Buch-TIP: Cordula Mohr über Volker Jordans Glaubensweg: „Endlich zuhause!“

Cordula Mohr (siehe Foto), eine Familienmutter von drei Kindern, ist seit langem in der Lebensrechtsbewegung aktiv und Vorsitzende der ALFA (Aktion Lebensrecht für alle) in Rheine/Westfalen. Außerdem ist sie freie Autorin in unserem CHRISTLICHEN FORUM.imm036_34A

Kürzlich las Cordula die Neuerscheinung „Endlich zuhause  – Mein Weg zur Kirche“ aus dem Augsburger Dominus-Verlag. Das Buch schildert in Interviewform den bewegten und bewegenden Glaubensweg von Volker Joseph Jordan.

Im Gespräch mit Felizitas Küble erläutert dieser junge Historiker (siehe Foto) die Gründe und Hintergründe für seinen Eintritt in die katholische Kirche. Das Buch bringt zwar einige Anekdoten und biographische Ereignisse, beruht aber im wesentlichen auf Sachargumenten und ist daher sehr lehrreich und faktenstark.

Cordula Mohr war mit Jordan seit Jahren im freundschaftlichen Kontakt; sie traf ihn zuletzt vorigen September beim Kongreß „Freude am Glauben“; dort haben beide Freunde an unserem Infostand ausgeholfen und sich mit Interessenten unterhalten.

Leider starb der schwer erkrankte Konvertit am 9. Januar 2013 im Alter von nur 40 Jahren. Noch zwei Tage zuvor hatte er telefonisch die letzten Korrekturen für dieses Buch vornehmen können. VOLKER JORDAN

Hier folgt Cordulas Besprechung dieser fundierten Neuerscheinung, die vom einfachen Kirchenvolk bis hin zu Pfarrern, Theologen und Professoren bereits ein positives Echo gefunden hat:

„Das Buch ist grandios, vor allem aber sehr gehaltvoll und jedem, besonders aber Theologen und Priestern zu empfehlen, die  fest im katholischem Glauben verwurzelt sind, damit sie  mehr über andere Glaubensrichtungen erfahren.

Man kann wegen des sorgfältig gegliederten Inhalts –  und Stichwortverzeichnisses leicht jene Themen aufgreifen, für die man sich gerade interessiert. Zudem kann man das vielseitige und inhaltsreiche Buch gut als Nachschlagewerk verwenden, wenn ein Gespräch mit suchenden Menschen ansteht. So war es bei Volker Jordan ebenfalls: Auch er hat sich einen  katholischen Geistlichen gesucht.

Um diesen fragenden Menschen helfen zu können, ist es wertvoll, über diese oder jene christliche Konfession gründlich Bescheid zu wissen, wozu dieses tiefgreifende Buch nützliche Dienste leistet.

Volker Jordan hat unermüdlich nach der Wahrheit gesucht. Er war sich sicher, daß es diese Wahrheit im Glauben geben muß. Er suchte nach jener Kirche, die in sich alle Schätze und Lehren Christi birgt   –  und er fand diese Fülle in der katholischen Kirche.Volker Jordan, Endlich zuhause

Bei all seinen Bemühungen, innerhalb der protestantischen Konfessionen eine konsequente biblische Linie und ein klares Ja zur apostolischen Überlieferung zu finden, wurde er enttäuscht, auch bei  der „Christlichen Versammlung“, der er am längsten anhing.

Es machte ihm dabei sehr zu schaffen, wie zersplittert die evangelische Christenheit ist. Die Zahl von weltweit 40.000  verschiedenen Abspaltungen (einschließlich Hauskirchen und selbständiger Gemeinden) machte auch mich sehr stutzig.

Besonders aufschlußreich finde ich auch das Kapitel über die Zeugen Jehovas. Viele Menschen haben in irgendeiner Weise schon mit ihnen Kontakt gehabt. Ich selbst verlor Freunde an die ZJ, weil sie mit uns die Verbindung abbrechen mußten.  Auch diese Beobachtung bestätigt der Autor in seinem Buch.

Interessant zu lesen waren für mich zudem die Infos über das orthodoxe Eheverständnis, das ich persönlich so gar nicht kannte. Überhaupt ist diese Glaubensausrichtung Orthodoxie verständlich erklärt und beschrieben.

Geradezu kurios finde ich die Geschichte von „Jucki, Jucki“, einem charismatischen  Prediger aus Schottland. Dieser sei vom „Geist“ aufgefordert worden,  bei einem katholischen Frauentreffen Purzelbäume zu schlagen; er rief zum Schluß dieser Purzelaktion nur noch „Jucki, Jucki“ aus. So hatte er seinen Spitznamen „Jucki“ weg. Typischerweise fielen die meisten Frauen bei diesem Schwärmertreffen reihenweise  nach hinten um (das sog. „Ruhen im Geist“).

Diese Gruppierung nannte sich „Geschäftsleute des vollen Evangeliums“. Der Buchautor selbst erlebte nach einer Veranstaltung dieser Art eine depressive Phase.  Dieser „Jucki, Jucki“ legte ihm vorher die Hände auf den Kopf. Es gab  unglaublich irrsinnige Auswüchse dieser charismatisch ausgerichteten Gruppe.

Bemerkenswert ist, daß Volker Jordan theologisch und politisch stets konservativ war und geblieben ist  – durch alle konfessionellen Wechselwege hindurch. Seine Hinwendung zum katholischen Glauben war zwar nicht spektakulär, ist aber durchaus spannend zu lesen.“

Hier gibts weitere Artikel über Volker Jordans Glaubens- und Lebensweg: https://charismatismus.wordpress.com/category/jordan-volker-konvertit/

Das Jordan-Buch umfaßt 352 Seiten, kostet 14,80 €, erscheint im Augsburger Dominus-Verlag und kann dort bestellt werden.

Dieses Buch kann bei uns portofrei bezogen werden: Tel. 0251-616768  – Mail: felizitas.kueble@web.de


Buchvorstellung: „ENDLICH ZUHAUSE – Mein Weg zur Kirche“

Volker Joseph Jordan                                                       Jordan_10-100
Endlich zuhause
Mein Weg zur Kirche
Felizitas Küble im Gespräch mit einem Konvertiten
Dominus-Verlag
Augsburg 2013, 352 Seiten. Paperback.
ISBN 978-3-940879-29-5

Aus der Buchankündigung des Dominus-Verlags:

Volker J. Jordan (1972-2013) war ein Christ, der sein Leben lang auf der Suche nach der wahren Kirche und dem unverfälschten christlichen Glauben war. Auf diesem Weg ließ er kaum eine christliche Gemeinschaft aus, der er sich nicht wenigstens eine Zeitlang angeschlossen hätte.

Er lernte evangelisch-lutherisches, freikirchliches, pfingstlerisches, darbystisches, presbyterianes, orthodoxes und schließlich katholisches Christentum kennen. Dabei gelangte er allmählich „zu der Überzeugung, daß die katholische Kirche die ganze Fülle des Heils, der Sakramente und der Heilsgnaden in sich birgt“.

Warum diese Mühen? Warum dieser häufige Konfessionswechsel?  – Viele werden diese konfessionelle „Irrfahrt“, seinen „Streifzug durchs Dickicht der Konfessionen“ nicht verstehen können, weil sie es für gleichgültig halten, welcher christlichen Konfession man angehört. Glauben wir Christen denn nicht alle dasselbe? Sind die konfessionellen Unterschiede nicht alle unwichtig oder längst beiseite geräumt?

Können wir als Christen nicht alle in den jeweiligen „Kirchen“ verbleiben und uns in „versöhnter Verschiedenheit“ zum „Brechen des Brotes“ zusammenfinden?

Was bewegt einen suchenden Menschen, wenn er sich derart ernsthaft mit der Wahrheitsfrage des christlichen Glaubens auseinandersetzt und nicht in einer konfessionellen Gemeinschaft verharren kann, die eben nicht die Fülle des katholischen Glaubens bietet?

Im Gespräch mit der katholischen Publizistin Felizitas Küble aus Münster erläutert der Konvertit seinen Glaubens- und Lebensweg und lädt ein, nach Hause zu kommen, d.h. katholisch zu werden.

Das faktenstarke, vielseitige Buch erscheint am Palmsonntag (24.3.2013).

Sie können es bei uns  (Tel. 0251-616768, felizitas.kueble@web.de) oder beim Augsburger Dominus-Verlag bestellen:  http://shop.strato.de/epages/61306125.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61306125/Products/%22011%20Endlich%20zuhause%22


Volker Jordan: Ein junger Historiker findet zur Kirche des Ewigen

Dieser ausführliche Nachruf auf den 40-jährigen Publizisten und Historiker Volker Jordan, der am 9. Januar dieses Jahres von Gott heimgerufen wurde, erschien in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „Theologisches“ (Nr. 1-2/2013)

Der trotz schwerer Krankheit glaubensfrohe Konvertit Jordan (siehe Foto) war zugleich freier Mitarbeiter unseres Webmagazins CHRISTLICHES FORUM.

Wir dokumentieren diesen Beitrag von Felizitas Küble im vollen Wortlaut:

„Wenn Menschen unermüdlich und leidenschaftlich nach der Wahrheit suchen, befinden sie sich nicht immer auf glatter Straße; mitunter bewegen sie sich auf Umwegen und Irrwegen, manchmal geht es vielleicht nur etappenweise vorwärts.  

VOLKER JORDAN

VOLKER JORDAN

Doch wenn Gott dem Aufrichtigen seine helfende Gnade schenkt, gelangt er dennoch zum Ziel: der vollen Wahrheit in Christus, wie ER sie seiner Kirche anvertraut hat.  –  Denken wir zum Beispiel an die heilige Edith Stein, jene deutsch-jüdische Philosophin, die im Rückblick auf ihr Leben erklärte: „Mein leidenschaftliches Suchen nach der Wahrheit war eigentlich ein einziges Gebet“. 

Als der freiberufliche Fachbuch-Übersetzer und studierte Historiker Volker Jordan am 26. Dezember 2008 mit 36 Jahren in die katholische Kirche eintrat, bewegten ihn vielleicht ähnliche Gedanken wie seinerzeit die junge, in Breslau geborene Dr. Edith Stein bei ihrer eigenen Konversion. Auch der niedersächsische Publizist Jordan fand nach langem Ringen sowie gründlichem Nachdenken und Forschen den Weg in die  Kirche Jesu Christi.

Stets geht es vor allem um die Frage nach Christus und seinem umfassenden Heilwerk   –  und um die übernatürliche Stiftung des HERRN: die Kirche, die gleichsam der fortlebende Christus auf Erden ist, gegründet in Wort und Sakrament des Ewigen selbst.

Am Mittwoch, den 9. Januar 2013, wurde Volker Jordan vom Schöpfer allen Lebens frühmorgens ohne Todeskampf in die Ewigkeit heimgerufen. Obwohl der 40-jährige Konvertit unheilbar an Krebs erkrankt war, kam sein Tod ganz unerwartet. Angehörige und Freunde waren daher sehr überrascht und erschüttert.

Auch mir erging es ähnlich: Die Trauernachricht traf mich fast wie ein Keulenschlag, hatte ich doch noch zwei Tage zuvor mit Jordan telefoniert, wobei er trotz gesundheitlicher Beschwerden seelisch recht guter Dinge war und sich insgesamt in einer ausgeglichenen Stimmungslage befand.

Seit fast zwei Jahren waren wir bereits freundschaftlich verbunden; unser Mitstreiter schrieb theologische Artikel und Kommentare für unsere Internetzeitschrift „Christliches Forum“.

Meine Freunde und ich haben Jordan freilich nicht „nur” geistig und theologisch, sondern vor allem charakterlich sehr geschätzt, denn er war immer freundlich und zuvorkommend  –  und von einer natürlichen Bescheidenheit geprägt, zudem aufrichtig, fair, friedliebend und unkompliziert.  Auch seine unscheinbare, bewusst unauffällige Tapferkeit beim geduldigen Ertragen seiner krankheitsbedingen Leiden war eindrucksvoll.

Volker Jordan starb in seinem Elternhaus in Altendorf bei Brome in Ostniedersachsen nahe der früheren Zonengrenze. Seine Mutter Ingeborg Jordan war bei ihm und hatte sich schon zuvor fürsorglich um ihren schwerkranken Sohn gekümmert. Im Sommer und Herbst 2012 hatte er mit ihr noch einige kleinere Reisen und auch Pilgerfahrten (etwa nach Altötting oder Mindelstetten) unternehmen können. Obgleich seine Mutter evangelisch blieb, stand sie ihrem Sohn und seinem Glaubensweg mit großer Toleranz und Aufgeschlossenheit zur Seite.

Der im niedersächsischen Wolfsburg geborene Volker Jordan war trotz seiner vielfältigen konfessionellen „Wanderbewegungen“ von Kindheit an bis zuletzt ein überzeugter glaubenskonservativer Christ; insofern blieb er sich durchaus stets treu.

Zugleich war er phasenweise intellektuell „unruhig“, weil er sich nach der vollen Heilswahrheit ausstreckte und nach einer bibelgemäßen Gestalt von Christentum und Kirche sehnte. Als er in der katholischen Kirche das Werk Gottes entdeckte, war er überaus dankbar für die heiligen Sakramente als wirksame Zeichen der Begegnung mit Christus mitten im Alltag, in guten wie in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit.

Seine christozentrische Gläubigkeit zeigte sich auch bei der Wahl seines Mottos auf der Todesanzeige  –  es handelt sich um jenes bekannte Stoßgebet, das ein ganzes Lebensprogramm ausdrückt: „Jesus, dir leb ich  – Jesus, dir sterb´ ich  – Jesus, dein bin ich  –  im Leben und im Tod.“

0013Zugleich lernte der einstmals evangelische Christ die katholische Marien- und Heiligenverehrung schätzen, die uns keineswegs von Christus wegführt, sondern unsere Liebe zum göttlichen Erlöser vielmehr bekräftigt. Vor allem eine glaubenstiefe Liebe zur Gottesmutter hat den Neu-Konvertiten sehr geprägt und mit großer Freude erfüllt. Die Madonna war für ihn ein Leuchtzeichen der Gnade Gottes, gleichsam seine „beste Freundin im Himmel“, eine hilfreiche Fürsprecherin am Throne Christi.

Als Jordan noch „unterwegs zur Kirche“ war, suchte er quasi „händeringend“ nach einem Christentum, das sich nicht den willkürlichen Wünschen der Menschen beugt, sondern dem Heiligen Geist dient, das biblische Ansprüche unbeirrbar ernst nimmt und die göttlichen Gebote nicht auf dem Altar des Zeitgeistes opfert, sondern sie mit apostolischem Freimut unbeugsam verkündet, sei es gelegen oder ungelegen.

Jordans ungewöhnliche Glaubensorientiertheit zeigte sich schon in jungen Jahren: obwohl evangelisch-lutherisch getauft, trat aber bereits mit 15 Jahren aus der  – ihm  zu liberal  erscheinenden  – evangelischen Landeskirche aus und wandte sich einer freien Baptistengemeinde zu.

Außerdem war er im evangelikalen EC (Jugendbund für entschiedenes Christentum) aktiv, besuchte danach einige pfingstlerische Kreise, diverse Missionswerke und charismatische Gruppen. Doch schon bald wandte er sich von derart schwarmgeistigen Strömungen ab und strebte zielklar ein nüchternes, biblisch geprägtes Glaubensverständnis an.

Ab Oktober 1993 gehörte Jordan etwa zehn Jahre lang zu den sog. „geschlossenen Brüdern“ der „Christlichen Versammlung“, die sich stark an dem Bibelforscher und Theologen John Nelson Darby orientieren und daher auch „Darbysten“ genannt werden; sie vertreten eine „dispensationalistische“ Auslegung der Heiligen Schrift, indem sie verschiedene „Heilszeitalter“ annehmen und eine spezielle Endzeitlehre vertreten, die weder mit der katholischen Kirche noch mit den diesbezüglichen Auffassungen der herkömmlichen protestantischen Konfessionen übereinstimmt. 

Nachdem Jordan erkannte, daß der Darbysmus in wichtigen Punkten der Heiligen Schrift widerspricht, suchte er weiter nach der Wahrheit in Christus und glaubte, sie bei der reformierten Richtung innerhalb des Protestantismus gefunden zu haben.

Allerdings erwies sich auch dies als Trugschluß; er sehnte sich weiter nach den kirchlichen Ursprüngen des Christentums, beschäftigte sich daher intensiv mit den Kirchenvätern und gelangte so im Jahre 2006 zum russisch-orthodoxen Glauben, wobei ihn vor allem die feierliche „Göttliche Liturgie“ überaus faszinierte.

Später wurde dem unermüdlichen Wahrheitssucher, der zunächst nicht sofort „über den Tiber schwimmen“ wollte, allerdings bewußt, daß die Orthodoxie zwar sicherlich einige, aber keineswegs alle Kennzeichen der Kirche Christi aufweist; zudem erkannte er in ihrem Lehrgebäude einige dogmatische und moraltheologische Defizite.

So wurde Jordans Weg frei für den Eintritt in die katholische Kirche. Trotz vielfacher „Seitenwechsel“ war er sich in seinem glaubenskonservativen Fundament durchaus treu geblieben.  Nun war er religiös ganz „daheim“  – oder anders gesagt: „Endlich zuhause“. 

So lautet auch der Titel seines umfangreichen Buches, das nun wie ein Vermächtnis wirkt: „Endlich zuhause. Mein Weg zur Kirche.“  –  Letzte kleine Korrekturen daran konnte ich noch zwei Tage vor seinem Heimgang in die Ewigkeit mit ihm besprechen. Jordan freute sich sehr auf das Erscheinen dieses Interviewbuches, das er leider diesseitig nicht mehr erleben konnte.

Das demnächst im gediegenen Augsburger Dominus-Verlag erscheinende biographische Sachbuch beruht auf einem ausführlichen persönlichen Gespräch mit Jordan über sein bewegtes und bewegendes Glaubensleben, das ich im Vorjahr bei ihm zuhause in Altendorf führte, wobei ich erstmals seine gastfreundliche Mutter Ingeborg kennenlernen konnte.

Nun ist Volker Jordan wirklich endgültig “zuhause”, denn sein HERR und Erlöser hat ihn früher als gedacht zu sich gerufen. Am 12. Januar 2013 wurde der katholische Publizist unter Anteilnahme seiner Angehörigen und zahlreicher Freunde aus nah und fern beigesetzt:

Pater Markus Rindler   –  ein Priester der traditionsorientierten Petrusbruderschaft  – zelebrierte zunächst ein feierliches Requiem im klassischen Ritus in der St.-Raphaels-Kirche von Parsau. Der Geistliche kannte Jordan persönlich; er hat ihn noch wenige Tage vor seinem Tod besucht und stand ihm seelsorglich treu zur Seite. Die Beerdigung fand auf dem Dorffriedhof von Altendorf statt, dem Wohn- und Heimatort des Verstorbenen.

Wir aber bleiben ihm im dankbaren Gedenken und Gebet weiterhin verbunden. Möge ihm der gütige Gott die immerwährende Glückseligkeit in Christus schenken und Anteil an seiner ewigen Herrlichkeit gewähren.“

PS: Das hier erwähnte Buch Volker Jordans ENDLICH ZUHAUSE kann bei uns (Tel. 0251-616768, felizitas.kueble@web.de) oder beim Augsburger  Dominus-Verlag bestellt werden: es umfaßt 352 Seiten, ist bebildert und kostet nur 14,80 €.

WEITERE ARTIKEL von oder über VOLKER JORDAN siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/category/jordan-volker-konvertit/

Hier kann man online „KERZEN anzünden“: http://az.trauer.de/Traueranzeige/Volker-Jordan

1. Foto: L. Kaiser  –  2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz


(Ex-)Pastor Andreas Theurer: „Warum sind wir noch protestantisch?“

„Die Trennung muß beendet werden!  –  500 Jahre sind genug!“   

Der evangelisch-lutherische Pfarrer Andreas Theurer wurde kürzlich von seiner evangelischen Landeskirche amtsenthoben bzw. suspendiert, weil er mit seinem  – jüngst im Augsburger Dominus-Verlag erschienenen   –  Buch „Warum werden wir nicht katholisch?“  den amtskirchlich-protestantischen Geduldsfaden wohl überspannt hat.

Tatsächlich fällt seine Schrift reichlich aus dem Rahmen dessen, was man üblicherweise von evangelischen Autoren zu lesen bekommt, selbst von evangelikalen, also theologisch-konservativen Protestanten, die manchmal  – so scheint es  –  mit einem Fuß in der katholischen Kirche stehen, zumindest aber deren „Grundsatztreue“ und Geschlossenheit bewundern, was angesichts der Zersplitterung und Zeitgeistsurferei im evangelischen Lager wenig erstaunt.

Dennoch halten auch evangelikale Autoren bei aller Kritik an ihrer eigenen, liberal abgedrifteten Kirchenleitung „in Treue fest“ an ihren protestantischen Grundüberzeugungen.

Ex-Pastor Andreas Theurer geht mit seinem „umstrittenen“ Buch freilich einen wesentlichen Schritt weiter; er bietet nicht in erster Linie ein Klagelied über „verkommene“ Verhältnisse in evangelischen Landeskirchen, sondern befaßt sich in leichtverständlicher Form mit grundlegenden theologischen Fragen, wobei ihn die unstillbare Sehnsucht nach der kirchlichen Einheit auch für seine evangelischen Mitchristen antreibt.

Ihnen stellt er in seinem Schlußkapitel die  –  nicht nur rhetorische  –  Frage: „Warum sind wir noch protestantisch?“

Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist der Gedanke, daß die Trennung der Christenheit nicht durch „Verhandlungen“ nach Art der Welt erreicht werden kann, denn Glaubensinhalte sind keine verhandelbaren Gegenstände. Es geht eben um den Willen des HERRN,  nicht um die Wünsche der Menschen.

Hierzu schreibt der Autor einleitend:

„Beim Deutschlandbesuch von Papst Benedikt XVI. im September 2011 wurden von evangelischer Seite teilweise hohe Erwartungen genährt, dass der Papst dem Protestantismus entgegenkommen und sie endlich als Kirche anerkennen könnte. Das ging soweit, daß er sich in Erfurt genötigt sah, darauf hinzuweisen, dass theologische Fragen keine Verhandlungsgegenstände sein können, bei denen man Kompromisse schließen und sich irgendwo in der Mitte treffen könne.“

Der evangelische Ex-Pastor stellt klar: „Vielmehr kann Kircheneinheit nur mithilfe eines ernsthaften Ringens um die Wahrheit gefunden werden.“

Zugleich erläutert er nüchtern, daß die protestantische Seite mit ihren modernistischen Einfällen und Ausfällen die Ökumene mit der katholischen Kirche ständig erschwert:

„Dabei ist es nicht hilfreich, wenn wir Evangelischen immer neue Sonderlehren und Abweichungen von der apostolischen und altkirchlichen Lehre in unseren Gemeinden einführen.

Der Papstbesuch hat es wieder neu deutlich gemacht: die größten Hindernisse für die Ökumene liegen heute nicht (mehr) bei der katholischen Kirche und beim Papst, sondern bei uns! Wir sind selbst schuld, dass uns „Rom“ nicht als Kirche im Vollsinn anerkennen kann.“

Er schreibt, daß er mit seinem Buch „Denkanstöße“ für evangelische Mitchristen geben wolle, um zu verdeutlichen, „dass die Kircheneinheit auch auf der theologischen Ebene möglich wäre, wenn wir Evangelischen nur wollten! Aber dazu müssten wir auf manche liebgewonnene Rechthaberei und einige Irrtümer verzichten.“

Das ist freilich starker Tobak für evangelische Ohren, durchaus nicht allein für „stock-protestantische“. Auch evangelikalen Lesern wird diese Schlußfolgerung zu weit gehen – bei aller Zustimmung zur Kritik des Autors an landeskirchlichen evangelischen Mißständen.

Doch dem Verfasser geht es nicht um vordergründige Provokationen, sondern um die Herausforderung, der sich die Christenheit von Christus her stellen muß, da dieser wünschte, „daß sie alle eins seien“. Dabei hat der Autor auch das glaubwürdige christliche Zeugnis für die Welt im Blick, das durch die konfessionelle Zersplitterung verdunkelt wird.

Andreas Theurer nimmt diesen Auftrag Christi voll ernst; daher beläßt er es nicht bei aktueller Kirchenkritik, sondern geht den kontroverstheologischen Themen (evangelisch-katholischen Unterscheidungslehren) auf den Grund und gelangt hierbei zu dem Ergebnis, daß die katholischen Standpunkte sehr wohl mit der Heiligen Schrift und der apostolischen Tradition vereinbar sind, daher einer Rückkehr evangelischer Christen zur katholischen Kirche insoweit nichts im Wege stände.

Allerdings stellt der Autor zugleich fest, daß auf evangelischer Seite das Bestreben wächst, sich von der katholischen Seite zu distanzieren und selbstverliebt das eigene Profil zu pflegen:

„Nun nähert sich mit dem Jahr 2017 das 500-jährige Reformationsjubiläum und immer deutlicher wird auf protestantischer Seite das Bemühen, die seither hinzugekommenen Unterschiede zu betonen und sich damit als „Kirche der Freiheit“ gegenüber dem dogmatisch und ethisch festgelegten Katholizismus zu profilieren.“

Dabei werde auf den ökumenischen Flurschaden kaum Rücksicht genommen:

„Dass die Spaltung der Christenheit dadurch nur noch immer mehr vertieft wird und der Protestantismus sich selbst immer weiter von seinen einstmals in Bibel und Bekenntnis gegebenen Grundlagen entfernt, wird dabei unsererseits zumeist achselzuckend in Kauf genommen.“

Aus der Sicht von Ex-Pastor Theurer ist hingegen klar, daß es für „gläubig Evangelische“ nur „eine Konsequenz geben“ könne, wie er am Schluß seiner Schrift recht schwungvoll und ohne Umschweife feststellt:

„Die Trennung muß beendet werden! Es gibt keinen Grund, uns weiterhin von der Gemeinschaft mit dem Papst und der Katholischen Kirche fernzuhalten. 500 Jahre sind genug!“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks und des KOMM-MIT-Jugendverlags in Münster

Link zum Buch: http://www.dominus-verlag.de/

Foto: Dr. Bernd F. Pelz (Marienkirche Adenau)


Evangelischer Pastor Andreas Theurer amtsenthoben – er will katholisch werden

Sein Buchtitel lautet: „Warum werden wir nicht katholisch?“                

Ein evangelischer Pfarrer, der katholische Lehren für biblischer hält als evangelische Überzeugungen, ist vom württembergischer Oberkirchenrat in Stuttgart mit sofortiger Wirkung suspendiert worden.

Pfr. Andreas Theurer habe die für die Evangelische Landeskirche in Württemberg geltenden Bekenntnisse verlassen und könne deshalb nicht mehr Pfarrer von Seewald-Göttelfingen sein, heißt es in einer Mitteilung der Kirchenleitung.

Diese begründet ihre Entscheidung mit dem angekündigten Übertritt des Pastors zur katholischen Kirche sowie seines vor zwei Wochen erschienenen Buchs „Warum werden wir nicht katholisch? – Denkanstöße eines evangelisch-lutherischen Pfarrers“, das im katholischen Dominus-Verlag erschienen ist.

Der 45-jährige Theologe wird nach Augsburg ziehen und ab November am dortigen kath. Institut für Neuevangelisierung arbeiten.

Auch seine Ehefrau, die der theologisch konservativen Bewegung „Lebendige Gemeinde“ angehörende Landessynodale Gudrun Theurer, will sich der katholischen Kirche anschließen.

Die Vollmacht und Sendung der Apostel

Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA führte Andreas Theurer seinen Entschluß auf die „langsam gewachsene Überzeugung“ zurück, „dass katholische Lehren in vielen Fragen eher der Bibel entsprechen als protestantische“.

Beispielsweise bewirke die evangelische Überzeugung „Allein die Schrift“, wonach in der Kirche ausschließlich die Bibel als Glaubensgrundlage zu gelten habe, daß zahlreiche Informationen aus der kirchlichen Praxis der apostolischen Zeit aus dem Blickfeld entschwinden.

Ebenso falsch sei für ihn das Postulat vom Priestertum aller Glaubenden. An zahlreichen Stellen berichte das Neue Testament, daß den Aposteln besondere Aufgaben aufgetragen seien. So hätten beispielsweise nur sie die Vollmacht erhalten, den Heiligen Geist weiterzugeben, während Diakone sich auf das Taufen beschränken mußten.

Laut  Pfr. Theurer lassen sich auch das katholische Amtsverständnis ebenso wie die Heiligenverehrung und die Überzeugung, daß Maria leiblich in den Himmel aufgefahren sei, mit dem biblischen Zeugnis vereinbaren.

Nach Angaben des landeskirchlichen Medienreferenten, Kirchenrat Dan Peter (Stuttgart), sind in Württemberg Übertritte evangelischer Geistlicher zur katholischen Kirche sehr selten. Er selbst könne sich an keinen Fall erinnern. 1982 wechselte Pfarrer Richard Baumann zur katholischen Kirche, nachdem er 1953 wegen katholischer Ansichten aus dem Pfarrdienst entlassen worden war.

