Warum einige angepriesene „Wundermittel“ gegen Corona nicht hilfreich sind

Von Dr. med. Edith Breburda

Oregano, Eisentabletten, Zitronen, rote Zwiebeln, Löwenzahn – das sind nur einige der Empfehlungen, um sich vor einer Covid-19-Erkrankung zu schützen, glaubt man einigen Hinweisen im Internet. Einer wissenschaftlichen Grundlage entbehren aber diese kuriosen Therapievorschlage. Dennoch reisst dieNachfrage danach nicht ab.

Ein Instagram-Eintrag vom 9. Juni 2021 schwört auf die heilsamen Kräfte der ätherischen Öle, welche in Fichten- und Kiefernadeln stecken. „Die Wirkstoffe der heimischen Nadelbäume als hausgemachte Medizin“ sei ein „besonderes Mittel der Natur, das es in sich hat“, heißt es dort.  

Sicher kennen wir ein Bad mit der Zugabe von Baumnadeln und dessen Wirkung gegen Durchblutungsstörungen, Rheuma, Gicht und alle anderen Arten von Erkältungskrankheiten.

Das Inhalieren der ätherischen Öle und ihre lindernde Wirkung soll auch gar nicht in Frage gestellt werden, besonders wenn man den Badezusatz mit harzigen Zapfen bestückt und damit den Anteil der Terpentinöle erhöht. Als Tinktur wie Franzbranntwein benutzte man es früher in jedem Krankenhaus, um die Durchblutung der Patienten zu fördern.

Aber einen Tee aus den Inhaltsstoffen der Fichten und Kiefernadeln als Schutz vor Covid einzunehmen, ohne überhaupt etwas Genaueres über den Wirkungsmechanismus von Suramin und Shikimic zu wissen, das scheint eine waghalsige Therapie zu sein.

Suramin ist Bestandteil eines Medikamentes, welches die Pharmaunternehmen Bayer und Schering seit 2003 kostenlos zur Verfügung stellen, um die sogenannte Armutskrankheit, die man auch Afrikanische Schlafkrankheit nennt, zu bekämpfen.

Einige Wissenschaftler unterstützen zwar die These, dass Suramin das Potential hat, Covid-19-Infektionen zu bekämpfen, doch die Substanz wird nicht aus Tannenadeln gewonnen. Im Gegenteil: Shikimisäure und Suramin aus Nadelbäumen kann sogar mehr Schaden als Nutzen hervorbringen. Nachweislich soll es Krebserkrankungen usw. hervorrufen können.

Das klingt ganz anders, als uns ein Instagram-Autor vom 9. Juni 2021 weismachen will. Er deutet auf die heilende Wirkung von Tannennadel-Tee gegen Covid-Infektionen hin. „Die chemischen Elemente Suramin und Shikimic helfen gegen die Nebenwirkungen, die bei mRNA-Impfstoffen auftreten“, behauptet er, was aber nicht zutrifft. Zudem ist es auch unwissenschaftlich zu behaupten, alternative suspekte Kräuter wie Tannennadeltee – und was sonst noch kursiert – würde ungeimpfte Personen davor bewahren, sich an Geimpften anzustecken.

Nur an Covid Erkrankte, welche das Virus in sich tragen, sind in der Lage, das Virus an ihre Mitmenschen weiterzugeben. Gerade deshalb wurde uns auferlegt, Masken zu tragen und Abstand zu halten, um eine Weitergabe von SARS-CoV-2 einzudämmen.

Suramin aus Tannenadeln ist sicher ein falscher Weg, um einer Covid-Erkrankung vorzubeugen. Suramin, welches 1904 von Bayer als Therapeutikum benutzt wurde, wird aus dem Farbstoff Trypanblau hergestellt. Histologische Labors benutzen es u.a. für die Zellfärbung.

BILD: GENTOPIA – eines der fünf bioethischen Sachbücher von Dr. Breburda

Der Infektiologe Dr. Laurens warnt vor schweren Nebenwirkungen, die Suramin hervorrufen können. Er redet von Nieren- und Lebertoxizität, Augenreaktionen, Nebennierninsuffizienz und allergischen Reaktionen, die zu Entzündungen und Anämie führen, um nur einige zu nennen.

Der weitere Inhaltsoff der Kierfernnadel-Shikimisäure ist zwar ein wichtiger Bestandteil bei der Herstellung des Grippemedikamentes Tamiflu und kann aus den Nadeln gewonnen werden. Alleine ist der Wirkstoff aber nicht geeignet, um irgend eine Krankheit zu lindern. Dr. Laurens ist der Meinung, dass pflanzliche Heilmittel keine Wirksamkeit aufzeigen, um COVID-19 abzumildern. Vor allem Shikimisäure ist ein potentiell krebserregendes Mittel.

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Kath. Kirche in den USA: Junge Priester im Spannungsfeld von Gewissen und „Gehorsam“

Von Dr. Edith Breburda

Es gibt viele Pfarrer in den USA, darunter vor allem jüngere Geistliche, die theologisch konservativ denken oder sogar besonders der kirchlichen Tradition verbunden sind, etwa durch die Zelebration der überlieferten Messe.

Doch gerade dies ist es, was einige progressive Bischöfe erzürnt, vor allem, wenn diese Priester sich kritisch mit der Gender- und Abtreibungspolitik der Biden-Administration befassen oder skeptisch über die staatlich-kirchlichen Restriktionen im Gottesdienst äußern.

Solche engagierten Priester sind den zeitgeistlichen Oberhirten ein Dorn im Auge – und so bekommen diese meist jüngeren, unangepaßten Pfarrer womöglich einen Anruf von ihrem Oberhirten, der ihnen kurzerhand mitteilt, dass sie ihre Koffer packen sollen. Es bleiben ihnen nur wenige Tage, um ihr Pfarrhaus zu räumen. Was haben diese so rigide bestraften Diener Gottes verbrochen, fragt man sich...

Ein Paradebeispiel dafür ist Pfr. James Altman (siehe Foto). Er hatte bis zum 8. Juli 2021 seine Gemeinde im idyllischen La Crosse (US-Bundesstaat Wisconsin) zu verlassen – dort, wo Präsident Biden vor ein paar Tagen weilte, um sich unweit von Altmans Pfarrei eine Eiscreme zu kaufen. Was soll man auch anders in Milchland der USA konsumieren?

Der Präsident war bestimmt nicht gekommen, um den Wallfahrtsort von „Our Lady of Guadalupe“ aufzusuchen, den Kardinal Burke in der Stadt am Mississippi errichtet hatte, als er selbst noch Oberhirte der Diözese von La Crosse war, die dem Hl. Josef geweiht ist.

Ein berühmter Sohn des Bistums ist der von Papst Franziskus am 18. November 2017 selig gesprochene Kapuzinerpater Solanus Casey. Er widmte sein Leben den Gläubigen und wurde geliebt, weil es immer ein Ohr für sie hatte. Er verstand sie und teilte vollen Herzens ihre Sorgen, egal, zu welcher Zeit die Menschen bei ihm anklopften.

Der selige Pater Solanus demonstrierte, dass ein gewöhnlicher Mann aus dem Glauben heraus katholische Werte von Generation zu Generation weitergeben kann.

Dies ist ein Anliegen, welches gerade junge Priester in den USA inspiriert. Deshalb ist es für sie unverständlich, dass ihre Oberhirten sie fallen lassen, wenn sie versuchen, die Lehre der katholischen Kirche entschlossen zu verkündigen, sei es gelegen oder ungelegen.

Dabei hat Kardinal Leo Burke den wunderschönen Wallfahrtsort, „Our Lady of Guadalupe“ auch deshalb errichtet, um hierdurch der Ungeborenen zu gedenken. (Siehe das hier abgebildete Denkmal der Mutter mit den kleinen Säuglingen auf ihrem Arm im Park der Pilgerstätte.)

Und rufen nicht auch die Evangelikalen seit langem dazu auf, den Kindermord an den Ungeborenen zu beenden?! Sie sind es vor allem, die von einer lauen, schläfrigen Kirche sprechen, die es nicht wagt, gegen die heutigen verhängnisvollen Praktiken anzugehen.

Vehement prangern gläubige Christen an, dass ein Präsident, der nichts für das Lebensrecht der Ungeborenen tut, sondern dieses weiter unterhöhlt, ein Skandal auf zwei Beinen ist. Sie fordern, dass die Kirchenmänner tapfer auftreten und das Lebenrecht ohne Angstanfälle verteidigen.

Mutter Theresa sah bereits 1979 in ihrer Friedensnovelpreis-Rede die Abtreibung als den größten Zerstörer des Friedens an.

Es ist nicht verwunderlich, dass junge Geistliche dem Stillschweigen der liberalen Oberhirten Einhält gebieten und von der Kanzel aus das verurteilen, was viele ihre Mitbrüder um des lieben bzw. faulen Friedens willen tolerieren. Diese Priester, die nicht mit den Wölfen heulen, riskieren jedoch, durch ihre klaren Predigten von heute auf morgen von ihrem Priesteramt suspendiert zu werden.

Ein Anruf des Bischofs und Pfarrer Altman erging es wie so vielen seiner mutigen Mitbrüder, denen vorgehalten wird, sie würden mit ihrer klaren Linie „ihre Gemeinde spalten“. Dieser Vorwurf ist leicht bei der Hand, zumal wenn sich ein Priester in einer Predigt deutlich ausdrückt und dabei nicht jedes Wort vorher genau abwägt.

James Altman ist ein ausgebildeter Jurist, der 12 Jahre in seiner Kanzlei tätig war und danach Kirchenrecht studierte. Dank seiner Vorbildung weiß er vermutlich, wie er sich kirchenrechtlich verteidigen kann. Dem Vernehmen nach hat er Rekurs (Beschwerde) gegen seine Amtsenthebung in Rom eingelegt.

BILD: Die Kirche von La Crosse, der Pfarrgemeinde von Pfr. Altman

Nun kann er aber zusehen, was mit seinen 90-jährigen Eltern geschieht, die bei ihm im Pfarrhaus gewohnt haben. – Neben seiner riesengroßen Dogge müssen sie nun alle die Pfarrgemeinde verlassen.

Bischof William Patrick Callahan hat Pfarrer Altman mit der Amtsenthebng zugleich die Ausübung einiger priesterlichen Vollmachten entzogen. Er darf die Hl. Messe nur noch alleine (bzw. lediglich im Beisein der Eltern) feiern und erhielt ein Predigtverbot. Er darf keine Sakramente spenden und muss sich einer 30-tägigen Einkehr unterziehen, damit er sozusagen mit sich selbst ins reine kommt.

Er muss innerhalb der Diözese wohnhaft bleiben und sich regelmäßig mit dem Generalvikar treffen. Wenn der Priester den Auflagen nicht nachkommt, wird der Bischof weitere Sanktionen erteilen. (1)

Doch viele Gälubige im mittleren Westen der USA stehen auf und stellen sich hinter ihre gemaßregelten Priester. „Jemand, der Abtreibung duldet, kann keine Kommunion erhalten. Er gibt ein Ärgernis“, sagt Liz Yore zur Debatte um Biden; sie ist die Human Rights Anwältin, Aktivistin und Gründerin von „Yore Children.

„Katholiken haben genug von Regierungen, welche die Religionsfreiheit massiv beeinträchtigen. Genug ist genug, wir lassen uns das nicht mehr gefallen“, berichtet eine sichtlich erregte Dame in dem Video des Blogs Choosing-Him vom 7.7. 2021 (2)

Der amerikanische Bischof Joseph Strickland hat Pfarrer Altman inzwischen grundsätzlich verteidigt, seinen Kampf gegen Abtreibung gewürdigt, ihn aber zugleich aufgefordert, dem Bischof gegenüber gehorsam zu sein, weil das nun einmal die Pflicht eines Priesters sei. (3)

Quellenhinweise:

  1. https://www.complicitclergy.com/2021/07/08/breaking-bishop-callahan-cancels-fr-altman/
  2. https://choosing-him.blogspot.com/2021/07/brave-young-cadre-of-priests-fighting.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+choosing-him+%28……..Choosing-Him%29
  3. https://m.youtube.com/watch?v=yjk7AVuk0EA

Benedikt XVI. ist seit 70 Jahren Priester – Papst Franziskus gratuliert und dankt ihm

Vor genau siebzig Jahren wurde Joseph Ratzinger zum Priester geweiht – ein Grund zum Feiern für den emeritierten Papst Benedikt XVI.

Zu den Gratulanten gehörte am heutigen Dienstag auch Papst Franziskus.

„Heute feiern wir ein Jubiläum, das uns allen ans Herz rührt“, sagte er nach seinem Angelusgebet am Petersplatz.

BILD: Pfarrer Bernhard Schweiger (rechts) wurde gemeinsam mit Joseph Ratzinger zum Priester geweiht – hier überreicht er ihm ein bioethisches Buch seiner Verwandten, unserer Autorin Dr. Edith Breburda

Beifall kam auf, als Papst Franziskus an die Priesterweihe für seinen Vorgänger erinnerte:

Dir, Benedikt, lieber Vater und Bruder, gilt unsere Zuneigung, unsere Dankbarkeit und unsere Nähe. Er lebt im Kloster – einem Ort, der für die Präsenz von kontemplativen Gemeinschaften hier im Vatikan eingerichtet wurde, damit sie für die Kirche beten.

Jetzt ist er der Kontemplative des Vatikans – er verbringt sein Leben damit, für die Kirche und das Bistum Rom, dessen emeritierter Bischof er ist, zu beten.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2021-06/papst-benedikt-xvi-franziskus-jubilaeum-70-jahre-priester.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Die Unruhen in den USA und ihre Folgen

Von Dr. Edith Breburda

Laura Ingraham sprach in ihrer Show auf dem TV-Sender „Fox News“ von fünf Lügen, welche viele Medien verbreiten: Selbst hochrangige Demokraten berichten über angeblich friedliche Demonstrationen und blenden dabei aus, dass mittlerweile bald jeder Polizist zur Zielscheibe wird, den man folgenlos attackieren darf.

Die linke Presse berichtet über die Brutalität der Polizei und verschweigt dabei den Fall David Dorn: Ein 77-jähriger, afroamerikanischer Polizist, der in der Nacht zum Dienstag in St. Louis erschossen wurde.

44% der amerikanischen Wirtschaft beruht auf kleinen Geschäften, die mittlerweile vielfach in den Innenstädten niedergebrannt wurden. Die Anwohner haben Angst, auf die Straße zu gehen, ihre Lebensmittelläden sind nicht mehr vorhanden –  und wo sie ihre Medikamente usw. herbekommen sollen, wissen sie nicht.

Unruhen beherrschen die Nacht – keiner hält sich an Ausgangssperren. In Las Vegas schoss man einem Polizisten in den Kopf. In St Louis wurden vier Polizisten angeschossen und in Buffalo fuhr ein Geländewagen über mehrere Polizeioffiziere. Einbrecher attackieren Polizisten und wenn man sie verhaftet, werden sie am anderen Tag wieder freigelassen.

Auch in Washington wurden Polizisten am Montagabend attackiert, kurz bevor der Präsident vom Weißen Haus zur Episkopalen St. Johns Kirche ging. Die Behörde wusste nicht, was Trump vorhatte, aber sie baten die Demonstranten dreimal, den Lafayett-Park zu räumen, weil sie anfingen, Wasserflaschen und Steine auf die Polizisten zu schmeißen.

Die Polizei benutzte kein Tränengas. Sie drängte die Demonstranten lediglich zurück, tweetet der Reporter Neal Augenstein  – sie benutzten Rauchbomben.

Vor der St. John Kirche, dem Gotteshaus aller Präsidenten, hielt Präsident Trump die Bibel hoch. „Er wollte damit klar machen, dass er nur Gott Rechenschaft abgibt“, erklärt ein afroamerikanischer Publizist in Laura Ingrahams Fox News Show am 2. Juli 2020. –  Ist nicht auch Martin Luther King dafür bekannt, eine Bibel bei sich gehabt zu haben?

Der Präsident wurde für diesen Besuch nicht nur vom ehem. Vizepräqsidenten John Beiden gerügt. Man sah es als einen schlimmeren Fauxpas an als die Inbrandsetzung der Kirche durch Gewalttätige.

CNN usw. geben Neo-Nazis und weißen Herrschern (white Supremacy) die Schuld an den Unruhen. Sie beschweren sich, dass der Präsident davon redet, Recht und Ordnung zu etablieren und umfangreiche Plünderungen – in fast allen Städten der USA – nicht länger zu tolerieren.

Medien berichten von einem angeblichen Black-Hawke-Militär-Hubschrauber, der mit Waffen beladen sei und über den Hochhäusern der Hauptstadt seine Kreise zog. Sie übersahen dabei, dass der Hubschrauber mit „roten Kreuzen“ versehen war, also alles andere als ein Kampfhubschrauber war.

Nicht zuletzt konnten die Polizisten die Ausgangsperre der letzten Tage nicht durchsetzen. Die Dunkelheit der Nacht gab den Plünderern einen Vorteil, wobei die Polizisten nicht den Rückhalt der Bürgermeister usw. hatten und fürchten mussten, für ihr Einschreiten von Medien gerügt zu wurden.

Die Unruhestifter schritten gezielt ein. Einige schlugen die Scheiben ein, andere kamen mit dem Auto und holten die „Beute“ ab.

„Das wurde von langer Hand organisiert. Selbst Backsteine lagen an Straßenecken bereit. Und es passierte zeitgleich in allen Städten“, hört man die Stimmen einiger Konservativen.

Trump solidarisiert sich mit den friedlichen Demonstranten, aber er muss als Präsident für Ruhe und Ordnung sorgen. Seiner Intention wird selten Gehör geschenkt.

Als er am Memorial-Day die Kirchen als „essentielles Business“ ansah, die sofort wieder aufgemacht werden sollten, reagierten viele Kirchenleiter nicht. In zahlreichen Gemeinden sind nach wie vor nur Online-Messen „zugänglich“.

BILD: Aufgehäufte Ziegelsteine am Straßenrand für den Straßenkampf

Der Präsident beklagte, dass Abtreibungskliniken während der Pandemie als „essentiell“ betrachtet wurden, aber Kirchen nicht.

Einen Anlass, endlich die Stimme zu erheben, sah der katholische Erzbischof Wilton Gregory von Washington erst, als der Präsident und seine Frau den Schrein von Papst Johannes Paul II aufsuchte. Sie hätten kein Recht gehabt, so hieß es, einen Blumenkranz zu Füssen der Statue des Heiligen abzulegen.

Der Präsident und die First Lady suchten die Luminous Mystery Kapelle auf, die eine Blut-Relique des Papstes und die Schwarze Madonna beherbergt. Trump unterschrieb dann am späten Nachmittag ein Exekutiv-Gesetz, um weltweit die Religionsfreiheit zu schützen (1).

Erzbischof Gregory sagte in einer Erklärung: „Papst Johannes Paul II. war ein leidenschaftlicher Verfechter der Rechte und der Würde der Menschen. Sein Erbe zeugt lebhaft von dieser Wahrheit. Er würde den Einsatz von Tränengas und anderen Abschreckungsmitteln nicht dulden. Eine Kirche als einen Ort der Anbetung und des Friedens kann man nicht für eine Fotomöglichkeit ausnutzen.“

Hinsichtlich des Einsatzes von Tränengas handelte es sich um eine Fehlinformation –  wie bei so vielen Lügen, die CNN usw. verbreitet.

Der Erzbischof schloss sich der evang. Episkopalen Bischöfin Mariann Budde an: „Wegen eines Fotos hat der Präsdient am Montagabend Tränengas verwendet,  um den Kirchenvorplatz zu räumen. Ich bin empört.“

Doch in Wirklichkeit ist der Vorplatz nicht Eigentum der Kirche, sondern gehört zum Grundbesitz des Präsidenten, er ist ein Federal Ground. Trump benötigt keine Erlaubnis, um sich auf seinem Besitz zu bewegen.

Zudem wurde kurz zuvor Justizminister Barr mit einer Wasserflasche beworfen. Die Demonstranten waren viel zu nahe am Weißen Haus, legten Feuer, verbrannten die US-Fahne und grölten drei Tage herum – erst dann räumte die Polizei den Platz.

„Die Amerikaner, die unter all den Ausschreitungen leiden, interessieren offenbar nicht, wenn sich die Gelegenheit bietet, den Präsidenten zu verunglimpfen“, beklagt sich Laura.
Sie ist damit nicht allein. Millionen Katholiken der USA begrüßen es, daß Trump diese katholische Wallfahrtskirche aufgesucht hatte. Sie kritisieren Erzbischof Gregorys Attacke gegen ihn. „Gerade jetzt, wo unser Land Einheit und Heilung braucht, sollte sich der katholische Würdenträger zurückhalten. Eine Politisierung ist hier fehl am Platz“, sagt Brian Burch gegenüber CatholicVote (2).

Die Unruhen treffen viele Unschuldige, auch Afroamerikaner – so wie David Dorn – oder z.B. eine alte Frau, die nun nicht mehr weiß, wo sie einkaufen soll. Hatte man sich doch gerade von Covid-19 erholt.

Vor einer Woche wurde Maskentragen und 2-Meter-Abstand noch gesetzlich verlangt. An Memorial-Day wurden Leute verwarnt und festgenommen, wenn sie am Meer auf einem Felsen saßen, um näher der frischen Prise zu sein. Parks und Strände waren in Kalifornien geschlossen und in die Kirchen durften nicht mehr als 10 Leute. Doch das „social distancing“ scheint jetzt bei den Demonstrationen nicht mehr zu gelten.

Gouverneur Cuomo vom Bundesstaat New York will den Bürgermeister der Stadt New York absetzen lassen, da dieser versagt hätte. Die Hilfe einer Nationalgarde, welche die Polizei in all ihren Tätigkeiten unterstützen würde, wird dennoch von beiden Regierungsmitgliedern als verwerflich angesehen. Dort, wo die Nationalg

arde mittlerweile präsent ist, haben die Unruhen abgenommen, viele Demonstranten gehen nach Hause. Die Demonstranten sind und bleiben nun friedlich.

BILD: Eines der vielen bioethischen Bücher unserer Autorin Dr. Breburda: „Gentopia“

Diejenigen, die meinen, die Ausgangssperre treffe auf sie nicht zu, trauen sich nicht mehr, Geschäfte auszuplündern und Polizisten zu verprügeln. Es liegen jetzt nur noch die Marihuana-Rauchschwaden in der Luft. 

Es waren sehr viele junge Leute, die mit ihren Skateboards auf die Polizei und die Schaufenster einschlugen. Sie wurden von den Universitäten indoktriniert, heißt es.

Aber das ist nicht Amerika. Nicht das Land, das wir kennen und das durch so viele Probleme hindurchgegangen ist. Die Straßen gleichen in den letzten acht Tagen eher denen eines Unruhen gebeutelten Entwicklungslandes.

Es bleibt die Hoffnung, dass es dennoch gelingt, das Land zu einigen. Wie sich die Unruhen in einer immer noch vorhandenen Coved-19 Krise auswirken, sehen wir erst in einigen Wochen.

Quellenangaben:
1) https://www.foxnews.com/politics/trump-executive-order-on-religious-freedom-as-dc-archbishop-slams-trump-visit-to-catholic-shrine
2) https://www.foxnews.com/us/trump-catholic-bishop-dc-shrine-visit

Weiterer Artikel zur US-Situation hier: https://renovatio.org/2020/06/unruhen-in-den-usa-ausblicke-auf-den-buergerkrieg/


Aktenzeichen Covington-Fall (USA): Medien problematisieren den „Marsch fürs Leben“

Von Dr. Edith Breburda

Den Mitarbeitern der Diözese von Covington kamen mit einem Schrecken davon. Am Mittwochabend, dem 23. Januar 2019, wurde das gesamte Gebäude und die Kathedrale in Windeseile geräumt.

