Die Unruhen in den USA und ihre Folgen

Von Dr. Edith Breburda

Laura Ingraham sprach in ihrer Show auf dem TV-Sender „Fox News“ von fünf Lügen, welche viele Medien verbreiten: Selbst hochrangige Demokraten berichten über angeblich friedliche Demonstrationen und blenden dabei aus, dass mittlerweile bald jeder Polizist zur Zielscheibe wird, den man folgenlos attackieren darf.

Die linke Presse berichtet über die Brutalität der Polizei und verschweigt dabei den Fall David Dorn: Ein 77-jähriger, afroamerikanischer Polizist, der in der Nacht zum Dienstag in St. Louis erschossen wurde.

44% der amerikanischen Wirtschaft beruht auf kleinen Geschäften, die mittlerweile vielfach in den Innenstädten niedergebrannt wurden. Die Anwohner haben Angst, auf die Straße zu gehen, ihre Lebensmittelläden sind nicht mehr vorhanden –  und wo sie ihre Medikamente usw. herbekommen sollen, wissen sie nicht.

Unruhen beherrschen die Nacht – keiner hält sich an Ausgangssperren. In Las Vegas schoss man einem Polizisten in den Kopf. In St Louis wurden vier Polizisten angeschossen und in Buffalo fuhr ein Geländewagen über mehrere Polizeioffiziere. Einbrecher attackieren Polizisten und wenn man sie verhaftet, werden sie am anderen Tag wieder freigelassen.

Auch in Washington wurden Polizisten am Montagabend attackiert, kurz bevor der Präsident vom Weißen Haus zur Episkopalen St. Johns Kirche ging. Die Behörde wusste nicht, was Trump vorhatte, aber sie baten die Demonstranten dreimal, den Lafayett-Park zu räumen, weil sie anfingen, Wasserflaschen und Steine auf die Polizisten zu schmeißen.

Die Polizei benutzte kein Tränengas. Sie drängte die Demonstranten lediglich zurück, tweetet der Reporter Neal Augenstein  – sie benutzten Rauchbomben.

Vor der St. John Kirche, dem Gotteshaus aller Präsidenten, hielt Präsident Trump die Bibel hoch. „Er wollte damit klar machen, dass er nur Gott Rechenschaft abgibt“, erklärt ein afroamerikanischer Publizist in Laura Ingrahams Fox News Show am 2. Juli 2020. –  Ist nicht auch Martin Luther King dafür bekannt, eine Bibel bei sich gehabt zu haben?

Der Präsident wurde für diesen Besuch nicht nur vom ehem. Vizepräqsidenten John Beiden gerügt. Man sah es als einen schlimmeren Fauxpas an als die Inbrandsetzung der Kirche durch Gewalttätige.

CNN usw. geben Neo-Nazis und weißen Herrschern (white Supremacy) die Schuld an den Unruhen. Sie beschweren sich, dass der Präsident davon redet, Recht und Ordnung zu etablieren und umfangreiche Plünderungen – in fast allen Städten der USA – nicht länger zu tolerieren.

Medien berichten von einem angeblichen Black-Hawke-Militär-Hubschrauber, der mit Waffen beladen sei und über den Hochhäusern der Hauptstadt seine Kreise zog. Sie übersahen dabei, dass der Hubschrauber mit „roten Kreuzen“ versehen war, also alles andere als ein Kampfhubschrauber war.

Nicht zuletzt konnten die Polizisten die Ausgangsperre der letzten Tage nicht durchsetzen. Die Dunkelheit der Nacht gab den Plünderern einen Vorteil, wobei die Polizisten nicht den Rückhalt der Bürgermeister usw. hatten und fürchten mussten, für ihr Einschreiten von Medien gerügt zu wurden.

Die Unruhestifter schritten gezielt ein. Einige schlugen die Scheiben ein, andere kamen mit dem Auto und holten die „Beute“ ab.

„Das wurde von langer Hand organisiert. Selbst Backsteine lagen an Straßenecken bereit. Und es passierte zeitgleich in allen Städten“, hört man die Stimmen einiger Konservativen.

Trump solidarisiert sich mit den friedlichen Demonstranten, aber er muss als Präsident für Ruhe und Ordnung sorgen. Seiner Intention wird selten Gehör geschenkt.

Als er am Memorial-Day die Kirchen als „essentielles Business“ ansah, die sofort wieder aufgemacht werden sollten, reagierten viele Kirchenleiter nicht. In zahlreichen Gemeinden sind nach wie vor nur Online-Messen „zugänglich“.

BILD: Aufgehäufte Ziegelsteine am Straßenrand für den Straßenkampf

Der Präsident beklagte, dass Abtreibungskliniken während der Pandemie als „essentiell“ betrachtet wurden, aber Kirchen nicht.

Einen Anlass, endlich die Stimme zu erheben, sah der katholische Erzbischof Wilton Gregory von Washington erst, als der Präsident und seine Frau den Schrein von Papst Johannes Paul II aufsuchte. Sie hätten kein Recht gehabt, so hieß es, einen Blumenkranz zu Füssen der Statue des Heiligen abzulegen.

Der Präsident und die First Lady suchten die Luminous Mystery Kapelle auf, die eine Blut-Relique des Papstes und die Schwarze Madonna beherbergt. Trump unterschrieb dann am späten Nachmittag ein Exekutiv-Gesetz, um weltweit die Religionsfreiheit zu schützen (1).

Erzbischof Gregory sagte in einer Erklärung: „Papst Johannes Paul II. war ein leidenschaftlicher Verfechter der Rechte und der Würde der Menschen. Sein Erbe zeugt lebhaft von dieser Wahrheit. Er würde den Einsatz von Tränengas und anderen Abschreckungsmitteln nicht dulden. Eine Kirche als einen Ort der Anbetung und des Friedens kann man nicht für eine Fotomöglichkeit ausnutzen.“

Hinsichtlich des Einsatzes von Tränengas handelte es sich um eine Fehlinformation –  wie bei so vielen Lügen, die CNN usw. verbreitet.

Der Erzbischof schloss sich der evang. Episkopalen Bischöfin Mariann Budde an: „Wegen eines Fotos hat der Präsdient am Montagabend Tränengas verwendet,  um den Kirchenvorplatz zu räumen. Ich bin empört.“

Doch in Wirklichkeit ist der Vorplatz nicht Eigentum der Kirche, sondern gehört zum Grundbesitz des Präsidenten, er ist ein Federal Ground. Trump benötigt keine Erlaubnis, um sich auf seinem Besitz zu bewegen.

Zudem wurde kurz zuvor Justizminister Barr mit einer Wasserflasche beworfen. Die Demonstranten waren viel zu nahe am Weißen Haus, legten Feuer, verbrannten die US-Fahne und grölten drei Tage herum – erst dann räumte die Polizei den Platz.

„Die Amerikaner, die unter all den Ausschreitungen leiden, interessieren offenbar nicht, wenn sich die Gelegenheit bietet, den Präsidenten zu verunglimpfen“, beklagt sich Laura.
Sie ist damit nicht allein. Millionen Katholiken der USA begrüßen es, daß Trump diese katholische Wallfahrtskirche aufgesucht hatte. Sie kritisieren Erzbischof Gregorys Attacke gegen ihn. „Gerade jetzt, wo unser Land Einheit und Heilung braucht, sollte sich der katholische Würdenträger zurückhalten. Eine Politisierung ist hier fehl am Platz“, sagt Brian Burch gegenüber CatholicVote (2).

Die Unruhen treffen viele Unschuldige, auch Afroamerikaner – so wie David Dorn – oder z.B. eine alte Frau, die nun nicht mehr weiß, wo sie einkaufen soll. Hatte man sich doch gerade von Covid-19 erholt.

Vor einer Woche wurde Maskentragen und 2-Meter-Abstand noch gesetzlich verlangt. An Memorial-Day wurden Leute verwarnt und festgenommen, wenn sie am Meer auf einem Felsen saßen, um näher der frischen Prise zu sein. Parks und Strände waren in Kalifornien geschlossen und in die Kirchen durften nicht mehr als 10 Leute. Doch das „social distancing“ scheint jetzt bei den Demonstrationen nicht mehr zu gelten.

Gouverneur Cuomo vom Bundesstaat New York will den Bürgermeister der Stadt New York absetzen lassen, da dieser versagt hätte. Die Hilfe einer Nationalgarde, welche die Polizei in all ihren Tätigkeiten unterstützen würde, wird dennoch von beiden Regierungsmitgliedern als verwerflich angesehen. Dort, wo die Nationalg

arde mittlerweile präsent ist, haben die Unruhen abgenommen, viele Demonstranten gehen nach Hause. Die Demonstranten sind und bleiben nun friedlich.

BILD: Eines der vielen bioethischen Bücher unserer Autorin Dr. Breburda: „Gentopia“

Diejenigen, die meinen, die Ausgangssperre treffe auf sie nicht zu, trauen sich nicht mehr, Geschäfte auszuplündern und Polizisten zu verprügeln. Es liegen jetzt nur noch die Marihuana-Rauchschwaden in der Luft. 

