Nürnberg: Evangelikaler ABC-Kreis wendet sich gegen EKD-Papier zur Familie

Pressemeldung des „Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern“ (ABC):

Mit deutlichen Worten distanziert sich der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) vom neuen EKD-Papier zur Familie. Obwohl es unter dem Namen „Orientierungshilfe“ veröffentlicht worden sei, trage es nicht zur Orientierung, sondern zur Desorientierung bei, erklärte der Sprecher des ABC, der Landessynodale Hans-Joachim Vieweger (München).

Die EKD definiere den Familienbegriff schrift- und bekenntniswidrig um. Zusammen mit anderen Gemeinschaften innerhalb der evangelischen Landeskirchen in Deutschland hat der ABC eine Stellungnahme herausgegeben, in der er gravierende theologische Mängel in dem EKD-Papier beklagt. „Dem zu wenig an Theologie steht ein zu viel an Politik gegenüber“, so Vieweger bei einem Studientag des ABC zum Thema „Kirche und Politik“ in Nürnberg.

Politisierung der Kirche führt zur Verweltlichung

Als Hauptredner der Tagung warnte der Theologe Christian Herrmann (Stuttgart) vor einer Politisierung der Kirche, mit der die Kirche zu ihrer Selbstsäkularisierung beitrage. So wichtig es sei, auf Basis der biblischen Botschaft auch in der Politik grundlegende Orientierungen und Werte zu vermitteln, so problematisch sei die zunehmende Einmischung in die Tagespolitik durch führende Repräsentanten der EKD.

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