Prof. Dr. Jörg Meuthen übt scharfe Kritik an Claudia Roths Laridschani-Treffen

Nur wenige Tage nach dem antisemitischen Attentat von Halle traf sich die grüne Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth mit dem iranischen Parlamentssprecher Ali Laridschani, der für seine Vernichtungsdrohungen gegen Israel bekannt ist und die Leugnung des Holocaust verteidigt hat.

AfD-Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen (siehe Foto) kritisiert Claudia Roth dafür scharf:

„Frau Roth traf kurz nach dem grauenhaften antisemitischen Attentat von Halle mit dem iranischen Parlamentssprecher Ali Laridschani, einen Mann, der zweifellos ein Maximal-Antisemit ist.

Die grüne Politikerin empfängt mit geradezu demonstrativer Freundlichkeit eine Delegation der iranischen Führung, deren erklärtes Ziel es ist, Israel zu vernichten und die dafür den Terror von Hamas, Hisbollah und Islamischem Dschihad bekanntermaßen vielfältig unterstützt.

Das ist nicht nur vollkommen geschmacklos, es ist abscheulich.

Verwunderlich ist es eher nicht, denn der Israel-Hass gehört seit jeher zur DNA der Linken und Grünen.

Ihre Antisemitismus-Vorwürfe gegen die AfD werden durch Roths eigenes Verhalten als das enttarnt, was sie sind: PR-Manöver, um vom ganz realen grünen Antisemitismus abzulenken.“

HINWEIS: Noch deutlicher  – und mit diversen Zitaten belegt –   ist diese Kritik an Frau Roth von liberaler Seite: https://tapferimnirgendwo.com/2019/10/21/die-doppelte-moral-der-claudia-roth/

 


Die Folgen genetischer Veränderungen im Erbgut von Tieren durch CRISPR etc.

Von Dr. med. Edith Breburda

Angefangen hat es damit, unsere Pflanzen genetisch zu verändern. Wir inserierten Gene von anderen Spezies, die erstrebenswerte Eigenschaften hatten, um mithilfe von genetischer Manipulation die Welt auch weiterhin ernähren zu können. Dass es auch anders geht, interessierte dabei nicht.

Doch damit hörten die Innovationen nicht auf. Mittlerweile experimentieren Wissenschaftler mit neuen Gen-Editierungs-Technologien, wie CRISPR/cas9, um das eigene Erbgut eines Organismus neu zu gestalten.

Anhand der neuen Technologien werden z.B. Rinder dahingehend manipuliert, dass sie toleranter gegen warme Temperaturen werden. Wir haben uns daran gewöhnt, riesige Rinderherden im semiariden Klima von Arizona bzw. Kalifornien anzutreffen. Jetzt wäre es möglich, Kühe in den Tropen weiden zu lassen. Ziegen dienen der Erzeugung von Kaschmirwolle; Hasen und Schweine besitzen eine bessere Marmorierung der Muskulatur.

Nebenwirkungen, die unweigerlich bei einem genetischen Editieren auftreten, wie z.B. eine längere Zungenmuskulatur in Hasen, nimmt man dafür in Kauf.

In Schweinen eliminierte man Myostatin, ein Gen, welches das Muskelwachstum limitiert. Ohne Myostatin werden so keine Wachstumsgrenzen mehr gesetzt. Doch zum Erstaunen der Wissenschaftler hatten nun 20 Prozent der so behandelten Tiere plötzlich einen zusätzlichen Wirbelkörper entwickelt.

Aber fragen wir uns ehrlich, würden wir einen Hamburger von einem Rind essen, mit dessen Erbsubstanz im Labor herumexperimentiert wurde? Die Technologien werden bereits angewendet, um das Erbgut der Kartoffel oder des Lachses zu optimieren.

Mithilfe von molekularen Scheren alteriert man auf präzise Weise das Erbgut von Mais oder Sojapflanzen. Man hat es auf ihr Fettsäureprofil abgesehen. Kartoffeln werden nicht mehr so schnell schlecht; die Haltbarkeitsdauer nimmt zu, und wenn man sie braten will, produzieren sie keine krebserzeugenden Stoffe mehr.

