Karlsruhe: Christliche AUF-Partei begrüßt Aufhebung der 3%-Klausel zur Europawahl

Die christliche Partei für Arbeit, Umwelt und Familie (AUF) begrüßt die heute vom Bundesverfassungsgericht verkündete Aufhebung der Dreiprozentklausel für die Europawahl im Mai. Jetzt zähle jede Stimme gleich, egal ob sie für eine große oder kleine Partei abgegeben werde, betonte der AUF-Bundesvorsitzende Dieter Burr. untitled

Bisher hätten viele christliche Wähler die C-Parteien nur noch deshalb gewählt, weil sie fürchteten, ihre Stimme sei sonst „verloren“. „Jetzt werden viele Christen bei der Europawahl im Mai ein Zeichen setzen für eine stärkere Besinnung auf christliche Werte in Deutschland und Europa“.

Die AUF-Partei, vertreten durch ihre Europakandidatin und Rechtsanwältin Martina Döbrich hatte neben anderen Parteien gegen die Dreiprozentklausel Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht.

Nach eigenen Angaben hat die AUF-Partei bereits vor Ablauf der Frist „weit mehr als die notwendige Zahl von Unterstützungs-Unterschriften“ zur Teilnahme an der Europawahl an den Bundeswahlleiter gesandt.

Als Spitzenkandidatin hat die 2008 gegründete Partei die Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin Christa Meves (siehe Foto) nominiert. Meves gehört mit etwa sechs Millionen verkauften Büchern zu den meistgelesenen christlichen Autoren im deutschen Sprachraum. Mit ihren Büchern und Vorträgen hat sie zwei Generationen christlicher Familien geprägt.

Die Nominierung von Christa Meves werde „von vielen Menschen als dringend notwendiges Signal für die Stärkung der traditionellen Familie und des Schutzes menschlichen Lebens“ verstanden, teilte AUF mit. Es sei beeindruckend gewesen, wie viele Bürger, die bisher gar nicht politisch tätig waren, sich an der Sammlung von Unterschriften beteiligt hätten.

Ihrem Europa-Programm zufolge schätzt die AUF-Partei die ursprüngliche europäische Idee und bejahe ein Europa, das dem Frieden, der Völkerverständigung und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit dient.

Gegen die „schleichende Entmachtung der Nationalstaaten“ und die zunehmende Bürokratie und Überwachung der Bürger setzt die AUF nach Burrs Worten das Subsidiaritätsprinzip der christlichen Soziallehre.

Demnach hätten der Einzelne und die Familie Vorrang vor Kollektiven und dem Staat, der Nationalstaat Vorrang vor europäischen Organen. Die kulturellen Eigenarten der europäischen Regionen sollen nicht nivelliert, sondern entfaltet werden.

Nähere Infos gibt es unter www.auf-partei.de