Dem Kind zuliebe: Auf Alkohol in der Schwangerschaft komplett verzichten

Anlässlich des „Tages des alkoholgeschädigten Kindes“ am 9. September 2018 rufen die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) schwangere Mütter auf, bewusst auf Alkohol zu verzichten. 

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann zu schwerwiegenden Schädigungen beim Kind führen – den Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) bis hin zum Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS). Kinder mit FASD können in ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung dauerhaft stark beeinträchtigt sein.

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, betont: „Alkoholgeschädigte Kinder sind ihr Leben lang auf Hilfe angewiesen, denn FASD ist nicht heilbar. Dieses Schicksal lässt sich komplett vermeiden, wenn Schwangere schlicht und einfach auf Alkohol verzichten.

Zwar wissen mittlerweile mehr als 80 Prozent der Bevölkerung um die Risiken von Alkohol in der Schwangerschaft, dennoch kommen jedes Jahr tausende von Kindern mit FAS oder FASD auf die Welt. Prävention und Information sind also kein ‚Kann‘, sondern noch immer ein absolutes ‚Muss‘!“

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, erklärt: „Während der Schwangerschaft wird das Kind über die Nabelschnur mit allen notwendigen Nährstoffen von der Mutter versorgt. Auf diesem Weg gelangt auch der Alkohol zum Kind. Bereits geringe Mengen können das Ungeborene erheblich schädigen. Deshalb empfiehlt die BZgA: kein Tropfen Alkohol während der gesamten Schwangerschaft!“

Je nachdem, in welcher Schwangerschaftsphase Alkohol getrunken wird, fallen die Schädigungen unterschiedlich aus: Im frühen Stadium kann Alkohol unter anderem Organe schädigen und Fehlbildungen der Extremitäten und Gliedmaßen sowie des Gesichts verursachen. Alkoholkonsum im späteren Verlauf der Schwangerschaft kann zu Wachstumsverzögerungen und kognitiven Beeinträchtigungen beim Kind führen.

Um werdende Mütter für die Risiken des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft zu sensibilisieren, bietet die BZgA für Schwangere und ihre Partner verschiedene Infos zur Entstehung und Vermeidung von Fetalen Alkoholspektrumstörungen an. Sie unterstützt werdende Mütter, denen es schwerfällt, auf Alkohol zu verzichten, auch online und anonym beim Konsumstopp.

Hilfe bietet das Internetportal IRIS unter http://www.iris-plattform.de. Für Mitarbeitende in der Schwangerenvorsorge steht ein Leitfaden für die Beratung von alkoholkonsumierenden Schwangeren zur Verfügung.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung sowie der BZgA


Polizei lehnt Cannabis-Freigabe weiter ab

In einem Gespräch mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, bekräftigte Rainer Wendt (siehe Foto), der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, die Position seines Verbands, der sich gegen eine Freigabe von Cannabis ausspricht.

Der Staat dürfe sich unter keinen Umständen zum ‚Dealer‘ machen. Im Gegenteil, der Staat habe die Aufgabe der Prävention und der Strafverfolgung.

Marlene Mortler und Rainer Wendt waren sich darin einig, dass staatliche Auflärungskampagnen verstärkt werden sollten. Aber auch Schule, Elternhaus und Vereine sind gefragt, wenn es darum geht, Jugendliche über die Schädlichkeit von Drogen zu informieren.

Quelle: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/dpolg-bundesvorsitzender-lehnt-freigabe-von-cannabis-ab/


Polizei will bei Drogendelikten nicht länger für den „Papierkorb“ der Justiz arbeiten

Zu einem Gespräch über aktuelle Probleme und Herausforderungen in der Drogenpolitik kamen in Berlin der Bundesvorsitzende der Dt. Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), zusammen. Scannen0003

Schwerpunkte des Treffens waren der Umgang mit Cannabis, die unterschiedliche Regelung von Freigrenzen in den Bundesländern sowie die Anforderungen an sogenannte Drogenkonsumräume. Beide Seiten waren sich darin einig, dass die Drogenpolitik einiger Anpassungen bedarf.

So darf es nicht sein, dass die Polizei bei der Verfolgung von Drogendelikten regelmäßig für den „Papierkorb“ der Justiz arbeite. Bei der Frage von Anforderungen an Drogenkonsumräume formulierte Rainer Wendt den Grundsatz, dass diese nicht allein auf den Konsum ausgerichtet sein sollten, sondern grundsätzlich auch auf strenge Kontrolle und Beratung.

Quelle: http://www.dpolg.de/aktuelles/news/gespraech-mit-drogenbeauftragter-der-bundesregierung/