Es waren sehr viele junge Leute, die mit ihren Skateboards auf die Polizei und die Schaufenster einschlugen. Sie wurden von den Universitäten indoktriniert, heißt es.

Aber das ist nicht Amerika. Nicht das Land, das wir kennen und das durch so viele Probleme hindurchgegangen ist. Die Straßen gleichen in den letzten acht Tagen eher denen eines Unruhen gebeutelten Entwicklungslandes.

Es bleibt die Hoffnung, dass es dennoch gelingt, das Land zu einigen. Wie sich die Unruhen in einer immer noch vorhandenen Coved-19 Krise auswirken, sehen wir erst in einigen Wochen.

Quellenangaben:
1) https://www.foxnews.com/politics/trump-executive-order-on-religious-freedom-as-dc-archbishop-slams-trump-visit-to-catholic-shrine
2) https://www.foxnews.com/us/trump-catholic-bishop-dc-shrine-visit

Weiterer Artikel zur US-Situation hier: https://renovatio.org/2020/06/unruhen-in-den-usa-ausblicke-auf-den-buergerkrieg/


Aktenzeichen Covington-Fall (USA): Medien problematisieren den „Marsch fürs Leben“

Von Dr. Edith Breburda

Den Mitarbeitern der Diözese von Covington kamen mit einem Schrecken davon. Am Mittwochabend, dem 23. Januar 2019, wurde das gesamte Gebäude und die Kathedrale in Windeseile geräumt.

Schuld daran war ein verdächtiges Paket, das ohne Absender auf dem Gelände gefunden wurde. Einsatzkräfte leiteten die Evakuierung und untersuchen derzeit die Umstände.

Reporter befanden sich zum Zeitpunkt der Ereignisses in verschiedenen Diözesangebäuden, um Einzelheiten über das Skandal-Video zu evaluieren, in dem katholische Schüler von Covington beschuldigt wurden, angeblich einen indianischen Amerikaner beim Marsch für das Leben belästigt zu haben. Ein Vorurteil, das darauf beruhte, dass sich keiner die Mühe machte, die zusätzlichen längeren Videos heranzuziehen (1).

Die katholischen Kinder hatten sich nichts zuschulden kommen lassen. Aber selbst ihre Bistumsleitung und die Heimatstadt standen nicht zu ihnen – und das, wo sie doch gerade in solch einer Situation die christliche Anteilnahme ihrer städtischen und kirchlichen Gemeinde am meisten brauchten.

Stattdessen wurden die Jugendlichen beschuldigt, unchristlich gehandelt zu haben, obwohl sie sich schützend vor einen Priester gestellt hatten, der sich in ihrer Gruppe befand  – und der eigentlich schuldige Nathan Phillips sich bereits zuvor gewaltsam Zutritt in die Kathedrale verschaffen wollte, um die hl. Messe zu stören. (Ein Sachverhalt, der in Amerika immer öfters vorkommt: dass Leute in den Gottesdienst kommen und die Zeremonie mit lautem Geschrei unterbrechen).

Erst als ein Anwalt am Mittwoch den verleumderischen Medien und Prominenten mit eine millionenschweren Klage drohte, falls sie die Falschmeldungen nicht richtigstellen, kamen zaghafte Entschuldigungen. (Näheres zur Covington-Causa HIER.)

Dennoch bleibt bei vielen Presseorganen eine Grundanklage im Unterton, auf welcher man weiterhin beharrt, nämlich die Schüler hätten nicht das Recht, an einer Anti-Abtreibungs-Demonstration teilzunehmen. 

Beanstandet wird überdies,  dass sie Kappen mit Trumps Wahlspruch Make Amerika great again aufhatten. Damit hätten sie die Konfrontation mit Nathan Phillips angeblich heraufbeschworen. Die kath. Schüler hätten die Situation nicht aus der Perspektive des Indianers gesehen, der trommelnd auf Nick Sandmann zuging.

Slogan: „GERECHTIGKEIT für die UNGEBORENEN“

„Niemand ist so intolerant wie diejenigen, die Toleranz predigen“, sagte dazu kritisch der Gouverneur von Kentucky.

Die Empörung über das Verhalten der Medien erreicht in konservativen Kreisen der USA derzeit ihren Höhepunkt.

Die Jungen dienten einigen Medien nur als Vorwand. Im Grunde geht es in der linksliberalen Öffentlichkeit darum, dass man sich über Andersdenkende empört. Am schlimmsten scheint es zu sein, sich gegen Abtreibung zu positionieren.

Die Kinder haben anscheinend ein Facecrime begangen  – ein Begriff, den schon George Orwell prägte. Sie hatten gleichsam das falsche Gesicht, sind katholisch und hatten die „falschen Kappen“ auf, prangerte ein Fox-Journalist an.

Hätten denn sonst Abtreibungsbefürworter gejubelt, als am Dienstag-Abend, dem 22. Januar 2ß19, eines der provokativsten Abtreibungsgesetze in New York beschlossen wurde?

Ein Buchhändler weigerte sich daher, seinen Laden am Mittwoch zu öffnen. Keine Steuergelder wollte er für seine Verkäufe an diesem Tag entrichten,  an dem man um all die Kinder Mitleid haben sollte, die im Mutterleib bis zur Geburt getötet werden dürfen. Jon Speed will damit seinen Protest ausdrücken: „Ich kann nicht ändern, was passiert ist, dennoch will ich mein Missfallen bekunden.“ 

BILD: Katholische Bischöfe und Erzbischöfe nehmen am „Marsch für das Leben“ teil

Das Thema des Pro-Life Marsches, an dem auch die Jugendlichen der Covington-Schule teilnahmen, lautete: Pro-Life is Pro-Science. (Für das Leben sein bedeutet für die Wissenschaft.)

Das heißt doch, dass die Wissenschaft die Einmaligkeit eines Menschen vom Zeitpunkt seiner Zeugung bestätigt. Speed erklärt weiter: „Ich bin davon überzeugt, dass ein Baby im Mutterleib ein Mensch ist. Politiker müssen sich vor Gott verantworten, wenn sie Abtreibung unterstützen.“

Seitdem die Republikaner im Senat von New York nicht mehr die Mehrheit haben, ist es für Demokraten ein leichtes Spiel geworden, Abtreibungsgesetze durchzuwinken. Mit 38 gegen 24 Stimmen wurde dem sog. Reproduktive Health Act (Reproduktiven Gesundheits-Akt) zugestimmt.

Die Gesetzgeber waren begeistert. Sie applaudierten, jubelten und gratulierten sich selber. Gouverneur Como unterzeichnete das Gesetz und ordnete an, zur „Feier des Tages“ das World Trade Center und alle Wahrzeichen der Stadt in ein rosarotes Licht zu kleiden.

Nun können Babies im Mutterleib bis zur 24 Woche und ggf. bis zur Geburt im Namen der „reproduktiven Gesundheit“ vernichtet werden. Jene, die den tödlichen Vorgang vornehmen, müssen nicht einmal Ärzte sein. Dies ist jedem medizinischen Personal erlaubt. Frauen, die ein Kind abtreiben lassen, müssen nun  nicht mehr befürchten, strafrechtlich dafür belangt zu werden (2).

Wer sind demnach die Opfer all der Skandale der letzten Tage? Sind es nicht die Ungeborenen?

Literatur:
1) Freiburger C.: Covington diocesan offices evacuated. LiveSite News, 23. Jaunar 2019
2) Barillas M.: New York store owner closes for a day to protest radical abortion. LiveSite News, 24 .Januar 2019

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin sowie Schriftstellerin und lebt in den USA; sie betreibt die Webseite http://scivias-publisher.blogspot.com/


„Wonder Woman“: Wie Komal Ahmad dem Hungerproblem in den USA zu Leibe rückte

Von Dr. med. Edith Breburda

Zu oft hören wir den Ausdruck „unmöglich“, um uns mit Problemen abzufinden, die wir anscheinend nicht ändern können. „Unmöglich“ ist ein Wort, das verzagte und kleinherzige Leute häufig benutzen. Sie finden es einfacher, sich mit den Zuständen der Welt abzufinden.

Dennoch kann es uns gelingen, die Umstände, in denen wir uns befinden, zu ändern. „Nichts ist unmöglich. Dies ist nur ein belangloses Wort, aber kein in Stein gemeißeltes Manifest“, bemerkte der wohl größte Boxer der Geschichte, Muhammad Ali (1942 – 2016).

„Wir haben genug Ressourcen, um jeden einzelnen Menschen auf dieser Welt zu ernähren“, erklärt die 28-jährige Komal Ahmad (siehe Foto).

Die Tochter eines asiatischen US-Einwanderers wird von vielen belächelt, die diese Behauptung schlicht als naive abtun. Doch Komal hat sich nicht davon abbringen lassen und ein erfolgreiches Unternehmen gegründet, das Hunger zur Geschichte werden lässt. Zumindest adoptierten viele Städte der USA und Länder in Europa ihre Idee.

Alles begann damit, als die Studentin eines Tages einen Bettler zum Essen einlud. Er saß an einer Kreuzung, die zu ihrer Universität Berkeley führte. Zwischen den Bissen, die John hinunterwürgte, erzählte er seine Geschichte:

„Ich bin gerade von meinem zweiten Irak-Einsatz als Soldat zurück gekommen. Seit zwei Wochen warte ich vergeblich, dass mir meine Sozialleistungen erstattet werden. So ist dies das erste Essen, das ich seit drei Tagen habe.“

„Diese Aussage hat mich schwer getroffen“, sagt Komal. „Der Mann hat sein Leben für uns aufs Spiel gesetzt. Nun kommt er nach Hause und muss einen Bürokratenkampf gegen Hunger und Armut ausfechten. Was mich besonders traf, war die Tatsache, dass gegenüber der Straße viele unberührte Nahrungsmittel der Studenten weggeschmissen werden müssen. Es handelt sich nicht um ein Lebensmittelknappheit, sondern nur um seine ungleiche Verteilung.

Es existiert ein derartiger Überfluss an gesundem, hochqualifiziertem, unangerührtem Essen, welches wir am Ende des Tages entsorgen müssen. Gleichzeitig jedoch hungern Menschen und zwischen all dem befindet sich nur eine Straße.“

Dieses Erlebnis spornte Ahmad an. Sie wollte etwas gegen „das dümmste Problem der Welt“ tun. Sie suchte die Köche der Mensa auf und fragte, was mit dem nicht verzehrten Essen getan wird. „Es bleibt nichts übrig“, bekam sie zu hören. Damit gab sich die junge Studentin nicht zufrieden. Nach weiteren Fragen wurde ihr erklärt, viel Essen aus lebensmittelrechtlichen Gründen entsorgen zu müssen.

Ein paar Tage später stand Ahamd wieder dem Manager der Mensa gegenüber. Sie zeigte ihm das 1996 vom amerikanischen Kongress verabschiedete Bill Emerson Gesetz des Guten Samariters (Good Samaritan Food Donation Act). Es handelt sich um ein weltweit bekanntes Hilfssystem, welches eine Sonderordnung zur Stiftung von Essenswahren, Lebensmitteln und Lebensmittelhandlungswaren erlaubt.

Nachdem Ahmad den obersten Manager überzeugt hatte, fingen Studenten an, nicht verbrauchte Lebensmittel der Universität an die Notdürftigen der kalifornischen Stadt San Francisco zu verteilen. Die Anfänge waren alles andere als effizient:

Eines Tages erhielt Komal einen Anruf. Sie saß gerade in einer Vorlesung. Die Mensa hätte 500 Sandwiche übrig, die sie innerhalb zwei Stunden abholen sollte.

„Ich rannte zur Mensa. Als ich die Lebensmittel hatte, fing ich an Hilfsorganisationen in Berkeley, Oakland und Richmond zu kontaktieren. Ich konnte viele nicht erreichen und wenn, dann brauchten sie kein Essen. Endlich hatte ich jemand an der Leitung, der mit sagte, er würde mir 15 belegte Brötchen abnehmen. Prima, folgerte ich, jetzt sind es nur noch 485 Sandwiche die ich loswerden sollte. Frustriete dachte ich mir, es sollte doch wirklich nicht so schwer sein, eine gute Tat zu tun.“

Lange hielt dieser desparate Zustand nicht an. Ahmad hatte eine zündende Idee. Sie wollte die Menschen, die Lebensmittel hatten, mit denen in Verbindung setzten, die sie brauchten. Sie entwickelte einen virtuellen Marktplatz, um die Probleme beider Parteien zu lösen. So entstand die Internetseite Match.com für ihre Sandwiche. In der zweiten Version ist es als COPIA bekannt.

Cafeteria‘s, Krankenhäuser, Universitäten, Hotels und andere Unternehmen, die überschüssiges Essen zur Verfügung haben, können es über ihre Webseite direkt gemeinnützigen Einrichtungen spenden. Ein Fahrunternehmen holt das Essen ab und liefert es zum gewünschten Ort.

Als Dankeschön erhalten die Spender nicht nur eine Quittung für das Finanzamt, sondern oft auch Karten und Bilder von denen, die von dem Essen profitieren. Das Feedback zeigt den Wohltätern nicht nur welche Auswirkungen ihre Spende hat, sondern hilft ihnen auch in Zukunft besser mit den Ressourcen umzugehen und Speisen in einem nicht allzugroßen Überfluss herzustellen.

Copia hat 1 Millionen Pfund Nahrungsmittel verwertet. Ihr Ziel ist es, zwei Millionen Menschen allein in 2018 zu sättigen. Ihr Einfluss geht weit über den Großraum von San Francisco hinaus. Copia existiert in Dalls, Denver und North Carolina.

Deutschland und Österreich kontaktierten Copia, um die vielen Migranten zu ernähren. Während des schlimmsten Feuers der Geschichte, das in Kalifornien ausbrachte, konnten die Opfer durch die Hilfe der Feuerwehr mit Lebensmitteln versorgt werden.

Auch wenn viele Leute die junge Ahmad als Wonder Woman (Wunderfrau) bezeichnen, besteht sie darauf, dass sie all das nicht alleine auf die Beine gestellt hat, sondern viele Experten ihr eine großartige Hilfe leisten. Ahmad hat bewiesen, dass es nicht unmöglich ist, den Hunger zu bekämpfen [1].

[1] Wachter H.: Making Hunger History. Experience Life. Oktober 2018

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin, Schriftstellerin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.  – Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/

Quelle für das Komal-Foto: https://twitter.com/komal_ahmad


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Foto: Dr. Edith Breburda


Panik, Ratlosigkeit und religiöse Fragen beim Raketen-Fehlalarm in Honolulu

Von Dr. med. Edith Breburda

Die Pfarrei St. Augustin by-the-sea liegt direkt im Touristenviertel von Honolulu am Waikiki-Beach auf der Insel Oahu:www.staugustinebythesea.com
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Die Kirche ist umgeben von Hotels; aber auch von Bettlern, die hier wie fast überall das Stadtbild in den USA prägen.
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Wie üblich betritt eine Frau vor der 7 Uhr Frühmesse das Ambo und erklärt: “Dies ist ein Ort des Gebetes, in dem seit 163 Jahren die Werte des Evangeliums verkündet werden.“ – Es ist in der Diözese von Honolulu die Regel, dass während des Kommuniongangs alle gemeinsam stehen bleiben, um ein „Zeichen der Gemeinschaft“ zu setzen.

Der Kaplan predigt über unseren Papst, der ein weiser Mann sei, was sich in seinen Worten “Wer bin ich, um zu richten?” widerspiegeln würde. Der Satz prägt sich unweigerlich ein an diesem Samstagmorgen, dem 13. Januar 2018, der viele Menschen in Hawaii in Angst versetzte.

Als die Gläubigen ihre Kirche verlassen, ahnen sie nicht, dass es kein normaler Tag werden wird. „Knights of Columbus“ (Kolumbusritter) reinigen wie jeden Samstag das Kirchengelände.
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Nach einer knappen halben Stunde schrecken die Männer zusammen. Ungläubig hält Bob dem Pater sein Handy entgegen. Doch der Priester kann nichts lesen, er hat seine Brille nicht dabei.
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BILD: Die Pfarrkirche St. Augustin in Honolulu, umgeben von Wolkenkratzern
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Die Meldung lautet: Eine ballistische Rakete aus Nordkorea befindet sich im Anflug auf Hawaii. Es handelt sich nicht um eine Übung des Katastrophenschutzes, sondern um eine wirkliche Bedrohung. Man solle sofort Schutz suchen und sich im Badezimmer oder Keller auf den Boden legen. Der Einschlag werde in wenigen Minuten erwartet.

Die Männer rufen aufgeregt durcheinander: „Pater, wohin sollen wir gehen, wenn in 12 Minuten die Rakete von Nordkorea hier bei uns und in Hawaii einschlägt?“  –  Pfarrer Akiona behält die Ruhe: “Da, wo wir alle hingehen. Wir haben doch hier unsere Kirche, der sicherste Ort, den man sich vorstellen kann bei einem Raketenangriff.”

“Nein, da ist zuviel Glas, das ist keineswegs sicher“, widerspricht ein Columbus-Ritter.  “Wenn die Rakete wirklich einschlägt, dann bitte in den Burgerking vor unserer Kirche, der uns die Sicht auf den Pazifik nimmt“, antwortet der Geistliche.
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Doch dann fragt er: “Wovor sollen wir Angst haben? Wenn es Zeit ist, müssen wir alle gehen. Wir müssen nur auf diesen Moment vorbereitet sein.”
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Später rief eine Frau ihren Pfarrer an, sie habe gebetet, dass er überlebt. Als sie die Warnung hörte, erinnerte sie sich, noch vor ihrem Tod beichten zu wollen.
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Pater Akiona gab sich fast verwundert, denn allzuoft hört er von den Leuten, dass sie nicht beichten wollen, das würden sie lieber mit Gott persönlich ausmachen.
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BILD: Eingang zur Pfarrkirche, umgeben von Obdachlosen
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“Sicher“, sagt der Priester, “aber woher wissen wir denn, ob Gott einen auch erhört und uns über diese ungewöhnliche Art unsere Sünden vergibt? Wann immer er uns ruft, müssen wir bereit sein. Das kann in 12 Minuten sein oder in 5 Jahren. Eine Rakete ist dann kein Grund, in Panik zu geraten.“
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Von Panik hat man nach dem Fehlalarm eigentlich nicht viel gespürt. Die Leute waren eher ratlos. Denn was kann man schon auf einer Insel großartig tun, um sich vor einem Atomschlag zu retten?
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Einige Männer standen am Strand in einem der Vororte von Honolulu und schauten ungläubig gegen den Himmel. Bei McDonald saßen die Gäste und genossen ihren Kaffee. Sie hofften darauf, dass es nicht der letzte auf Hawaii  –  dem Paradies auf Erden  –  war.
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Als nach 38 Minuten die Entwarnung kam,  atmete die Radioansagerin tief durch und lachte erleichtert auf. Man mag sich nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn die USA einen Gegenschlag in diesen langen 38 Minuten eingeleitet hätten.
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Dann hätten wir wohl nie erfahren, dass es sich anscheinend „nur“ um den Fehler eines Mannes handelte, welcher dann per Handy und Radio verbreitet wurde.
Allerdings vermuteten das wohl viele. Ein Taxifahrer lachte: “Ich habe keine 38 Minuten gebraucht, um das heraus zu finden. Es wurden keine Sirenen eingeschaltet und so war es für mich ein business as usual-Tag in Honolulu. Man kann ja nicht auf jede “Fake News” Rücksicht nehmen.”
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Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin, Schriftstellerin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.  – Edith Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/
Fotos: Edith Breburda

Genom-Editierung am menschlichen Embryo: Das Tor für eine neue Technik ist geöffnet

Von Dr. med. Edith Breburda

Wir haben eine neue Technik, welche uns die Möglichkeit bietet, krankhafte Gene in Mensch, Tieren und Pflanzen gegen gesunde „einzutauschen“.  

Mit der sog. CRISPR/cas9 werden lebende Zellen und Organismen editiert, was uns ermöglicht, Krankheiten zu heilen oder neue Pflanzen auf den Markt zu bringen. Es ist ein Verfahren, welches DNA-Bausteine im Erbgut einfach und präzise verändern kann.

Die Frage ist aber: Sollen wir alles tun dürfen, wozu wir in der Lage sind? Und wo sind die Grenzen bzw. wer überwacht die Anwendung moderner Biotechnologien?

Keiner würde es abwegig finden, wenn Floristen aus markttechnischen Gründen eine Blume in einer anderen Farbe als der natürlichen anbieten wollen.

Auch wenn Europa genetisch modifizierten Organismen skeptisch gegenüber steht, ermöglicht uns die Gentechnik, ein Produkt auf den Markt zu bringen, das sich nicht reproduzieren kann und somit nicht in die freie Natur entweicht.

Wissenschaftler ließen im Juli 2017 die erste blaue transgene Chrysantheme erblühen. Wirklich blau blühende Blumen kommen sehr selten in der Natur vor.

Botaniker haben durch das Einfügen zweier Gene ein Novum geschaffen. „Das ist ein großer Erfolg“, sagt Toru Nakayama, ein Pflanzen-Biochemiker von der Tohoku-Universität in Sendai, Japan: „Es gibt sehr populäre Blumen, sie haben nur ein Manko, sie existieren nicht in der blauen Farbe. Jetzt müssen wir die Blumen nicht mehr künstlich verfärben.“

Die königliche Horticultural-Gesellschaft bestätigt die Seltenheit der Farbe. Oft denken wir, eine Blume ist blau, aber in Wirklichkeit ist sie violett. Viele Gärtner und Floristen verlangen nach einer blauen Blume: „Eine blaue Rose gibt es bis jetzt noch nicht. Seit langem haben wir versucht, sie zu erschaffen, aber wir waren erfolglos“, sagt Dr. Thomas Colquhoun, von der Universität Florida in Gainsville.

Um diese Farbe zu erzeugen, muss man viele chemische Schritte unternehmen. Man erzielte keinen Erfolg, indem man einfach nur Pigment Gene aus anderen Pflanzen inserierte.

Dr. Nanobu Noda, Pflanzenbiologe der Nationalen Agrikultur und Food Research Organisation in Tsukuba, Japan, hatte dennoch Erfolg. Er inserierte ein Gen der bläulichen Canterbury Bell Blume in das Genom der Chrysantheme, was sie violett erschienen ließ. Um die Zucker-Moleküle der Anthocyanin-Derivate, die bei einer Blume für die Farbe verantwortlich sind, weiterhin zu manipulieren, nahm man eine blaublühende Erbse aus der Gattung der Schmetterlingsblütler. Dies zwei Gene reichten aus, den besten Blauton zu erreichen.

„Es war mehr Glück“, erklärt Dr. Colquhoun, gegenüber dem ScienceMagazin: „Zumindest haben wir nun den Bauplan, um diese Farbe herzustellen – und das ist ein Erfolg.“ (1)

Geht es nicht immer um den Bauplan? Besonders dann, wenn wir erbkranken Eltern zu einem gesunden Kind verhelfen wollen?

Im Jahr 2015 publizierten chinesische Wissenschaftler, dass sie zum ersten Mal einen menschlichen Embryo genetisch manipuliert haben. Seitdem warteten viele auf Verlautbarungen aus den USA, hierzu ebenfalls in der Lage zu sein.

Die Amerikanische Fachzeitung MIT Technology Review verkündete in der Nacht vom 26. Juli 2017, dass die USA einen Schritt weiter gekommen sind, eine Genom-Editierung im menschlichen Embryos durchzuführen.

Der Embryologe Dr. Shoukhart Mitalipov von der Health und Science Universität in Portland, USA, berichtet jedoch nicht über die Probleme, welche eine Gen-Insertion mit sich bringen.

Bei allen vorhergehenden Versuchen wurde das Gen nicht komplett im menschlichen Genom inseriert und zudem fand man es an einer Stelle, wo man es eigentlich gar nicht haben wollte. Ob Mitalipov diese Hürden überwinden konnte, ist nicht klar. Es handelt sich um ein Papier, welches noch nicht veröffentlicht wurde. Deshalb enthielt sich der Forscher eines Kommentares.

„Wenn es ein zum Druck akzeptierter Artikel in die Schlagzeilen der Medien schafft, ist das ein gewaltiger Schritt in die Richtung, dass diese Methode recht bald klinisch eingesetzt werden kann“, sagt Jeffrey Kahn von der Hopkins-Universität in Baltimore, Maryland. Der Professor ist ein Mitglied der US-Nationalen-Akademie der Wissenschaften und der Nationalen–Medizin-Akademie in Washington, D.C./USA.

„In ganz wenigen Fällen ist eine Genomeditierung am menschlichen Embryo ethisch erlaubt“, hieß es in einer Verlautbarung Anfang 2017.

Für die im Jahr 2015 stattgefundenen Versuche wurden Embryos benutzt, die nicht lebensfähig waren. Man tauschte ein Gen, welches für die seltene Blutkrankheit beta-Thalassemia verantwortlich ist, gegen ein gesundes aus. Allerdings waren die Ergebnisse alles andere als das, was sich die Wissenschaftler vorstellten. Anstatt des neuen Gens fand man nun gesunde und kranke Gene an der Stelle, wo man sie einsetzte. Aber nicht nur dort, manchmal waren sie ganz woanders im menschlichen Genom gefunden worden (2).

Wissenschaftler der Universität in Guangzhou berichteten Anfang März 2017, die „Nebeneffekte“ der Geninserierung beseitigt zu haben. Trotzdem zeigten einige das gehabte Bild, was man auch Mosaicism nennt. Sie benutzten lebensfähige humanen Embryonen, wobei keines der so „geheilten“ Embryos in den Uterus einer Frau eingepflanzt wurde.

US-Forscher, die mit der Arbeit von Mitalipov vertraut sind, gaben an, zehn Embryos ohne Mosaicism „hergestellt“ zu haben. Sie manipulierten das Genom gleich nach seiner künstlichen Befruchtung, solange sich der Embryo noch im Einzellstadium befand. Ob Mitalipov die gleiche Methode benutzte, ist nicht bekannt. Zumindest bekamen diese Forscher keine Regierungsgelder. Der US-amerikanische Kongress verbietet es, Steuergelder für Forschungszwecke zu benutzen, bei denen menschliche Embryos zerstört werden.

Chinesische Forscher zweifeln wegen der Bildung von Mosaicism mittlerweile daran, ob die CRISPR-Methode für die Gen-Inserierung die richtige ist, um „gesunde“ Babys zu erzeugen.

„Es ist trotzdem bemerkenswert, dass wir nun wissen, wie wir vorgehen müssen und Embryos im Einzellstadium für bestmögliche Erfolge “behandeln“ sollten. Zum Einsatz kommt die Methode wahrscheinlich nicht so schnell“, erklärt Dr. Michael Werner, Direktor der Alliance für Regenerative Medizin. 2015 behauptete er noch: „Von einem Editieren von Erbgut ist wegen Ethischen- und Sicherheitsgründen Abstand zu nehmen.“

„Doch auch jetzt haben wir noch lange nicht die Sicherheitshürden überwunden“, fügt er nun hinzu.

