Fragwürdige Reproduktionsmedizin mit Einfrieren der Eizellen liegt im Trend

Von Dr. med. Edith Breburda

Der Wandel moderner Reproduktionstechniken, macht das Einfrieren von Eizellen nicht nur zu einer Art „Boutique-Erfahrung“, sondern gibt Frauen eigene Macht über ihre Zukunft.  

Im Laufe der Jahre wurde das Einfrieren von Eizellen, die man im Fachjargon Oozyte cryopreservation bezeichnet, gründlich verändert. Die in den 80iger Jahren entwickelte Methode war anfänglich dazu gedacht, kranken Frauen eine Möglichkeit der Behandlung zu geben, ohne ihre Fruchtbarkeit zu beeinträchtigen. Sie legten buchstäblich ihre Eizellen auf Eis.

Bereits im Jahre 2012 hat die Amerikanische Gesellschaft für Reproduktive Medizin ein ursprünglich experimentelles Verfahren der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Damit wurde der Weg zu einer Art „Makeover“ geebnet, der in der Gesellschaft einen starken Einklang fand. Es befreite nicht nur Frauen von ihrer tickenden biologischen Uhr, sondern machte es gleichsam zu einer alltäglichen Notwendigkeit, die fast schon zum guten Ton gehört.

Die beteiligten Pharmafirmen Kindbody, Prelude Fertility, Ova usw. haben das Einfrieren von Eizellen von einem strikt medizinischen Eingriff, der an ein klinisches Umfeld gebunden war, zu einem Boutique-Erlebnis gemacht. Es wird nicht nur bequem, sondern bietet vor allem Komfort. Darüber hinaus können Frauen nun – so die Werbung – endlich selbst bestimmen, wann und mit wem sie ihren Nachwuchs haben wollen. Notfalls shoppen sie einen begehrten Samenspender, den sie im Internet ohne weiteres finden können.

Die Vermarktung des Einfrierens von Eizellen findet in Happy-Hour- Infoveranstaltungen, exklusiven Büros bis hin zu Instagram-Anzeigen statt. Es wird das Gefühl vermittelt, dass es sich bei der Reproduktionstechnologie nicht um eine große Sache handelt. Sie sei keineswegs beängstigend und fällt nunmehr unter die Rubrik der Selbstverwirklichung und des Wellness (Wohlfühlens). [1]

Diese Reklame einer New Yorker Fruchtbarkeitsklinik (siehe Foto) verglich die Kosten des Prozedere mit dem Sparen auf eine Maniküre oder eine gefrorene Acaischale. In ihrer Werbung heißt es: Entweder gibst Du einige Dollars am Tag für eine Eisschale aus oder sparst für das Einfrieren deiner Eizellen. [2]

Andere Anbieter locken Frauen damit, dass sie die „Zukunft besitzen“, wenn sie ihre Eizellen einfrieren.

Als Valerie Landis ihre Eizellen 2015 einfrieren ließ, war sie mit 33 Jahren die Jüngste. Die vielbeschäftigte Frau, deren letzte ernsthafte Beziehung schon ein paar Jahre zurück lag, wollte sich mit dem Kinderbekommen etwas Zeit kaufen. Damals waren die Frauen mindestens 37 Jahre alt, die sich dieser Prozedur unterzogen. Heute ist das ganz anders. Man kann durchaus 25-Jährige unter der Klientel finden. Es ist dies eine neue Welle der Feministinnen. Ein Trend, der auf die Unabhängigkeit von Frauen verweist.

Gina Bartasi, die Geschäftsführerin von Kindbody, bemerkt: „So viele Gebiete in der Wellness und der eigenen Gesundheitsvorsorge sind proaktiv. Wir denken an ein ausgewogenes Essen; auf unseren Cholesteringehalt zu achten und genug Fitness zu betreiben. Dabei lassen wir unsere Fruchtbarkeit aus und warten so lange, bis das Kinderkriegen zum Problem wird.“

Die Eizellen einzufrieren erscheint als eine Art von Selbstvorsorge.

Diese Aussagte steht im Gegensatz zu dem, was Fruchtbarkeitsspezialisten darüber denken. Sie wollen nicht, dass sich junge Frauen grundlos der Prozedur unterziehen. Weder Angst noch Verharmlosung sei angebracht. Es ist zudem falsch, eine Art Hoffnung zu vermittelt, welche diese Art der Reproduktionsmedizin ganz nach dem Willen der Frau und ihrem „Zeitfenster“ ermöglichen würde.  

„Ich nenne es ganz unkonventionell DAS ABGREIFEN“, sagt Paul Lin, Geburtshelfer und Gynäkologe sowie Leiter der Gesellschaft für Reproduktionstechnologie. Es klinge ganz so wie: „Hey, du bist eine unabhängige Frau. Schnapp dir deine Fruchtbarkeit und machen es einfach.“ – Und all das geschieht mit dem Hintergedanken, dass diese lockere Art der „Reklame“ bestimmt Patienten einbringt.“

Aber eigentlich sind es ja keine Patienten, sondern Kunden. Denn Frauen, die ihre Fruchtbarkeit auf diese Weise hinauszögern, sind nicht krank!  

Eizellen für eine spätere erfolgreiche Schwangerschaft einfrieren zu lassen, hängt zudem von vielen Faktoren ab. Je mehr Eizellen gespendet werden, desto höher die Chancen einer späteren Schwangerschaft. Gerade dieser Vorgang ist jedoch nicht so einfach. Am Ende überleben nicht mal alle Eizellen den Einfriervorgang. Die „Qualität“ der Eizellen nimmt mit der Lagerung ab, und je älter sie werden, desto wahrscheinlicher haben sie genetische Anomalitäten.

„Alter ist überall der limitierende Faktor für jemanden, der schwanger werden will“, sagt Dr. Josh Klein, Gründer von Extend Fertility. „Der Zusammenhang für mich war immer klar. Eizellen von jüngeren Frauen sind von Vorteil.“

2017 ließen sich 23-mal so viele Frauen ihre Eizellen einfrieren wie noch 2009. Firmen in Silicon Valley wie Facebook und Google bieten „egg freezing“ als eine Sozialleistung für ihre Mitarbeiter an. Das Attraktive dabei ist, Zeit „stehlen“ zu können, bis man den richtigen Partner findet; mit seiner Ausbildung fertig ist oder das finanzielle Umfeld stimmt.

Der Hauptgrund liegt laut Yale darin, keinen Partner zu haben. „Ein bisschen kommt auch ein gewisser sozialer Druck und Gruppenzwang dazu“, sagt Dr. Pasquale Patrizio, Leiter des Yale Fertility Center und des Fertility Präservation Programm‘s. „Deshalb müssen wir sehr vorsichtig sein, wie wir das Einfrieren von Eizellen anbieten.“ Auch er betont: „Wir dürfen das Geschäft nicht auf Ängsten aufbauen und mit dem einzigen Hintergedanken, schnell an Geld zu kommen.“

Bartasi von Kindbody widerspricht dieser Ansicht. Es sei nichts Falsches daran, Frauen zu ermutigen, eher früher als später über ihre Fruchtbarkeit nachzudenken:

„Wir wollen einfach keine Optionen vorenthalten. Frauen sollten aufgeklärt und ermutigt werden, ihre eigene Fruchtbarkeit proaktiv zu verstehen, wenn sie noch die meisten verfügbaren Optionen haben“, sagte Bartasi. „Sobald sie diese Information haben, liegt die Wahl bei ihnen.“

Was für Gründe Frauen auch immer haben, das Einfrieren der Eizellen ist nicht gerade billig. Alles inclusive kostet es zwischen 15.000 bis 20.000 US- Dollars.

Die Erfolgsrate hängt davon ab, wieviel Eizellen man einfriert und wie alt die Frauen sind. Bei 15 eingefrorenen Eizellen liegt die Chance bei 85 Prozent, eine spätere Schwangerschaft zu haben, sofern die Frauen 35 Jahre oder jünger sind. Bei 10 Eizellen liegt die „Rate“ bei 61% und bei 5 Eizellen sind wir bei 15 %, sagen die Mediziner.

„Was für ein schreckliches Investment“, beschwert sich die Photographin und Filmproduzentin Gwen Schroeder. „Du musst $ 15.000 hinlegen, um später eine 15% Chance zu haben, ein Kind zu bekommen.“

Sie hat ihre Eizellen eingefroren, als sie 35 Jahre alt war. Sie hatte das Geld erst durch das Erbe ihres Vaters bekommen. Sechs Monate später traf sie jemanden und nun haben sie eine Tochter. Ihre entnommenen Eizellen liegen immer noch auf Eis. „Dieses Investment gibt mir ein bisschen Sicherheit“, sagt sie. „Ich will sie auf jeden Fall behalten, man weiß ja nicht, was das Leben einem noch so bietet.“

Die meisten Frauen, die sich der Prozedur unterzogen haben, werden diese Eizellen dennoch nicht nutzen. Aktuell sind es nur 3 – 9% der Frauen, die wirklich auf sie zurückgreifen.

Die ganze Angelegenheit ist alles andere als einfach, denn je jünger die Frauen sind, desto besser sind zwar die Eizellen, aber umso weniger der davon machen von ihnen Gebrauch. Je älter die Frauen wiederum sind, desto mehr greifen sie auf ihre gefrorenen Eizellen zurück, je geringer ist bei ihnen jedoch die Wahrscheinlichkeit, ein Kind zuzutragen.

Nach Dr. Patrizios Ansicht sollten Frauen ihre Eizellen zwischen 33 bis 35 Jahren einfrieren.  Ein schwieriges Unterfangen, wenn man kein Geld hat und nicht jeder eine GoFundMe-Kampagne auf dem Internet starten will, was einige der Frauen durchaus tun.

Was bleibt, ist die ethische Frage dieser Prozedur, die Frage, wer der Erzeuger des Lebens ist. Denn allzuoft geben wir diese Rolle an die Reproduktionsmedizin ab. Grob vereinfacht wird ein Embryo durch In-Vitro-Fertilisation erzeugt. Meist ist es aber nicht ein Embryo, sondern man nimmt wahrscheinlich alle Eizellen und selektiert am Ende die „Besten“ heraus, um eine Schwangerschaft zu induzieren.

Was ist, wenn die Eizellen nicht benutzt werden? Ihre Lagerung muss bezahlt werden. Sicher ist es einfacher, wenn es sich um eine Eizelle handelt als um einen Embryo. Dennoch stellt sich die Frage: würde man nichtbenutzte Eizellen der Forschung weitergeben? Diese könnten Embryos schaffen, um an ihnen zu experimentieren!  Es ist schwer genug, an menschliche Eizellen zu kommen – und in vielen Ländern sind Eizellen für Forschungszwecke begehrt. (1)

[1] Grant R.: How egg freezing got rebranded as the ultimate act of self-care. US News, 30. September 2020
[2] Sadovi K.: Wall Street greed’s latest target: fertility clinics. Take on Wall St. August 7, 2019


Das spezielle Dilemma der „Babyfabriken“ während der Coronakrise

Von Dr. med. Edith Breburda

Leihmütter, die entweder freiwillig oder gezwungenermaßen Kinder auf die Welt bringen, existieren. Berichte über sogenannte

“Kinderfabriken”, wie z.B. in der Ukraine, mehren sich. Durch die COVID-19 bedingten “Lockdowns” im Frühjahr 2020 erfuhren wir von dem Dilemma, in welchem sich Leihmutter-Kliniken befinden, weil die Babys nicht mehr von ihren Eltern abgeholt werden konnten.  

Oksane Grytsenko ging dem Baby-Business in ihrem Land im Juni 2020 nach. Neugeborene liegen in ihren Krippen. Einige weinen, andere nuckeln an der Flasche, die ihnen eine Hilfskrankenschwester im Hotel Venice, in einem Vorort von Kiev, reicht. Das Hotel ist mit Mauer und Stacheldraht umgeben.

Es handelt sich um den Nachwuchs von ausländischen Eltern, die diese beim BioTexCom Zentrum für Humane Reproduktion bestellten. Es ist die größte „Leihmutter-Klinik” der Welt. Die Babys sind im Hotel Venice buchstäblich gestrandet. Ihre Auftragsgeber konnten sie nicht mehr abholen, als im März 2020 die ukrainische Grenze wegen der COVID-19-Pandemie geschlossen wurde.

Verängstigte Eltern versuchen, ihre Kinder über Videoanrufe zu beruhigen. Sie senden Aufnahmen von ihren Stimmen, damit ihre biologische Tochter oder ihr Sohn auf diese Weise ihre Eltern kennen lernen.

BioTexCom hat ein Video über Hotel Venice im Mai 2020 herausgegeben, um auf das herzzerbrechende Dilemma hinzuweisen. Man will damit erreichen, dass die Grenzen wieder aufmachen, damit die Kinder zu ihren Eltern können. Das Schicksal der Babys erregte weltweit die Gemüter. Einen Monat später waren immer noch 50 Neugeborenen gestrandet. Die boomende Industrie der “Kinderfabriken” wurde dadurch noch mehr ins Rampenlicht der Kritiker gerückt.

Die ukrainische Kinder-Ombudsfrau Mykola Kuleba redet mittlerweile von mehr als nur einer Verletzung von Kinderrechten. Wenn es nach ihrem Willen ginge, würde sie die Leihmutterschaft für nichtukrainische „Eltern“ ganz verbieten.

Ein Ansinnen, das schwer in einem Land wie der Ukraine durchzudrücken sein wird. Wir wissen, dass manche Frauen dort nahezu abhängig von diesem „Extra-Cash“ sind. So bieten sich immer wieder verarmte Landfrauen an, Babys gegen Geld auszutragen. Ungeachtet dessen, dass sie offensichtlich einen hohen psychologischen und gesundheitlichen Preis dafür in Kauf nehmen, ihre „Gebärmutter“ auszumieten.

Die 39-jährige Liudmyla kommt aus Vinnytsia. Die Stadt liegt südwestlich von Kiev. Die Leihmutter wartet immer noch auf das Geld für ein Mädchen, die sie für ein deutsches Ehepaar im Februar 2020 zur Welt brachte. „Ich schreibe meinen Auftraggebern sehr oft“, sagt Liudmyla. Sie schulden ihr noch 6.000 Euro, welche wegen der Pandemie nicht bezahlt werden könnten. 

Liudmyla hatte in Kiev einen erfolgreichen Embryo-Transfer. Während ihrer Schwangerschaft war sie in Vinnystia. Ihre Agentur verlangte, dass sie das Kind in Polen entbindet. Dort ist zwar eine Leimutterschaft verboten; die Registrierung des Kindes ist in diesem Land aber

einfacher. Jedoch wusste man in der polnischen Klinik nichts von Liudmyla. „Ich wollte sie nicht hergeben. Ich weinte.“ Die Realität holte sie schnell ein. „Ich wusste, worum es ging“, erinnert sich die Leihmutter, die sich in den Tagen des Krankenhausaufenthaltes um das Neugeborene kümmerte.

Liudmyla ist alleinerziehende Mutter von drei eigenen Kindern. Seit Jahren versucht sie, ihre kleine Familie durchzubringen. So suchte sie 2017 die Leihmutterschaftsklinik in Kiev auf. Mit dem Geld konnte sie einen Kredit für eine Wohnung aufnehmen. Obwohl schon die erste Leihmutterschaft kompliziert war und sie während der Schwangerschaft auf der Intensivstation war, entschied sie sich, ein weiteres Kind auszutragen. Sie wollte damit ihre Wohnung abbezahlen. Eine Bleibe zu haben war besser als ein Hotelzimmer, in dem sie zuvor lebte.

Obwohl es keine offiziellen Statistiken gibt, vermutet man, dass sich jährlich tausend ausländische Eltern an die Ukraine wenden, um auf eine günstige und unkomplizierte Weise, Eltern eines Babys zu werden. Einzige Auflage ist, dass die heterosexuellen Eltern verheiratet sind und eine Bestätigung ihrer Unfruchtbarkeit vorliegt.

Tetiana Shulzhynska, die in Chernihiv als Busfahrerin arbeitet, suchte 2013 die Leihmutter Klinik BioTexCom auf. Sie hatte so viele Schulden, dass ihr diese ein Fahrkarte nach Kiev senden musste. Sie trug ein Kind für ein italienisches Ehepaar aus. Doch nach 2 Monaten merkte sie, dass sie nicht mit einem, sondern vier Kindern schwanger war. Der biologische Vater bestand darauf, dass drei der Kinder im Mutterleib getötet wurden. Im Mai 2014 brachte Shulzhynska eine Tochter für ihre Auftragseltern auf die Welt. Sieben Monate später wurde bei Tetiana Zervikalkrebs diagnostiziert. Es dauerte fast ein Jahr, um das Geld für eine Operation aufzubringen. Kurz danach planten, die Ärzte ihr linkes Bein zu amputieren, welches bereits vom Krebs angegriffen war.

Tetjana warnt nicht nur Frauen vor einer Leihmutterschaft, sie führt mittlerweile mit einigen anderen Frauen einen Prozess gegen BioTexCorn. Die 38-Jährige ist der Überzeugung, dass viele Frauen am Ende mehr Unkosten haben werden. „In dem Vertag beschützen sie nur die Babys. Sie kümmern sich nicht um Deine Gesundheit oder gar um Dich persönlich.“

Albert Tochilovsky, der Eigentümer von BioTexCom, kann im Hotel

Venice angetroffen werden. Er bestreitet keineswegs die Pannen, welche seine Firma hat. „Ich glaube nicht, dass wir die Einzigen sind, die diese Probleme aufweisen. Jetzt, wo es Gentests gibt, werden wahrscheinlich noch mehr Eltern herausfinden, dass Ihr Kind nicht mit Ihnen verwandt ist.“ Für Albert liegt die Ursache bei der relativ geringen Erfahrung, die er hatte, als die Klinik noch in ihren „Kinderschuhen“ steckte. So könnten durchaus Embryos vertauscht worden sein, erklärt er. 

Hinzu kommen Elternpaare, die ihre Babys nicht annehmen wollen, weil sie Gesundheitsprobleme hatten. Bridget, die Tochter eines amerikanischen Paares, wurde 2016 geboren und lebt nun in einem Weisen-Heim in Zaporizhia im Osten der Ukraine.

„Es war eine Tragödie für uns“, sagt der Direktor.  Auf der Webseite seiner Leihmutter Klinik steht: „Wir haben die besten Leihmütter“. Er verleugnet die Misshandlung von Frauen und weiß auch nichts von

Shulzhynska’s Krebs. Dennoch bezeichnet er ihre Behauptung als „schwachsinnig“, weil seine Klinik ihre Vertragspartner bestens schütze. „Bei uns passiert ihnen nichts. Wir sind nur für den Embryotransfer zuständig. Wobei wir diesbezüglich die besten Reproduktionstechnologien anwenden. Gesundheitsprobleme entstehen in den Entbindungskliniken, die eventuell die Gebärmutter entnehmen müssen. Darauf haben wir keinen Einfluss. Doch selbst wenn das passieren sollte, zahlen wir eine Kompensation“, rechtfertigt sich Albert. 

Vielleicht trifft es besser zu, dass sich der Direktor die Lage nur schönredet und weltfremd auf seinen Profit aus ist. Ansonsten müsste er von all den Nebenwirkungen einer Leihmutterschaft wissen. Sie endet ja nicht damit, wenn das Auftragskind gegen ein Entgelt, von dem er das Meiste für sich behält, in die Arme der Eltern gelegt wird.

Momentan bangen Schwangere darum, ob es den Auftragseltern überhaupt möglich sein wird, ihre Babys abzuholen. Die 26-jährige Olga aus dem Nordosten der Ukraine kam mit ihrem Sohn und Mann nach Kiev, um dort Zwillinge für chinesische Auftragsgeber zu

entbinden. Sie wartet in einer kleinen Wohnung, nahe des Entbindungszentrums, auf die Geburt. Es gehe ihr gut. Manchmal trifft sie sich mit anderen Leihmüttern der Agentur.

Für die 17.000 Euros, die sie bekommen wird, will sie ein kleines Café aufmachen. Vielleicht wird es auch ein Blumenladen. Olga bemerkt: „Ich habe keinen umgebracht oder gestohlen. Ich habe mir das Geld auf ehrliche Weise verdient.“

Ihr Sohn sitzt neben der Mutter. Er nennt die zu erwartenden Babys „Kirusha und Kirusha“.  Die einzige Sorge, die Olga hat, ist die, ob die Eltern vor der Geburt anreisen können. Ansonsten wird es ihr überlassen, für die Babys zu sorgen, bis die Eltern ankommen. Während der Pandemie kann es sich dabei um mehrere Monate handeln. Eine Mutter adoptierte am Ende das Auftragskind, weil die Eltern es nicht mehr haben wollten.

Um die Situation zu überbrücken, warten die Babys, die täglich zunehmen, in einer provisorischen Neugeborenen-Station im Hotel Venice. Einige argentinische und spanische Ehepaare hatten es noch vor dem Lockdown geschafft, in die Ukraine zu reisen. Glücklich wurden sie mit ihren Auftragskindern vereint.

Wann sich der Grenzverkehr in die Ukraine wieder normalisiert, weiß keiner. Rafael Aires verbringt bereits Monate damit, seine Tochter Marta im Hotel Venice zu sehen. Die einzige Verbindung zu seiner Frau in Spanien ist über sein Mobil-Telefon. Die Eltern hatten acht Jahre versucht, ein Kind zu bekommen. „Und nun‘, sagt er, „ta-dam“. [1]

Das Geschäft mit Kinderfabriken „floriert“ nicht nur in der Ukraine, wobei es dort noch am „humansten“ betrieben wird. Im Gegensatz dazu werden in Babyfabriken im afrikanischen Lagos Schwangere wie Gefangene gehalten, denen die Kinder nach der Geburt entgeltlos entwendet werden.

2019 wurde nicht nur ein einwöchiges Baby von der Polizei gefunden, sondern kurz darauf 19 Schwangere. Die unterernährten 15 – 28 Jahre alten Frauen wurden an vier verschiedenen Orten Nigerias in Isheri-Osum und Ikotun festgehalten. Nach der Geburt nahm man ihnen die Kinder weg und verkaufte sie für – je nach dem Geschlecht – unterschiedlichen Preisen von umgerechnet 800 – 1300 Euros.

Die Polizeieinheit Ministry of Women Affairs hatte bereits zuvor in Igando eine illegal betriebene „Kinderfabrik“ gestürmt. Während einige der Mütter wussten, dass die Kinder verkauft werden, wurden andere mit dem Versprechen nach Arbeit in die Hauptstadt gelockt. Die von der Polizei gesammelten Informationen offenbarten, dass viele der Frauen entführt wurden, um in Lagos sexuell ausgenutzt zu werden.

Wenn diese Art der Babyfabriken nicht auf den biotechnologischen Errungenschaften moderner Reproduktionsmedizin aufbaut, handelt es sich dennoch um eine moderne Art der Ausbeutung von Entwicklungsländern, die unter Umständen der Ausbeutung alter Kolonialherrschaften in nichts nachsteht. [2]

Allen Babyfabriken und auch Reproduktionstechniken gemeinsam ist, dass Frauen nicht nur dehumanisiert werden, sondern sich ihr Wert nach ihren Eizellen, ihrer Gebärmutter usw. richtet. Ganz abgesehen von den psychischen und physischen Tragödien, die sich hinter der Kulisse für Mütter und deren Kindern abspielen. Es handelt sich um ein oft verschwiegenes Dilemma, das nicht erst durch eine Coronapandemie in 2020 heraufbeschworen wurde.


[1] Grytsenko O.: The stranded babies of Kyiv and the women who give birth for money. The Guardian, Juni 15, 2020

[2] M’bwana L.: 19 Nigerian pregnant girls rescued in another baby factory. The Maravi Post, Oktober 1, 2019


„Jubelparteitag“ der Republikaner in den USA mit einem klaren Plädoyer für das Leben

Von Dr. Edith Breburda

In kritischen Zeiten hatten die Vereinigten Staaten immer den richtigen Präsidenten. „Der diesjährige Parteikongress der Republikaner war der beste, den ich je gesehen habe. Die  verschiedenen Redner waren Amerikaner, die ihre Liebe und ihren Respekt für unser Land und die Prinzipien, auf denen es gegründet wurde, zeigten“, schrieb Pfarrer Frank Pavone, der nationale Direktor der „Priester für das Leben“.

Das Weiße Haus diente in der vierten und letzten Nacht des Parteitags als Kulisse. Präsident Trump, der von den Delegierten für eine zweite Amtszeit nominiert wurde, hielt danach eine 70-minütige Rede.

Seine Kritiker reden von einer „Jubelshow“, die aus dem Mafiaboss-Film The Godfather stammen könne. Dieser Eindruck wurde noch verstärkt, als am Ende des Parteitags ein Opernsänger sogar das Ave Maria sang: https://www.youtube.com/watch?v=UTVIMCEuj5c und https://www.kath.net/news/72679

Dieser Vorgang sei grotesk, empörte sich eine Sprecherin von CNN.

Trumps Familie hatte sich auf der Tribüne versammelt. Selbst die Eltern von Melania saßen hinter ihrem inzwischen sehr groß gewordenen Enkel Barron.

In etwa zwei Monaten findet die 59. Präsidentschaftswahl der USA statt. Sie wird über die Zukunft des Landes entscheiden.

Der sichtlich erregte Ex-Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, wies darauf hin, dass “Amerika in kritischen Zeiten in unserer Geschichte immer mit dem Präsidenten gesegnet war, der uns durch die schweren Zeiten hindurch brachte.“

Er bat den Präsidenten darum, das Land wieder sicher zu machen. So redet jeder von der entscheidendsten Wahl in der Geschichte der USA (https://www.youtube.com/watch?v=Jvc0j1Obgf8).

Es gehe darum, sagte er weiter, „ob wir den amerikanischen Traum retten oder ein sozialistisches Land werden, das wir nicht mehr wiedererkennen würden.“

So wirft auch der Ex-Demokraten-Kongressabgeordnete Jeff Vcan Drew, der zu den Republikanern gewechselt ist, seiner früheren Partei eine ultrasozialistische Agenda vor:

„Meine ehemalige Partei, die nun von Radikalen geführt wird, schreibt Joe Biden vor, was er tun soll. Dieselben Radikalen versuchen, ihn als ihren Marionetten-Präsidenten zu installieren.“

Der frühere Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Tim Murtaugh, ist nicht der Einzige, der Biden als trojanisches Pferd der radikalen Linken bezeichnet.

Biden ist seit 1972 in Washington und hatte genug Zeit, seine Ideen umzusetzen – man fragt sich, wieso er jetzt erst, nachdem er überall versagt hat und immer auf das falsche Pferd setzte, ein besserer Präsident als Trump sein sollte?

Als man ihn neulich fragte, ob er sich eine zweite Amtszeit vorstellen könnte, sagte er zum Entsetzen seiner Vizepräsidentskandidatin, dass er sich das definitiv vorstellen könnte. Hofft sie doch, schon recht bald an die Stelle des 78-jährigen Biden treten zu können. Allerdings sieht Murtaugh in Biden einen schwachen Kandidaten, dessen politische Karriere in den letzten 47 Jahren fehlgeschlagen sei.

Biden will ein „Amerika made in China“, während der amtierende Präsident darauf hinweist, als Garant für ein „Amerika made in USA“ zu stehen.

BILD: Amerikas First Lady Melania Trump

„Biden ist nicht der Erlöser – wie will er Amerika regieren, wenn er es vorher zerstört hat?“, fragte Trump. Es handelt sich um eine Anspielung gegen jene Linken, die Gesetzlosigkeit propagieren und kein Interesse an Recht und Ordnung haben und am Ende noch der Polizei die staatlichen Gelder entziehen wollen.

Dem Präsidenten sind die Hände gebunden, er kann nichts gegen Plünderer und Gewalttaten in den von Demokraten geführten Städten unternehmen.

Die Gouverneure müssen ihn um Hilfe bitten, was sie in einigen Städten bisher nicht getan haben. Auch beim Parteitag war der Tumult von Protestierenden zu hören. Sie belästigten die Gäste des Abends, als diese nachhause gehen wollten.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Teilnehmer von Trump-Veranstaltungen massiv beschimpft, bespuckt, bedroht und niedergeschlagen werden, ohne dass die linken Medien überhaupt darüber berichten oder jemand zur Verantwortung gezogen wird.

Trumps Gegner werfen ihm immer wieder vor, sich nicht um „Black Lives Matter“ zu kümmern. Der Präsident betont hingegen, das Leben aller Amerikaner zu schützen und zu achten, ob geboren oder ungeboren.

Sein entschiedener Einsatz gegen Abtreibung ist der Hauptgrund, dass prominente Lebensrechtler wie die Ex-Abtreibungsdirektorin Abby Johnson (siehe Foto) sich für ihn aussprechen – ebenso der Teenager Nicki Sandman (der wegen seiner MAGA-Kappe auf dem Marsch für das Leben 2019 von Medien unfair verteufelt wurde: https://www.youtube.com/watch?v=RERNDjwv7DU).

Auch die katholische Ordensfrau Dede Byrne (siehe Foto), eine Chirurgin und ehem. Offizierin der U.S.-Armee, unterstützt den Präsidenten in seinem Einsatz gegen Abtreibung und will vor allem für ihn beten. (https://www.youtube.com/watch?v=WZrlXvNO9VQ&feature=youtu.be).

Viele Redner schildern wie Trump ihnen persönlich geholfen hat. Dem Ehepaar Müller aus Arizona, deren Tochter Kayla von Islamisten entführt, gefoltert und ermordet wurde, ohne dass Obama oder Biden einschritten (https://kvoa.com/news/top-stories/2020/08/28/video-parents-of-isis-victim-kayla-mueller-speak-on-final-night-of-the-rnc/).

Man berichtete von unzähligen Telefonaten, die Trump führt, wenn Leute in irgendeiner Weise ein schweres Schicksal ereilte. Die Herzen waren von Mitgefühl erfüllt, als das Fernsehbild auf die drei Kinder umschwenkte, deren Mutter  –  eine Polizistin  – kaltblütig von BLM-Plünderern erschossen wurde.

Das Halleluja von Alice Marie Johnson klang in ihrer Rede über die Lautsprecher  – es war das erste, was ihr in den Sinn kam, als sie hörte, dass Präsident Trump sich für ihre Begnadigung engagiert hatte. Sie saß 22 Jahre im Gefängnis wegen illegalen Drogenhandels. (https://www.youtube.com/watch?v=5uq_4mk6Vw0&feature=youtu.be)

Auf dem Parteitag  –  der mit einem grandiosen Feuerwerk endete (https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=X1J5Du8FmzY)  – wurde ein Amerika der unbegrenzten Möglichkeiten vorgestellt:

Ein Land, das bereit ist, stärker und besser als je zuvor aus der Krise hervorzugehen. Ein Land, dessen Stock-Märkte ansteigen, sobald der Präsident am Mikrophon steht.

„Der Parteitag der Demokraten war ein „Weltuntergangs Zoom Meeting“, in der Trump massiv kritisiert wurde. Es fiel kaum ein Wort darüber, wie man regieren will“, bemerkte ein Journalist.

Biden ist ein Trojanisches Pferd der Sozialisten, so hört man nicht nur Trump sagen.

Selbst wenn progressive Katholiken wie die Ordensfrau Simone Campbell und der liberale Jesuitenpater James Martin auf dem Parteitag der Demokraten etwa die „friedlichen“  Demonstrationen hervorhoben.

Und selbst wenn (Taufschein-)Katholiken wie die so gebetsfreudige Sprecherin des Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, oder der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, nichts gegen Abtreibung einwenden und stattdessen ihren Glauben damit begründen, den Armen zu helfen zu wollen, den Rassismus zu verabscheuen und eine willkürliche Einwanderung in die USA zu unterstützen etc, werden sie damit immer weniger christliche Wähler beeindrucken.

„Wir wollen ein Amerika mit Gott, die Demokraten hingegen eines ohne ihn“, sagte Präsident Trump. „Und wenn die Demokraten toben, wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind,“ erwähnt der Präsident oft, wie seine Tochter Ivanka berichtete.

Ivanka Trump stellte ihren Vater auf dem Parteitag vor. Washington habe nicht ihn verändert, sondern er habe Washington geändert, erklärte sie.

Politiker beschweren sich gerne über Probleme, anstatt sie zu ändern. Es komme auf die Resultate an, betonte Ivanka. Welches Amerika wollen wir? Ein Land in Sicherheit? Wo jeder die Chance hat, etwas zu erreichen, je nach seinen von Gott gegebenen Talenten?

Sie hielt eine Rede über das, was der Präsident erreicht hatte – ganz abgesehen von dem jüngsten Friedensvertrag zwischen Israel und den VEA (Vereinigten arabischen Emiraten), weshalb ihn einige für den Friedensnobelpreis vorschlagen wollen.

Und hätte man Trump regieren lassen, sähe es noch besser aus, hört man viele Stimmen. Man hätte den Präsidenten nicht „impeached“, während Corona schon vor der Tür stand.

Wen die Amerikaner zum Präsidenten wählen wollen, müssen sie nun am 3. November entscheiden.

Ein letzter Versuch der Demokraten, die Wahl zu manipulieren, seien Briefwahlen, behaupten einige, zumal sogar schon verstorbene Haustiere Wahl-Unterlagen bekommen haben. Wenn der Wahlumschlag vorfrankiert ist, kann man die Wahlzettel noch nach der Wahl ausfüllen und einsenden. Wenn bis 20. Januar 2021 kein Ergebnis vorliegt, wird automatisch die Demokraten-Politikerin Nancy Pelosi amtierende Übergangs-Präsidentin.

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Tierärztin, Bioethikerin und Sachbuchautorin; sie lebt seit vielen Jahren in den USA


Werden Corona-Impfstoffe an humanen embryonalen Stammzellen getestet?

Von Dr. med. Edith Breburda

Wie gefährlich sind Impfstoffe – und wie gefährlich ist es, über sie aufzuklären, so könnte man auch fragen.

Der ehemalige Gouverneur Mike Hucakbee von Arkansas sagte kürzlich sarkastisch: „Das COVID-19-Virus wurde von den Protestierern und Randalieren geheilt“.  Doch legen wir diese politische Anspielung zur Seite.

Im Corona-Zeitalter, aber auch schon lange davor konnte man beobachten, dass diejenigen, die vor den Sicherheits- und Gesundheitsrisiken warnen, plötzlich und fast schon mysteriös von der Bildfläche verschwanden.

Manche Eltern sind verunsichert, ob eine Impfung nicht womöglich andere Krankheiten heraufbeschwöre. Pflichtimpfungen sind in den USA ein heikles Thema.

Denken wir z.B. an den Impfstoff Gardasil, der seit 2007 in Kanada und den USA auf dem Markt ist und der vor dem Humanen Pappiloma Virus (HPV) schützen soll. Der Erreger ist für Gebärmutterhalskrebs und genitale Warzen verantwortlich. 50 Millionen, vor allem junge Frauen, sind in mehr als 130 Ländern Träger des Virus.

Kritische Stimmen über mögliche Nebenwirkungen des Impfstoffes werden immer lauter. Das Newsmagazin Toronto Star startete eine intensive Untersuchung und fand in Kanada 50 Mädchen, die sich nach der Injektion des Impfstoffes Gardsil in ein Krankenhaus begeben mussten. In den USA gab es mehr als 100 Todesfälle und Tausende berichteten über Gegenreaktionen auf die Applikation.

Die Zeitung Toronto Star fand viele Eltern, die überzeugt waren, dass der Impfstoff ihren Kindern mehr schadet als hilft.

Kaitlyn Armstrong, ein Mädchen aus Ontario, berichtete über ihre Lehrerin, die versicherte, dass der Impfstoff vor Gebärmutterhalskrebs schützt und dass es eine gute Idee sei, geimpft zu werden. Über Komplikationen sagte sie nichts. Kaitlyn musste bald nach der Injektion ihre sportlichen Aktivitäten aufgeben. Sie erinnerte sich, der Krankenschwester berichtet zu haben, dass sie eine Metallallergie hat. Obwohl Aluminium-Salze die Grundlage des Impfstoffes sind, bekam das Mädchen die Spritze.

Debbie Vinnedge, die Gründerin der Children of God of Life, eine Organisation, die vor allem Impfstoffe und ihre Herstellung überwacht, erklärte: „Die Nebenwirkungen von Gardasil sind sehr schwerwiegend.“ – Da sich so viele Eltern über den Impfstoff beschwert hatten, wurde eine Liste der aufgetretenen Komplikationen angelegt. Darauf findet man 16 Angaben: „Totgeburten, Fehlgeburten, Zysten der Eizellen, Genitale Warzen, Multiple Sklerose, Lähmungen, Schlaganfälle, Unfruchtbarkeit“ usw.

Die übergreifende Erklärung könnte sein, dass Gardasil das Immunsystem schwächt. 28.000-mal wurde das Auftreten dieser Nebenwirkungen der U.S.-Regierung für Impfzwischenfälle gemeldet. 2012 gab es 128 Tote unter den Mädchen zwischen neun und 24 Jahren. Gardasil wurde für einen Zeitraum von fünf Jahren getestet.

Die kanadische Regierung setzte 300 Millionen Dollars ein, um die HPV-Impfung zu propagieren. Mädchen aus der achten Schulklasse wurden kostenlos geimpft.

Die katholischen Bischöfe zeigten eine ablehnende Haltung gegenüber dieser Impfung. Sie waren nicht nur wegen den Nebenwirkungen besorgt. Für sie war es eher unverständlich, achtjährige Kinder gegen sexuell übertragbare Krankheiten zu impfen. Dies würde den Eindruck erwecken, als werde derart frühes sexuelles Verhalten gutgeheißen. (1)

Doch das ist nicht der einzige Einwand, den Bischöfe im Hinblick auf Impfstoffe vorbringen.

2005 veröffentlichte die Päpstliche Akademie für das Leben eine Erklärung mit dem Titel: „Moral Reflections on Vaccines prepared from cells derived from aborted human fetus”, in dem es die Akademie billigte, moralisch bedenkliche Impfstoffe ‘vorübergehend‘ zu nutzen, wenn es keine Alternative gibt.

Man muss dabei bedenken, dass für die Herstellung einiger Impfstoffe Ziellinien von abgetriebenen Kindern herangezogen werden. Vor allem die evangelikalen Gruppierungen der USA lehnten es daher ab, ihre Kinder impfen zu lassen.

Wenn es aber der einzige Impfstoff ist, der zur Verfügung steht, argumentierten viele, dass die Kinder aus den Abtreibungen ja nicht für den Zweck getötet wurden, um einen Impfstoff aus ihren Zellen herzustellen. Und das kleinere „Übel“ sei es, diesen Impfstoff anzuwenden, anstatt an Mumps-Röteln und Masern zu erkranken und andere anzustecken.

Letzteres Argument, für die Gesundheit des Mitmenschen verantwortlich zu sein, kennen wir zu gut aus der Covid-Zeit, sonst würden wir nicht so ernsthaft um „Sozial Distancing“ bemühen und Masken tragen.

Dennoch: Wenn wir Impfstoffe aus abgetriebenen Kindern herstellen, zeigt das eine gewisse Mentalität, die versucht, etwas Gutes aus einer negativen Handlung zu konstruieren.

Man erinnert sich an einen „Spiegel“-Artikel mit der Überschrift: „Nutz doch die Dinger, bevor sie im Gulli landen.“ Gemeint waren gefrorene Embryonen, die aus In-Vitro-Fertilisationen stammten; sie zu entsorgen, ergibt für viele Wissenschaftler keinen Sinn. (2)

So ist es auch kein Geheimnis, dass schon seit langen Forschungsinstitute die für Ihre Forschung notwendige „Organe“ aus Abtreibungsklinken bekommen  – und sei es nur die Plazenta, die hauptsächlich von Abtreibungskliniken und nicht von Fehlgeburten aus der Gynäkologie „abgeholt“ werden können (weiterführende Literatur siehe: Reproduktive Freiheit, free for what?)

Bei solch einem Handeln kann es leicht passieren, dass wir beginnen, Abtreibungen und Stammzellforschung zu kommerzialisieren.

Aber was heißt anfangen?  Wenn wir in die moderne Reproduktionsmedizin schauen, wird das menschliche Genom doch bereits kommerzialisiert.

So wie wir alles, was auf diesem Planeten lebt, patentieren und nach unseren Vorstellungen verändern wollen. Zu guter Letzt greifen wir auch noch in das Erbgut unserer Nachkommen ein und bestimmen unwiderruflich, was sie für Eigenschaften haben sollen (3).

Die Geburt des ersten Retortenbabys war auch gleichzeitig der Startschuss der künstlichen Befruchtung  – ungeachtet dessen, was Papst Paul VI in seiner Enzyklika Humane Vitae  –  auf den Tag genau 10 Jahre vor dem ersten Retortenbaby  –  schrieb.

Papst Paul VI. richtete sich darin an alle Menschen guten Willens. Der göttliche Schöpfungsplan drücke sich in den biologischen Gesetzen aus. Die personale Begegnung zwischen Mann und Frau als ganzheitliches Miteinander wird in der Ehe verwirklicht. Es handelt sich dabei um eine sinnlich-geistige Liebesgemeinschaft, welche den Fruchtbarkeitsauftrag aufgrund der biologischen Gesetze erfüllen soll. Künstliche Verhütung ist so gesehen gegen das Leben gerichtet.

Papst Johannes Paul II. schrieb in Evangelium Vitae (21-24) von der Verfinsterung der Sinne für Gott und den Menschen. Das menschliche Leben verliere seinen Wert.

Der Jesuit und Moraltheologe Prof. Fucek sieht einen Ausweg aus dem Dilemma, dass Frauen tiefgefrorene Embryonen adoptieren könnten. Doch das scheitert schon daran, dass nicht viele dieser Embryonen ihren Auftauprozess überleben und am Ende besteht die Gefahr, tiefgefrorene Embryos zu kommerzialisieren. Obwohl sich rein theoretisch gar nicht so viele Frauen anbieten können, wie es auf Eis gelegte Embryos gibt. (4)

Ist es aber deshalb erlaubt, Genforschung an all den Embryonen auszuüben? Also quasi das kleinere Übel hinzunehmen, um Lagerungskosten zu sparen und weil die leiblichen Eltern meist nicht wollen, dass ihr Kind von einem „Fremden“ ausgetragen wird?

Wird dann der Laborforscher fast schon als der „Retter“ angesehen, der etwas Gutes aus etwas macht, das sowieso „weggeworfen“ werden müsste?

Heutzutage ist es fast schon so, dass humane embryonale Stammzellen die Laborratte ersetzten. Trotzdem heiligt der Zweck nicht die Mittel.

So kann man auch keine Stammzellen hernehmen, um an ihnen Arzneimittel oder Impfstoffe zu testen. Sicher, Embryonen wurden nicht für den Zweck „kreiert“, um anhand von ihnen herauszufinden, wie wirksam ein Impfstoff ist. So wie auch die Kinder nicht für den Mumps-Masern-Rötel Impfstoff abgetrieben wurden. Die Ungeborenen sind ja kein Ersatzteillager für Organe. (5)

Aber auf rein medizinischer Ebene gefragt: Wird unser Immunsystem Impfstoffe akzeptieren, die aus menschlichem Material hergestellt wurden?

Impfstoffe sind nicht erst das Thema, seitdem in Disneyland 2015 die Masern ausbrachen.

Eine neue Studie aus Japan widerlegt die Vermutung, dass Impfstoffe gegen Masern, Röteln und Mumps (MMR) der Grund für das Auftreten von Autismus seien. Dr. Theresa Deisher, eine Genetikerin aus Seattle, vertritt jedoch eine andere Meinung.

Der japanische Forscher hatte einen Impfstoff untersucht, bei dem man Hühnereiweis als Ausgangsmaterial nahm. Frau Deisher untersuchte hingegen MMR-Impfstoffe, die in den USA mit Hilfe menschlicher Zell-Linien aus abgetriebenen Kindern hergestellt werden.

BILD: Eines der bioethischen Sachbücher von Dr. Breburda: Gentopia – das gelobte Land

Die Ergebnisse der Forscherin bestätigen den Zusammenhang zwischen diesem Impfstoff und dem Auftreten von Krankheiten. Der Forscher Andrew Wakefield vom Royal Free Hospital in London hat 1998 zum ersten Mal einen Zusammenhang zwischen bestimmten Impfstoffen und Fehlentwicklungen des kindlichen Gehirns sowie der Autistischen Krankheit festgestellt.

Autismus, eine rätselhafte Krankheit, befällt seit wenigen Jahrzenten immer mehr gesunde Kleinkinder. Die Krankheit trat fast zeitgleich mit der Einführung der Masern-, Mumps- und Röteln-Impfungen auf. Autistische Kinder hören oft auf zu sprechen und verlernen ihre sozialen Fähigkeiten.

Harris Coulter bezieht sich in seinem Buch Impfungen, der Großangriff auf Gehirn und Seele auf Diphtherie-, Keuchhusten- und Tetanus-Impfungen, die Verhaltensauffälligkeiten ausgelöst haben. Seit Mitte der 80iger Jahre tritt Autismus fast epidemisch bei zweijährigen Kindern auf.

So liegt der Schluss nahe, dass auch eine MMR-Impfung Autismus bewirken kann. Dr. Wakefield gibt als Ursache Wechselwirkungen zwischen Impfviren und dem Immunsystem an, die Nervenschäden und chronische Entzündungen zur Folge hätten.

Von Wissenschaftlern wird Wakefield deswegen stark kritisiert. Deisher unterstützt Wakefield’s Hypothese. Sie hat jedoch ihre eigene Erklärung für das Auftreten von Autismus nach einer Impfung.

2011 bezeugte sie vor der US-Kongress, dass die Erkrankungsrate bei Autismus gestiegen ist, seitdem man in den letzten Jahrzenten den Impfstoff für Kinderkrankheiten von tierischem auf menschliches Ausgangsmaterial umgestellt hatte.

Dies sei auch von den Regierungen vieler Länder festgestellt worden, erklärte Dr. Deisher den Abgeordneten:

„In den letzten Jahrzenten, seitdem der neue Impfstoff, der aus fötalen Zelllinien hergestellt wird, im Einsatz ist, sind autistische Krankheiten vermehrt aufgetreten. Wenn wir einem Kind diesen Impfstoff verabreichen, injizieren wir auch residuale fötale humane DNA-Moleküle.“

Das bedeutet: Die restlichen DNA-Moleküle der Zell-Linien des abgetriebenen Kindes, das benutzt wurde, um den Impfstoff herzustellen, bewirken eine Erkrankung.

Wissenschaftler der Food und Drug Administration FDA, der Arzneimittelzulassungsbehörde der USA, spekulieren schon lange darüber, ob restliche humane DNA-Viren in Impfstoffen Krebs und Autoimmun-Krankheiten bewirken oder sogar Erbanlagen des Empfängers zerstören können.

Da keine klaren Forschungsdaten vorhanden sind, welche diese Hypothese bestätigen, wird die Industrie weiterhin Zelllinien, die von abgetriebenen Kindern stammen, für die Impfstoffherstellung benutzen – nicht zuletzt, weil es ein billiges und schnelles Verfahren ist.

In den USA basieren mehr als 10 Impfstoffe auf abgetriebenen fötalen Zelllinien. Es gibt jedoch daneben ethisch und medizinisch sichere Impfstoffe. Nur muss sie der Arzt speziell bestellen. Für Hepatitis A, Windpocken und MMR gibt es keine Alternativen.

Der Pharmakonzern Merck hatte ursprünglich verschiedene Impfstoffe. Ein Präparat wird jedoch billiger, wenn man es kombiniert, wenn man Impfstoffe für drei Krankheiten in eine Spritze packt, erklärte Deisher.

Rötelimpfstoffe werden in den USA ausschließlich aus fötalen Zelllinien hergestellt. Wenn Merck daran interessiert wäre, Impfstoffe herzustellen, die keine restlichen humane DNA-Moleküle besitzen und ethisch einwandfrei aus Hühnergewebe produziert werden, könnte man den japanischen Impfstoff lizenzieren lassen.

„Das ist etwas, was Merck nicht tut, obwohl es eine Möglichkeit wäre. Eltern sollten trotzdem Merck anschreiben und darum bitten, damit das Unternehmen sieht, dass ein Bedarf an einem derartigen Impfstoff besteht“, betont Deisher.

Eltern befinden sich immer in einem Konflikt, ob sie ihre Kinder unter solchen Umständen gegen MMR impfen lassen sollen, vor allem, wenn sie ihr Kind nicht impfen und dies zur Folge hat, dass ihr Nachwuchs schwer erkrankt.

Die katholische Kirche, sagt Dr. Deisher, erlaubt eine Impfung mit den umstrittenen, aus fötalen Zellen hergestellten Impfstoffen, wenn keine anderen Impfstoffe verfügbar sind. Die Eltern sollten jedoch dem Arzt ihre Einstellung mitteilen. Auch könnte man mit einer MMR Impfung warten, weil ältere Kinder ein kleineres Risiko aufweisen, an Autismus zu erkranken (6).

Es bleibt eine letzte Frage, die noch niemand abgeklärt hat: Inwieweit spielen restliche humane DNA-Moleküle in der Impfstoffherstellung eine Rolle, die an humanen embryonalen Stamm-Zellen getestet werden?

„Man kann keine Krankheit heilen, indem man Ungeborene tötet“, betonten die Bischöfe beim Ausbruch des Zika-Virus. So gesehen kann man auch keine humanen embryonalen Stammzellen benutzen, um die Epidemiologie eines Virus zu erforschen.

Und doch experimentierten damals zwei unabhängige Forschergruppen der John-Hopkins-Universität in Baltimore (Maryland) und der Florida-State-Universität an humanen embryonalen Stammzellen, um die Pathogenität des Zika-Virus aufzudecken.

In der Petrischale wurden neuronale Stammzellen, aus welchen sich später Gehirnzellen bilden, mit dem Virus infiziert. Drei Tage danach hatte das Virus 85% der Zellen durchseucht. Im Gegensatz dazu wurden fetale Nierenzellen, humane embryonale Stammzellen sowie induzierte pluripotente Stammzellen nur zu 10% infiziert, berichteten die Neurowissenschaftler Dr. Hongjun Song, Guo-li Ming und der Virologe Hengli Tang in Cell Stem Cell Anfang März 2016 (siehe dazu auch das Buch: Gentopia, das gelobte Land).

Schaut man in die Literatur und sucht nach den Zell-Linien, die für die Erforschung von Covid-19-Impfstoffen benutzt werden, findet man auch hier den Einsatz von humanen embryonalen Stammzelllinien. Auch hier erzeugte man die Embryonen nicht für den Zweck, um an ihnen zu experimentieren. Die Frage bleibt, ob man solche Impfstoffe, die an humanen embryonalen Stammzellen getestet wurden, als moralisch einbahnfrei ansieht und benutzen würde?

Literaturhinweise:

1) Breburda E.: Reproduktive Freiheit, free for what? Scivias Publisher, 2015, Seiten: 356, ISBN-13: 978-0692447260, ISBN-10: 0692447261, ebook, Taschenbuch-Amazon.de

2) Breburda E: Promises of New Biotechnologies, Scivias Publisher Seiten: 292, 2011, ISBN-10: 0615548288  – ISBN-13: 978-0615548289, erhältlich bei Amazon.de

3) Breburda E.: Gentopia, das gelobte Land. Scivias Publisher 2019, Seiten: 345 ISBN-10: 096006950X, ISBN-13: 978-0960069507 erhältlich bei Amazon.de

4) Breburda E.: Globale Chemisierung, vernichten wir uns selbst. Scivias Publisher, 2014, Seiten: 254, ISBN-10: 0615926657, ISBN-13: 978-0615926650, erhältlich bei Amazon.de

5) Breburda E: Verheißungen der neuesten Biotechnologien, Christian-Verlag, 2010, Amazon  Ebook ASIN: B007MSBJGM

6) Breburda E.: Autismus durch Impfstoffe aus den fötalen Zell-Linien abgetriebener Kinder? Christliches Forum, 10. Juli 2014


USA: Zur Kontroverse um Erzbischof Gregory: Warum so einseitig und zeitgeistangepaßt?

Von Dr. Edith Breburda

Der brutale Tod von George Floyd ist keine Rechtfertigung für gewaltsame Aufstände in den USA. Und so fragt man sich: Wo bleibt die Anteilnahme von Kirchenführern gegenüber den  Menschen, die bedingt durch all diese Randale in den letzten 10 Tagen in Angst und Bange leben?

Einige Demonstranten nutzen die Gelegenheit, unter dem Vorsand, gegen Rassenungerechtigkeiten zu protestieren, ihrer eigentlichen linken Agenda „Gehör“ zu verschaffen.

Und so traf es die Schwächsten der Schwachen, die auf den Straßen rücksichtslos angegriffen wurden – oder in brennenden Gebäuden gefangen waren, während Chaoten den Zugang zur Feuerwehr blockierten.

Wo bleibt der Aufruf zur Solidarität gegen die Ungerechtigkeiten, Gewalttaten und die Terrorakte, die oft arme schwarze Gemeinden über sich ergehen lassen müssen?

Ist es nicht die Aufgabe der Kirche, einer rechtswidrigen Zerstörungswelle Einhalt zu gebieten bzw. die letzten Überreste einer kaum noch vorhandenen Ordnung zu retten?

Man erwartet von einem Würdenträger der Kirche nicht, dass er sich mit den linken Medien solidarisiert und Präsident Trump öffentlich rügt, weil er „friedliche“ Demonstranten von seinem Grund verdrängte, um ein Foto vor der St. John-Kirche anfertigen zu können, die einen Tag zuvor von Demonstranten angezündet wurde. Selbst Jesuitenpater James Martin zeigte sich über die religiöse Geste des Präsidenten entrüstet.

Als Trump und seine Frau am nächsten Tag die katholische Wallfahrtskirche des hl. Johannes Paul II. aufsuchte, war dies für Erzbischof Gregory ernsthaft ein Anlass, die beiden Besucher öffentlich zu kritisieren. Er unterstellte, dass die Leitung des Nationalheiligtums von der Regierung manipuliert worden sei, um als Hintergrundfolie für die Präsidentschaftskampagne zu dienen.

Dass der katholische Erzbischof einerseits mit dem Präsidenten nicht einverstanden ist, aber andererseits der Sprecherin des Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi von den Demokraten, in seiner Kathedrale sehr wohl die Chance bot, sich dort öffentlich zu äußern, ist kein Geheimnis.  

So bezeichnete der Oberhirte von Washington den Besuch des Präsidenten in dem Gotteshaus als „verwerflich“. Es war für den Würdenträger kritikwürdig, dass eine katholische Einrichtung so ungeheuerlich missbraucht und manipuliert worden sei, jemanden in der Kirche zu begrüßen, der angeblich nicht die Menschenrechte verteidigt.

Dieses einseitige Statement von Erzbischof Gregory erscheint besonders schwerwiegend, weil er der frühere Vorsitzende der US-Bischofskonferenz war.

Gregory verzichtete bei seiner scharfen Maßregelung auf den sonst eher zurückhaltenden Stil, den die Kirche normalerweise im Umgang mit amerikanischen Politikern und erst recht mit einem US-Präsidenten pflegt. Im Gegenteil, er gab sogar vor, Trumps innere Motive zu kennen, obwohl diese letztlich Gott allein bekannt sind.

Der Präsident und die katholische First Lady hatten schon lange den Besuch der Wallfahrtskirche geplant. Die Bischöfe sollten sich geehrt fühlen, denn selten hat ein amtierender Präsident einen katholischen Wallfahrtsort aufgesucht.

Noch dazu war der Anlass des Besuches ein lang ersehntes Gesetz zur weltweiten Religionsfreiheit, das Trump am selben Tag unterzeichnete.

Gerade jetzt erwarten Amerikaner eine faire Anteilnahme ihrer Priester und Bischöfe, als dass diese sich mit kleinlicher Politik befassen.

Die Schlüsselfragen, die angegangen werden müssen, gehen weit darüber hinaus, ob man den Präsidenten, der in Pro-Life Angelegenheiten ganz auf christlicher Linie steht, mag oder nicht.

Es wirkt eher verwirrend, wenn sich ein Oberhirte unnötig und noch dazu einseitig in politische Tagesthemen einmischt und gleichzeitig seine spirituelle Führungsrolle vernachlässigt. „

„Verschwommene Plattitüden, die sich auf soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde berufen, tragen nichts dazu bei, die herrschende Gewalt, die in fast allen Städten der USA vorherrscht, zu stoppen“, schreibt John Horvat, der Vizepräsident von „Tradition, Family und Property“ in seinem Rundbrief am 4. Juni 2020.  

Horvat redet von drei Dingen, auf die der Erzbischof hätte bezugnehmen müssen:

1) Es sollte zu einer klaren Verurteilung der Plünderungen und der gewaltsamen Unruhen kommen.  Der brutale Tod von George Floyd, der die Proteste auslöste, darf nicht als Vorwand für eine insgesamt weitaus schlimmere Gewalt dienen.

Die Rolle der Kirche besteht vor allem darin, sich gegen Ungerechtigkeiten auszusprechen. Es ist Zeit, jene Agitatoren, die Terror verbreiten, beim Namen zu nennen. Wo bleibt der Aufruf, für all die Opfer zu beten? Zudem ist die Forderung einiger Politiker falsch, den Polizisten, die helfen, Ruhe und Ordnung zu schaffen, sogar Gelder zu entziehen.

Wer tröstet diejenigen, deren Geschäfte niedergebrannt wurden? Die zusammengeschlagen oder getötet wurden, weil sie versuchten, sich selbst oder ihre Nachbarn vor den Plünderern zu verteidigen? Diejenigen, die jetzt buchstäblich vor dem Ruin stehen?

Wer betet für die Polizisten, die jede Nacht ihr Leben riskieren, um uns zu beschützen? Wäre es nicht angebracht für einen Erzbischof, die sinnlosen Zerstörungen anzuprangern?

Es sind auch Kirchen, die mit Graffitis besprüht oder angezündet werden. Die Forderungen, sich mit den Protestierenden zu solidarisieren, ohne die Gewalttaten der Trittbrettfahrer zu verurteilen, widersprechen dem Evangelium und der kirchlichen Ethik.

2) Der Erzbischof sollte sich damit beschäftigen, wann er seine Kathedrale öffnet und so die Sakramente für die Gläubigen wieder zugänglich werden. Ganze Regionen und Bundesstaaten haben immer noch keinen Zugang zu ihnen. Gläubige sterben, ohne mit den Gnadenmitteln der Kirche getröstet zu werden oder beichten zu können.

Demonstranten dürfen in Coronazeiten ohne „social distancing“ ganze Straßenzüge einnehmen, während Kirchen nicht mehr als 10 bis 25 Gläubigen Einlass gebietet.  Es scheint sich auch keiner darum zu bemühen, es mit der Wiedereröffnung der Kirchen eilig zu haben.

Katholiken wollen von ihrem Bischof in ihren Nöten verstanden werden. Restaurants dürfen gefüllt werden, aber die geistige Nahrung wird den Gläubigen nach wie vor verweigert.

3) Katholiken erwarten, dass ihr Erzbischof die Gelegenheit nutzt, um über die Sünde als solche zu sprechen, die den Menschen verrohen lässt. Er sollte zu Buße und Umkehr aufrufen. Massenabtreibungen (die auch während der Pandemie durchgeführt wurden), Blasphemie usw. sind es, die unser Land spalten. Ein Bischof sollte seine Gläubigen zum beharrlichen Gebet anhalten.

Vizepräsident John Horvat glaubt allerdings nicht daran, dass sich Erzbischof Gregory diese Anregungen zu Herzen nimmt.

Die Äußerungen unseres Oberhirten bleiben auch diesmal zeitgeistig und nichtssagend, schlussfolgert Horvat in seinem Artikel “3 Things DC Archbishop Gregory should’ve said instead of criticizing President Trump.“

Letztes FOTO: Titelbild eines bioethischen Buches von Dr. med. Edith Breburda: „Gentopia – das gelobte Land“

Weitere Infos über die Aufstände in den USA hier: https://philosophia-perennis.com/2020/06/05/kommunistischer-putschversuch-in-den-usa/


Corona und die Folgen für uns, die Natur und die Meinungsfreiheit

Von Dr. med. Edith Breburda

Beim ersten Cornoavirus-Fall Italiens handelte es sich um eine 65-jährige Frau, die Ende Januar von Wuhan nach Italien reiste. Fünf Tage nach ihrer Ankunft wurde sie mit einer Konjunktivitis (Bindehautentzündung) in einem Krankenhaus vorstellig.

Ärzte des Lazzaro Spallanzani National Institutes für Infektionskrankheiten in Rom konnten SARS-CoV-2 in ihrer Bindehaut isolieren. Nach 21 Tagen verschwanden die Coronaviren, doch fünf Tage danach waren sie wieder da.

Dies veranlasst die Annahme, dass sich die Viren nicht nur sehr lange im Auge aufhalten, sondern auch replizieren. Eine Konjunktivitis wird nur selten mit Coronavieren in Zusammenhang gebracht. Sie ist dennoch extrem kontagiöse und birgt eine Gefahr, unsere Mitmenschen sehr leicht anzustecken.

„Die meisten Leute bringen die Augen nicht mit der Nase in Verbindung“, sagt der Infektiologe W. David Hardy. Deshalb sollte man nicht in die Augen greifen und täglich das Handtuch wechseln, sagen Experten (1). 

In Hinblick auf Coronaviren erlangen Forscher jeden Tag neue Erkenntnisse. Es handelt sich um eine noch nie dagewesene Krankheit. Wissenschaftler versuchen alles, um die Infektions- und Sterblichkeitsrate zu entschlüsseln.  

Trotzdem ist es unverständlich, dass Wissenschaftler oft mundtot gemacht werden. Ein Video der Mikrobiologin Dr. Judy Mikovits mit dem Titel „The Plandemic“, in dem sie über das ihr auferlegte Redeverbot bezüglich ihrer Retrovirenforschung berichtet, wurde von Google untersagt. Mikovits glaubt, Sars-COV-2 sei im chinesischen Labor manipuliert worden. Diese Behauptung brachte sie ins Gefängnis (2).

Bing Lou, ein Wissenschaftler aus Pittsburg, der eine wichtige Entdeckung im Zusammenhang mit Covid-19 machte, wurde kürzlich tot in seinem Haus aufgefunden. Er hatte mehrere Einschüsse, wobei Hao Gu als Täter identifizierte wurde, der sich anschließend selber in den Kopf geschossen hatte. 

„Wenn wir dachten, dass Internet sei schon vor COVID-19 zensiert worden, dann sehen wir, dass es jetzt wirklich der Fall ist“, sagt der Mediziner Dr. Josef Mercola: „Es handelt sich um einen Eingriff, der unsere Rede- und Meinungsfreiheit global verändert. Auf Youtube über Twitter bis Facebook usw. werden wir uns nicht mehr frei äußern dürfen, wenn unsere Meinung der Wahrheit nachkommt, diese aber im Gegensatz zu der allgemeingültigen, aber eben zensierten Ansicht steht.“

Manche Leute sind so verunsichert, dass es einen nicht wundert, wenn Vergiftungen mit Reinigungsmitteln zunehmen. Das US-amerikanische National Poison Data System berichtet in den ersten drei Monaten dieses Jahres von 45.550 Telefonanrufen, die sie in Bezug auf Reinigungs- und Desinfektionsmittel bekommen haben.

Eine Frau sagte, sie hörte in den Nachrichten, ihre Einkaufsware desinfizieren zu sollen. „Sie füllte ihre Spüle mit Essig, Bleichmittel und heißem Wasser, um ihre Lebensmittel zu desinfizieren. Doch so weit kam sie gar nicht. Sie hatte Schwierigkeiten zu atmen und landete mit erhöhten „Schadstoffwerten“ in der Lunge in der Notaufnahme, wo sie Sauerstoff und ein Mittel gegen ihren Bronchospasmus bekam.“

Die Food und Drug Administration der USA versicherte, dass sich das Virus nicht auf Lebensmittelverpackungen anreichert. Das bestätigt auch der deutsche Forscher Dr. Hendrick Streeck, der bisher keinen einzigen lebenden Virus in den Häusern kranker Personen gefunden hat. Er kontrollierte Türklinken, Ablagen und sogar das Fell der Haustiere in Heinsburg, dort, wo es in Deutschland die meisten Erkrankungen gab.

Notfallarzt Dr. Robert Glatter kann nicht oft genug betonen: „Während es wichtig ist, unser Haus und unsere Hände oft zu säubern, sollten wir dennoch sehen, dass wir uns nicht zu lange diesen Stoffen aussetzen. Sie einzuatmen, endet oft in der Notaufnahme.“ (3)

Die USA hatte zwar eine gute Wirtschaft vorzuweisen. Doch in all dem ist eines nicht berücksichtigt: Die verheerenden umweltzerstörenden Einflüsse, welche ein „Faktroy Farming“ mit sich brachte. (Siehe dazu das bioethische Sachbuch: „Gentopia, das gelobte Land“).

So glauben viele, dass es am Ende der Conroavirus-Pandemie zu einer noch nie dagewesenen Hungersnot kommen wird. Die Lebensmittelproduktion ist schon jetzt unterbrochen. Einwanderer haben ihre Stellen verloren und kein Geld, um es nachhause zu senden, und sind auf Armenspeisungen angewiesen. Viele Amerikaner würden niemals die Arbeiter der Einwanderer verrichten. Viele Schlachthäuser wurden geschlossen, weil die Fleischbeschauer und Grobschlachter zu nahe aneinander stehen.

Die reichen Industriestaaten wird es nicht so sehr betreffen, aber die armen Länder, in denen eine gute Lebensmittelverteilung sowieso schon immer chaotisch war.

Fast kein Sektor wurde von COVID-19 verschont; vom Tourismus bis hin zur Landwirtschaft sieht man einen Fallout.

Logistische Probleme sorgen schon jetzt dafür, dass Bauern im Dairyland Wisconsin ihre Milch entsorgen müssen, Schweinefarmer ihre Ferkel in South Dakota euthanasieren, und Erdbeerbauern in Kalifornien ihre Feldfrüchte verfaulen lassen.

Trotz allem ist das Aftermatch von COVID-19 dort am schlimmsten, wo eine extreme Trockenheit und Umweltkatastrophen bzw. die Zunahme von Plagen durch Heuschreckenschwärme jetzt schon die Herstellung unsere Lebensmittel beeinflusst.

Ganz abgesehen von der Umweltbelastung, die durch den Anbau von GMO-Feldfrüchten bestehen, wie z.B. die rapide Zunahme von Glyphosat in unserem Boden, Nahrung oder Wasser.

Ob ein Bienensterben mit Pestiziden und Herbiziden in Verbindung steht, wird zwar geleugnet, dennoch lehrt seit neuestem eine sogenannte Mörderhornisse den Imkern das Fürchten. Sie kommt offenbar aus Japan – wie sie in die USA gelangte, ist nicht bekannt. Man hat sie im Staat Washington gesichtet. Für das Rieseninsekt ist es eine Angelegenheit von Stunden, ganze Bienenstöcke auszurotten  – und doch sind Bienen unser wichtigsten Pollinatoren.
Wenn wir dachten, wir hätten ein Ende von COVID-19 erreicht, müssen wir uns nunmehr mit den Folgen der Pandemie befassen.

Dennoch gibt einem die außergewöhnliche Schönheit dieses Frühlings zu denken. Sie stimmt so gar nicht mit den Perspektiven der Pandemice unseres Planeten überein. Sagte doch der hl. Thomas von Aquin: Gott hat alles aus dem Nichts geschaffen und ER erhält uns jede Sekunde am Leben.

Weiterführende Literatur von Edith Breburda: „Gentopia, das gelobte Land“

Referenzen:
1)    Mercola J.: Coronavirus may reproduce in eye for weeks. Mercola, take control of your health, 8. Mai 2020
2)    Mercola J: you tube takes down “Plandemic’ video with coronavirus claims by Judy Mikovits. Mercola Health, May 7 2020
3)    Mercola J: Rising Reports of Poisoning from cleaning products. Mercola Health May 6. 2020 


Zwischen Verharmlosung und Panikmache

Von Dr. Edith Breburda

Wir sahen uns noch nie einer derartigen Pandemie wie jetzt ausgesetzt und so wissen viele Menschen nicht, wie sie mit ihr umgehen sollen. Das Haus fast nicht zu verlassen, Opfer auf uns zu nehmen und nur minimalsten Kontakt mit anderen zu haben, das sind wir nicht gewohnt.

Einige reagieren ängstlich, andere ignorieren die Covid-19 ganz allgemein. Trotz der Warnungen der amerikanischen Regierung, zuhause zu bleiben, kümmert es manche Studenten nicht und man findet sie – wie es während ihrer Frühlingsferien üblich war – zum Beispiel am Strand.

In den Supermärkten treten sich die Leute auf die Füße und meist ältere Menschen rennen in die Kirche. Psychologen geben uns Anweisungen, wie wir uns in der Stress-Situation richtig verhalten sollen. Eigentlich ist das, was wir tun, nur allzu menschlich, sagen sie. Sie reden von den sozialisierten Menschen (socializers) und den „under-responders“, also jenen, die nicht angemessen auf eine Katastrophe reagieren.  

Gordan Asmundson, Psychologieprofessor der Regina-Universität in Saskatchewan (Kanada), untersucht den Impact, den Covid-19 auf die Bevölkerung ausübt.

Unter die Over-Responder fallen die Panik-Käufer, die zuhause Waren für mehrere Monate gehortet haben. Um mit ihrer Angst umzugehen und dennoch eine Art Kontrolle zu haben, kann man bei ihnen Toilettenpapier für die nächsten Jahre finden.

BILD: Großes Autobahn-Warnschild in den USA

Als pandemische Goldlöckchen (Goldilocks) bezeichnet Dr. Asmundson die Leute, welche sich an die Anweisungen halten, ohne in Panik zu verfallen oder die problematische Lage zu verleugnen.

Zuletzt bleiben die „under-responders“, die sich ganz und gar über die Lage der Nation hinwegsetzen. Sie halten sich gleichsam für unverwundbar und folgen keiner der Anweisungen.

Sie halten keinen Sozialabstand, weil sie meinen, sowieso nicht krank zu werden. Sie denken gar nicht daran, dass sie damit Andere gefährden und die auferlegte Selbstquarantäne, um die Verbreitung des Virus einzudämmen, unterminieren. Dieser Gruppe von Leuten haben wir es wahrscheinlich zu verdanken, einer Covid-19-Pandemie schwer Herr zu werden, schreibt Prof. Asmundson.

„Wie die Panik-Käufer fühlen sich die Gegner einer Sozialen-Distanzierung machtlos. Wenn sie weiterhin Menschenansammlungen aufsuchen, dezimieren sie Ihrer Meinung nach die Macht einer Pandemie“, erklärt Vaile Wright, Direktor der Amerikanischen Psychologischen Gesellschaft.

„In Zeiten der Ungewissheit haben wir keinerlei Kontrolle. Um sie zurück zu gewinnen, regieren jene mit dieser Art von Trotz. Und so wie das Horten von Vorräten der Eindämmung eines Virus abträglich ist, so ist auch das Ignorieren von Ratschlägen schädlich. Wenn man sich in Menschenmengen versammelt, erhöht sich das Risiko einer Exposition. Die Einschränkung des Kontakts mit anderen ist die einzige Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen.“

Manche denken, Covid-19 sei nicht ihr Problem. Menschen, bei denen der Ausbruch nicht akut ist und bei denen keine Einschränkungen verhängt worden sind, sind kaum dazu bereit, sich mit Sozialkontakten zu distanzieren.

„Vielleicht ist es ein Wunschdenken, weil die Menschen in ihrer Gemeinde keine Infizierten sehen und so spielt man an die Bedeutung herunter“, sagt Steven Taylor. Er ist klinischer Psychologe und Autor der Buches „The Psychology of Pandemics.“ – Er fügt hinzu: „Wenn in den Medien das einzige Thema Cocid-19 ist, können wir gegenüber der Schwere des Ausbruchs desensibilisiert werden.“

Für Taylor erzeugt das Coronavirus das, was er als „infodemisch“ bezeichnet. „Die Menschen werden nicht nur betäubt, es wird auch eine Art gemischter Botschaften vermittelt. Jüngere Menschen seien nicht betroffen“, heißt es: „Die Neigung junger Erwachsener zu einem gewissen Risiko kann bewirken, dass sie das Virus nicht fürchten.“

In der westlichen Welt, aber vor allem in den USA legt man sehr viel Wert auf individuelle Freiheit, die selbst über dem Nutzen für eine Gemeinschaft liegt. In einer Pandemie ist diese Denkweise für den Schwächsten einer Gesellschaft tödlich.

Deshalb flehen Mitarbeiter des Gesundheitssystems die Öffentlichkeit an, nicht nur für sich selbst, sondern für andere zuhause zu bleiben. „Nur durch gemeinschaftliche Anstrengung lässt sich die Pandemie in den Griff bekommen“, sagt Taylor.

Die Psychologen wissen, dass der Mensch sich nach einer Verbindung sehnt. So leiden wir, wenn eine soziale Interaktion über einen längeren Zeitraum verweigert wird. Ältere Menschen leiden bereits unter einem erhöhten Sterberisiko  –  und nun kommen noch Depressionen und Einsamkeit hinzu. Sie wissen nicht, wie sie FaceTime oder Zoom-Videokonferenzen zur Kommunikation einsetzen können.  

Eine Identifizierung der psychologischen Faktoren könnte die Verantwortlichen bewegen, ihre Botschaften umzugestalten. Es würde die Menschen überzeugen, zu Hause zu bleiben und dem Kampf gegen eine Pandemie eine bessere Chance geben.

„Menschen sollten keine Angst haben, zuhause zu bleiben. Denn ein panischer Mensch kann keine logischen Entscheidungen treffen. So kommt es zu Über- und Unterreagierenden, zu maßlosen Handlungen wie ein Masseneinkauf‘, sagt Asmundson.

Quelle für die Zitate: Scottie Andrew: Some people just want stay home during a pandemic. Six reasons my explain why. CNN march 24, 2020

Fotos: Dr. Edith Breburda, Archiv


Christen in den USA rufen zum Gebet auf, damit der Shut-Down zu Ostern beendet wird

Von Dr. med. Edith Breburda

Der amerikanische Präsident Donald Trump redet vom Licht am Ende des Tunnels: “Wir sind bald am Ende dieser historischen Schlacht gegen den unsichtbaren Coronavirus-Feind”, erklärte er am Dienstag, dem 24. März, im Weissen Haus, während sein Kongress daran arbeitet, ein Stimulus-Paket zu verabschieden.

Der größte Wunsch des Präsidenten ist es, die USA an Ostern wieder für das Arbeitsleben und die Geschäftswelt zu öffnen.

„Wie ich bereits heute früh erwähnte, hoffe ich, dass wir dies bis Ostern tun können“, sagte Trump im Besprechungsraum des Weißen Hauses. Er bezog sich auf seine Kommentare in einem virtuellen Town Hall Meeting des Senders Fox News, wonach Beamte die Beschränkungen für soziale Distanzierung bald lockern könnten:

„Ich denke, das würde eine großartige Sache für unser Land sein. Wir arbeiten alle sehr hart daran, dies zu verwirklichen… Ostern ist aus vielen Gründen ein ganz besonderer Tag.“ (1)

Selbstmorde, Hunger, Arbeitslosigkeit, Depressionen, ein bereits jetzt schon steigender Anstieg von Alkoholismus und Drogenkonsum werden mit einem langanhaltenden Shut-Down (Herunterfahren des öffentlichen Lebens) assoziiert  – wo doch gerade der LSD-Konsum, der in vielen US-Staaten erlaubt ist, die Lungen angreift und somit eine Coronavirusinfektion begünstigt.

„Die Leute wollen arbeiten“, postulieren Politiker  – auch deshalb, weil eine Arbeitsstelle in den USA mit einer Krankenversicherung verbunden ist.

Während der Präsident versuchte, den Amerikanern so schnell wie möglich mit einem Stimulus-Paket zu helfen, beobachtete man eine immer noch vorhandene „Impeachment-Mentality“ gegen Trump, die Nancy Pelosi und andere Demokraten-Politiker vertreten, wenn sie z.B. versuchen, alle möglichen Ziele wie z.B. Taxcuts für Solaranlagen, ihren Green-Deal und am besten noch Obamacare  in dieses Bill (Gesetz) zu integrieren, obwohl dies nichts mit einem Stimulus gegen die Coronakrise zu tun hat.

Trump geht es um Amerikaner, die unverschuldet ihre Stellen und ihr Geschäft verlieren, die nicht wissen, wie sie ihre Miete zahlen sollen oder Essen auf den Tisch bekommen. Denn in den USA gibt es kaum eine Arbeitslosenversicherung, die  – wenn überhaupt  –  lange vorher beantragt werden muss.

Die oft selbsternannten Experten müssen hingegen keinem wirklich Rechenschaft abgeben – außer evtl. den Medien, die sie bezahlen; sie leiden nicht darunter, wenn die Demokraten-Partei dringend nötige Zahlungen  – welche die Wirtschaft aufrechterhalten würde – fast schon bewusst hinauszögert; ihre Rente und ihre Zukunft sind nicht in Gefahr.

Gute Führungskräfte können sich hingegen den Luxus einer eindimensionalen Sichtweise nicht leisten:

So erklärte sogar der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo (siehe Foto) von New York diese Woche: „Die öffentliche Gesundheit ist zwar von wesentlicher Bedeutung, aber wir müssen anfangen, nach Wegen zu suchen, unsere Wirtschaft wieder anzukurbeln, Man kann sie nicht für immer lahmlegen.“

Im gleichen Atemzug dankte Gov. Cuomo und sein Team dem Präsidenten für sein hervorragendes Management in dieser Zeit der Krise.

„Kein Land der Erde war besser auf diese Pandemie vorbereitet als wir, weil wir eine starke Wirtschaft hatten. Wir werden diesen Virus gemeinsam besiegen. Und dann werden wir am Ende bald wieder dort sein, wo wir aufgehört haben“, sagte Trump am 25. März 2020.

„Amerikaner zeigen jeden Tag ihre Entschlossenheit und Einheit, die unsere Nation definieren. Die selbstlosen Handlungen unserer bemerkenswerten Bürger weisen auf die ausdauernde Stärk unsere große Nation hin. Unser Geist kann niemals gebrochen werden“, betonte der Präsident (2).

Dass solch eine vorwärtsweisende, selbstbewußte Haltung vielfach Kritik heraufbeschwört, verwundert wenig.

Natürlich wird nicht automatisch in der Osternacht alles zum Normalzustand zurückkehren. Aber als Zielpunkt kann man graduell darauf hinarbeiten.

Ostern hat allein schon religiös und kulturell einen stark symbolischen Charakter.  Und sollten wir nicht lieber den Präsidenten im Gebet unterstützen, damit wir sein gestecktes Ziel erreichen?

Kürzlich las man, dass in Arizona ein älteres Ehepaar vor lauter Hysterie sogar Chloroquine-Phosphate  –  ein Aquarium-Desinfektionsmittel  –  schluckte, das Algen und Bakterien im Fischbecken abtötet.

Die Ehefrau erklärte einem Journalisten, dass sie sich erinnerte, eine Substanz namens Chloroquine für ihre Koifische zu benutzen, um das Aquarium zu säubern, nachdem der Präsident verlautetbart hatte, es käme als potentielle Therapie für Coronavirus-Kranke in Frage. Das Ehepaar mixte sich eine kleine Menge mit etwas Flüssigkeit und trank das Reinigungsmittel. „Wir hatten solche Angst, mit dem Virus infiziert zu werden‘, sagte die Frau.

20 Minuten später fühlten sich die beiden schlecht, erbrachen und hatten Schwierigkeiten zu atmen. Kurz nachdem beide ins Banner-Krankenhaus in Phoenix eingeliefert wurden, starb der Mann. Seine Frau ist in einem kritischen Zustand.

Die Presse behandelt den Fall so, als sei der Präsident schuld an dem Tod des Mannes. Man hatte vollkommen übersehen, dass das Anti-Malariamittel Hydroxychloroquine nur von Ärzten an Kranke verschrieben werden darf, die die Erlaubnis haben, es umzuwidmen.

Das vielversprechende Medikament ist Bestandteil eines klinischen Testes, erklärte FDA-Mitarbeiter Stephen Hahn. (3)

Sülap Tansan beschrieb in seiner Studie „A Possible role for single dose Hydroxychloroquine for prevention of lethal Coronavirus infection“, dass sich bereits eine einzige Tablette des „Malaria-Mittels“ in hohen Konzentrationen in der Lunge anreichert. Damit wird das Eindringen des Coronavirus und ein dadurch entstehender Lungenschaden verhindert. Die Halbwertzeit des Medikamentes in einer Dosis von 200 mg liegt bei 22 Tagen.

Sülap ist der Meinung, Hydroxychloroquine sei auch zur Vorbeugung einzunehmen. Es würde eine evtl. tödliche verlaufende Krankheit ein eine leichte obere Atemwegsinfektion verwandeln.

„Wir glauben nicht an ein allmächtiges Virus, sondern an einen allmächtigen Gott“, betonte neulich ein bekannter Moraltheologe. Deshalb rufen Christen auf, dafür zu beten, dass das Osterfest im wahrsten Sinne des Wortes die Welt wiedererweckt.

Quellen:
1) Gregg Re: Trump says there’s light at the end oft the tunnel as White House pitches $6T coronavirus stimulus package. Fox News, 24.3. 2020
2) https://www.whitehouse.gov/
3) Tamar Lapin: Man dies after self-medication with chloroquine phosphate do treat coronavirus. March 23, 2020

Unsere Verfasserin Dr. med. Edith Breburda ist Buchautorin, Bioethik-Expertin, Immunologin und Veterinär-Medizinerin; sie lebt in den USA (Bundesstaat Phoenix); von ihr stammen die ersten drei Fotos hier.

Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/


Kuba und sein Umgang mit dem Zika-Virus

Von Dr. med. Edith Breburda

In den USA weichen Journalisten nicht von ihrer sensationslüsternen Berichterstattung ab. Aufgebracht fragen sie Präsident Trump, warum er vom China-Virus redet. Im gleichen Atemzug bezeichnen sie es als rassistisch allen chinesischen US-Bürgern gegenüber.

Der Präsident antwortet darauf: Weil ein Virus häufig nach dem Ort seiner Entstehung benannt wird. Als Beispiel nennt er das Marburg-Virus, die afrikanische Schweinepest. Früher gab es die „spanische Grippe“ usw.

Ein Mitarbeiter des Weissen Hauses redet davon, so schnell wie möglich durch die Hölle zu gehen. Die USA haben eine starke Wirtschaft. Um das Geld kümmert sich der mittlerweile recht zuversichtliche Präsident später.

Amerikaner sind schon mit ganz anderen Zuständen fertig geworden. In New York wird mittlerweile auf alle nicht zwingend notwendigen Operationen ab Sonntag, dem 22. März, verzichtet. So müßte die Abtreibung auch dazugehören!

Haben wir aus der Geschichte gelernt?

Schauen wir nach Kuba während des Zikavirus-Ausbruchs. Entscheidend ist immer, wie die Behörden mit Zika umgehen. Kubas Gesundheitsministerium hat in der Vergangenheit die Epidemie schlichtweg vertuscht und geleugnet. Wie es in Diktaturen üblich ist, werden sie erst dann transparent, wenn die Existenz einer Sache sowieso schon offensichtlich ist.

Nathan Grubaugh von der Yale School of Public Health schätzt, dass im Jahr 2017 allein 5.700 Infektionen vorlagen. Kuba berichtete über den ersten Zika-Fall im März 2016. Im Januar 2017 standen keine Daten mehr zu Verfügung, obwohl die Infektion in der zweiten Jahreshälfte 2017 ihren Höhepunkt erreichte.

Die kommunistischen Behörden in Kuba schwiegen gegenüber der panamerikanische Gesundheitsorganisation PAHO über einen Ausbruch. Forscher der Yale-Universität analysierten Touristen, die auf Kuba waren und sich dort mit Zika angesteckt haben. Eine Unterlassung der Meldepflicht ist oft die Ursache, dass Epidemien in anderen Ländern ausbrechen, weil Reisende und Gesundheitsbehörden keine entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen treffen können, wenn sie nichts über ein erhöhtes Risiko der Infektion wissen.

Peter Hoetz vom Baylor College of Medicine in Texas war beunruhigt: „Es sollte demnächst möglich sein, einen Anstieg von Geburtsfehlern nachzuweisen.“ – Für ihn stand es ziemlich fest. Eine Zika-Virus Infektion während der Schwangerschaft birgt ein erhöhtes Risiko für Mikrozephalie.

KUBA

Manche mögen sich daran erinnern, wie die Obama-Administration 2016 noch Kuba gepriesen hat: „Dieses Land hatte Krankheiten, die von Stechmücken ausgehen, fest im Griff. Sie würden nicht warten, bis die Krankheit auftritt“, verdeutlichte damals der Tropenexperte Carlos Espinal Tejada des Globalen Gesundheit-Konsistoriums der Internationalen Universität von Florida in Miami.

In Kuba ist vieles anders, als wir es von lateinamerikanischen Ländern gewohnt sind. Carilda Peña Gracía, der Gesundheitsminister des Landes, erklärte:

„Wenn wir ein Virus erwarten, mobilisieren wir alles. Seitdem 1981 auf der Insel 158 Menschen dem Dengue-Fieber zum Opfer gefallen sind, wissen wir, was wir, zu tun haben. Lokale Kliniken haben insgesamt 15.000 Leute angeheuert, welche die 11 Millionen Einwohner des Landes kontrollieren. Sie statten ihnen Besuche ab. Wenn sie eine Schnake sehen, wird sie umgebracht. In Havanna ist jeder Moskito-Kontrolleur für 280 bis 300 Haushalte verantwortlich.

Sie vernichten die Brutstätten der Insekten. Wenn wir einen Erkrankten finden, untersuchen wir sein Umfeld. Auch Reiserückkehrer müssen erst mal in die Klinik kommen, wo sie von Ärzten untersucht werden, damit sie keine Viruskrankheit einschleppen. Vor allem werden Schwangere beobachtet. Als man zwei Frauen mit einer Infektion fand, die beide im siebten Monat schwanger waren, haben die Ärzte ihnen das Risiko erklärt und ihnen nahegelegt, ihre Kinder abzutreiben. Sie haben sehr geweint, weil sie ja schon so weit in ihrer Schwangerschaft waren.“

„Die intensive Anstrengung, die Seuche einzudämmen, hatte sich rentiert, wir fanden in Kuba nur drei Zika-Infizierte“, versicherte Nilda Roca Menendez, die Epidemiologiedirektorin von Havanna: „Aber viele Fälle verlaufen mild und werden gar nicht registriert.“

Wenn Kuba nicht die Mithilfe ihrer engagierten Einwohner hätte, wäre es nicht so glimpflich ausgegangen. Obwohl eigentlich keiner so recht Moskito-Kontrolleur sein will. Die Leute haben zudem Sorge, dass Wertsachen mit entwendet werden, wenn die Wohnungen mit Insektiziden eingesprüht werden. Die Kontrolleure werden nicht gut bezahlt und sie haben keine Schutzkleidung. Sie müssen lange und hart arbeiten. Die giftigen Chemikalien stinken. Es werden fast nur junge Soldaten vor ihrem Studium rekrutiert.

Yasmani, den man nach seinem Einsatz immer im Park findet, erklärt, dass er seit vier Jahren diese Arbeit verrichtet. Manchmal kommen noch 10 Dollars für Überstunden hinzu:

„Jeden Tag schleppen wir die schweren Sprühflaschen die Stufen rauf und runter. Das Gas, welches wir in den Wohnungen mithilfe eines alten Dieselmotors, der die Flaschen antreibt, versprühen, ist ungesund. Yasmani hat jeden Abend Kopfschmerzen. Ein Arzt sagte, es käme von den Abgasen. Der Treibstoff enthält Blei, bestätigt Antonio Bell.

Der Aufseher repariert oft notdürftig Gasapparate. Er trägt eine blaue Baseball-Kappe, auf der zu lesen ist: campaña anti-Aegypti. Es ist der Name der Firma, welche Aegypti Moskitos und ihre Zikaviren ausrotten sollen. „Mit Hilfe von Blei steht uns das Moskito-Gift als eine Suspension zur Verfügung“, erläutert er: „Alle sechs Monate werden unsere Arbeiter untersucht. Als Aufseher verdient er $29. An der Wand hängen zwar Masken für die Arbeiter, doch keiner benutzt sie. Man hebt sie für den Fall auf, dass derjenige, der sie brachte, sie wieder haben will.“

Trotzdem schwärmen immer noch viele Amerikaner vom Gesundheitssystem der Insel. Unter ihnen Arachu Castro von der Tulane Universität in New Orleans. Sie konnte sich selbst davon überzeugen, wie gut es funktioniert. Sie reiste mit ihrer Tochter. Als sie unterwegs hohes Fieber bekam, brachte man sie sofort ins Krankenhaus, um sie auf Zika und Denguefieber zu testen. Alles war negativ. Seitdem ist Castro begeistert. Sie sagte: „Wenn jemand krank wird, hat er Glück im Unglück, weil er in Kuba ist.”

Offensichtlich in Wunschdenken oder Gehirnwäsche – wie auch immer wir es nennen wollen. Wie kann man sich etwas derart Gesundheitsschädliches schönreden?

Bereits US-Präsident Ronald Reagan erklärte „Der Sozialismus funktioniert nur an zwei Orten: Im Himmel, wo man ihn aber nicht braucht  – und in der Hölle, wo dieses System schon lange etabliert ist“.

Weitere Infos im jüngsten Buch unserer Autorin Dr. Edith Breburda: „Gentopia  – das gelobte Land“


Analyse der Krise: Hunde, Klopapier und Waffen – oder geht es auch um unsere Seele?

Von Dr. Edith Breburda

Amerikaner sind dafür bekannt, sehr schnell in Panik zu geraten. So findet man in den Supermärkten leere Regale – und große Schilder: alles ,was man gekauft hat, kann man nicht mehr zurückbringen.

Vielleicht merkten die Leute recht bald, dass all das, was sie daheim gehortet haben, sehr schnell das Abfalldatum erreicht hat. Natürlich dauerte es nicht lange und recht bald waren die Betrüger unterwegs. Sie wandern von Tür zu Tür und verkaufen Coronavirus-Test-Kitts. Sobald sie den Fuß in der Tür haben, rauben sie die Leute aus.

Test-Kits sind Mangelware. Von vornherein sollte dieses Angebot suspekt sein. Jeder geht mit einer Katastrophe anders um. Es gibt lange Schlangen vor den Supermärkten und man meint fast, in einem verarmten kommunistischen Land zu sein.

Die Polizei verfolgte einen Lastwagen und als man ihn stoppte und die Ladefläche öffnete, fand man 8,1 Tonnen Toilettenpapier, wobei sich zudem herausstellte, dass der LKW gestohlen war.

In den Tierheimen gibt es keine Hunde und Katzen mehr, die man „adoptieren“ könnte. Auch legen sich einige Leute Hühner zu. Sie wollen nicht allein in der Wohnung sitzen und mit einem Hund kann man wenigstens rausgehen. So kommt es, dass auch alle Haustierfuttermittel-Regale leer sind.

Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo (siehe Foto), hält jeden Morgen seine Ansprachen. Im Grunde sagt er nichts anderes als Präsident Trump, mit dem er sich plötzlich sehr gut versteht. Die sensationssüchtigen Medien, die mittlerweile von vielen beschimpft werden, loben ihren Gouverneur trotzdem.

Er erklärt, dass es keine Marschall-Law gibt, dass die Leute nicht zwangseinsperrt werden und man deshalb auch keine Waffen braucht, um sich selbst zu verteidigen. Es wird immer genug zu essen geben, und die Leute sollen nicht horten. 

Der einzige Unterschied zwischen dem Präsidenten und Andrew Cuomo ist der, dass der Gouverneur das Lebensrecht für Ungeborene leider nicht in seinem Wortschatz hat. 

Wegen des Notstandes gibt es keine unnützen Operationen wie z.B. Darmspiegelungen. Man solle nicht zum Zahnarzt gehen. Der Gouverneur erklärt, Leben sei zu retten, indem man Rücksicht auf jene nimmt, die gefährdet sind, coronakrank zu werden. Er redet von seinem Umweltprogramm, das er auf die Beine gestellt hat und all das, was sonst noch wichtig ist, um Leben zu erhalten.

Eigentlich sollte das, was der Gouverneur betreibt, von der Kirche kommen, denken sich einige. Doch sie tritt bei all dem nicht in den Vordergrund. Öffentliche Messen gibt es keine mehr. Was Kardinal Burke in einem Schreiben auf seiner Webseite (https://www.cardinalburke.com) sehr bedauert. Die heilige Messe ist so grundlegend wichtig wie die offenen Supermärkte, beklagt er sich.

Letzten Sonntag, als noch keiner ahnte, dass die Kirchen zugemacht werden, zitierte der Rektor der Kathedrale in Phoenix die Bibelstelle in Mt. 24:38-39 über das leichtsinnige Leben der Menschen vor der Sintflut.

Es ist erstaunlich, sagte Pfr. Lankeit (https://simonjude.org/catholic-podcasts), worüber die Leute  besorgt sind, wenn eine Panik ausbricht. Kaum einer denkt an das, was wirklich wichtig ist: das Ewige Leben.

Man jammert, dass Ersparnisse für die eigenen Rente nicht mehr vorhanden sein werden, dass man keine Desinfektionsmittel oder WC-Papier mehr bekommt, anstatt sich um seinen Seelenzustand zu bekümmern.

Man kritisiert die Regierung, dass es kein gescheites Gesundheitssystem gibt, dass Krankenhausbetten knapp werden, anstatt sich um seine kranken Seelen zu kümmern und wie man zur Beichte kommen könnte. Wir diskutieren, wie hygienisch es ist, die Hl. Kommunion zu empfangen, und keiner überlegt sich, ob wir überhaupt im Stand der Gnade leben.

BILD: Predigt von Pfr Lankeit in der Kathedrale vn Phoenix

Zu Moses Zeiten fragten die Israeliten, als sie kein Fleisch mehr hatten: Warum hast Du uns aus Ägypten herausgeführt?  (Ex 17:3,7).

Haben wir denn nichts gelernt? Wir fragen Gott wie damals „Warum?“ und nicht „Wozu?“, nicht nach dem Sinn: „Was versuchst Du uns zu lehren durch all das Leid?“

Welches Gut möchtest Du für meine Seele erwirken, welches ich nicht sehen kann, weil ich geistig blind bin? Ist Gott denn noch bei uns in all dieser Not?

ER ist es und er versucht, uns aus unserer Komfortzone herauszulocken. Er will nicht, dass wir leiden, sondern dass wir aufwachen und uns von der Sünde abwenden, zu unserem eigenen Heil. Jesus weiß die Corona-Krise zu nutzen um eines größeren Zieles willen, welches wir sonst nicht erlangen würden. 

Ist es Zufall, dass wir uns gerade in der vierzig-tägigen Fastenzeit selbst eine Art Quarantäne auferlegen? Quarantäne kommt von der Zahl 40. Und so oft in der Geschichte war nach einer gewissen Zeit der Einkehr und Busse die Plage vorbei.

Not macht erfinderisch – und so bieten viele Priester in den USA neue Beichtmöglichkeiten an – einige beispielsweise auf den leergefegten Sportplätzen ihrer Gemeindeschulen oder auf Parkplätzen.

Fotos: Dr. Edith Breburda, Archiv