Die „Tagespost“ interviewte Bischof Huonder über seine Ruhestandspläne

Unter dem Titel „Huonder: Papst weiß von Umzug zur Piusbruderschaft“ berichtet die katholische Zeitung „Die Tagespost“ (DT) in ihrer Online-Ausgabe vom 10. April 2019 über die Pläne des Schweizer Bischofs Dr. Vitus Huonder (siehe Foto).

Der Oberhirte des Bistums Chur geht demnächst mit 77 Jahren in den Ruhestand. Seine Amtszeit war von Papst Franziskus vor zwei Jahren verlängert worden (üblich ist der Ruhestand von Bischöfen mit 75 J.).

Die DT interviewte den theologisch konservativen Bischof über seinen baldigen Umzug ins Institut Sancta Maria der Piusbruderschaft. Dabei stellt sich heraus, dass der Vatikan hierüber bereits informiert ist: „In einem Schreiben des früheren Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, an die Bruderschaft ist das so formuliert“, erklärte Bischof Huonder gegenüber der „Tagespost“.

Er selbst habe zudem Papst Franziskus über den Plan informiert, sagte Huonder in einem Interview zum Ende seiner Amtszeit: https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/online/Huonder-Papst-weiss-von-Umzug-zur-Piusbruderschaft;art4691,197278

Er sei „schon lange an dem Prozess der Gespräche zwischen Rom und der Bruderschaft beteiligt“, erläuterte der Oberhirte weiter.

Er sei als Schweizer Bischof dafür ausgewählt worden, zumal die traditionsorientierte Piusbruderschaft ihren Hauptsitz in Menzingen (Schweiz) hat.

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Tagespost, wie Bischof Vitus Huonder auf die jüngste Entwicklung der Piusbruderschaft und die Spaltung im Bistum Chur blickt. Die Zeitung mit dem vollständigen Interview erhalten Sie kostenlos hier:


Erzbischof Johannes Dybas vorbildlicher Einsatz für eine „Kultur des Lebens“

Die katholische Zeitung „Die Tagespost“ veröffentlichte am 29. Dezember 2015 einen Leserbrief von Pfarrer Karl-Hans Köhle aus Siegen, in dem der Geistliche sich zum Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe in Rom äußert. Papst Franziskus hatte die angereisten Oberhirten in seiner Ansprache zur Mission und zum verstärkten Einsatz für den Lebensschutz aufgerufen. Der Autor schreibt weiter:

„Die Kirche dürfe nie müde werden, Anwältin des Lebens zu sein und keine Abstriche darin machen, dass das menschliche Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod uneingeschränkt zu schützen sei, so der Papst. Zahlreich sind seine Appelle, für die ungeborenen Kinder und für die Menschen in den letzten und kritischen PhasenFürs CF verwenden ihres Lebens einzutreten.

Das mag an den früheren, vor 15 Jahren verstorbenen Bischof von Fulda, Johannes Dyba, erinnern. Zum Jahresende ist der Leiterin des Münsteraner KOMM-MIT-Verlages, Felizitas Küble, ein großer Wurf gelungen: 

Sie konnte 33 namhafte Autoren aus Kirche, Kultur, Kunst, Theologie, Wissenschaft und Publizistik für ein neues Werk über Johannes Dyba gewinnen. In teils sehr persönlich gehaltenen Beitragen drücken sie ihre Wertschätzung gegenüber dem zu früh verstorbenen Bischof aus.

Das Buch mit dem programmatischen Titel „Der Löwe von Fulda“ hat dazu noch einen ökumenischen Charakter, denn auch Vertreter der evangelischen Kirche würdigen Johannes Dyba. Zu seinen Lebzeiten hat er Glaubende wie Nicht-Glaubende durch seine an der katholischen (Sozial-)Lehre orientierte Standfestigkeit beeindruckt, immer gepaart mit einem Schuss Humor.

Dabei war ihm der Lebensschutz von der Zeugung bis zum natürlichen Tod immer ein besonderes Anliegen, und das verbindet ihn posthum mit unserem heutigen Lebensschützer-Papst.“

Buch-Daten: Der Löwe von Fulda: Ökumenische Würdigung eines guten Hirten.  –  Herausgeber: Felizitas Küble, KOMM-MIT-Verlag in Münster, 208  Seiten, Umschlag: Hardcover, vierfarbig, zahlreiche Fotos, ISBN: 978-3-921090-98-5

Bestellungen bitte an KOMM-MIT-Verlag (48041 Münster, Postfach 7680), per Tel. 0251 – 616768, Fax 0251-614020 oder E-Mail: felizitas.kueble@web.de
Einzelpreis je 14,80 €  –   Mengenrabatte: ab 4 Expl. je 13,80 €  –   ab 10 Expl. je 11,80 €

Weitere INFOS über diesen Gedenkband hier: https://charismatismus.wordpress.com/2015/12/08/loewe-von-fulda-dyba-gedenkband-erinnert-an-einen-grossartigen-hirten/


Kritik an israelfeindlicher Desinformation der deutschen „Pax Christi“-Vorsitzenden

Am 29. Juni 2014 erhielt die katholische Zeitung „Die Tagespost“ (DT) aus Würzburg den folgenden Leserbrief von Felizitas Küble aus Münster, den die DT bislang  – auch nach fast zwei Wochen  –  nicht abdruckte. zeitungen

Wir halten diese Klarstellungen gegenüber den tendenziösen Behauptungen und Desinformationen von Frau Rösch-Metzler für wichtig und veröffentlichen sie hiermit:

Zum Artikel „Recht und Besatzung“ von Wiltrud Rösch-Metzler in der DT vom 26. Juli, Seite 7

Wenn sich die Pax-Christi-Bundesvorsitzende Wiltrud Rösch-Metzler zu Nahostfragen zu Wort meldet, ist mit israelfeindlichen Aussagen zu rechnen, schließlich befindet sich die katholische Organisation „Pax Christi“ seit Jahrzehnten auf einem einseitig propalästinensischen Kurs, was geradezu beschämend ist.

Allerdings hat dieser Beitrag meine negativen Befürchtungen noch erheblich übertroffen.

Schon die ersten beiden Sätze des Artikels lassen tief blicken: „Der vierte israelische Militärangriff innerhalb von wenigen Jahren auf Gaza…“   israeltag2

Die Autorin läßt unerwähnt, daß dem sog. „Militärangriff“ auch in diesem Jahr ein wochenlanger Beschuß durch hunderte von Raketen vorausgegangen war, den die Hamas zu verantworten hat. Kein Staat der Welt könnte sich dies noch länger bieten lassen, da er verpflichtet ist, seine Bürger zu schützen.

Militärischer Angreifer waren also radikal-islamische Palästinenser, unter denen übrigens auch gemäßigte Muslime zu leiden haben, von den dort lebenden arabischen Christen ganz zu schweigen.

Ebenso suggestiv-unfair wirkt der nächste Satz von Frau Wiltrud Rösch-Metzler hinsichtlich der palästinensischen Toten: „Davon sind die Mehrheit Zivilisten, Babys, Kinder, Frauen und Alte.“

Man beachte diese manipulierende Reihenfolge – zudem scheint es unter den Zivilisten-Opfern keine Männer zu geben, sie kommen in der Auflistung nicht vor. In Wirklichkeit stellen sie die Mehrheit der palästinensischen Toten.

Hier werden problematische Emotionen gegen den jüdischen Staat geweckt – und zugleich wird komplett unterschlagen, daß die meisten zivilen Opfer wegen der zynischen Hamas-Strategie zu Tode kamen, welche die eigene Bevölkerung als Schutzschilde mißbraucht.

Bezüglich der Hamas-Raketenangriffe gegen Israel liefert die Verfasserin ihren Leser vorsorglich eine Erklärung mit auf den Weg: „Damit soll die Freiheit der Einwohner des Gazastreifens, das Ende des Eingesperrtseins und der Besatzung durchgesetzt werden.“

Israel hat schon in 2005 den Gazastreifen geräumt

Welche „Besatzung“ meint denn die Autorin?  – Ist es ihr auch nach neun Jahr etwa entgangen, daß sich Israel im Jahre 2005 unter Ariel Sharon komplett vom Gaza-Streifen zurückgezogen und hierbei tausende jüdische Siedler (teils sogar mit Zwang) umgesiedelt hat?
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Das Ringen des jüdischen Staates um sein Existenzrecht bezeichnet die Pax-Christi-Vorsitzende lediglich als „Sicherheitsbedürfnis“, das natürlich an allem schuld ist:

„Solange Israels Sicherheitsbedürfnis so groß ist, daß es die knapp 2 Millionen Einwohner von Gaza eingesperrt halten muß, ist kein Ende dieser Gaza-Kriegszyklen in Sicht.“

Sodann erwähnt die Autorin „den Maßstab der Menschenrechte und des Völkerrechts“, der auf den „Nahostkonflikt bezogen“ folgendes bedeute:

„Alle Staaten sind verpflichtet, das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser zu fördern.

Beide am Konflikt beteiligten Parteien müssen das humanitäre Völkerrecht einhalten, zum Beispiel keine Raketen auf Zivilisten abfeuern.

Und drittens ist Israel Besatzungsmacht in den palästinensischen Gebieten Gazastreifen, Westbank einschließlich Ostjerusalems und hat als solche Verpflichtungen der besetzten Bevölkerung gegenüber.“

Wo bleibt das Existenzrecht Israels?

Zu diesem teils manipulierenden Unsinn ist festzuhalten:

1. In der Aufzählung dessen, was Menschenrechte und Völkerrecht in puncto „Nahostkonflikt“ erfordern, wird mit keinem Wort das Existenzrecht Israels erwähnt, hingegen das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser betont, das zu fördern „alle Staaten“ laut Autorin „verpflichtet“ seien. Wie steht es denn mit dem „Selbstbestimmungsrecht“ der Israelis, der dort lebenden Juden und Israelo-Araber? – Davon liest man kein einziges Wort.

2. Die Behauptungen der Pax-Christi-Vorsitzenden betreff „Israels Besetzungsmacht“ werden auch durch ständige Wiederholung nicht zutreffender. Offenbar will es in den Kopf der Verfasserin partout nicht passen, daß Israel nicht allein den Gaza-Streifen komplett geräumt hat, also keineswegs „besetzt“ hält, sondern daß zudem mehr als zwei Drittel der Westbank schon seit langem der palästinensischen Verwaltung unterstellt sind.

Felizitas Küble ist Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster, das dieses Webmagazin CHRISTLICHES FORUM betreibt

HINWEIS: Auf der liberal-konservativen Webseite CONSERVO wurde unser Text übernommen und durch weitere aufschlußreiche Belege über das israelfeindliche Treiben von „Pax Christi“ ergänzt: http://conservo.wordpress.com/2014/08/11/pax-christi-einseitig-pro-palastinensisch/