Heute große CREDO-Ausstellung in Paderborn eröffnet: Wie Europa christlich wurde

Was wissen wir über die Glaubensvorstellungen der antiken Menschen, bevor sie mit dem Christentum in Kontakt kamen? Wie wurde Europa christlich? slider3-640x360

Die Verbreitung des Christentums in Europa ist Thema einer großen kunst- und kulturhistorischen Ausstellung: „CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter“, die ab 26. Juli in drei Paderborner Museen  –  dem Diözesanmuseum, dem Museum in der Kaiserpfalz und der Städtischen Galerie am Abdinghof  –  gezeigt wird. slider5-640x360

Rund 800 hochkarätige und teils noch nie ausgestellte Exponate aus internationalen Museen sowie archäologische Neufunde dokumentieren diesen rund 1000 Jahre umfassenden Prozeß der Christianisierung des Abendlandes sowie seineVertiefung und weitere Verarbeitung in den nachfolgenden Jahrhunderten.

Die kolossale Schau steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck und wird gemeinsam von der Stadt Paderborn, dem Erzbistum Paderborn und dem Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) realisiert.

Nach den erfolgreichen Mittelalter-Ausstellungen „Kunst und Kultur der Karolingerzeit“ sowie  „Canossa  –  Erschütterung der Welt“ ist dies bereits das dritte gemeinsame Ausstellungsprojekt von überregionaler Strahlkraft.

Rund 150.000 Besucher werden zu der sieben Millionen Euro teuren Schau bis 3. November 2013 erwartet. Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet die großangelegte Schau am heutigen Freitag im Erzbischöflichen Diözesanmuseum.slider1-640x360

Die grandiose Schau decke rund 1000 Jahre Christianisierungsgeschichte ab, erläuterte der Direktor des Diözesan-Museums, Christoph Stiegemann.

Unter den Exponaten befinden sich wertvolle Leihgaben wie z.B. das seltene Papyrusfragment eines Paulus-Briefes, die Sonnenscheibe von Limons, Tempelfunde, Kaiser- und Papst-Urkunden sowie mittelalterliches Kriegsgerät und wertvolle Historiengemälde.

Die Ausstellung veranschaulicht die Ausbreitung des frühen Christentums vom antiken Rom über die Wanderungen der Missionare ins Frankenreich, nach Britannien und schließlich nach Skandinavien. 

Quellen: Infoseite http://www.credo-ausstellung.de/, epd


München-Freising: Sonderausstellung über die einzigartige „Madonna von Ainhofen“

Unter dem Titel „Biografie eines Gnadenbildes“ zeigt das Diözesanmuseum Freising seit dem 12. Mai bis zum 15. August 2013 (Hochfest Maria Himmelfahrt) die  um 1120 entstandene Madonna aus der Wallfahrtskirche Ainhofen; es ist das älteste Mariengnadenbild der Erzdiözese München-Freising.

Zudem präsentiert die Ausstellung weitere hochmittelalterliche Marienbilder und Skulpturen aus dem sonst nicht ausgestellten BestanAinhofen-679x1024d.

Die vor kurzem abgeschlossene Restaurierungsmaßnahme bestätigte die Vermutung: die Madonna von Ainhofen ist die älteste Gnadenmadonna im süddeutschen Raum.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden verschiedene Veränderungen an der um 1130 entstandenen Holzskulptur vorgenommen: ihr wurde eine Brust abgenommen, sie wurde in barocke Gewänder gekleidet und mit einer üppigen Krone versehen. Ihre ursprüngliche Bemalung aber blieb unverändert.

Lange Zeit wurde ihr Entstehungsdatum deutlich später, nämlich auf das 17. Jahrhundert datiert.

Die 39 cm große, aus Weidenholz geschnitzte Figur ist über 870 Jahre alt und im romanischen Stil gearbeitet. Die Madonna wurde um 1130 für das Sühnekloster Indersdorf in Oberbayern angefertigt.

Im 15. Jahrhundert entfernte man die entblößte Brust und gab die Madonna an die Dorfkirche Maria Himmelfahrt Ainhofen bei Markt Indersdorf, die erstmals 1229 urkundliche Erwähnung fand.

Quellen: Diözesanmuseum Freising, kath. Nachrichtenagentur ZENIT