Bewährte Alternative zur „Pille“: Plädoyer für die natürliche Empfängnisregelung (NER)

Monika Espe, gelernte Krankenschwester und Lehrerin für Krankenpflege, warnt vor schweren Nebenwirkungen der Pille. Dabei gibt es mit der Natürlichen Empfängnisregelung eine sichere Alternative.

Die 41-Jährige ist Multiplikatorin des Instituts für Natürliche EmpfängnisRegelung (NER) Prof. Dr. med. Rötzer e.V. und lebt mit MKoller-Michaela_kwi_author_listann und zwei Kindern in München.

Sie verrät im Gespräch mit Michaela Koller (siehe Foto), das in der Würzburger „Tagespost“ veröffentlicht wurde, wie diese Methode wirkt und welche Vorzüge NER aufweist.

Wir dokumentieren Auszüge aus dem informativen Interview:

Sie vermitteln nicht nur Wissen über die Natürliche Empfängnisregelung, sondern bilden auch Multiplikatoren darin aus. Wie sind Sie selbst auf das Thema gekommen?

Espe: Die Fruchtbarkeit ist ja etwas Wunderbares und keine Krankheit. Deshalb wollte ich sie schon als 17-Jährige nicht bekämpfen wie eine Krankheit, sondern wissen, wie ich damit gut umgehen kann. Damals besuchte ich einen Kurs, um die symptothermale Methode für meine Zukunft zu erlernen. Die Methode ist auch sehr sicher, was auch meiner Lebensplanung sehr entgegen kam.

Sie halten sich dabei an eine bestimmte Methode. Können Sie diese kurz umschreiben?

Espe: Der Vater der Natürlichen Empfängnisregelung ist Professor Rötzer. Seit den fünfziger Jahren forschte er auf diesem Gebiet und wertete zehntausende von Frauenzyklen aus. In den Kursen vermitteln wir seine Methode. 120505393_BV_July und Mike

Die Frau beobachtet bestimmte Fruchtbarkeitszeichen (Sympto) und sie misst ihre Temperatur, wenn sie morgens aufwacht (Thermal). Rötzer brachte im Grunde zwei natürliche Methoden zusammen. Durch die Dokumentation kann die Frau die fruchtbaren von den unfruchtbaren Tagen sicher unterscheiden.

Wenn ein Paar gerade kein Kind möchte, wird es an den fruchtbaren Tagen nicht miteinander schlafen. Besteht Kinderwunsch, kennt es die drei fruchtbarsten Tage im Zyklus.

Wie sicher ist die Methode nach Professor Josef Rötzer?

Espe: Zunächst möchte ich gerne eine Lanze brechen für die Ärzte Knaus und Ogino. Durch die ungefähre Bestimmung der fruchtbaren Tage mit Hilfe der Kalendermethode war dies am Anfang des 20. Jahrhunderts ein enormer Fortschritt.

Professor Rötzer bietet mit der „Natürlichen Empfängnisregelung“ etwas ganz Neues. Es ist eine wissenschaftlich sehr gut erforschte und beschriebene Methode. Kaum einer weiß, dass die NER so sicher ist wie „die Pille“. Die Sicherheit liegt also bei 99,8 Prozent.

Wenn ein Paar etwa aufgrund einer sehr schweren Krankheit kein Kind bekommen darf, können die Regeln so ausgeweitet werden, dass die NER 100 Prozent sicher ist. Das bietet keines der bekannten Verhütungsmittel. Schon nach dem ersten Kursabend geht das Paar mit dieser hohen Sicherheit in den nächsten Zyklus der Frau.

Welche konkreten Vorteile hat die Methode gegenüber der Pille?

Espe: Als ich als 17-Jährige ein Praktikum auf einer Intensivstation absolvierte, waren da zwei Patientinnen in meinem Alter, die unter der Pille eine Thrombose in einer großen Beckenvene erlitten. Das ist ein Blutgerinnsel und die beiden Frauen hatten Glück, dass sie daran nicht gestorben sind. Eine Thrombose ist keine seltene Nebenwirkung.

Zudem warnt Professor Walter Rhomberg in Vorträgen davor, dass das Brustkrebsrisiko mit jedem Jahr der Pilleneinnahme um ungefähr vier Prozent steigt. Ich selbst habe eine Frau kennengelernt, die viele Jahre hormonell verhütete. Trotz Pille kam dann überraschend ein Kind und ein paar Jahre später erkrankte sie schwer an Brustkrebs.

Quelle und Fortsetzung des Interview HIER: http://www.vaticanista.info/2014/01/22/%e2%80%9efruchtbarkeit-ist-keine-krankheit%e2%80%9c/