Dr. Kelek kritisiert SPD-Forderung nach Familiennachzug und die Asylpolitik Merkels

Die deutsch-türkische Philosophin und Frauenrechtlerin Dr. Necla Kelek hat in ihren ebenso fundierten wie couragierten Büchern  –  bekannt sind vor allem „Die fremde Braut“ und „Himmelsreise“ (siehe Foto) – immer wieder den Finger auf die Wunden gelegt und dabei mit dem Islam als einem politisch-religiösen System abgerechnet.

Die Publizistin sagt seit Jahren ganz klar: Muslime gehören zwar zu Deutschland, aber nicht der Islam. Wir haben im CHRISTLICHEN FORUM mehrfach über ihre unbeirrbaren, zeitkritischen Äußerungen berichtet.

Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet am  28. November online über die jüngsten Stellungnahmen der Autorin unter dem Titel „Migrationsforscherin Kelek: Familennachzug fördert Parallelgesellschaften“.

Darin heißt es:

„Die Migrationsforscherin und Soziologin Necla Kelek warnt die SPD vehement davor, den Familiennachzug für subsidiär Schutzbedürftige wieder zuzulassen. „Der Familiennachzug fördert gerade Parallelgesellschaften und sendet zudem das falsche Signal an Menschen in ihren Heimatländern“, sagte Kelek der WELT…

Die türkischstämmige Kelek kritisiert das Beharren der linken Parteien auf den Familiennachzug. Ohne ihn sei Integration sinnlos, werde argumentiert: „Das Gegenteil ist der Fall. Familie heißt in orientalisch-muslimischen Gesellschaften die Großfamilie, die Sippe, die patriarchalisch organisiert ist. Mit dem Familiennachzug importieren wir ein islamisches Familiensystem, das erst zu Parallelgesellschaften und Integrationsproblemen führt.“

Dr. Kelek richtet schwere Vorwürfe an Bundeskanzlerin Merkel: „Es geht beim Familiennachzug nicht um die 60.000 bis 70.000, von denen in den Medien gesprochen wird. Es geht um die Flüchtlingspolitik insgesamt. Darum, dass die liberalen Kräfte in Deutschland durch die Grenzöffnung überstrapaziert worden sind.“

Die Wissenschaftlerin fügt hinzu: „Es ist unglaublich, wie die Kanzlerin wegschaut, sich weigert, dem politischen Islam ins Auge zu sehen und die daraus folgenden Probleme nicht ernst nimmt.“

Quelle für die Zitate: https://www.welt.de/politik/deutschland/article171008902/Familiennachzug-foerdert-Parallelgesellschaften.html?wtrid=newsletter.wdwb..highlights..%26pm_cat


Necla Kelek und Monika Maron argumentieren gegen „Kitschbild“ von Multikulti

Von Felizitas Küble

In einem Interview mit der „Welt“ befaßte sich die deutsch-türkische Philosophin Dr. Necla Kelek sowie die renommierte Schriftstellerin Monika Maron kritisch mit der gegenwärtigen Islam- und Multikulti-Debatte hierzulande.

Necla Kelek  –  bekannt vor allem durch ihr islamkritisches Buch „Die fremde Braut“  –   will sich keinen Maulkorb verpassen lassen: „Ich bin fassungslos über diesen Terror und mich bewegt das unendliche Leid der Menschen in Norwegen“ erklärte die Sachbuchautorin  – und fügte hinzu: „Leider nimmt die Debatte in Deutschland trotz anfänglicher Zurückhaltung nun wieder bittere Züge an.“   Moschee-Bonn-4

Dr. Kelek beanstandet mangelnde Kritik an Mißständen im Islam:

Jahrelang haben die Parteien das Thema Integration kleingeredet;  jetzt versucht man, die Auseinandersetzung mit einer Weltreligion wieder einmal zu tabuisieren. Und stereotyp wird das Kitschbild einer friedlichen multireligiösen Gesellschaft gezeichnet, das angeblich von ein paar unbelehrbaren Panikmachern und Hasspredigern mit Dreck beworfen wird.“

BILD: Große Moschee in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Monika Maron ist ebenfalls besorgt darüber, daß derzeit „von einer ‚bürgerlichen Mitte‘ gesprochen wird, die einem irren Massenmörder den Boden bereitet“ habe.

Die Berliner Autorin befürchtet, daß auf diese Weise unangepaßte Ansichten  unterdrückt werden, weil „ein Wahnsinniger wie Breivik sich seinen Wahn in allem suchen kann, was an Gedanken durch die Welt fliegt. Er wird bei Kafka ebenso fündig wie bei Churchill oder Merkel oder sonstwem im Internet“.

Maron wendet sich gegen Tendenzen hierzulande, die islamkritischen Autoren wie Henryk M. Broder oder Necla Kelek eine indirekte Mitschuld an den Anschlägen in Norwegen unterstellt und erwähnt ein Gegenbeispiel: „Will jemand Kritik am Kapitalismus und an Banken verbieten, weil linke Randalierer nachts Autos anzünden?“

Eine Ursache für diese unsachliche Debattenkultur sieht Kelek auch bei  „politisierten Muslimen„, denn wer sie kritisiert, ist schnell ein Rassist“: „Sie hindern auch ihre eigenen Milieus, die Welt reflektierend und selbstkritisch zu betrachten und als eigenverantwortliche Bürgerinnen und Bürger aufzutreten.“

Ausführliche Infos über die Stellungnahmen der Schriftstellerinnen Kelek und Maron gibt es hier:
http://www.pro-medienmagazin.de/politik.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=4267