Seher Enoch aus Kolumbien verbreitet Panik und kündigt endzeitliche „Warnung“ an

Von Felizitas Küble

Der selbsternannte Prophet „Enoch“ –  ein nicht näher bekannter, angeblicher „Katechet“ aus Kolumbien – erhält seit über 20 Jahren „Offenbarungen“ des Himmels, die sich reihenweise in ihrer typischen Endzeit-Panik ähneln und ständig im Kreise drehen. 

Seine Fangemeinde ficht es nicht an, dass sich der Seher mit seinen düsteren Ankündigungen schon mehrfach geirrt hat, so etwa im Jahre 2015, als er am 29. Juli wieder einmal einen „dringender Aufruf von Gott Vater an Sein treues Volk“ erhielt, wie hier nachzulesen ist:

„Es fehlt wenig bis der Mond sich wieder mit Blut färbt (28. September 2015) und die Sonne mit Dunkelheit (13. September 2015*); damit erfüllt sich in ihrer Totalität die Prophezeiung des Joel (Joel 3,4). Nachdem dies geschehen ist, wird Finsternis über die Erde hereinbrechen und die kommenden Ereignisse entfesseln sich eines nach dem anderen.“

Auf diese weltweite Finsternis warten wir noch heute, doch derlei Irrungen und Wirrungen sind in dieser pseudo-katholischen Szene ohnehin an der Tagesordnung.

Natürlich propagiert auch Enoch die in Seherkreisen allseits beliebte „Warnung“, eine Endzeit-Theorie, die vor allem auf Garabandal (eine kirchlich abgelehnte Erscheinungsstätte) und auf eine längst aufgeflogene, irische Visionärin sowie auf weitere Endzeitprediger wie z.B. Lungenschmid zurückgeht.

Demnach wird es schon vor der endgültigen Wiederkunft Christi zum Jüngsten Gericht bereits ein für die ganze Menschheit sichtbares Kommen Jesu in den Wolken des Himmels geben, verbunden mit einer „Seelenschau“, die für die „gottlosen“ Menschen fürchterlich ausfällt – und als endzeitliche „Warnung“ zu verstehen ist.

Einmal abgesehen davon, daß Bibel und Kirche keine zweifache Wiederkunft Christi kennen, geht es hier um eine sensationslüsterne Angstmacherei, die mit einem gottesfürchtigen Aufruf zu Buße und Umkehr nichts zu tun hat.

Wie sehr Enoch darauf abzielt, die Menschen in Panik zu versetzen, zeigt z.B. seine Marien-Botschaft vom 21. Februar 2017, in der es u.a. heißt:

„Seid sehr vorsichtig, kleine Kinder, denn auf eurer Erde hat es bereits viele durch Dämonen besessene Seelen; beachtet dass ihr unter keinen Umständen in Klagen und Streitigkeiten mit euren besessenen Geschwistern eintreten dürft…

Die bösen Geister wandern bereits in den späten Stunden der Nacht herum, sie suchen Körper deren Seelen von Gott entfernt sind, um in sie einzuschleichen. Haltet euch während den späten Stunden der Nacht nicht auf der Straße auf, damit ihr nicht unangenehme Überraschungen erleben werdet.

Vor einem Jahr veröffentlichte Enoch einen Aufruf der „Maria Rosa Mystica an das Volk Gottes“ vom 2. Januar (Die Erscheinungen der „Rosa Mystica“ von Montichiari sind ebenfalls kirchlich abgelehnt). Darin heißt es zum Dauerbrenner der „Warnung“:
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„Kleine Kinder, der Zusammenprall von zwei Asteroiden wird das Glorreiche Kreuz Meines Sohnes bilden. Das wird das große Signal sein, welches euch das Kommen der Warnung ankündigt!
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Dieses Jahr wird der Beginn eurer Reinigung sein. Die Menschheit wird große Ereignisse am Himmel und auf der Erde erleben; die Zeichen des Himmels werden zunehmen; noch von keinem Auge gesehene himmlische Phänomene werden euch ankündigen, dass ihr bereit und vorbereitet sein müsst für eure Begegnung mit Gott in der Ewigkeit.
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Die Erschütterung des Universums wird euch himmlische Phänomene sehen lassen, welche die Menschheit nie gesehen hat. Viele werden in Panik geraten, aber es gibt keinen Grund euch zu ängstigen; diese Manifestationen sind Ankündigungen des Himmels damit ihr geistig auf das Kommen der Warnung vorbereitet seid und eure Prüfungen beginnen.“ (Quelle: http://www.kommherrjesus.de/aktuelles/enoch/botschaften/botschaften2018#neu)
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Vielleicht haben wir alle etwas verpaßt, da sich im vergangenen Jahr keine erkennbaren „himmlischen Phänomene“ ereignet haben, geschweige sind zwei Asteroiden zusammengeprallt; auch erschien kein glorioses Kreuz am Himmel und-so-weiter…


Von den Merkwürdigkeiten eines Wunderbildes der „heiligen Familie“

Von Felizitas Küble

Dieses vermeintliche Wunderfoto kam mir bereits öfter in die Hände. Ich sah es auch in etlichen Wohnungen erscheinungsbewegter Katholiken. Obwohl ich einer Bekannten in Münster vor ca. zehn Jahren meine kritischen Einwände nannte, hängt es dort immer noch.  media-433119-2

Es sei dahingestellt, ob dieses Bild einer „übernatürlichen“ (also in Wirklichkeit „unterirdischen“) Quelle entstammt oder lediglich die Fälschung (Fotomontage, Gemälde) eines Zynikers ist, der naive Gläubige gerne hinters Licht führen will.

Dieses Wunderfoto ziert auch die Bände der falschmystischen Botschaften „Die Vorbereitung“ (ein ähnlicher Unsinn wie jene der „Warnung“). Zudem findet man es dort auf deren Internet-Startseite: http://www.dievorbereitung.de/index.html

Auch bei „Warnungs“-Anhängern wird dieses wundersame Bild gerne verbreitet, zB. auf der Fanseite von Herrn Roemer. Interessanterweise taucht er es ganz in eine orange Farbgebung ein  –  und dies wohl nicht ohne Grund: https://ssl.kundenserver.de/jochen-roemer.de/Gottes%20Warnung/images/Die%20Heilige%20Familie.jpg

Zunächst einige Anmerkungen zur äußeren Gestalt des Bildes:

  1. „Maria“ strahlt keine Warmherzigkeit aus, alles wirkt ziemlich „spitz“, auch der Augenausdruck mit Tendenz zum stechenden Blick.
  2. Die Fingerhaltung „Josefs“ ist unnatürlich: Man versuche selbst, die Hand so merkwürdig zu halten  –  das ist allenfalls mit großer Anstrengung möglich. Zudem ist der fünfte Finger viel zu lang.
  1. Das „Christkind“ könnte der Nivea-Werbung der 50er Jahre entstammen. Die Ohren sind zu groß und zu tiefliegend. Das Baby hat eine „Geheimratsecke“, als wäre es 70 Jahre alt: rechts oben fehlt das Haar bis zum Hinterkopf, dafür ist es vorne zu weit in die Stirn hineingewachsen.
  1. Wenn die Sonne scheint (links oben), können nicht zugleich die Sterne funkeln.
  2. Die „Heilige“ Familie kommt direkt aus der Dunkelheit, was freilich  h i e r  –  bei „Licht“ betrachtet  – sehr passend ist. Logisch wäre es an sich, daß der Priester die hl. Messe in einem zumindest halbdunklen Raum feiert (eine Kirche ist kein Sonnenstudio)   –  und die heilige Familie aus einem hellen himmlischen Licht kommt.

6. Das Schlimmste jedoch: das „Jesuskind“ ballt die Faust gegen den Priester bzw. die heilige Hostie.

Soll die wirkliche Bedeutung der hl. Messe verdrängt werden?Kreuzkuppel

Zudem ist das Bild insgesamt theologisch unsinnig, denn die hl. Messe ist keine sakramentale Vergegenwärtigung der heiligen Familie, sondern des Kreuzesopfers Christi.  –  Soll diese Glaubenswahrheit durch einem fromm wirkenden Kitsch unterschwellig verdrängt werden?

Auf der Rückseite eines mir vorliegenden Exemplares dieses Wunderfotos wird die angeblich übernatürliche Entstehung geschildert, ergänzt durch die Aussagen einer ebenso anonymen wie  „begnadeten“ Person:

Jemand habe einen Priester bei einer hl. Wandlung fotografiert, wobei dieses Bild herausgekommen sei. Man erfährt aber nicht, wo die hl. Messe stattfand, w e r  der Fotograf war und w e r  jene „begnadete Person“ ist, die das Bild als wunderbar „bestätigt“ bzw. als himmlische Gnadenquelle verherrlicht.

Zu den Aussagen der „Begnadeten“ sei zudem festgestellt:

1. Diese seltsame „Logik“ dreht sich natürlich im Kreise, wenn eine falschmystische Quelle durch eine andere falschmystische Quelle „bestätigt“ wird.  Das ist etwa so, wie wenn die „Madonna“ von San Damiano versichert, daß die Erscheinungen von Heroldsbach echt seien…Natürlich befürworten sich die verschiedenen Irrgeister gegenseitig!

2. Die „Offenbarung“ der  angeblich Begnadeten kann schon deshalb nicht von „oben“ stammen, weil sie die unzutreffende Ansicht äußert, daß durch ein Bild (noch dazu durch dieses Bild!) direkt Gottes „Gegenwart“ ins Haus komme. Die katholische Kirche hat stets daran festgehalten, daß wir nicht die Bilder (oder Statuen) als solche verehren, sondern die himmlischen Personen, die sie darstellen; es geht also um eine symbolische Bedeutung, keine quasi-sakramentale, sonst wäre dies magisch gedacht bzw. abergläubisch untermalt.

Ein religiöser Andachtsgegenstand wird zu einem Sakramentale, wenn er von einem Geistlichen nach kirchlichem Ritus gesegnet wird. Von einer solchen Weihe bzw. Segnung ist in der Botschaft der „Begnadeten“ aber nicht die Rede.

Somit wird zu einem verstiegenen, tendenziell fetischistischen Bilderkult angeregt, der nicht katholisch ist und mehrfach kirchlich abgelehnt wurde. (Nachzulesen etwa im „Catechismus Romanus“, dem jahrhundertelang verbindlichen Weltkatechismus, zB. auf S. 276 im dritten Teil, 2. Hauptstück.)

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Hintergründe der WARNUNGs-Botschaften: Es war einmal…eine „Endzeitprophetin“…

Der folgende Text unseres stets gründlich recherchierenden Leserkommentators “GsJC”, der uns heute erreichte, ist höchst vielsagend, so daß wir ihn nachfolgend als separaten Artikel veröffentlichen.

Der Autor befaßt sich bereits seit Jahren scharfsinnig mit den angeblich himmlischen Botschaften der sog. “Warnung”, welche  –  wie es heißt  –  von einer anonymen “Seherin” aus Irland empfangen werden; der offensichtliche Unfug wird im Internet und durch Buchbände schon seit langem verbreitet, bis in den Frühling 2013 geschah dies sogar im „Kathshop“-Vertrieb (einer Nebenabteilung von „Kath.net“).0023

Unser Webmagazin CHRISTLICHES FORUM wandte sich von Anfang an gegen diesen irrgeistigen Panik-Unsinn, der gleichwohl erstaunlich viele Anhänger gewinnen konnte.

Hier folgt der aufschlußreiche Recherche-Beitrag unseres Lesers:

Seit gestern Abend ca. 23.45 Uhr ist die Webseite “www.thewarningsecondcoming.com” nicht mehr erreichbar. Zuvor wurde den Betreibern über ihr Kontaktformular freundliche, aber unmissverständliche Worte mitgeteilt.

Da die Webseite immer noch “down” ist, darf davon ausgegangen werden, dass die “Privatbotschaft” angekommen ist. Es gibt dennoch keinen Grund für uns Kritiker zu triumphieren. Stattdessen gibt es aber genügend Gründe, für die ganze Familie der “Endzeitprophetin” zu beten.

Familienmitglieder der genannten Dame betreiben eine Internetfirma, beschäftigen sich mit Webdesign, Online Video Marketing, Mobile Apps etc… und sie waren für die Technik verantwortlich.

Die Webseiten der Internetfirma sind weiterhin erreichbar und liegen auf dem gleichen Server in Hürth bei Köln, wo auch die Seiten “thewarningsecondcoming.com” gehostet werden. Ein technisches Problem der Erreichbarkeit scheidet somit aus.

Es hat sich auf beinahe dramatische Weise bestätigt, dass auch erhebliche finanzielle Probleme seit dem Jahr 2009 im Vordergrund standen und weiterhin bei der Familie bestehen.

Was dies jetzt für die Anhänger der “Botschaften” dieser irregeleiteten Dame bedeutet, die sich hier im Kommentarbereich oft sehr lautstark zustimmend zu Wort gemeldet haben, würde ich an deren Stelle mit einem guten Beichtvater bereden.

Wenn ich hier noch etwas frei von der “katholischen Leber” weg loswerden darf:

Nach dem Gespräch  –  ihr Anhänger  –  betet auch ihr für diese Familie, der ihr so lange willig den Blödsinn abgekauft habt, denn die haben Gebet bitter nötig, damit es nicht zu einer menschlichen Tragödie kommt.

Mit eurer Sucht nach immer neuen “Botschaften” und fehlgeleitetem Eifer habt ihr die Dame und das Umfeld nur noch weiter angetrieben.

Hier folgt ein später eingetroffener HINWEIS des Autors:

Da wurde 12 Stunden überlegt, was zu tun ist!

Auch wenn die Seite seit ca. 12 Uhr wieder online ist, darf ergänzend in diesem Anliegen noch mitgeteilt werden, dass sich viele Menschen, die die Carberry´s vor Ort kennen, sehr lange zurückgehalten haben.

Die “Botschaft” mit dem “falschen Propheten” hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Oder wünscht sich einer der “katholischen” Anhänger dieser “Botschaften”, dass in seinem Ort, Wohnviertel oder Hausgemeinschaft gegen ihn von anonymer Seite die “Botschaft” verbreitet wird, dass er mit dem “Dämon im Bund” ist?

Auf diese Weise versuchen auch Sekten, Aussteiger fertig zu machen. Darüber sollten die Anhänger einmal ernsthaft nachdenken.

Oder hättet ihr kein berechtigtes Interesse daran, zu erfahren, wer euch derartig bösartig versucht, mit Unterstellungen zu schaden? Wer diesen Weg der Unterstützung weiterbeschreitet, nähert sich einem gefährlichen Tor.

P.S. Einen Hinweis zur Identität der Dame gab es schon im Februar 2012 hier im Kommentarbereich:
https://charismatismus.wordpress.com/2011/10/08/falsche-ankundigung-in-der-pseudo-botschaft-die-warnung/comment-page-3/#comment-2191
 

Hier gehts zum Artikel einer anderen Webseite gegen die WARNUNG: Channeling ist Esoterik pur!

Zudem der Bericht bei GWUP mit Zitaten aus unseren Beiträgen: http://blog.gwup.net/2013/11/17/offenbarungs-eid-einer-seherin-die-warnung-ist-nonsens/


„Kath.net“ warnt vor den Botschaften „Die Warnung“ und verkauft sie zugleich per „Kath.shop“ in sieben Bänden

Seit fast zwei Jahren kursieren Visionen einer „verborgenen Seherin“

Am 15. Februar dieses Jahres veröffentlichte die private katholische Nachrichtenseite „Kath.net“ eine klare Abrechnungmit jenen irrgeistigen Privatoffenbarungen, die unter dem Titel „Die Warnung“ seit fast zwei Jahren die erscheinungsbewegte Kreise in Erregung, zum Teil gar in Endzeit- und Alarmstimmung versetzen.

Der begrüßenswerte Beitrag von Johannes Graf hindert das charismatisch geprägte „Kath.net“ gleichwohl nicht daran, genau jene absonderlichen Botschaften „Die Warnung“ gleichsam in seiner Nebenabteilung, dem Internetbuchhandel „Kath.shop“ zu vertreiben  –  und dies geschäftstüchtig in sieben Bänden, ergänzt um einen Extrateil jener Kreuzzugsgebete“, die ebenfalls aus den Warnungs-Visionen stammen, die eine anonyme Seherin angeblich seit Jahr und Tag von Jesus und Maria erhält  – und vor deren Unsinns-„Prophetien“ wir von Anfang an gewarnt haben.  media-377708-2

Wir haben mit der Veröffentlichung dieses Artikels zunächst eine Woche zugewartet, um zu sehen, ob diese Botschafts-Bände aus dem Vertrieb verschwinden, nachdem auf „Kath.net“ ausführlich davor gewarnt wurde, zumal dieser kritische Artikel sich dort derzeit auf Platz 1 der meistkommentierten Beiträge befindet, also offenbar großes Interesse unter den Kathnet-Lesern hervorrief.

Doch allem Anschein nach nimmt „Kath.net“ auch weiterhin Defizite in puncto eigener Konsequenz und Glaubwürdigkeit in Kauf, damit das Verkaufsgeschäft mit den Botschaftsbänden weiter floriert.

Nun zum erwähnten Verriß mit dem Titel:  „Absurde ‚Warnung’ vor dem nächsten Papst“.   – Der Text beginnt mit den Worten: 

„Die Botschaften der ‚Warnung’ fordern dazu auf, den Nachfolger Benedikts XVI. nicht anzuerkennen. Dieser sei ‚falscher Prophet’ und mit dem Antichrist im Bunde. Ein Kommentar über diese und andere nicht ernst zu nehmende Botschaften von Johannes Graf.“

Geradzu drollig erscheint der nächste Satz:

„Seit März 2011 kursieren im Internet und mittlerweile auch in Buchform angebliche Privatoffenbarungen einer anonymen Seherin, die sich „Verborgene Prophetin“ nennt.“

Die „Buchform“ gibt es nicht erst „mittlerweile“, sondern schon seit über eineinhalb Jahren, noch dazu direkt vertrieben von der eigenen Nebenabteilung!

Über diese „Privatoffenbarung“ heißt es weiter: „Die Botschaften handeln meist von einer sogenannten „Warnung“, einem Moment, in dem alle Menschen durch einen gnadenhaften Akt Gottes den Heilszustand ihrer Seele sehen können. Dieses Ereignis soll in naher Zukunft stattfinden.“

Das „Ereignis“ wurde in Wirklichkeit für spätestens Dezember 2012 angekündigt, weil bis dahin bereits die „Trübsalszeit“ stattfinden solle, die nach der „Warnung“ eintreffe.

Die „Warnung“ behauptet: Papst-Nachfolger ist ein Betrüger

Nun schreibt der Autor, der bevorstehende Amtsverzicht des Papstes sei ein aktueller Anlaß, sich erneut zu diesen Visionen zu äußern:

„In den Botschaften der Warnung wird behauptet, Papst Benedikt XVI. sei der letzte „echte“ Papst, sein Nachfolger aber ein Betrüger, der mit dem Antichrist im Bunde sein werde. Die Botschaften fordern zum Schisma auf, sobald der Nachfolger Benedikts XVI. feststeht.“

Wahrlich herbe Kost für fromme Seelen, wobei dieser Aspekt im CHRISTLICHEN FORUM bereits seit Monaten von zahlreichen Kommentaren kritisch beleuchtet wird.

Sodann nimmt der Verfasser auch jene Prophezeiung aus der „Warnung“ auseinander, wonach dunkle Kräfte im Vatikan „planen, den Heiligen Stellvertreter Christi, Papst Benedikt XVI. durch einen „Diktator der Lügen“ zu ersetzen. Er wird im Bunde mit dem Antichristen und seiner Gruppe eine neue Kirche erschaffen, um die Welt in die Irre zu führen.“ (Botschaft vom 18. Januar 2012)“

Wie man sieht, wurde diese absonderliche „Mitteilung“ bereits vor über einem Jahr von der „verborgenen Seherin“ zum Besten bzw. Schlechten gegeben, was „Kath.net“ allerdings nicht hindert, diesen offensichtlichen Unfug weiter per Kath.shop zu verbreiten.

Zudem stellt Johannes Graf fest, was aufmerksame Leserkommentare hier im CHRISTLICHEN FORUM bereits vorher erkannten:

„Die Umstände des Rücktritts Benedikts XVI. stimmen nicht mit den Botschaften der „Warnung“ überein. Dort wird behauptet, Benedikt XVI. würde „vom Heiligen Stuhl in Rom vertrieben werden.“ (11. Februar 2012). Ebenso wird vorausgesagt: „Er wird zerdrückt werden, als Haupt Meiner Kirche, und ihm wird keine Gnade gezeigt werden. Der Widerstand wird schnell zunehmen, wobei er für nicht mehr zuständig erklärt werden wird.“ (13. November 2012)“

In Wirklichkeit betonte der Papst mehrfach die Freiwilligkeit seiner Entscheidung zum Amtsverzicht – einmal abgesehen davon, daß er einen Rücktritt im Seewald-Buch „Licht der Welt“ indirekt ankündigte für den Fall, daß er gesundheitlich nicht mehr in der Lage sei, das Petrusamt angemessen auszuführen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Nachträglicher HINWEIS: Wie uns ein Leser am heutigen 10. März mitteilte, hat „kath.shop“ die Botschaftsbände „Die Warnung“ inzwischen aus seinem Sortiment genommen  –  späte Einsicht, aber immerhin!


Der Botschaftszirkus „Die Warnung“ hat sich endgültig als Unfug erwiesen

Die für „Dezember 2012“ angekündigten Endzeit-Plagen und „Strafgerichte“ blieben aus

Kurz nach dem Starten dieses Web-Magazins im Juni 2011 haben wir mit unserer Kritik an den Irrsinns-Botschaften namens „Die Warnung“ begonnen und dabei über ein dutzend Artikel veröffentlicht, einige davon aus der sachkundigen Feder des Konvertiten Volker Jordan.

Auch Weihbischof Andreas Laun aus Salzburg warnte vor der „Warnung“, ebenso Sektenbeauftragte der EZW und-so-weiter.

Doch die eingefleischten Fans der „verborgenen Seherin“ aus Irland,  von der jene „Offenbarungen“ ausgehen,  ließen sich weder davon abschrecken, daß die Visionärin bis zum heutigen Tage anonym bleibt  –  noch von jenen Falschprognosen, die sich immer deutlicher herauskristallisierten.

Was mich aber am meisten überraschte, war das ungewöhnlich hohe, völlig aus dem Rahmen fallende Interesse an unseren Artikeln zum Thema „Die Warnung“.

Ich hatte diese „Visionen“ wegen ihrer offensichtlichen Blödsinnigkeit für eine Eintagsfliege gehalten  –  und staunte nicht schlecht, welch eine riesige und dauerhafte Resonanz diese selbsternannte Seherin namens „Maria von der göttlichen Barmherzigkeit“ hervorzurufen vermochte.

Bei einem unserer Anti-„Warnungs“-Beiträge von 2011 gibt es sogar weit über tausend Leserkommentare (nämlich sage und schreibe: 1135!), wobei es schon seit ca 14 Monaten sehr kontrovers mit Pro und Contra zur Sache geht  –  siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/10/08/falsche-ankundigung-in-der-pseudo-botschaft-die-warnung/

Dieser warnende Beitrag vor der „Warnung“ befand sich zudem seit seinem Erscheinen fast immer  – wie derzeit auch!  – auf Platz 1 oder 2 unserer TOP-Artikel (Rubrik siehe Startseite) – eine herausragende Sonderstellung, die kein anderer unserer hier veröffentlichten, ca 3400 Artikel erreichte. Auch dies belegt das enorme Interesse an diesem „heißen Eisen“.

Erfreut war ich aber darüber, daß es neben vielen Befürwortern auch eine erstaunlich hohe Zahl von Leserkommentaren gab und gibt, die sich skeptisch bis ablehnend äußern. Manche Schreiber waren anfangs noch leichtgläubig, wie sie selber einräumten, wurden dann aber zunehmend kritischer.

Jeder hat das Recht, etwas dazuzulernen, denn Irren ist menschlich, aber am Irrtum hartnäckig festhalten  –  das grenzt wohl an Verblendung.  vision

Die erwähnten „Botschaften“ machten zuerst als „Große Warnung“ die Runde; die gläubige Schar berief sich gerne auf Garabandal (einen kirchlich nicht anerkannten Marienerscheinungsort), wobei die sog. „Warnung“ als eine weltweite, vielfach schockierende „Seelenschau“ für alle Erdenbewohner zu verstehen sei und gleichsam als Auftakt zu göttlichen Strafgerichten erfolgen werde.

Eben dies verkündete jene „neue verborgene Seherin in Europa“, die vorgibt, seit November 2010 „göttliche Offenbarungen“ zu erhalten.

Am 1. März 2011 startete sodann eine irrgeistige,  ständig Panikstimmung erzeugende Webseite unter dem Namen „Die Warnung – Zweites Kommen“  (thewarningsecondcoming.com). Gemeint war mit diesem Titel das angeblich kurz bevorstehende Zweite Kommen Christi, wobei die Warnungs-Botschaften sich wohl als eine Art „Hinführung“ zu dieser Wiederkunft verstanden.

Die Buchbände mit den gesammelten Erleuchtungen der „verborgenen Seherin“ wurden und werden von „Kathshop“ vertrieben, einem Neben(erwerbs)zweig von „Kath.net“,  einer erscheinungsbewegten privaten Nachrichtenwebseite von Katholiken aus Linz.

In den „Botschaften“ wurde zum Beispiel angekündigt, daß „spätestens“ im Dezember 2012 jene göttlichen Strafgerichte bzw. Endzeitplagen hereinbrechen werden, von denen in der biblischen Apokalypse die Rede sei.

Soweit kurzgefaßt dieser falschprophetische Unfug, der sich selbst für die letzten Leichtgläubigen mit Ablauf dieses Jahres erledigt haben dürfte.

Das Ganze ist leider keine knuffige Spielerei, sondern schadet massiv dem Ansehen der wirklichen Frömmigkeit, weil nicht alle Zeitgenossen zwischen echter Religion und scheinfrommen Spinnereien fein säuberlich unterscheiden. Dadurch kann der „echte“ Glaube in den Augen von Unsicheren, Skeptikern, Agnostikern usw. in Mißkredit geraten und wird der Lächerlichkeit preisgegeben. Verantwortlich hierfür ist das erscheinungssüchtige Spektrum mit seiner Wundersucht.

In unserem ersten Anti-Warnungs-Artikel vom 10.6.2011 schrieben wir abschließend: „Halten wir uns an den Rat des Apostels Petrus: “Seid nüchtern und wachsam!(1 Petr 5, 8)“

Diese biblische Nüchternheit ist und bleibt unsere Leitlinie, verkündet vom ersten Papst Petrus!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

PS: Daß sich die weltliche Webseite „Skeptiker“ über den abergläubischen Warnungs-Unsinn amüsiert, ist wohl auch klar: http://blog.gwup.net/2012/12/29/die-warnung-auch-keine-apokalypse-mehr-in-2012/


EZW-Chef warnt vor den irrgeistigen Botschaften „Die Warnung“

„Nicht anerkannte Privatoffenbarung, die vielfach kirchlichen Lehren widerspricht“

Vor „spekulativen und unseriösen Endzeitbotschaften” einer katholischen Seherin aus Irland warnt der Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Reinhard Hempelmann (Berlin).

Seit März 2011 veröffentlicht die junge Mutter täglich anonym Botschaften im Internet, die sie nach eigenen Angaben direkt von Jesus Christus, Gott-Vater, dem Heiligen Geist oder Maria empfangen haben will.  

Ihr Ziel sei es, die Menschheit auf „Die Warnung“ vorzubereiten – „ein mystisches Ereignis, das in Kürze stattfinden wird“. In einem „Akt der Barmherzigkeit“ gebe Gott „der Welt die letzte Chance, um Vergebung zu bitten, sodass sie alle gerettet werden können“, heißt es auf der Internetseite http://www.thewarningsecondcoming.com.

Hempelmann verurteilt diese Botschaften: „Panikmache und Endzeitspekulationen sind kein authentischer Ausdruck christlicher Zukunftshoffnung, die darauf abzielt, Menschen zu trösten und aufzurichten.“ 

Die „Seherin“ Mary Divine Mercy (Maria von der göttlichen Barmherzigkeit), wie sie sich selbst nennt, hat inzwischen Anhänger auf der ganzen Welt. In 14 Sprachen sind ihre über 540 Botschaften übersetzt worden; beim Internetnetzwerk Facebook folgen knapp 11.000 Nutzer ihrer Seite „Jesus To Mankind“ (Jesus an die Menschheit).

Neben einer deutschen Internetseite (www.diewarnung.net) haben sich im deutschsprachigen Raum auch einige Personen zusammengefunden, um die Visionärin zu unterstützen und den vielfachen Gebetsaufrufen der „göttlichen Offenbarungen“ zu folgen.

Auch globale Unruhen wurden schon vorausgesagt, etwa ein atomarer Dritter Weltkrieg, in den Deutschland maßgeblich verwickelt sein soll. Die Gebete könnten helfen, vorausgesagte Katastrophen auszuschieben, abzumildern oder gar abzuwenden, heißt es immer wieder in den Botschaften.

Die Irin gibt vor, sich ganz dem Papsttum zu unterstellen und ihre „Offenbarungen“ der römisch-katholischen Kirche zur Prüfung zugänglich gemacht zu haben. Doch haben laut Hempelmann auch zahlreiche römisch-katholische Stimmen inzwischen vor der „Warnung“ gewarnt.

Es handle sich um „nicht anerkannte Privatoffenbarungen, die in zahlreichen Aussagen der kirchlichen Lehre widersprechen.“

Quelle: evangelikale Nachrichtenagentur www.idea.de

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


„Die Warnung“: irrgeistige Botschaften weiter im Umlauf

Volker Jordan warnt erneut vor falschen „Visionen“

Seit einigen Monaten machen offensichtlich absurde „Botschaften“ die Runde, die unter dem Titel „Die Warnung“ Panik und Verwirrung unter Gläubigen verbreiten.

Wir haben hierzu bereits im Juni 2011 darauf hingewiesen, daß ähnlicher Unfug mit Berufung auf Garabandal auch  früher schon

VOLKER JORDAN

VOLKER JORDAN

in Umlauf gesetzt wurde: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/10/garabandal/

Volker Joseph Jordan (siehe Foto), ein junger Historiker und Konvertit, hat sich in einem kath. Internetforum mehrfach kritisch zu diesen angeblichen „Christus-Visionen“ einer „verborgenen Seherin“ geäußert.

Hier folgen zunächst zwei Wortmeldungen von Anhängern der „Warnungs-Visionen“,   danach einige gehaltvolle Entgegnungen von Volker Jordan:

1.
WICHTIGE BOTSCHAFT (gerade jetzt, wo die Finanzkrise in die heiße Phase geht!):
Der Ewige Vater wird die Neue Weltordnung von der letzten Verfolgung Seiner Kinder abhalten:
Freitag, 8. Juli 2011, 15.30 Uhr
 mit folgenden Punkten:
– Die Neue Weltwährung wird einer ungläubigen Welt präsentiert
– Plant eure Vorräte an Nahrungsmittel jetzt
– Satans Günstlinge sind Ameisen ähnlich, sie vermehren sich zu Tausenden
– Ratschlag an die Diener der Kirche
unter:
http://www.diewarnung.net/botschaften/2011/2011_07_08.htm
 
2.
Es ist ein Geschenk Gottes an uns Kinder die wir gläubig od. auch kleingläubig…od. ungläubig sind. Wenn nun der STOLZ in uns größer ist als die DEMUT , dann wird man diese Seite http://www.diewarnung.net/ belächeln….!

Und viele werden meinen laßt euch nicht……! Wer nun die Zeichen der Zeit nicht erkennt, der muß echt blind…taub…sein. Also ich lese die Botschaften seit einigen Tagen, und wenn man sich vorbereiten kann, dann wird man diese Warnung….eher überleben…verkraften als jene die weit weg sind vom Glauben…!  –  Also nehmt dies an als Geschenk Gottes, denn er will nicht das Seelen verloren gehn.

Hier folgt nun die Erwiderung von Volker J. Jordan:

Liebe Forums-Leser,

an sich wollte ich mich zu dieser Thematik nicht mehr äußern, da ich gemeint hatte, bereits alles Wesentliche gesagt zu haben. Nun sehe ich mich aber doch gedrängt, es abermals zu tun.

Wie ich bereits darlegte, enthalten die angeblichen „Botschaften“ der vermeintlich „begnadeten Seele“ dogmatische Irrtümer, z. B. den Chiliasmus, der von der Kirche klar abgelehnt worden ist.

[Anstatt die Kritik an diesen „Botschaften“ zu widerlegen, belegt der deutsche Betreiber jener Netzpräsenz (http://www.diewarnung.net/) sie vielmehr unfreiwillig, indem er ein längeres Zitat des hl. Augustinus aus dem „Gottesstaat“ anführt (http://www.diewarnung.net/infos/augustinus_Gottesstaat.htm).

Der hl. Augustinus brachte mit seiner Sicht den Chiliasmus bzw. Prämillennialismus in der Kirche mit seiner Erwartung einer Wiederkunft Christi zur Errichtung eines irdischen Tausendjährigen Reiches dadurch zum Erliegen, daß er dieses in der Johannesapokalypse erwähnte Reich auf die geistliche Herrschaft Christi mit den Seinigen bezog, mithin auf den Zeitraum zwischen dem ersten Kommen Christi mit Seinem Heilswerk und der Gründung der Kirche und Seinem zweiten Kommen zum Gericht am Ende der Zeit.]

Sind offenkundige Fehlankündigungen und Irrtümer, die dem katholischen Glauben widersprechen, in „Botschaften“ enthalten (dazu ließe sich noch einiges ausführen), dann können diese nicht übernatürlichen, d. h. göttlichen Ursprungs sein, ganz gleich, in welch frommem Gewand sie daherkommen mögen, auch wenn angeblich Gott Vater, der Herr Jesus Christus oder die Gottesmutter darin sprechen.  vision

Das macht den Irrtum und die Irreführung sogar noch wesentlich schlimmer, als wenn es sich nur um endzeitliche Mutmaßungen und Spekulationen, falsche Berechnungen etc. handelte (an denen die Geschichte der Christenheit gerade seit dem 19. Jahrhundert nun wahrlich – leider – nicht arm ist).

Außerdem: in keiner einzigen kirchlich anerkannten Privatoffenbarung aus Vergangenheit und Gegenwart finden sich derartige harsche Worte und Verurteilungen (z. B. ist in der „Botschaft“ vom 2. Juli vom „Kampf“ die Rede, „den Satan inszeniert, um diese Botschaften in Verruf zu bringen“) gegen solche, die diesen Botschaften keinen Glauben schenken wollten bzw. konnten.

Nach der feststehenden Glaubenslehre der Kirche gehören Privatoffenbarungen nach dem Abschluß der öffentlichen Offenbarung nämlich selbst dann nicht zum Glaubensgut, wenn sie von der Kirche klar anerkannt worden sind.

Gab es z. B. in der Pariser Rue du Bac, in Fatima, Lourdes, Beauraing, Banneux, Pontmain oder Paray-le-Monial solche Verurteilungen der Gegner der den jeweiligen Sehern und Seherinnen zuteilgewordenen Mitteilungen?

Noch ganz abgesehen von den Inhalten, macht schon allein diese Tatsache jene angeblichen Manifestationen bezüglich der vermeintlich bevorstehenden „Großen Warnung“ äußerst suspekt. Und so kann ich nicht anders, als abermals entschieden davor zu warnen, ihnen irgendwelchen Glauben zu schenken.

Viele Grüße
Volker J. Jordan

Der Beichtspiegel von Pater M. Ramm und die „gelöschte“ Gewissensfrage 

Zudem fügte Herr Jordan seinen Ausführungen weitere aufschlußreiche Anmerkungen hinzu:

Liebe Forums-Leser,

gerade habe ich mir auf der Netzpräsenz mit den „Botschaften“ den dort zu lesenden Beichtspiegel angesehen und etwas gefunden, was bezeichnend ist und meinen bisherigen Eindruck nur bestätigt.

Dabei handelt es sich laut

http://www.diewarnung.net/sonstiges/beichte/pater_ramm.htm

um die Broschüre von Pater Martin Ramm FSSP: Beichtspiegel. Praktische Beichthilfe für Erwachsene, Thalwil 2007 (mir liegt die siebte Auflage vor), der hier kostenlos bestellt werden kann:

http://www.introibo.net/publikationen.htm

Zunächst einmal ist es lobenswert, daß dieser glaubenstreue, hervorragende Beichtspiegel, den ich selbst sehr gerne zur Beichtvorbereitung benutze, empfohlen wird.

Wenn, ja wenn da nicht wieder ein gewaltiger Pferdefuß wäre, durch den diese Netzpräsenz mit ihren „Botschaften“ sich selbst entlarvt:

Zwar wird der Beichtspiegel an sich weitgehend (wenn auch nicht ganz) vollständig abgedruckt, besonders bezeichnend ist aber das Fehlen einer kurzen, gleichwohl sehr wesentlichen Frage zur Gewissenserforschung im 1. Gebot, die in der von mir benutzen Buchausgabe auf S. 17 ganz unten steht:

„Habe ich Privatoffenbarungen über die Lehre der Kirche gestellt?“

Ist es Zufall, daß gerade diese Frage fehlt, die anderen Fragen zum 1. Gebot aber wiedergegeben werden?

Wohl kaum, denn in jenen „Botschaften“ werden ja just angebliche, neue Privatoffenbarungen gegen und über die Lehre der Kirche gestellt, so daß diese Frage für den Ersteller der deutschsprachigen Netzpräsenz geradezu demaskierend gewesen wäre.

Der Erscheinungs-„Jesus“ findet kirchliche Anerkennung „nicht wichtig“

Wie könnte es aber anders sein, wenn es auf

http://www.diewarnung.net/botschaften/2011/2011_07_09.htm

wortwörtlich heißt:

„Es ist nicht wichtig, ob die Kirche diese Botschaften anerkennt; denn die Zeit läuft davon. Meine gottgeweihten Diener werden viele, viele Jahre brauchen, um Meine Botschaften anzuerkennen. Also mache weiter.“

Bei der Lektüre dieses Satzes kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Deutlicher und schlimmer geht es nun wirklich nimmer!

Dieser „Jesus Christus“ entzieht hier Seiner Kirche, die Sein Leib ist, die Fülle dessen, der in allem durch alle erfüllt wird (Eph 1,22-23), die Befugnis zur Beurteilung von Mitteilungen, die angeblich von ihm stammen sollen, bestreitet die Notwendigkeit der kirchlichen Anerkennung und wirft seinen „Dienern“ gleichsam vor, sie bräuchten „viele, viele Jahre“ und somit deutlich zu lange für ihren Approbationsvorgang.

Daher vertraut er die Verkündung seiner ach so dringenden „Botschaften“ einer bewußt anonym bleibenden Dame an, die dieser ihrer Verantwortung über das Internet nachkommt …

(Biblischer Hinweis zum Thema „dringender“ Botschaften: dies spricht gegen Isaias 28,16 [Übersetzung nach Allioli/Arndt]: „Darum spricht der Herr, Gott, also: Sehet, ich lege in Sions Grundfesten einen Stein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der auf festem Grunde liegt: wer glaubt, soll nicht eilen!“)

Unglaublich, was sich heute im religiösen und pseudo-apokalyptischen Kuriositätenkabinett so alles abspielt und welche göttlichen Ordnungen hier – so mir nichts dir nichts – über den Haufen geworfen werden!

Schlimm und traurig ist daran vor allem, daß dieser Betrug unter dem frommen Deckmäntelchen des Katholischen daherkommt, daß so manche ungefestigte Seelen dadurch irregeführt werden und in eine in dieser Form unbegründete Endzeitpanik geraten können.

Viele Grüße
Volker J. Jordan

Weitere Irrtümer aus der Botschaft „Die Warnung“

Bringt uns Christus das Paradies auf Erden? 

Der junge Historiker Volker J. Jordan (siehe Foto) hat sich in einem online-Forum weiter kritisch mit der zur Zeit weitverbreiteten Vision „Die Warnung“ befaßt.

In der folgenden Argumentation geht es um die Ankündigung aus der Vision „Die Warnung“, Christus werde wiederkommen und ein „Tausendjähriges Reich“ auf Erden errichten.

An dieser Irrlehre des Post-Millenarismus ist besonders verhängnisvoll, daß sie die biblische Warnung ausblendet, wonach  v o r  der Wiederkunft Christi der Antichrist auftreten wird  – und nicht etwa ein christliches Friedensreich kommt. 004

Aber selbst der Prä-Millenarismus,  eine gemäßigtere Version hiervon (Friedensreich erst  n a c h  dem Untergang des Antichristen) gehört nicht zur kirchlichen Lehre.

Hier folgt zunächst die Stellungnahme eines Anhängers der Warnungs-Vision, der diese unter dem Nicknamen „diewahrheit“ verteidigt und die bisherige Kritik von Volker Jordan zurückweist  –  danach veröffentlichen wir Jordans Stellungnahme.

Zunächst die Verteidigung der Vision „Die Warnung“:

„Ich kann alle nur demütigst davor warnen, diese Botschaften leichtfertig zu verteufeln. Glaubt daran oder nicht, es ist euer freier Wille, aber gebt anderen die Chance sich ein eigenes Bild darüber zu machen. Ich selbst habe alle Botschaften geduldig und genau gelesen, hab aber keinen einzigen Widerspruch zur katholischen Lehre finden können, soweit ich das beurteilen kann. Wenn ihr schon nicht an die Echtheit glauben wollt und somit die Verbreitung verweigert, fordert eure Mitmenschen zur Beichte und zum Beten des Barmherzigkeitsrosenkranzes auf, er wird in den nächsten Monaten dringend gebraucht, da soviele Seelen auf dem Weg ins Verderben sind.

Folgende Botschaft ist wichtig für das Geschehen vor der Seelenschau:

“Zwei Kometen werden kollidieren,

Mein Kreuz wird an einem roten Himmel erscheinen

(Botschaft vom) Sonntag, 5. Juni 2011, 16.30 Uhr

Meine geliebte Tochter, die Zeit ist nahe. Die Warnung ist jetzt nahe. Mit großem Kummer muss Ich euch sagen, dass viele Seelen diese Botschaften über „Die Warnung“ nicht beachten werden. Mein Wort stößt auf taube Ohren. Warum wollen sie nicht hören? Ich gebe ihnen nicht nur Mein großes Geschenk der Barmherzigkeit, wenn Ich Meine Gnaden über die ganze Welt ausschütten werde, sondern versuche auch, sie auf dieses Ereignis vorzubereiten. Viele Millionen Sünder werden jubeln, wenn ihnen Mein großes Erbarmen gezeigt wird. Andere werden keine Chance bekommen, sich rechtzeitig selbst zu retten, weil sie am Schock sterben werden.   Walberberg-DSC_0311-2-2-5

Meine Tochter, du musst alles tun, was du tun kannst, um die Welt zu warnen; denn dieses große Ereignis wird jeden erschüttern. Sie werden große Zeichen am Himmel sehen, bevor „Die Warnung“ stattfindet. Sterne werden mit solcher Wirkung kollidieren, dass das Schauspiel, das die Menschen am Himmel einer Katastrophe gleich sehen, sie verwirren wird. Während diese Kometen durchziehen, wird sich ein großer roter Himmel ergeben und das Zeichen Meines Kreuzes wird überall auf der Welt von jedem gesehen werden. Viele werden Angst haben. Aber Ich sage: Jubelt; denn ihr werdet zum ersten Mal in eurem Leben ein wahrhaft Göttliches Zeichen sehen, das eine große Kunde für die Sünder überall darstellt.

Schaut dann Mein Kreuz und ihr werdet wissen, dass Meine große Barmherzigkeit jedem von euch, Meinen kostbaren Kindern, gegeben wird; denn mit der tiefen beständigen Liebe, die Ich für euch hatte, starb Ich bereitwillig auf dem Kreuz, um euch zu retten. Wenn ihr während „Der Warnung“ die Kreuze am Himmel seht, so werdet ihr wissen, dass das ein Zeichen Meiner Liebe zu euch ist.

Betet, Meine geliebten Anhänger, dass eure Brüder und Schwestern jubeln können, wenn auch ihnen der Beweis Meiner Existenz gezeigt wird. Betet, dass sie sich eingestehen, dass das ihre Chance ist, sich in Meinen Augen selbst zu retten, dass dieser große Akt der Barmherzigkeit ihre Seelen retten wird, wenn sie Mir erlauben, ihnen zu helfen.

Euch wird gezeigt werden, wie es ist, in Todsünde zu sterben

Die Warnung wird eine läuternde Erfahrung für euch alle sein. Das kann teilweise unangenehm sein, besonders für diejenigen in schwerer Sünde; denn zum ersten Mal überhaupt wird euch gezeigt werden, wie man sich fühlt, wenn das Licht Gottes aus eurem Leben verschwindet. Eure Seelen werden die Verlassenheit empfinden, die von denjenigen gefühlt wird, die in Todsünde sterben. Diese armen Seelen, die gestorben sind, zu spät, um Gott zu bitten, ihnen ihre Sünden zu verzeihen.

Vergesst nicht, dass es wichtig ist, dass ich euch allen erlaube, diese Leere der Seele zu fühlen; denn nur dann werdet ihr letztlich verstehen, dass ihr ohne das Licht Gottes in euren Seelen aufhört zu fühlen. Eure Seele und euer Körper würden nur leere Gefäße sein. Sogar Sünder fühlen das Licht Gottes, weil Er in jedem seiner Kinder auf Erden gegenwärtig ist. Aber wenn ihr in Todsünde sterbt, existiert dieses Licht nicht mehr.

Bereitet euch jetzt auf dieses große Ereignis vor. Rettet eure Seelen, solange ihr könnt; denn nur, wenn das Licht Gottes euch verlässt, werdet ihr letztendlich die Leere, die Öde und die Finsternis begreifen, die Satan anbietet, die voller Angst und Terror ist.
Füllt eure Seelen wieder auf. Jubelt jetzt; denn „Die Warnung“ wird euch retten und euch näher zu Meinem Heiligsten Herzen bringen.

Begrüßt die Warnung; denn dann wird euch der Beweis des Ewigen Lebens gegeben, und ihr wisst, wie wichtig es ist.
Euer Geliebter Erlöser Jesus Christus
König der Menschheit“

Hier folgt die Entgegnung des katholischen Publizisten und Konvertiten Volker Jordan:

Liebe(r) „diewahrheit“, liebe Forumleser,

ich habe diese „Botschaften“ nicht verteufelt (sie können ja durchaus weithin der Phantasie, dem Studium oder der Formulierungsgabe der „begnadeten“ Seele entsprungen sein), sondern nur deutlich gemacht, daß sie aufgrund der darin enthalteten, offenkundigen theologischen Irrtümer wie z. B. dem Chiliasmus definitiv nicht übernatürlichen, d. h. göttlichen Ursprungs sein können und man von daher entschiedenst vor dieser „Großen Warnung“ warnen muß.

Dieser Abschnitt z. B. aus der angeblichen „Botschaft“ vom 20. Mai könnte bis in die Formulierungen hinein genauso gut im Wachtturm der Zeugen Jehovas stehen, da er exakt deren spezifische Lehre von einem Tausendjährigen Friedensreich Christi auf Erden wiedergibt (bezeichnenderweise heißt eines der weitestverbreiteten Bücher der Zeugen Jehovas: „Du kannst für immer im Paradies auf Erden leben“):

„Ich werde für tausend Jahre über die Erde herrschen.
Meine Tochter, Ich werde für tausend Jahre über die Erde herrschen. Täuscht euch nicht; denn Ich bin jetzt für Ereignisse verantwortlich, wie sie sich jetzt in der Welt entfalten. Ich habe jetzt den Weg für Mein neues Königreich auf Erden vorbereitet, und diese Zeit ist nahe, viel näher, als viele begreifen. Jubelt; denn diese Nachricht wird von allen begrüßt werden. Sie wird allem Leid in der Welt ein Ende machen. Sie wird eine Quelle von Liebe und Glorie entzünden, um alle Meine Kinder teilhaben zu lassen.

Dieses Neue Paradies wird eure Fassungskraft übersteigen, aber hört Folgendes: Dieses neue Leben, ein Leben frei von Sorge, wird euch allen, Meinen frommen Anhängern, angeboten. Ihr werdet nichts benötigen. Alles wird von Mir zur Verfügung gestellt. Jeder Einzelne von euch, der dieses Glorreiche Königreich wählt, wird über den Wertvollen Juwel, der euch erwartet, überrascht sein. Betet jetzt, dass eure Brüder und Schwestern ihre Augen öffnen gegenüber der Wahrheit der Versprechungen, die Ich gemacht habe, so dass auch sie in dieses neue Leben auf Erden eingehen können.
Euer liebender Erlöser Jesus Christus“

Noch ganz abgesehen von dem ungeheuerlichen Pferdefuß in der „Botschaft“, die dem Herrn Jesus Christus und nicht etwa z. B. der Sünde der Menschen die Verantwortlichkeit „für Ereignisse“ in die Schuhe schiebt, „wie sie sich jetzt in der Welt entfalten“, ist diese Lehre von der höchsten Instanz der katholischen Kirche völlig unzweideutig verurteilt worden:

Dekret des Hl. Offiziums, 19. (21.) Juli 1944:
„Frage: Was ist von dem System des gemäßigten Chiliasmus zu halten, der nämlich lehrt, Christus, der Herr, werde vor dem Endgericht – ob nach vorhergehender oder nicht vorhergehender Auferstehung mehrerer Gerechter – sichtbar auf diese Erde kommen, um zu herrschen?
Antwort (vom Papst am 20. Juli bestätigt): Das System des gemäßigten Chiliasmus kann nicht sicher gelehrt werden.“

Quelle: DS 3839, in: DENZINGER, HEINRICH, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen = Enchiridion symbolorum definitionum et declarationum de rebus fidei et morum. Verbessert, erweitert, ins Deutsche übertragen und unter Mitarbeit von HELMUT HOPING herausgegeben von PETER HÜNERMANN, Freiburg/Basel/Wien, 40. Auflage, 2005, S. 1067.

Selbst wenn dies der einzige Irrtum wäre  –  die mit einem zünftigen Wortschwall und mit höchstem Anspruch auf Authentizität daherkommenden Texte strotzen allerdings nur so von weiteren Irrtümern  –  können diese „Botschaften“ nicht übernatürlichen Ursprungs sein und nicht, wie behauptet, von unserem „liebenden Erlöser Jesus Christus“ stammen, wenn sie der ausdrücklichen Lehre der Kirche in Form eines Dekrets des hl. Offiziums mit einer von Papst Pius XII. bestätigten Antwort in derart eklatanter Weise widersprechen.

Behauptet man das doch, so stellt man sein eigenes Privaturteil gegen die Lehre der Kirche und muß sich entscheiden, ob man lieber einer höchst fragwürdigen, in keiner Weise kirchlich anerkannten „Botschaft“, die vermeintlich vom Herrn Jesus Christus selbst stammen soll, oder dem authentischen und unfehlbaren Lehramt der Kirche, das sich hierzu klar geäußert hat, Glauben schenken möchte.

Aus meiner Sicht muß man mit den vermeintlichen „Botschaften“ jener „begnadeten“ Dame so umgehen, wie Prof. Dr. Manfred Hauke es in einem Interview vom Februar 2010 mit der Tagespost in Bezug auf die „Erscheinungen“ von Medjugorje darlegte:

„Bei einem Getränk, das mit Rattengift gemischt ist, reicht es nicht, darauf hinzuweisen, daß sich unter 98 Prozent Wasser nur zwei Prozent Strychnin befinden: das ganze Getränk ist wegzugießen.“

Zitiert nach: Rudo Franken, Eine Reise nach Medjugorje. Bedenken hinsichtlich der Erscheinungen. Mit Beiträgen von Mark Waterinckx und Manfred Hauke. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage, Augsburg: Dominus-Verlag 2011, S. 230.

Laßt Euch bitte von dem Irrsinn und Unfug jener „Botschaften“ über die „Warnung“ nicht verblenden!
Liebe Grüße
Volker J. Jordan

Zum Themenbereich Endzeitschwärmerei, „Friedensreich“, Chiliasmus, Millenarismus etc empfehlen wir zudem folgenden Artikel:

https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/10/millenarismus/


„Die Warnung“: Panik-Offenbarungen werden fortgesetzt

Volker J. Jordan warnt vor der „Warnung“

Auf der Panik(web)seite „Die Warnung“ (http://www.diewarnung.net/start_g.htm) werden seit Monaten irrgeistige Visionen und „Botschaften“ veröffentlicht.

