Finnland: Christliche Politikerin angeklagt, weil sie sich kritisch zu Homothemen äußerte

Päivi Räsänen droht eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Jahren. Finnlands Generalstaatsanwaltschaft hat die christliche Abgeordnete formell angeklagt, nachdem sie ihre Ansicht über Ehe und Sexualität geäussert hatte.

Die Physikerin und ehem. Innenministerin Päivi Räsänen wird wegen «Hassrede» angeklagt; ihr wird eine Streitschrift von 2004, eine Äusserung von 2018 und ein kürzlicher Tweet zur Last gelegt.

Die 61-Jährige wurde erstmals 2019 von der Polizei befragt, nachdem sie die lutherische Kirche – deren Mitglied sie ist – wegen ihrer offiziellen Unterstützung für eine homosexuelle LGBT-Pride-Veranstaltung kritisiert hatte (Livenet berichtete).

Räsänen bleibt bei ihrem Standpunkt und beruft sich auf Meinungs- und Religions-Freiheit: „Ich kann nicht akzeptieren, dass die Äusserung religiöser Überzeugungen eine Inhaftierung bedeuten könnte“, zumal sie niemanden bedroht, verleumdet oder beleidigt habe, sondern lediglich das biblische Zeugnis zu Ehe, Sexualität und Gottes Schöpfungsordnung vertreten habe.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.jesus.ch/magazin/gesellschaft/christen_in_der_gesellschaft/390238-christliche_politikerin_wegen_eheansichten_angeklagt.html


Münster: Kath. Familienvater Altenhövel wendet sich an die Glaubenskongregation

Nein zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften

Der gläubige Katholik Ludger Altenhövel (siehe Foto) aus Münster wandte sich mit einem dreifachen Anliegen an Kardinal Luis Ladaria SJ, den Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation:

Er dankte für das Responsum aus Rom, legte Widerspruch ein zu den Erklärungen seiner Pfarreigremien hinsichtlich einer Segnung gleichgeschlechtlicher Paare und er beanstandete die Inkonsequenz von Bischof Dr. Felix Genn.

Zugleich bat der Familienvater die Glaubenskongegration darum, die Gläubigen vor der um sich greifenden Verunsicherung in der Kirche zu schützen.

Wie das Kirchenrecht – der sog. CIC – erläutert, gibt es für die Gläubigen eine ganze Reihe von Grundrechten. Eines davon lautet, sie hätten das Recht, den Oberhirten ihre Wünsche und Anliegen vorzutragen (can. 212 § 2).

Mit Erlaubnis von Herrn Altenhövel veröffentlichen wir hiermit den vollen Wortlaut seines Schreibens vom 10. April 2021 an die Glaubenskongregation in Rom:

DANK für Ihr Responsum
BESCHWERDE über Pfarrgemeinde und Ortsbischof
BITTE um kirchenrechtliche Konsequenzen

Exzellenz, hochwürdigster Herr Präfekt,

mit großem Dank und aufrichtiger Freude habe ich als gläubiger katholischer Familienvater die Nachricht von dem Responsum aufgenommen, mit dem Ihr Dikasterium in einer klaren Bestimmung die Segnung von gleichgeschlechtlichen Verbindungen verboten hat.

Damit verteidigen Sie in einer Zeit religiöser und sittlicher Verwirrung – die teils auch innerhalb der Kirche erkennbar ist –  die Schöpfungsordnung und die göttlichen Gebote; zugleich verweisen Sie mit dieser Klarstellung auf den besonderen Wert und Schutz der christlich-sakramentalen Ehe von Mann und Frau; deren einzigartige Würde hat Papst Franziskus bereits in „Amoris laetitia“ betont.

Auch für mich besteht kein Zweifel: Was Gott nicht segnet, das kann und darf auch die Kirche nicht segnen. – Das gilt für alle sündhaften Verhaltensweisen, also auch für praktizierte Homosexualität bzw. gleichgeschlechtliche Partnerschaften.

So sehr mich die deutliche Verkündigung in Ihrem Responsum von 15. März 2021 mit Genugtuung erfüllt hat, umso mehr enttäuscht mich die befremdliche Reaktion leitender Gremien meiner eigenen Pfarrgemeinde St. Petronilla in Münster-Handorf.

Anbei die Osterausgabe der Pfarrnachrichten und ein Bericht aus den „Westfälischen Nachrichten“ vom 20. März und damit aus öffentlich zugänglichen Quellen. Sowohl der Pfarreirat wie die „Seelsorger/innen“ der Gemeinde wenden sich in scharfer Form gegen Ihr Responsum.

Es wird darin behauptet, mit dem Respondum werde eine „ausgrenzende und veraltete Sexualmoral auf dem Rücken von Minderheiten ausgetragen“ und zugleich angekündigt, auf Wunsch „Segensfeiern“ für gleichgeschlechtliche Paare durchzuführen.

Danach habe ich in einem Gespräch mit Pfarrer Streuer darauf hingewiesen, dass diese Personen und Gremien sich sowohl selbstherrlich über das vom Papst gebilligte  vatikanische Votum wie auch über ihre Pfarrgemeinde hinwegsetzen, die dazu nicht befragt worden ist. Hier wird somit eine zeitgeistunterwürfige Rebellion auf dem Rücken der schweigenden Mehrheit ausgetragen.

Ich verwehre mich entschieden dagegen, dass Gremien meiner Kirchengemeinde vorgeben, im Namen der Gläubigen zu sprechen, wenn sie den christlichen Gehorsam gegenüber dem kirchlichen Lehramt verweigern. Hier liegt eine einseitige Vereinnahmung sämtlicher Pfarreimitglieder vor.

Laut beiliegendem Zeitungsbericht der „Westfälischen Nachrichten“ vom 23. März 2031 hat der bischöfliche Pressesprecher erklärt, es werde „keine Konsequenzen oder Sanktionen“ geben, wenn Priester gleichgeschlechtliche Verbindungen segnen. Es erscheint mir daher aussichtslos, mich erfolgreich bei meinem Bischof Dr. Felix Genn über diese Gehorsamsverweigerung in meiner Pfarrei zu beschweren.

Daher wende ich mich an Sie, die Sie dieses eindeutige und mutmachende Respon-sum veröffentlicht haben, um meinen Widerspruch zu den Stellungnahmen unserer Pfarreigremien wie auch zur Inkonsequenz meines Ortsordinarius zu bekunden.

Dabei möchte ich mich ausdrücklich auf das Kirchenrecht berufen, das uns Gläubige in can. 212 § 1 zum „christlichen Gehorsam“ gegenüber den Lehrern des Glaubens auffordert:

Can. 212 – § 1. Was die geistlichen Hirten in Stellvertretung Christi als Lehrer des Glaubens erklären oder als Leiter der Kirche bestimmen, haben die Gläubigen im Bewußtsein ihrer eigenen Verantwortung in christlichem Gehorsam zu befolgen.

In § 2. heißt es sodann:
„Den Gläubigen ist es unbenommen, ihre Anliegen, insbesondere die geistlichen, und ihre Wünsche den Hirten der Kirche zu eröffnen.“

Mein Schreiben an Sie ist von diesen Grundsätzen bestimmt, nämlich dem dringlichen Wunsch, auch Bischöfe und Pfarrgemeinden mögen sich an dem geforderten „christlichen Gehorsam“ orientieren und zugleich glaubensfroh die göttliche Schöp-fungsordnung und das Naturrecht bezeugen und verkündigen.

Als katholischer Familienvater darf ich von den Hirten der Kirche erwarten, dass nicht der Zeitgeist, sondern der Wille Gottes die Richtschnur unseres Denkens und Handelns bestimmt.

Dies gilt auch für die Pfarrer in den Gemeinden, denn laut can 528 §1 sind diese verpflichtet, „dafür zu sorgen, daß denen, die sich in der Pfarrei aufhalten, das Wort Gottes unverfälscht verkündigt wird; er hat deshalb dafür zu sorgen, daß die Laien in den Glaubens-wahrheiten unterrichtet werden“.

Den Einklang der Seelsorger mit der kirchlichen Lehre sprechen sie auch in diesem Kontext ausdrücklich an. Dies ist aber hier in Münster-Handorf nicht mehr der Fall angesichts dieser offenen Rebellion gegen Ihre lehramtliche Wegweisung.

Daher bitte ich Sie höflich darum, dafür Sorge zu tragen, dass sich sowohl die Ortsbischöfe wie auch die ihnen anvertrauten Pfarrgemeinden an das Responsum halten und dass Sie die Ihnen zur Verfügung stehenden kirchenrechtlichen Bestim-mungen anwenden, damit der „christliche Gehorsam“ (can 212, §1) wieder ernst genommen und die Gläubigen vor weiterer Verunsicherung geschützt werden.

Mit christlichem Gruß
und vorzüglicher Hochachtung

Anlagen: Pfarreiblatt von Münster-Handorf, Westfälische Nachrichten (zwei Berichte)


Juristen klagen gegen das Notbremsengesetz

Gegen die vom Bundestag beschlossene „Bundesnotbremse“ regt sich juristischer Widerstand. Mehrere Politiker und Juristen haben Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe angekündigt.

Jene, die von einer Gruppe rund um den SPD-Bundestagsabgeordneten Florian Post initiiert wurde, steht bereits und soll gleich nach Veröffentlichung der Regelung im Bundesgesetzblatt in Karlsruhe eingereicht werden.

Beschwerdeführer ist der Freiburger Staatsrechtler Dietrich Murswiek. Laut dem Entwurf sind die nun beschlossenen Kontaktbeschränkungen in der Familie, die geplanten Schließungen in der Außengastronomie sowie in der Gastronomie und die Ausgangssperre unverhältnismäßig und verfassungswidrig.

Laut Murswiek greift dies klar in die Grundrechte ein. Betroffen sind das Recht auf Freiheit der Person sowie das Recht auf Freizügigkeit ein.

Auch das Grundrecht auf Ehe und Familie werde durch das neue Gesetz stark beschnitten. Die Kontaktbeschränkungen sehen vor, daß sich Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer weiteren Person treffen dürfen. Dies, so das Urteil des Juristen, erschwere familiäre Kontakte erheblich.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/bundes-lockdown-grundrechte-murswiek-karlsruhe/


Voller Wortlaut: Das „Responsum“ der Glaubenskongregation zur Segnungsfrage

Responsum ad dubium
der Kongregation für die Glaubenslehre
über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts
 

Auf das vorgelegte DUBIUM:
Hat die Kirche die Vollmacht, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen?

WIRD GEANTWORTET:
Nein.

Erläuternde Note

In einigen kirchlichen Bereichen verbreiten sich Projekte und Vorschläge von Segnungen für Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts.

Nicht selten sind solche Projekte durch den aufrichtigen Willen motiviert, homosexuelle Personen anzunehmen, sie zu begleiten und ihnen Wege des Glaubenswachstums anzubieten, „damit diejenigen, welche die homosexuelle Tendenz zeigen, die notwendigen Hilfen bekommen können, um den Willen Gottes in ihrem Leben zu begreifen und ganz zu erfüllen“[1].

Auf diesen Wegen können das Hören des Wortes Gottes, das Gebet, die Teilnahme an liturgischen Handlungen der Kirche und praktizierte Nächstenliebe eine wichtige Rolle bei der Förderung von Bemühungen spielen, die eigene Lebensgeschichte zu deuten sowie frei und verantwortungsbewusst die eigene Taufberufung anzunehmen, weil „Gott jeden Menschen liebt. Und Gleiches tut auch die Kirche“[2], indem sie jede ungerechte Diskriminierung ablehnt.

Unter den liturgischen Handlungen der Kirche sind Sakramentalien von besonderer Bedeutung: als „heilige Zeichen, durch die in einer gewissen Nachahmung der Sakramente Wirkungen, besonders geistlicher Art, bezeichnet und kraft der Fürbitte der Kirche erlangt werden. Durch diese Zeichen werden die Menschen bereitet, die eigentliche Wirkung der Sakramente aufzunehmen; zugleich wird durch solche Zeichen das Leben in seinen verschiedenen Gegebenheiten geheiligt“[3].

Der Katechismus der katholischen Kirche erläutert weiter: „Die Sakramentalien verleihen die Gnade des Heiligen Geistes nicht nach Art der Sakramente, sondern bereiten durch das Gebet der Kirche vor, die Gnade zu empfangen und mit ihr mitzuwirken“ (Nr. 1670).

Zur den Sakramentalien gehören Segnungen, mit denen die Kirche „die Menschen aufruft, Gott zu preisen, sie auffordert, seinen Schutz zu erbitten und sie ermahnt, sich seiner Barmherzigkeit mit der Heiligkeit des Lebens würdig zu erweisen“[4].

Darüber hinaus sind „sie in einer gewissen Nachahmung der Sakramente eingesetzt und beziehen sich immer und hauptsächlich auf geistliche Wirkungen, die sie kraft der Fürbitte der Kirche erlangen“[5].

Um der Natur der Sakramentalien zu entsprechen, ist es deshalb erforderlich, dass, wenn über einige menschliche Beziehungen ein Segen herabgerufen wird, abgesehen von der rechten Absicht derjenigen, die daran teilnehmen, die zu segnende Wirklichkeit objektiv und positiv darauf hingeordnet ist, die Gnade zu empfangen und auszudrücken, und zwar im Dienst der Pläne Gottes, die in die Schöpfung eingeschrieben und von Christus dem Herrn vollständig offenbart sind.

Mit dem Wesen der von der Kirche erteilten Segnung ist daher nur vereinbar, was an sich darauf hingeordnet ist, diesen Plänen zu dienen. Aus diesem Grund ist es nicht erlaubt, Beziehungen oder selbst stabilen Partnerschaften einen Segen zu erteilen, die eine sexuelle Praxis außerhalb der Ehe (das heißt außerhalb einer unauflöslichen Verbindung eines Mannes und einer Frau, die an sich für die Lebensweitergabe offen ist) einschließen, wie dies bei Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts der Fall ist.[6] 

Das Vorhandensein positiver Elemente – die in sich betrachtet dennoch zu schätzen und hervorzuheben sind – in solchen Beziehungen ist trotzdem nicht in der Lage, diesezu rechtfertigen und sie daher rechtmäßig zum Gegenstand einer kirchlichen Segnung zu machen, weil diese Elemente im Dienst einer Verbindung stehen, die nicht auf den Plan des Schöpfers hingeordnet ist.

Da die Segnungen für Personen in Beziehung zu den Sakramenten stehen, kann darüber hinaus die Segnung gleichgeschlechtlicher Verbindungen nicht als zulässig angesehen werden, weil sie in gewisser Weise eine Nachahmung oder einen analogen Hinweis auf den Brautsegen darstellen würde,[7] der auf den Mann und die Frau herabgerufen wird, die sich im Sakrament der Ehe vereinigen, da „es keinerlei Fundament dafür [gibt], zwischen den homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes über Ehe und Familie Analogien herzustellen, auch nicht in einem weiteren Sinn“[8].

Die Erklärung der Unzulässigkeit von Segnungen der Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts ist daher weder eine ungerechte Diskriminierung noch enthält sie die Absicht, eine solche zu sein, sondern ruft die Wahrheit des liturgischen Ritus in Erinnerung und das, was dem Wesen der Sakramentalien zutiefst entspricht, so wie die Kirche sie versteht.

Die christliche Gemeinschaft und die geistlichen Hirten sind aufgerufen, Menschen mit homosexuellen Neigungen mit Respekt und Takt aufzunehmen; sie werden im Einklang mit der kirchlichen Lehre die am besten geeigneten Wege zu finden wissen, um ihnen das Evangelium in seiner Fülle zu verkünden. Diese Personen mögen gleichzeitig die aufrichtige Nähe der Kirche anerkennen – die für sie betet, sie begleitet, mit ihnen den Weg des christlichen Glaubens teilt[9]  – und ihre Lehren mit aufrichtiger Bereitwilligkeit annehmen.

Die Antwort auf das vorgelegte Dubium schließt nicht aus, dass Segnungen einzelnen Personen mit homosexueller Neigung gespendet werden,[10] die den Willen bekunden, in Treue zu den geoffenbarten Plänen Gottes zu leben, wie sie in der kirchlichen Lehre vorgelegt werden; sie erklärt jedoch jede Segnungsform für unzulässig, die dazu neigt, ihre Verbindungen anzuerkennen.

In diesem Fall würde die Segnung nämlich die Absicht zum Ausdruck bringen, nicht bestimmte Einzelpersonen dem Schutz und der Hilfe Gottes im oben genannten Sinne anzuvertrauen, sondern einen Entschluss und eine Lebenspraxis zu billigen und zu fördern, die nicht als objektiv auf die geoffenbarten Pläne Gottes hingeordnet anerkannt werden können.[11]

Gleichzeitig erinnert die Kirche daran, dass Gott selbst nicht aufhört, jedes seiner Kinder zu segnen, die in dieser Welt pilgern, denn für ihn „sind wir […] wichtiger als alle Sünden, die wir begehen können“[12].

Aber er segnet nicht die Sünde und er kann sie nicht segnen: Er segnet den sündigen Menschen, damit er erkennt, dass er Teil seines Liebesplans ist, und sich von ihm verändern lässt. Denn er „nimmt uns so, wie wir sind, aber lässt uns nie so, wie wir sind“[13].

Aus diesen Gründen verfügt die Kirche weder über die Vollmacht, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts im oben gemeinten Sinne zu segnen, noch kann sie über diese Vollmacht verfügen.

Papst Franziskus wurde in der dem unterzeichnenden Sekretär dieser Kongregation gewährten Audienz über das vorliegende Responsum ad dubium samt der Erläuternden Note informiert und hat ihre Veröffentlichung gutgeheißen.

Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 22. Februar 2021, dem Fest der Kathedra Petri.  
Luís F. Kard. Ladaria SJ, Präfekt ✠ G
iacomo Morandi, Titularerzbischof von Cerveteri, Sekretär  

[1] Franziskus, Ap. Schreiben Amoris laetitia, Nr. 250. [2] Bischofssynode, Abschlussdokument der 15. Ordentlichen Generalversammlung, Nr. 150. [3] II. Ökumenisches Vatikanisches Konzil, Konst. Sacrosanctum Concilium, Nr. 60. [4] Rituale Romanum ex Decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum auctoritate Ioannis Pauli PP. II promulgatum, De benedictionibus, Praenotanda Generalia, Nr. 9. [5] Ebd., Nr. 10. [6] Vgl. Katechismus der katholischen Kirche, Nr. 2357. [7] Der Brautsegen verweist nämlich auf den Schöpfungsbericht, in dem Gottes Segen über Mann und Frau im Zusammenhang mit ihrer fruchtbaren Verbindung (vgl. Gen 1,28) und mit der Komplementarität von Mann und Frau steht (vgl. Gen 2,18-24). [8] Franziskus, Ap. Schreiben Amoris laetitia, Nr. 251. [9] Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben Homosexualitatis problema über die Seelsorge für homosexuelle Personen, Nr. 15. [10] De benedictionibus enthält nämlich eine ausführliche Liste der Situationen, für die der Segen des Herrn herabgerufen werden kann. [11] Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben Homosexualitatis problema über die Seelsorge für homosexuelle Personen, Nr. 7. [12] Franziskus, Generalaudienz am 2. Dezember 2020, Katechese über das Gebet: der Segen. [13] Ebd.

Quelle: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20210222_responsum-dubium-unioni_ge.html


Kein Homo-Segen: Orthodoxie stimmt zu

Metropolit Hilarion (Alfejew), Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, hat für die jüngste Erklärung der vatikanischen Glaubenskongregation rund um die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare lobende Worte gefunden.

Der Vatikan hatte erklärt, dass die katholische Kirche keine Vollmacht besitze, Verbindungen von Menschen gleichen Geschlechts zu segnen. In seiner TV-Sendung „Kirche und Welt“ wies der Metropolit zuletzt darauf hin, dass in diesem Punkt die offizielle Lehre der Römisch-katholischen Kirche und der Orthodoxen Kirche übereinstimmten.

Zwischen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und der christlichen Ehe bestehe ein Wesensunterschied. Deshalb könne es auch keine kirchliche Trauung oder auch nur einen Segen dafür geben, so der Metropolit. Er sprach im Blick auf gleichgeschlechtliche Paare auch von einer „sündhaften Lebensweise“.

Das schließe zugleich aber nicht die Möglichkeit aus, dass homosexuelle Menschen einzeln einen Segen empfangen, so der Metropolit. In diesem Fall habe ein Priester kein Recht, dieser Bitte nicht zu entsprechen, denn: „Wir segnen dann nicht ihre sündhafte Lebensweise, wir segnen den Menschen.“

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-03/segen-homosexuelle-paare-lob-orthodox-moskau.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Erzbischöfe Woelki und Burger verteidigen die Nicht-Segnung von Homo-Partnerschaften

Kardinal Rainer Maria Woelki hat sich hinter das „Nein“ der vatikanischen Glaubenskongregation zur Segnung homosexueller Paare gestellt, wie die „Tagespost“ berichtet.

Nach der Pressekonferenz am Dienstag erklärte der Kölner Oberhirte, er sehe in dem vom Papst unterzeichneten Responsum eine „Stärkung des katholischen Ehe- und Familienverständnisses“.

Zudem wolle er sich weiter dafür einsetzen, so Woelki, „dass wir Menschen einander – gleich welcher sexuellen Orientierung auch immer – mit Respekt, gegenseitiger Achtung und Wertschätzung begegnen“.

Zudem hat sich auch der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hinter die Entscheidung der Glaubenskongregation gestellt, die eine Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften verbietet.


Kath. Kirche segnet sehr wohl Homosexuelle – aber nicht ihre „Partnerschaft“

Von Felizitas Küble

Im Zusammenhang mit der seit Jahren diskutierten Frage, ob es auch in der katholischen Kirche – so wie durchweg in der EKD – Segensfeiern für schwule oder lesbische Partnerschaften geben soll, wird immer wieder folgender Einwand geracht:

Gerade die katholische Kirche sei doch so segensfreudig – es gäbe bald nichts, was sie nicht segnen oder weihen würde: Autos, Meerschweinchen (Tiere allgemein), Kräuter, Häuser usw. Der Papst segne an Ostern „urbi et orbi“ gar ohne Wenn und Aber die Stadt Rom und den ganzen Erdkreis.

Da sei es doch völlig unverständlich, homosexuell empfindende Menschen den Segen Gottes zu verweigern.

Das Argument scheint ins Schwarze zu treffen, doch es läuft völlig ins Leere, denn die Kirche segnet selbstverständlich seit eh und je und auch weiterhin ihre „Schäfchen“ (und übrigens auch Christen anderer Konfessionen) unabhängig von ihrer sexuellen „Orientierung“.

Der einzelne Homosexuelle kann also problemlos gesegnet werden, auch mehrere von ihnen in einer Gruppe – was die Kirche aber nicht tun kann und darf: Einen Segen für eine homosexuelle Partnerschaft spenden (es sei denn, die „Beziehungskiste“ ist rein platonisch, aber dann wären die Beiden lediglich Freunde und eben kein intimes „Paar“).

Die Sexualität gehört laut biblischer und kirchlicher Lehre allein in die EHE von MANN und FRAU. Christus selber erinnerte daran, was bereits das Alte Testament darlegt: „Der Mann wird Vater und Mutter verlassen und seiner FRAU anhangen – und sie werden zwei in einem Fleische sein.“

Nun können vielleicht manche Leute einfacheren Zuschnitts, die ihr schmales theologisches Wissen hauptsächlich aus der Boulevardpresse oder der „Glotze“ beziehen, den Unterschied zwischen Person und Sache nicht ganz begreifen, also zwischen der Segnung einer homosexuellen Person einerseits – und der Nicht-Segnung von Homo-Partnerschaften andererseits.

Immerhin wird diese Trennung von Person und Sache auch anderweitig eingehalten: Die Kirche spendet z. B. Männern oder Frauen (als Einzelpersonen) ihren Segen, selbst wenn sie geschieden-wiederverheiratet sind – aber sie segnet nicht ihre irreguläre neue Verbindung, wenn die erste Ehe gültig war und damit nach wie vor besteht. Ebenso wenig kann die Kirche z.B. eine intime voreheliche Beziehung segnen.

Nun wird man aber von einem hohen Geistlichen, der erstens Theologie studiert und zweitens als Priester an das kirchliche Lehramt gebunden ist, erwarten dürfen, daß er diese beiden verschiedenen Ebenen (Person und Sache) auseinanderhalten kann, ihm also klar ist:

Die Kirche liebt den Sünder, aber nicht die Sünde – ganz nach dem Beispiel ihres göttlichen Meisters, welche sich der Ehebrecherin als barmherzig erwies, aber ihr zugleich auftrug: „Gehe hin und sündige nicht mehr!“ – Nach seiner Rettung der Frau vor einer Steinigung hat er ihr nicht etwa „großzügig“ angeboten, ihre sündhafte Beziehung zu segnen oder auch nur zu tolerieren.

Der Speyerer Generalvikar Andreas Sturm läuft jetzt Sturm gegen die aktuelle Weisung aus dem Vatikan, wonach eine Segnung von homosexuellen Partnerschaften nicht möglich ist, weil die Kirche dazu von Gott keine Vollmacht erhielt, denn ein Segen würde Billigung oder gar Gutheißung bedeuten und auch so verstanden werden.

Die „rechte Hand“ des Bischofs von Speyer erklärte, er werde „auch zukünftig“ Homosexuelle segnen:

„Ich habe Wohnungen, Autos, Fahrstühle, unzählige Rosenkränze usw. gesegnet und soll zwei Menschen nicht segnen können, die sich lieben? Das kann nicht Gottes Wille sein.“

Er kann zwei Menschen sehr wohl segnen, aber als einzelne Gläubige, nicht jedoch ihre Verpartnerung. So einfach ist das!

Und natürlich kennt der Herr Generalvikar diesen Unterschied, also stellt er sich wohl naiv, um seine „reformerischen“ Sonderanliegen leichter rechtfertigen zu können, zumal er sich mit solchen Sprüchen des Beifalls der Medien sicher sein kann allerdings nicht der Zustimmung von „oben“, denn was Gottes Wille ist, stellt nicht er fest, sondern hat uns bereits die Heilige Schrift und vor allem Christus und seine Apostel im Klartext und verbindlich für alle Zeiten mitgeteilt.


