Studien: Kirchgängerinnen leben länger

Bereits im Jahr 2006 berichtete sogar „Der Spiegel“ ausführlich darüber, dass ein positiver Zusammenhang zwischen regelmäßigem Gottesdienstbesuch und Gesundheit nachgewiesen werden konnte. —> HIER !

Eine Mitte Mai 2016 veröffentlichte Studie der angesehenen Harvard-Universität (USA) kommt zu ähnlichen Ergebnissen:

Frauen, die regelmäßig mehr als einmal pro Woche am Gottesdienst teilnahmen, hatten eine um 33 % niedrigere Sterberate im Vergleich zu Frauen, die keine Kirchgängerinnen waren. Sie bekamen z.B. deutlich seltener Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. —> HIER
Die Original-Quelle —> HIER

Quelle: http://kreuzknappe.blogspot.de/


Anwalt Anweiler klagt auf Informations-Herausgabe zu Merkels Flüchtlingsbeschluss

Der Düsseldorfer Jurist Clemens Antweiler ist Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Buchautor; er klagt jetzt auf Herausgabe von Informationen hinsichtlich der Entscheidung von Kanzlerin Merkel Anfang September, die Grenzen für Flüchtlinge, Migranten und Asylsuchende zu öffnen. 159481-3x2-teaser296

Der Anwalt verlangt auf Grundlage des Informationsfreiheits-Gesetzes die Herausgabe aller „amtlichen Informationen, auf deren Grundlage die Entscheidung zur Einreise von Flüchtlingen aus Ungarn“ getroffen wurde, berichtet das Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“.

Merkels Entscheidung möge zwar „menschlich verständlich“ sein, sagte Antweiler dem „Spiegel“,  fügte aber hinzu: „Mein Eindruck ist, dass sich die Bundesregierung dabei über geltendes Recht hinweggesetzt hat.“ – Daher wolle er gerne in Erfahrung bringen, ob sein Eindruck zutreffend sei. 

Vom Bundesinnenministerium und dem Auswärtigem Amt habe er auf Anfrage lediglich erfahren, es lägen „keine amtlichen Informationen“ vor, mit denen die Entscheidung vorbereitet worden sei.

Quellen: Der Spiegel, dts-Nachrichtenagentur

Weiteres Info zur Flüchtlingskrise: Artikel von Dr. Bernd F. Pelz. https://charismatismus.wordpress.com/2015/10/29/fluechtlingskrise-konsequenzen-des-zuzugs/

Artikel der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/angela-merkels-fluechtlingspolitik-schafft-den-westen-ab-13884814.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2


Kardinal Müllers Vorstoß zur Familiensynode: Schreibt der „Spiegel“ naiv oder gezielt am Thema vorbei?

Von Felizitas Küble

Auch „Spiegel“-online veröffentlichte am heutigen Nachmittag (17. September) die Sensationsmeldung, wonach Glaubenspräfekt Gerhard Müller nebst weiteren Kardinälen und hochrangigen Würdenträgern ein Buch zur kirchlichen Ehelehre AL-0005herausbringen wird, das noch rechtzeitig vor der vatikanischen Familiensynode erscheint.

Der Sammelband wird von modernistischer und linkskatholischer Seite bereits jetzt als eine Art Kampfansage verstanden, obwohl er noch gar nicht auf dem Markt ist. 

(Das CHRISTLICHE FORUM hat ebenfalls  –  schon vor dem „Spiegel“  –  über diese „heiße“ Causa berichtet.)

Allerdings fällt bei Müller-Gegnern nicht zum ersten Mal ein grundlegender „Denkfehler“ auf, wobei offen bleiben mag, ob es sich um mangelnde Sachkenntnis oder um einen gezielten Versuch handelt, den Standpunkt des Kardinals verzerrt darzustellen, um damit seiner inhaltlichen Position und seinem Ansehen zu schaden.

Bereits jetzt wird der vatikanische Glaubenspräfekt vielfach als „erzkonservativer Panzerkardinal“ bezeichnet  –  für ihn vermutlich eine Ehre, ebenso wie seinerzeit für seinen Vor-Vorgänger im Amte: Joseph Kardinal Ratzinger, der ähnliche Titulierungen gewohnt war.

Nun zu jenem erwähnten „Zerrbild“, das der „Spiegel“ bereits in seinem Titel präsentiert: „Kardinäle gegen Öffnung der Kirche für Geschiedene„.

