Wolfgang Thierse will in der SPD bleiben

Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat seine Partei davor gewarnt, den Kontakt zu ihrer Anhängerschaft zu verlieren. Die SPD habe bereits „große Teile der Arbeiterschaft“ verloren, sagte Thierse dem Zeit-Magazin.

Er sei mittlerweile zum Symbol geworden „für viele normale Menschen, die ihre Lebensrealität nicht mehr gespiegelt sehen in der SPD, die unsicher sind, was sie noch sagen dürfen und wie sie es sagen dürfen“, mahnte der 77jährige.

Anlaß ist der Streit über einen Beitrag Thierses in der FAZ, in dem er sich gegen eine zu einseitige linke Identitätspolitik ausgesprochen hatte, die Diversität zum übergeordneten Ziel aller sozialen und kulturellen Anstrengungen mache.

Nachdem sich SPD-Chefin Saskia Esken und ihr Stellvertreter Kevin Kühnert von den Aussagen distanzierten, stellte Thierse die Frage, ob sein Verbleib in der Partei noch erwünscht sei. Mit positivem Ergebnis: Er habe Rückhalt und Unterstützung vom Großteil der SPD-Mitglieder erhalten: „Die werden mich nicht los, zumal die Mehrheit der Partei will, daß ich bleibe.“

Man habe ihn von linker Seite als homophob, reaktionär, deutschnational und als alten weißen Mann beschimpft, sagte Thierse.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/thierse-als-symbol/


Hat die „Madonna“ jetzt Angst vor Corona?

Medjugorje: Botschaften an Mirjana abrupt beendet

Wie verschiedene katholische Nachrichtenmedien  – darunter CNA – berichten, hat eine der Seherinnen von Medjugorje namens Mirjana Dragicevic-Soldo am 18. März bekannt gegeben, keine Erscheinungen der „Gospa“ (Titel der Gottesmutter auf kroatisch) mehr zu erhalten.

Das habe ihr die heilige Maria an Mirjanas Geburtstag selber kundgetan. Die Visionärin habe sich – so heißt es weiter  – nach dieser Mitteilung weinend in ihr Haus zurückgezogen. Vermutlich hatte sie sich ihr „Wiegenfest“ anders vorgestellt.

Auf eine Begründung dafür, daß die angebliche Madonna jedes weitere Stelldichein verweigert, hat die 55-Jährige verzichtet.

Somit ist unklar, ob es sich angesichts der Corona-Krise um eine himmlische Notbremse handelt (damit das Erscheinungsphantom selbst kein Ansteckungsrisiko eingeht) oder ob Frau Mirjana durch diese überraschende „Botschaft“, keine Botschaften mehr zu erhalten, ihre eigene Sicherheit gewährleisten möchte, indem sie weniger Publikumsverkehr erfährt.

Auch fragt man sich, warum die „Gospa“ ihren Fanclub in Medjugorje ausgerechnet jetzt in schwerer Zeit „allein“ läßt – und überdies: Warum hat die Erscheinungsdame denn die Virus-Krise nicht vorausgesagt? Stattdessen begnügt „sie“ sich seit Jahrzehnten mit Blabla-Kundgaben.

Bereits seit 1987 erhält diese Seherin  – eigenen Angaben zufolge  – an jedem zweiten Tag eines Monats eine Botschaft des Himmels. Bereits seit 1983 erscheine ihr Maria zudem jährlich an ihrem Geburtstag, dem 18. März.

Die angeblichen Marienerscheinungen von Medjugorje, die am 24. Juni 1981 begonnen haben sollen, sind kirchlich nicht anerkannt. Das Urteil der vatikanischen Untersuchungskommission ist bislang nicht veröffentlicht. Der Papst hat sich mehrfach kritisch zu den Phänomenen geäußert.

 


FAZ-Kritik am „Willkommens-Rundfunk“: TV-Anstalten lassen Distanz vermissen

Mathias von Gersdorff

Schwere Vorwürfe richtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“  in ihrer Ausgabe vom Freitag, den 6. November, gegen die öffentlich-rechtlichen Sender, vor allem ARD und ZDF. Unter dem Titel „Willkommens-Rundfunk“ beklagt Michael Hanfeld auf Seite 1, daß die zwangsgebührenfinanzierten TV-Anstalten in der Flüchtlingsfrage „Distanz zur Politik vermissen“ lassen. zdfhj-300x169
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Der Autor schreibt weiter: „Wer weiß, wo Angela Merkel wäre, gäbe es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht. Wir hätten zumindest ihr Mantra in der Flüchtlingskrise nicht so oft unwidersprochen gehört: „Wir schaffen das“.“ 
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Die FAZ konstatiert eine fortlaufende Kampagne zur Berieselung des Fernsehpublikums:
„So sehen wir im Augenblick von morgens bis abends zwar Berichte von der bayerischen Grenze, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassen und die Überforderung derer bezeugen, die den Flüchtlingszuzug bewältigen sollen und das kaum können. Doch folgt spätestens im Studiogespräch danach die positive Konnotation des Geschehens: Wir schaffen, schaffen, schaffen das.“
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Nicht nur das: Laut FAZ betreiben die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten eineregelrechte Stimmungsmache: „Diejenigen, die unter der Folgenlast der kopflosen Politik der Bundeskanzlerin ächzen und beinahe zusammenbrechen, kommen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zwar auch vor – aber stets in der Rolle der Querulanten.“
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Der Grund für diese besorgniserregende Allianz zwischen Politik und Staatsrundfunk(rein prinzipiell müsste sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk staatsfern zeigen) ist dieFinanzierung per Zwangsgebühren, erläutert die FAZ:
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ARD und ZDF zeigen, so der Autor, „warum die den Politiker aller Couleur so lieb und teuer sind: Sie geben reichlich Sendefläche her für die Selbstdarstellung und kritisieren diese nur in Maßen. Dafür werden sie belohnt werden, wenn es darum geht, die 1,6 Milliarden Euro, die der seit 2013 geltende Rundfunkbeitrag erbracht hat, auszuschütten. . . Die Ministerpräsidenten wissen nur noch nicht, wie sie diesen Schritt der Öffentlichkeit verkaufen sollen.“
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Kurzum: „Wer zahlt, der bestimmt die Musik.“  – Es gibt keine wirklich unabhängigen Staatsmedien unter dem in Deutschland existierenden Finanzierungsmodell.
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Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und die Webseite „Kultur und Medien online“