Sicher haben wir von genetisch hergestellten Lachsen gehört, die zweimal so schnell wie sonst wachsen. Fünf Tonnen dieses Frankenfisches wurden 2017 allein in Kanada verkauft. Keines der Lebensmittel wurde als genetisch verändert gekennzeichnet.

Abgesehen davon versprach Monsanto 1999, niemals ihre sterilen Terminator GMO Pflanzen zu kommerzialisieren. Das Gegenteil war dann sehr schnell der Fall: Bauern verpflichteten sich, das Saatgut nur für eine Aussaat zu gebrauchen. Noch heute kritisieren viele diese Vorgehensweise.

Der nächste große Schritt ist es nun, im Erbgut des Tieres selber herumzubasteln. Bereits bei genetisch veränderten Lebensmitteln (GMO-Food), bei denen ein nicht zum Erbgut gehörendes Gen mit dem von einer anderen Spezies ausgebessert wurde, ist mit unvorhergesehenen Risiken für die Tiere selber und für diejenigen zu rechnen, denen GMO-Food als Nahrung dient.

BILDER: Zwei der bioethischen Bücher von Dr. Breburda: „Reproduktive Freiheit“ und „Verheißungen der neuesten Biotechnologien“

Wir haben zweifelsohne große Fortschritte bei der Sequenzierung und Kartierung der Genome ganzer Organismen gemacht. Trotzdem wissen wir nicht, inwieweit einzelnen Gene eine Rolle spielen, wenn sie miteinander interagieren. Falls wir also Änderungen an Genen vornehmen, selbst wenn diese auf den Punkt genau limitiert sein sollten, hat dieser Vorgang oft überraschende und unbeabsichtigte Folgen.

Eine davon sind die in Schweinen auftretenden Skelettveränderungen. Derartige Mutationen erweitern zwar unser Verständnis, inwieweit myostatin Gene skeletomuskuläre Modifikationen hervorrufen, und wir könnten damit herausfinden, was wir in Zukunft anders machen sollten, dennoch war es nicht unser Ziel, einen extra WirbelkörpCoverbilder zu erzeugen.[1]

Und genau darin liegt das Problem. Man sollte annehmen, dass wir in puncto Geneditierung aus der Versuchs- und Irrtumsphase heraus sind, wenn wir diese Technologie bereits in Pflanzen, Tieren und auch dem Menschen anwenden.

Es geht doch darum, eine exakte Wissenschaft zu betreiben. Vor allem dann, wenn wir derart in das Genom eines Organismus eingreifen. Dieser Meinung ist zumindest Lisa Moses, Tier-Ethikexpertin der Harvard Medical School. Sie äußerte sich gegenüber dem Wall Stree Journal [2] im Dezember 2018 wie folgt:

„Wir Menschen haben eine sehr lange Geschichte, in die fein aufeinander abgestimmten Abläufe der Natur einzugreifen. Wir machen in unserer Überheblichkeit nicht mal mehr vor dem Erbgut selbst halt. Eigentlich pfuschen wir herum, ohne die mit unserem Handeln verbundenen Konsequenzen zu kennen. Wir behaupten dann noch, wir würden wissen, was wir tun und können unbeabsichtigte Nebeneffekte genauestens abschätzen, obwohl wir schon lange die Kontrolle verloren haben.“

Das wirklich Besorgniserregende ist, dass wir nicht nur den Muskelanteil der Schlachttiere beeinflussen, sondern auch Gene herausschneiden, um bei Schweinen Krankheiten – wie dem Porcine reproductive und respiratorische Syndrome Virus – vorzubeugen. Das PRRS-Virus wird von Wildschweinen übertragen und ist mittlerweile in den USA und Europa verbreitet.

Zum ersten Mal trat es 1985 in Iowa auf. 1986 wurde es in Minnesota entdeckt und war dann von 1988 – 1989 in Ostdeutschland zu finden. In Masttierbetrieben verbreitet sich das potentiell tödliche Virus schnell.

