„Tagespost“ nennt vielfältige Ursachen für die Schließung der Abtei „Mariawald“

Von Dr. Gero Weishaupt

Vor allem enttäuschte Traditionalisten werfen der römischen Religiosenkongregation die Schließung der Trappistenabtei Mariawald bei Aachen zu. Doch vor dieser einseitigen Schuldzuweisung warnt Regina Einig in der „Tagespost“. 

Die Frustration in diesen Kreisen sei auch daher zu erklären, dass sie französische Verhältnisse auf deutsche übertrügen:

„Der Glanz französischer Klöster wie Le Barroux oder Fontgombault war in Mariawald … nie zu erwarten. Tradition funktioniert in Frankreich milieugebunden. Es sind überwiegend Sprößlinge einer spirituell eng zusammengeschweißten gesellschaftlichen Sicht, die sich nach Pfadfinderlage und Privatschule im geistlichen Stand wiedersehen.“

Einig schreibt weiter: „Man suche in Deutschland erst einmal die dazu gehörenden Familien, die unter großen persönlichen Opfern sechs bis acht Kinder im Glauben erziehen und es als Ehre betrachten, eines der ihren im Kloster zu wissen. Ein vergleichbares Milieu existiert hierzulande nicht. Daher sind auch die Erfolgskriterien französischer Tradionalistenklöster nicht übertragbar.“

Außerdem sei zu berücksichtigen, dass die Liebe zur alten Messe das eine ist, ein ganzes Leben in einem Kloster nach strenger Observanz das andere. „Liebe zur traditionellen Liturgie, gepaart mit einer monastischen Berufung“, so Einig, „bedeuten noch nicht, dass jemand der vorkonziliaren Lebensweise der Trappisten lebenslang gewachsen ist.“

Auch die strenge Disziplin habe dazu beigetragen, dass die Zahl der Interessenten klein gewesen sei.

Erstveröffentlichung des Beitrags von Dr. Weishaupt hier: http://www.kathnews.de/vorsicht-bei-schuldzuweisungen-an-die-religiosenkongregation


Abtei Mariawald wird bald geschlossen

Das Kloster Mariawald in der Eifel wurde 1486 als Priorat der Zisterzienser von Bettenbroich gegründet und im Jahr 1909, als dort an die 100 Zisterzienser der strengeren Observanz lebten, als Trappistenabtei errichtet.

Unter Napoleon, Bismarck und Hitler war das Klosterleben zeitweise erloschen. Die Pietá, das originale Gnadenbild von Mariawald, wird heute in der Heimbacher Salvatorkirche verehrt.

Am 15. September 2018 wird das Kloster zum vierten Mal in seiner Geschichte geschlossen werden. 2006 wurde Dom Josef Vollberg OCSO von einem geschrumpften und überalterten Konvent zum 9. Abt gewählt, in der Hoffnung, die Mönchsgemeinschaft auf den Höhen des Kermeter in der Eifel möge sich durch ihn erneuern.

Das wäre wahrscheinlich der Fall gewesen, wenn man ihn bis zum altersbedingten Ende seiner Abtszeit im Jahr 2038 im Amt belassen hätte. Gerade von Schweigemönchen, die zum Faktor Zeit ein Verhältnis haben sollten, das näher an der Ewigkeit ist, hätte man soviel Geduld erwarten können. Bindungsangst und die fehlende Bereitschaft, in größeren Zeiträumen zu denken, sind aber leider Kennzeichen unserer Zeit. 

2008 gewährte Papst Benedikt XVI. auf Dom Josefs Bitte hin der Abtei das Privileg, in Liturgie und Disziplin zum Usus (Meßritus) von Monte Cistello – einer 1964 im Trappistenorden eingeführten ersten Reformstufe, die in Mariawald nie umgesetzt wurde – zurückzukehren.

Die Nachfrage nach einem altrituellen Mönchskloster in Deutschland war und ist durchaus vorhanden. Allerdings standen die Konventsmehrheit in Mariawald, der Generalrat der Trappisten in Rom, die Diözesanleitung in Aachen und die vatikanische Ordenskongregation einer solchen konservativen Reform ablehnend gegenüber.

Quelle und vollständiger Beitrag von Pater Thomas Achatz hier: http://www.kathnews.de/schliessung-der-altrituelle-abtei-mariawald-im-speptember

Ergänzender Hinweis: Die Tagespost sieht die Ursachen anders: https://charismatismus.wordpress.com/2018/02/01/tagespost-nennt-vielfaeltige-ursachen-fuer-die-schliessung-der-abtei-mariawald/


Heimbach in der Eifel mit traditionsreicher Wallfahrt zur Pieta-Madonna

Seit über 500 Jahren pilgern Menschen zum Wallfahrtsbild der „Schmerzhaften Gottesmutter“ nach Heimbach in der Eifel. Es handelt sich um eine sog. „Pieta“, also um eine Madonna, welche den toten Christus betrauert, dessen Leichnam auf ihrem Schoß liegt. heimbach-005

Wie so viele Pilgerorte geht auch diese Stätte auf den frommen Sinn eines einfachen Gläubigen aus dem Volke zurück:

Der Strohdecker Heinrich Fluitter aus Heimbach entdeckte 1460 bei einem Besuch in Köln eine spätgotische Marien-Pieta, die ihn so sehr ergriffen hat, daß er sich eine entsprechende Summe geliehen hat, um die Statue kaufen zu können. 

Im Kermeter in der Eifel  –  im Wald zwischen Heimbach und Gemünd  – stellte er das Bild auf. Bald darauf errichtete er eine kleine hölzerne Kapelle sowie eine einfache Unterkunft für sich selbst. Von nun an lebte der Handwerker dort als Einsiedler.

Schon bald kamen Leute von nah und fern, um in dem kleinen Kapellchen zu beten. Viele Gläubige erfuhren Gebetserhörungen oder jedenfalls Trost und Stärkung.

Dem damaligen Heimbacher Pfarrer gelang es, Zisterzienser aus Bottenbroich für die Betreuung der Pilger zu gewinnen. Die Ordensbrüder bauten neben der Wallfahrtskapelle ein Kloster. heimbach-clemens-dsc_0360

1487 wurde dieses Kloster Mariawald (http://www.mariawald.de) offiziell begründet. Die Marienstatue fand nun dort ihren Platz in dem kostbaren Antwerpener Schnitzaltar, in dem sie sich bis heute befindet (siehe Foto).

Das Kloster Mariawald war über viele Jahrhunderte das Ziel der Pilger, deren Zahl stetig zunahm. Im Jahre 1760 waren es zB. bereits 25.000 Wallfahrer. 1795 wurde das Kloster Mariawald im Zuge der Säkularisation (antikirchliche staatliche Enteignungspolitik) aufgehoben. Die Mönche mußten das Kloster verlassen; das Inventar wurde geraubt oder verkauft.

Der kostbare Schnitzaltar mit dem Gnadenbild wurde 1804 in die Heimbacher Pfarrkirche überführt, so daß sie nun das Ziel der Wallfahrer wurde. Diese St. Clemens-Kirche erwies sich allmählich als zu klein für die großen Pilgerscharen.

1981 wurde die neue Salvator-Kirche geweiht, die direkt neben die alte Kirche angebaut wurde (siehe Foto oben). Der Schnitzaltar und das Gnadenbild fanden dort in der Salvator-Kirche ihren Platz.

Ausführlicher Artikel über die Entstehung und Entwicklung der Wallfahrt hier: http://st-clemens-heimbach.kibac.de/geschichte

Fotos: Dr. Bernd F. