläst, heute sogar interne Bauplanungs-Unterlagen veröffentlichte (Von wem erhalten? Auf rechtswidrigem Wege?), melden sich unterhalb des Artikels eine Reihe Leserstimmen zu Wort, die auch an die Verantwortung der Kontrollgremien erinnern.

So schreibt z.B. Dagmar Eydt heute (13.10.) um 11,46 Uhr folgendes:

„Nur der Bischof?
Genauso müsste man den Jochen Riebel, der jetzt so in die Presse feuert, mal an das Schlawittchen nehmen. Er ist im Verwaltungsrat. Tatenlos zugesehen, wie Gelder fließen. Augen geschlossen. Haushaltspläne angefordert, aber nicht wirklich tätig geworden. Jetzt bringt er einen „kranken Menschen“ an den Pranger. Medienwirksam. Aber Riebel hat zwei drei Jahre nur in der Sache dagesessen. Wenn er mit der Aufgabe betraut ist, die Finanzen einer Organisation zu überwachen, wie ich es lese, warum hat er den „kranken Menschen“, wie er es beschreibt, nicht an den Ausgaben gehindert? Jahrelang sind Rechnungen bezahlt worden.“

Riebel müsste sich in seiner Funktion auch verantworten. Oder war er in der ganzen Bauzeit in Urlaub oder selbst „krank“?

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Alice Schwarzer über pädosexuelle Irrwege im rotgrünen Milieu: „Die 68er und ihre Erben“

In der aktuellen Ausgabe der Frauenzeitschrift „Emma“ (Okt./Nov. 2013) befaßt sich Herausgeberin Alice Schwarzer auf den Seiten 54 bis 57 ausführlich mit den Gründen und Hintergründen der pädosexuellen Verirrungen in linksliberalen bzw. rotgrünen Kreisen.

Dabei nimmt die bekannte Feministin in puncto „Sex mit Kindern“ kein Blatt vor den Mund.

Unter dem Titel „Die Fortschrittlichen und die Pädophilie“ schreibt sie gleich eingangs:

„Die Empörung war groß, als der Missbrauch von Kindern in katholischen Internaten ans Licht kam. Zu recht. Aber es dauerte länger, viel länger, bis auch die sexuellen Übergriffe der „Kinderfreunde“ in WGs und Kommunen als Skandal empfunden wurden.“

„Es war der linksliberale Zeitgeist“

Zudem stellt die Emma-Herausgeberin klar, daß sich die Kritik nicht allein auf die grüne Partei beziehen sollte:

„Es waren nicht nur die Grünen. Es waren auch nicht nur die 68er. Es war der Zeitgeist, der allerdings war links beziehungsweise liberal. Es war einfach angesagt bei (fast) allen, die sich als fortschrittlich verstanden: Dass doch nichts dabei sei, wenn Erwachsene mit Kindern…denn die wollten es doch auch.“

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Alice Schwarzer erwähnt sodann die grün-alternative Tageszeitung „taz“ aus Berlin, die ebenfalls eine „sexuelle Befreiung“ ohne Grenzen auf ihre Fahnen schrieb.

Es seien, so Schwarzer, „die 68er und ihre Erben, die Grünen, die in den ihnen nahestehenden Publikationen“ gewesen, welche „nicht nur das Recht der Kinder auf eine eigene Sexualität propagiert“ hätten, sondern auch das vermeintliche „Recht“ der Erwachsenen auf Sex mit Kindern.

„Inspiriert von der grünen BAG SchwuP“

Hinsichtlich der skandalösen grünen Beschlüsse aus den 80er Jahren (pro Straffreiheit pädosexueller Verbrechen) erläutert die Chefredakteurin der „Emma“, diese seien u.a. „inspiriert“ worden von der grünen BAG SchwuP (Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle); Schwarzer fügt hinzu:

„Der Koordinator der SchwuP, Dieter Ullmann, war da wegen Kindesmissbrauchs schon mehrfach im Gefängnis gewesen. Und übrigens war bei der SchwuP auch der Grüne Volker Beck aktiv.“