Forscher hoffen, die Krankheit besiegen zu können, indem sie ein Stück des Erbgutes – mithilfe von CRISPR/cas9 – eliminieren. Dass es sich dabei um einen permanenten Eingriff handelt, der weitervererbt wird, nimmt man gerne – um des Profites willen – hin.

Die Australierin Alison Van Eenennaam hat ihr Labor an der Universität von Davis, Kalifornien. Sie arbeitet an einem Projekt, welches vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium gefördert wird. Sie nennt es „Boys Only“. In ihrem Labor will sie einen Zuchtbullen herstellen, der nur männliche Nachkommen erzeugen kann. Und falls es sich doch um Samenzellen mit zwei X- Chromosomen handelt, hat er ein aus Bullenhautzellen hergestelltes SRY Gen in seinem Erbgut, der den weiblichen Embryo veranlasst, männlich zu werden.

Man ist vor allem an einem größeren Muskelwachstum interessiert. Deshalb sollen weibliche Tiere phänotypisch einem Bullen gleichen. All inklusive sozusagen, nur dass die Male-like Tiere keine Samenzellen produzieren können, was sie nicht automatisch zum Ochsen machen, weil diese  – durch eine manuelle Kastration bedingt – keine Samenzellen mehr herstellen können. Die so erzeugten Tiere produzieren ein besseres Fleisch, wachsen schneller und sorgen für einen erhöhten Umsatz – und all das in kürzester Zeit.

Die Genetikerin Allison sieht die unvorstellbaren Vorteile, welche uns CRISPR in der Tierzucht bieten. Durch sie erhalten wir größere und bessere landwirtschaftliche Nutztiere.

Das Geschlecht ihrer Terminator-Tiere umzuändern, ist nur der Anfang. Jeder, der mit der Genetikerin zu tun hat, wird unweigerlich ihre Ansicht über die Sicherheit von Monsantos  Sojabohnen – und all den anderen Errungenschaften moderner Biotechnologien – zu hören bekommen. [3]

Andere Biotechfirmen haben sich auf Gene spezialisiert, die für das Hornwachstum verantwortlich sind. Ohne sie hätten Jungtiere weniger zu leiden, weil wir nicht mehr ihre Hörner entfernen müssen. Dass ein Kalb selten Schmerz empfindet, wenn nicht vaskularisiertes Gewebe – wie Hörner- abgetrennt wird, ist dabei nicht relevant. Oder leiden wir, wenn wir uns unsere Nägel schneiden?

„Wir zeigen die bessere Seite der gentechnischen Manipulationen“, behauptet Tammy Lee, Geschäftsführer von Recombinetics gegenüber der New York Post [4].

Kälber ohne Hörner, um nicht zu sagen – die hornlosen Hornochsen – sind zur Zeit auf dem Gelände der Universität von Kalifornien in Davis zu bewundern. Auch plant man, Gene zu editieren, die verhindern, dass Schweine geschlechtsreif werden. Dann wäre auch die inhumane Kastration von Ebern – die zudem ohne Schmerzmittel stattfindet, damit der Ebergeruch nicht auf das Fleisch übergeht –  hinfällig.

Aber eigentlich kastriert man Mastschweine schon im Ferkelalter. Dass wir einen Eber kastrieren und dann der Tierarzt die Hoden verspeist, gehört eigentlich ins tiefste Mittelalter,  Zumindest liegt es so weit zurück, als dieser Beruf noch eine Männerdomäne war.

Fest steht, Recombinetics (eine US-Firma, die Gentechnik in der Viehzucht vorantriebt) möchte nicht die Akzeptanz ihrer Verfahren schmälern. So pocht sie darauf, ihre Ware nicht kennzeichnen zu müssen, damit niemand ihr Herstellungsverfahren in Frage stellt. „Nur dann kann man Genforschung nutzen, um größere Gewinne zu erzielen“, behauptet sie.

Eine Geneditierung wird momentan nicht vom US-Landwirtschaftsamt (USDA) reguliert. Natürlich kann man so eine Nahrung nicht als ein organisch hergestelltes Lebensmittel bezeichnen. Im März 2018 entschied sich das Amt, gar keine Kennzeichnung anzubringen. Nicht einmal der Aufdruck CRISPR-Edited ist notwendig, weil sonst eine Innovation des Lebensmittels gefährdet sein könnte.