Rom: Kein Segen für Homo-Partnerschaften

Die vatikanische Glaubenskongregation hat bekräftigt, dass die Kirche nicht die Vollmacht hat, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts zu segnen.

Dies geht aus einem Dokument hervor, das die Glaubenskongregation am heutigen Montag veröffentlichte. Unterzeichnet ist das Schreiben von Präfekt Kardinal Ladaria, sowie dem Sekretär, Erzbischof Morandi.

In dem Schreiben heißt es, mit dem Wesen der von der Kirche erteilten Segnung sei nur vereinbar, was darauf hingeordnet ist, „die Gnade zu empfangen und auszudrücken, und zwar im Dienst der Pläne Gottes, die in die Schöpfung eingeschrieben und von Christus vollständig offenbart sind“.

Aus diesem Grund sei es nicht erlaubt, Beziehungen oder stabilen Partnerschaften einen Segen zu erteilen, „die eine sexuelle Praxis außerhalb der Ehe einschließen, wie dies bei Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts der Fall ist“.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/eilmeldung-glaubenskongregation-sagt-nein-zu-homo-segnungen;art4874,216673

Ausführliche Infos hier: https://www.kathnews.de/vatican-segnung-homosexueller-paare-nicht-moeglich


Amerikanische Bischofskonferenz zeigt sich besorgt über Bidens Abtreibungsagenda

Aus der Erklärung der US-Bischofskonferenz zur Amtseinführung Bidens

Meine Gebete gehen heute zu unserem neuen Präsidenten und seiner Familie

Ich bete, dass Gott ihm Weisheit und Mut schenkt, um diese große Nation zu führen und ihm zu helfen, die Herausforderungen dieser Zeit zu bewältigen, die durch diese Pandemie verursachten Wunden zu heilen, unsere intensiven politischen und kulturellen Spaltungen zu lindern und die Menschen zu vereinen – mit einem erneuten Engagement für die Zwecke, die die Gründung der Vereinigten Staaten motivierten, einer Nation unter Gott, die sich für Freiheit und Gleichheit für alle einsetzt.

Wir arbeiten mit allen Präsidenten und allen Kongressen zusammen. In einigen Fragen stehen wir eher auf der Seite der Demokraten, in anderen eher auf der Seite der Republikaner. Unsere Prioritäten sind niemals parteiisch. Wir sind in erster Linie Katholiken und wir versuchen, Jesus Christus treu nachzufolgen und seine Vision von menschlicher Gemeinschaft zu fördern.

Gleichzeitig haben die Bischöfe in den USA als Geistliche die Pflicht, das Evangelium in seiner ganzen Wahrheit und Kraft zu jeder Jahreszeit und außerhalb der Jahreszeit zu verkünden, selbst wenn eine solche Lehre unpraktisch ist oder wenn die Wahrheiten des Evangeliums den Anweisungen des Evangeliums widersprechen Gesellschaft und Kultur im Allgemeinen.

Ich möchte darauf hinweisen, dass sich unser neuer Präsident verpflichtet hat, bestimmte Richtlinien zu befolgen, die moralische Übel fördern und das Leben und die Würde des Menschen bedrohen, insbesondere in den Bereichen Abtreibung, Empfängnisverhütung, Ehe und Gender.

Für die Bischöfe der Nation bleibt die anhaltende Ungerechtigkeit der Abtreibung die „herausragende Priorität“. Obwohl herausragend bedeutet nicht „einzigartig“. Wir sind zutiefst besorgt über die vielen Bedrohungen für das Leben und die Würde des Menschen in unserer Gesellschaft. Aber wie Papst Franziskus lehrt, können wir nicht schweigen, wenn in unserem Land jährlich fast eine Million ungeborene Menschen durch Abtreibung getötet werden.

Abtreibung ist ein direkter Angriff auf das Leben, der auch die Frau verletzt und die Familie untergräbt. Es ist nicht nur eine Privatsache, es erzeugt problematische Situationen in grundlegenden Aspekten wie Brüderlichkeit, Solidarität und Inklusion in der menschlichen Gemeinschaft. Es ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.

Wir können die Realität nicht ignorieren, dass die Abtreibungsraten bei Armen und Minderheiten viel höher sind und dass das Verfahren regelmäßig angewendet wird, um Kinder zu eliminieren, die mit Behinderungen geboren würden.