Thema verfehlt, denn die Forderung nach einer „Öffnung für Geschiedene“ erinnert an das Einrennen offener Türen. Warum?  – Weil eine Trennung als solche, selbst wenn sie dauerhaft ist und zivilrechtlich als Scheidung durchgezogen wird, niemanden vom Tisch des HERRDSC05485N ausschließt.

Die hl. Kommunion ist erst bei einer „Wiederheirat“ nicht mehr erlaubt, denn auch im Falle einer Trennung/Scheidung bleibt das unauflösliche Eheband bestehen (es sei denn, die Ehe erweist sich als ungültig, somit kirchlich betrachtet als nicht existent).

Daher ist bei einer gültigen und vollzogenen Ehe zu Lebzeiten beider Partner keine weitere kirchliche H0chzeit möglich.

Eine zivilrechtliche Heirat von Partnern, bei denen einer oder beide geschieden sind, ist hingegen keine Ehe auf christlicher Basis. Diese „Wiederverheirateten“ dürfen nur bei sexueller Enthaltsamkeit zu den Sakramenten gehen.

Alles andere würde der von Christus verkündeten Unauflöslichkeit der Ehe widersprechen, die in der katholischen Kirche als ein heiliges Sakrament angesehen wird.

Dies bedeutet, daß die Ehe nicht „nur“ als Stiftung Gottes zur Schöpfungsordnung gehört, sondern sogar zur Heilsordnung, zum Erlösungswerk des HERRN selbst.

Die Ehe unter Getauften ist ein wirksames Abbild der Liebe Christi zu seiner Kirche; sie schenkt den Vermählten die helfende Kraft von oben bzw. die besonderen Gnaden des Ehesakramentes.

Eine noch höhere Würdigung der Ehe ist religiös und kulturell nicht denkbar.

Bereits nach wenigen Sätzen heißt es in dem erwähnten „Spiegel“-Artikel übrigens erneut über das demnächst erscheinende Müller-Buch:

„In ihren Beiträgen wenden sich die Kardinäle sowie weitere Theologen dagegen, die Kommunion in der katholischen Meßfeier an Geschiedene zu verteilen.“

Falsch, setzen!  – Richtig müßte es heißen: „…an geschieden Wiederverheiratete zu verteilen.“

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

1. Foto: Bistum Regensburg

 


Realsatire in Limburg: Von der „Bischofsresidenz“ zur Suppenküche?

Die katholische Webseite „Kreuzknappe“ berichtet zur aktuellen Debattenlage in der Causa Limburg folgendes:

„Zuzutrauen wäre es den Herren aus dem Limburger Domkapitel: Wie der „Spiegel“ heute und nicht etwa am 1. April verkündet, inzwischen rasch und dankbar von zahlreichen Abschreiber-Medien aufgegriffen, prüft das Limburger Ordinariat „und der Klerus“ (und das ist nach Meinung des SPIEGELS das Domkapitel) zukünftige Verwendungsmöglichkeiten des neu erbauten Diözesanen Zentrums.

Foto: Hans Martin Schmidt

Foto: Hans Martin Schmidt

Der „Geldgeschmack muss weg“, habe man dem SPIEGEL zugetragen, heißt es. Und deshalb will man daraus eine Suppenküche, einen öffentlichen Garten mit Café oder ein Asylbewerberheim machen.

Der Vorschlag würde jedenfalls recht gut in die hysterische Debatten-Landschaft passen. Man könnte für ein paar weitere Millionen umbauen und dann irgendwo anders für den alten oder den neuen Bischof das nach früheren Angaben des Domkapitels (…) so dringende Domizil für den Bischof ganz neu für noch ein paar weitere Millionen errichten.“

Aufschlußreich und von teils originellen Einfällen geprägt sind bei „Kreuzknappe“ auch die Leserkommentare  –  hiervon einige Auszüge:

Ein „Ordinariatsgeschädigter“ schreibt ironisch:

„Einer der Hauptkritiker des derzeitigen Limburger Bischofs (er ist noch im Amt!) ist im Domkapitel Johannes Graf von und zu Eltz. Wie man weiß, ist dessen Familiensitz die in ihrem Privatbesitz befindliche Burg Eltz.
Diese wurde gerade mal für sagenhafte 5,1 Millionen Euro saniert. Und davon hat das Land Rheinland-Pfalz nach eigenen Angaben allein  4 Millionen aus Steuergeldern beigetragen. Also unter diesen Umständen sollte man dann aber bitte auch schnell aus der protzigen Burg einen Jugendknast machen!“