Alice Schwarzer erinnert zudem an gewisse Irrwege des linksgerichteten Hamburger Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“:

„Es war auch die Zeit, in der EMMA beim Presserat einen Antrag auf Rüge wegen Kinderpornografie stellte. Anlass war ein Spiegel-Cover im Mai 1977, auf dem eine 12-Jährige abgebildet war. Titelzeile „Die verkauften Lolitas“. Eva Ionesco, die Tochter des Dramatikers, hat später als Erwachsene ihre Mutter verklagt. Die Fotografin Irina Ionesco hatte die Fotos gemacht und verkauft. Die Tochter fühlte sich missbraucht und forderte die Zensur dieser weltweit von ihr als „Lolita“ kursierenden Bilder. 2012 bekam sie recht, doch nur zum Teil.“

Grüne pro Porno und Prostitution

Die Autorin beläßt es keineswegs bei Enthüllungen über Vergangenes; sie kritisiert die grüne Partei auch hier und heute:

„So waren und sind die Grünen weiterhin gegen jegliche Einschränkung von Pornografie. Und sie sind die Vorreiter einer Verharmlosung von Prostitution, für sie „ein Beruf wie jeder andere“. Das passt zur Verharmlosung des Missbrauchs von Kindern: Die herrschenden Alt-Grünen sind gegen Herrschaftsverhältnisse im gesellschaftlichen Bereich, leugnen jedoch die Machtverhältnisse im Privaten. Das gilt für das Machtgefälle zwischen Freiern und Prostituierten ebenso wie für das zwischen Erwachsenen und Kindern. – Dürfen wir also auch bei der Prostitution, diesem „Beruf wie jeder andere“, nun 30 Jahre warten, bis ihre Verharmlosung und Akzeptanz als Skandal empfunden wird?“

Schwarzer wirft dem grünen Geschäftsführer Volker Beck ausdrücklich „Verharmlosung und Akzeptanz der Prostitution“ vor und zitiert seine vielsagenden Äußerungen hierzu:

„Beck wörtlich: „Wenn Leute etwas anbieten, andere es kaufen wollen und es keine ökologischen oder sozialen Nebenwirkungen gibt, die man dringend unterbinden muss, dann nehme ich das zur Kenntnis und störe mich nicht weiter daran.“  –  Das erklärte Volker Beck jüngst apropos der Prostitution. – Sexualität als Ware. Man kann einen solchen Grad an Zynismus kaum fassen.“

Prof. Kentlers skandalöse Praktiken

Überdies befaßt sich die prominente Feministin mit dem bekannten Pädagogen Prof. Helmut Kentler; er zählt zu den Lieblings-Autoren und einstigen Vorzeige-Figuren der 68er Bewegung:

„Wenn einer wie der renommierte Sozialpädagoge Helmut Kentler, Professor an der Universität Hannover und Gerichtsgutachter, in seinen „wissenschaftlichen“ Schriften allen ernstes den Richtern empfahl, straffällige Jugendliche „bei pädagogisch interessierten Päderasten“ unterzubringen – dann schrie niemand Skandal (nur EMMA), sondern wurde zustimmend genickt. Tatsächlich ergingen Urteile, die „Kinderfreund“ Kentlers guten Rat befolgten und die Jungen den Pädophilen quasi auf Gedeih und Verderb auslieferten. Denn die mussten sich ja auch noch erkenntlich zeigen bei den „Kinderfreunden“. „

Kritische Seitenhiebe erhalten auch die Fernsehanstalten, wobei Alice Schwarzer in den vergangenen Jahren mehrfach öffentlich darauf hinwies, daß es unfair sei, einseitig auf die katholische Kirche einzuprügeln, wie dies in den meisten Presseorganen, Rundfunkanstalten usw. gang und gäbe war  –  und teils heute noch ist:

„Doch auch die Medien dürfen sich durchaus nach ihrer Verantwortung fragen. Ich erinnere mich nur zu gut, wie ich 2010 zu Beginn des Ruchbarwerdens des Missbrauchs in katholischen Internaten in einer Live-Talkshow auch auf den Skandal in der Odenwald-Schule, also im progressiven Milieu, hinwies. Die Moderatorin schnitt mir hart das Wort ab. Als ich im Verlauf der Sendung noch einmal darauf aufmerksam machen wollte, fiel meine Anmerkung ins Leere. Und das, obwohl zu diesem Zeitpunkt bereits alles über die Odenwald-Schule auf dem Tisch lag.“

Auch „Humanistische Union“ und GEW gegen Kinderschutz

Aufschlußreich sind zweifellos auch jene Fakten, die Schwarzer hinsichtlich Prof. Rüdiger Lautmann, der „Humanistischen Union“, den Judos,  Jusos und der seit Jahrzehnten links agierenden Gewerkschaft GEW auflistet:

„Der als links geltende Rechtswissenschaftler Rüdiger Lautmann zum Beispiel konnte ungestört weiter an der Universität Bremen lehren, obwohl er bereits 1978 den sexuellen Missbrauch von Kindern als „Straftaten ohne Opfer“ bezeichnet hatte. Auf dem Deutschen Soziologentag im April 1979 war Lautmann dann maßgeblich an dem Antrag beteiligt, den Pädophilie-Paragraphen 176 ersatzlos zu streichen. Wer hätte ihn auch stören sollen?

Zusammen mit Lautmann, der den „Arbeitskreis Homosexualität und Gesellschaft“ initiiert hatte, forderten die FDP-nahe „Humanistische Union“ ebenso wie die „Schwulengruppen“ der Jungdemokraten, Jungsozialisten und die „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“ die ersatzlose Streichung des § 176. Wäre das nicht verhindert worden, wäre der sexuelle Missbrauch von Kindern heute in Deutschland straffrei.“


Straffreiheit für Sex mit Kindern: „Spiegel“-Verkehrtes anno 1970

Pädosexuelle Tendenzen im Gefolge der 68er Revolte

Der „Spiegel“, seit jeher  d a s  „Enthüllungsmagazin“ der Nation, gehört selber mal genauer unter die Lupe genommen.

Wir hier im CF bereits an zwei Beispielen (1980 und 1996) aufgezeigt, hat das linke Hamburger Politblatt jahrzehntelang kriminellen Pädosex verharmlost oder prominente Kinderschänder gar verherrlicht.

Den Startschuß für diese verhängnisvollen Bestrebungen, Kindesmißbrauch legalisieren zu wollen, gab zweifellos die 68er Kulturrevolution und ihre damit verbundene sog. „sexuelle Befreiung“, die teils auch sexuelle Handlungen von Erwachsenen mit Kindern einbezog – oder Sexualität „vor“ Kindern (zB. Intimverkehr der Eltern vor den eigenen Sprößlingen).

Beides (Sex mit und Sex „vor“ Kindern) war und ist rechtswidrig, ja mit Recht strafbar. Doch damals wollte man die „bürgerlichen Regeln“ brechen und das Strafrecht liberalisieren. Tatsächlich wurde auch das Sexualrecht weitgehend „entschärft“, zB. die Pornografie legalisiert.

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Doch damit nicht genug, wollten die besonders revolutionär Gestimmten weitergehen und auch den Pädosexuellen (die im Volksmund als „Kinderschänder“ bezeichnet werden) zu ihrem vermeintlichen Recht verhelfen.

Ein typisches Beispiel dafür, wie diese Tendenzen pseudowissenschaftlich begünstigt wurden, lieferte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in einem Interview vom 24.8.1970 mit den parlamentarischen Staatssekretär Dr. Alfons Bayerl, einem bayerischen SPD-Politiker, der die unter der sozialliberalen Regierung Brand forcierte Liberalisierung des Sexualstrafrechts wesentlich mitgestaltete.

Doch wie sich aus dem Wortwechsel ergibt, positionierte sich der „Spiegel“ hierbei im Sinne der „sexuellen Revolution“ sogar noch deutlich links von Bayerl.

Im Laufe des Gesprächs kommt die Redaktion auch auf eine denkbare Strafrechtsreform beim Mißbrauchs-Paragraphen 176 zu sprechen.