Anstatt weitere Ausweitungen der Abtreibung und Empfängnisverhütung durchzusetzen, wie er angekündigt hat, hoffe ich, dass der neue Präsident und seine Verwaltung mit der Kirche und anderen guten Willens zusammenarbeiten werden. Ich hoffe, dass wir einen Dialog beginnen können, um die komplizierten kulturellen und wirtschaftlichen Faktoren anzugehen, die Abtreibung motivieren und Familien entmutigen.

Ich hoffe auch, dass wir zusammenarbeiten, um endlich eine kohärente Familienpolitik in diesem Land umzusetzen, die die entscheidende Bedeutung einer starken Ehe und Elternschaft für das Wohlergehen von Kindern und die Stabilität von Gemeinschaften anerkennt. Wenn der Präsident unter voller Achtung der Religionsfreiheit der Kirche an diesem Gespräch teilnehmen würde, wäre dies eine große Hilfe bei der Wiederherstellung des bürgerlichen Gleichgewichts und der Heilung der Bedürfnisse unseres Landes.

Die Forderung von Präsident Biden nach nationaler Versöhnung und Einheit wird auf allen Ebenen begrüßt. Es ist etwas, das dringend benötigt wird, wenn wir uns mit dem Trauma in unserem Land auseinandersetzen, das durch die Coronavirus-Pandemie und die soziale Isolation verursacht wird und die langen und intensiven Spaltungen unter unseren Mitbürgern nur verschärft hat.

Wir stehen alle unter dem wachsamen Auge Gottes, der als einziger die Absichten unseres Herzens beurteilen kann. Ich bete, dass Gott unserem neuen Präsidenten und uns allen die Gnade gibt, das Gemeinwohl mit aller Aufrichtigkeit zu suchen. 

Ich vertraue all unsere Hoffnungen und Ängste in diesem neuen Moment dem milden Herzen der hl. Jungfrau Maria an, der Mutter Christi und Patronin dieser außergewöhnlichen Nation. Möge sie uns auf den Wegen des Friedens führen und uns die Weisheit und Gnade eines wahren Patriotismus und der Liebe zum Land erflehen.

Original-Quelle der US-amerikanischen Bischofskonferenz für diese Erklärung (englisch-sprachig): https://www.usccb.org/es/news/2021/comunicado-del-presidente-de-la-usccb-arzobispo-jose-gomez-sobre-la-toma-de-posesion-de


Vizepräsident Pence stellt sich hinter Trump

Mike Pence gilt in den USA seit Jahren als ein besonders engagierter Vertreter christlicher Anliegen in der Regierung, inbesondere für den Schutz von Ehe und Familie sowie im Einsatz gegen Abtreibung und Genderismus.

In öffentlichen Erklärungen und auch auf Twitter solidarisiert der evangelikal geprägte Pence sich eifrig mit Präsident Trump und verlangt energisch eine rechtliche Überprüfung von Wahlbetrugsindizien. In einigen US-Bundesstaaten werden bereits die Stimmen nachgezählt, z.B. in Georgia.

Auf Twitter bringt der Vizepräsident häufig die Tweets von Trump und dessen Team, ebenso Verlautbarungen des Weißen Hauses, das nach wie vor dem amtierenden Präsidenten untersteht.

Auch Pence selber stellt in seinen Kurznachrichten klar, daß er auf Trumps Seite steht und bis zu einer legitimen bzw. gesetzlichen (!) Wahl „für den Präsidenten weiter kämpfen“ werde. Es müßten alle legalen Stimmen gezählt und die ungültigen Wahlzettel annulliert werden. Die Wahl sei keineswegs zu Ende, betont er mehrfach.

Hier kann man seine Tweets und Retweets nachlesen: https://twitter.com/Mike_Pence

Damit dürfte klar sein: Bei jenen Pressemeldungen, Pence sei „abgetaucht“ und habe sich bereits von Trump distanziert, war wohl der linke Wunsch Vater des Gedankens.

Zudem erhält Trump starke Rückendeckung von seiner Republikaner-Partei, so aktuell z.B. von Mitch McConnell, dem Mehrheitsführer der Republikaner im Senat. Außenminister Mike Pompeo erklärte sogar gewitzt, es werde gewiß doch einen „reibungslosen“ Übergang geben – nämlich zu einer zweiten Amtszeit von Trump.

HIER unser ausführlicher Artikel über Pence vor vier Jahren: https://charismatismus.wordpress.com/2016/11/10/der-neue-us-vizepraesident-mike-pence-christlich-konservativ-israelfreundlich/

HIER aktuell weitere Indizien für Wahlbetrug in den USA: https://philosophia-perennis.com/2020/11/11/wurden-die-ergebnisse-der-praesidentenwahl-in-den-usa-manipuliert/