Wir haben zu diesen „Neu-Offenbarungen“ hier bereits Stellung bezogen: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/10/garabandal/

Nun sind dort neue „Ankündigungen“ zu lesen, die angeblich von Christus selber stammen.

Volker Joseph Jordan,  Historiker und Übersetzer der kritischen Studie „Medjugorje verstehen“ (Dominus-Verlag), hat sich in einem Internetforum bereits zu dieser  „Prophetie“ geäußert.

Hier folgt zunächst die „neue Offenbarung“, danach die Entgegnung des kath. Publizisten Volker Jordan:

Neue Offenbarungen: Hochwasser in Frankreich diesen Sommer,
Sonntag, 22. Mai 2011, 14.30 Uhr

Meine geliebte Tochter, die Offenbarung, die dir am 18. März 2011 um Mitternacht gegeben wurde, dass der Vulkanausbruch in Island im Mai auftreten würde, hat sich jetzt ereignet. Du magst dich fragen, warum du so erschüttert wurdest, als das, wie vorausgesagt, geschah. Also werde Ich es erklären.

Obwohl die meisten deiner Zweifel bezüglich der Echtheit Meiner Kommunikationen mit dir zerstreut worden sind, gab es noch eine Angst deinerseits, dass du diese Vorhersagen nicht richtig erkennst. Du musst dich jetzt mit Vertrauen erheben und Mir erlauben, deine Ängste zu zerstreuen. Handle jetzt und veröffentliche ohne Zögern andere Ereignisse, die Ich dir offenbart habe. Indem du das tust, werden mehr Menschen verstehen, dass Ich, Jesus Christus, es bin, der jetzt die Aufmerksamkeit verlangt, die erforderlich ist, um zu helfen, Seelen zu retten.

Wenn diese Vorhersagen bestätigt werden, wird es in den Herzen Meiner Anhänger wenige Zweifel ihrer Echtheit geben. Und doch wird die verhärtete Seele, die sich weigert zu glauben, und die immer eine logische Antwort anbieten wird, wenn sie die Wahrheit sieht, noch immer nicht überzeugt sein.

Überschwemmungen in Frankreich, Hitzewelle in der Türkei

Höre Mich jetzt. Überschwemmungen werden in diesem Sommer im Süden Frankreichs vorkommen. Eine Hitzewelle wird in der Türkei stattfinden. Andere ökologische Ereignisse werden geschehen, die Verwirrung verursachen, einschließlich eines Erdbebens in England (aber nicht sofort). Einige dieser Ereignisse werden sich in anderen europäischen Staaten auswirken. Erwartet einen Anstieg des Meeresspiegels im Mittelmeer, der jeden schockieren wird. Erdbeben werden auch in Norwegen und in Südamerika gespürt.

Meine Tochter, Ich werde dir andere Ereignisse offenbaren, aber Ich habe nur einen Beweggrund im Sinn: Meine Kinder sollen dadurch bekehrt werden. Falls und wenn sie anerkennen, dass Ich durch dich zu ihnen spreche, wird Mir das Freude bringen. Ich möchte Meine Kinder nicht erschrecken, aber diese Ereignisse werden weiterhin in der Welt eskalieren als ein Teil der großen kommenden Züchtigung. Sie sind ein notwendiger Teil im Kampf gegen den Betrüger.

Betet jetzt, Meine Kinder, um diese Ereignisse abzuschwächen und abzuwenden, weil Gebet als ein Mittel der Vergebung äußerst machtvoll ist.

Gehe jetzt in Frieden. Hab keine Angst, diese Vorhersagen zu veröffentlichen; denn sie werden geschehen.

Euer Erlöser  Jesus Christus

Hierzu schreibt Jordan:

Liebe Forumleser,

seid bitte unbedingt sehr vorsichtig mit solchen angeblichen Offenbarungen und deren Verbreitung. Schon zu oft haben sich in der Vergangenheit katholische und nicht-katholische „Seher“ und „Propheten“ mit der Vorhersage künftiger Ereignisse geirrt.

Außerdem ist es für meine Begriffe erstaunlich, wie leicht und geflissentlich man sich im charismatischen und erscheinungsmarianischen Lager über ausdrückliche Feststellungen und WARNUNGEN von Bischöfen, speziell den zuständigen Ortsbischöfen, als den rechtmäßigen Hirten der Herde Christi und legitimen Beurteilern jener Vorgänge (dies wurde in dem Dokument „Normae Sacrae Congregationis“ der Glaubenskongregation von 1978* klar festgestellt) hinwegsetzt.

Wenn diese bei angeblichen „Erscheinungen“ wie jenen von Garabandal (aber auch z. B. von Medjugorje) ausdrücklich keinen übernatürlichen Charakter feststellen können   –  siehe http://www.ewtn.com/library/bishops/garaband.htm – dann begibt man sich auf ein gefährliches Glatteis, wenn man jenen Manifestationen doch entgegen dem bischöflichen Urteil Glauben schenkt, auf sie gar seine Frömmigkeitsprägung und seine Zukunftserwartung stützt, oder sie, entgegen dem Urteil der Kirche, als quasi zu glaubende Wahrheiten verbreitet.

Solange diese Publikationen kein kirchliches Imprimatur und kein nihil obstat (bzw. im Internet eindeutig den Segen des zuständigen Ortsbischofs) besitzen, also deren nicht im Widerspruch zum katholischen Glauben stehender Charakter nicht klar seitens der Kirche anerkannt worden ist, kann und sollte man sie als Katholik getrost und geflissentlich ignorieren, man kann damit nicht fehlgehen.

In der Offenbarung (der Heiligen Schrift) und in der authentischen Lehrverkündigung der Kirche sind uns so viele Anweisungen und Anleitungen für unser Christenleben, zur Heiligung und zur Erlangung der ewigen Seligkeit gegeben, daß wir mit deren vertiefter Kenntnisnahme und praktischer Umsetzung ein Leben lang zu tun haben und uns nicht noch zusätzlich an möglicherweise sogar trüben Quellen bedienen müssen.

Vergessen wir bitte auch nicht, daß die Verkündung falscher, nicht eintreffender Prophetien in der Heiligen Schrift alles andere als ein Kavaliersdelikt war und unter dem Gesetz des Moses die Todesstrafe darauf stand (Deut 13,1-5; 18,20-22).

Damit will ich mich nun beileibe nicht für die Einführung solcher Strafen in der Kirche stark machen, aber darauf hinweisen, daß falsche Prophetien im Namen des Herrn, wenn das Vorhergesagte nicht eintrifft, moralisch mehr als nur verwerflich sind. Jene angeblich begnadete, bewußt anonym bleibende Dame lehnt sich also mit ihren „Warnungen“ sehr weit hinaus und wird sich daran messen lassen müssen.

Hier ist also wahrhaft äußerste Vorsicht geboten. Selbst die von der Kirche klar als übernatürlich anerkannten Erscheinungen verpflichten keinen Katholiken dazu, ihnen göttlichen Glauben zu schenken, da sie als Privatoffenbarungen nicht zum Glaubensgut gehören und selbst ein positives Urteil der Kirche hinsichtlich ihrer Authentizität nicht den Charakter der Unfehlbarkeit besitzt, sondern lediglich den Glauben daran, die Verehrung und deren Verbreitung gestattet.
Viele Grüße
Volker J. Jordan

Eine englische Übersetzung der erwähnten „Normae Sacrae Congregationis“ findet sich hier: http://www.theotokos.org.uk/pages/appdisce/cdftexte.html