Schon die Sprachregelung der  ersten diesbezüglichen „Spiegel“-Frage läßt tief blicken:
„Gewaltlose sexuelle Handlungen an Kindern sollen auch in Zukunft mit Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren geahndet werden können. Entspricht dieser Strafrahmen moderner wissenschaftlicher Erkenntnis über den Schaden, den diese Kinder tatsächlich erleiden?“

Die Antwort des sozialdemokratischen Politikers:

„Wir haben leider viel zuwenig wissenschaftliche Erkenntnisse, ob überhaupt und welchen Schaden Kinder davontragen. Wenn die Sexologen und andere Wissenschaftler in den nächsten Jahren mehr und bessere empirische Daten liefern, sind wir gern bereit, das Gesetz wieder zu ändern.“

Der „Spiegel“ bleibt weiter am Ball und behauptet munter drauflos:

„Einige Daten liegen ja immerhin schon vor. Wir denken da an den Tübinger Medizinprofessor Reinhard Lempp, der aufgrund einer Untersuchungsreihe an 97 Kindern zu folgender Feststellung gekommen ist:

„Die selbstverständliche Annahme einer seelischen Schädigung der Kinder durch sexuelle Delikte geht in Wirklichkeit auf eine tradierte besondere Tabuierung des Sexuellen überhaupt zurück und auf die bemerkenswerte Überbewertung der Verwerflichkeit sexueller Handlungen außerhalb ehelicher Beziehungen … Allein über solche sexuellen Dinge vor einem Kreis erwachsener Menschen reden zu müssen belastet solche Kinder mehr als die Tat selbst, ja, es belastet die Kinder oft ganz allein.“

Immerhin stellt der Staatssekretär klar, daß jene Studie wohl doch auf dünner Basis beruht: „97 Kinder sind noch nicht sehr viel.“ 

Trotzdem stimmt er grundsätzlich zu: „Aber ich bin derselben Ansicht: Solange unsere Gesellschaft die Sexualität noch so tabuiert, wird das allein schon immer einen Schaden bei den Kindern hervorrufen. Sie werden ja so erzogen, im Elternhaus, in der Schule, in ihrer ganzen Umgebung.“

Demnach entsteht der seelische Schaden bei Kindern weniger durch die Untat selber, sondern angeblich durch die „Tabus“ der Gesellschaft, die solche Verbrechen allerdings zu Recht nicht duldet.

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Nach so viel grünem Licht bohrt der „Spiegel“ unermüdlich weiter:

„Sollte der Gesetzgeber nicht eher darauf hinwirken, diese Tabuierung abzubauen, statt sie gesetzlich zu zementieren“Darauf Bayerl: „Man kann mit dem Gesetz nicht positiv erzieherisch einwirken. Dafür ist das Strafrecht weiß Gott ein untaugliches Mittel. Verhängnisvoll sind für das Kind die vielen Vernehmungen bei Polizei und Gericht. Wie hoch wir den Strafrahmen ansetzen, spielt dabei überhaupt keine Rolle.“

Schaden entsteht nicht durch den Täter, sondern durchs Strafrecht…

Also für das Kind ist in dieser schrägen Logik offenbar nicht das Mißbrauchsverbrechen „verhängnisvoll“, sondern die „Vernehmungen“ im Falle einer Ahnung des Täters.

Für die Spiegel-Redaktion ist hier ein Faß aufgemacht, in dem gerne weiter gerührt wird, denn als nächstes wird der damalige Rechtsschutz für Minderjährige infrage gestellt:

„Im Bewußtsein der Gesellschaft ist aber eine hohe Strafdrohung ein Indiz, daß etwas als ganz besonders verwerflich gilt. Wer sexuelle Handlungen an abhängigen 14- bis 21jährigen vornimmt  –  Lehrer an Schülern etwa, Geistliche an Konfirmanden, Vorgesetzte an Untergebenen – , soll mit Freiheitsentzug bis zu fünf Jahren bestraft werden. Haben Sie hier Forschungsergebnisse, die eine besondere Schutzbedürftigkeit nahelegen?“

Der Staatssekretär widersteht dem in der Fragestellungen liegenden Trend zunächst einigermaßen:

„Nein, auch nicht. Aber wir wollen Erwachsene hindern, manipulierend in die sexuelle Entwicklung der Kinder einzugreifen. Die Kinder sollen auch im sexuellen Bereich echte Partnerschaftsverhältnisse erfahren. Bei Autoritätspersonen ist das doch durchweg nicht der Fall.“

„Wenigstens die Altersgrenze herabsetzen…“

Doch der „Spiegel“ bleibt hartnäckig am Ball  – und zwar am falschen, indem er weiter bohrt:
„Müßte man nicht wenigstens die Altersgrenze herabsetzen, den Schutz auf 14- bis 16-jährige beschränken, wie es auch eine westdeutsche Professoren-Runde in einem Alternativ-Entwurf vorgeschlagen hat“

Bayerl widerspricht: „Fänden Sie es gut und richtig, daß ein 17jähriges Mädchen, das zur Erziehung in einem Heim untergebracht ist oder zur Ausbildung bei einem Lehrherrn, ständig sexuell belästigt wird?“

Auch hier beschwichtigt das Hamburger Blatt erneut und ignoriert dabei das Machtgefälle zwischen Vorgesetzten und Untergebenen mit einer dummdreisten Behauptung:
„Der Schaden, der bei diesem Mädchen entsteht, kann doch nicht größer sein, als wenn Hausverwalter oder Gesellen zudringlich werden.“

Das RECHT hilft der JUGEND

Das RECHT hilft der JUGEND

Der Staatssekretär entgegnet erneut:

„Wir wollen die Freiheit im sexuellen Verhalten schützen. Ein unabhängiges 17jähriges Mädchen tut es im Einverständnis. In einem Abhängigkeitsverhältnis braucht die Autoritätsperson keine Gewalt anzuwenden, sondern macht sich das Mädchen aufgrund der autoritären Stellung gefügig.“

Doch der „Spiegel“ ist nicht zu bremsen: „Auch innerhalb von Abhängigkeitsverhältnissen gibt es einverständliche sexuelle Beziehungen. Die würden auch unter die Pönalisierung fallen.“

Bayerl stellt klar: „Wenn es um eine 16- bis 21jährige geht, nur „unter Mißbrauch der Abhängigkeit“.“

Straffreiheit für Pornos an Jugendliche

Als nächstes kümmert sich der „Spiegel“ darum, den damals noch geltenden Jugendschutz vor Pornografie infrage zu stellen:

„Für Erwachsene soll  –  seit langem überfällig  –  die Pornographie künftig freigegeben werden. Warum aber soll weiterhin jemand bestraft werden, der Jugendlichen unter 18 Jahren Pornos verschafft? Aus geschmacklichen Gründen? Oder haben Sie Beweismaterial dafür, daß Pornographie auf Jugendliche schädlich wirkt?“

Nachdem der Staatssekretär einräumt, er habe (angeblich) keine Kenntnis von Beweismaterial, bleibt der „Spiegel“ unerbittlich am Ball:

„Nach den bislang vorliegenden Untersuchungen spricht überhaupt nichts für schädliche Wirkungen auf Jugendliche. Vor allem hat man ausgeschlossen, daß Pornographie zu unkontrolliertem Sexualverhalten verleite und daß sie die Triebrichtung beeinflusse, wie früher angenommen wurde.“

Bayerl bemerkt war noch: „Ich sehe nicht recht ein, was für die Freigabe spricht“, doch der „Spiegel“ nimmt ihn mit seiner weiteren Fragestellung derart in die Zange, daß ihm die argumentative Puste ausgeht:

Frage des „Spiegel“: „Nach Paragraph 184 soll mit maximal einem Jahr Freiheitsstrafe bestraft werden, wer einem Kind Pornos zugänglich macht. Nach Paragraph 176 Absatz 5 Ziffer 3 soll dieselbe Handlung drei Jahre Freiheit kosten, wenn sich der Erwachsene dabei sexuell erregt — was das Kind gar nicht bemerken muß und für den Grad der Einwirkung auf das Kind auch keinen Unterschied macht. Was soll hier eigentlich dreimal so hoch bestraft werden, die sexuelle Erregung des Erwachsenen?“

Bayerls entgegenkommende Antwort:

„Kein vernünftiger Richter wird den Strafrahmen dann ausschöpfen. Aber ich stimme Ihnen zu. Tatsächlich würden wir mit diesem Tatbestand wieder die wollüstige Absicht pönalisieren, was wir auf keinen Fall wollen. Man muß beim 176 den ausnehmen, der vorzeigt und sich selber erregen will, ohne daß das Kind davon Kenntnis erlangt.“

Das Interview verdeutlicht, wie zielstrebig die „Spiegel“-Redaktion sogar den SPD-Politiker vor sich hertreibt und ihn in die gewünschte Richtung lenkt  – und zwar zu Lasten des Schutzes für Kinder und Minderjährige.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Mail: felizitas.kueble@web.de  / Twitter: @felixitas

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Wie der „Spiegel“ 1996 einen prominenten Kinderschänder verherrlichte

Lobrede auf den pädosexuellen Gajdusek: „Schuldfreier Kindertraum“

Wenn es gegen das Christentum  –   zumal die verhaßte katholische Kirche  –   geht, entwickelt das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ einen ausgeprägten Jagdinstinkt und spielt sich gerne als Chefankläger auf.

Derzeit konzentriert sich das Hamburger Blatt allerdings darauf, die pädosexuellen Sündenfälle der grünen Partei aufzuspießen, wobei die entsprechenden Fakten im wesentlichen seit langem bekannt sind,  zuvor aber von der Mainstreampresse weitgehend unter der Decke gehalten wurden.

Aber nicht allein die Grünen, auch der „Spiegel“ selbst hat allen Anlaß, vor der eigenen Haustür zu kehren, zumal die pädosexuellen Fehlleistungen der Grünen aus den 80er Jahren stammen, der „Spiegel“ sich jedoch noch im Jahre 1996 (!) in unfaßbarer Weise vergalloppierte:

In seiner Nr. 20/96 veröffentlichte das Politblatt nämlich eine warme Lobeshymne auf den  –  so wörtlich –  „Knabenliebhaber“ und Nobelpreisträger Carleton Gajdusek, dessen pädosexuelles Treiben mit rosa Brille schöngeschrieben wurde.

„Nobelpreis schützt vor Torheit nicht“

Dieser Spruch ist wohl wahr angesichts der zahlreichen Mißbrauchs(un)taten des am 12. Dezember 2008 verstorbenen Wissenschaftlers, der 1976 wegen seiner  Erfolge in der Virenforschung den Medizin-Nobelpreis erhielt.

Doch als der 72-jährige Amerikaner wegen Kinderschändung ins Gefängnis kam, war das für  Spiegel-Reporter Carlos Widmann Grund genug, sich ironisch über die Justiz in den USA auszulassen:

So heißt es bereits im ersten Absatz seines Artikels, der „Wissenschaftler von Weltrang“ sei jetzt in „äußerste Verdächtigkeit“ geraten. Er habe, so jammert der Redakteur, einige Nächte im Knast sogar „mit Dieben und Dealern im Gefängnis verbringen“ müssen.

Der vom „Spiegel“ verteidigte Päderast fühlte sich schon früh zu Naturvölkern im Pazifik hingezogen, genauer: zu den kleinen Jungs dort.

Dies wiederum gerät im „Spiegel“-Bericht regelrecht zu einem „Faszinosum“:

„Der Südpazifik und seine Menschen, von denen Carleton Gajdusek sich zeitlebens magisch angezogen fühlte, wurden ihm zu Hause, in Amerika, zum Verhängnis. Welch ein Faszinosum, diese Naturvölker mit ihrer eigenwilligen Geschlechtsmoral!“

„Eher der Verführte als der Verführer“

Dabei erläutert das Nachrichtenmagazin seiner Leserschaft allen Ernstes,  der Herr Professor sei nicht etwa als Verführer der Knaben anzusehen, sondern eher umgekehrt, denn über die Tagebuch-Eintragungen Gajduseks heißt es dort:

„Er befleißigte sich in der Beschreibung des Ortsüblichen einer nahezu klinischen Genauigkeit: „Die Jungen strecken ihre Zungen leicht gekräuselt aus dem Mund, um mit einer öffentlichen Geste, die mir neu ist, Fellatio zu suggerieren.“ – Im Kreis der Halbwüchsigen von Neuguinea scheint er eher der Verführte als der Verführer gewesen zu sein.

Daß der später so berühmte Virologe seine  –  so der „Spiegel“ wörtlich –  „Schützlinge“ (!) in großer Zahl aus dem Urwald lotste, um sie daheim zu mißbrauchen, findet das Polit-Magazin offenbar eher drollig: 

„All dies brachte der Amateur-Anthropologe Gajdusek schon vor 30 Jahren zu Papier, als er begann, junge Schützlinge aus den Urwalddörfern mit nach Amerika zu bringen, immer mit dem Einverständnis der Eltern.

In seinen Personaldaten hat der Wissenschaftler unter dem Stichwort „Familie“ einmal 54 Adoptivkinder angegeben  –  manchmal lebten bis zu einem Dutzend Jungen gleichzeitig in seinem Haus.“

Mißbrauchsopfer mit „privilegierter Existenz“

Schließlich hatten diese Jungen aus der Südsee  eine „privilegierte Existenz“, weiß der „Spiegel“ zu berichten, duften sie doch mit weltberühmten Persönlichkeiten gemeinsam an einem Tisch tafeln:

„In puncto Bildungschancen führten diese Kinder und Teenager eine privilegierte Existenz, auch gemessen an ihren amerikanischen Mitschülern. Am Eßtisch im Hause Gajdusek löffelten Weltberühmte mit: die Ethnologin Margaret Mead, die über das Sexualleben der Südsee-Jugendlichen ein weitverbreitetes Buch geschrieben hat; der Nobelpreisträger und Gajdusek-Lehrmeister Linus Pauling; der Philosoph und Erfinder Richard Buckminster Fuller.“

Sodann heißt es weiter: „Gajdusek kann sich selbst nur als Wohltäter sehen“  –  und seine „früheren Zöglinge“ würden ihn angeblich „auch so betrachten“. 

Überdies ist vom „knabenfrohen Tagebuch“ des Wissenschaftlers zu lesen, auch wird allen Ernstes von seinem „kinderlieben Lebensstil“ geflötet.

Daß er als Sexualstraftäter überführt wurde, ist wohl arges Pech für den „knabenfrohen“ Päderasten. Wörtlich schreibt der „Spiegel“-Autor hierzu:

„Zwei frühere Abhängige des Wohltäters jedenfalls ließen sich zu Aussagen bewegen, die ihn der Unzucht (nämlich mit ihnen) beschuldigen. Dem widerspricht energisch-liebevoll, doch nicht immer überzeugend, die Mehrheit der dankbaren Zöglinge.“

Im Gefängnis ist Schluß mit der „Knabenliebe“ des „Wohltäters“, greint der „Spiegel“-Redakteur; seinem „schuldfreien Kindertraum“ kann er dort nicht mehr nachgehen, was ihm immerhin 30 Jahre lang vergönnt war  –  und das „beinahe unbehelligt“:

„Seinen Versuch, sich als Erwachsener diesen schuldfreien Kindertraum zu erfüllen, hat der Metzgerssohn aus Yonkers über drei Jahrzehnte beinahe unbehelligt betreiben können.“

Der so gerne auf einem hohen Roß sitzende „Spiegel“ befindet sich also tief im Glashaus, zumal er noch 1996  – als es längst ausführliche Mißbrauchsberichte in Medien gab  –  die Untaten eines rechtskräftig verurteilten Sextäters nicht „nur“ verharmloste, sondern regelrecht glorifizierte.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster