Cancel Culture gegen Historiker Egon Flaig

Der ASTA der Universität Osnabrück hat von der Hochschule gefordert, eine Veranstaltung mit dem Althistoriker Dr. Egon Flaig zu unterbinden. Hierbei handelt es sich um einen geplanten Online-Vortrag über „Die Grenzen von Machtkonzepten“ am 28. April.

„Egon Flaig ist nicht nur für seine wissenschaftlichen, sondern vor allem auch für seine rechten und revisionistischen Ansichten bekannt“, kritisierten die ASTA-Studentenvertreter. Rechte versuchten, die Deutungshoheit über gesellschaftliche Diskurse zu erlangen.

Der ehem. Wissenschafts- und Finanzminister von Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Brodkorb (SPD), warf in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nun die Frage auf, ob die Studentenvertreter der Universität Osnabrück überhaupt in Anspruch nehmen könnten, für „‘ihre’ Studenten zu sprechen“. Schließlich hätten gerade mal 4,9 Prozent aller Studenten in diesem Januar an der Wahl zum „Studierendenparlament“ teilgenommen.

Die Präsidentin der Hochschule, Susanne Menzel-Riedl, wolle die Veranstaltung nicht absagen. „Ein Diskurs verschwindet schließlich nicht, wenn man ihn verbietet. Grenzen sind erst erreicht, wenn verfassungsfeindliche, menschenverachtende Thesen aufgeworfen werden“, sagte sie der Zeitung.

Flaig hatte in seinem Buch „Weltgeschichte der Sklaverei“ erklärt, die Sklaverei im arabischen Raum und Afrika habe über eine selbständige Tradition verfügt. Die Abschaffung der Sklaverei sei ohne koloniale Hilfe gar nicht möglich gewesen. Zudem warnt er vor dem Aufstieg des politischen Islam.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/egon-flaig-im-visier/


Historiker Egon Flaig kritisiert „Islamo-Faschismus“ damals und heute

„Niemals hat der Islam zu Europa gehört“

Der Geschichtswissenschaftler Egon Flaig hat sich gegen die Aussage muslimischer Verbandsfunktionäre gestellt, der Islam gehöre zur Geschichte Europas.
In einem Kommentar für das Nachrichtenmagazin Focus widersprach der Professor für Alte Geschichte u.a. dem Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat.

Es sei eine historische Wahrheit, so der an der Universtität Rostock lehrende Historiker, daß die „theokratische Durchdringung des Politischen“ in der islamischen Welt für republikanische Gemeinwesen, wie sie Europa prägten, nicht den mindesten Spielraum gelassen habe.

„Wo hat es je unter islamischer Herrschaft sich selbst verwaltende Bürgerschaften gegeben, wo beschließende Volksversammlungen, wo Parlamente? Nirgendwo finden wir reguläre Wahlen, nirgendwo Abstimmungen, nirgendwo städtische Verfassungen, nirgendwo ein Rathaus“, schreibt Prof. Flaig in Focus.

Heute gebe es zwar auch gemäßigtere islamische Strömungen, die nicht der Scharia (dem islamischen Religionsgesetz) folgen, aber eben auch den mächtigen Scharia-Islam.

Der Unterschied sei fundamental für die Chancen von Demokratie und Menschenrechten, erklärte Prof. Flaig: 

„Wie der Nationalsozialismus die Menschen in Herrenmenschen und Untermenschen auf rassischer Basis spaltete, so hat die Scharia eine religiöses Apartheid-System geschaffen. Ferner verlangt die Scharia, dieses System über die Welt auszudehnen. Der Scharia-Islam darf getrost als Islamofaschismus bezeichnet werden, als der momentan gefährlichste Rechtsradikalismus der Welt.

Niemals habe dieser Islam zu Europa gehört. Vielmehr habe sich die europäische Kultur nur deshalb zu bilden vermocht, weil sie sich mehr als 1000 Jahre lang gegen die ständigen Angriffe der islamischen Sultanate und Emirate behauptet habe. Nur ein Islam unter dem Dach des Grundgesetzes, folgert Flaig, könne Teil unseres Landes sein.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur