Türkei: Evangelische Gemeinden dokumentieren wachsende Unterdrückung

Die protestantischen Kirchengemeinschaften in der Türkei veröffentlichten einen Bericht zu den Einschüchterungsversuchen und Übergriffen gegen die Gemeinden auf türkischem Staatsgebiet im Jahr 2016. Über dass Dossier berichtet auch die türkische Presse. csm_igfm_poster_art-09_6946dac2d0

Es dokumentiert u. a. einen Anstieg bei der Zahl der von der Regierung und von lokalen Behörden beschlagnahmten Kirchen und Gebetsräume, die evangelische Gemeinden nicht mehr nutzen dürfen.

Auch die Schikane christlicher Studenten durch Altersgenossen soll zugenommen haben. Außerdem erinnert das Dossier an den evangelischen Pastor Andrew Craig Brunson in Izmir (Smirne Diriliş Kilisesi), der 64 Monate in Untersuchungshaft verbrachte, weil seine Aktivitäten angeblich “die Staatssicherheit gefährden”.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst

 


Hilfsaktion Märtyrerkirche: Dossier informiert über Christenverfolgung weltweit

In welchen Ländern werden Christen gegenwärtig wegen ihres Glaubens systematisch unterdrückt?  – Darüber informiert 43-seitiges Dossier, das die Hilfsaktion Märtyrerkirche mit Sitz in Uhldingen  am Bodensee veröffentlicht hat.

Aufgelistet sind 55 Länder. Das größte Ausmaß an Verfolgung erleben Christen demnach zur Zeit in Nigeria, dem Iran, Ägypten und Eritrea.

Im westafrikanischen Nigeria hätten Bombenanschläge auf Kirchen, gezielte Morde an Christen und andere Verbrechen seit 1999 über 50.000 Menschenleben gekostet. Die Gewalt geht vor allem von der extrem-islamischen Gruppe Boko Haram aus.

Foto: Evita Gründler

Foto: Evita Gründler

Im Iran gingen die Behörden immer rigoroser gegen die christliche Minderheit vor. So gebe es Razzien in Hauskirchen. Gottesdienstbesucher würden verhaftet und Kirchenmitglieder bedroht. In Ägypten nähmen die offenen Angriffe sowohl auf koptische als auch auf evangelikale Christen zu. Im nordostafrikanischen Eritrea seien mindestens 3.000 Christen inhaftiert. In vielen Fällen seien sie in Containern oder Bunkern eingesperrt.

Wo sich die Lage der Christen verschlechtert hat

Das Dossier nennt ferner Länder, in denen sich die Lage der Christen seit kurzem verschlechtert habe. So erhalte die HMK aus Kenia (Ostafrika) zunehmend Berichte von Angriffen auf Christen in Lagern für somalische Flüchtlinge sowie auf Kirchen nahe der somalischen Grenze.

Schlechter geworden sei auch die Lage für Christen in Bosnien-Herzegowina, Venezuela sowie den afrikanischen Staaten Dschibuti, Elfenbeinküste, Liberia, Senegal, Sierra Leone und Tansania.

Dem Dossier zufolge wächst in zahlreichen Ländern trotz Diskriminierung oder Verfolgung die Zahl der Christen.

Die Dokumentation gibt Infos zum jeweiligen Land, die religiöse Zusammensetzung der Bevölkerung, die Situation der Christen und nennt Gebetsanliegen.

Die HMK beschreibt ferner, wie sie in den genannten Ländern hilft. Das will Veränderungen der Lage bedrängter Christen auf der Internetseite http://www.verfolgte-christen.org laufend erfassen.

Die überkonfessionell tätige Organisation finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Missionsleiter ist Manfred Müller. Als Vorsitzender amtiert der evangelische Kirchenrat i.R. Rolf Sauerzapf  aus Kassel.

Hier gehts zur informativen WEBSEITE der HMK: http://www.verfolgte-christen.org/

Quelle: http://www.idea.de