Richard Dorn präsentiert ebenfalls eine „passende“ Umnutzungs-Idee:

„Ergänzender Vorschlag: Die bischöfliche Privatkapelle würde sich doch hervorragend als Bauerntheater eignen. Dann könnte dort in täglichen Aufführungen das Limburger Domkapitel irgendwelche lustigen Schwänke aus dem Leben des Ordinariats aufführen. Mit dem Erlös könnte man ein kleines Seniorenzentrum für ausscheidende Domkapitulare errichten.“

Eine „Zeitungsfrau“ sorgt zudem für die nötige Sachkompetenz:

„Ich habe den Verdacht, dass dem Limburger Domkapitel auch grundlegende Kenntnisse im Baurecht fehlen. Sonst müsste man nämlich wissen, dass eine solche Nutzungsänderung genehmigungspflichtig ist und im Falle von baulichen Änderungen wie ein Bauantrag behandelt wird. Was passieren kann, wenn man den Antrag auf Nutzungsänderung nicht stellt, kann man gerne beim Freisinger Diözesanmuseum erfragen (grins)
Abgesehen davon würde die Veränderung der Bausubstanz erheblich und damit sehr kostspielig sein: Heute sind für öffentliche Gaststättenbetriebe usw. ganz bestimmte Standards Vorschrift, wie z.B. eine bestimmte Anzahl und Größe der Toiletten, der Küche und vieles mehr. Im Falle des Limburger Bischofshauses würde der Umbau also sehr teuer. Na dann viel Spaß dabei!“

QUELLE und vollständiger Artikel samt Leserkommentaren hier: http://kreuzknappe.blogspot.de/2013/10/eilmeldung-soll-aus-dem-protzigen.html

Zudem finden wir auch diesen Beitrag zur Causa Limburg höchst aufschlußreich: http://kreuzknappe.blogspot.de/2013/10/limburg-aktuelle-pressekonferenz-des.html


FOCUS begibt sich auf BILDzeitungs-Niveau gegen Bischof Tebartz-van Elst

Andreas Englisch schwadroniert und spekuliert drauflos

Das Wochenmagazin „Focus“ will sich in der anhaltenden öffentlichen Debatte um den Limburger Bischof offenbar zunehmend kirchenfeindlich wie der „Spiegel“ und  primitiv wie die BILDzeitung (daneben)benehmen.

Dies ist derzeit umso erstaunlicher, als einige „Leitmedien“ in ihrem Anti-Tebartz-Kesseltreiben bereits auf die Bremse treten oder den Rückwärtsgang einlegen, z.B. die Tageszeitung DIE WELT.

Foto: Bistum Limburg

Foto: Bistum Limburg

Am Montag, den 21. Oktober, veröffentlichte die Polit-Illustrierte „Focus“ online einen teils absonderlichen Artikel von Julian Rohrer unter dem Titel „Mächtiger Mann im Vatikan“  –  gemeint ist Kardinal Quellet, Chef der Bischofskongregation, der  natürlich in der Causa Limburg ein Wörtchen  mitzureden hat.

Der Stil des Rundumschlags zeichnet sich z.B. dadurch negativ aus, daß Tebartz-van Elst mehrfach als „Protz-Bischof“ verunglimpft wird  –  dümmer gehts nimmer.

Wie manipulativ der Redakteur vorgeht, zeigt sich schon eingangs:

„Papst Franziskus, der Demut und Bescheidenheit predigt, empfing den Protz-Bischof, der seinen Amtssitz für rund 40 Millionen Euro  –  unter aller Geheimhaltung, erst zum Schluss gab es eine offizielle Ankündigung der Audienz.“

Die zutreffende Summe beträgt aber 31 Millionen. Der 40-Mio-Betrag ist spekulativ, weil er die möglicherweise zu erwartenden Kosten von Straßenschäden vorwegnimmt, die erst noch festgelegt werden. Zudem konnte der Limburger Bischof diese erst im Laufe der Bautätigkeit auftretenden Spätfolgen nun wirklich nicht vorausahnen.

