Das „Forum Deutscher Katholiken“ über seine Erfahrungen mit ZDF und RTL

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Am 9.5.2019 hat das „Forum Deutscher Katholiken“ eine Erklärung gegen den Aufruf des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) zum Boykott der Gottesdienste durch Frauen vom 11. bis 18. Mai veröffentlicht. 

Das „Forum“ wandte sich dagegen, die sexuellen Missbrauchsfälle für die Durchsetzung des Frauenpriestertums zu instrumentalisieren. Daraufhin wurde das „Forum Deutscher Katholiken“ vom ZDF am 10.5. um ein Interview gebeten.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Obwohl dem ZDF deutlich gemacht wurde, dass unsere Position gegen den Boykottaufruf der KDFB ausreichend dargestellt sei, drang das ZDF (Frau Andrea Budke) eindringlich darauf, dass sich das „Forum Deutscher Katholiken“ in vier Fragen näher erklären würde, um die Gegenposition bringen zu können.

Das Interview fand am 10.5. statt. Es wurden folgende vier Fragen gestellt und beantwortet:

  • Wie sehen sie die Aktion Maria 2.0?
  • Welche Strategie der Frauen vermuten Sie dahinter?
  • Welche Argumente halten sie dem Streben der Frauen nach geweihten Ämtern entgegen?
  • Was schlagen Sie alternativ vor gegen den sexuellen Missbrauch?

Das ZDF scheute für dieses Interview weder Zeit noch Kosten für die Anfahrt des Aufnahmeteams (Hin- u. Rückfahrt ca. 130 km).

Das Interview wurde am 11.5. um 23:15 Uhr ausgestrahlt. Dabei räumte das ZDF den Demonstranten ausreichend Zeit für die Begründung des Boykottaufrufs in Wort und Bild ein. Die Gegenposition der vier abgefragten komplexen Themen bestand aus einem Satz.

Wofür das ZDF in dieser Auseinandersetzung steht, wurde offenkundig. Es ging offensichtlich nur darum, nach außen sagen zu können: Wir haben auch die andere Seite gehört und zu Wort gebracht.

Nun ist das ZDF eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die mit Zwangsgebühren aller Bürger finanziert wird und deswegen auch zu objektiver und ausgewogener Berichterstattung verpflichtet ist. Das geschah in keiner Weise.

Am 11. Mai wurde das „Forum Deutscher Katholiken“ von RTL um ein Interview in der gleichen Sache gebeten. Es wurden drei Fragen gestellt und beantwortet. Das Interview wurde am 12. Mai um 18:45 Uhr ausgestrahlt. Die Darstellung der Gegenposition bestand wieder aus einem Satz.

Fairerweise möchte ich anmerken, dass RTL keine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt ist.

Meine Empfehlung nach diesen Erfahrungen: Man sollte Fernsehsendern, bei denen die Darstellung der eigenen Position nicht gesichert ist, kein Interview geben, sondern die Kanäle nutzen, die uns heute zur Verfügung stehen, um unsere Botschaft zu streuen.

Sendeanstalten, die ihre eigene Politik betreiben, missbrauchen die Interviews für ihre Zwecke.


Desinformation zu „Unruhen“ in Sri Lanka

Von Felizitas Küble

Gestern veröffentlichte die Online-Präsenz von N-TV einen Artikel unter dem Titel: Mob tötet Mann –  Sri-lankische Christen greifen Muslime an.“

Der erste Satz lautet sodann: Seit den mutmaßlich islamistischen Anschlägen kommt es in Sri Lanka vermehrt zu anti-muslimischen Unruhen.“ 

Wie aufschlußreich, daß die Überschrift im Falle des muslimischen Opfers sofort als sichere Tatsache behauptet, daß es sich bei den Tätern um Christen handelt.

Hingegen sind jene Terroranschläge nur „mutmaßlich“ islamistisch, bei denen es sage und schreibe 258 Ermordete und über 500 Verletzte gab.

Dabei steht fest, daß sich der „Islamische Staat“ zu diesen Attentaten bzw. Massenmorden gegen Kirchen und Christen bekannt hat – von „mutmaßlich“ daher keine Rede sein kann. Auch die nichtchristliche (buddhistisch geprägte) Regierung hat die Verantwortung von militanten Muslimen für diese Terrorakte amtlich festgestellt.

Was die Ermordung des muslimischen Mannes betrifft, so müßte der Beweis, daß es sich bei den Tätern um Christen handelt, erst einmal erbracht werden.

Immerhin gab es gerade in Sri Lanka immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Buddhisten und Muslimen. 

Zudem steht fest, daß die Kirchenführer in Sri Lanka direkt nach den Anschlägen gegen christliche Gotteshäuser ihre Gläubigen eindringlich vor Gewalt, Rache und Vergeltung gewarnt haben.

Wo gibt es solche eindeutigen Aufrufe von islamischer Seite?

 


Bundesverband Lebensrecht startet Webseite pro §219a: Keine Werbung für Abtreibung

Zum Start der Internetseite www.keine-werbung-fuer-abtreibung.de erklärt die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, Alexandra Linder, in Berlin:

In der seit knapp einem Jahr geführten Debatte um den Paragraphen 219 a StGB wird immer sichtbarer, dass das eigentliche Ziel der Protagonisten die Freigabe der Abtreibung als „Frauenrecht“ und die Entmenschlichung des Kindes vor der Geburt ist.

Ginge es denjenigen, die Werbung für Abtreibung erlauben wollen, lediglich um sachliche Informationen, hätten sie diese längst liefern können. Jeder hat die Möglichkeit, Internetseiten, Broschüren oder Bücher mit solchen Informationen zu verbreiten. Es dürfte darin nur nicht stehen, dass der Initiator der Informationen mit Abtreibungen Geld verdient.

Stattdessen fordern Abtreibungseinrichtungen, ihr „Leistungsangebot“ –  als Information getarnt  – bewerben zu dürfen.

Das führt in der Praxis der bereits vorhandenen Werbung  –  wie auf dem Werbeblatt „Schwangerschaftsabbruch“ der verurteilten Medizinerin Kristina Hänel  –  dazu, dass ausschließlich Begriffe wie „Schwangerschaftsalter“, „Schwangerschaftsgewebe“ und „Ausstoßen der Fruchtblase“ verwendet werden und fälschlich von „legalem Schwangerschaftsabbruch“ die Rede ist.

Diese Form der Desinformation wird weder der Situation der Frauen noch dem angeblichen Informationsanspruch gerecht. Frauen geraten in einen Schwangerschaftskonflikt, weil sie wissen, dass es um einen Menschen, um ihr Kind geht, nicht um Gewebe oder eine Fruchtblase.

Der Bundesverband Lebensrecht fordert von Politikern, Ärzten und Medien sachliche Auseinandersetzung statt Ideologie und, dass Frauen im Schwangerschaftskonflikt intellektuell ernstgenommen werden. Die hierzu konzipierte Internetseite www.keine-werbung-fuer-abtreibung.de geht heute offiziell an den Start.

Darin finden sich Debattenbeiträge, Stellungnahmen, Gesetzesvorschläge und weitere Informationen, Argumentationen, Behauptungen und ihre sachliche Widerlegung, um den Schutz der in einer Notlage befindlichen Frauen und Kinder vor finanziellen Abtreibungsinteressen zu erhalten.

Der Bundesverband Lebensrecht ist ein Zusammenschluss von Vereinen, die sich auf vielfältige Weise für das Lebensrecht jedes Menschen von der Zeugung bis zum Tod einsetzen.


„Münstersche Zeitung“ desinformiert einseitig und bietet Zerrbild der Kreuze-Aktion

Von Felizitas Küble

Alle Jahre wieder fühlt sich die Münstersche Zeitung (MZ) offenbar dazu aufgerufen, die friedliche, betende und singende Schar der Lebensrechtler, die sich stets Mitte März zu einem Gebetszug in Münster zusammenfindet, durch rüde Wortwahl und unfaire Desinformation ins Zwielicht zu rücken und als „radikal“ zu verunglimpfen.  PICT0191

Die tatsächlichen Radikalen, nämlich linksextreme Chaoten, werden hingegen nicht mit derart herabsetzenden Begriffen definiert, sondern allenfalls sanft ermahnt.

Bereits im Vorjahr betätigte sich die MZ auf diese manipulative Art bzw. Abart: https://charismatismus.wordpress.com/2013/03/10/manipulation-pur-munstersche-zeitung-verunglimpft-friedliche-lebensrechtler-als-radikal-und-bezeichnet-krawall-als-bunten-protest/

Das FOTO zeigt Polizeibeamte, die den Gebetsmarsch vor ultralinken Randalen schützen

Schon der Titel des Artikels in der heutigen MZ-Montags-Ausgabe vom 24. März läßt tief blicken: „Provokation mit Madonna“  – wohlgemerkt: die christlichen Lebensrechtler werden sogleich als Provokateure diffamiert, weil sie ein  – wahrlich harmloses  – Mariengemälde mit sich trugen:

Das Bild der Jungfrau von Guadalupe (siehe Foto), einem Wallfahrtsort in Mexiko, zu dem dort seit Jahrhunderten Millionen Einheimische pilgern. Was an diesem Madonnenbild „provokativ“ sein soll, wird weiter das Geheimnis der „Münsterschen Zeitung“ bleiben.