Und man will doch nicht hinter die Forschung anderer Länder zurückfallen. Es handelt sich dabei um ein Argument, welches immer beeindruckt. Die USA benutzte es in allen reproduktiven Techniken, die mit der Verbesserung von Pflanzen, Tieren und Menschen sowie deren Embryonen zu tun hatte.

Viele sehen CRISPR als ein Verfahren an, dass unsere Lebensmittelherstellung revolutionieren wird. Dies liegt vor allem an der lockeren Regulierung, der adäquaten Zugänglichkeit und den schnellen Resultaten, die wir mit der Anwendung von einer Geneditierung haben.

Die Europäische Union möchte dennoch, dass geneditierte Lebensmittel genauso gekennzeichnet werden wie genetisch modifizierte Organismen. Jaydee Hanson, Sprecher des Zentrums für Lebensmittelsicherheit, bemerkt dazu:

„Dies ist die neue Art der Gentechnik, unabhängig davon, ob sie es als transgen [GMO] oder eine Gen-Editierung bezeichnen. Es muss angemessen reguliert werden. Wir sagen nicht, dass die Herstellung gestoppt werden sollte. – Der Verbraucher sollte wissen, wie die Wahre produziert wurde.“

Niemand kennt die gesundheitlichen Auswirkungen des Verzehrs von geneditierten Lebensmitteln. In einem Interview mit GM-Watch erklärte der in London ansässige Molekulargenetiker Michael Antoniou:

„Durch eine genetische Bearbeitung können signifikante Veränderungen, sowohl im landwirtschaftlichen als auch im medizinischen Bereich auftreten. Dies macht langfristige Sicherheits- und Toxizitätsstudien unabdingbar.

Viele der durch Genomeditierung hervorgerufenen Off-Target-Mutationen werden wahrscheinlich hinsichtlich eventueller Auswirkungen auf die Genfunktion gutartig sein. Einige jedoch nicht. Entscheidend ist, dass ihre Wirkung in einem bereits vermarkteten pflanzlichen oder tierischen Endprodukt vorhanden sein kann.

Hinzu kommt, dass Veränderungen aufgrund einer Genom-Editing-Technik vererbt werden. Wir erkennen sie somit nicht sofort. Es ist daher immer noch erforderlich, langfristige Toxizitätsstudien in etablierten Tiermodellsystemen durchzuführen. Solange diese Studien nicht vorliegen, ist die Behauptung, eine Genomeditierung sei sicher, präzise und vorhersehbar, schlichtweg falsch.“

Inzwischen wissen wir von vielen CRISPR-bedingten Off-Target-Mutationen, die wahrscheinlich Krebs verursachen. Daran beteiligt ist mit großer Wahrscheinlichkeit das sogenannte p53 Gen, welches durch die Methode geschädigt werden kann und für die Entstehung von Eierstock-, Darm-, Lungen-, Pankreas-, Magen-, Brust-, und Leberkrebs verantwortlich ist.

Das Argument für den Gebrauch von geneditierten Lebensmitteln lautet, dass sie keine fremden Gene eingebaut haben, sondern es sich nur um eine Anpassung in der bereits vorhandene DNA handelt. Aber ist ein Stück Fleisch von einem so mutierten Schwein – mit zusätzlichen Muskeln und Wirbeln – dasselbe wie Fleisch von einem Wildschwein?

Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) schlug vor, Tiere mit editierter oder manipulierter DNA als Arzneimittel zu klassifizieren, was zweifelsohne zu einem Rückschlag des gesamten geneditierenden Verfahrens führen würde. Dennoch befinden wir uns in einer komplett neuen Welt, welche die Nahrungsmittelproduktion vollkommen verwandelt hat.

So schulden wir es dem Verbraucher, darüber informiert zu sein, was er auf seinem Teller hat. Nur dann kann er eine fundierte Entscheidung treffen, ob er genetisch–editierte  Lebensmittel konsumieren möchte. Ohne ein Etikett mischen sich solch hergestellte Lebensmittel, wenn sie denn auf den Markt kommen, direkt in die Lebensmittelkette. So ist es zumindest bei GMO-Produkten der Fall gewesen.

Weil eine genetische Veränderung dauerhaft ist und an neue Generationen weitergegeben wird, ist große Vorsicht geboten.

Während solche technologischen Fortschritte durchaus erforscht werden sollen, sollte dies trotzdem mit einer vollständigen Transparenz gegenüber dem Verbraucher geschehen. Auch muss man wissen, dass, falls alterierte DNA in unser Ökosystem gelangt, die Folgen katastrophal sein werden. [5]

So gesehen kann sich heute jeder ein relativ billiges CRISPR-Kid kaufen und damit z.B. von seinem Garten aus unsere Bienen (Pollinatoren) steril machen, auch wenn man eigentlich vorhatte, Zika-Viren tragende Mücken außer Gefecht zu setzen.

Dies alles ist kein Science-Fiction, sondern Realität. Wir sind vor allem in diese Lage gekommen, weil die Bioethik einer schnell voranschreitenden Biotechnologie hinterherhinkt und so keine Gesetzesvorgaben oder eine moralische Autorität vorhanden sind, die uns Einhalt in unserem Tun gebieten.

Quellenangaben:
[1] Qian L et al.: Targetd mutations in myostatin by zinc-finger nuclease in double-muscled phenotype in Meishan pigs. Scientific Reports, 25. Sept 32015
[2] Rana P. und Craymer L.: Big Tongues and extra vertebrae: The unintended conseauences of anima gene editing. The Wall Street Journal, 14. December 2018
[3] Rosenblum A.: Meet the woman using CRISPR to breed all-male terminator Cattle. Gen editing can change an anima’s sex. MIT Technology Review, 10 Jan. 2018
[4] Assoc. Press. Gene-editing could create bigger, better farm animals. New York Post, 15. November 2018
[5] Mercola J.: Genetic Editing of Animals has horrible side effects. Mercola, 12. März 2019

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Schrifstellerin, Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.
Ediths Homepage:http://scivias-publisher.blogspot.com/

Der Mensch und die meisten Tiere stammen jeweils von einem einzigen Elternpaar ab

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Laut neuen Ergebnissen stammen die Menschen und 90 % der Tiere von jeweils einem einzelnen Elternpaar ab. Diese lebten demnach vor 100.000 bis 200.000 Jahren.
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David Thaler von der Universität Basel, der gemeinsam mit Mark Stoeckle von der Rockefeller-Universität diese Arbeiten leitete, räumt ein, dies sei ein überraschendes Resultat; er habe, so hart er konnte, gegen diese Erkenntnis angekämpft.

Die Wissenschaftler untersuchten die genetischen Codes von den Menschen und fünf Millionen Tieren  – es waren rund 100.000 verschiedene Arten. Diese DNA-Ausschnitte deuten darauf hin, dass es nicht alleine die Menschen sind, die von einem einzigen Paar abstammen dürften, sondern auch neun von zehn Tierarten.

Zudem seien alle ungefähr zur gleichen Zeit und vor 100.000 bis 200.000 Jahren aufgetaucht  –  dies stellt die gängige Evolutionstheorie in Frage.

Diese jüngere Zahl veröffentlichten die beiden Forscher bereits vor rund einem halben Jahr (Livenet berichtete).

Die Vorstellung, dass der Mensch auf eine Population von zwei Menschen reduziert wird bzw. von ihnen ausgeht , bestätigt die biblische Darstellung, dass Gott Adam und Eva als erste Menschen erschaffen hat und dass das gesamte menschliche Leben von diesem einzigen Menschenpaar abstammt.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.jesus.ch/themen/wissen/schoepfungswissenschaft/337255-bei_mensch_und_tier_es_koennte_ein_elternpaar_gewesen_sein.html


Der Komet Churyumov-Gerasimenko enthält Bausteine für Leben

Pressemitteilung der Universität Bern:

Das ROSINA-Messinstrument auf der Raumsonde Rosetta hat Aminosäure und Phosphor – beides wichtige Bestandteile von DNA, RNA und Zellmembranen – in der Staub- und Gaswolke nachgewiesen, die den Kometen Churyumov-Gerasimenko (siehe Foto) umgibt.  Comet_wide-angle_view_l

Seit langem wird die Möglichkeit diskutiert, dass Wasser und organische Moleküle durch Kometen auf die frühe Erde gebracht wurden. Mittlerweile ist dank dem Berner Massenspektrometer ROSINA bekannt, dass Kometen beim Entstehen des irdischen Wassers eine weniger grosse Rolle spielten als angenommen.

Ob sie hingegen organische Moleküle auf die Erde brachten und damit zur Entstehung des Lebens beitrugen, konnte bisher nicht geklärt werden.

Unter den über 140 verschiedenen Molekülen, die im interstellaren Medium – der Materie im Raum zwischen den Sternen – bereits identifiziert werden konnten, befanden sich keine Aminosäuren. Einzig in Staubproben des Kometen Wild-2, welche die Stardust-Mission der NASA zurückbrachte, fanden sich Spuren von Glyzin, der einfachsten aller Aminosäuren.

Wegen verunreinigter Proben konnte allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um irdische Aminosäure handelte. Nun konnte das Massenspektrometer ROSINA erstmals Glyzin direkt in der Gas- und Staubwolke des Kometen Churyumov-Gerasimenko nachweisen.

Entdeckt wurde das Glyzin bereits im Oktober 2014, und am häufigsten gemessen wurde es kurz vor dem Perihelion, dem sonnennächsten Punkt der Umlaufbahn des Kometen – zu der Zeit, als seine Ausgasung am stärksten war.

«Dies ist der erste direkte Nachweis von Aminosäuren in der dünnen Atmosphäre eines Kometen», sagt Prof. Kathrin Altwegg vom Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern, Projektleiterin des Massenspektrometers ROSINA und Co-Autorin der Studie. Die Erkenntnisse werden nun im Fachjournal «Science Advances» publiziert.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: http://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/medienmitteilungen/2016/medienmitteilungen_2016/rosettas_komet_enthalt_bausteine_fur_leben/index_ger.html


Warum sich das Aussehen der Europäer in den letzten 5000 Jahren veränderte

Die Frage nach den das menschliche Genom seit dem Ende der letzten Eiszeit verändernden Faktoren ist Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Studien.

Jetzt haben Anthropologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und vom University College London (UCL) gemeinsam mit Archäologen aus Berlin und Kiew mithilfe alter DNA aus Skeletten den Nachweis erbracht, dass auch noch in den letzten 5000 Jahren starke Selektionskräfte auf das menschliche Genom gewirkt haben, die das Erscheinungsbild der Menschen nachhaltig beeinflussten.

Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchungen sind soeben im Artikel „Direct evidence for positive selection of skin, hair, and eye pigmentation in Europeans during the last 5,000 years“ in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen.   Bild in Originalgröße ansehen

BILD: Grabhügel in der Ukraine mit einem 5000 Jahre altem Skelett(Bild in Originalgröße ansehen Foto: Alla V. Nikolova)

Bisher versuchten Anthropologen, derartige Selektionssignale aus bestimmten Strukturen in den Genomen heutiger Europäer abzuleiten. Der neue Ansatz der Mainzer und Londoner Wissenschaftler analysiert alte DNA aus archäologischen Skeletten und vergleicht die prähistorischen Daten in Computersimulationen mit denen heutiger Europäer.

Lassen sich vorgefundene Veränderungen nicht durch die normale, generationenübergreifende Zufallsverteilung von Merkmalen erklären, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass positive Selektion gewirkt hat, dass sich also eine bestimmte Mutation in der Population ausgebreitet hat.

Prähistorische Vorfahren waren dunkler

Sandra Wilde aus der Arbeitsgruppe Palaeogenetik am Institut für Anthropologie der JGU fielen in ihren Untersuchungen unter einer Reihe genetischer Markern immer wieder diejenigen auf, die mit der Pigmentierung von Haut, Haaren und Augen in Zusammenhang stehen. „Dabei waren die prähistorischen Individuen im Durchschnitt dunkler als ihre Nachfahren“, so Wilde, Erstautorin der PNAS-Studie.