Schuld daran war ein verdächtiges Paket, das ohne Absender auf dem Gelände gefunden wurde. Einsatzkräfte leiteten die Evakuierung und untersuchen derzeit die Umstände.

Reporter befanden sich zum Zeitpunkt der Ereignisses in verschiedenen Diözesangebäuden, um Einzelheiten über das Skandal-Video zu evaluieren, in dem katholische Schüler von Covington beschuldigt wurden, angeblich einen indianischen Amerikaner beim Marsch für das Leben belästigt zu haben. Ein Vorurteil, das darauf beruhte, dass sich keiner die Mühe machte, die zusätzlichen längeren Videos heranzuziehen (1).

Die katholischen Kinder hatten sich nichts zuschulden kommen lassen. Aber selbst ihre Bistumsleitung und die Heimatstadt standen nicht zu ihnen – und das, wo sie doch gerade in solch einer Situation die christliche Anteilnahme ihrer städtischen und kirchlichen Gemeinde am meisten brauchten.

Stattdessen wurden die Jugendlichen beschuldigt, unchristlich gehandelt zu haben, obwohl sie sich schützend vor einen Priester gestellt hatten, der sich in ihrer Gruppe befand  – und der eigentlich schuldige Nathan Phillips sich bereits zuvor gewaltsam Zutritt in die Kathedrale verschaffen wollte, um die hl. Messe zu stören. (Ein Sachverhalt, der in Amerika immer öfters vorkommt: dass Leute in den Gottesdienst kommen und die Zeremonie mit lautem Geschrei unterbrechen).

Erst als ein Anwalt am Mittwoch den verleumderischen Medien und Prominenten mit eine millionenschweren Klage drohte, falls sie die Falschmeldungen nicht richtigstellen, kamen zaghafte Entschuldigungen. (Näheres zur Covington-Causa HIER.)

Dennoch bleibt bei vielen Presseorganen eine Grundanklage im Unterton, auf welcher man weiterhin beharrt, nämlich die Schüler hätten nicht das Recht, an einer Anti-Abtreibungs-Demonstration teilzunehmen. 

Beanstandet wird überdies,  dass sie Kappen mit Trumps Wahlspruch Make Amerika great again aufhatten. Damit hätten sie die Konfrontation mit Nathan Phillips angeblich heraufbeschworen. Die kath. Schüler hätten die Situation nicht aus der Perspektive des Indianers gesehen, der trommelnd auf Nick Sandmann zuging.

Slogan: „GERECHTIGKEIT für die UNGEBORENEN“

„Niemand ist so intolerant wie diejenigen, die Toleranz predigen“, sagte dazu kritisch der Gouverneur von Kentucky.

Die Empörung über das Verhalten der Medien erreicht in konservativen Kreisen der USA derzeit ihren Höhepunkt.

Die Jungen dienten einigen Medien nur als Vorwand. Im Grunde geht es in der linksliberalen Öffentlichkeit darum, dass man sich über Andersdenkende empört. Am schlimmsten scheint es zu sein, sich gegen Abtreibung zu positionieren.

Die Kinder haben anscheinend ein Facecrime begangen  – ein Begriff, den schon George Orwell prägte. Sie hatten gleichsam das falsche Gesicht, sind katholisch und hatten die „falschen Kappen“ auf, prangerte ein Fox-Journalist an.

Hätten denn sonst Abtreibungsbefürworter gejubelt, als am Dienstag-Abend, dem 22. Januar 2ß19, eines der provokativsten Abtreibungsgesetze in New York beschlossen wurde?

Ein Buchhändler weigerte sich daher, seinen Laden am Mittwoch zu öffnen. Keine Steuergelder wollte er für seine Verkäufe an diesem Tag entrichten,  an dem man um all die Kinder Mitleid haben sollte, die im Mutterleib bis zur Geburt getötet werden dürfen. Jon Speed will damit seinen Protest ausdrücken: „Ich kann nicht ändern, was passiert ist, dennoch will ich mein Missfallen bekunden.“ 

BILD: Katholische Bischöfe und Erzbischöfe nehmen am „Marsch für das Leben“ teil

Das Thema des Pro-Life Marsches, an dem auch die Jugendlichen der Covington-Schule teilnahmen, lautete: Pro-Life is Pro-Science. (Für das Leben sein bedeutet für die Wissenschaft.)

Das heißt doch, dass die Wissenschaft die Einmaligkeit eines Menschen vom Zeitpunkt seiner Zeugung bestätigt. Speed erklärt weiter: „Ich bin davon überzeugt, dass ein Baby im Mutterleib ein Mensch ist. Politiker müssen sich vor Gott verantworten, wenn sie Abtreibung unterstützen.“

Seitdem die Republikaner im Senat von New York nicht mehr die Mehrheit haben, ist es für Demokraten ein leichtes Spiel geworden, Abtreibungsgesetze durchzuwinken. Mit 38 gegen 24 Stimmen wurde dem sog. Reproduktive Health Act (Reproduktiven Gesundheits-Akt) zugestimmt.

Die Gesetzgeber waren begeistert. Sie applaudierten, jubelten und gratulierten sich selber. Gouverneur Como unterzeichnete das Gesetz und ordnete an, zur „Feier des Tages“ das World Trade Center und alle Wahrzeichen der Stadt in ein rosarotes Licht zu kleiden.

Nun können Babies im Mutterleib bis zur 24 Woche und ggf. bis zur Geburt im Namen der „reproduktiven Gesundheit“ vernichtet werden. Jene, die den tödlichen Vorgang vornehmen, müssen nicht einmal Ärzte sein. Dies ist jedem medizinischen Personal erlaubt. Frauen, die ein Kind abtreiben lassen, müssen nun  nicht mehr befürchten, strafrechtlich dafür belangt zu werden (2).

Wer sind demnach die Opfer all der Skandale der letzten Tage? Sind es nicht die Ungeborenen?

Literatur:
1) Freiburger C.: Covington diocesan offices evacuated. LiveSite News, 23. Jaunar 2019
2) Barillas M.: New York store owner closes for a day to protest radical abortion. LiveSite News, 24 .Januar 2019

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin sowie Schriftstellerin und lebt in den USA; sie betreibt die Webseite http://scivias-publisher.blogspot.com/


„Wonder Woman“: Wie Komal Ahmad dem Hungerproblem in den USA zu Leibe rückte

Von Dr. med. Edith Breburda

Zu oft hören wir den Ausdruck „unmöglich“, um uns mit Problemen abzufinden, die wir anscheinend nicht ändern können. „Unmöglich“ ist ein Wort, das verzagte und kleinherzige Leute häufig benutzen. Sie finden es einfacher, sich mit den Zuständen der Welt abzufinden.

Dennoch kann es uns gelingen, die Umstände, in denen wir uns befinden, zu ändern. „Nichts ist unmöglich. Dies ist nur ein belangloses Wort, aber kein in Stein gemeißeltes Manifest“, bemerkte der wohl größte Boxer der Geschichte, Muhammad Ali (1942 – 2016).

„Wir haben genug Ressourcen, um jeden einzelnen Menschen auf dieser Welt zu ernähren“, erklärt die 28-jährige Komal Ahmad (siehe Foto).

Die Tochter eines asiatischen US-Einwanderers wird von vielen belächelt, die diese Behauptung schlicht als naive abtun. Doch Komal hat sich nicht davon abbringen lassen und ein erfolgreiches Unternehmen gegründet, das Hunger zur Geschichte werden lässt. Zumindest adoptierten viele Städte der USA und Länder in Europa ihre Idee.

Alles begann damit, als die Studentin eines Tages einen Bettler zum Essen einlud. Er saß an einer Kreuzung, die zu ihrer Universität Berkeley führte. Zwischen den Bissen, die John hinunterwürgte, erzählte er seine Geschichte:

„Ich bin gerade von meinem zweiten Irak-Einsatz als Soldat zurück gekommen. Seit zwei Wochen warte ich vergeblich, dass mir meine Sozialleistungen erstattet werden. So ist dies das erste Essen, das ich seit drei Tagen habe.“

„Diese Aussage hat mich schwer getroffen“, sagt Komal. „Der Mann hat sein Leben für uns aufs Spiel gesetzt. Nun kommt er nach Hause und muss einen Bürokratenkampf gegen Hunger und Armut ausfechten. Was mich besonders traf, war die Tatsache, dass gegenüber der Straße viele unberührte Nahrungsmittel der Studenten weggeschmissen werden müssen. Es handelt sich nicht um ein Lebensmittelknappheit, sondern nur um seine ungleiche Verteilung.

