Die „Sicherheitskonferenz“ auf dem Prüfstand

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Am 18./19. Februar fand in München die 53. „Sicherheitskonferenz“ statt. 30 Staats- und Regierungschefs, mehr als 70 Außen- und Verteidigungsminister kamen dazu nach München.

Eine Veranstaltung der Superlative! Sie wurde von einem riesen Aufgebot von Polizisten abgesichert. Im Vorfeld wurde diese Konferenz als „historisch“ qualifiziert.

Was ist das Ergebnis? Hat diese Sicherheitskonferenz mehr Sichegindertrheit für die Welt gebracht? Sind Probleme gelöst worden, die die Sicherheit gefährden, z.B. in der Ukraine, in Syrien, zwischen Israelis und Palästinensern, im Kampf gegen die Terroristen der IS, in Afghanistan, in der Auseinandersetzung zwischen Iran und Saudi Arabien? Man könnte noch einige Krisenherde hinzufügen.

BILD: Prof. Gindert leitet den Kongreß „Freude am Glauben“ und das „Forum Deutscher Katholiken“

Es haben sich keine der ehemaligen Verfeindeten miteinander ausgesöhnt. Konferenzteilnehmer haben meist gut bekannte Statements abgegeben. Die Amerikaner haben von ihren NATO Partnern gefordert, ihre Verteidigungsanstrengungen auf 2% der Wirtschaftskraft ihres Landes anzuheben. Für Deutschland liegt der Wert bei derzeit 1,2%. Die Forderungen der Amerikaner sprechen auch nicht dafür, dass man die Sicherheit für gefestigt ansieht.

Von einer Aufbruchsrhetorik, die Begeisterung und eine Zukunftsperspektive weckt, war wenig zu spüren. Da geht der Blick in die Geschichte zurück.

Vor rund 200 Jahren gab es auch einen Kongress. Er hieß „Wiener Kongress“ und versuchte nach den Napoleonischen Kriegen eine Neuordnung und einen Ausgleich zwischen den Kriegsparteien. Das besiegte Frankreich war Verhandlungspartner. Die Monarchen nannten sich damals noch „von Gottes Gnaden“.

Sieht man von Kriegen ab, in die einzelne Länder verwickelt waren, dauerte es rund 100 Jahre bis zum nächsten großen Krieg, es war der 1. Weltkrieg. Nach ihm diktierten die Sieger einen Diktatfrieden. Die Besiegten saßen nicht am Verhandlungstisch. Die Sieger bemühten sich nicht um einen Frieden, der zugleich ein Ausgleich war. Die Folgen sind bekannt.

Nach dem II. Weltkrieg gab es zwischen den „Erbfeinden“ Deutschland und Frankreich eine echte Zukunftsperspektive und einen dauerhaften Frieden mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft als Vehikel. Die Friedensordnung schufen Robert Schumann, Konrad Adenauer und Alcide de Gaspari. Alle drei waren praktizierende Christen, um es genauer zu sagen: Katholiken.

Die christliche Haltung dieser drei Staatsmänner war wichtiger als ihre Nationalität. Da fällt einem bei der „historischen“ 53. Sicherheitskonferenz von München und ihren Ergebnissen das Wort Christi ein „Ohne mich könnt ihr nichts tun“, wenn es Bestand haben soll.


Dr. Alice Weidel: Ökonom Rogoff bestätigt Deutschland als Zahlmeister Europas

Der IWF steigt aus der Griechenland-„Rettung“ aus

Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff erklärte in einem Interview: „Den Deutschen sollte klar sein, dass sie in der Zukunft eine Rechnung bezahlen müssen. Die Last der deutschen Schulden ist höher, als die Zahlen es vermuten lassen. Sie sind nicht in der Bilanz, aber eines Tages werden sie fällig.“ Alice Weidel-150x150

Die südlichen Euro-Staaten, allen voran Griechenland, bräuchten dann einen Schuldenschnitt und Deutschland werde dabei hohe Beträge abschreiben müssen. Man hätte den Schuldenschnitt vor langer Zeit machen sollen. Wenn er kommt, sollte man großzügig sein.