„Dies ist besonders bemerkenswert, da die menschliche Evolution über Jahrhunderttausende eigentlich einen dunklen Phänotyp geprägt hatte. Alle unsere frühen Vorfahren waren dunkel.“ Doch das änderte sich, als der Mensch vor etwa 50.000 Jahren begann, die nördliche Hemisphäre zu besiedeln.

„Gerade in Europa finden wir eine sehr hohe Variabilität von Pigmentierung“, ergänzt Co-Autorin Dr. Karola Kirsanow, die ebenfalls in der Mainzer Arbeitsgruppe Palaeogenetik forscht. „Dennoch hatten wir nicht damit gerechnet, dass die Selektion in den letzten Jahrtausenden noch so stark war.“

Gab es eine positive Selektion?

In der Tat sind die Selektionssignale, die die Mainzer Palaeogenetiker und ihre Kollegen vom University College London festgestellt haben, vergleichbar mit denen für Malaria-Resistenz oder Laktasepersistenz und gehören zu den stärksten, die je in menschlichen Genomen festgestellt wurden.

Die Autoren sehen hierfür mehrere Erklärungsmöglichkeiten: „Die naheliegendste ist die Anpassung an die verminderte Sonneneinstrahlung im Norden“, so Prof. Mark Thomas vom University College in London, Korrespondenz-Autor der Studie:

„Die meisten Menschen generieren Vitamin D über die Haut infolge von UV-Exposition. In den nördlichen Breiten wäre das mit dunkler Haut aber weniger effizient gewesen. Da die Menschen hier auch weniger Vitamin D mit der Nahrung aufnahmen, war hellere Haut die vielleicht beste Option.

Allerdings erklärt dies nicht die Notwendigkeit einer Veränderung der Haar- und Augenfarbe“, so Wilde. „Es mag aber durchaus sein, dass ein veränderter Phänotyp, also die hellere Haar- und Augenfarbe, als Signal von Gruppenzugehörigkeit gesehen wurde und sich auf die selektive Partnerwahl ausgewirkt hat.“

Diese sog. sexuelle Selektion ist im Tierreich durchaus üblich und war vielleicht auch eine treibende Kraft der Evolution des Menschen in den letzten Jahrtausenden.

„Eigentlich wollten wir die Variabilität im Genom des Menschen durch räumliche und zeitliche Dynamiken von Bevölkerungen, etwa durch Migrationen, erklären. Positive Selektion im engeren Sinne halten wir für eine Ausnahme. Doch fallen immer wieder die Laktasepersistenz, also die Fähigkeit, Milchzucker im Erwachsenenalter verdauen zu können, und die Pigmentierungsgene mit ihren überraschend hohen Selektionsfaktoren auf“, fügt Univ.-Prof. Dr. Joachim Burger, Seniorautor der Studie, hinzu.

„Man darf diese wissenschaftlichen Befunde allerdings nicht so interpretieren, als sei alles, was selektiert ist, auch gut und ausschließlich vorteilhaft. Gerade die durch Partnerwahl hergebrachten Merkmale sind häufig kulturell geprägt und damit eher Geschmackssache denn Anpassung an die Umwelt.“

Die alte DNA wurde aus Skeletten von prähistorischen Populationen in Osteuropa gewonnen. Sie gehören größtenteils der sog. Jamnaja-Kultur an. Diese Kultur kennen Archäologen vor allem aufgrund zahlreicher, meist mit Ocker gefärbter Gräber, die in bzw. unter Grabhügeln angelegt wurden.

Die Bestattungen der Jamnaja-Kultur liegen in der Steppenzone zwischen dem Fluss Ural und den östlichen Karpaten vor und datieren zwischen 5100 und 4400 vor heute.