Quelle: www.idea.de

Link zum Buch: http://www.dominus-verlag.de/

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Empfehlung: Liturgisches Fürbitten-Buch „Lasset uns beten“

Dieses gediegene, ansprechende Fürbitten-Buch des Münchner Kirchenrechtlers Dr. Wolfgang Rothe enthält  120 Fürbittformulare für alle Tage des Kirchenjahres. Lasset_uns_beten_10-100_m

Es ist liturgisch sehr empfehlenswert, bringt vielfältige Fürbitten und ist doch nicht allzu „kreativ“: die Texte sind gehaltvoll, die Sprache gepflegt.

Das 160 Seiten starke Buch aus dem Augsburger Dominus-Verlag ist zudem auch in drucktechnischer und buchbinderischer Hinsicht wertvoll und praktisch (Leinenumschlag, Fadenheftung, Lesebändchen).

Als besonders erfreulich empfinden wir es, daß mehrfach der Kinder im Mutterleib gedacht und zudem recht oft für unsere Verstorbenen gebetet wird, was man sonst heutzutage oft vermißt.

Ein Hinweis sei noch gestattet: Etwas mehr „Fürbitten für unser Land“ wären wünschenswert gewesen, zumal das frühere regelmäßige „Gebet für Volk und Vaterland“ fast völlig in Vergessenheit geraten ist, dabei bedarf unser Land dringend der Fürbitte seiner Gläubigen. Zudem besteht eine nach wie vor gültige Empfehlung der Dt. Bischofskonferenz, an allen Sonn- und Feiertagen in der hl. Messe auch für Volk und Vaterland zu beten.

Insgesamt ist das Buch sehr übersichtlich, systematisch gegliedert und gediegen – es gehört in die Hand jedes Priesters!

„Lasset uns beten“ kostet ursprünglich 19,95 €, inzwischen in zweiter Auflage nur noch 9,95 € – es kann beim Dominus-Verlag oder bei unserem Versandhaus Junge Welt in Münster bestellt werden.
Kontakt: felizitas.kueble@web.de  /  Tel. 0251-616768

30 Jahre „Erscheinungen“: Medjugorje unter der Lupe

Dominus-Verlag präsentiert zwei kritische Neuerscheinungen zu dem umstrittenen Phänomen

Pressemeldung des Christoferuswerks vom 19. Juni 2011

Am 16. Juni 2011 veranstaltete der von Dr. Peter C. Düren geleitete Dominus-Verlag eine von theologischen Fachleuten geprägte Buchpräsentation in Augsburg: es ging um Medjugorje – und damit um ein heißes Eisen, das seit Beginn der „Erscheinungen“ vor 30 Jahren in der katholischen Christenheit und darüber hinaus kontrovers diskutiert wird, zumal diese angeblichen „Privatoffenbarungen“ kirchlich nicht anerkannt sind.

Diese Veranstaltung wurde neben Presse und K-TV von katholischen Geistlichen und interessierten Christen aus Nah und Fern besucht. Der für Medjugorje zuständige Bischof Ratko Peric übermittelte seine Anerkennung für die beiden Bücher und für diese Tagung.

Medjugorje, eine weltbekannte, von Millionen Gläubigen besuchte Stätte angeblicher Marienerscheinungen in Bosnien-Herzegowina, ist Thema zweier kritischer Neuerscheinungen des Dominus-Verlags:

„Eine Reise nach Medjugorje“:
In diesem inhaltsreichen Buch berichtet der 50-jährige, niederländische Pfarrer Rudo Franken von seinen eigenen Eindrücken und Einschätzungen, ergänzt durch Infos und Argumente des belgischen Autors Mark Waterinckx sowie theologisch fundierte Ausführungen des bekannten Mariologen Prof. Dr. Manfred Hauke, dem Herausgeber der Zeitschrift „Theologisches“.

„Medjugorje verstehen“:
Dieses 540 Seiten starke Werk des britischen Schriftstellers Donal A. Foley geht der Frage nach, ob es sich bei diesen inzwischen weit über 40.000 Erscheinungen um „himmlische Visionen oder fromme Illusionen“ handelt; der Autor gelangt nach sorgfältigen Studien und profunden Analysen zu einem ernüchternden Ergebnis.

Das Podium der Augsburger Buchpräsentation war mit den vier Autoren und Co-Autoren besetzt, außerdem mit Volker J. Jordan, dem Übersetzer des Foley-Buches; Donal A. Foley selbst reiste aus England eigens nach Augsburg, um seine Bewertung des Medjugorje-Phänomens in einem Kurz-Vortrag zu erläutern.

Ergänzend zu den Statements der Verfasser wurde ein Dokumentationsfilm vorgeführt, der ein vielsagendes Streiflicht auf die Ereignisse von Medjugorje wirft:

Bereits am 14.1.1985, dreieinhalb Jahre nach Beginn der „Visionen“, wollte es der kanadische Professor für Parapsychologie,  Louis Belanger, genau wissen. Ausgehend von der Behauptung der „Seher“, daß sie sich während der jeweiligen Marienerscheinung völlig in Ekstase befinden, filmte er live ein derartiges Ereignis mit vier anwesenden „Sehern“:

Als ein Assistent während dieses Vorgangs seinen Finger in Augen-Richtung der Visionärin Vicka streckte, wich diese sofort spontan zurück.
Als sie danach wegen ihrer allzu „irdischen“ Reaktion befragt wurde, erklärte sie (übersetzt von Pater Ivica Vego), daß die Madonna das Christkind in ihrer Hand gehalten habe, dabei aber gestrauchelt sei und es beinahe fallen ließ, worauf sie das Christkind habe auffangen wollen.

Abgesehen von der offensichtlichen Lächerlichkeit dieser Rechtfertigung hatte Vicka nicht bedacht, daß sie sich nicht nach vorne bewegt hatte (um „etwas“ aufzufangen), sondern vielmehr rückwärts.

Der erwähnte Franziskanerpater Vego war schon damals  – ähnlich wie einige andere Medjugorje-Geistliche  –  durch seine Ordensleitung suspendiert (von seinen priesterlichen Aufgaben entbunden) und ist mittlerweile überdies Vater von 5 Kindern.

Zurück zu den Autoren und ihren Ansprachen bei der Augsburger Tagung:

Pfarrer Rudo Franken (siehe Foto) erklärte eingangs, daß diese Buchpräsentation etwas Besonderes sei, zumal sie 30 Jahre nach Beginn der „Erscheinungen“ stattfindet, außerdem mehr als zehn Jahre nach der Herausgabe seines ersten Buches „Eine Reise nach Medjugorje“, das nun in einer aktualisierten und stark erweiterten Fassung vorliegt.

Der Geistliche berichtete zudem:
„Anfang 2010 wurde Prof. Dr. Manfred Hauke, ein bekannter Dogmatiker und Mariologe aus Lugano, zum Fall Medjugorje interviewt. Ich wurde darauf hingewiesen und fand das Interview so klar und gut, daß ich ihn bat, es in die zweite Auflage aufnehmen zu dürfen. Es ist nicht allein bei diesem Interview geblieben, auch die Reaktionen und die Antworten darauf werden hier nun dokumentiert. Ein langgehegter Wunsch geht damit in Erfüllung, nämlich daß ein Mariologe das pastoral-kritische Buch um einen wissenschaftlichen Beitrag ergänzt. Der gesamte Komplex Medjugorje wird durch die theologische Analyse von Prof. Hauke nun tiefer durchleuchtet.“ 


Außerdem wies der Verfasser darauf hin, daß die göttliche Offenbarung mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist, weshalb „Privatoffenbarungen“ nicht zum Glaubensgut der Kirche gehören, selbst dann nicht, wenn es sich um anerkannte Erscheinungen handelt: „Auch wenn die Kirche die Echtheit eines Erscheinungsortes anerkennt, so verpflichtet sie doch keinen, daran zu glauben.“

Daraus zog Pfarrer Franken die (theo-)logische Schlußfolgerung gemäß kirchlicher Lehre:

„Man braucht also keine Privatoffenbarungen, um das ewige Heil zu erlangen. Vielmehr geht es darum, dass man eine solide katechetische Vertiefung seines Glaubenswissens erfährt und eine sakramentale Festigung seines Glaubenslebens gewinnt, möglichst in einer lebendigen Glaubens- und Pfarrei-Gemeinschaft, die man in unserer Zeit so oft vermisst und die man in Medjugorje wohl emotional erfahren hat. Möge es gelingen, hier bei uns lebendige Gemeinschaften im Glauben zu formen, die aus der Fülle des Katholischen schöpfen.“

Über das zweite Sachbuch „Medjugorje verstehen“, das Anfang August erscheinen wird, äußerte sich der englische Autor Foley sowie sein Übersetzer, der 39-jährige Konvertit Volker J. Jordan.
Dieser verwies hinsichtlich Medjugorje auf die fehlende kirchliche Anerkennung und die Ablehnung des zuständigen Bischofs wie auch auf die „offensichtlichen Verwicklungen mit der Charismatischen Bewegung“, die bereits zu Beginn der „Erscheinungen“ erkennbar gewesen seien.

Jordan erinnerte zugleich an die schwärmerische Sekte des Montanismus im 2. Jahrhundert, die bereits in der frühen Christenheit für erhebliche Verwirrung sorgte, aber von der Kirchenleitung klar verurteilt wurde.
Heute müßten wachsame Katholiken vor irrgeistigen Phänomenen ebenfalls auf der Hut sein, was auch für Medjugorje gelte, zumal angesichts der – wie er sagte – „offenkundigen Probleme hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Seher“ und der anhaltenden Ablehnung der zuständigen Ortbischöfe (zuerst Zanic, danach Peric).

Felizitas Küble, Vorsitzende des Christoferuswerks in Münster

Ergänzende frühere Meldung zu Medjugorje:
http://www.pressinfocom.com/1/Kardinal-Schoenborn-entschuldigt-sich-bei_511283.html

Das bereits erschienene Buch „Eine Reise nach Medjugorje“ vom Dominus-Verlag umfaßt 320 Seiten, es kostet nur 19,80 € und kann portofrei beim KOMM-MIT-Verlag in Münster bestellt werden. –  Kontakt: 0251-616768  /  Fax: 0251-614020

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