Dazu sagt das AfD-Vorstandsmitglied Dr. Alice Weidel (siehe Foto):

„Kenneth Rogoff ist einer der Harvard-Mainstream-Ökonomen, die jahrelang das Hohe Lied auf den Euro und auf das möglichst auch noch zins- und bargeldlose Kreditgeldsystem gesungen haben. Umso bemerkenswerter ist es, dass selbst er nun angesichts der bilanziell und noch mehr außerbilanziell hoch prekären Lage des Euro-Systems die Wahrheit deutlich aussprechen muss.

Der Euro ist in einer ungelösten Dauerkrise und würde ohne deutsche Zahlungen sofort kollabieren. All das war systemisch zwingend und langjährig absehbar. Seit Jahren warnt die AfD davor und mahnt zum Handeln, die illegale Dauerrettung zu beenden und den Euro geordnet abzuwickeln durch den stufenweisen Austritt der Starkwährungsländer.

Denn durch die illegale Eurorettung entsteht Deutschland ein Schaden, der bis in die Billionenhöhe zu Lasten der Steuerzahler geht. Die Verantwortlichen, allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel, sehen der dramatischen Entwicklung seit nunmehr rund sieben Jahren untätig zu.

Nun macht selbst der IWF (Internationaler Währungs-Fond) die faktische Insolvenzverschleppung des Euro-Systems nicht mehr mit. Er wird sich an weiteren Griechenland-Rettungspaketen nicht beteiligen. Doch auch das wird die Euroretter der etablierten Parteien nicht bremsen.“


IGFM protestiert gegen geplanten Auftritt von Erdogans Premierminister in Oberhausen

Der türkische Premierminister und der türkische Außenminister werben bei ihren Besuchen in Deutschland in öffentlichen Veranstaltungen für ein „Ja“ bei der Volksabstimmung am 16. April in der Türkei. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) weist darauf hin, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit der Abstimmung über die Verfassungsänderung auch die Wiedereinführung der Todesstrafe verknüpft.

„Es ist unerträglich, dass türkische Regierungsmitglieder in Deutschland öffentlich für die demokratiefeindlichen Pläne Erdoğans werben!“, kritisiert IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Allein die Aussicht, dass der türkische Premierministers Binali Yıldırım am Wochenende in Oberhausen über 100.000 politisch motivierte Entlassungen, Tausende willkürliche Verhaftungen und die völlige Zerschlagung der freien Presse und rechtsstaatlicher Strukturen rechtfertige und feiere, ist nach Auffassung der IGFM „eine Zumutung“.

Hintergrund
Der türkische Präsident Erdoğan hat eine Zustimmung zu seinem Präsidialsystem bei einer Volksabstimmung am 16. April mit der Todesstrafe verknüpft. Am 10. Februar sagte er bei einem Auftritt in Istanbul zu Rufen nach der Wiedereinführung der Todesstrafe: „So Gott will, wird der 16. April ein Signal für diese Sache sein“ und: „Das Ende derer, die meinen Soldaten, meinen Polizisten, meinen Dorfschützer, meinen Bürger zum Märtyrer machen ist genau, wie Ihr sagt, die Todesstrafe.“  – Erdoğan fügte hinzu: „Wie könnten wir das Blut meines Soldaten, meines Polizisten ungerächt lassen? Deshalb ‚Ja‘ am 16 April.“

Weitere Infos www.igfm.de/tuerkei


Prof. Andreas Wollbold und Dr. Gero Weishaupt zur DBK und „Amoris laetitia“

Mathias von Gersdorff

Am 8. Februar 2017 veröffentlichte die katholische „Tagespost“ ein Interview mit dem Priester und Pastoraltheologen Prof. Andreas Wollbold (siehe Foto) zur Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) über das päpstliche Schreiben „Amoris laetitia“. Wollbold, Prof. Dr. Andreas

Das DBK-Papier öffnet wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion in Einzelfällen. Das Schreiben erzeugte viel Irritation, weil es der Tradition und diversen Lehrschreiben der Kirche wie etwa „Familiaris consortio“ widerspricht.