Es existiert ein derartiger Überfluss an gesundem, hochqualifiziertem, unangerührtem Essen, welches wir am Ende des Tages entsorgen müssen. Gleichzeitig jedoch hungern Menschen und zwischen all dem befindet sich nur eine Straße.“

Dieses Erlebnis spornte Ahmad an. Sie wollte etwas gegen „das dümmste Problem der Welt“ tun. Sie suchte die Köche der Mensa auf und fragte, was mit dem nicht verzehrten Essen getan wird. „Es bleibt nichts übrig“, bekam sie zu hören. Damit gab sich die junge Studentin nicht zufrieden. Nach weiteren Fragen wurde ihr erklärt, viel Essen aus lebensmittelrechtlichen Gründen entsorgen zu müssen.

Ein paar Tage später stand Ahamd wieder dem Manager der Mensa gegenüber. Sie zeigte ihm das 1996 vom amerikanischen Kongress verabschiedete Bill Emerson Gesetz des Guten Samariters (Good Samaritan Food Donation Act). Es handelt sich um ein weltweit bekanntes Hilfssystem, welches eine Sonderordnung zur Stiftung von Essenswahren, Lebensmitteln und Lebensmittelhandlungswaren erlaubt.

Nachdem Ahmad den obersten Manager überzeugt hatte, fingen Studenten an, nicht verbrauchte Lebensmittel der Universität an die Notdürftigen der kalifornischen Stadt San Francisco zu verteilen. Die Anfänge waren alles andere als effizient:

Eines Tages erhielt Komal einen Anruf. Sie saß gerade in einer Vorlesung. Die Mensa hätte 500 Sandwiche übrig, die sie innerhalb zwei Stunden abholen sollte.

„Ich rannte zur Mensa. Als ich die Lebensmittel hatte, fing ich an Hilfsorganisationen in Berkeley, Oakland und Richmond zu kontaktieren. Ich konnte viele nicht erreichen und wenn, dann brauchten sie kein Essen. Endlich hatte ich jemand an der Leitung, der mit sagte, er würde mir 15 belegte Brötchen abnehmen. Prima, folgerte ich, jetzt sind es nur noch 485 Sandwiche die ich loswerden sollte. Frustriete dachte ich mir, es sollte doch wirklich nicht so schwer sein, eine gute Tat zu tun.“

Lange hielt dieser desparate Zustand nicht an. Ahmad hatte eine zündende Idee. Sie wollte die Menschen, die Lebensmittel hatten, mit denen in Verbindung setzten, die sie brauchten. Sie entwickelte einen virtuellen Marktplatz, um die Probleme beider Parteien zu lösen. So entstand die Internetseite Match.com für ihre Sandwiche. In der zweiten Version ist es als COPIA bekannt.

Cafeteria‘s, Krankenhäuser, Universitäten, Hotels und andere Unternehmen, die überschüssiges Essen zur Verfügung haben, können es über ihre Webseite direkt gemeinnützigen Einrichtungen spenden. Ein Fahrunternehmen holt das Essen ab und liefert es zum gewünschten Ort.

Als Dankeschön erhalten die Spender nicht nur eine Quittung für das Finanzamt, sondern oft auch Karten und Bilder von denen, die von dem Essen profitieren. Das Feedback zeigt den Wohltätern nicht nur welche Auswirkungen ihre Spende hat, sondern hilft ihnen auch in Zukunft besser mit den Ressourcen umzugehen und Speisen in einem nicht allzugroßen Überfluss herzustellen.

Copia hat 1 Millionen Pfund Nahrungsmittel verwertet. Ihr Ziel ist es, zwei Millionen Menschen allein in 2018 zu sättigen. Ihr Einfluss geht weit über den Großraum von San Francisco hinaus. Copia existiert in Dalls, Denver und North Carolina.

Deutschland und Österreich kontaktierten Copia, um die vielen Migranten zu ernähren. Während des schlimmsten Feuers der Geschichte, das in Kalifornien ausbrachte, konnten die Opfer durch die Hilfe der Feuerwehr mit Lebensmitteln versorgt werden.

Auch wenn viele Leute die junge Ahmad als Wonder Woman (Wunderfrau) bezeichnen, besteht sie darauf, dass sie all das nicht alleine auf die Beine gestellt hat, sondern viele Experten ihr eine großartige Hilfe leisten. Ahmad hat bewiesen, dass es nicht unmöglich ist, den Hunger zu bekämpfen [1].

[1] Wachter H.: Making Hunger History. Experience Life. Oktober 2018

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin, Schriftstellerin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.  – Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/

Quelle für das Komal-Foto: https://twitter.com/komal_ahmad


PLAKAT für GEBET und GOTTVERTRAUEN

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Dieses PLAKAT kann bei uns bestellt werden. Es ist im großen Din-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 € inkl. Versandkosten, 4 Stück nur 6 € inkl. Porto. – Per Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de

Foto: Dr. Edith Breburda


Panik, Ratlosigkeit und religiöse Fragen beim Raketen-Fehlalarm in Honolulu

Von Dr. med. Edith Breburda

Die Pfarrei St. Augustin by-the-sea liegt direkt im Touristenviertel von Honolulu am Waikiki-Beach auf der Insel Oahu:www.staugustinebythesea.com
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Die Kirche ist umgeben von Hotels; aber auch von Bettlern, die hier wie fast überall das Stadtbild in den USA prägen.
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Wie üblich betritt eine Frau vor der 7 Uhr Frühmesse das Ambo und erklärt: “Dies ist ein Ort des Gebetes, in dem seit 163 Jahren die Werte des Evangeliums verkündet werden.“ – Es ist in der Diözese von Honolulu die Regel, dass während des Kommuniongangs alle gemeinsam stehen bleiben, um ein „Zeichen der Gemeinschaft“ zu setzen.

Der Kaplan predigt über unseren Papst, der ein weiser Mann sei, was sich in seinen Worten “Wer bin ich, um zu richten?” widerspiegeln würde. Der Satz prägt sich unweigerlich ein an diesem Samstagmorgen, dem 13. Januar 2018, der viele Menschen in Hawaii in Angst versetzte.

Als die Gläubigen ihre Kirche verlassen, ahnen sie nicht, dass es kein normaler Tag werden wird. „Knights of Columbus“ (Kolumbusritter) reinigen wie jeden Samstag das Kirchengelände.
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Nach einer knappen halben Stunde schrecken die Männer zusammen. Ungläubig hält Bob dem Pater sein Handy entgegen. Doch der Priester kann nichts lesen, er hat seine Brille nicht dabei.
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BILD: Die Pfarrkirche St. Augustin in Honolulu, umgeben von Wolkenkratzern
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Die Meldung lautet: Eine ballistische Rakete aus Nordkorea befindet sich im Anflug auf Hawaii. Es handelt sich nicht um eine Übung des Katastrophenschutzes, sondern um eine wirkliche Bedrohung. Man solle sofort Schutz suchen und sich im Badezimmer oder Keller auf den Boden legen. Der Einschlag werde in wenigen Minuten erwartet.

Die Männer rufen aufgeregt durcheinander: „Pater, wohin sollen wir gehen, wenn in 12 Minuten die Rakete von Nordkorea hier bei uns und in Hawaii einschlägt?“  –  Pfarrer Akiona behält die Ruhe: “Da, wo wir alle hingehen. Wir haben doch hier unsere Kirche, der sicherste Ort, den man sich vorstellen kann bei einem Raketenangriff.”

“Nein, da ist zuviel Glas, das ist keineswegs sicher“, widerspricht ein Columbus-Ritter.  “Wenn die Rakete wirklich einschlägt, dann bitte in den Burgerking vor unserer Kirche, der uns die Sicht auf den Pazifik nimmt“, antwortet der Geistliche.
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Doch dann fragt er: “Wovor sollen wir Angst haben? Wenn es Zeit ist, müssen wir alle gehen. Wir müssen nur auf diesen Moment vorbereitet sein.”
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Später rief eine Frau ihren Pfarrer an, sie habe gebetet, dass er überlebt. Als sie die Warnung hörte, erinnerte sie sich, noch vor ihrem Tod beichten zu wollen.
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Pater Akiona gab sich fast verwundert, denn allzuoft hört er von den Leuten, dass sie nicht beichten wollen, das würden sie lieber mit Gott persönlich ausmachen.
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BILD: Eingang zur Pfarrkirche, umgeben von Obdachlosen
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“Sicher“, sagt der Priester, “aber woher wissen wir denn, ob Gott einen auch erhört und uns über diese ungewöhnliche Art unsere Sünden vergibt? Wann immer er uns ruft, müssen wir bereit sein. Das kann in 12 Minuten sein oder in 5 Jahren. Eine Rakete ist dann kein Grund, in Panik zu geraten.“
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Von Panik hat man nach dem Fehlalarm eigentlich nicht viel gespürt. Die Leute waren eher ratlos. Denn was kann man schon auf einer Insel großartig tun, um sich vor einem Atomschlag zu retten?
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Einige Männer standen am Strand in einem der Vororte von Honolulu und schauten ungläubig gegen den Himmel. Bei McDonald saßen die Gäste und genossen ihren Kaffee. Sie hofften darauf, dass es nicht der letzte auf Hawaii  –  dem Paradies auf Erden  –  war.
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Als nach 38 Minuten die Entwarnung kam,  atmete die Radioansagerin tief durch und lachte erleichtert auf. Man mag sich nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn die USA einen Gegenschlag in diesen langen 38 Minuten eingeleitet hätten.
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Dann hätten wir wohl nie erfahren, dass es sich anscheinend „nur“ um den Fehler eines Mannes handelte, welcher dann per Handy und Radio verbreitet wurde.
Allerdings vermuteten das wohl viele. Ein Taxifahrer lachte: “Ich habe keine 38 Minuten gebraucht, um das heraus zu finden. Es wurden keine Sirenen eingeschaltet und so war es für mich ein business as usual-Tag in Honolulu. Man kann ja nicht auf jede “Fake News” Rücksicht nehmen.”
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Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin, Schriftstellerin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.  – Edith Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/
Fotos: Edith Breburda

Genom-Editierung am menschlichen Embryo: Das Tor für eine neue Technik ist geöffnet

Von Dr. med. Edith Breburda

Wir haben eine neue Technik, welche uns die Möglichkeit bietet, krankhafte Gene in Mensch, Tieren und Pflanzen gegen gesunde „einzutauschen“.  

Mit der sog. CRISPR/cas9 werden lebende Zellen und Organismen editiert, was uns ermöglicht, Krankheiten zu heilen oder neue Pflanzen auf den Markt zu bringen. Es ist ein Verfahren, welches DNA-Bausteine im Erbgut einfach und präzise verändern kann.

Die Frage ist aber: Sollen wir alles tun dürfen, wozu wir in der Lage sind? Und wo sind die Grenzen bzw. wer überwacht die Anwendung moderner Biotechnologien?

Keiner würde es abwegig finden, wenn Floristen aus markttechnischen Gründen eine Blume in einer anderen Farbe als der natürlichen anbieten wollen.

Auch wenn Europa genetisch modifizierten Organismen skeptisch gegenüber steht, ermöglicht uns die Gentechnik, ein Produkt auf den Markt zu bringen, das sich nicht reproduzieren kann und somit nicht in die freie Natur entweicht.

Wissenschaftler ließen im Juli 2017 die erste blaue transgene Chrysantheme erblühen. Wirklich blau blühende Blumen kommen sehr selten in der Natur vor.

Botaniker haben durch das Einfügen zweier Gene ein Novum geschaffen. „Das ist ein großer Erfolg“, sagt Toru Nakayama, ein Pflanzen-Biochemiker von der Tohoku-Universität in Sendai, Japan: „Es gibt sehr populäre Blumen, sie haben nur ein Manko, sie existieren nicht in der blauen Farbe. Jetzt müssen wir die Blumen nicht mehr künstlich verfärben.“

Die königliche Horticultural-Gesellschaft bestätigt die Seltenheit der Farbe. Oft denken wir, eine Blume ist blau, aber in Wirklichkeit ist sie violett. Viele Gärtner und Floristen verlangen nach einer blauen Blume: „Eine blaue Rose gibt es bis jetzt noch nicht. Seit langem haben wir versucht, sie zu erschaffen, aber wir waren erfolglos“, sagt Dr. Thomas Colquhoun, von der Universität Florida in Gainsville.

Um diese Farbe zu erzeugen, muss man viele chemische Schritte unternehmen. Man erzielte keinen Erfolg, indem man einfach nur Pigment Gene aus anderen Pflanzen inserierte.

Dr. Nanobu Noda, Pflanzenbiologe der Nationalen Agrikultur und Food Research Organisation in Tsukuba, Japan, hatte dennoch Erfolg. Er inserierte ein Gen der bläulichen Canterbury Bell Blume in das Genom der Chrysantheme, was sie violett erschienen ließ. Um die Zucker-Moleküle der Anthocyanin-Derivate, die bei einer Blume für die Farbe verantwortlich sind, weiterhin zu manipulieren, nahm man eine blaublühende Erbse aus der Gattung der Schmetterlingsblütler. Dies zwei Gene reichten aus, den besten Blauton zu erreichen.

„Es war mehr Glück“, erklärt Dr. Colquhoun, gegenüber dem ScienceMagazin: „Zumindest haben wir nun den Bauplan, um diese Farbe herzustellen – und das ist ein Erfolg.“ (1)

Geht es nicht immer um den Bauplan? Besonders dann, wenn wir erbkranken Eltern zu einem gesunden Kind verhelfen wollen?

Im Jahr 2015 publizierten chinesische Wissenschaftler, dass sie zum ersten Mal einen menschlichen Embryo genetisch manipuliert haben. Seitdem warteten viele auf Verlautbarungen aus den USA, hierzu ebenfalls in der Lage zu sein.

Die Amerikanische Fachzeitung MIT Technology Review verkündete in der Nacht vom 26. Juli 2017, dass die USA einen Schritt weiter gekommen sind, eine Genom-Editierung im menschlichen Embryos durchzuführen.

Der Embryologe Dr. Shoukhart Mitalipov von der Health und Science Universität in Portland, USA, berichtet jedoch nicht über die Probleme, welche eine Gen-Insertion mit sich bringen.

Bei allen vorhergehenden Versuchen wurde das Gen nicht komplett im menschlichen Genom inseriert und zudem fand man es an einer Stelle, wo man es eigentlich gar nicht haben wollte. Ob Mitalipov diese Hürden überwinden konnte, ist nicht klar. Es handelt sich um ein Papier, welches noch nicht veröffentlicht wurde. Deshalb enthielt sich der Forscher eines Kommentares.

„Wenn es ein zum Druck akzeptierter Artikel in die Schlagzeilen der Medien schafft, ist das ein gewaltiger Schritt in die Richtung, dass diese Methode recht bald klinisch eingesetzt werden kann“, sagt Jeffrey Kahn von der Hopkins-Universität in Baltimore, Maryland. Der Professor ist ein Mitglied der US-Nationalen-Akademie der Wissenschaften und der Nationalen–Medizin-Akademie in Washington, D.C./USA.

„In ganz wenigen Fällen ist eine Genomeditierung am menschlichen Embryo ethisch erlaubt“, hieß es in einer Verlautbarung Anfang 2017.

Für die im Jahr 2015 stattgefundenen Versuche wurden Embryos benutzt, die nicht lebensfähig waren. Man tauschte ein Gen, welches für die seltene Blutkrankheit beta-Thalassemia verantwortlich ist, gegen ein gesundes aus. Allerdings waren die Ergebnisse alles andere als das, was sich die Wissenschaftler vorstellten. Anstatt des neuen Gens fand man nun gesunde und kranke Gene an der Stelle, wo man sie einsetzte. Aber nicht nur dort, manchmal waren sie ganz woanders im menschlichen Genom gefunden worden (2).

Wissenschaftler der Universität in Guangzhou berichteten Anfang März 2017, die „Nebeneffekte“ der Geninserierung beseitigt zu haben. Trotzdem zeigten einige das gehabte Bild, was man auch Mosaicism nennt. Sie benutzten lebensfähige humanen Embryonen, wobei keines der so „geheilten“ Embryos in den Uterus einer Frau eingepflanzt wurde.

US-Forscher, die mit der Arbeit von Mitalipov vertraut sind, gaben an, zehn Embryos ohne Mosaicism „hergestellt“ zu haben. Sie manipulierten das Genom gleich nach seiner künstlichen Befruchtung, solange sich der Embryo noch im Einzellstadium befand. Ob Mitalipov die gleiche Methode benutzte, ist nicht bekannt. Zumindest bekamen diese Forscher keine Regierungsgelder. Der US-amerikanische Kongress verbietet es, Steuergelder für Forschungszwecke zu benutzen, bei denen menschliche Embryos zerstört werden.

Chinesische Forscher zweifeln wegen der Bildung von Mosaicism mittlerweile daran, ob die CRISPR-Methode für die Gen-Inserierung die richtige ist, um „gesunde“ Babys zu erzeugen.

„Es ist trotzdem bemerkenswert, dass wir nun wissen, wie wir vorgehen müssen und Embryos im Einzellstadium für bestmögliche Erfolge “behandeln“ sollten. Zum Einsatz kommt die Methode wahrscheinlich nicht so schnell“, erklärt Dr. Michael Werner, Direktor der Alliance für Regenerative Medizin. 2015 behauptete er noch: „Von einem Editieren von Erbgut ist wegen Ethischen- und Sicherheitsgründen Abstand zu nehmen.“

„Doch auch jetzt haben wir noch lange nicht die Sicherheitshürden überwunden“, fügt er nun hinzu.

Die US-Nationale-Akademie der Wissenschaften versichert: „Viele Erbkrankheiten werden von vornherein ausgeschaltet, weil der Mutter nur erbgesunde Embryos eingepflanzt werden. Eine Genomeditierung ist nur dann ethisch gerechtfertigt, wenn es der einzige Weg für ein Ehepaar ist, ihr eigenes Kind zu bekommen.“

Die Versuche mit humanen Embryos wurden demnach zu dem alleinigen Zweck unternommen, eine Methode der Geneditierung in menschlichen Keimbahnzellen zu evaluieren. Es handelt sich um einen irreversiblen Schritt. Alle Nachkommen des so entstandenen Kindes werden dieses neu inserierte Gen weitervererben. Man ist sich dessen bewusst, deshalb pocht man –  wie Dr. Michael Werner –  so auf die „Sicherheit der Methode“.

China, wo die ersten Versuche 2015 stattfanden, unterliegt dem Diktat eines ethischen Relativismus. Diese Haltung teilen auch viele Universitäten in einer demokratischen Rechtsordnung; sie sehen Moral als relativ an. Nur die Absicht oder die Umstände rechtfertigen das jeweilige Handeln.

Um erbkranken Eltern durch moderne Reproduktionsmedizin zu helfen, nimmt man in Kauf, hunderte andere Embryos dafür zu töten.

Wenn ethische Entscheidungen auf Emotionen aufbauen, gibt es keine Tabus mehr. Stattdessen öffnen wir Tor und Tür für eine Forschung, die auf Kosten der Umwelt und unserer Mitmenschen betrieben wird und rechtfertigen dies mit Wettbewerbsfähigkeit und Innovation

Doch der US-Kongress hat es der Amerikanischen Food und Drug Administration  –  was unserer Arzneimittel-Behörde entspricht  –  verboten, klinische Studien über Genomeditierten an humanen Embryos auch nur zu begutachten (3).

Literatur:
1) Pennisi E.: Scientists genetically engineer the world’s first blue chrysanthemum. Science, 26. 7. 2017
2) Breburda E.: Reproduktive Freiheit, free for what? ISBN 13: 978-0692447260, ISBN-10: 0692447261 Scivias, 2015
3) Servick K.: First U.S. team to gene-edit human embryos revealed. Science, 27. 7. 2017

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

Dr. Edith Breburda’s Buch “Felix the Shrine Cat (siehe blaues Titelfoto) wurde am 23. Juni 2017 von der Catholic Press Association der USA und Kanda als drittbestes bookcoverimageKinder-/Teenager-Buch ausgezeichnet. Rezensionen hier: https://www.amazon.com/Felix-Shrine-Cat-Edith-Breburda/dp/0692772057/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1493171747&sr=8-1&keywords=felix+the+shrine+cat
Die deutsche Ausgabe „Felix der Wallfahrtskater“ ist 2008 beim FE-Verlag erschienen (http://www.fe-medien.de/Felix-der-Wallfahrtskater) und auch als Kindle E-Book erhältlich.

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

 


Das Vatikantreffen in Modesta, das PICO-Netzwerk und der Einfluß von Soros

Von Dr. Edith Breburda

Vom 16. bis 19. Februar 2017 fand in Modesta im Kalifornischen Bundestaat das World meeting of Popular Movement statt. Dieses vom Vatikan organisierte Welttreffen von diversen Volksbewegungen wurde bisher regelmäßig in Rom abgehalten. Papst Franziskus rief diese Bewegung ins Leben. dr-breburda

Diesen Basis-Organisationen, die sich aus ihrer Sicht für soziale, ökonomische und ethische Gerechtigkeit einsetzen, wurde die Möglichkeit gegeben, sich mit Kirchenführern zu beraten.

Das Treffen brachte Menschen aus verschiedenen Ländern, Mitarbeiter des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden und katholische Bischöfe der Vereinigten Staaten zusammen, um u. a. die katholische Soziallehre zu erläutern.

Papst Franziskus adressierte an das Meeting diesen Brief, in welchem es u.a. heißt:

Ich möchte die Arbeit von PICO National Network besonders hervorheben. Ich habe erfahren, dass PICO (People Improving Communities through Organizing) die Abkürzung ist für: „Leute verbessern ihre Gemeinden durch Organisationsarbeit“. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von Nachbarn, die sich selbst organisieren, um ihre Gemeinden florieren zu lassen.“

Die linke Webseite Discover the Political Networks sagt über PICO, es sei eine Organisation, die versucht, linksreligiöse Lehren zu avancieren, in denen es vor allem darum geht, die Lebensbedingungen der Armen zu verbessern. PICO ist ein Netzwerk, das hauptsächlich von George Soros finanziert wird.

„Die katholische Kirche und alle Religionen vereinigen…“

Henry John Western, der Herausgeber der kath. Internetseite LifeSiteNews, schreibt im August 2016 über den Multimillionär Soros, der PICO gegründet hat:

Soros versucht, den Vatikan mit seiner politischen Agenda zu infiltrieren. Es geht Soros darum, den Einfluss des Papstes zu nutzen, um Themen der sozialen Gerechtigkeit anzusprechen. Die Kirche müsse sich hauptsächlich um Einkommensungleichheit, Einwanderungsrecht und Strafjustiz bemühen…  Radio Vatikan

Soros war einer der Hauptsponsoren von Hilary Clinton und zahlte im September vor zwei Jahren 650.000 US Dollars für die Reise des Papstes in die USA. Er will Bischöfe für ökonomische und ethische Ideen begeistern.“

Damals sagte PICO: „Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen in Verbindung mit dem historischen Besuch des Papstes in den Vereinigten Staaten dazu beitrugen, anzuerkennen, dass seine Mission und seine Botschaft darin besteht, die katholische Kirche und alle Religionen zu vereinen, um Seite an Seite mit den Armen und Machtlosen zu stehen.“ (1)

Kardinal Rodriguez pries 2013 die Arbeit von PICO’s. Er sagte: “Ich möchte die Bemühungen und ausgezeichnete Gemeindearbeit hervorheben, die sich für ethische und ökonomische Gerechtigkeit einsetzt und bitte darum, PICO zu unterstützen.“

Diese Organisation ist einer der größten Gegenspieler von Präsident Donald Trump. Auf PICO’s Webseite ist ein Statement der Organisation für Resistenz (Widerstand) aufgeführt. Es heißt dort: „Gemeinsam träumen wir. Wir rufen die Kirchen der Welt auf, gegen Präsident Trumps Verfolgung von Einwanderern anzugehen. Muslimen und Farbigen muss Zuflucht gegeben werden. Jetzt ist die Zeit, sich mit ihnen solidarisch zu zeigen.“

Foto: Radio VatikanPapst Franziskus schrieb in seinem an das Treffen adressierten Brief vom 10. Februar 2017: “Leute guten Willens müssen handeln.“ – Er selber ruft auf, Widerstand zu  leisten: „Wir haben heute die Gelegenheit unsere Nachbarn zu helfen. Wahre Menschlichkeit zeigt sich in Resistance.“ –   Weiterhin appelliert er, die Natur zu schützen. Außerdem gäbe es keine Religion, die terroristisch oder kriminell sei.