Die US-Nationale-Akademie der Wissenschaften versichert: „Viele Erbkrankheiten werden von vornherein ausgeschaltet, weil der Mutter nur erbgesunde Embryos eingepflanzt werden. Eine Genomeditierung ist nur dann ethisch gerechtfertigt, wenn es der einzige Weg für ein Ehepaar ist, ihr eigenes Kind zu bekommen.“

Die Versuche mit humanen Embryos wurden demnach zu dem alleinigen Zweck unternommen, eine Methode der Geneditierung in menschlichen Keimbahnzellen zu evaluieren. Es handelt sich um einen irreversiblen Schritt. Alle Nachkommen des so entstandenen Kindes werden dieses neu inserierte Gen weitervererben. Man ist sich dessen bewusst, deshalb pocht man –  wie Dr. Michael Werner –  so auf die „Sicherheit der Methode“.

China, wo die ersten Versuche 2015 stattfanden, unterliegt dem Diktat eines ethischen Relativismus. Diese Haltung teilen auch viele Universitäten in einer demokratischen Rechtsordnung; sie sehen Moral als relativ an. Nur die Absicht oder die Umstände rechtfertigen das jeweilige Handeln.

Um erbkranken Eltern durch moderne Reproduktionsmedizin zu helfen, nimmt man in Kauf, hunderte andere Embryos dafür zu töten.

Wenn ethische Entscheidungen auf Emotionen aufbauen, gibt es keine Tabus mehr. Stattdessen öffnen wir Tor und Tür für eine Forschung, die auf Kosten der Umwelt und unserer Mitmenschen betrieben wird und rechtfertigen dies mit Wettbewerbsfähigkeit und Innovation

Doch der US-Kongress hat es der Amerikanischen Food und Drug Administration  –  was unserer Arzneimittel-Behörde entspricht  –  verboten, klinische Studien über Genomeditierten an humanen Embryos auch nur zu begutachten (3).

Literatur:
1) Pennisi E.: Scientists genetically engineer the world’s first blue chrysanthemum. Science, 26. 7. 2017
2) Breburda E.: Reproduktive Freiheit, free for what? ISBN 13: 978-0692447260, ISBN-10: 0692447261 Scivias, 2015
3) Servick K.: First U.S. team to gene-edit human embryos revealed. Science, 27. 7. 2017

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

Dr. Edith Breburda’s Buch “Felix the Shrine Cat (siehe blaues Titelfoto) wurde am 23. Juni 2017 von der Catholic Press Association der USA und Kanda als drittbestes bookcoverimageKinder-/Teenager-Buch ausgezeichnet. Rezensionen hier: https://www.amazon.com/Felix-Shrine-Cat-Edith-Breburda/dp/0692772057/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1493171747&sr=8-1&keywords=felix+the+shrine+cat
Die deutsche Ausgabe „Felix der Wallfahrtskater“ ist 2008 beim FE-Verlag erschienen (http://www.fe-medien.de/Felix-der-Wallfahrtskater) und auch als Kindle E-Book erhältlich.

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

 


Das Vatikantreffen in Modesta, das PICO-Netzwerk und der Einfluß von Soros

Von Dr. Edith Breburda

Vom 16. bis 19. Februar 2017 fand in Modesta im Kalifornischen Bundestaat das World meeting of Popular Movement statt. Dieses vom Vatikan organisierte Welttreffen von diversen Volksbewegungen wurde bisher regelmäßig in Rom abgehalten. Papst Franziskus rief diese Bewegung ins Leben. dr-breburda

Diesen Basis-Organisationen, die sich aus ihrer Sicht für soziale, ökonomische und ethische Gerechtigkeit einsetzen, wurde die Möglichkeit gegeben, sich mit Kirchenführern zu beraten.

Das Treffen brachte Menschen aus verschiedenen Ländern, Mitarbeiter des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden und katholische Bischöfe der Vereinigten Staaten zusammen, um u. a. die katholische Soziallehre zu erläutern.

Papst Franziskus adressierte an das Meeting diesen Brief, in welchem es u.a. heißt:

Ich möchte die Arbeit von PICO National Network besonders hervorheben. Ich habe erfahren, dass PICO (People Improving Communities through Organizing) die Abkürzung ist für: „Leute verbessern ihre Gemeinden durch Organisationsarbeit“. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von Nachbarn, die sich selbst organisieren, um ihre Gemeinden florieren zu lassen.“

Die linke Webseite Discover the Political Networks sagt über PICO, es sei eine Organisation, die versucht, linksreligiöse Lehren zu avancieren, in denen es vor allem darum geht, die Lebensbedingungen der Armen zu verbessern. PICO ist ein Netzwerk, das hauptsächlich von George Soros finanziert wird.

„Die katholische Kirche und alle Religionen vereinigen…“

Henry John Western, der Herausgeber der kath. Internetseite LifeSiteNews, schreibt im August 2016 über den Multimillionär Soros, der PICO gegründet hat:

Soros versucht, den Vatikan mit seiner politischen Agenda zu infiltrieren. Es geht Soros darum, den Einfluss des Papstes zu nutzen, um Themen der sozialen Gerechtigkeit anzusprechen. Die Kirche müsse sich hauptsächlich um Einkommensungleichheit, Einwanderungsrecht und Strafjustiz bemühen…  Radio Vatikan

Soros war einer der Hauptsponsoren von Hilary Clinton und zahlte im September vor zwei Jahren 650.000 US Dollars für die Reise des Papstes in die USA. Er will Bischöfe für ökonomische und ethische Ideen begeistern.“

Damals sagte PICO: „Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen in Verbindung mit dem historischen Besuch des Papstes in den Vereinigten Staaten dazu beitrugen, anzuerkennen, dass seine Mission und seine Botschaft darin besteht, die katholische Kirche und alle Religionen zu vereinen, um Seite an Seite mit den Armen und Machtlosen zu stehen.“ (1)

Kardinal Rodriguez pries 2013 die Arbeit von PICO’s. Er sagte: “Ich möchte die Bemühungen und ausgezeichnete Gemeindearbeit hervorheben, die sich für ethische und ökonomische Gerechtigkeit einsetzt und bitte darum, PICO zu unterstützen.“

Diese Organisation ist einer der größten Gegenspieler von Präsident Donald Trump. Auf PICO’s Webseite ist ein Statement der Organisation für Resistenz (Widerstand) aufgeführt. Es heißt dort: „Gemeinsam träumen wir. Wir rufen die Kirchen der Welt auf, gegen Präsident Trumps Verfolgung von Einwanderern anzugehen. Muslimen und Farbigen muss Zuflucht gegeben werden. Jetzt ist die Zeit, sich mit ihnen solidarisch zu zeigen.“

Foto: Radio VatikanPapst Franziskus schrieb in seinem an das Treffen adressierten Brief vom 10. Februar 2017: “Leute guten Willens müssen handeln.“ – Er selber ruft auf, Widerstand zu  leisten: „Wir haben heute die Gelegenheit unsere Nachbarn zu helfen. Wahre Menschlichkeit zeigt sich in Resistance.“ –   Weiterhin appelliert er, die Natur zu schützen. Außerdem gäbe es keine Religion, die terroristisch oder kriminell sei.

Sprecher des Vatikans und ein Erzbischof riefen in Modesta dazu auf, Präsident Trump zu boykottieren und gegen seine Einwanderungsregulierungen anzukämpfen. Erzbischof Gomez aus Los Angeles klagt die anteillosen Worte des Präsidenten an, weil sie aus seiner Sicht angeblich Angst und Panik verbreiten: „Obama hat zwar viele Leute deportiert, aber er gebrauchte nie derart harte Worte.“

In der „Kalifornischen Konferenz“ riefen Sprecher auf, soziale Gerechtigkeit walten zu lassen. Die katholische Kirche solle sich zudem – neben anderen Glaubensinstitutionen – mit ihren eigenen ethnischen Handlungen auseinandersetzten.

Investitionen von Soros pro Abtreibung in aller Welt

Henry John Western berichtete ebenfalls, dass Soros viel Geld investierte, um Pro-Life-Gesetze gegen Abtreibung in der ganzen Welt zu eliminieren (2).baby_hand_abtreibg_cdl11_a4357ad790

Einer der Bischöfe sagte in Kalifornien: „Einwanderung muss uns mehr beschäftigen als das Recht auf Leben der Ungeborenen. Immigration ist das Schlüsselthema unserer Kirche. Präsident Trump war der Kandidat der Zerrüttung (Disruption). Wir müssen unsere Truppen daran hindern: Wenn sie Familien auseinanderreißen, weil wir (illegale) Einwanderer deportieren.

