Mail-Vorwürfe gegen Dr. Weidel sind vom Kampagnen-Journalismus geprägt

Von Dr. David Berger

Hier die 9 wichtigsten Fakten, die wir bislang zu den –  derzeit gegen Dr. Alice Weidel  –  erhobenen Vorwürfen kennen:

1.) Die „Welt am Sonntag“ hat eine angeblich von der AfD-Spitzenkandidatin stammende Mail aus dem Jahre 2013 veröffentlicht.

2.) Alice Weidel bestreitet die Urheberschaft und hat Anzeige erstattet. Weidels Anwälte stellten klar, dass es falsch und rechtswidrig sei, „öffentlich zu behaupten, unsere Mandantin habe diesen Text geschrieben, oder auch nur diesen Verdacht zu äußern“.

3.) Die „Welt“ behauptet, ihr liege eine eidesstattliche Versicherung des Mail-Empfängers vor. Was diese genau besagt, konnte ich nicht eruieren. Fakt ist aber: Gerade im Bereich des E-mail-Verkehrs ist es äußerst schwierig, juristisch wasserfeste Aussagen zu machen bzw. Authentizitäten nachzuprüfen. Zudem gilt auch hier wie immer die Unschuldsvermutung bzw. das rechtsstaatliche Prinzip: Im Zweifel für den Angeklagten.

Hinzu kommt: Eidesstattliche Versicherungen, welche angeblich der Presse vorliegen, sind rechtlich gegenstandslos bzw. völlig belanglos; diese Eidesstattl. Versicherung müsste einem GERICHT vorliegen, damit sie überhaupt ein Argument sein kann.

4.) Der Chefredakteur der Tageszeitung „Die Welt“ ist Ulf Poschardt. Wikipedia berichtet über ihn: „Von 1996 bis 2000 arbeitete er als Chefredakteur des Magazins der Süddeutschen Zeitung. Im Skandal um Tom Kummer kam heraus, dass Poschardt gefälschte Interviews und Storys publiziert hatte.“

5.) Die Stellvertreterin von Poschart ist Dagmar Rosenfeld-Lindner. Sie ist  – wie Wikipedia zu berichten weiß  –  seit 2011 „mit Christian Lindner, dem damaligen Generalsekretär und heutigen Vorsitzenden der Freien Demokratischen Partei (FDP), verheiratet, mit dem sie zuvor seit 2009 liiert war“.

6.) Dazu ist wichtig zu wissen: Die FDP betrachtet die AfD als härteste Konkurrenz. Die Wirtschaftswoche schreibt: “Aber eine Fixiertheit der FDP auf eine gewisse Feindseligkeit gegenüber der AfD macht weder Inhalt noch lockt es Wähler zurück.“ Hier stellt sich die Frage, ob die E-;ail-Story der letzte Versuch der FDP bzw. des Ehepaares Lindner ist, die AfD irgendwie zu stoppen.

7.) Wer sich mit Texten etwas auskennt, bemerkt sehr schnell: Die Art und Weise, wie der Text verfasst ist, passt nicht zu den übrigen Texten Weidels.

FORTSETZUNG des Artikels von Dr. Berger hier: https://philosophia-perennis.com/2017/09/11/pp-faktencheck-2/


Waren Günter Wallraffs „Enthüllungen“ über eine Großbäckerei nicht faktenfest?

Wie das Hamburger Nachrichtenmagazin SPIEGEL-online am gestrigen Sonntag berichtet hat, steht dem linken Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff juristischer Ärger ins Haus. Einer seiner ehem. Mitarbeiter behauptet jedenfalls, Wallraff und er hätten für eine Reportage eidesstattliche Versicherungen manipuliert.

Im April 2008 hatte Wallraff im „Zeit“-Magazin einen Bericht über schlechte Arbeitsbedingungenin einer Großbäckerei  im Hunsrück veröffentlicht. Daraufhin leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ein. Der Bäcker mußte seinen Betrieb schließen.

Zu den wichtigsten Indizien in mehreren Prozessen gehörten eidesstattliche Erklärungen von Angestellten des Betriebs. Wallraffs ehem. Mitarbeiter André Fahnemann behauptet laut SPIEGEL nun, er und Wallraff hätten hierfür Aussagen bearbeitet und über die Blanko-Unterschriften von Mitarbeitern montiert.

Quelle und genauere Infos hier: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/guenter-wallraff-soll-dokumente-manipuliert-haben-a-849546.html

Über weitere Vorwürfe gegen Wallraff hinsichtlich seiner angebl. Beschäftigung von Schwarzarbeitern schreibt jetzt die Süddeutsche Zeitung. Ob dieser Bericht seriös ist,  bleibt abzuwarten.