Iran: Schikanen vor Präsidentschaftswahl

Vor der Präsidentschaftswahl im Iran setzen die Behörden die Medien immer stärker unter Druck. Reporter ohne Grenzen verurteilt in aller Schärfe die Taktik des Regimes, durch Zensur und Drohungen gegenüber Journalisten eine unabhängige Berichterstattung zu behindern. 

„Nur mit einer funktionierenden Presselandschaft sind Wahlen überhaupt aussagekräftig. Dafür hat sich das iranische Regime allerdings noch nie interessiert“, sagt RSF-Geschäftsführer Christian Mihr. „Im Gegenteil: Es schikaniert Medienschaffende, wo es nur kann, um kritische Berichte über diese Wahl-Farce zu unterdrücken.

Bis zum 16. Mai konnten sich Kandidat/innen für das Präsidentenamt registrieren lassen. Reporter ohne Grenzen hat seit diesem Tag 42 Fälle gezählt, in denen Medienschaffende Gerichtsvorladungen erhielten oder von den Geheimdiensten bedroht wurden.

Erst vor wenigen Tagen musste der Fotojournalist Soheil Arabi zum mittlerweile 13. Mal vor Gericht erscheinen. Arabi sitzt seit 2013 im Gefängnis, weil er sich in einem privaten Blog und auf sozialen Medien immer wieder kritisch über die Regierung geäußert hatte. Um den Druck zu erhöhen, hat das Regime immer wieder Mitglieder seiner Familie festgenommen. Das ist eine berüchtigte Taktik der iranischen Autokratie.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/schikane-und-zensur-vor-praesidentschaftswahl


IGFM beklagt politische Willkürjustiz im Iran

Seit über zwei Jahren sitzt der iranische Tierschützer Sam Radjabi in Teheran im berüchtigtem Evin Gefängnis ein. Am 25. Januar 2019 wurde er zusammen mit neun weiteren Tier- und Naturschutzaktivisten festgenommen. Ihm wurde Spionage und Zusammenarbeit mit den „feindlichen Staaten“ USA und Israel vorgeworfen. Das Urteil: 6 Jahre Gefängnis.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, verweigerte das Revolutionsgericht Sam Radjabi von Beginn einen fairen Prozess und einen Anwalt seines Vertrauens.  Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation kritisiert diese im Iran gängige Praxis scharf.

„Die iranische Willkürjustiz produziert politische Urteile am laufenden Band. Bürgerrechtler, Menschenrechts- und Umweltaktivisten sitzen im Iran aus politischen Gründen in Haft und haben keine Chance, vor den Revolutionsgerichten ihre Unschuld zu beweisen. Mit dieser rechtswidrigen Praxis verletzt der Iran systematisch die besonders geschützten universellen Menschenrechte der Betroffenen“, erklärt Martin Lessenthin
(siehe Foto), Vorstandssprecher der IGFM.

Er verweist in dem Zusammenhang auf den Fall der Iranerin Niloufar Bayani. Die politische Gefangene durfte an ihrem eigenen Prozess nicht mehr teilnehmen, nachdem sie dem Richter von Folterungen und Drohungen berichtet hatte.

Auch der britisch-iranische Gewerkschafter Mehran Raoof durfte seinen Anwalt seit seiner Inhaftierung im Oktober letzten Jahres erst einmal bei einer Anhörung im April sehen. Ihm droht eine Haftstrafe von mindestens zehn Jahren. Momentan ist er im Evin Gefängnis in Isolationshaft.

Der studierte Umweltwissenschaftler Sam Radjabi wurde wegen seiner sieben Jahre zurückliegenden Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde in den USA und „Gefährdung der inneren Sicherheit“ verurteilt. Er hatte sich als Mitglied der Persian Wildlife Heritage Foundation für den Umweltschutz im Iran engagiert.

Das Schicksal von Sam Radjabi steht für viele andere politische Gefangene im Iran.

Vom Gericht nicht genehmigte Anwälte werden nicht zur Verhandlung geladen. Stattdessen werden die Angeklagten unter Drohungen oder Folter gezwungen, sich einen vom Gericht vorgeschlagenen Anwalt zu nehmen. Zudem haben die Familien und Angehörigen keine Möglichkeit, sich über den Stand des Prozesses zu informieren, da die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird.

Die dramatische Situation politischer Gefangener vor der iranischen Präsidentenwahl

Weitere Informationen zur Menschenrechtslage im Iran


Pseudomystik: Kritik an Enochs Botschaften ist „die Sünde gegen den Hl. Geist“

Von Felizitas Küble

Auf Gloria-TV hat ein User mit Nicknamen „Nicky41“ kürzlich einen kritischen Artikel von mir über den Seher Enoch aus Kolumbien verlinkt, der zu einer regen Leserdebatte mit bislang fast 60 Kommentaren führte: https://gloria.tv/post/BzrBrNqWz4rn1zPvtPvvnWmXf/replies

Der erwähnte Visionär Enoch verkündet – wie in diesem Genre üblich – seit Jahren Panikbotschaften und Untergangsprognosen, vermischt dabei Esoterisches mit Katholischem und Falsches mit Richtigem in einer irrigen Kombination.

Er hält sich für einen Herold der Endzeit, behauptet sodann, der Antichrist sei schon unter uns und er selber einer der biblisch angekündigten „Zeugen“ gegen denselben usw.

Die dortige Leserdebatte ist insofern bemerkenswert, weil sie in ihrem Verlauf typisch ist für Diskussionen, wie sie in erscheinungsfrommen Kreisen gang und gäbe sind.

Immerhin gibt es diesmal etliche kritische Stimmen, die sich fast mit Händen und Füßen gegen die Zumutungen wehren, die ihnen von Botschaftsgläubigen angedreht werden.

So schreibt „Wilgefortis“ kurz und knapp: „Ich erinnere mich noch gut an die Weltuntergang der Zeugen – jetzt haben diese das wohl aufgegeben und jetzt fangen die Christen damit an.“

Skeptisch äußert sich auchMission2020″: „Wenn man Schweres mitgemacht hat so wird man immer mehr offen für Gott und will seine Weisungen folgen. Wie unwichtig erscheinen das Prophezeihungen und wie bedeutsam der sakramentale Herr Jesus Christus.“

Kritik an „Blödel-Botschaften

LeserDr.MartinBachmaier“ kommentiert: „Wir wissen doch alle schon aufgrund der Milliarden abgetriebener Kinder, dass ein großes Strafgericht auf uns zurollt.“ – Er kritisiert aber, wenn Christen den Ernst der Lage mit Blödel-Botschaften (etwa, das Kreuz am Himmel entstehe durch das Aufeinanderprallen zweier Asteroide) oder der Voraussage von Ereignissen, die nicht eintreffen oder deren Eintreffen immer wieder verschoben werden muss, untermauern“.

Andere winken gleich ab: „Nur ein Lügenprophet mehr“ – oder: „Dieser Enoch hat mit katholisch null zu tun“.

Voll erscheinungsfixiert meldet sich „Heilwasser“ zu Wort mit einer in diesem Lager üblichen Drohung:

„Es steht in der Bibel, dass die Sünde gegen den Heiligen Geist nicht vergeben wird (gemeint ist ohne aufrichtige Beichte), weil man den Herrn direkt angegriffen hat…. Jede Verleumdung von Sehern ist Sünde gegen den Heiligen Geist und diese Sünde wird (ohne tiefe Reue in einer gültigen Beichte) weder in dieser, noch in der jenseitigen Welt vergeben werden.

„Viatorem“ widerspricht: „Falsche Botschaften und Erscheinungen , die nicht vom Himmel kommen, es aber so aussehen lassen, sind sehr gefährlich für das Seelenheil.“

Nicky41″ stimmt ihm bei: „Dann gibt es die fanatischen Anhänger solcher Botschaften, die mit Drohungen und Hass denen gegenübertreten, die nicht an eben diese Botschaften glauben.“

Heilwasser gibt nicht auf: „Enoch ist echt, basta! Das ist die Wahrheit. Das Gequatsche von den wahren und falschen Propheten kann doch keiner mehr hören.“

Immaculata90 entgegnet: „Warnungen dieser Art werden seit Jahrzehnten von diversen „Begnadeten“, SeherInnen etc. für das jeweils nächste Halbjahr angekündigt. Ich kann den Käse nicht mehr hören!“

Katholik 25 stellt fest: „Ich muss keiner Botschaft glauben. Das ist kein Glaubenssatz. Und dass jemand in die Hölle kommt, nur weil er nicht einer Botschaft glaubt, das ist geisteskrank.“

Heilwasser“ verkündet ihrer Fangemeinde, wegen der angeblich bevorstehenden Straf-„Warnung“ des Himmels habe sie „schon lange Heilwasser im Keller eingelagert“, was immer das sein mag, denn sie bezeichnet es nicht als „Weihwasser“. Sodann fährt sie fort:

„Ich werde mich niemals zu den spöttelnden Verleumdungsartikeln auf der Küble-Webseite herablassen….Begreifen Sie einfach, dass Küble eine intensive Abneigung gegenüber Privatoffenbarungen hat. Schauen Sie mal, wie viele wahre mystische Orte dort an den Pranger gestellt werden? Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken und habe die Küble auch schon oft angeschrieben, aber sie hat mehr Lust am Spötteln als an der Wahrheit der Botschaften.“

Mir ist übrigens nicht bekannt, welche Person mich „oft angeschrieben“ hat, da der echte Nachname sicher nicht „Heilwasser“ lautet, mag sie es auch in ihrem Keller eingelagert haben.


Kubanische Bürgerrechtlerin Torres attackiert

Der lange Arm der kommunistischen Diktatur: Nach Informationen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist die kubanische Regimekritikerin Sandy Peralta Torres am 3. Januar 2021 in der mexikanischen Stadt Matamoros im Bundesstaat Tamaulipas von zwei Kubanern angefahren, verprügelt und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt worden.

Die 34-Jährige engagiert sich aus dem Exil für Demokratie auf Kuba und macht auf Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat aufmerksam. Die dreifache Mutter verließ nach dem Angriff mit ihrer Familie umgehend die Stadt und ist nun auf der Flucht.

„Dieser Vorfall zeigt, dass Regimekritiker nicht sicher sind. Exilkubanern, die sich für den demokratischen Wandel ihrer Heimat engagieren, soll so signalisiert werden, dass ihr Handeln beobachtet wird. Das ist eine Taktik, um unter Exilkubanern Angst zu verbreiten und Kritiker einzuschüchtern. Internationale Aufmerksamkeit bietet den Regimekritikern im Exil einen gewissen Schutz,“ erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.

Seit Dezember Drohungen gegen ihre Familie
Sandy Torres wurde auf offener Straße von einem Auto angefahren und anschließend von den beiden Insassen angegriffen, von denen einer mit kubanischem Akzent gesprochen hat. Sie wurde gewürgt, geschlagen, als Verräterin bezeichnet und auch ihre Familie wurde bedroht. Die Exilkubanerin verlor schließlich das Bewusstsein. Als sie wieder zu sich kam, waren die Angreifer verschwunden. Zusammen mit ihrem Mann sowie ihren drei Kindern im Alter von sieben, elf und 17 Jahren verließ sie sofort die Stadt.

Kurz nach ihrer Flucht berichtete sie in verschiedenen sozialen Netzwerken von dem Vorfall. Seit dem 10. Dezember 2020 erhielt sie Drohungen per Textnachrichten, über WhatsApp und Facebook, in denen ihre kritische Haltung am kubanischen Regime thematisiert und Konsequenzen angekündigt wurden.

Aktiv aus dem Exil für Menschenrechte auf Kuba
Peralta Torres hatte Kuba im Mai 2019 verlassen, um vor der kubanischen Diktatur sicher zu sein und ihren Kindern eine bessere Zukunft bieten zu können. Kurz davor war sie einer oppositionellen kubanischen Partei beigetreten.

In Mexiko führte sie ihre Menschenrechtsarbeit fort und gründete zusammen mit dem kubanischen Rapper Maykel Osorbo eine regimekritische Facebook-Gruppe, in der sie über Menschenrechtsverletzungen auf Kuba berichtete. Zudem nahm sie in Matamoros an Demonstrationen gegen das kubanische Regime teil und war Koordinatorin von „La Nueva Nación Cubana“ – einer in Miami ansässigen Gruppe, die sich für Menschenrechte und gegen die Diktatur in Kuba einsetzt. Sandy Peralta Torres wechselt mit ihrer Familie aktuell täglich ihren Aufenthaltsort.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage auf Kuba: www.igfm.de/kuba


Twitter-Sperrung: Rief Trump zur Gewalt auf?

Twitter hat am vorigen Freitag dauerhaft das Tweet-Konto des US-Präsidenten gesperrt. Der Technologieriese begründete diese totale Zensur des amerikanischen Staatsoberhaupts damit, Trumps Postings hätten gegen die Twitter-Position verstoßen, Gewalt(aufrufe) zu vermeiden, die andere zu Gewalt inspirieren könnte.

Jeder kann selbst beurteilen, ob dies zutrifft. Trumps zwei Postings lauteten: „Die 75.000.000 großen amerikanischen Patrioten, die für mich gestimmt haben – AMERIKA. Zuerst machen wir AMERIKA WIEDER GROSS – werden in Zukunft eine RIESIGE STIMME haben. Sie werden in keiner Weise, in keiner Form oder in keiner Art missachtet oder ungerecht behandelt!“  Sodann der zweite Tweet: „An alle, die gefragt haben, ich werde am 20. Januar nicht zur Amtseinführung gehen.“

Danach wurde Trumps Konto auf Twitter entfernt.

Im Zusammenhang mit Twitters Anti-Gewalt-Anspruch verwies US-Regierungssprecher Cale Brown Ende Dezember 2020 auf massive Drohungen eines Top-Vertreters der Iranischen Revolutionsgarde gegen den US-Präsidenten, CIA-Direktor, Verteidigungsminister, Innenminister und andere US-Behörden. Doch dieser iranische Twitter-Account stand nie unter Beschuss.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.wochenblick.at/totalsperre-auf-social-media-trump-kuendigt-eigene-medienplattform-an/

HINWEIS: Die Twitter-Aktien befinden sich jetzt im freien Fall: https://philosophia-perennis.com/2021/01/11/nach-trump-sperre-twitter-aktien-im-freien-fall/


Medjugorje zwischen Zuckerbrot und Peitsche

Von Felizitas Küble

In der Erscheinungsszene gibt es einige typische Merkmale, die mit leichten Veränderungen immer wieder zu beobachten sind:

So sind fast alle „Botschaften“ von Zuckerbrot und Peitsche geprägt: Einerseits süßliche Worte und Verheißungen für die Erscheinungsfrommen, andererseits Drohungen bis hin zu Strafgerichten für die Skeptiker bzw. jene, die dieser oder jener Privatoffenbarung nicht nachlaufen – oder auch allgemein hinsichtlich des Laufs der Welt.

Dabei sind die Schwerpunkte verschieden gesetzt: Während etwa in Medjugorje reichlich Zuckerbrot (in Form gefühlsseliger Anmutungen) verteilt wird, setzen andere Erscheinungen (etwa früher in Heroldsbach oder San Damiano, Garabandal etc) stärker auf Panikmache und/oder Weltuntergangsankündigungen.

Neuerdings ist die Situation in Medjugorje gemischter, vielleicht stimmungsmäßig bedingt durch die Corona-Krise. In den jüngeren Botschaften rückt neben dem unvermeidlichen Zuckerbrot die „Peitsche“ stärker ins Zentrum der angeblichen Himmelsoffenbarungen seitens der Madonna.

In der sog. „Monatsbotschaft“ vom 25. März hieß es: „Meine lieben Kinder, lasst zu, dass Gott zu eurem Herzen spricht, denn Satan herrscht und will eurer Leben und die Erde zerstören.“

Es ist lange her, nämlich am 25. Januar 1991 (zu Beginn des 2. Golfkriegs), als die Erscheinugsmaria ähnlich sprach: „Satan ist stark und möchte nicht nur Menschenleben zerstören, sondern auch die Natur und den Planeten, auf dem ihr lebt.“

Das klingt nicht schön in den Ohren, ist aber trotzdem theologischer Unsinn, denn Satan hat überhaupt keine Möglichkeit, die Erde zu „zerstören“, da er nicht ihr Schöpfer und zudem nicht allmächtig ist. Vielmehr sorgt GOTT selber dafür, daß die „Gestalt dieser Welt vergehen“ wird, wie die Heilige Schrift mehrfach betont. Das scheint sich noch nicht bis nach Medjugorje herumgesprochen zu haben.

Passenderweise gibt es aber auch Tröstliches in der jüngsten Monats-Botschaft vom 25. September 2020 zu erfahren: „Alles, was ihr tut, soll zur Ehre Gottes sein und dann wird der Himmel euer Herz mit Freude erfüllen und ihr werdet fühlen, dass Gott euch liebt und mich sendet, um euch und die Erde, auf der ihr lebt, zu retten.

Das ist derselbe Unsinn wie vorhin, nur spiegelverkehrt: Weder kann Satan die Welt zerstören (selbst wenn er es wollte), noch ist uns angekündigt worden, daß Gott die Welt, auf der wir leben, „retten“ will – vielmehr wird sie einst zu Ende sein, doch Gottes Reich bleibt bestehen. Christus selbst sagte, daß das Firmament („Himmel“) und unser Planet nicht ewig existieren werden, aber sehr wohl sein Wort: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.“

Zudem kommt es nicht darauf an, ob wir den Frieden Gottes in unserem Herzen „fühlen„, sondern daß wir daran glauben. Echter Glaube ist aber mehr als ein Gefühl, er geht vor allem vom Verstand und von unserem freien Willen aus, das Emotionale kann gerne dazukommen, ist aber nicht das Fundament.

BILD: Das kritische Buch „Der Medjugorje-Betrug“ (570 Seiten!) ist bei uns statt für 19,80 für nur 15,80 Euro erhältlich

Natürlich sind die Medjugorje-Jünger von den jüngsten Friedensschalmeien überaus angetan. In der neuesten Medjugorje-Zeitschrift „Oase des Friedens“ wird die erwähnte Weltrettungsbotschaft vor lauter Begeisterung gleich dreimal hintereinander zitiert (S. 3,4 und 5).

Ganz auf dieser Wellenlänge befindet sich auch die Grußbotschaft des Medjugorje-Sehers Ivan anläßlich der entsprechenden Veranstaltung im Wiener Stephansdom mit Kardinal Schönborn. Ivan Dragicevic ermutigt die Versammelten mit folgenden Worten, die er aus einer Medju-Botschaft zitiert: „Durch euch wird der Friede in die Welt kommen und fließen.“ (S. 8)

Der Visionär äußert also nicht etwa nur einen solchen Wunsch, sondern kündigt den Weltfrieden an („er wird kommen…“).

Mit solch einer klaren Ansage widerspricht Ivan bzw. seine Erscheinungs-„Maria“ allerdings der Heiligen Schrift, die von einem Friedensreich auf Erden nichts weiß, sondern im Gegenteil einen zunehmenden Glaubensabfall ankündigt, der dem Kommen des Antichristen vorausgehen werde.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


Münster: RA-Drohung gegen den Hindu P. Lohani aus Indien wg. AfD-Mitgliedschaft

Pressemitteilung der AfD Münster:

Am 13.9. wurde unser AfD-Mitglied Prakash Chandra Lohani auf der Liste AAA in den Integrationsrat gewählt. Vier Tage später wird ihm mit Schreiben von RA Matthias Hermanns aus Münster und Herrn Sisir Gupta der mögliche Ausschluß aus der Gruppe mitgeteilt.

Auch wird Herr Lohani bedroht und aufgefordert, sein Mandat zurück zu geben.

Als Grund wird seine Mitgliedschaft in der AfD angegeben. Dieser war er beigetreten, weil er als Hindu aus einem Kulturkreis stammt, der jahrhundertelang Erfahrungen mit moslemischem Kolonialismus und Religionsterror zu erleiden hatte.

BILD: P. Lohani (links) mit Martin Schiller (AfD-Sprecher in Münster)

In dem Schreiben an Herrn Lohani werden einige Äußerungen aus Parteiprogrammen der AfD und einzelner Persönlichkeiten aus anderen Bundesländern zitiert. Diese Zitate unterlegt die Kanzlei mit  Interpretationen.

Zudem hat Herr Lohani nie angeboten, sein Mandat zurück zu geben.

Weiterhin wird mit einer „medialen Schlammschlacht“ gedroht und die berufliche Zukunft wird in Frage gestellt.

Sodann liegt hier ein Bestechungsversuch vor. Würde Herr Lohani das an ihn gerichtete Angebot annehmen, machte er sich strafbar. Strafanzeige gegen Herrn Gupta sowie gegen Herrn Hermans wegen Beihilfe behält Herr Lohani sich deshalb vor. Zuvor waren derlei Drohungen und Bestechungsversuche ausschließlich verbal an Herrn Lohani herangetragen worden, aber von diesem nicht ernst genommen.

Auch wird Herr Lohani eine Beschwerde über RA Matthias Hermanns bei der Rechtsanwaltskammer Hamm einreichen.


Schweiz: Linksextreme verhinderten den Lebensrechtler-Marsch in Winterthur

Pressemitteilung von „Marsch fürs Läbe“:

Am 19. September 2020 hätte im Kongresszentrum „gate27“ in Winterthur das „Marsch fürs Läbe-Träffe“ stattfinden sollen, ein familienorientierter Anlass mit 300 Personen. Doch nun wurde den Veranstaltern für das Event der Veranstaltungsort abgesagt.

An einer Sitzung mit Organisationskomittee (OK) vom Marsch fürs Läbe teilte die Winterthurer Polizei am 1. September mit, dass es sowohl in der Stadt Winterthur als auch im Internet eine grosse linksextreme Mobilisierung gebe, um die Veranstaltung der Lebensrechtlerzu verhindern.

Die Polizei rechne damit, dass sich eine grosse Gruppe Gewaltbereiter zu einer unbewilligten Demo versammeln werde, wozu Linksextreme und Gendergruppen um 12 Uhr im Stadthauspark am Veranstaltungstag des Lebensrechtstreffens aufrufen.

Diese Gruppen würden dann direkt in Richtung des nahegelegenen gate27 ziehen. Die Polizei müsse das Konferenzzentrum folglich mit dem für Winterthur bisher grössten Polizeiaufgebot abriegeln. Nur so könne die Sicherheit der Teilnehmer, die sich zum grossen Teil aus Familien mit Kindern zusammensetzen, garantiert werden.

Nachdem die Polizei die Brisanz der Situation bedrohlich geschildert hatte, hat sich die Geschäftsleitung des gate27 in der Folge entschieden, den Veranstaltern das Gastrecht für das „Marsch fürs Läbe-Träffe“zu entziehen.

Das veranstaltende OK bedauert diesen Entscheid ausserordentlich. Die Polizei konnte die heftigen linksextremen Angriffe im Verlauf der letzten Jahre in Zürich und Bern immer bestens abwehren. Dies wäre auch 2020 in Winterthur möglich gewesen.

Die Befürchtungen der Verantwortlichen des gate27 hinsichtlich etwaiger Gebäudeschäden und unangenehmer Einschränkungen ist zwar teilweise verständlich. Dennoch zeigen sich die Veranstalter des „Marsch fürs Läbe“ enttäuscht, dass Gewaltandrohungen von linksextremer Seite zu solchen Absagen führen.

Dies komme einem Einknicken vor der Gewalt und einer massiven Einschränkung der Meinungsfreiheit gleich. Ein kleine, links-anarchistische Minderheit hat es nun geschafft, eine Veranstaltung in einem privaten Kongresszentrum zu stoppen.

Der Anwalt des Vereins Marsch fürs Läbe wird prüfen, wie gegen die Verursacher der Verhinderung geklagt werden kann.

Ebenfalls werden die Qualität der präventiven Arbeit der Polizei und das für den 19. September vorgelegte Dispositiv unter die Lupe genommen. 

Die Ordnungskräfte verfügten über hunderte von Namen der linksextremen Gegnerschaft. Die Zürcher Polizei hatte 2019 ca. 175 Personen aus diesen Angreiferreihen eingekesselt und ihre Identität festgehalten. Es kam es zu etlichen Anzeigen, Verurteilungen und Bestrafungen. 2015 wurden von der Zürcher Polizei ebenfalls 100 Personen verhaftet…

Aktuell macht es den Anschein, dass einmal mehr der bequeme Weg gewählt wurde und der Einschränkung der Meinungsfreiheit und der Kapitulation des Rechtsstaates der Weg bereitet wird.