Wenn sie Flüchtlinge als Feinde bezeichnen. Wenn sie uns einreden, Muslime nicht als Kinder Gottes zu sehen, sondern als Leute, vor denen wir uns fürchten sollten. Wir müssen den Armen helfen, ihnen Essenskarten geben. Keiner hat das Recht uns daran zu hindern, unsere Arbeit zu tun.“

Bischof MeElroy von San Diego erläuterte: „Als gläubige Christen müssen wir Fremde liebevoll aufnehmen. Das hat oberste Priorität. Wir Katholiken müssen außerdem mit der fixen Idee aufhören, uns nur mit Abtreibung zu beschäftigen.“

Widerspruch von Kardinal Burke: „Zuerst die Ungeborenen schützen“

Der amerikanische Kurienkardinal Leo Edmund Burke (siehe Foto) erklärte hingegen im September 2016:

Wir verdrehen die Tatsachen und haben die Orientierung verloren, wenn wir es nicht mehr als das Höchste ansehen, das Leben der Ungeborenen zu schützen und uns Burke-EWTN-Fotostattdessen für das Leben der Armen und Einwanderer einsetzen. Es macht keinen Sinn, sich über Einwanderer aufzuregen, wenn wir das Leben selber nicht mehr in unserer Gesellschaft schützen. Humane Gerechtigkeit beginnt damit, das Geschenk des Lebens als Gottgegeben zu respektieren. So müssen wir zuerst die Ungeborenen schützen.“

Bei all den Diskussionen übersieht man leicht, wie sehr sich Präsident Trump für das Leben der ungeborenen Kinder einsetzt.

Bishop Bawai Soro von der Chaldäischen katholischen Kirche in El Cajon, Kalifornien, war unter den wenigen, der die Anweisungen von Präsident Trump unterstützt. Er selber ist ein Flüchtling aus dem Irak:

Am 11 September 2011 haben wir erlebt, wie radikaler Islamischer Terror aussieht. Präsident Trump muss sich für seien Einwanderungspolitik nicht entschuldigen. Es ist kein Recht, in die USA zu kommen, sondern ein Privileg. Amerika muss seine Bürger zu allererst vor seinen Feinden, die aus anderen Ländern kommen, schützen.(3)

Präsident Trump will hohe Hürden für legale Einwanderer senken

Viele reden heute über illegale Immigration. Wie sieht es jedoch mit legalen Einwanderern aus? Sie warten jahrelang ohne Krankenkasse, oft ohne überhaupt eine Arbeitserlaubnis zu haben. Meist sind sie hochausgebildete Leute. Ihre Ärzte-Approbation wird z.B. nicht anerkannt, und so kann es passieren, dass man im Supermarkt von einem europäischen Urologen abkassiert wird, der in den USA nicht in seinem Berufsgeld arbeiten darf. img_2114

Wenn die US-Einwanderungsbehörde nach Jahren ihren Antrag angenommen haben, müssen sie trotzdem noch Jahrzehnte warten, bis sie ihre Green Card wirklich in den Händen halten. Während der Zeit dürfen sie das Land nicht verlassen. Oder sie dürfen nicht mehr einreisen.

Präsident Trump ist einer der wenigen, der den legalen Einwanderern Hoffnung gibt. Sie sollten nicht zuschauen müssen, wie illegale Einwanderer ihnen vorgezogen werden, illegale sofort alle Unterstützung bekommen und pro-bon- Juristen sich für sie einsetzen. Die Medien und Kirchen nehmen sich ihrer an, und sie bekommen schier unendliche Hilfe von allen Seiten.

Evangelikale hoffen auf Stimmungswandel in Medien pro Trump

Viele Evangelikale sind der festen Überzeugung, dass Präsident Trump derjenige ist, der die Amerikaner wieder zum Glauben zurückbringen wird. Sie behaupten weiterhin, dass die Medien, die ihn jetzt so bekämpfen, bald umschwenken würden.

Unter dem hl. Papst Johannes Paul II. wurde nach einem Heiligen Jahr in den 1980-iger Jahren die Heilige Pforte in Rom mit einem Ziegelstein geschlossen, auf dem der Name von Donald J Trump verzeichnet war, damit dieser an allen nachfolgenden hl. Messen im Vatikan teilhaben kann. Ein Eremit aus Loretto, Thomas Zimmer, hatte das über einen Freund bewirkt und schon damals gesagt, dass Donald Trump Amerika wieder zum Glauben bringen würde (4).

Erstaunlich ist, dass in Kalifornien eine seit Jahren herrschende Dürre überwunden ist. Seit der Inauguration von Präsident Trump fing es an zu regnen. Nicht nur das, man hat mittlerweile fast zu viel Wasser in Kalifornien.

Am 21. Februar begleitete die Enkelin von Dr. Martin Luther King den Präsidenten bei seinem Besuch durch das African American Historische Museum in Washington. Sie ist begeistert in einer Zeit zu leben, in der Gott sichtlich eingreift, so lautete ihr Kommentar.

Anmerkungen:
1) Kevin J Jones: Wie US-Stiftungen um George Soros versuchten, den Papstbesuch für sich nützlich zu machen. CAN 2. Sept 2015
2) Maike Hickson: Soros-funded Organization; Encourages Resistance. 1P5 one Peter. 20 Februar 2017
3) Pete Baklinski: Catholic bishops blistering rebuke of Trump: Now we must all become disruptors, LifeSiteNews, 24. Feb. 2017
4) https://www.romancatholicman.com/hermit-loretos-1980s-premonition-president-trump/
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Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

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Fotos: Dr. E. Breburda, Radio Vatikan, Archiv


Verrät der Vatikan die romtreue katholische Untergrundkirche in China?

Von Dr. Edith Breburda

Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, der frühere Bischof von Hongkong, ruft jetzt auf, für die Untergrundkirche Chinas zu beten. Er sagt in einem Interview mit der katholischen Nachrichtenseite „LifeSiteNews“: “Der Vatikan verrät chinesische glaubenstreue Katholiken.” dr-breburda

Kardinal Zen, ein ehem. Seminarprofessor, spricht Mandarin, Kantonese, Shanghainese, Englisch, Italienisch, Latein und er versteht Französisch. Er ist die höchste Autorität in der katholischen Kirche Chinas.

Inständig  bittet er den Vatikan, mit den Kommunisten Chinas nicht zusammenzuarbeiten.

„Dies würde de fakto den Kommunisten die Leitung der Kirche überlassen, was nicht den Regeln und Prinzipien der Kirche entspricht. Es schadet auch ihrer Glaubwürdigkeit.

Chinas Regierung könnte bestimmen, welcher treue Kommunist Bischof wird, und dem Papst bliebe nichts anderes übrig, als dem zuzustimmen. Die Chinesische Regierung verlangt von der Kirche, sich ihnen total auszuliefern. Man erweckt zwar den Eindruck, als ob der Papst ein gewisses Mitspracherecht hätte, aber der Schein trügt. Im Grunde kann der Papst gar nichts tun.“

Die romtreue katholische Kirche Chinas arbeitet im Untergrund, während die chinesische „patriotische Kirche“ nur Priester zulässt, die der Partei genehm sind und die sie streng überwacht. Bischöfe der rechtgläubigen Kirche, die dem Papst gegenüber loyal sind, müssen viele Jahre im Gefängnis verbringen. p1060215_810_500_55_s_c1

Kardinal Zen (siehe Foto) erklärt [i]:

„Wenn man einer Regierung die Möglichkeit gibt, Bischöfe zu ernennen, könnte das ein Signal für andere Staaten sein, dem nachzufolgen. Ich habe große Sorge, dass der Vatikan mit der Regierung zusammenarbeiten will. Für ihn ist die Untergrundkirche ein lästiges Übel. Und um der Einheit Willen tut man alles, um sich zu arrangieren.

Der Papst selber versteht wahrscheinlich nicht die Hintergründe. Ich kann seine Gutgläubigkeit, die fast schon an Naivität grenzt, über die chinesische Regierung nachvollziehen. Er verlässt sich auf seine Mitarbeiter. Schuld an der Lage ist eigentlich nicht der Papst. Es sind seine Berater.

Ich habe Angst, sie verkaufen die Untergrundkirche. Das wäre für uns sehr schlecht. Aber wir können nichts tun außer beten. Chinesen, die mich aufsuchen, ist es verwehrt, ihre Meinung frei zu äußern. Sie bitten mich inständig, meine Stimme zu erheben.

So kontaktiere ich den Vatikan unablässig. Nur dieser scheint nicht auf mich hören zu wollen. Ich habe Papst Franziskus vor zwei Jahren getroffen. Er hörte mir 40 Minuten lang zu. Er schien meine Ansicht zu teilen. Ich kann so nicht sagen, was nun passieren wird.

Foto: HMKMan teilte mir jedoch mit, dass ich nur noch dann in den Vatikan kommen soll, wenn ich eine Einladung habe.“

Offenbar hat sich die Situation zwischen Vatikan und Chinas Kirche seit dem Rücktritt von Papst Benedikt geändert. Kardinal Zen jedenfalls beklagt, dass eine kompetente römische Kommission aus jener Zeit nun nicht mehr existiert: 

„Unter Papst Benedikt XVI. gab es eine vatikanische Kommission, deren sehr kompetente Mitglieder genau wussten, wie man mit chinesischen Kommunisten zu verhandeln hatte. Unter Papst Franziskus ist diese Kommission verschwunden.