Zusätzlich sorgte es für Unverständnis, dass die Bischofskonferenz implizit zu wissen vorgibt, wie Papst Franziskus „Amoris laetitia“ interpretiert sehen will. Dazu erklärte Bischof Konrad Zdarsa von Augsburg, Bischöfe hätten den Papst nicht zu interpretieren.

Kath.net veröffentlichte eine Zusammenfassung des Interviews von Prof. Wollbold mit der „Tagespost“. Der entscheidende Absatz zur Problematik der wiederverheirateten Geschiedenen lautet:

„Der Pastoraltheologe kritisiert dann, dass sowohl im Schreiben „Amoris laetitia“ als auch im Bischofswort die kirchenrechtliche Klarheit fehle. Das Schreiben der Bischofskonferenz behandle nur das „forum internum“. Hier ist der geschützte Raum von Gewissen, Beichte und Seelsorge gemeint, der nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sei. papst_letzter_tag_01

Für die Öffentlichkeit selbst gelte aber laut Wollbold nach wie vor das „forum externum“ und damit auch Kanon 915 des CIC, nachdem wiederverheiratete Geschiedene an den Orten, wo ihre Situation bekannt sei, nicht zur Kommunion zugelassen werden dürfen.“

Der kath. Kirchenrechtler Dr. Gero Weishaupt kommentierte die Stellungnahme von Prof. Wollhold folgendermaßen:

„Genauso sehe ich das auch: Can 915 gilt nach wie vor. Denn die objektive Seite der Sünde des Ehebruches ist für den Kommunionspender wahrnehmbar. Die subjektive Seite freilich nicht.

Man muss hier deutlich zwischen innerem Gewissensbereich und äußerem Rechtsbereich unterscheiden, d.h. zwischen der subjektiven Seite und der objektiven Seite der Sünde. Letztere bleibt bei innerer Nichtanrechenbarkeit der Sünde, aber bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der ehebrecherischen Status unverändert und verbietet damit die Zulassung zur Kommunion.“
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Aus diesen beiden Texten wird verständlich, was das Dokument der Bischofskonferenz (gewollt oder ungewollt) bezweckt:

Der innere Gewissenbereich wird im DBK-Papier im Grunde zu einem äußeren Rechtsbereich gemacht, über welchen der Priester im Beichtstuhl urteilen muss. Das ist schlichtweg ein Ding der Unmöglichkeit, denn der Priester kann nicht ins Gewissen anderer Menschen hineinblicken. Das DBK-Papier fordert also etwas von den Beichtvätern, was sie gar nicht leisten können.

Abgesehen davon setzt das DBK-Papier das Kirchenrecht außer Kraft. Dieses ist aber für die Priester verbindlich.

Durch das DBK-Papier wird auch die Morallehre der Kirche insoweit außer Kraft gesetzt. Im Papier wird zwar darauf hingewiesen, dass der Ehebruch eine schwere Sünde ist, dass man sich zum Empfang der Kommunion nicht im Zustand der schweren Sünde befinden darf etc., doch aufgrund der oben genannten Gründe bleibt die Morallehre wirkungslos.

Die Stellungnahme von Professor Wollhold ist deshalb so wertvoll, weil sie klare Kriterien für die Beurteilung der Interpretationen von Amoris laetitia und ihre Durchführung bietet.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und betreibt u.a. die Webseite http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/

Info-Hinweis: Kardinal Müller hat zwar ähnlich wie Bischof Zdarsa erklärt, Bischöfe sollten Papstschreiben nicht interpretieren, allerdings bezog sich diese Bemerkung nicht auf die DBK-Erklärung, wie in Medienberichten als Eindruck entstand, da sie schon vorher erfolgte.


Nach dem DBK-Papier fordern Progressisten weitere „Reformen“ in der Kirche

Mathias von Gersdorffgersdorff

Eines muss man dem Progressisten lassen: Sie haben nicht den Hang, sich mit wenig zu begnügen; sie streben stets nach maximalen Zielen. 