Quelle (Text/Foto): http://www.uni-mainz.de/presse/59652.php

Kontakt: Dr. Karola Kirsanow,  Arbeitsgruppe Palaeogenetik
Institut für Anthropologie  an der Johannes Gutenberg-Universität  in 55099 Mainz
Tel 06131 39-23472

Eine neue Genom-Studie und die Bibel: Leben in Äthiopien Nachfahren der „Königin von Saba“?

Genetische Spuren früher Äthiopier führen in den Nahen Osten. Stammen sie von der im Alten Testament erwähnten Königin von Saba und ihrem Gefolge ab? Läßt sich der Wahrheitsgehalt dieser biblischen Geschichte wissenschaftlich überprüfen?

Als die Königin von Saba von der Weisheit Königs Salomos erfuhr, war sie über die Maßen beeindruckt. Also besuchte sie den König der Juden in Jerusalem und zeugte mit ihm Menelik, den Stammvater der äthiopischen Könige.

Ein internationales Forscherteam konnte in einer Genom-Studie belegen, daß vor 3000 Jahren Bevölkerungsgruppen aus dem heutigen Äthiopien regen genetischen Austausch mit Bewohnern des jetzigen Israels hatten.

Luca Pagani vom „Wellcome Sanger Trust Institute“ in Großbritannien untersuhte mit einem Team die genetische Vielfalt innerhalb der äthiopischen Bevölkerung:

Die Forscher analysierten ausgewählte Bereiche der DNA von 235 Individuen aus zehn äthiopischen und zwei in benachbarten Ländern beheimateten Bevölkerungsgruppen. Dabei fanden sie im Genom einiger äthiopischer Bevölkerungsgruppen verblüffende Ähnlichkeiten zu Proben von Menschen israelischen Ursprungs.

Fast die Hälfte der untersuchten Stellen im Erbmaterial einiger Äthiopier stimmte mit denen von Bevölkerungsgruppen außerhalb Afrikas genauer überein als mit denen anderer Afrikaner. Zur Überraschung der Wissenschaftler erwies sich der nicht-afrikanische Anteil des Genoms dieser Äthiopier als enger mit dem von heutigen Israelis verwandt als mit dem der Bevölkerung der geographisch näher gelegenen arabischen Halbinsel.

Der Bibel zufolge reiste die Königin von Saba aus Äthiopien zum Hofe des Königs Salomo nach Jerusalem. Dieser empfing sie freundlich und zeugte mit ihr sogar ein Kind.

Eine Genom-Studie hat jetzt gezeigt, daß sich um 1000 vor Christus Äthiopier und Bewohner der heutigen Staaten Syrien und Israel tatsächlich sehr nahe kamen und gemeinsame Nachkommen hatten.

Die Daten legen nahe, daß sich äthiopische und nicht-afrikanische Bevölkerungsgruppen vor etwa 3000 Jahren vermischt haben, schreiben die Autoren. Den Wissenschaftlern zufolge stimmt das mit der Geschichte aus der Bibel zeitlich überein. Die Königin von Saba, soll von 1005 bis 955 vor Christus geherrscht haben.

Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler ihre Ergebnisse untermauern, indem sie die vollständige Erbinformation von äthiopischen und anderen Bevölkerungsgruppen untersuchen, statt nur ausgewählte Teile davon.

Autor: Bruno Graber
Quelle: Livenet und  www.jesus.ch
 Originalquelle: American Journal of Human Genetics
Foto: KOMM-MiT-Verlag

DNA-Test widerlegte falschen Sex-Vorwurf gegen Kurienkardinal

Der slowenische Kurienkardinal Franc Rodé, ehem. Chef der vatikanischen Ordenskongregation, ist vom Vorwurf der Vaterschaft für einen heute 42-jährigen Deutschen freigesprochen.

Ein rechtsmedizinischer DNA-Test aus München belege, daß Rodé nicht der Vater sei, erklärte die Anwältin des Kardinals am vergangenen Dienstag in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana.

Kardinal Rodé selbst sagte, die „Verleumdungen“ hätten ihn persönlich verletzt. Eine Tageszeitung hatte den Vorwurf im August veröffentlicht. Die Anwältin des Kurienkardinals kündigte eine Verleumdungsklage gegen die Zeitung an.

Quelle: Radio Vatikan