Bienen sind oft wichtiger als Dünger

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Das Fehlen von Bienen und anderen wildlebenden Insekten als Bestäuber von Nutzpflanzen kann den Ernteeintrag der Landwirtschaft stärker mindern als ausbleibende Düngung oder stark reduzierte Bewässerung. DSC_0379-2
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Findet dagegen Bestäubung in ausreichendem Maß statt, tragen die Pflanzen mehr Früchte, und deren Nährstoffgehalte verändern sich.
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Diese Ergebnisse hat die Freiburger Ökologin Prof. Dr. Alexandra-Maria Klein gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus den USA in einem Experiment an Mandelbäumen in Kalifornien erzielt. Das Team hat dazu Artikel in den Fachzeitschriften „Plant Biology“ und „PLoS ONE“ veröffentlicht.

Für diese und weitere Arbeiten über die Bedeutung von Insekten für die Bestäubung von Kulturpflanzen erhält Alexandra-Maria Klein am Dienstag, 17. Juni 2014, den mit 25.000 Euro dotierten CULTURA-Preis.

Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. würdigt mit der Auszeichnung europaweit innovative und beispielhafte Arbeitsansätze auf den Gebieten Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft sowie den damit verbundenen Wissenschaften.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 


Französische Bauern übernehmen israelische Bewässerungstechnik

Die Maisbauern im trockenen Südwesten Frankreichs haben auf das zunehmende Schwinden von Wasserressourcen in der Region reagiert, indem sie auf die geld- und wassersparende Tröpfchen-Bewässerung zurückgreifen, die in den 1960er Jahren in Israel entwickelt wurde.

Seitdem in diesem Teil Frankreichs der bewässerungsintensive Mais angebaut wird, war es wiederholt zu Spannungen gekommen, nachdem das vorhandene Wasser stärker rationiert wurde.

Bei der Tröpfen-Bewässerung werden Schläuche etwa 20 – 30 cm tief im Boden in unmittelbarer Nähe zur Wurzel der Pflanze eingegraben. Durch kleine Löcher im Abstand von einigen Zentimetern kann die Pflanze nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Dünger versorgt werden.

FOTO von „Mashav“: Tröpfchen-Bewässerung im Senegal

Bei dieser Methode können bis zu 30% Wasser eingespart werden, weil das Wasser weniger verdunstet und nicht vom Wind weggetragen wird, so Netafim, die Pioniere der Methode in Israel.

Auch die Menge der Düngemittel reduziert sich, wobei zugleich Pilzbefall an der Erdoberfläche vermieden wird, weil der Grund trocken bleibt. Auf der anderen Seite erfordert die Tröpfen-Bewässerung eine hohe Anfangsinvestition und sorgfältige Instandhaltung.

Quelle: Times of Israel, 15.4.2014