So auch nach der Veröffentlichung des Wortes der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) mit dem Titel: „,Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche‘. Laut diesem Papier sollen wiederverheiratete Geschiedene unter gewissen Bedingungen zur Kommunion zugelassen werden.

Dass dies dem Progressismus nicht reichen würde, war von vornherein klar. Die Kirchenzeitung des Bistums Limburg hat wenige Tage nach der Veröffentlichung des DBK-Schreibens die Frage aufgeworfen, ob nun nicht auch Ausnahmen für homosexuelle Paare und wilde Ehen gewährt werden müssten.

Aber das ist noch längst nicht alles in der „reformkatholischen“ Agenda:

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ ist nun der Auffassung, das Diakonat und Priesteramt müsse für Frauen geöffnet und der Zölibat abgeschafft werden.

Es sei nämlich an der Zeit, „die Siebenmeilenstiefel zu schnüren, falls die Kirche wieder in Kontakt zu den Gläubigen treten will. Sonst sind nämlich bald keine mehr da“, prophezeit die FAS.

Das klingt zwar überheblich und anmaßend, doch so haben deutsche progressistische Kirchenleute selber argumentiert: Man müsse die Lehre mit der Realität in Harmonie bringen. Manche Bischöfe, katholische Medien, wie etwa katholisches.de (Internetportal von Bischofskonferenz) und Organisationen wie das „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ haben gebetsmühlenartig diese These wiederholt.

Kann man sich dann wundern, dass auch viele Leute im Kirchenvolk  –  oder eben die FAZ  –  nicht mehr die christliche Wahrheit, sondern die abweichende Praxis in den Mittelpunkt stellen?

Jene deutschen Bischöfe, denen die Zukunft der katholischen Kirche in Deutschland noch am Herzen liegt, müssen jetzt handeln und zwar energisch.

Die Geschichte zeigt ganz klar: Wenn man hinsichtlich der Lehre kleine Zugeständnisse gewährt, kommt man nicht umhin, immer mehr und größere zu machen. Irgendwann ist vom katholischen Glauben nichts mehr übrig und es hat sich eine andere Denomination gebildet. Historische Beispiele gibt es genügend, gerade in Deutschland.

Es ist dringend nötig, dass in dieser Krisensituation glaubenstreue Bischöfe ihre Stimme gegen die rasante Zerstörung der katholischen Kirche und des katholischen Glaubens erheben.

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt ist katholischer Publizist und leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“; er veröffentlicht seine aktuellen Kommentare hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/


Warum die jährlichen Abtreibungszahlen von vornherein völlig falsch sind

Von Felizitas Küble

Zunächst vorweg eine Anmerkung:  Ich habe viele Artikel und Pressemeldungen aus Lebensrechtsgruppen deshalb bislang nicht im CHRISTLICHEN FORUM übernomembryomen oder stark gekürzt, weil dort wieder einmal  die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes über die jährlichen Abtreibungen kommentiert worden sind.

Rein inhaltlich waren die Erklärungen dieser Verbände natürlich in Ordnung, aber ich hielt es stets für falsch, wenn ausgerechnet Anti-Abtreibungs-Vereine sich auf diese völlig haltlosen Daten beziehen, zumal dadurch in der Bevölkerung der Eindruck entsteht, jene Zahlen seien richtig, wenn sie offenbar sogar von Lebensrechtsgruppen für voll genommen und regelmäßig kommentiert werden.

Stattdessen sollte von unserer Seite seit Jahrzehnten gefordert werden, daß Vater Staat endlich mit den tatsächlichen Abtreibungs-Daten herausrückt, was ganz einfach wäre  – nämlich genau so, wie es vor der Wiedervereinigung Deutschlands gang und gäbe war:

Es gelten nicht die Zahlen des Statistischen Bundesamtes, sondern die abgerechneten Abtreibungen der Krankenkassen.