Die Untergrundkirche in China ist sehr verunsichert über die äußerst verwirrenden Anweisungen des Vatikans. Priester der „Patriotischen Kirche“ sind der Regierung verpflichtet. Wenn sie in die Untergrundkirche kommen, werden die Untergrundpriester nach einiger Zeit von der Polizei verjagt. Sie verlieren ihre Pfarrei.

Die Regierung hat die Untergrundkirche in der schlimmsten Form  tyrannisiert. Man kann mit den Kommunisten, die uns verfolgten, nicht plötzlich zusammenarbeiten und sie kirchenrechtliche Dinge entscheiden lassen, nur weil der Vatikan, der die Zusammenhänge nicht kennt, es so bestimmt.

Es gehört zu meinen Prinzipien, den Papst nicht zu kritisieren. Wenn es wirklich zu einem Deal zwischen der Regierung und dem Vatikan kommen sollte, werde ich schweigen. Aber bis es soweit ist, werde ich meine Stimme erheben, um meine Opposition kundz tun.“

[i] Claire Chretien, Exclusive: Cardinal Zen says ‘Naïve’ Pope and bad advisors are betraying underground Church in China. LifeSiteNews, 21. Feb. 2017bookcoverimage

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

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Foto von Kardinal Zen: LifeSiteNew


USA: Super-Bowl mit sensationellem Sieg der „Patriots“ – von Donald Trump angekündigt

Von Dr. med. Edith Breburda

Als Nicht-Amerikaner versteht man oft nicht die Begeisterung des Landes für Super Bowl. Doch wenn es sich um ein noch nie dagewesenes historisches Spiel handelt, kann sich die Anschauung schnell ändern. dr-breburda

Einige Tage vor Super-Bowl interviewte der politische Kommentator von Fox News, Bill O’Railly, seinen jahrelangen Freund Donald Trump im Weißen Haus.

Die letzte Frage war, wer wohl das Spiel gewinnt. Der Präsident zierte sich, seine Meinung sei nicht so entscheidend. Doch auf Drängen seines Freundes sagte Trump: „Die Patriots werden mit 8 Punkten gewinnen.“

Die Rede kam auf einen weiteren Freund des Präsidenten, Tom Brady, der für die New England Patriot spielt. Seit Sonntag hat Brady fünf Super-Bowl-Siege. Noch nie gab es solch einen guten Spieler. Es gab auch noch nie einen Spielgleichstand mit 28/28 am Ende des dreistündigen Spiels. Und noch nie war eine Verlängerung nötig, um das Spiel zu entscheiden.

Dass die New England Patriots seine Gegner  –  die Atlanta Falcons  –  schlagen würde, hatte keiner erwartet. Noch nach der Halbzeit hatten die Patriots nicht mehr als drei Punkte, während die Gegenseite schon 28 Punkte besaß. 

Viel Furore um die schrille Lady Gaga

Der Auftritt von Lady Gaga war plötzlich uninteressant. Mit Spannung erwartete man die zweite Halbzeit. Gerade um Lady Gaga wurde sehr viel Furore gemacht. Es veranlasste den Publizisten John Horvat, zu schreiben, man solle den Fernseher während der Einlage von Lady Gaga abschalten. img_27901

Das Spiel symbolisiere die Werte Amerikas. Es sei das Sportereignis, welches von fast jedem Amerikaner, aber auch von vielen Menschen in der ganzen Welt angeschaut wird.

BILD: Ein siegreicher Patriot-Spieler mit seinem Kind

2017 ist alles anders. Die Organisatoren von Super-Bowl gaben Lady Gaga eine Plattform, um gegen die Werte von Ehe und Familie zu polemisieren.

Lady Gagas Musik, ihr Outfit und ihre Gebärden sind dunkel, unmoralisch und bizarr. Sie hatte zudem angekündigt, den Präsidenten zu kritisieren. Lady Gagas Unterhaltungseinlage, welche die moralischen und politischen Anschauungen der meisten Amerikaner lächerlich macht, spaltet das Land.

In einem Super-Bowl Spiel sollte es nicht darum gehen, die Moral des Landes weiterhin zu schwächen, sondern um Teamgeist. Es sollte Amerika vereinen, um gemeinsam unser Land zu dem zu machen, was es einmal war“, schreibt der Publizist John Horvat.

Sein Artikel steht in Einklang mit seinem Buch Return to order.

Grußbotschaft von Papst Franziskus

Auch Papst Franziskus schickte an die Amerikaner eine Grußadresse in einem Video, welches vor dem Spiel in das Stadium von Houston übertragen wurde. Er erinnert daran, dass es möglich ist, eine Kultur der Begegnung und eine Welt des Friedens zu erreichen: „Beim Sport sind wir fähig, über unsere Eigeninteressen hinaus zu gehen und wir lernen, auf eine gesunde Art Opfer zu bringen und in Redlichkeit und Respekt für die Regeln zu wachsen.“ img_27861

Der katholische Quarterback Brady wurde vor nicht allzu langer Zeit vom Spiel gesperrt. Der angeblich zu wenig aufgeblasene Ball hätte ihn fast die Karriere gekostet. Doch das, was Trainer Belichick sagte, als er die Vince-Lombardy-Trophäe in den Händen hielt, zeigte seine Grundeinstellung zum Spiel:

Wir lagen 3:28 hinten, aber wir haben nie zurück geschaut, wir haben großartige Spieler, die machen einfach weiter.“

Keiner kann nachvollziehen, wie es sich anfühlte, als ausgerechnet jener Mann Tom Brady gratulierte, der ihm all die Schwierigkeiten der letzten Jahre bescherte hatte.

BILD: Tom Brady, katholischer Super-Spieler, Freund von US-Präsident Trump

Die Ereignisse haben damals auch an seiner Ehe gerüttelt. Tom kommt aus einer sehr katholischen Familie. Das älteste seiner 3 Kinder ist unehelich. Tom’s Vater sagte dazu nur, dies sei nicht ganz so katholisch. Das Spiel widmete Tom seiner Mutter, zu der er eine sehr innige Beziehung hat. Sie hatte gerade eine Chemo hinter sich und war im Stadium dabei. Sie sagte: „Ich habe die ganze Zeit während des Spiel’s gebetet.“

Brady, Coach Belichick und der Besitzer der Patriots, Robert Kraft, hatten es nicht leicht in den letzten Tagen. Sie unterstützen ihren neuen Präsidenten Trump.

Für den TV-Show-Chef der Bill Maher Produktion, Bill Maher, war die Sache einfach. Er ließ Tom Brady die vulgäre Nachricht zukommen: „Hey Tom, f-you. Du bist ein großer Spieler, aber Deine politische Ansicht stinkt.“  – Und weiter sagte er: „Ich würde mich sehr freuen, wenn die Patriot verlieren, mit 0 Punkten zu f-ing 1000.“

Präsident Trump twitterte: „Unglaubliches Comeback und unglaublicher Sieg der Patriots, Tom Brady, Bobo Kraft und Coach B. sind totale Gewinner. Wow!“bookcoverimage

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda (von ihr stammen auch die Fotos) ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

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Sport-Fotos: Fox-News, Dr. E. Breburda


USA heute: Donna – vom Leben und Überleben einer amerikanischen Indianerin

Von Dr. med. Edith Breburda

Jeden Donnerstag und Samstag kann man Donna in der letzten Bank einer Stadtkirche in Scottsdale im Bundesstaat Arizona finden. Ihr immer zu ihrem Kleid passender Hut umrahmt ein sympathisches, fast jungenhaftes Gesicht der Anfang 70-jährigen Dame. Dr. Breburda

Tief in Gedanken versunken, lässt sie ihren Rosenkranz durch ihre Hand gleiten. Es sind kaum noch Leute in der Kirche, das Allerheiligste wurde nach der Messe wieder eingesetzt, und die Schlange der Beichtenden hat sich verflüchtigt.

So wage ich es Donna anzusprechen. Es interessiert mich ob sie mit den vielen Christen an der 54ig-tägigen Rosenkranz-Novene für einen guten Ausgang der Wahl teilnimmt. Vielleicht hätte ich es nicht tun sollen, denn wir beide saßen geschlagene zwei Stunden und plauderten, leise und verhalten, obwohl die Kirche nun wirklich leer war. Nur der Kirchendiener schlich an uns vorbei, schloss die Tür jedoch nicht ab und verschwand nach ein paar Sekunden wieder.

Donna hatte etwas sehr Einnehmendes an sich; ihre Mutter war Deutsche und Ihr Vater Indianer. Ja, jetzt wo sie es sagt, sah man es  –  warum ich da nicht sofort drauf gekommen bin?

Donna erzählt von den letzten Jahren in den USA, von der großen Rezension: „Nein, es war keine Rezension, es war eine Depression, schlimmer als in den zwanziger Jahren.“

Sie und ihre Familie waren in Kalifornien. Sie waren sehr wohlhabend, haben jedoch 2007 alles verloren. Donna und ihr Mann fuhren damals durch die Stadt und schauten sich die Brücken an, bis sie eine fanden, wo ein Fastfood-Restaurant gleich um die Ecke war. img_1349

„Hier ist es schön”, sagten wir zueinander, „dort gibt es ein McDonald, so müssen wir wenigstens nicht verhungern.“

So viel realistischer Optimismus inmitten einer Notlage ist erstaunlich: „Ich sitze hier immer und übergebe alles dem lieben Gott, er wird sich wohl denken: ‚Oh schon wieder unsere Donna! Ich kann es nicht mehr hören!’“

FOTOS: Viele Menschen wohnen in „Homeless“, in Zelten im Freien, da sie sich keine Wohnung leisten können

Und dann wurde ihr Mann sehr krank. Er hatte 30 Jahre nicht mehr die Sakramente empfangen. Doch er kam zurück, verlangte nach einem Priester und ging plötzlich zur Beichte. Donna berichtet:

„Ich habe ihn nicht darum gebeten. Er wollte das von sich aus. Vor 3 Jahren ist er gestorben. Viele haben ihn danach gesehen. Es geht ihm gut. Selbst hier in der Kirche sah ihn eine Frau. Sie sprach mich nach der Messe an und sagte zu mir: ‚Wie schön, dass du mit deinem Sohn da warst!’  –  Ich war ganz perplex: ‚Mein Sohn? Der geht nicht in die Kirche mit mir. Das ist unmöglich.’ – ‚Aber doch, es war ein junger Mann, und er ging hinter dir zur Kommunion und betete ganz andächtig.’

Als ich nachfragte, wir er aussah, beschrieb sie ihn mir wie meinen Mann, als er 20 Jahre alt war. Auch zu mir kam er, und ich konnte ihn umarmen. Es war in einem Traum. Die Umarmung spürte ich ganze 3 Wochen lang. img_1126

Wissen Sie, meine Großmutter hatte als Indianerin die Gabe der spirituellen Träume. Sie betete und betete. Als ich 19 Jahre alt war, besuchte ich sie. Mir wurde ganz anders. Sie redete von Engeln, die vom Himmel kamen und mit ihr beteten. Sie hörte wunderbare Musik.

Diese Gabe, von den lieben Verstobenen zu träumen, wird vererbt, und mein Bruder hatte diese Gabe. Ich war damals verwundert, wieso ich davon nicht betroffen war. Mein Bruder war doch gar nicht so fromm wie ich.“

Und dann kommt Donna auf ihren Sohn zu sprechen. Seine Frau Michaela war ein Engel. Sie waren reich, und Michaela gab so viel weg, wie sie konnte. Sie half den Obdachlosen, besorgte ihnen eine Stelle und eine Wohnung. Sie hatten in Kalifornien eine gutgehende Firma.

Michaela fand ein Mädchen, das total entstellt war. Keiner wusste, wo sie dieses Mädchen gefunden hatte. Sie sei aus einem speziellem Behinderten-Heim, hat Michaela berichtet.

Und weil sie sehr intelligent sei, wolle Michaela ihr unbedingt helfen. In ihrer Firma richtete sie ihr ein Büro ein, dort, wo sich keiner an dem Aussehen der Mitarbeiterin störte.

Ihr Mann hatte Schwierigkeiten, der jungen Dame ins Gesicht zu sehen. Michaela hatte keine Probleme. Oft ging sie zu ihrem Schützling und versuchte alles, dass sie sich in ihrer Firma wohl und angenommen fühlte.

Doch auch sie verloren ihr Gewerbe 2007. Alles war so gut gegangen – und nun standen sie vor dem Nichts. Mein Sohn arbeitete, wo er nur konnte, er nahm mehrere Jobs an… es war ihm ganz egal was, und langsam, sehr langsam hat er sich wieder hochgearbeitet.  img_1353

Es gab Firmen, die sagten, es könne nichts passieren –  und 3 Monate später konnten sie die Löhne nicht mehr zahlen. Die Mittelschicht kämpft um’s Überleben. Aber einen Mittelstand gibt es im Grunde gar nicht mehr.

Diejenigen, denen nichts passiert ist, haben den Touch zur arbeitenden Klasse verloren, sonst gäbe es ja nicht all die ‚homeless’, jene Menschen, die vor allem in Los Angeles in Zelten hausen.

Doch Michaela ließ sich nicht unterkriegen, sie half weiterhin den Leuten. Sie ging ins Gefängnis und betete mit den Frauen. Oft wird man hier ja wegen nichts eingesperrt. In den letzten Jahren sind so viele Leute deportiert worden wie noch nie. Das weiß kaum einer.

Michaela gab den Frauen Hoffnung. Jeder wollte sie im Gefängnis sehen. Die Gebetsgruppe sei zu groß, hieß es dann von der Gefängnisleitung, es sei ein Sicherheitsrisiko. Als ob es ein Risiko ist, wenn man betet. Als ich Michaela das letzte Mal vom Gefängnis abholte, liefen ihr alle Frauen nach. Jeder wollte sie berühren.

Sie war wie ein Engel. Sie war Französin und hatte eine ganz weiße Hautfarbe. Als ich Michaela das erste Mal sah, bin ich ganz erschrocken. Sie kam hinter mir auf mich zu und sprach mich mit ‘Mama’ an. Ich drehte mich um und sagte: ‚Oh, bist Du weiß!’ Sie fragte, ob das schlimm sei  – und dann mussten wir lachen.

Mit ihrem blonden Haar stand sie auf dem Gefängnishof. Mir würde kein Mensch nachrennen, aber ihr schon. ‚Ich helfe euch’, versicherte sie, ich komme wieder, macht euch keine Sorgen!’

Doch dann wurde sie krank. Keiner wusste was sie hatte  –  und eine Woche später starb sie. Sie war 42 Jahr alt. Mein Sohn hat das nicht überwunden. Er ist an keiner anderen Frau mehr interessiert,  wenngleich Michaela schon seit 2008 tot ist. Er träumte von ihr. Sehen Sie, auch er hat diese Gabe der ‚spirituellen Träume’. Michaela kam und er umarmte sie. Sie wollte ihm etwas sagen, doch in diesem Moment klingelte der Wecker. Das war der schlimmste Tag im Leben meines Sohnes.IMG_0873

Vor sieben Monaten dachte ich, ich darf nun auch sterben. Ich hatte unerklärliche, starke Blutungen. Nur hatte ich – wie so viele ohne Arbeitsplatz – keine Krankenversicherung mehr. Früher, ja da war ich gut versichert, doch seitdem wir unser Unternehmen verloren haben, habe ich nichts mehr und jetzt brauchte ich plötzlich eine Versicherung.

Meine Schwester, die 15 Kinder hat, sagte mir, ich solle ins Hospital der Indianer gehen, dort werde ich umsonst behandelt.

Als die Blutungen immer stärker wurden, rief ich im Krankenhaus an. Ich solle sofort kommen. So war ich in der Notaufnahme. Ich dachte: ‚Heute darf ich also sterben. Was für ein schöner Tag. Ich habe keine Versicherung, also lassen sie mich hier sterben.’

Die Ärzte schauten mich ganz entgeistert an. Wer will schon sterben –  außer mir! Ich brauchte sofort eine Operation, doch in ganz Phoenix war kein einziges Bett frei. Endlich fanden sie ein Bett in der Mayo-Klinik in Scottsdale. Stellen sie sich vor, die beste Klinik, die es gibt.

Natürlich hatte ich – wie immer – alles dem lieben Gott überlassen, so wie ER will. Das sagte ich auch den Krankenhauspersonal. Sie sollten sich keine Gedanken machen, alles ist gut.

Als ich in der Mayo-Klinik ankam, fragte man mich sofort nach meiner Versicherung. ‚Ich habe keine’, sagte ich. Die Frau bei der Aufnahme erwiderte: ,Dann können wir sie nicht operieren.’  – Und so freute ich mich, dass ich jetzt eben in der Mayo-Klinik sterben darf. Doch nach zwei Minuten kam die Frau zurück und erklärte, sie hätten jetzt einen Weg der Finanzierung gefunden  – und so wurde ich doch operiert.

Ich hatte Unterleibskrebs und brauchte eine anschließende Chemotherapie. Die kann ich mir aber nicht leisten. Ich sagte, man möge mich einfach in Ruhe lassen. Das ist jetzt sieben Monate her. Mir geht es prima –  ganz ohne irgendwelcher Medikamente.

Ich habe meine Haare abgeschnitten, weil sie mich einfach ärgerten. Und nun kann ich endlich Hüte tragen. Zuvor sah ein Hut aus wie eine Krone, weil ich so dicke Indianerhaare hatte.

Jetzt bin ich ‚hutsüchtig’. Ich habe 18 Hüte. Eine Frau brachte mir einen Hut: ,Donna’, sagte sie ,das ist ein Hut für dich, nur du kannst so etwas tragen.  –  Und außerdem bekam ich den Hut mit einem 70-prozentigen Rabatt.’  – Dieser Satz hätte von meiner Schwiegermutter stammen können.“

Donna lächelt, es ist nun schon spät geworden, sie musste zu ihrem Sohn, bei dem sie wohnt. So lange wie mit mir hat sie noch nie mit jemandem geredet. bookcoverimage

Und so gab mir Donna einen erneuten Einblick in das Leben des Durchschnitt-Amerikaners  – kurz vor der Wahl 2016.

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda (von ihr stammen auch die Fotos) ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

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