Bidens Afghanistan-Desaster: Planloser und übereilter Rückzug der US-Truppen

Von Dr. Edith Breburda

Am 3. Juli dieses Jahres unterhielt ich mich mit einem Taxifahrer aus San Francisco. Er lebt seit zwei Jahren in Amerika und erhielt seine Green Card schon an dem Tag, an dem er die USA betrat. Er war einer der vielen, die den Amerikanern in ihrem Afghanistan-Einsatz als Übersetzer halfen.

Stolz berichtet er, dass er in 14 Tagen seine Eltern in Afghanistan besuchen wird. Den Einwand, ob es nicht angebrachter sei, die Eltern nach Amerika zu holen, ließ der Mann nicht gelten.

Präsident Biden betreibe doch eine gute Politik und er freue sich schon, seine Eltern wieder zu sehen. Er habe vier Kinder und so müsse er nebenbei als privater Taxifahrer arbeiten, um sich alles Notwendige leisten zu können. Allein das Benzin sei ab Februar teurer geworden. Ob er seine Familie mit auf die „Urlaubsreise“ nach Afghanistan nimmt, sagte er nicht.

Der Mann hätte sicher nicht gedacht, dass sich die Lage in Afghanistan innerhalb eines Wochenendes im August so dramatisch ändert.

Man denke an die Bilder, die Freunde der USA zeigen, die treu zu Amerika standen und die auf der Runway des Flughafens der Hauptstadt herumirren und verzweifelt versuchen, auf die Flügel der US-Air-Force zu klettern, nur um dann – als die Maschine abhebt – herunterzufallen. (1)

All das nehmen sie in Kauf, um der Vergeltung des Talibanregimes zu entkommen. Mittlerweile ziehen Islamisten von Haus zu Haus und ermorden all jene, bei denen nur das geringste Indiz vorliegt, amerikafreundlich zu sein.

15 bis 45-jährige Frauen, welche in den letzten 20 Jahren Zugang zur Bildung hatten, werden nun als Sex-Sklavinnen gehandelt. Welcher Vater und Ehemann versucht nicht zu fliehen? Vergeblich, wie es scheint. Afghanistan hat keine funktionierende Regierung mehr, Präsident Ashraf Ghani ist am Sonntag aus dem Land geflüchtet, als die Dschihadisten die Hauptstadt besetzten.

„Afghanistan gehört nun den Taliban und bald die ganze Welt“, hört man die radikalen Aufständischen prahlen. Die Regierung der USA hat es versäumt, einen Evakuierungsprozess zu organisieren. Sowohl Amerikaner als auch Verbündete sind im Land gestrandet – und all das wegen eines übereilten Rückzuges.

Von der US-Regierung hörte man das ganze Wochenende nichts. Biden zeigte sich noch vor Wochen zuversichtlich, dass die Regierung Kabuls und das afghanische Militär die Taliban aufhalten werden. Jeder anderslautende Rat, selbst der des US-Militärs, wurde von ihm in den Wind geschlagen.

Die Islamisten überrannten die afghanische Armee, die von den USA über 20 Jahre lang aufgebaut wurde.

Im Sommer waren jedoch nicht mehr viele Soldaten der afghanischen Nationalarmee und der Polizei auf dem Außenposten im Imam-Sahip-Distrikt der nördlichen Provinz Kunduz, zu sehen. Zwei Monate hielten die von Taliban umzingelten Kāmpfer aus. Am Anfang kamen noch einmal pro Woche Elite-Kommandoeinheiten, um Nachschub zu leisten. Als sie – und mit ihnen die Vorräte – ausblieben, flüchteten die Soldaten.

„In den letzten Tagen gab es kein Essen, kein Wasser und keine Waffen“, berichtet der 38-jährige Tai Mohammad. Sicherheit bot damals noch die Provinzhauptstadt. Die Soldaten ließen alles zurück. Sie rechneten damit, dass ihnen keiner hilft, und die Taliban boten ihnen eine sichere Heimreise an. „Wir haben keine Hilfe von der Zentralregierung bekommen, und so ist der Bezirk kampflos gefallen‘, erklärt der 25-jährige Rahimullah.

Theoretisch sollte die Armee 350.000 Mann stark sein, die von den USA und ihren westlichen Verbündeten in den letzten 20 Jahren teuer ausgebildet wurden. (2)

Präsident Biden steht zu seiner Entscheidung, aus Afghanistan abgezogen zu sein. Er sagt, er hätte keine andere Wahl gehabt. Sein Vorgänger habe ihm das so vorgegeben.

Jeder möchte aus Afghanistan raus, das ist keine Frage und sollte auch nicht diskutiert werden. Es geht um das wie! Und das erwähnte Biden mit keiner Silbe.

Er versteift sich auf den Abzug der Truppen in seiner Rede vom 16. August. Er spricht nicht von dem Chaos, das allein schon in Kabul herrscht. Ein planloser Abzug nur um des Termines willen? – Damit man vor dem 20. Jahrestag des Anschlags auf die Twin-Tower sagen kann: Mission erfüllt

Amerikanern, die vor Ort sind, versuchen, zu retten, was zu retten ist. Die Amerikaner hatten 20 Jahre Zeit, ihren Abzug zu planen. Nun sieht es so aus, als ob das Weiße Haus mit all seinen Intelligenz-Offizieren die Leute im Stich gelassen haben, die alles dafür gaben, um den Amis zu helfen.

Biden hörte nicht auf seine Ratgeber. In seiner 20 min.-Ansprache, die er endlich am Montag, dem 16. August, hielt, rühmte er sich, dass er die meiste außenpolitische Erfahrung aufweisen könne, die je ein US-Präsident hatte. Seit 50 Jahren setzte Biden auf’s falsche Pferd. Das ist kein Geheimnis. Was er jetzt im Alleingang durchsetzt, ist unverantwortlich.

„Er ist vollkommen „out of touch““, kommentieren entgeistert die Moderatoren der News-Sendungen. Wenn sie überhaupt darüber reden.

„Wir haben die Taliban nicht als unseren Feind gesehen. Wir hatten Afghanistan schon längst vergessen. Unser Präsident richtete das Augenmerk auf „White Supremacy“, „Defund the Police“ und Masken- Impf-Pflicht sowie die Insurrektion am 6. Januar.“

In einem Tweet von Boris Epshteyn beschreibt dieser, es als abscheulich, dass der Nachrichtensender CNN mörderische Terroristen mit mehr Respekt behandeln, als man Präsident Trump mitsamt seinen 75 Millionen Wählern jemals behandelt habe. (3)

Wenn in den eigenen Straßen die Kriminalität zugenommen hat, so dass Kinder am helllichten Tag erschossen werden, wie will man da Ordnung in anderen Ländern schaffen?“, so lauten die Kommentare in den Medien.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Taliban die afghanische Armee überrannte und das Militär, welches an die amerikanischen Operationen angepasst war, nun ohne US-Luftunterstützung und Geheimdienst zusammenbrach.

„Es besteht kein Zweifel daran, dass Biden selbst an das glaubt, was er sagt. Er redet von einem sicheren, organisierten, geordneten Abzug“, gibt ein Moderator zu bedenken. „Währenddessen jubeln die Taliban so wie seit 9.11.2001 nicht mehr. Sie haben die beste Militärausrüstung, die man sich wünschen kann.“

Wir sind weder aus Deutschland noch aus Krisenherden wie Korea abgezogen. Warum taten wir es vollkommen planlos Hals über Kopf aus Afghanistan?“ fragen sich enttäuscht und eigentlich mehr fassungslos Militärangehörige, die geliebte Menschen im Krieg verloren hatten. War alles umsonst?

Was bedeutet das für andere Länder, die auf Amerika hoffen? Länder wir Israel, Taiwan und eventuell auch Deutschland?

Für was oder wen kämpfen die Männer nun, die Biden in aller Eile zurück nach Afghanistan beorderte, um die eigenen Amis rauszuholen.

Es ist eine humanitäre Krise, die man nicht wahrhaben will. Biden redet zwar von Menschenrechten und dass man mit dem Taliban verhandeln solle, damit sie ihren Kämpfern nicht die Mädchen und Frauen zwangsverheiraten. Doch ist es nicht zu spät dazu?

Biden macht einfach Trump verantwortlich und sagt, die Situation sei nicht mit dem Abzug der Amerikaner aus dem südvietnamesischen Saigon am 29. und 30. April 1975 vergleichbar – das betont er und viele seiner Politiker. Damals sah man auch Hubschrauber über der US-Botschaft.

„Für US-Botschaftsangehörige in Kabul ist es schon immer der Fall gewesen, dass sie mit dem Hubschrauber zum Flughafen befördert wurden“, heißt es „Sicher, es ist nicht wie im Vietnam-Krieg“, schimpft einer der Reporter: „Es ist schlimmer“.

„Unsere ganze Sicherheit, hier in den USA und auf der ganzen Welt, ist in Gefahr. 20 Jahre konnten wir durch unseren Einsatz in Afghanistan Anschläge auf US-Boden verhindern. Jetzt sind wir in einer unsichereren Situation als vor dem 9. September 2001.“

Donald Trump ist empört. Er hatte Biden einen genauen Plan zur Abberufung der Truppen hinterlassen, welcher dieser einfach missachtete. Trumps Plan beschützte US-Amerikaner, ihre Verbündeten und vor allem ihre militärische Gerätschaft. „Nicht einen Nagel wollte er zurück lassen“, sagte er im Wahlkampf.

Die Islamisten hätte es unter dem Plan von Präsident Trump niemals gewagt, Amerikas Botschaft einzunehmen und die Amerikaner davon zu jagen. Nicht in ihren kühnsten Träumen wäre dem Taliban eingefallen, weitere Anschläge auf Amerika zu unternehmen. „Der Plan wäre von den Fakten vor Ort abhängig gewesen“, insistiert Trump, als Biden ihn dafür verantwortlich machte, dass ihm nach dem Trump-Friedensvertrag mit den Taliban von 2020 angeblich die Hände gebunden waren.

Donald Trump junior schrieb dazu: „Der Unterschied zwischen Trump und Biden in der Bekämpfung der Taliban- Aggressionen besteht darin, dass die amerikanische Artillerie Bomben auf die Köpfe der Feinde geschmissen hätte und sie niemals in ihre Hände legen würden.“

Trump äußerte sich in einer Erklärung am Samstag, dem 14. August, wie folgt:

Nachdem ich ISIS ausgeschaltet hatte, habe ich eine glaubwürdige Abschreckung aufgebaut. Diese Abschreckung ist jetzt weg. Die Taliban haben weder Angst noch Respekt vor Amerikas Macht. Was für eine Schande wird es sein, wenn die Taliban ihre Flagge über der amerikanischen Botschaft in Kabul hissen. Es zeugt von einem kompletten Versagen, hervorgerufen durch Schwäche und Inkompetenz und einer totalen strategischen Inkohärenz.

Ein Tag später wehte die Fahne des Kalifats über den Dächern Kabuls, während der Sprecher des Taliban sein „update“ bezüglich der Besetzung Afghanistans auf Twitter veröffentlicht. Die armen Menschen des Landes haben ihre Wohnstätten verlassen, sie können sich eine Flucht aus dem Land nicht leisten.

Man findet sie in den Parkanlagen der Stadt. Eingeschüchtert und angstvoll warten sie auf die Übernahme des brutalen Taliban-Regimes. Die wenigen, die es zum Flughafen geschafft haben, sind auch hier gestrandet. (3)

Präsident Trump forderte Biden am Sonntag inmitten des Abzuges der US-Truppen aus Afghanistan und der Übernahme der Nation durch die Taliban zum „Rücktritt in Schande“ auf.

Das Islamische Emirat von Afghanistan, das am Sonntag ausgerufen wurde, bedeutet für viele US-Amerikaner einer der größten Demütigungen der Geschichte der USA. Sie haben ihr Gesicht und vor allem das Vertrauen der Welt verloren. China und Russland treten stattdessen an ihre Stelle.

„Es ist an der Zeit, dass Joe Biden in Schande zurücktritt für das, was er uns mit Afghanistan angetan hat. Zusammen mit dem enormen Anstieg von COVID, der Grenzkatastrophe, der Zerstörung der Energieunabhängigkeit und unserer lahmgelegten Wirtschaft“, schrieb Trump in einer Stellungnahme und fügte hinzu, das sei wohl kein großer Umstand, denn Biden sei ohnehin nicht rechtmäßig gewählt worden.

Quellenhinweise:

1) https://www.dailywire.com/news/breaking-afghans-try-to-jump-in-planes-taking-off-people-fall-from-planes-high-in-air-reports-say

2) Trofimov J: Afghanistan Government collapses as Taliban takes Kabul. The Wall Street Journal 15. August 2021

3)https://twitter.com/BorisEP/status/1427297203098378244?ref_src=twsrc^tfw|twcamp^tweetembed|twterm^1427297203098378244|twgr^|twcon^s1_c10&ref_url=https://www.blabber.buzz/blab/pop/1029555-trump-left-biden-a-solid-plan-for-afghanistan?utm_source=c-alrtutm_medium=c-alrt-emailutm_term=c-alrt-Appleutm_content=0_DQsuIv0GS3vulZMQJyo9kM0OX7u0-iIhw..A 

4) BlabberBuzz, Trump left Biden a solid Plan for Afghanistan. 16. August 2021

5)BlabberBuss, Tump demands the immediate resignation of Biden. 16. August 2021


Fronleichnams-Prozessionen in Deutschland ade? – Aber in den USA fängt es richtig an!

Von Felizitas Küble

Wir haben uns bereits vor Tagen in einem Artikel bitter darüber beschwert, daß fast überall in den deutschen Bistümern die Fronleichnams-Prozession ausgefallen ist, obwohl dazu – gerade coronamäßig betrachtet – nicht der geringste Anlaß bestand, denn im Freien ist die Virusgefahr verschwindend gering, wie Aerosolforscher unlängst noch einmal betont haben.

Dieses Hochfest der katholischen Kirche wäre eine großartige Chance gewesen, als Kirche Präsenz zu zeigen nach der Devise: Es gibt uns noch – und wir tragen den eucharistischen Christus bekenntnisfroh durch die Städte und Dörfer.

Leider war genau das Gegenteil der Fall.

Und dies, obwohl amtlich feststeht, daß Prozessionen unter einer Inzidenz von 200 erlaubt sind (und somit fast überall hierzulande) das schreibt sogar das bischöfliche Ordinariat in Rottenburg-Stuttgart ausdrücklich in seinem Portal: https://www.drs.de/dossiers/corona.html#c5004

Interessanterweise läuft die Entwicklung in den USA genau umgekehrt, wie unsere Gast-Autorin Dr. Edith Breburda mir heute in einem Infobrief bestätigt hat: In Amerika gibt es zunehmend m e h r Prozessionen an diesem Fest.

Fronleichnam heißt dort „Corpus Christi“ (Leib Christi) und wird am kommenden Sonntag gefeiert.

Der (inzwischen verstorbene) Bischof Robert Morlino von Madison hatte bereits Prozessionen in seinem Bistum eingeführt. Zuvor war dies ein Brauchtum, das vor allem die eingewanderten Spanier und Mexikaner gepflegt haben.

Nun hat auch Bischof Thomas Olmsted (siehe Foto) auf der Webpräsenz seiner Diözese angekündigt, daß er am 6. Juni eine Prozession durch die Straßen der Stadt Phoenix anführen möchte. Er hatte dazu neulich ein Schreiben verfaßt: https://www.catholicsun.org/2021/05/26/eucharistic-procession-of-fathers-families-planned-through-downtown-phoenix/


USA: Konservative trauern um Rush Limbaugh

Von Dr. Edith Breburda

Am Aschermittwoch (17.2.) verstarb der 70-jährige amerikanische Radiomoderator Rush Limbaugh an Lungenkrebs. Die Meldung vom Tod des einflußreichen Mannes wurde von seiner Frau Kathryn auf seinem eigenen Rundfunkkanal verkündet.

Er hat Generationen von Konservativen in seinen 32-jährigen, täglich dreistündigen Radiosendungen herangezogen und damit die Basis bereitet für das Wählerpotential, das Donald Trump im Jahre 2016 zur Präsidentschaft verhalf.  

Der 1951 im Bundestaat Missouri Geborene hat das konservative Radio quasi entdeckt. Millionen lauschten Rush, auch jene, welche nicht mit ihm übereinstimmten. In der Mittagspause kamen die Leute zusammen, um ihm wenigstens für kurze Zeit zuzuhören. Von Zahnarztpraxen bis Gemüseläden war zwischen 10 bis 13 Uhr seine Stimme über die Lautsprecher zu hören. 

Er war ein einzigartiges Genie, das von den Linken gehasst wurde. Er habe ein von Gott gegebenes Talent für Radioübertragungen – das waren die Anfangsworte seiner Sendung.

Er konnte schwierige Themen in einer humorvollen Weise leicht verständlich darlegen. Dass es heute unter der Jugend so viele Konservative gibt, ist vor allem ihm zu verdanken.

BILD: FOX-Bild von Limbaugh und Trump anläßlich seines Nachrufs auf den Moderator

Schon als das Autoradio in den späten 80er Jahren an sein Ende kam, bewirkte es seine Talkshow, weiterhin in jedem Wagen ein Radio zu haben, weil man ihn beim Fahren zuhören wollte.

Rush wurde vor einem Jahr ein Lungenkrebs im Endstadium diagnostiziert. Er zog sich nicht zurück und wollte noch so viele Sendungen wie möglich durchziehen. Er wollte weiter das tun, was er liebte.

Der 45. Präsident der USA, Donald Trump, würdigte Limbaugh in seinem Nachruf gestern als einen fantastischen Mann, eine Legende, mit einem unglaublichen Gespür für Politik. „Er war einfach etwas ganz Besonderes“, bemerkte Trump auf FOX-News am 17.2.2021.

Als der beliebte Radiomoderator Ende der 90 Jahre praktisch taub wurde, gab er nicht auf. Mit speziellen  Hörimplantaten war es ihm möglich, weiterhin 3 Stunden hinter seinem goldenen Mikrophon zu sitzen.

Er liebte die USA, sein Land, sein Volk und alle Menschen. So wurde er zum Freund, Bruder und Vater vieler, die ihn nur durch den Rundfunk kannten. Er war nicht abgehoben, sondern sehr bescheiden und großzügig, so daß er ohne weiteres einem Ober ein Trinkgeld von 2000 Dollars gab – das sagen diejenigen, die ihn kannten.

BILD: Rush Limbaugh mit Melania Trump bei der Freiheitspreis-Verleihung

Er wurde durch seine konservativen Ansichten zum Außenseiter der linken Medien, da er den Leuten unverblümt die Wahrheit vorsetzte und ihnen eine klare Orientierung gab.

In der konservative Welt hinterlässt er eine große Lücke und doch gibt es gerade unter den jungen Leuten viele, die in seine Fußtapfen treten werden, weil sie durch ihn geprägt worden sind. Auf dem Rücksitz des Autos meiner Eltern wurde ich konservativ erzogen, erklärte eine junge Frau.

Rush war schon lange vor FOX-News mit seinen Sendungen präsent. Als ihm Präsident Trump die höchste Auszeichnung des amerikanischen Volkes verlieh, die Presidental Medal of Freedom (Freiheitsmedaille), jubelte der Kongress nur zur Hälfte, weil die Demokraten mit versteinerten Gesichtern auf ihren Sitzen saßen.

Rush hat sieben Bestseller geschrieben – es ist sein Erbe, das er der Welt hinterlässt. 


Messenger RNA (mRNA): ein Bote des Lebens

Von Dr. med. Edith Breburda

Seit fünf Dekaden steht die messenger RNA im Focus der Forschung. Egal ob Pflanze, Tier oder Mensch, wenn man etwas verändern will, muss man sich mit den zentralen Molekülen des Lebens befassen, die fast alle Aspekte der Zellbiologie regulieren.

Die Praktiken von Mendel, der gewünschte züchterische Eigenschaften durch das klassische Zuchtmanagement bewältigte, sind einer biogenetischen Forschung und deren genetischen Manipulationen gewichen.

Die Möglichkeit einer gesteuerten Beeinflussung der Erbanlagen mittels genetisch modifizierter Organismen bzw. die gezielte Veränderung mithilfe von high-tech-Methoden, welche arteigenen/ artfremde Gene in ein Erbgut übertragen, diese ein- oder ausschalten usw., lässt Leben neu erfinden und designen. (1)

Seit den 90iger Jahren des vorigen Jahrhunderts macht man sich das Potenzial der mRNA zunutze. Gerade deshalb, weil es die Aufgabe der RNA ist, den genetischen Code der DNA in Proteine umzuwandeln, faszinierte es, eine synthetisch produzierte, optimierte mRNA zu kodieren, um sie therapeutisch zu nutzen.

Viren bieten ein entsprechendes Vehikel, um z.B. durch eine entsprechende mRNA das Immunsystem des Patienten zu stimulieren.

Viren bestehen aus einer RNA – im Gegensatz zu Bakterien, deren Erbgut die zweistrangige DNA bildet. mRNA war von Interesse, weil sie 2007 bei der Herstellung von induzierten pluripotenten Stammzellen eine entscheidende Rolle spielte.

Um «induced pluripotent stem cells (iPS)» zu gewinnen, bedient man sich einer nicht pluripotenten Zelle. In der Regel ist das eine Hautzelle oder eine andere Körperzelle, die ausdifferenziert ist.

Sie stammen von einem Patienten, der schon älter ist, und seine DNA weist Mutationen auf, die, falls man die Uhr der Entwicklung sozusagen zurückzüchtet, in jeder Zelle vorhanden sind.

Haut- und Bindegewebszellen in Stammzellen umzuprogrammieren, gelang Forschern im November 2007. Unabhängig voneinander schafften James Thomson aus Madison (USA) und Shinya Yamanaka von der Kyoto-Universität das Einschleusen ganz bestimmter Steuerungsgene in die Ausgangszelle. Bei der so genannten Reprogrammierung verwendeten die Forscher vier Gene, die mithilfe von Viren in eine Körperzelle eingeschleust wurden.

Diese Gene kodieren Proteine, Transkriptionsfaktoren genannt, die inaktive Bereiche des Erbgutes reaktivieren und somit die Zelle in den Anfangszustand der Entwicklung zurückführen.

Bei diesem Vorgang können jedoch wichtige Gene der Zelle entarten und so besteht Krebsgefahr. Zudem bergen die als Vehikel benutzen Retroviren die Gefahr, dass sie ihr eigenes Erbgut einbauen. Eine therapeutische Anwendung am Menschen lag damals noch in weiter Ferne. (2)

BILD: Eines der bioethischen Bücher von Dr. Breburda: Gentopia – das gelobte Land

Allerdings bietet die Grundlage des Prinzips, eine mRNA zu koordinieren, die wiederum Proteine in den Körperzellen aufbaut, eine enorme Technologieplattform aller möglichen Produkte. Durch die Kombination von therapeutischen mRNA wurden im Jahr 2020 Impfstoffe schnell und günstig produziert.

2017 wertet die Deutsche Pharmafirma CureVac Ergebnisse ihrer Phase-I-Studie eines Tollwut-Impfstoffes aus. Es war weltweit der erste prophylaktische m-RNA Impfstoff, der eine gut verträgliche und hohe virale Antigen-Erzeugung hervorrief.

Seit 2018 arbeiten sie auch an Grippe. Zusammen mit der Bill &Melinda Gates Fundation arbeitete man an wirksamen Impfstoffen für Entwicklungsländer, die den Vorteil haben, schnell hergestellt zu werden. Der Konzern kollaboriert mit CRISPR Therapeutics INC., um die Innovationen der Biotechnologie – mRNA und CRISPR/Gen-Editierung – zu kombinieren.

Man hat das Ziel, völlig neue Therapien zur Behandlung von Lebererkrankungen herzustellen. Bei molekularen Therapien wird keine Immunreaktionen ausgelöst. Im Gegenteil, der Körper produziert das gewünschte Protein.

Den verschiedenen Anwendungsgebieten ist gemeinsam, dass sie alle auf einer Technologieplattform mit identischen Ausgangsstoffen gefertigt werden, deren „synthetische“ mRNA fast nach Bedarf ausgetaucht werden kann. (3)

Doch wie schon damals bei der Herstellung von induzierten Stammzellen sowie bei allen genetischen Manipulationen warnt die Bevölkerung vor unerwünschten Nebenwirkungen, die keiner kennen oder beurteilen kann. Und eigentlich fing die Skepsis bereits bei der herkömmlichen Tier- und Pflanzenzucht an, die alle innovativen Biotechnologien hinterfragten.   

  1. Sahin U.: mRNA-based therapeutics- developing a new class of drugs. Nature reviews drug discovery, 19. Sept. 2014
  2. Breburda E.: Verheißungen der neuesten Biotechnologien, FE-Medienverlag.
  3. Werner Haas. F.: mRNA- eine neue Klasse von Wirkstoffen, Handelsblatt, Pharma 2021

Unsere Autorin Dr. Edith Breburda ist Medizinerin und Bioethikerin sowie Schriftstellerin; sie lebt in den USA.


Kann Covid-19-Patienten evtl. mit extra-embryonalen Stammzellen geholfen werden?

Von Dr. med. Edith Breburda

Zu dem extraembryonalen Gewebe zählt man Nabelschnur, Palzenta, Amnion. Es handelt sich also um Gewebe, das ein ungeborenes Kind braucht, um sich zu entwickeln. Oft hört man, dass man diese Zellen den adulten (körpereigenen) Stammzellen zuordnet, was aber nicht zutrifft.

Es gibt drei „Arten“ von Stammzellen:

Embryonale Stammzellen, die erzeugt werden, indem man Embryos zerstört, wenn sie das Blastozystenstadium erreicht haben. Der Embryo hat fünf Tage nach der Befruchtung dieses Stadium erreicht. Er besteht aus einem Trophoblast, der die Plazenta bildet und dem Embryoblast, aus dessen Zellen sich ein Baby entwickelt.

Forscher müssen einen Embryo vernichten, um embryonale Stammzellen zu erhalten. Forscher testen u.a. Medikamente, Impfstoffe usw. in Nähmedien, die aus embryonalen Stammzellen bestehen.

Zu den adulten Stammzellen zählen Knochenmarkszellen, Fettzellen usw.

Extraembryonale Stammzellen, die z.B. aus der Nabelschnur stammen, sind neben adulten Stammzellen sehr erfolgsversprechend, um Therapien zu entwickeln. (Vgl. weiterführend Literatur: E. Breburda, Verheißungen der neuesten Biotechnologien).

Es war daher nur eine Frage der Zeit, bis man auf extraembryonale Stammzellen zurückgreift, um Covid-Patienten zu heilen.

Am 5. Januar 2021 veröffentlichten Wissenschaftler der Universität von Miami die Ergebnisse ihrer Phase I/IIa Studie, in der sie mesenchymale Stammzellen aus der Nabelschnur heranzogen, um Covid-Patienten zu therapieren.

Wie in Translational Medicine beschrieben, hatte die Anwendung der in dieser Studie beschriebenen Verfahren keine adversen Wirkungen. Im Gegensatz zu 12 Patienten, welche ein Placebo erhielten, konnte die Überlebensrate in mit Nabelschnur behandelten Stammzellpatienten gesteigert werden, wobei weniger inflammatorische Zytokinine vorhanden waren.

Auch wenn es sich nur um eine der mindestens 25 Stammzelltherapien handelt, die bei Covidpatienten mit milden bis mittelstarken Symptomen zum Einsatz kam, ist es die am weitesten fortgeschrittene. Der Zugriff auf Stammzellen aus der Nabelschnur kann relativ schnell erfolgen. Die Nabelschnur würde normalerweise entsorgt werden. E

in Einverständnis, sie zu erhalten, ist nicht erforderlich.

Vorhergehende Studien der Pharmakonzerne Athersys and Orbcel bestätigen, dass mesenchymale Stammzellen direkt in die Lunge wandern, wo sie die massiven entzündungsfördernde Zytokine erfolgreich bekämpfen, welche Covid-Patienten aufweisen und die zu ihrem schnellen Tod beitragen.

Der Erst-Autor der Studie, Camillo Ricordi, deutet darauf hin, dass 31 Tage nach der Infusion die Wirksamkeit 91% betrug. In der Kontrollgruppe waren es hingegen nur 42%.

Der Direktor des Diabetes und Zell-Transplant-Zentrums der Miller School of Medizin von der Universität von Miami will weitere Studien durchführen, wobei er andere Krankheiten wie Typ 1- Diabetes einbezieht, denen auch eine hohe Inflammationsrate zugrunde liegt.

Athrcyl’s Multistammzelltherapie aus adulten Knochenmarkszellen der Linie HLCM051 arbeitet an Phase II/III für Covid-19 Therapien.

Norvatis benutzt Knochenmarkszellen – Remestemcel-L – welche zuvor in Japan zugelassen wurden, um die Graft-versus-Host Disease, eine immunologische Komplikation bzw. Transplantatabstoßung zu behandeln. Im Dezember 2020 wurden vorläufige Daten bei Patienten mit mittelschwerem bis schwerem akuten Lungenversagen, das bei Covidpatienten auftritt, veröffentlicht. Bei 300 Patienten könnte Remestemcel-L nach 30-Tagen die Mortalität wahrscheinlich nicht reduzieren, heißt es. (1)

Die momentane Covid-19-Pandemie mit all ihren Varianten lässt Wissenschaftler nach Alternativen suchen, die nicht nur in der Stammzellforschung liegen.

So ist es schon immer das Ideal der Landwirtschaft gewesen, «Heilkräuter» anzubauen. Die Pflanze Arthemisia-Annua (chinesischer Beifuß) enthält zwei Substanzen, mit denen man in vielen Teilen der Welt erfolgreich Malaria bekämpft. Die in Kenia ansässige Advanced Bioextract Company regt z.B. gezielt afrikanische Bauern an, die hochwertige Artemesia-Annua Pflanze zu kultivieren.

Regierungen entwickeln in den Ländern, die am meisten von Malaria betroffen sind, ein effizientes Gesundheitswesen, das auf einer entsprechenden Infrastruktur aufbaut. Weiterhin werden Extrakte der Pflanze genutzt, um eine gesunde Darmflora zu unterstützen. Man will damit den Widerstand gegen verschiedenartige Mikroorganismen stärken. Sind es doch gerade diese Winzlinge, welche durch eine vermehrte Antibiotikaresistenz in der Darmflora, überhand gewinnen.

Es ist kein Geheimnis, dass die Darmflora unsere Immunabwher beeinflusst. Forscher sprechen von einem Zusammenhang zwischen schädlichen Organismen im Darm, unserem Immunsystem, und Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson, Neurogenerative Störungen, Diabetes usw.

BILD: GENTOPIA – das gelobte Land – ist eines von mehreren bioethischen Bücher von Dr. Edith Breburda

Artemisia-Annua Extrakte sollen untere anderem die Darmwand schützen und antiparasitäre, antibakterielle und antioxidante Eigenschaften besitzen. (1)

Eine neuere Studie hebt die Eigenschaften der Pflanze hervor, SARS-COV-2 Infektionen abzuwehren. Obwohl der genaue Mechanismus unbekannt ist, wurden die anitviralen Funktionen bestätigt. Forschungen in den letzten Jahrzehnten haben gezeigt, dass dieses Heilkraut, welches seit Jahrhunderten in der Volksmedizin verwendet wird, mehrere gesundheitliche Vorteile aufweist.

Im Jahr 2015 erhielt der chinesische Wissenschaftler Tu Youyou einen Teilnobelpreis für Physiologie der Medizin für seine Entdeckung von Artemisinin und Dihydroartemisinin 1, die beide starke Malaria bekämpfende Eigenschaften besitzen. (2)

Quellenhinweise:

  1. Zipkin M.: Umbilical Cord Stem Cells Show Pormise as COVID-19 Therapy. BioSpace, 15, Jan. 2021
  2. Mercola J.: Artemisinin from sweet wormwood inhibits SARS-CoV-2, Mercola Take Control of your health. 4. Jan. 2021

Kontroverse Debatte um Impfstoffe und Medikamente gegen Covid-19

Von Dr. med. Edith Breburda

Norbert Pardi berichtet im Nature Reviews Drug Discovery Journal vom April 2018 – also lange bevor wir etwas von Covid-19 wussten [1] – folgendes:

mRNA-Impfstoffe seien eine vielversprechende Alternative gegenüber herkömmlichen Schutzimpfungen: Sie besitzen eine sehr hohe Wirksamkeit und man kann sie zu einem günstigen Preis relativ schnell entwickeln.

Pfizer/BioNTEch und Moderna/National Institute of Health bestätigen mit ihren mRNA-Covid-19- Impfstoffen die Aussagen von Dr. Pardi. Allerdings müssen die Impfstoffe in extrem niedriger Temperatur gelagert werden: Pfizer’s Impfstoff, bekannt unter BNT162b2, bei minus 70° Celsius und Moderna’s (mRNA-1273) bei minus 20° Celsius. Dies ist, wie man sich vorstellen kann, ein größeres (logistisches) Problem für diejenigen, die eine Vakzinierung „anbieten“.

Der Grund für diese Eiseskälte liegt darin, dass noch nie zuvor messenger-RNA für einen Impfstoff eingesetzt wurden. Die Aufgabe von mRNA besteht darin, körpereigene Zellen zu veranlassen, Cornavirus-Protein herzustellen. Diese wiederum löst eine Immunantwort in uns aus, die uns davon abhalten soll, an Covid-19 zu erkranken.

Experten veranschaulichen das Vakzin mit Schokolade, die leicht schmelzen kann und deshalb einen Zuckerguss braucht, um dies zu verhindern. Man will die vielen Enzyme, die ein mRN-Impfstoff enthält, davor schützen, auseinander zu brechen. Dazu benötigt man kalte Temperaturen.

Pfizer hat spezielle Gefriertüten entwickelt, welche die Stabilität des Impfstoffes gewährleisten. Man muss die Kühlkette aufrecht erhalten, darf die Tüten höchstens zweimal am Tag öffnen und nicht länger als 1 Minute auflassen. Ein kontinuierlich kühl gelagerter, aufgetauter Impfstoff muss innerhalb 5 Tage aufgebraucht werden.

Die kleinste Einheit, die man beziehen kann, sind 975 Impfstoffdosen. Das heißt, es müssen genügend Probanden vorhanden sein, die in kurzer Zeit geimpft werden können. [2]

Seit 2002 arbeiten Wissenschaftler an Corona-Impfstoffen, nachdem es drei aufeinanderfolgende SARS-Ausbrüche gab. Bis 2012 wirkten Chinesen, Amerikaner und europäische Wissenschaftler an der Entwicklung von SARS. Damals standen 30 vielversprechende Kandidaten zur Verfügung.

Die besten vier Vakzine verabreichte man an Frettchen, weil die Lungen der Tiere ein gutes Modell für das menschliche Organ sind. Die Tiere entwickelten eine robuste Antikörperantwort, wie sie für die Zulassung von Impfstoffen erwünscht ist. Sobald die Frettchen jedoch mit dem Wildvirus in Kontakt gebracht wurden, starben sie. [3]

Auf Twitter konnte man am 9. April 2020 die Äußerung eines Immunologisten zu diesem Thema finden. Er schrieb:

„Während wir Impfstoffe entwickeln … und Immunitätspässe berücksichtigen, müssen wir zuerst die komplexe Rolle von Antikörpern in SARS, MERS und COVID-19 verstehen.“ [4]

Außer den demnächst zur Verfügung stehenden mRNA-Impfstoffen von Pfizer und Modena entwickelte Astrazenca/Universität Oxford einen Covid-19-Impfstoff (AZD1222).

Impfgegner usw. äußerten ihre Bedenken, dass dieser und einige andere Covid-Impfstoffe mithilfe der fetalen Zelllinie HEK293 entwickelt wurden. 1973 wurden diese Zelllinien etabliert. Sie stammt aus dem Alex van Eb’s Labor aus Leiden, Holland. Die weiblichen Zellen kamen entweder aus einer Fehlgeburt oder einer Abtreibung, die damals in Holland bereits straffrei war. Die Identität der Eltern und weitere Gegebenheiten sind nicht bekannt. [5]

Genau genommen sind es humane embryonale XX-Nieren-(Kidney)-Zellen, welche man in einer Zellkultur, also auf spezifischem Nährmedium, kultivierte (vermehrt). Zelllinien, die von diesem HEK-293-Klon abstammen, sind schon seit 1977 in der Biotechnologie und der zellbiologischen Forschung verbreitet, um therapeutische Proteine für Virusimpfstoffe oder auch für die Gentherapie herzustellen. Man benutzt die Zelllinie, um z.B. ZIKA-Viren und ihnen verwandte Viruskrankheiten und deren Impfstoffe zu erforschen. (Weiterführende Literatur: Gentopia, das gelobte Land.)

„Die Zelllinie wird jedoch vor der Verwendung eines Impfstoffes entfernt“, berichtet Noha Y Kim in seinem Artikel vom 18. November: „The Oxford-AstraZeneca vaccine does not contain aborted tissue“. Er richtet sich gegen die Behauptung vieler Impfgegner, dass der Impfstoff Zellen von abgetriebenen Kindern „enthält“.

“Nach dem Reinigungsprozess weist der endgültige Impfstoff nur noch Billionstel Gramm fragmentierter DNA von der HEK-293 Zelllinie auf. Hier geht es um die Menge an DNA in essbarem Obst und Gemüse”, berichtet Paul Offit, Direktor des Vaccine und Education Centers, am Kinderkrankenhaus der Universität von Philadelphia.

Um das Potential eines Impfstoffes oder eines neuen Arzneimittels auszuprobieren, testet man ihre Wirksamkeit, bevor man sie am Menschen einsetzt. Menschliche Zellen, die aus Abtreibungen, Fehlgeburten, induzierten Pluripotenten Stamm-Zellen, Zellen aus der Plazenta und Nabelschnur (=extraembryonales Gewebe) oder von humanen embryonalen Stammzelllinien gewonnen werden, gelten dafür als am besten geeignet. [6]

Wissenschaftler von Oxford-AstraZeneca injizierten ihren Covid-Impfstoff in die Ziellinie MRC-5. Diese (XY-Zellen) wurden 1966 in England aus Zellen eines 14 Wochen alten abgetriebenen Jungen hergestellt.

AstraZenecas Pressesprecher Jenny Hursit erklärt, dass ihr Impfstoff demnach keine Zelllinien beinhalten. [7] Handelt es sich um eine Haarspalterei? Und warum ist es medizinisch gesehen von Bedeutung, ob humane DNA in Impfstoffe integriert sind?

Schon lange versucht man, Verunreinigungen, die bei der Herstellung von humanen embryonalen Stammzelllinien usw. oder beim Testen von Arzneimitteln in der Petrischale entstehen, zu verhindern. (Siehe weiterführende Literatur: Verheißungen der neuesten Biotechnologien und Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst).

Wissenschaftler sehen den kleinen Anteil, also die Billionstel Gramm fragmentierter DNA aus fetalen Zelllinien, oder wie sie auch sagen, restlichen DNA-Spuren eines abgetriebenen Kindes (Fötus) als problematisch an. Diese kleinsten menschlichen Moleküle könnten zu einer Autoimmunreaktion usw. führen.

Dazu muss man gar nichts so weit zurück gehen. In Japan wird Hühnereiweis als Ausgangsmaterial für Impfstoffe gegen Masern, Röteln und Mumps (MMR) herangezogen. Mit diesen Impfstoffen hatte man keinerlei Probleme. In den USA hingegen wird dieser Impfstoff aus fötalen Zelllinien selber herstellt.

Dr. Theresa Deisher, eine Genetikerin aus Seattle, bemerkte dazu:

„Wenn wir einem Kind diesen Impfstoff verabreichen, injizieren wir auch residuale fötale humane DNA-Moleküle. Das bedeutet, restliche DNA-Moleküle der Zelllinien des abgetriebenen Kindes, das benutzt wurde, um den Impfstoff herzustellen, können an der Entstehung von Autoimmunerkrankungen beteiligt sein.“

Deisher stellt weiterhin einen Zusammenhang zwischen dem MMR-Impfstoff und dem Auftreten von Autismus her. (Weiterführende Literatur: E. Breburda, Reproduktive Freiheit, free for what?)[8]

Aufklärung über Nebenwirkung und Gefahren erforderlich

Um dem ethischen Standard eines neuen Impfstoffes zu entsprechen, fordern Wissenschaftler, dass die Probanden von Impfstoffversuchen bzw. die ab 8. Dezember 2020 aktuellen Impfstoffkandidaten über Nebenwirkungen aufgeklärt werden. Wissenschaftler sprechen von einer notwendigen Einverständniserklärung.

Die Möglichkeit besteht, dass es bei einigen „Probanden“ zu einer Verschlechterung der klinischen Krankheit nach dem Empfang von Covid-19 Impfstoffen kommen kann.

Im International Journal of Clinical Practice wurde am 28. Oktober 2020 darauf hingewiesen, dass COVID-19-Impfstoffe, die neutralisierende Antikörper hervorrufen sollen, Impfstoffempfänger sensibilisieren können, was zu einer schwereren Krankheit führen kann, als wenn sie nicht geimpft wären.

„Kurz gesagt bedeutet dies, dass der Impfstoff nicht die Immunität gegen die Infektion verbessert, sondern die Fähigkeit des Virus verbessert, in körpereigene Zellen einzudringen und diese infizieren, was zu einer schwereren Erkrankung führt, als wenn sie nicht geimpft worden wären“, schreibt Lynne Peepels im April 2020. [9]

Dies ist eine mögliche Erklärung, warum die Frettchen bei einer Infektion mit dem damaligen SARS Wildvirus in 2012 starben.

Wie verhält sich eine Covid-19-Infektion bei Schwangeren?

Eine Studie vom 1. September 2020 erläutert, dass Schwangere weniger Covid-19 Symptome aufzeigen. Schwangere, die nach einer potentiellen Covid-Erkrankung das Krankenhaus aufsuchten, hatten kein Fieber oder Muskelschmerzen.

Doch wenn sie eine Vorerkrankung hatten, änderte sich das Krankheitsbild schlagartig. Mercedes Bonet, Mitautor der Studie, kommentiert:
Die Beweise zeigen, dass bereits bestehende Vorerkrankungen, wie Diabetes oder Bluthochdruck ein höheres Risiko darstellen. Dies ist ganz unabhängig davon, ob man schwanger ist oder nicht.“

Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, dass schwangere Frauen alle Vorsichtsmaßnahmen treffen sollten, um eine Covid-19-Krankheit zu vermeiden, insbesondere wenn sie Grunderkrankungen haben. [10]

Bei all dem hat man das, was bei einer Krankheit eigentlich natürlich erscheint, vergessen. Dr. Peter McCollough ist Kardiologe und Vizedirektor des Medical Centers der Baylor-Universität im amerikanischen Dallas. Er hat über 20 Abhandlungen über Covid verfasst.

Er nennt die Pandemie eine „Katastrophe fürs Leben“ (disaster for a lifetime). Der Arzt ist 57 Jahre alt, hat mildes Asthma, Bluthochdruck und leidet an einer atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankung. Dies hindert ihn jedoch nicht daran, jeden Tag 10 km zu joggen. Er wurde im Oktober 2020 positiv auf Covid-19 getestet, was ihn plötzlich vom Arzt zum Patienten machte.

Seine Quarantäne verbrachte er zwar zuhause, doch die Fenster waren weit geöffnet. Spaßhaft bezeichnete er seinen Lock down als: „no picnic…no fun.“

Der Unterschied zu vielen anderen Covid-Patienten lag darin, dass er als Arzt Zugang zu all den Medikamenten hatte, von welchen selbst das National Institute of Heath nicht nur abgeraten, sondern diese sogar verboten hatte.

Dr. McCollough schwört auf ein frühe Medikamentation von z.B. Hydroxychloroquine (siehe Foto aus Fox-News).

Er selber hat mit Kollegen aus Italien ein Behandlungsprotokoll entwickelt. Es lehnt das momentan in den USA vorhandene und „empfohlene“ Behandlungsregime entschieden ab, welches Covid-Patienten sehr lange unbehandelt lässt, bis sie am Ende schwerkrank in einem Krankenhaus landen.

Er spricht sich hingegen für den Einsatz von sicheren, gängigen Medikamenten aus, die als erstes Mittel Patienten gegeben werden müssen, die über 50 Jahre alt sind, die Adipositas, Krebs, Diabetes oder Herz-Nieren- bzw. eine Lungenerkrankung haben.

„Wir können es nicht verantworten, dass Patienten wie ich ohne Behandlung zu Hause sitzen“, sagte McCullough. Als er an COVID erkrankte, hatte er Anzeichen von Atemnot. Zwei Tage später setzte er seinen Kreuzzug für eine richtige Behandlung fort.

Er veröffentlichte ein YouTube-Video, warum sich der krankenhausabhängige Behandlungsansatz ändern muss. In Italien werden 12 Prozent mit einer Sauerstofftherapie im Krankenhaus behandelt, während es in den USA 22 bis 34 Prozent sind, die auf der Intensivstation landen. „All dies“, kommentierte er, „ist meiner Ansicht nach weitgehend vermeidbar.“

Anti-Malaria-Medikament Hydroxychloroquin

An dem Tag, an dem er positiv getestet wurde, begann McCullough mit der Behandlung von zwei Medikamenten, die seit Jahrzehnten erfolgreich menschliche Parasiten abwehren und auf der Liste der essentiellen Medikamente der WHO stehen: Ivermectin am ersten Tag und Hydroxychloroquin am zweiten.

Hydroxychloroquin, ein Antimalariamittel, das zu einem antiviralen Medikament wurde, wurde größtenteils wegen Präsident Trumps wiederholter Bestätigung verleumdet – und kritisiert wegen seiner angeblichen (übertrieben dargestellten) Nebenwirkungen und vermeintlich fehlgeschlagenen Studien, bei denen das Medikament oft zu spät verabreicht wurde.

Eine Reihe von Peer-Review-Studien im Frühstadium zeigte jedoch, dass es insbesondere mit einem Antibiotikum und Zink wirksam ist. Eine kürzlich durchgeführte Metaanalyse von 126 Studien ergab, dass eine frühzeitige Behandlung zu einer Verringerung des Krankheitsverlaufes von bis zu 63 Prozent führte – einschließlich der Mortalität und des Zeitraumes eines Krankenhausaufenthaltes.

Ivermectin aufgrund von Studien vielversprechend

Ivermectin, bekannt als Wundermittel gegen Flussblindheit in den Tropen, entwickelt sich zu einem weniger kontroversen Antivirusmittel für Covid. Es hat eine hervorragende Sicherheitsbilanz, erklärt der Kardiologe. Mehrere Studien haben gezeigt, dass die Prävention und Behandlung von Covid in mehreren Stadien vielversprechend ist, einschließlich einer kombinierten Arzneimittelstudie mit Ivermectin, mit der kritisch kranke Patienten in Broward County, Florida, gerettet wurden.

Beide antiviralen Medikamente werden gegen Covid in ärmeren Ländern oder Ländern der Dritten Welt eingesetzt. Die Möglichkeiten einer Behandlung in Guatemala, Peru, Teilen Indiens, Bangladeschs, Brasiliens und Griechenlands sind gering, die dortigen Bürger dort scheinen jedoch von diesen Medikamenten zu profitieren.

Eine Theorie besagt, dass die Covid-Raten in Afrika aufgrund der routinemäßigen Massenverabreichung von Ivermectin zur Parasitenbekämpfung niedrig sind. Es sind natürlich weitere Studien erforderlich.

Unabhängig davon ist Dr. McCullough froh, die Chance einer frühzeitigen Behandlung gehabt zu haben. „Ich gehe davon aus, dass ich bald wieder arbeiten kann“ sagt er zu Abschluss eines Interviews mit der Bloggerin Mary Beth Pfeiffer. [11]


[1] Pardi N. et al. mRNA vaccines- a new era in vaccinology. Nat Rev Drug Discov. Apri 2018; 17 (4): 261-279 Published online Jan 12 2018
[2] Simmons-Duffin S. Why does Pfizer’s Covid -9 vaccine need to be kept colder than Antarctica? National Public Radio, Nov. 17 2020
[3] Mercola J. How Covid-19 vaccine can destroy your immune system, Mercola, Take control of your health, November 11 2020
[4] Twitter, The Immunologist April 9, 2020
[5] Alex van der Eb. „USA FDA CTR For Biologics Evaluation and Research Vaccines and Related Biological Products Advisory Committee Meeting“ (PDF). Lines 14–22: USFDA. p. 81. Retrieved August 11, 2012.
[6] Breburda E.: Verheißungen der neuesten Biotechnologien.
[7] Kim N. Y.: The Oxford-AstraZenca vaccine does not contain aborted fetal tissue. PolitiFact, Nov. 18, 2020
[8] Breburda E. Reproduktive Freiheit, free for what? Scivias Verlag 2015
[9] Peeples L.: News Feature: Avoiding pitfalls in the pursuit of a COVID-19 vaccine. PNAS, Proceedings of the National Academy of Science of the United States of America, April 14, 2020.
[10] World Health Organization, New research helps to increase understanding of the impact of COVID-19 for pregnant women and their babies. 1. September 2020
[11] Pfeiffer M. B.:This Doctor has COVID. He has a plan. For all of us. TrialSiteNews, Oct. 30, 2020


Der medizinische Kampf gegen Covid-19

Von Dr. med. Edith Breburda

Um COVID zu bekämpfen, können uns Hunde und Haifische helfen. Was sie verbindet, uns dienlich zu sein, ist nicht ihr Geruch, obwohl in beiden Spezies das Olfaktorische System brillant entwickelt ist. Doch was des einen Schnauze ist, das ist des anderen Leber.

Hunde haben die erstaunliche Fähigkeit, sogenannte „airborn“, d.h. in der Luft befindliche Chemikalien zu erkennen. Allen voran sind Bluthunde besonders prädestiniert, Menschen aufzuspüren, die auf der Flucht oder verschüttet sind.

Unsere Vierbeiner werden mittlerweile in der Diagnostik eingesetzt, um den spezifischen Geruch, der mit Malaria, Bakterienkrankheiten oder sogar mit bestimmte Krebserkrankungen einhergeht, zu erkennen.

Sie sind fähig, ihre Eigentümer auf eine bevorstehende Unterzuckerung oder Epilepsie aufmerksam zu machen. Sie sind trainiert, uns Insulin bzw. Medikamente zu bringen und können sogar medizinische Hilfe herbeiholen.

Nun hoffen Wissenschaftler, Hunde trainieren zu können, um COVID-19-Erkrankte ausfindig zu machen.

Die britische Regierung fördert das Londoner Institut für hygiene- und tropische Medizin (LSHTM), die mit Hundeschulen zusammenarbeiten, um Covid-Spürhunde auszubilden. Eine ähnliche Studie wird in der Universität von Pennsylvania ausgerichtet.

In Deutschland hatte im Juli 2020 die Pilot-Studie „Corona schnüffelnde Hunde“ eine Erfolgsrate von 83%, um positiv Erkrankte zu erkennen. Die Tiere konnten 96% der Menschen als gesund identifizieren. Und all das nur nach einer Woche Training.

Um eine nahezu sichere Erkennung von 100% zu haben, muss man sich sonst einem ziemlich unangenehmen Nasentupfer-Test unterziehen und 15 Minuten warten, wogegen Hunde sofort ein Ergebnis „erschnüffeln“.

„Es ist für sie ein Spiel“, sagt Holger Volker, Mitautor der Studie und Institutsleiter der Kleintierchirurgie des Tiermedizinischen Fachbereichs der Universität Hannover.

Der Helsinki-Vantaa-Flughafen hat bereits Corona-Spürhunde eingesetzt. Es handelt sich um ein Projekt der finnischen Regierung. Es ist noch unklar, wie schnell Hunde die Erkrankten aus einer Menge herausfinden – oder ander anderes gesagt, wie streng der Geruch eines Kranken ist. Man könnten sie wie alle anderen Hunde, die nach Drogen oder Sprengstoff suchen, einsetzen und müsste nicht einzeln vorgehen:

„Wir wollen, dass unsere Hunde Personen identifizieren, die noch keine Symptome der Krankheit aufweisen“, erklärt Steve Lindsay. Der Epidemiologie der Durham Universität testet, inwieweit Hund qualifiziert sind, spezifisch auf Corona zu „reagieren“.[1]

Das US-Landwirtschaftsministerium redet von mehr als 50 Tierarten – darunter Löwen, Katzen, Tiger und Hunde, die in den USA mit COVID-19 infiziert wurden. Dieses Statement wurde veröffentlicht, nachdem das Landwirtschaftsministerium des Bundestaates Michigan verkündete, dass mehrere tausend Nerze, die wegen ihrer luxuriösen Fälle gezüchtet wurden, an COVID-19 verendeten. Im Bundestaat Utah waren es alleine 10.000 Nerze:

 „Sie fangen an, mit offenem Mund zu atmen, obwohl sie davor keine Krankheitssymptome zeigten“, betont der staatliche Tierarzt Dr. Dean Taylor. „Sie sterben in den nächsten Tagen. Es sind jedoch vornehmlich alte Tiere. Wir haben eine bisherige 50ig-prozentige Einbuße“, fährt er fort.

Nicht nur in den USA fand man COVID-erkrankte Nerze. Im April 2020 sind die ersten Tiere in Holland an SARS-Co-2 erkrankt. Seitdem wurden mehrere Nerzfarmen in Dänemark und Spanien infiziert.

Das US-Department geht davon aus, dass vorerst keine weiteren Erkrankungen von der Michigan-Farm an Wild-, Haustiere oder Menschen übertragen werden.[2] 

Was bleibt, ist ein Impfstoff, an dem Wissenschaftler mit Hochdruck arbeiten. Naturschützer und Wildtierexperten sind jedoch skeptisch, ob das hochgesteckte Ziel, die ganze Weltbevölkerung gegen COVID-19 zu impfen, jemals möglich sein wird.

Es liegt u.a. an Squalen, einem Impfstoff-Adjuvanz, welches aus Haifischleberöl hergestellt wird. Um eine weltweite Versorgung mit squalenhaltigen COVID-19 Impfstoffen zu gewährleisten, würde dies den Tod für eine halbe Million Haie bedeuten.

Weil Haifische noch wegen anderer begehrter Stoffe gejagt werden und nun die Nachfrage nach bestimmten Haiarten steigt, könnten diese vom Aussterben bedroht sein.  Dies veranlasste die Organisation Shark Allies, ihre Change.org-Petition ins Leben zu rufen, die sich für ein Verbot von aus Haien gewonnen Squalen in COVID-19 Impfstoffen aussprechen. Es wird auf andere nachhaltige botanische Squalene hingewiesen, die man zur Verfügung stellen könnte. 

Trotz allem verwendet man Haifischleberöl als den Hauptbestandteil, weil es billig und leicht zu erhalten ist, aber nicht, weil es wirksamer wäre als Squalen aus anderen Quellen.

Shark Allies deutet darauf hin, dass eine Massenproduktion eines COVID-19-Impfstoffs eine potentielle Katastrophe für Haie und Menschen heraufbeschwört. Es sind keine nachhaltigen oder zuverlässigen Ressourcen für die Produktion von Hai-Sqalenen vorhanden.

Um eine globalen Impfstoffproduktion zu gewährleisten, greift man auf eine begrenzte Wildtierpopulation zurück. Eine steigernde Nachfrage einer sich ohnehin schon auf kritischem Niveau befindenden Tierart kann dem Druck der Impfstoffherstellung nicht lange standhalten.

Länder, die Hai-Squalene produzieren, würden das Öl bald für den Eigenbedarf benötigen. Noch nie wurde getestet, ob eine derartige Lieferkette aufrechterhalten werden kann. Es gibt keine Qualitätskontrollen und von einer Transparenz ist erst gar nicht die Rede.

„Kurz gesagt, die Ausbeutung von Haien für einen wichtigen Impfstoffbestandteil, der aus nachhaltigeren und zuverlässigeren nichttierischen Alternativen gewonnen werden kann, ist ein nachteiliger und zerstörerischer Ansatz“, schlussfolgern die Verantwortlichen der Haifischallianz.

Ihre Organisation ist nicht über Nacht entstanden, seit Jahren versuchen sie, Haifische zu schützen. Sie boten Tauchtouren am Nordufer der Hawaiianischen Insel Oahu an. In 2010 konnte ein Bann auf Haifischflossen erwirkt werden. „Liebe sie oder nicht, der Ozean braucht Haifische und wir brauchen die Weltmeere“, betont die Gründerin von Shark Allies, Stefanie Brendl.[3]  

Squalene sind nicht die magische Begleitsubstanz in Impfstoffen. Sie könnten ohne weiteres durch andere Zusatzstoffe wie Hefe, Algen, Palm Öl oder andere Öle ersetzt werden. Eine Firma hat sogar eine synthetische Variante von Squalenen aus Zuckerrohr für Kosmetikprodukte hergestellt. Obwohl es eine Alternative wäre, Haifische zu schützen, sind die oben genannten Adjuvantien nicht als Ingrediens für Impfstoffherstellung zugelassen. Was die Frage aufkommen lässt, wie sicher Squalene überhaupt sind.

Der Zweck eines Impfstoff-Zusatzstoffes ist es, die Immunreaktion zu beschleunigen. Der Prozess wird allerdings nicht voll verstanden. Bei Adjuvantien in den normalen Grippe-Impfstoffen scheint es zu einer Interaktion zwischen dem Antigen- und Dendritischen-Zellen zu kommen. Letztendlich werden dadurch Immunzellen aktiviert, die das Antigen bekämpft.

BILDER: Zwei der bioethischen Bücher von Dr. Breburda: Gentopia – das gelobte Land

Impfstoffe, die Squalene enthielten, wurden in Europa 2009 während der Schweine-Grippe eingesetzt. Als Nebenwirkung trat Narkolepsie auf, eine sehr seltene und behindernde neurologische Störung, die durch übermäßige Schläfrigkeit am Tag gekennzeichnet wird.  70% der Nakrolepsieanfälle gehen mit Kataplexie17 einher. Die Betroffenen verlieren die Kontrolle über ihre Muskeln und halluzinieren zu Beginn und am Ende des narkoleptischen Anfalls.

Eine Analyse von 2001 ergab, dass Squalene in Influenza-Impfstoffen enthalten sind, was ihr Sicherheitsrisiko gegenüber anderen Grippe-Impfstoffen erhöhte. Obwohl die Beweise gering sind, ist die Möglichkeit gegeben, dass Squalene Autoimmunerkrankungen wie Arthritis und Hautirritationen wie Lupus hervorrufen, wenn sie injiziert werden.

Die Aussagte bezieht sich auf eine Studie von 2004, die zeigte, dass einige der kleinen Versuchstiere wie Ratten und Mäuse derartige Reaktionen aufwiesen. Es hänge von der Versuchstierspezies, der Dosierung und der Verabreichung ab, schlussfolgerte der Versuchsleiter.[4]

So ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Adjuvantien, die man in der Human-, Veterinärmedizin oder in der Grundlagenforschung einsetzt, Autimmunreaktionen hervorrufen.

Das Dilemma mit fraglichen Impfstoffen, die für den Notfall zugelassen werden, besteht darin, dass man sie erlauben muss, sobald sie bereits einmal eingesetzt wurden bzw. sobald fragliche Inhaltsstoffe in Impfstoffen erlaubt wurden, kann man Squalene für Notfall-Impfstoffe benutzen, ohne die normalen Sicherheitsstudien durchlaufen zu müssen, die eigentlich notwendig wären.

2013 wurde ein squalenehaltiger Impfstoff für H5N1 für den US-Markt zugelassen. Es enthielt bereits die als problematisch angesehenen Squalene-Zusatsstoffe, welche andere Länder 2009 während der Schweine-Grippe-Pandemie eingesetzt hatten.

Militärisches Personal des Golf-Krieges wurde mit squalenehaltigen Anthrax-Impfstoffen geimpft. 2002 fand eine Studie heraus, dass die Probanden Antikörper gegen Squalene entwickelt hatten.

Die Herausforderung der Impfstoffhersteller besteht darin, eine Immunreaktion zu maximieren, während Nebenwirkungen, die eine adverse Reaktionen hervorruft, minimiert werden sollten.[5]


[1] De La Garza. A.: “It’s a game for Them.” Scientists around the world are teaching dogs to sniff out COVID-19. Oct 09, 2020
[2] Chung G.: Thousands of Minks die after coronavirus outbreaks at fur farms across the US. People Magazine, Oct 9. 2020
[3] https://www.sharkallies.com/our-story
[4] Yoshiki Kuroda et al.: Autoimmunity induced by adjuvant hydrocarbon oil components of vaccine. Biomedicine &Pharmacotherapy, Vol 58, Issue 5, June 2004, Pages 325-337
[5] Mercola J.: A Half-Million Sharks to be killed for COVID-19 Vaccine. Mercola, take control of your health. October 7, 2020


Fragwürdige Reproduktionsmedizin mit Einfrieren der Eizellen liegt im Trend

Von Dr. med. Edith Breburda

Der Wandel moderner Reproduktionstechniken, macht das Einfrieren von Eizellen nicht nur zu einer Art „Boutique-Erfahrung“, sondern gibt Frauen eigene Macht über ihre Zukunft.  

Im Laufe der Jahre wurde das Einfrieren von Eizellen, die man im Fachjargon Oozyte cryopreservation bezeichnet, gründlich verändert. Die in den 80iger Jahren entwickelte Methode war anfänglich dazu gedacht, kranken Frauen eine Möglichkeit der Behandlung zu geben, ohne ihre Fruchtbarkeit zu beeinträchtigen. Sie legten buchstäblich ihre Eizellen auf Eis.

Bereits im Jahre 2012 hat die Amerikanische Gesellschaft für Reproduktive Medizin ein ursprünglich experimentelles Verfahren der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Damit wurde der Weg zu einer Art „Makeover“ geebnet, der in der Gesellschaft einen starken Einklang fand. Es befreite nicht nur Frauen von ihrer tickenden biologischen Uhr, sondern machte es gleichsam zu einer alltäglichen Notwendigkeit, die fast schon zum guten Ton gehört.

Die beteiligten Pharmafirmen Kindbody, Prelude Fertility, Ova usw. haben das Einfrieren von Eizellen von einem strikt medizinischen Eingriff, der an ein klinisches Umfeld gebunden war, zu einem Boutique-Erlebnis gemacht. Es wird nicht nur bequem, sondern bietet vor allem Komfort. Darüber hinaus können Frauen nun – so die Werbung – endlich selbst bestimmen, wann und mit wem sie ihren Nachwuchs haben wollen. Notfalls shoppen sie einen begehrten Samenspender, den sie im Internet ohne weiteres finden können.

Die Vermarktung des Einfrierens von Eizellen findet in Happy-Hour- Infoveranstaltungen, exklusiven Büros bis hin zu Instagram-Anzeigen statt. Es wird das Gefühl vermittelt, dass es sich bei der Reproduktionstechnologie nicht um eine große Sache handelt. Sie sei keineswegs beängstigend und fällt nunmehr unter die Rubrik der Selbstverwirklichung und des Wellness (Wohlfühlens). [1]

Diese Reklame einer New Yorker Fruchtbarkeitsklinik (siehe Foto) verglich die Kosten des Prozedere mit dem Sparen auf eine Maniküre oder eine gefrorene Acaischale. In ihrer Werbung heißt es: Entweder gibst Du einige Dollars am Tag für eine Eisschale aus oder sparst für das Einfrieren deiner Eizellen. [2]

Andere Anbieter locken Frauen damit, dass sie die „Zukunft besitzen“, wenn sie ihre Eizellen einfrieren.

Als Valerie Landis ihre Eizellen 2015 einfrieren ließ, war sie mit 33 Jahren die Jüngste. Die vielbeschäftigte Frau, deren letzte ernsthafte Beziehung schon ein paar Jahre zurück lag, wollte sich mit dem Kinderbekommen etwas Zeit kaufen. Damals waren die Frauen mindestens 37 Jahre alt, die sich dieser Prozedur unterzogen. Heute ist das ganz anders. Man kann durchaus 25-Jährige unter der Klientel finden. Es ist dies eine neue Welle der Feministinnen. Ein Trend, der auf die Unabhängigkeit von Frauen verweist.

Gina Bartasi, die Geschäftsführerin von Kindbody, bemerkt: „So viele Gebiete in der Wellness und der eigenen Gesundheitsvorsorge sind proaktiv. Wir denken an ein ausgewogenes Essen; auf unseren Cholesteringehalt zu achten und genug Fitness zu betreiben. Dabei lassen wir unsere Fruchtbarkeit aus und warten so lange, bis das Kinderkriegen zum Problem wird.“

Die Eizellen einzufrieren erscheint als eine Art von Selbstvorsorge.

Diese Aussagte steht im Gegensatz zu dem, was Fruchtbarkeitsspezialisten darüber denken. Sie wollen nicht, dass sich junge Frauen grundlos der Prozedur unterziehen. Weder Angst noch Verharmlosung sei angebracht. Es ist zudem falsch, eine Art Hoffnung zu vermittelt, welche diese Art der Reproduktionsmedizin ganz nach dem Willen der Frau und ihrem „Zeitfenster“ ermöglichen würde.  

„Ich nenne es ganz unkonventionell DAS ABGREIFEN“, sagt Paul Lin, Geburtshelfer und Gynäkologe sowie Leiter der Gesellschaft für Reproduktionstechnologie. Es klinge ganz so wie: „Hey, du bist eine unabhängige Frau. Schnapp dir deine Fruchtbarkeit und machen es einfach.“ – Und all das geschieht mit dem Hintergedanken, dass diese lockere Art der „Reklame“ bestimmt Patienten einbringt.“

Aber eigentlich sind es ja keine Patienten, sondern Kunden. Denn Frauen, die ihre Fruchtbarkeit auf diese Weise hinauszögern, sind nicht krank!  

Eizellen für eine spätere erfolgreiche Schwangerschaft einfrieren zu lassen, hängt zudem von vielen Faktoren ab. Je mehr Eizellen gespendet werden, desto höher die Chancen einer späteren Schwangerschaft. Gerade dieser Vorgang ist jedoch nicht so einfach. Am Ende überleben nicht mal alle Eizellen den Einfriervorgang. Die „Qualität“ der Eizellen nimmt mit der Lagerung ab, und je älter sie werden, desto wahrscheinlicher haben sie genetische Anomalitäten.

„Alter ist überall der limitierende Faktor für jemanden, der schwanger werden will“, sagt Dr. Josh Klein, Gründer von Extend Fertility. „Der Zusammenhang für mich war immer klar. Eizellen von jüngeren Frauen sind von Vorteil.“

2017 ließen sich 23-mal so viele Frauen ihre Eizellen einfrieren wie noch 2009. Firmen in Silicon Valley wie Facebook und Google bieten „egg freezing“ als eine Sozialleistung für ihre Mitarbeiter an. Das Attraktive dabei ist, Zeit „stehlen“ zu können, bis man den richtigen Partner findet; mit seiner Ausbildung fertig ist oder das finanzielle Umfeld stimmt.

Der Hauptgrund liegt laut Yale darin, keinen Partner zu haben. „Ein bisschen kommt auch ein gewisser sozialer Druck und Gruppenzwang dazu“, sagt Dr. Pasquale Patrizio, Leiter des Yale Fertility Center und des Fertility Präservation Programm‘s. „Deshalb müssen wir sehr vorsichtig sein, wie wir das Einfrieren von Eizellen anbieten.“ Auch er betont: „Wir dürfen das Geschäft nicht auf Ängsten aufbauen und mit dem einzigen Hintergedanken, schnell an Geld zu kommen.“

Bartasi von Kindbody widerspricht dieser Ansicht. Es sei nichts Falsches daran, Frauen zu ermutigen, eher früher als später über ihre Fruchtbarkeit nachzudenken:

„Wir wollen einfach keine Optionen vorenthalten. Frauen sollten aufgeklärt und ermutigt werden, ihre eigene Fruchtbarkeit proaktiv zu verstehen, wenn sie noch die meisten verfügbaren Optionen haben“, sagte Bartasi. „Sobald sie diese Information haben, liegt die Wahl bei ihnen.“

Was für Gründe Frauen auch immer haben, das Einfrieren der Eizellen ist nicht gerade billig. Alles inclusive kostet es zwischen 15.000 bis 20.000 US- Dollars.

Die Erfolgsrate hängt davon ab, wieviel Eizellen man einfriert und wie alt die Frauen sind. Bei 15 eingefrorenen Eizellen liegt die Chance bei 85 Prozent, eine spätere Schwangerschaft zu haben, sofern die Frauen 35 Jahre oder jünger sind. Bei 10 Eizellen liegt die „Rate“ bei 61% und bei 5 Eizellen sind wir bei 15 %, sagen die Mediziner.

„Was für ein schreckliches Investment“, beschwert sich die Photographin und Filmproduzentin Gwen Schroeder. „Du musst $ 15.000 hinlegen, um später eine 15% Chance zu haben, ein Kind zu bekommen.“

Sie hat ihre Eizellen eingefroren, als sie 35 Jahre alt war. Sie hatte das Geld erst durch das Erbe ihres Vaters bekommen. Sechs Monate später traf sie jemanden und nun haben sie eine Tochter. Ihre entnommenen Eizellen liegen immer noch auf Eis. „Dieses Investment gibt mir ein bisschen Sicherheit“, sagt sie. „Ich will sie auf jeden Fall behalten, man weiß ja nicht, was das Leben einem noch so bietet.“

Die meisten Frauen, die sich der Prozedur unterzogen haben, werden diese Eizellen dennoch nicht nutzen. Aktuell sind es nur 3 – 9% der Frauen, die wirklich auf sie zurückgreifen.

Die ganze Angelegenheit ist alles andere als einfach, denn je jünger die Frauen sind, desto besser sind zwar die Eizellen, aber umso weniger der davon machen von ihnen Gebrauch. Je älter die Frauen wiederum sind, desto mehr greifen sie auf ihre gefrorenen Eizellen zurück, je geringer ist bei ihnen jedoch die Wahrscheinlichkeit, ein Kind zuzutragen.

Nach Dr. Patrizios Ansicht sollten Frauen ihre Eizellen zwischen 33 bis 35 Jahren einfrieren.  Ein schwieriges Unterfangen, wenn man kein Geld hat und nicht jeder eine GoFundMe-Kampagne auf dem Internet starten will, was einige der Frauen durchaus tun.

Was bleibt, ist die ethische Frage dieser Prozedur, die Frage, wer der Erzeuger des Lebens ist. Denn allzuoft geben wir diese Rolle an die Reproduktionsmedizin ab. Grob vereinfacht wird ein Embryo durch In-Vitro-Fertilisation erzeugt. Meist ist es aber nicht ein Embryo, sondern man nimmt wahrscheinlich alle Eizellen und selektiert am Ende die „Besten“ heraus, um eine Schwangerschaft zu induzieren.

Was ist, wenn die Eizellen nicht benutzt werden? Ihre Lagerung muss bezahlt werden. Sicher ist es einfacher, wenn es sich um eine Eizelle handelt als um einen Embryo. Dennoch stellt sich die Frage: würde man nichtbenutzte Eizellen der Forschung weitergeben? Diese könnten Embryos schaffen, um an ihnen zu experimentieren!  Es ist schwer genug, an menschliche Eizellen zu kommen – und in vielen Ländern sind Eizellen für Forschungszwecke begehrt. (1)

[1] Grant R.: How egg freezing got rebranded as the ultimate act of self-care. US News, 30. September 2020
[2] Sadovi K.: Wall Street greed’s latest target: fertility clinics. Take on Wall St. August 7, 2019


Das spezielle Dilemma der „Babyfabriken“ während der Coronakrise

Von Dr. med. Edith Breburda

Leihmütter, die entweder freiwillig oder gezwungenermaßen Kinder auf die Welt bringen, existieren. Berichte über sogenannte

“Kinderfabriken”, wie z.B. in der Ukraine, mehren sich. Durch die COVID-19 bedingten “Lockdowns” im Frühjahr 2020 erfuhren wir von dem Dilemma, in welchem sich Leihmutter-Kliniken befinden, weil die Babys nicht mehr von ihren Eltern abgeholt werden konnten.  

Oksane Grytsenko ging dem Baby-Business in ihrem Land im Juni 2020 nach. Neugeborene liegen in ihren Krippen. Einige weinen, andere nuckeln an der Flasche, die ihnen eine Hilfskrankenschwester im Hotel Venice, in einem Vorort von Kiev, reicht. Das Hotel ist mit Mauer und Stacheldraht umgeben.

Es handelt sich um den Nachwuchs von ausländischen Eltern, die diese beim BioTexCom Zentrum für Humane Reproduktion bestellten. Es ist die größte „Leihmutter-Klinik” der Welt. Die Babys sind im Hotel Venice buchstäblich gestrandet. Ihre Auftragsgeber konnten sie nicht mehr abholen, als im März 2020 die ukrainische Grenze wegen der COVID-19-Pandemie geschlossen wurde.

Verängstigte Eltern versuchen, ihre Kinder über Videoanrufe zu beruhigen. Sie senden Aufnahmen von ihren Stimmen, damit ihre biologische Tochter oder ihr Sohn auf diese Weise ihre Eltern kennen lernen.

BioTexCom hat ein Video über Hotel Venice im Mai 2020 herausgegeben, um auf das herzzerbrechende Dilemma hinzuweisen. Man will damit erreichen, dass die Grenzen wieder aufmachen, damit die Kinder zu ihren Eltern können. Das Schicksal der Babys erregte weltweit die Gemüter. Einen Monat später waren immer noch 50 Neugeborenen gestrandet. Die boomende Industrie der “Kinderfabriken” wurde dadurch noch mehr ins Rampenlicht der Kritiker gerückt.

Die ukrainische Kinder-Ombudsfrau Mykola Kuleba redet mittlerweile von mehr als nur einer Verletzung von Kinderrechten. Wenn es nach ihrem Willen ginge, würde sie die Leihmutterschaft für nichtukrainische „Eltern“ ganz verbieten.

Ein Ansinnen, das schwer in einem Land wie der Ukraine durchzudrücken sein wird. Wir wissen, dass manche Frauen dort nahezu abhängig von diesem „Extra-Cash“ sind. So bieten sich immer wieder verarmte Landfrauen an, Babys gegen Geld auszutragen. Ungeachtet dessen, dass sie offensichtlich einen hohen psychologischen und gesundheitlichen Preis dafür in Kauf nehmen, ihre „Gebärmutter“ auszumieten.

Die 39-jährige Liudmyla kommt aus Vinnytsia. Die Stadt liegt südwestlich von Kiev. Die Leihmutter wartet immer noch auf das Geld für ein Mädchen, die sie für ein deutsches Ehepaar im Februar 2020 zur Welt brachte. „Ich schreibe meinen Auftraggebern sehr oft“, sagt Liudmyla. Sie schulden ihr noch 6.000 Euro, welche wegen der Pandemie nicht bezahlt werden könnten. 

Liudmyla hatte in Kiev einen erfolgreichen Embryo-Transfer. Während ihrer Schwangerschaft war sie in Vinnystia. Ihre Agentur verlangte, dass sie das Kind in Polen entbindet. Dort ist zwar eine Leimutterschaft verboten; die Registrierung des Kindes ist in diesem Land aber

einfacher. Jedoch wusste man in der polnischen Klinik nichts von Liudmyla. „Ich wollte sie nicht hergeben. Ich weinte.“ Die Realität holte sie schnell ein. „Ich wusste, worum es ging“, erinnert sich die Leihmutter, die sich in den Tagen des Krankenhausaufenthaltes um das Neugeborene kümmerte.

Liudmyla ist alleinerziehende Mutter von drei eigenen Kindern. Seit Jahren versucht sie, ihre kleine Familie durchzubringen. So suchte sie 2017 die Leihmutterschaftsklinik in Kiev auf. Mit dem Geld konnte sie einen Kredit für eine Wohnung aufnehmen. Obwohl schon die erste Leihmutterschaft kompliziert war und sie während der Schwangerschaft auf der Intensivstation war, entschied sie sich, ein weiteres Kind auszutragen. Sie wollte damit ihre Wohnung abbezahlen. Eine Bleibe zu haben war besser als ein Hotelzimmer, in dem sie zuvor lebte.

Obwohl es keine offiziellen Statistiken gibt, vermutet man, dass sich jährlich tausend ausländische Eltern an die Ukraine wenden, um auf eine günstige und unkomplizierte Weise, Eltern eines Babys zu werden. Einzige Auflage ist, dass die heterosexuellen Eltern verheiratet sind und eine Bestätigung ihrer Unfruchtbarkeit vorliegt.

Tetiana Shulzhynska, die in Chernihiv als Busfahrerin arbeitet, suchte 2013 die Leihmutter Klinik BioTexCom auf. Sie hatte so viele Schulden, dass ihr diese ein Fahrkarte nach Kiev senden musste. Sie trug ein Kind für ein italienisches Ehepaar aus. Doch nach 2 Monaten merkte sie, dass sie nicht mit einem, sondern vier Kindern schwanger war. Der biologische Vater bestand darauf, dass drei der Kinder im Mutterleib getötet wurden. Im Mai 2014 brachte Shulzhynska eine Tochter für ihre Auftragseltern auf die Welt. Sieben Monate später wurde bei Tetiana Zervikalkrebs diagnostiziert. Es dauerte fast ein Jahr, um das Geld für eine Operation aufzubringen. Kurz danach planten, die Ärzte ihr linkes Bein zu amputieren, welches bereits vom Krebs angegriffen war.

Tetjana warnt nicht nur Frauen vor einer Leihmutterschaft, sie führt mittlerweile mit einigen anderen Frauen einen Prozess gegen BioTexCorn. Die 38-Jährige ist der Überzeugung, dass viele Frauen am Ende mehr Unkosten haben werden. „In dem Vertag beschützen sie nur die Babys. Sie kümmern sich nicht um Deine Gesundheit oder gar um Dich persönlich.“

Albert Tochilovsky, der Eigentümer von BioTexCom, kann im Hotel

Venice angetroffen werden. Er bestreitet keineswegs die Pannen, welche seine Firma hat. „Ich glaube nicht, dass wir die Einzigen sind, die diese Probleme aufweisen. Jetzt, wo es Gentests gibt, werden wahrscheinlich noch mehr Eltern herausfinden, dass Ihr Kind nicht mit Ihnen verwandt ist.“ Für Albert liegt die Ursache bei der relativ geringen Erfahrung, die er hatte, als die Klinik noch in ihren „Kinderschuhen“ steckte. So könnten durchaus Embryos vertauscht worden sein, erklärt er. 

Hinzu kommen Elternpaare, die ihre Babys nicht annehmen wollen, weil sie Gesundheitsprobleme hatten. Bridget, die Tochter eines amerikanischen Paares, wurde 2016 geboren und lebt nun in einem Weisen-Heim in Zaporizhia im Osten der Ukraine.

„Es war eine Tragödie für uns“, sagt der Direktor.  Auf der Webseite seiner Leihmutter Klinik steht: „Wir haben die besten Leihmütter“. Er verleugnet die Misshandlung von Frauen und weiß auch nichts von

Shulzhynska’s Krebs. Dennoch bezeichnet er ihre Behauptung als „schwachsinnig“, weil seine Klinik ihre Vertragspartner bestens schütze. „Bei uns passiert ihnen nichts. Wir sind nur für den Embryotransfer zuständig. Wobei wir diesbezüglich die besten Reproduktionstechnologien anwenden. Gesundheitsprobleme entstehen in den Entbindungskliniken, die eventuell die Gebärmutter entnehmen müssen. Darauf haben wir keinen Einfluss. Doch selbst wenn das passieren sollte, zahlen wir eine Kompensation“, rechtfertigt sich Albert. 

Vielleicht trifft es besser zu, dass sich der Direktor die Lage nur schönredet und weltfremd auf seinen Profit aus ist. Ansonsten müsste er von all den Nebenwirkungen einer Leihmutterschaft wissen. Sie endet ja nicht damit, wenn das Auftragskind gegen ein Entgelt, von dem er das Meiste für sich behält, in die Arme der Eltern gelegt wird.

Momentan bangen Schwangere darum, ob es den Auftragseltern überhaupt möglich sein wird, ihre Babys abzuholen. Die 26-jährige Olga aus dem Nordosten der Ukraine kam mit ihrem Sohn und Mann nach Kiev, um dort Zwillinge für chinesische Auftragsgeber zu

entbinden. Sie wartet in einer kleinen Wohnung, nahe des Entbindungszentrums, auf die Geburt. Es gehe ihr gut. Manchmal trifft sie sich mit anderen Leihmüttern der Agentur.

Für die 17.000 Euros, die sie bekommen wird, will sie ein kleines Café aufmachen. Vielleicht wird es auch ein Blumenladen. Olga bemerkt: „Ich habe keinen umgebracht oder gestohlen. Ich habe mir das Geld auf ehrliche Weise verdient.“

Ihr Sohn sitzt neben der Mutter. Er nennt die zu erwartenden Babys „Kirusha und Kirusha“.  Die einzige Sorge, die Olga hat, ist die, ob die Eltern vor der Geburt anreisen können. Ansonsten wird es ihr überlassen, für die Babys zu sorgen, bis die Eltern ankommen. Während der Pandemie kann es sich dabei um mehrere Monate handeln. Eine Mutter adoptierte am Ende das Auftragskind, weil die Eltern es nicht mehr haben wollten.

Um die Situation zu überbrücken, warten die Babys, die täglich zunehmen, in einer provisorischen Neugeborenen-Station im Hotel Venice. Einige argentinische und spanische Ehepaare hatten es noch vor dem Lockdown geschafft, in die Ukraine zu reisen. Glücklich wurden sie mit ihren Auftragskindern vereint.

Wann sich der Grenzverkehr in die Ukraine wieder normalisiert, weiß keiner. Rafael Aires verbringt bereits Monate damit, seine Tochter Marta im Hotel Venice zu sehen. Die einzige Verbindung zu seiner Frau in Spanien ist über sein Mobil-Telefon. Die Eltern hatten acht Jahre versucht, ein Kind zu bekommen. „Und nun‘, sagt er, „ta-dam“. [1]

Das Geschäft mit Kinderfabriken „floriert“ nicht nur in der Ukraine, wobei es dort noch am „humansten“ betrieben wird. Im Gegensatz dazu werden in Babyfabriken im afrikanischen Lagos Schwangere wie Gefangene gehalten, denen die Kinder nach der Geburt entgeltlos entwendet werden.

2019 wurde nicht nur ein einwöchiges Baby von der Polizei gefunden, sondern kurz darauf 19 Schwangere. Die unterernährten 15 – 28 Jahre alten Frauen wurden an vier verschiedenen Orten Nigerias in Isheri-Osum und Ikotun festgehalten. Nach der Geburt nahm man ihnen die Kinder weg und verkaufte sie für – je nach dem Geschlecht – unterschiedlichen Preisen von umgerechnet 800 – 1300 Euros.

Die Polizeieinheit Ministry of Women Affairs hatte bereits zuvor in Igando eine illegal betriebene „Kinderfabrik“ gestürmt. Während einige der Mütter wussten, dass die Kinder verkauft werden, wurden andere mit dem Versprechen nach Arbeit in die Hauptstadt gelockt. Die von der Polizei gesammelten Informationen offenbarten, dass viele der Frauen entführt wurden, um in Lagos sexuell ausgenutzt zu werden.

Wenn diese Art der Babyfabriken nicht auf den biotechnologischen Errungenschaften moderner Reproduktionsmedizin aufbaut, handelt es sich dennoch um eine moderne Art der Ausbeutung von Entwicklungsländern, die unter Umständen der Ausbeutung alter Kolonialherrschaften in nichts nachsteht. [2]

Allen Babyfabriken und auch Reproduktionstechniken gemeinsam ist, dass Frauen nicht nur dehumanisiert werden, sondern sich ihr Wert nach ihren Eizellen, ihrer Gebärmutter usw. richtet. Ganz abgesehen von den psychischen und physischen Tragödien, die sich hinter der Kulisse für Mütter und deren Kindern abspielen. Es handelt sich um ein oft verschwiegenes Dilemma, das nicht erst durch eine Coronapandemie in 2020 heraufbeschworen wurde.


[1] Grytsenko O.: The stranded babies of Kyiv and the women who give birth for money. The Guardian, Juni 15, 2020

[2] M’bwana L.: 19 Nigerian pregnant girls rescued in another baby factory. The Maravi Post, Oktober 1, 2019


„Jubelparteitag“ der Republikaner in den USA mit einem klaren Plädoyer für das Leben

Von Dr. Edith Breburda

In kritischen Zeiten hatten die Vereinigten Staaten immer den richtigen Präsidenten. „Der diesjährige Parteikongress der Republikaner war der beste, den ich je gesehen habe. Die  verschiedenen Redner waren Amerikaner, die ihre Liebe und ihren Respekt für unser Land und die Prinzipien, auf denen es gegründet wurde, zeigten“, schrieb Pfarrer Frank Pavone, der nationale Direktor der „Priester für das Leben“.

Das Weiße Haus diente in der vierten und letzten Nacht des Parteitags als Kulisse. Präsident Trump, der von den Delegierten für eine zweite Amtszeit nominiert wurde, hielt danach eine 70-minütige Rede.

Seine Kritiker reden von einer „Jubelshow“, die aus dem Mafiaboss-Film The Godfather stammen könne. Dieser Eindruck wurde noch verstärkt, als am Ende des Parteitags ein Opernsänger sogar das Ave Maria sang: https://www.youtube.com/watch?v=UTVIMCEuj5c und https://www.kath.net/news/72679

Dieser Vorgang sei grotesk, empörte sich eine Sprecherin von CNN.

Trumps Familie hatte sich auf der Tribüne versammelt. Selbst die Eltern von Melania saßen hinter ihrem inzwischen sehr groß gewordenen Enkel Barron.

In etwa zwei Monaten findet die 59. Präsidentschaftswahl der USA statt. Sie wird über die Zukunft des Landes entscheiden.

Der sichtlich erregte Ex-Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, wies darauf hin, dass “Amerika in kritischen Zeiten in unserer Geschichte immer mit dem Präsidenten gesegnet war, der uns durch die schweren Zeiten hindurch brachte.“

Er bat den Präsidenten darum, das Land wieder sicher zu machen. So redet jeder von der entscheidendsten Wahl in der Geschichte der USA (https://www.youtube.com/watch?v=Jvc0j1Obgf8).

Es gehe darum, sagte er weiter, „ob wir den amerikanischen Traum retten oder ein sozialistisches Land werden, das wir nicht mehr wiedererkennen würden.“

So wirft auch der Ex-Demokraten-Kongressabgeordnete Jeff Vcan Drew, der zu den Republikanern gewechselt ist, seiner früheren Partei eine ultrasozialistische Agenda vor:

„Meine ehemalige Partei, die nun von Radikalen geführt wird, schreibt Joe Biden vor, was er tun soll. Dieselben Radikalen versuchen, ihn als ihren Marionetten-Präsidenten zu installieren.“

Der frühere Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Tim Murtaugh, ist nicht der Einzige, der Biden als trojanisches Pferd der radikalen Linken bezeichnet.

Biden ist seit 1972 in Washington und hatte genug Zeit, seine Ideen umzusetzen – man fragt sich, wieso er jetzt erst, nachdem er überall versagt hat und immer auf das falsche Pferd setzte, ein besserer Präsident als Trump sein sollte?

Als man ihn neulich fragte, ob er sich eine zweite Amtszeit vorstellen könnte, sagte er zum Entsetzen seiner Vizepräsidentskandidatin, dass er sich das definitiv vorstellen könnte. Hofft sie doch, schon recht bald an die Stelle des 78-jährigen Biden treten zu können. Allerdings sieht Murtaugh in Biden einen schwachen Kandidaten, dessen politische Karriere in den letzten 47 Jahren fehlgeschlagen sei.

Biden will ein „Amerika made in China“, während der amtierende Präsident darauf hinweist, als Garant für ein „Amerika made in USA“ zu stehen.

BILD: Amerikas First Lady Melania Trump

„Biden ist nicht der Erlöser – wie will er Amerika regieren, wenn er es vorher zerstört hat?“, fragte Trump. Es handelt sich um eine Anspielung gegen jene Linken, die Gesetzlosigkeit propagieren und kein Interesse an Recht und Ordnung haben und am Ende noch der Polizei die staatlichen Gelder entziehen wollen.

Dem Präsidenten sind die Hände gebunden, er kann nichts gegen Plünderer und Gewalttaten in den von Demokraten geführten Städten unternehmen.

Die Gouverneure müssen ihn um Hilfe bitten, was sie in einigen Städten bisher nicht getan haben. Auch beim Parteitag war der Tumult von Protestierenden zu hören. Sie belästigten die Gäste des Abends, als diese nachhause gehen wollten.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Teilnehmer von Trump-Veranstaltungen massiv beschimpft, bespuckt, bedroht und niedergeschlagen werden, ohne dass die linken Medien überhaupt darüber berichten oder jemand zur Verantwortung gezogen wird.

Trumps Gegner werfen ihm immer wieder vor, sich nicht um „Black Lives Matter“ zu kümmern. Der Präsident betont hingegen, das Leben aller Amerikaner zu schützen und zu achten, ob geboren oder ungeboren.

Sein entschiedener Einsatz gegen Abtreibung ist der Hauptgrund, dass prominente Lebensrechtler wie die Ex-Abtreibungsdirektorin Abby Johnson (siehe Foto) sich für ihn aussprechen – ebenso der Teenager Nicki Sandman (der wegen seiner MAGA-Kappe auf dem Marsch für das Leben 2019 von Medien unfair verteufelt wurde: https://www.youtube.com/watch?v=RERNDjwv7DU).

Auch die katholische Ordensfrau Dede Byrne (siehe Foto), eine Chirurgin und ehem. Offizierin der U.S.-Armee, unterstützt den Präsidenten in seinem Einsatz gegen Abtreibung und will vor allem für ihn beten. (https://www.youtube.com/watch?v=WZrlXvNO9VQ&feature=youtu.be).

Viele Redner schildern wie Trump ihnen persönlich geholfen hat. Dem Ehepaar Müller aus Arizona, deren Tochter Kayla von Islamisten entführt, gefoltert und ermordet wurde, ohne dass Obama oder Biden einschritten (https://kvoa.com/news/top-stories/2020/08/28/video-parents-of-isis-victim-kayla-mueller-speak-on-final-night-of-the-rnc/).

Man berichtete von unzähligen Telefonaten, die Trump führt, wenn Leute in irgendeiner Weise ein schweres Schicksal ereilte. Die Herzen waren von Mitgefühl erfüllt, als das Fernsehbild auf die drei Kinder umschwenkte, deren Mutter  –  eine Polizistin  – kaltblütig von BLM-Plünderern erschossen wurde.

Das Halleluja von Alice Marie Johnson klang in ihrer Rede über die Lautsprecher  – es war das erste, was ihr in den Sinn kam, als sie hörte, dass Präsident Trump sich für ihre Begnadigung engagiert hatte. Sie saß 22 Jahre im Gefängnis wegen illegalen Drogenhandels. (https://www.youtube.com/watch?v=5uq_4mk6Vw0&feature=youtu.be)

Auf dem Parteitag  –  der mit einem grandiosen Feuerwerk endete (https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=X1J5Du8FmzY)  – wurde ein Amerika der unbegrenzten Möglichkeiten vorgestellt:

Ein Land, das bereit ist, stärker und besser als je zuvor aus der Krise hervorzugehen. Ein Land, dessen Stock-Märkte ansteigen, sobald der Präsident am Mikrophon steht.

„Der Parteitag der Demokraten war ein „Weltuntergangs Zoom Meeting“, in der Trump massiv kritisiert wurde. Es fiel kaum ein Wort darüber, wie man regieren will“, bemerkte ein Journalist.

Biden ist ein Trojanisches Pferd der Sozialisten, so hört man nicht nur Trump sagen.

Selbst wenn progressive Katholiken wie die Ordensfrau Simone Campbell und der liberale Jesuitenpater James Martin auf dem Parteitag der Demokraten etwa die „friedlichen“  Demonstrationen hervorhoben.

Und selbst wenn (Taufschein-)Katholiken wie die so gebetsfreudige Sprecherin des Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, oder der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, nichts gegen Abtreibung einwenden und stattdessen ihren Glauben damit begründen, den Armen zu helfen zu wollen, den Rassismus zu verabscheuen und eine willkürliche Einwanderung in die USA zu unterstützen etc, werden sie damit immer weniger christliche Wähler beeindrucken.

„Wir wollen ein Amerika mit Gott, die Demokraten hingegen eines ohne ihn“, sagte Präsident Trump. „Und wenn die Demokraten toben, wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind,“ erwähnt der Präsident oft, wie seine Tochter Ivanka berichtete.

Ivanka Trump stellte ihren Vater auf dem Parteitag vor. Washington habe nicht ihn verändert, sondern er habe Washington geändert, erklärte sie.

Politiker beschweren sich gerne über Probleme, anstatt sie zu ändern. Es komme auf die Resultate an, betonte Ivanka. Welches Amerika wollen wir? Ein Land in Sicherheit? Wo jeder die Chance hat, etwas zu erreichen, je nach seinen von Gott gegebenen Talenten?

Sie hielt eine Rede über das, was der Präsident erreicht hatte – ganz abgesehen von dem jüngsten Friedensvertrag zwischen Israel und den VEA (Vereinigten arabischen Emiraten), weshalb ihn einige für den Friedensnobelpreis vorschlagen wollen.

Und hätte man Trump regieren lassen, sähe es noch besser aus, hört man viele Stimmen. Man hätte den Präsidenten nicht „impeached“, während Corona schon vor der Tür stand.

Wen die Amerikaner zum Präsidenten wählen wollen, müssen sie nun am 3. November entscheiden.

Ein letzter Versuch der Demokraten, die Wahl zu manipulieren, seien Briefwahlen, behaupten einige, zumal sogar schon verstorbene Haustiere Wahl-Unterlagen bekommen haben. Wenn der Wahlumschlag vorfrankiert ist, kann man die Wahlzettel noch nach der Wahl ausfüllen und einsenden. Wenn bis 20. Januar 2021 kein Ergebnis vorliegt, wird automatisch die Demokraten-Politikerin Nancy Pelosi amtierende Übergangs-Präsidentin.

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Tierärztin, Bioethikerin und Sachbuchautorin; sie lebt seit vielen Jahren in den USA