In den 80er Jahren gab es allein in Westdeutschland pro Jahr rund 300.000 Abtreibungen, die durch die Krankenkassen bezahlt wurden. Gleichzeitig meldete damals das „Statistische Bundesamt“ (ähnlich wie heute!) meist zwischen 100.000 und 120.000 Abtreibungen. Der Widerspruch war offensichtlich.bundestag

Selbst die Abtreibungsbefürworter im Bundestag (SPD, FDP, Grüne) gingen in ihren Reden meist sehr wohl von den Krankenkassen-Daten aus, weil sie sich andernfalls lächerlich gemacht hätten. Das kann man den damaligen Bundestagsprotokollen entnehmen.

Reale Daten aufgrund der Kostenübernahme durch Kasse bzw. Staat

Kein Ernstzunehmender orientierte sich in den 80er Jahren am Statistischen Bundesamt, zumal klar war und ist, daß es sich hier lediglich um die gesammelten Daten von Ambulanzen und Kliniken handelt, die in ihre Fragebögen im Grunde hineinschreiben können, was sie wollen  –  und warum sollten sie sich ausgerechnet mit hohen Abtreibungszahlen irgendwie „anrüchig“ machen?! Die Daten können ohnehin nicht rückkontrolliert werden – und wer sollte dazu außerhalb jener Einrichtungen auch imstande sein?!   euros

Diese Problematik interessierte damals aber nicht weiter, weil man in der öffentlichen Debatte ohnehin von den Daten der Krankenkasse ausging, die Hand und Fuß hatten, weil sie auf den bezahlten Abtreibungen beruhten.

Wenngleich heute die meisten Abtreibungen (abgesehen von den vergleichsweise wenigen Indikations-Fällen) über eigens eingerichteten Fonds der Bundesländer finanziert werden, also ursprünglich nicht von der Krankenkasse, so nehmen sie dennoch ihren bürokratischen Weg über die Kassen, so daß ein Datenerfassen auf diesem Wege sehr wohl möglich wäre  –  zudem aufgrund der Rechenschaftspflicht des Staates über seine Geldausgaben auch direkt über jene Länder-Fonds.

Die bisherigen Falsch-Zahlen sind eine DUNKEL-Ziffer

Statt nun ständig die von vornherein unsinnigen Zahlen des Statistischen Bundesamts zu kommentieren und damit indirekt zu „bestätigen“ (selbst wenn dann bisweilen dann noch von einer nebulösen zusätzlichen „Dunkelziffer“ die Rede ist), sollten die Lebensrechtsverbände in Deutschland diese tatsächliche DUNKELZIFFER  – nämlich die Daten des Statistischen Bundesamtes – endlich links liegen lassen, denn sie sind erstens von vornherein auf einer haltlosen Grundlage (freiwillige Fragebögen) erstellt, zweitens dienen diese Zahlen natürlich der Gegenseite. A.L.Content_Was_wir_wollen

Warum?

Ganz einfach: Je weniger Abtreibungszahlen in Deutschland „gemeldet“ werden, desto geringer erscheint das Problem, desto weniger notwendig ist eine öffentliche Debatte über diese Massenvernichtung ungeborener Kinder, umso weniger Aufmerksamkeit erfahren die Lebensrechtsgruppen für ihre Arbeit, so daß sie sich mit jenen kuriosen Pressemeldungen auch noch ins eigene Fleisch schneiden.

Staat darf sich nicht aus der Pflicht stehlen

Dazu kommt als politisch entscheidender Faktor:

Das Bundesverfassungsgericht hat den Staat verpflichtet, darauf zu achten, ob das derzeitige liberale Abtreibungsgesetz (wonach die Abtreibung in den ersten 3 Monaten zwar rechtswidrig, aber zugleich straffrei ist), den „Schutz des ungeborenen Lebens“ gewährleistet oder nicht. Das heißt: Wenn die Zahlen steigen, wäre der Gesetzgeber aufgefordert, den § 218 stärker im Sinne des Lebensschutzes zu gestalten. imagesCAHIF86C

Diesem Auftrag geht man natürlich am leichtesten aus dem Wege, wenn man die Zahlen immer schön „niedrig“ hält, sie sogar sinken läßt, wie dies in den letzten Jahrzehnten tendentiell der Fall ist. Wie gut (für diesen Zweck), daß es das Statistische Bundesamt gibt!

