Israelis bauen in Galiläa eine neue Stadt für die Minderheit der Drusen

Der israelische „Nationale Rat für Planung und Bau“ hat am Dienstag, den 5. Januar 2016, die Initiative des Ministerpräsidenten zum Bau einer neuen drusischen Stadt genehmigt. Die neue Gemeinde wird in Südgaliläa in der Nähe von Tiberias errichtet werden.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagte: „Zum ersten Mal seit Gründung des Staates bauen wir eine neue drusische Stadt. Für mich hat die Errichtung einer drusischen Stadt, die den drusischen Bevölkerungssektor stärken wird, große Bedeutung. Der Anteil von Drusen, die in der israelischen Armee (IDF) dienen, ist sehr groß. Dies ist nur ein Teil unseres breiten Engagements für die drusische Gemeinschaft.“

BILD: Die meisten Drusen wohnen in Nordisrael (Foto: Go Israel)

Die Errichtung der neuen drusischen Stadt soll die wirtschaftlichen Gräben zwischen den drusischen Städten und den anderen Städten im Staat Israel überbrücken. Die drusischen Städte liegen bislang auf Berghängen. Wegen ihrer Nähe zu Naturreservaten sind Planungen in und um die Städte herum großen Beschränkungen ausgesetzt.

Die neue Stadt wird nahe städtischen Infrastrukturen errichtet werden, und zwar auf Land, das geeignet ist für Entwicklungen und nahe an Arbeitszentren liegt. Damit soll die Stadt eine geeignete und moderne Lösung bieten, um die drusische Bevölkerung wirtschaftlich und sozial zu unterstützen.

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Israel: Regierung beschließt zusätzliche Förderung von Drusen und Tscherkessen

Zu den Minderheitengruppen in Israel gehören die Drusen und Tscherkessen, insgesamt ca 140.000 Personen.

Bei seiner wöchentlichen Sitzung hat das Kabinett am 7.6.2015 den Antrag von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Finanzminister Moshe Kahlon für einen 5-Jahres-Plan im Umfang von 2 Milliarden Shekel (ca. 464 Millionen Euro) zur Entwicklung der drusischen und tscherkessischen Gemeinden gebilligt.

Der Plan soll sich über die Jahre 2015 – 2019 erstrecken und wurde von der vorherigen Regierung formuliert.

Zusammen mit dem ersten Teil des Plans, der letzten Dezembergebilligt wurde, hat der Plan ein Gesamtbudget von circa 2,2 Milliarden Shekel. Dies ist drei Mal mehr als die 680 Millionen Shekel für den Plan, der von 2011 – 2014 lief.

BILD: Junge Tscherkessen in Nordisrael (Foto: Go Israel)

Die Erfolge des Plans von 2011 – 2014 zeigen sich in verschiedenen Bereichen, u.a.  in einer höheren Immatrikulationsrate, einer Reduzierung der Kluften bei der Beschäftigung und dem Einkommen, bei öffentlichen Verkehrsmitteln etc.

Durch den neuen Plan soll u. a. in Bildung, Sozialfürsorge, Arbeitsplätze, Tourismus, Transportwesen, öffentliche Gebäude und Infrastruktur bei den drusischen und tscherkessischen Gemeinden investiert werden.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Israel: Netanjahu will nationale Minderheiten (Drusen & Tscherkassen) stärken

Ministerpräsident Netanyahu wird dem  israelischen Kabinett im Dezember einen Plan zur Billigung vorlegen, der große Investitionen in drusische und tscherkessische Gemeinden vorsieht.

Investiert werden soll u. a. in die Bereiche Bildung, Infrastruktur und Erwerbstätigkeit, damit die Gemeinden sich weiterentwickeln.

Letzte Woche traf Ministerpräsident Netanyahu drusische Gemeindeführer unter der Leitung von Scheich Muwafaq Tarif.

Er teilte ihnen mit, dass er beabsichtige, den Plan bald dem Kabinett zur Billigung vorzulegen. Der Ministerpräsident versprach, dass das Nationalgesetz ihren Status nicht verletzen würde. Vielmehr würde es ihre Gleichheit in der israelischen Gesellschaft untermauern:

„Sie sind ein organischer Teil der israelischen Gesellschaft. Ihre heldenhaften Polizisten und Soldaten sind gefallen, um den Staat und all seine Bürger zu schützen. Wir werden Ihre Rechte und Sicherheit verteidigen. Dies ist genauso wichtig für uns wie die Verteidigung der Sicherheit jedes einzelnen Bürgers.“

Quelle: Amt des israelischen Ministerpräsidenten


Israel: Nichtjüdisches drusisches Dorf lädt Israelis aus dem umkämpften Süden zur Erholung in den Norden ein

Das drusische Dorf Beit Jan in Nordisrael hat Israelis aus dem Süden, die unter ständigem Raketenbeschuß stehen, vor ein paar Tagen zu sich eingeladen. Es erwarte sie warmes Essen und noch wärmere Gastfreundschaft.  

Foto: K. Ruprecht

(Die Religion der Drusen, von denen ca 100.000 in Israel leben, ist im 11. Jahrh. n. Chr. aus dem schiitischen Islam hervorgegangen, sie steht dem Koran zwar noch nahe, ist aber vielfach anders orientiert; das Drusentum ist weniger fanatisch und eher  philosophisch-„mystisch“ bzw. gnostisch ausgerichtet.)

Der drusische Politiker und Abgeordnete der regierenden Likud-Partei, Ayoub Kara, hatte im israelischen Fernsehen sogar betont, daß die Bewohner Süd-Israels in den Norden kommen sollten, um sich dort eine Atempause von den dauernden Raketeneinschlägen zu gönnen.

In den letzten Tagen haben zahlreiche Organisationen, Veranstaltungsorte, Restaurants und Privatleute aus dem mittleren und nördlichen Teil Israels die Einwohner des Südens eingeladen, bei ihnen in Orten unterzukommen, die vergleichsweise sicherer sind.

Aber es ist etwas Besonderes, daß sich auch Nichtjuden auf so warmherzige Weise um ihre jüdischen Mitbürger kümmern.

Quelle: Webseite „Israel heute“


Minderheitenpolitik: In Nordisrael soll ein neues Dorf für die Drusen entstehen

Wie das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am vergangenen Sonntag mitteilte, stimmte das Kabinett einem Plan zu wonach im nördlichen Israel ein neues Drusendorf entstehen soll.

Das Bauprojekt in der westgaliläischen Region Khirbet Inbal soll die Wohnsituation der drusischen Minderheit verbessern.

Die Entscheidung unterstreiche Israels Haltung gegenüber Minderheiten, erklärte Netanjahu diesen Beschluß.

Erst kürzlich hat die Regierung in Jerusalem umgerechnet 135 Millionen Euro zum Ausbau im Drusengebiet bewilligt.

Die Drusen  –  eine eigenständige, aus dem schiitischen Islam hervorgegangene Glaubensrichtung  –  sind in Israel eine offiziell anerkannte Religionsgemeinschaft mit rund 104.000 Anhängern.

Quelle: Radio Vatikan