FOTO: Ist dieses Marienbild „provokativ“?PICT0189

Auch beim Untertitel bleibt die MZ ihrer Desinformationslinie treu: „Kreuz-Zügler und deren Gegner lieferten sich Scharmützel in der Innenstadt.“

Tatsache ist, polizeilich bestätigt, daß allein seitens der Abtreibungsbefürworter gegen das Vermummungsverbot verstoßen und Übergriffe gegen Demonstranten, Passanten und Journalisten (!) erfolgten, was zu mehreren Strafanzeigen durch die Polizei führte.

Die Zeitung hingegen erweckt mit ihren beiden Überschriften den irreführenden Eindruck, als hätten erstens die friedlichen Lebensrechtler „provokativ“ gehandelt  –  und als seien zweitens beide Seiten quasi aufeinander losgegangen, obwohl die Krawalle ausschließlich von linken Chaoten ausgingen.

Auch der einleitende Satz des Artikels paßt ins gängige (Zerr-)Bild der MZ: „Auf der einen Seite die radikalen Abtreibungsgegner, auf der anderen Seite die Gegendemo: die Polizei verrichtete Schwerstarbeit, um die beiden Gruppierungen voneinander zu trennen.“  –  Sodann ist vom „lautstarken Aufeinandertreffen“ die Rede, das viele Einkaufsbummler „irritiert“ habe.

Erneut wird somit die tatsächliche Situation nicht nur einseitig, sondern direkt falsch dargestellt. PICT0133

Unklar ist auch, wie die MZ zu ihrer schlicht unsinnigen Behauptung gelangt, die Lebensrechtlerseite habe „drastische Fotos“ vorgezeigt: es gab in Wahrheit kein einziges Abtreibungsbild, sondern lediglich durchaus ansprechende Fotos, wie man sie in jedem Biologiebuch finden könnte: sie zeigen die Entwicklung des ungeborenen Babys im Mutterleib.

FOTO: Handelt es sich hier um „drastische Bilder“, wie die MZ behauptet?

Weiteren Unfug liefert die Zeitung mit ihrem lächerlichen Satz, die Abtreibungsgegner hätten am Denkmal des Kardinal von Galen „gläserne Kindersärge“ niedergelegt: es handelte sich um einen einzigen kleinen Kindersarg aus weißem Holz, der durchaus nicht gläsern war.

Im Verlauf des weiteren Berichts ist erneut davon die Rede, der Gebetszug habe es mit seinem „Auftreten“ verstanden, „zu provozieren“. Hält die MZ christliche Gebete und Gesänge etwa für „provokativ“?

Ist das JA zum Lebensrecht „menschenverachtend“?

Erst später läßt sich MZ-Autor Nils Dietrich dazu herab, die rechtswidrigen Störungen und Pöbeleien der linken Protest-Szene zu erwähnen. Typisch freilich der Schlußsatz des Beitrags, in dem die Sprecherin des „Gegenbündnisses“ das letzte Wort erhält mit ihrer dreisten Äußerung, ihre Aktion habe ein „entschlossenes Zeichen gegen menschenverachtende Ideologien“ gesetzt.

Das friedliche Eintreten für das Lebensrecht eines jeden Menschen, ob geboren oder ungeboren, gesund oder behindert, ist also „menschenverachtend“?

Von ähnlicher „Logik“ samt linker Brille ist auch der Kommentar des MZ-Chefredakteurs Stefan Bergmann geprägt:

Mit dem Kurz-Titel „Disqualifiziert“ meint der Autor nicht etwa die Randalierer, sondern  –  aber sicher doch  –  die betende Schar der Lebensrechtler.

Als vermeintlichen Grund dafür wird vorgeschoben, daß deren Organisator Wolfgang Hering (der in der MZ unrichtig als „Klaus“ Hering bezeichnet wird) einen Zusammenhang zwischen Abtreibung und NS-Euthanasie herstellte (womit er grundsätzlich durchaus recht hat, denn die getöteten Kinder im Mutterleib sind schließlich keine „Opfer zweiter Klasse“).

Nachdem der Herr Chefredakteur die Lebensrechtlerseite (die er abfällig als „die 1000-Kreuzer“ benennt) schon allein durch seine Wortwahl ins Zwielicht zu rücken versucht, rafft er sich abschließend zu einem sanfter Hinweis hinsichtlich der ultralinken Störer auf: diese sollten doch mal „ihr Verhältnis zum Rechtsstaat überprüfen“, denn der Zweck heilige nicht die Mittel.

Diese Bemerkung ist immerhin der einzige kleine Lichtblick in diesem unfairen Zerrbild, das die MZ von jenen Vorgängen am vergangenen Samstag zeichnet.

Fotos: Felizitas Küble