Zudem wird  – wie so oft –  verschwiegen, daß zum sog. „Amtssitz“ des Limburger Bischofs zahlreiche weitere Gebäude gehören, zb. das Diözesan-Sekretariat, das Bistums-Museum mit dem Domschatz, ein Haus für Ordensschwestern, Kapelle, ein Konferenzgebäude usw.

Sodann wird der ehem. BILD-Reporter und Dauer-Dampfplauderer Andreas Englisch zitiert, der „vermutet, dass der Papst dem Limburger Bischof wohl die Leviten gelesen habe – und klargestellt haben wird, dass er sich seine Bischöfe anders vorstelle.“

Sodann schwadroniert Englisch munter weiter, der Papst habe dem Limburger Bischof wohl folgendes gesagt:

„Halt die Klappe.“ Ich tippe, dass der Limburger Bischof ein Jahr in ein Kloster in Deutschland gehen wird.“

Was Englisch hier „tippt“ bzw. sich aus den Fingern saugt, ist allerdings völlig bedeutungslos  –  das sollte auch FOCUS einmal „checken“.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Limburger Bischof: Auch FAZ und „Spiegel“ beginnen mit der Kehrtwende…

Kommentar von Felizitas Küble

Nachdem kürzlich in der Tageszeitung DIE WELT und im Wochenmagazin FOCUS bereits aus dem Rahmen fallende Beiträge erschienen sind, die einen kritischen Blick auf die Kampagne gegen den Limburger Bischof werfen, beginnt jetzt auch bei den Hauptbetreibern jener Hetzjagd, nämlich FAZ und „Spiegel“, der wohl etwas quälend wirkende Versuch, in dieser Causa eine Kehrtwende anzusteuern.

Foto: Hans Martin SchmidtDies mag darin begründet sein, daß einige Journalistenlügen immer bekannter werden (zB. die Zeitungsente mit der 15.000-Euro-Badewanne zu Limburg); es kann aber auch damit zu tun haben, daß die Redaktionen erheblichen Druck von ihrer Leserschaft erhalten, die des hysterischen Treibens allmählich überdrüssig werden.

Bereits vor einigen Tagen ließ das Hamburger Meinungsmagazin „Der Spiegel“ ausgerechnet per Jakob Augstein nebst der gängigen Anti-Tebartz-Sprücheklopferei ganz neue „Töne“ verlauten.

So heißt es in diesem Artikel beispielsweise:

„Die Limburger werden ihm eines Tages dankbar sein, denn nach allem, was man sieht, ist diese bischöfliche Residenz ein ungewöhnliches Beispiel gelungener Architektur. (…) Die Kosten mögen zu hoch sein. Aber sie sind gut investiert. „Das Diözesane Zentrum ist exzellente Baukunst, eines der besten deutschen Neubauvorhaben seiner Art aus den letzten Jahren“, hat Rainer Haubrich in der „Welt“ geschrieben und das glaubt man mit Blick auf die Bilder sofort.

Ein „Protz-Bischof“, wie er auf dem Boulevard beschimpft wird, ist dieser Tebartz-van Elst gerade nicht, sondern ganz im Gegenteil ein geschmackvoller Mann, dem man allerdings ein solches Bauvorhaben nicht anvertrauen sollte. Aber für solche Differenzierung ist nur wenig Raum im Strudel all der Empörung. Das Keifen der Menge ist übrigens in der Architektur des öffentlichen Raumes kein guter Maßstab.“

Der „Spiegel“ sollte sich selbstkritisch die überfällige Frage stellen, w e r  denn wohl seit Monaten für das „Keifen der Menge“ gesorgt hat…

Ausgerechnet die FAZ gibt sich jetzt „korrekt“

Auch bei der „Frankfurter Allgemeinen“ scheint man aus taktischen Gründen bereits an einen Rückwärtsgang zu denken. Ausgerechnet Daniel Deckers, bekanntlich ein unermüdlicher Hauptagitator gegen den Limburger Bischof, erinnert jetzt unter dem Titel „Nicht nach Gutdünken“ daran:

„Auch er hat ein Recht auf die Einhaltung elementarer Regeln des Prozessrechts.“

Zudem erwähnt  der Kirchenredakteur der FAZ, daß noch Wochen oder Monate vergehen können, bis der Prüfbericht der Dt. Bischofskonferenz abgeschlossen ist: „Doch das Rechtsgut, um das es geht, ist diesen Preis wert.“ 

Abschließend läßt Deckers einen unnötigen Seitenhieb gegen den Papst los, statt endlich das eigene journalistische Kesseltreiben zu hinterfragen: „Nichts wäre gut in einer Kirche, in der ein Papst nach Gutdünken Bischöfe absetzen kann.“

Noch weniger wäre gut in einer Kirche, wenn unfaire MEDIEN in ihrem unstillbaren Machtrausch unliebsame Bischöfe nach Kampagnen-Unart zum Rücktritt drängen könnten.

HIER ein Interview mit der evangelischen Theologin Petra Bahr in der liberalen Wochenzeitung DIE ZEIT  – sie äußert sich sehr kritisch über das Kesseltreiben in den Medien gegen den Limburger Bischof: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-10/Limburg-Medien-Debatte?commentstart=89

Foto: Hans Martin Schmidt


Jochen Riebels Rundumschläge: Wo bleibt die Verantwortung der Kontrolleure?

Als Hauptankläger gegen den Limburger Bischof betätigt sich derzeit vor allem der frühere hessische Europaminister Jochen Riebel, der den attackierten Kirchenmann öffentlich als „krank oder raffinierter Betrüger“ verunglimpfte. e5359dc532c2210a4bd1e232bbe4825c

Obwohl (oder weil?) Riebel seit Jahren dem vom Bischof selber installierten Vermögensverwaltungsrat angehört, sich also durchaus die Frage nach seiner eigenen Verantwortung stellt, tritt der Kontrolleur offenbar die Flucht nach vorne an; er dreht den Spieß kurzerhand um nach der Devise: Der Bischof ist an allem (allein)schuld!  

 Soll dadurch von eigener Mitverantwortung bzw. mangelnder Sorgfalt bei der Ausgabenprüfung abgelenkt werden?

In einem der üblichen Anti-Bischofs-Artikel der BILDzeitung wird heute immerhin darauf hingewiesen: Dem neu gegründeten Vermögensverwaltungsrat sei im Sommer 2011 ein Kostenvolumen in Höhe von 17 Millionen Euro für Um- und Neubauten vorgelegt worden.“  –  Also genau jenem Gremium, als dessen Sprecher der feine Herr Riebel auftritt, der folglich seit Jahren über hohe Millionensummen im Bilde ist.

Nun beleidigt der pensionierte Politiker medienwirksam Bischof Tebartz van Elst, aus dessen Hand er selber noch Ende Januar dieses Jahres gerne den päpstlichen Gregoriusorden angenommen hat: siehe Bericht HIER  –  und Foto HIER.

Dieses merkwürdige Gebaren führt allmählich bei kritischer denkenden Bürger ins Grübeln darüber, ob hier alles noch mit logischen Dingen zugeht.

Nachdem die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die gemeinsam mit dem „Spiegel“ seit Monaten zum Sturm auf Tebartz v. Elst bläst, heute sogar interne Bauplanungs-Unterlagen veröffentlichte (Von wem erhalten? Auf rechtswidrigem Wege?), melden sich unterhalb des Artikels eine Reihe Leserstimmen zu Wort, die auch an die Verantwortung der Kontrollgremien erinnern.

So schreibt z.B. Dagmar Eydt heute (13.10.) um 11,46 Uhr folgendes:

„Nur der Bischof?
Genauso müsste man den Jochen Riebel, der jetzt so in die Presse feuert, mal an das Schlawittchen nehmen. Er ist im Verwaltungsrat. Tatenlos zugesehen, wie Gelder fließen. Augen geschlossen. Haushaltspläne angefordert, aber nicht wirklich tätig geworden. Jetzt bringt er einen „kranken Menschen“ an den Pranger. Medienwirksam. Aber Riebel hat zwei drei Jahre nur in der Sache dagesessen. Wenn er mit der Aufgabe betraut ist, die Finanzen einer Organisation zu überwachen, wie ich es lese, warum hat er den „kranken Menschen“, wie er es beschreibt, nicht an den Ausgaben gehindert? Jahrelang sind Rechnungen bezahlt worden.“

Riebel müsste sich in seiner Funktion auch verantworten. Oder war er in der ganzen Bauzeit in Urlaub oder selbst „krank“?

Foto: Dr. Bernd F. Pelz