Sprecher des Vatikans und ein Erzbischof riefen in Modesta dazu auf, Präsident Trump zu boykottieren und gegen seine Einwanderungsregulierungen anzukämpfen. Erzbischof Gomez aus Los Angeles klagt die anteillosen Worte des Präsidenten an, weil sie aus seiner Sicht angeblich Angst und Panik verbreiten: „Obama hat zwar viele Leute deportiert, aber er gebrauchte nie derart harte Worte.“

In der „Kalifornischen Konferenz“ riefen Sprecher auf, soziale Gerechtigkeit walten zu lassen. Die katholische Kirche solle sich zudem – neben anderen Glaubensinstitutionen – mit ihren eigenen ethnischen Handlungen auseinandersetzten.

Investitionen von Soros pro Abtreibung in aller Welt

Henry John Western berichtete ebenfalls, dass Soros viel Geld investierte, um Pro-Life-Gesetze gegen Abtreibung in der ganzen Welt zu eliminieren (2).baby_hand_abtreibg_cdl11_a4357ad790

Einer der Bischöfe sagte in Kalifornien: „Einwanderung muss uns mehr beschäftigen als das Recht auf Leben der Ungeborenen. Immigration ist das Schlüsselthema unserer Kirche. Präsident Trump war der Kandidat der Zerrüttung (Disruption). Wir müssen unsere Truppen daran hindern: Wenn sie Familien auseinanderreißen, weil wir (illegale) Einwanderer deportieren.

Wenn sie Flüchtlinge als Feinde bezeichnen. Wenn sie uns einreden, Muslime nicht als Kinder Gottes zu sehen, sondern als Leute, vor denen wir uns fürchten sollten. Wir müssen den Armen helfen, ihnen Essenskarten geben. Keiner hat das Recht uns daran zu hindern, unsere Arbeit zu tun.“

Bischof MeElroy von San Diego erläuterte: „Als gläubige Christen müssen wir Fremde liebevoll aufnehmen. Das hat oberste Priorität. Wir Katholiken müssen außerdem mit der fixen Idee aufhören, uns nur mit Abtreibung zu beschäftigen.“

Widerspruch von Kardinal Burke: „Zuerst die Ungeborenen schützen“

Der amerikanische Kurienkardinal Leo Edmund Burke (siehe Foto) erklärte hingegen im September 2016:

Wir verdrehen die Tatsachen und haben die Orientierung verloren, wenn wir es nicht mehr als das Höchste ansehen, das Leben der Ungeborenen zu schützen und uns Burke-EWTN-Fotostattdessen für das Leben der Armen und Einwanderer einsetzen. Es macht keinen Sinn, sich über Einwanderer aufzuregen, wenn wir das Leben selber nicht mehr in unserer Gesellschaft schützen. Humane Gerechtigkeit beginnt damit, das Geschenk des Lebens als Gottgegeben zu respektieren. So müssen wir zuerst die Ungeborenen schützen.“

Bei all den Diskussionen übersieht man leicht, wie sehr sich Präsident Trump für das Leben der ungeborenen Kinder einsetzt.

Bishop Bawai Soro von der Chaldäischen katholischen Kirche in El Cajon, Kalifornien, war unter den wenigen, der die Anweisungen von Präsident Trump unterstützt. Er selber ist ein Flüchtling aus dem Irak:

Am 11 September 2011 haben wir erlebt, wie radikaler Islamischer Terror aussieht. Präsident Trump muss sich für seien Einwanderungspolitik nicht entschuldigen. Es ist kein Recht, in die USA zu kommen, sondern ein Privileg. Amerika muss seine Bürger zu allererst vor seinen Feinden, die aus anderen Ländern kommen, schützen.(3)

Präsident Trump will hohe Hürden für legale Einwanderer senken

Viele reden heute über illegale Immigration. Wie sieht es jedoch mit legalen Einwanderern aus? Sie warten jahrelang ohne Krankenkasse, oft ohne überhaupt eine Arbeitserlaubnis zu haben. Meist sind sie hochausgebildete Leute. Ihre Ärzte-Approbation wird z.B. nicht anerkannt, und so kann es passieren, dass man im Supermarkt von einem europäischen Urologen abkassiert wird, der in den USA nicht in seinem Berufsgeld arbeiten darf. img_2114

Wenn die US-Einwanderungsbehörde nach Jahren ihren Antrag angenommen haben, müssen sie trotzdem noch Jahrzehnte warten, bis sie ihre Green Card wirklich in den Händen halten. Während der Zeit dürfen sie das Land nicht verlassen. Oder sie dürfen nicht mehr einreisen.

Präsident Trump ist einer der wenigen, der den legalen Einwanderern Hoffnung gibt. Sie sollten nicht zuschauen müssen, wie illegale Einwanderer ihnen vorgezogen werden, illegale sofort alle Unterstützung bekommen und pro-bon- Juristen sich für sie einsetzen. Die Medien und Kirchen nehmen sich ihrer an, und sie bekommen schier unendliche Hilfe von allen Seiten.

Evangelikale hoffen auf Stimmungswandel in Medien pro Trump

Viele Evangelikale sind der festen Überzeugung, dass Präsident Trump derjenige ist, der die Amerikaner wieder zum Glauben zurückbringen wird. Sie behaupten weiterhin, dass die Medien, die ihn jetzt so bekämpfen, bald umschwenken würden.

Unter dem hl. Papst Johannes Paul II. wurde nach einem Heiligen Jahr in den 1980-iger Jahren die Heilige Pforte in Rom mit einem Ziegelstein geschlossen, auf dem der Name von Donald J Trump verzeichnet war, damit dieser an allen nachfolgenden hl. Messen im Vatikan teilhaben kann. Ein Eremit aus Loretto, Thomas Zimmer, hatte das über einen Freund bewirkt und schon damals gesagt, dass Donald Trump Amerika wieder zum Glauben bringen würde (4).

Erstaunlich ist, dass in Kalifornien eine seit Jahren herrschende Dürre überwunden ist. Seit der Inauguration von Präsident Trump fing es an zu regnen. Nicht nur das, man hat mittlerweile fast zu viel Wasser in Kalifornien.

Am 21. Februar begleitete die Enkelin von Dr. Martin Luther King den Präsidenten bei seinem Besuch durch das African American Historische Museum in Washington. Sie ist begeistert in einer Zeit zu leben, in der Gott sichtlich eingreift, so lautete ihr Kommentar.

Anmerkungen:
1) Kevin J Jones: Wie US-Stiftungen um George Soros versuchten, den Papstbesuch für sich nützlich zu machen. CAN 2. Sept 2015
2) Maike Hickson: Soros-funded Organization; Encourages Resistance. 1P5 one Peter. 20 Februar 2017
3) Pete Baklinski: Catholic bishops blistering rebuke of Trump: Now we must all become disruptors, LifeSiteNews, 24. Feb. 2017
4) https://www.romancatholicman.com/hermit-loretos-1980s-premonition-president-trump/
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Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

Fotos: Dr. E. Breburda, Radio Vatikan, Archiv