Es stellt sich die Frage, ob das nun das Szenario ist, wie die Schweizer Gesellschaft zukünftig mit Meinungen umgehen will, die gewaltbereiten Gruppierungen nicht reinpassen. Ist der Staat noch bereit, die Meinungs-und Versammlungsfreiheit zu verteidigen?

Dem Marsch fürs Läbe gehören verschiedene Organisationen und Vereine an, die sich für das Leben und Wohl der Schwächsten, nämlich der ungeborenen Kinder, einsetzen – ganz gemäss der Präambel der Schweizer Bundesverfassung „Die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen“.

Quelle: http://www.marschfuerslaebe.ch/_Resources/Persistent/96acbf157c129f7fca5f45fb42addd237dd0ca5f/Marsch%20f%C3%BCrs%20L%C3%A4be%20Medienmitteilung%204.9.2020.pdf


Nein zu Drohungen gewaltsamer Eltern-Kind-Trennungen in Coronazeiten

Von Christa Meves 

Berichte über die Situation der Kinder in unserer Republik sind derzeit hinsichtlich des Corona-Virus vielfältig, weil im föderalistisch geordneten Schulbereich die Länderhoheit das Sagen hat.

Unterschiedliche Festlegungen erschweren jeglichen Überblick aufgrund der verschiedenartigen Entschlüsse der jeweiligen Kultusministerien in den einzelnen Bundesländern. Mecklenburg-Vorpommern z. B. hat aufgrund eines Coronafalls in der Schule den Schulunterricht dort für zwei Wochen eingestellt und dann wieder aufgehoben.

Bei Eltern und Lehrern lösen solche Maßnahmen in Ländern, die mehr befallen sind, neue Unsicherheiten aus.

Mit einer geregelten Unterrichtslage, mit der Möglichkeit, die jeweiligen Klassenziele zu erreichen, kann das bald nichts mehr zu tun haben – nur in Sachsen ist alles anders. Das dortige Ministerium lehnt es hartnäckig ab, sich nach anderen Ländern auszurichten, weil man sich in Sachsen in keiner gefährlichen Lage befände.

Doch in den meisten anderen Ländern scheint das aufgrund der veröffentlichten Zahlen weniger günstig. Jeder Kultusminister beschließt zwar seufzend, was er für verantwortbar hält, doch Unterrichts- und Lerndefizite sind unter diesen Umständen leider nicht zu vermeiden.

Als Beispiel solcher Unsicherheiten auch in anderen Bereichen ist nun seit Anfang August eine Anweisung von einigen Gesundheitsämtern zum Verhalten von Eltern im Hinblick auf erkrankte Kinder im Alter von drei bis elf Jahren durch die Medien gelaufen und hat bis heute breite Empörung nicht nur in der Elternschaft, sondern bei vielen Bürgern ausgelöst:

Es wurde angeordnet, dass Eltern, wenn eines ihrer drei- bis elfjährigen Kinder an Corona erkrankt, dieses zu isolieren hätten, indem sie es allein in einem anderen Raum, getrennt von der Familie, unterzubringen hätten. Sollte diese Isolierung nicht erfolgen – so hätten die Gesundheitsämter angedroht – könnte das eine Heimunterbringung des Kindes zur Folge haben.

Aber hierzulande ist es doch üblich, dass Eltern beim Umgang mit ansteckend kranken Kindern sie zwar zu gesunden Geschwistern auf Abstand halten, um diese nicht anzustecken. Aber im Übrigen ist es für alle eine Selbstverständlichkeit, kranke Kinder ausdrücklich in der Nähe zu pflegen.

Wenn die  Berichte dieser Drohungen wirklich wahr sind, müssten wir als Fachleute in der Tat bekunden: Solche Maßnahmen gewaltsamer Trennungen, zumal bei fiebrig kranken Kindern, können – in besonderem Ausmaß für Kleinkinder – im höchsten Maße traumatisierend wirken, was sich dann oft lebenslänglich in die kleine Seele einprägen kann.
Gesundheitsminister Spahn ist dieses Ansinnen unterbreitet worden. Er reagierte aber ausweichend, ohne dass er abwehrend eingegriffen habe, so wird berichtet.

