Seenot-Causa: Grüner Politiker verlangt Rücktritt des Berliner DLRG-Präsidenten

Der Berliner Grünen-Politiker Benedikt Lux hat den Rücktritt des Präsidenten der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Berlin, Kai Wegner, gefordert. „Jeder Lebensretter schämt sich für die Aussagen von Herrn Wegner. Er ist als Präsident der DLRG Berlin so nicht mehr tragbar“, sagte das Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses dem Tagesspiegel.

Wegner hatte zuvor die im Mittelmeer agierenden Flüchtlingsorganisationen wie folgt kritisiert:

„Wer Menschen aus echter oder inszenierter Seenot aufnimmt, um sie nach Europa zu transferieren, macht sich moralisch mitschuldig am Tod unzähliger Menschen, die erst aufgrund der Taxidienste der sogenannten Seenotretter dazu ermutigt werden, die Einwanderung über das Mittelmeer zu versuchen.“

Die europäische Einwanderungspolitik dürfe nicht kriminellen Menschenschmugglern und jenen „Seenotrettern“ überlassen werden, betonte der CDU-Bundestagsabgeordnete.

Die Rücktrittsforderung von Lux wies Wegner zurück. Er erneuerte gegenüber dem Tagesspiegel seine Forderung nach einem geregelten Einwanderungsverfahren.

In der Vergangenheit hatte bereits der evangelische Theologe Richard Schröder das Vorgehen der Flüchtlingsorganisationen im Mittelmeer kritisiert. Sie lieferten de facto die „Dienstleistungen“ der Schlepper. 

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/taxidienste-gruenen-politiker-fordert-ruecktritt-von-dlrg-chef/


Rettungsschwimmer bewahrten im Vorjahr 457 Menschen vor dem Ertrinken

DLRG-Präsident beklagt Schließung von Hallenbädern

Die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben im vergangenen Jahr 457 Menschen oft in letzter Minute vor dem Ertrinken bewahrt. Bei 13 Einsätzen mussten sie sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um ein anderes zu erhalten.
Die DLRG-Jahresbilanz 2011 weist 7373 vorbeugende Hilfeleistungen für Segler, Surfer und andere Wassersportler aus, die an Küsten und Binnengewässern in Not gerieten. Über 40.000 Mal leisteten sie Erste Hilfe am und im Wasser.
Diese Zahlen gab DLRG-Präsident Dr. Klaus Wilkens heute in Hamburg bekannt. Er kritisierte die fortschreitenden Bäderschließungen der Kommunen. „In einem Jahrzehnt sind nahezu 1.100 Bäder auf der Strecke geblieben. Allein in den vergangenen vier Jahren wurden 208 Bäder geschlossen und 319 weitere sind von der Schließung bedroht. Wer von Bildung redet, muss auch Schwimmausbildung meinen. Der darf keine Bäder schließen“.
Die Folgen: Vielerorts gäbe es lange Wartezeiten auf einen Schwimmkurs und mehr als 20% der Grundschulen hätten keinen Zugang mehr zu einem Schwimmbad.
„Eine repräsentative Studie belegt, dass die Hälfte der Grundschüler am Ende der vierten Klasse keine sicheren Schwimmer sind. Das ist ein katastrophales Ergebnis. Die DLRG fordert von der Politik, die Voraussetzungen für qualifizierten Schwimmunterricht wieder herzustellen. Bäder renovieren und bauen, nicht schließen, muss die Devise der Zukunft lauten“, so Dr. Wilkens weiter.

Im vergangenen Jahr haben die Ausbilder der DLRG 168.710 Schwimm- und Rettungsschwimmpässe ausgegeben, ein leichter Zuwachs gegenüber dem Jahr 2010.

Dr. Wilkens: „Das geringfügige Wachstum der bestandenen Prüfungen darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir seit vielen Jahren rückläufige Ausbildungszahlen haben. Ursachen sind demografische Effekte, seit Jahren werden immer weniger Kinder geboren und zusätzlich bereiten uns die anhaltenden Bäderschließungen große Sorgen“.

Die Gesamtbilanz der Arbeit der ehrenamtlichen Mitglieder kann sich sehen lassen, insgesamt haben sie im vergangenen Jahr 11,5 Millionen Stunden freiwillig und unentgeltlich für die Ausbildung und Sicherheit der Menschen in Deutschland geleistet, so der DLRG-Chef weiter.

Quelle: DLRG