Natürlich ist diese Einrichtung keine „Fälschwerkstatt“, darum geht es nicht, sondern   –  wie bereits erläutert  –   alleine darum, daß die dortigen Daten in bezug auf dies Thema gar nicht fundiert sein  k ö n n e n .

Endlich kommt nun etwas Bewegung in die totgelaufene Debatte, denn wie die evangelische Nachrichtenagentur IDEA meldet, hat ausgerechnet der österreichische Abtreibungsmediziner Christian Fiala erklärt, die Abtreibungszahlen in Deutschland seien „zwei bis dreimal so hoch“ wie die Daten des Statistischen Bundesamts. (In Wirklichkeit liegen sie noch höher, denn es wurden schon vor der Wiedervereinigung in Westdeutschland jährlich rund 300.000 Abtreibungen gemeldet, man muß also heute von einer deutlich gestiegenen Zahl ausgehen.)

Im IDEA-Bericht wird zur bisherigen „Statistik“ ebenfalls klargestellt:

„Die Zahlen beruhen allein auf den Angaben der Kliniken und Arztpraxen. Sie werden anonym übermittelt und sind nicht zurückzuverfolgen. So kann laut Fiala niemand kontrollieren, ob die Angaben vollständig sind. Abtreibungen korrekt zu melden, bedeute „zusätzliche Bürokratie“ und damit noch weniger Zeit für die Patientinnen. Außerdem hielten viele Ärzte die Statistik für sinnlos. Da schöben selbst gewissenhafte Mediziner die Meldung hinaus oder vergäßen sie ganz.“

Daher ist es überfällig, daß Lebensrechtsvereine vom Staat die ungeschönten, die tatsächlichen Abtreibungszahlen fordern, wie es das gute Recht nicht nur dieser Gruppen ist, sondern aller Bürger, die einen Anspruch darauf haben, bei diesem buchstäblich lebens-wichtigen Thema nicht hinters Daten-Licht geführt zu werden.

Wir brauchen keine Dunkelzahlen, sondern Faktenzahlen! Also Schluß mit diesen „Fake-News“!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM  ehrenamtlich betreibt

HIER wurden die Infos aus unserem Artikel aufgegriffen und zitiert: Kultur und Medien


INSA-Umfrage: Knappe Mehrheit befürwortet das Motto „Deutschland zuerst“

Stärkste Ablehnung bei grünen Wählern

Im aktuellen Meinungstrend wollte das Erfurter INSA-Institut von den Befragten wissen, ob sie Donald Trumps Leitwort „America first“ (Amerika zuerst) auch übertragen für Deutschland begrüßen würden. Die Mehrheit der Befragten (51 %) meint, für Deutschland sollte „Deutschland zuerst“ gelten. 28 Prozent lehnen dies ab. Die Ablehnung ist bei Männern größer als bei Frauen (32 % zu 24 %).     AfD_Plakat_A0_Deutschland_RZ_500

Betrachtet man die Frage aufgeschlüsselt nach Altersgruppen, zeigt sich, dass ältere Befragte dem Motto positiver gegenüberstehen als jüngere. Die Mehrheit der Befragten ab 45 Jahren steht der Aussage zustimmend gegenüber (45 bis 54 Jahre: 56 %; 55 bis 64 Jahre: 57 %; über 65 Jahre: 55 %). Bei den 18- bis 24-Jährigen liegt die Zustimmung  bei 37 Prozent und die Ablehnung bei 35 Prozent.

Betrachtet man die Zustimmung und Ablehnung der Aussage nach Parteipräferenz, zeigt sich, dass etwa jeder zweite CDU/CSU- (50 %), SPD- (48 %), Linke- (47 %) und FDP- (46 %) Wähler der Aussage zustimmt. Wähler der AfD stimmen zu 93 Prozent zu. Die größte Ablehnung findet sich bei den Anhängern der Grünen (47 %). 

Hier geht es zum erwähnten INSA-Institut: www.insa-consulere.de