Der Beauftragte vom Gesundheitsamt Baden-Württemberg hat diese Anweisung nun aber in einem langen Rechtfertigungsbericht relativiert und geäußert, dass er und die Ämter missverstanden worden seien. Ein Schwenk, der zeigt, wie sehr es Sinn macht, im Interesse unserer Kinder gegen solche Anweisungen unverzüglich öffentlich zu widerstehen und danach gründlich mit seriöser Wissenschaft zu antworten.

Was also ist zu tun in unserer aller Verantwortung für unsere Kinder bei all den widersprechenden und verwirrenden Verlautbarungen?

Natürlich können wir es nicht hinnehmen, dass durch vorschnelle und die seelische Entwicklung von Kindern möglicherweise lebenslänglich beeinträchtigende, evtl. sogar erzwungene Anordnungen unseren Kindern Schäden zugefügt werden! 

Dagegen gilt es wachsam zu sein und zu protestieren, was in Baden-Württemberg auch bereits Erfolg gezeigt hat.

Aber auf lange Sicht muss das Basieren auf dem Ergebnis wissenschaftlich seriöser Forschungsergebnisse hinzukommen. In diesem Fall bestätigen sie es immer wieder neu: Kleinkinder brauchen zum Gedeihen die unmittelbare, direkte Nähe einer Person – vornehmlich der leiblichen Mutter!

Am wahrscheinlichsten wird der Mensch ein leistungs- und liebesfähiger Erwachsener, wenn er in einer Familie mit zusammenhaltenden Eltern und am besten auch mit Geschwistern aufwächst! Diese auf Erfahrung beruhenden Forschungsergebnisse dürfen wir uns nicht durch politischen Unverstand streitig machen lassen!

Doch der Weisheit letzter Schluss bleibt für uns derzeit bei aller Undurchdringlichkeit der Corona-Situation insgesamt ein flehentliches Fragen und Bitten zum Turm des Propheten Jesaja (21/11) hinauf:

„Wächter, wie lang ist noch die Nacht?“

Christa Meves ist Psychotherapeutin für Kinder/Jugendliche und Bestseller-Autorin; sie leitet den Verein „Verantwortung für die Familie“, bei dem sich online weitere Infos und Artikel finden: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm


Elternrecht und Kindeswohl ade? – Kritik an Drohungen von Gesundheitsämtern

Zur Androhung von Zwangsmaßnahmen durch Gesundheitsämter gegen Eltern bei Corona-Verdacht erklärt der familienpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Martin Reichardt:

„In der Zeit der sog. Krise stehen die Grundrechte und das Grundgesetz nicht hoch im Kurs. Eltern, und damit ihre Kinder, sind ausdrücklich vom Grundgesetz geschützt:

„Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“ (Artikel 6 GG).

Wie es um dieses Recht steht, erfahren jetzt Eltern in einem Brief, der beispielsweise vom Gesundheitsamt des Kreises Offenbach verschickt wird.

Dort werden Eltern aufgefordert, Kita-Kinder, die zwei Wochen in Quarantäne geschickt werden, vom Rest der Familie zu separieren, auch die Mahlzeiten sollen die Kinder allein einnehmen. In dem Brief werden die Eltern massiv eingeschüchtert, bei Nichteinhaltung der Maßnahmen wird ihnen eine ‚Absonderung‘ der Kinder und ein hohes Bußgeld angedroht.

Eine solche Isolation ist eine Gefährdung des Kindeswohls und hätte wohl in Nicht-Corona-Zeiten den Besuch des Jugendamts zur Konsequenz. Jetzt wird eine vierzehn Tägige Isolation von Kleinkindern behördlich angewiesen.

In Holland gehen seit Monaten bis zu 400.000 Kinder in die Kitas  –  ohne Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen.  Es wird Zeit, dass Familien in Deutschland ihr Grundrecht auf Pflege und Erziehung ihrer Kinder wieder zurückerhalten.“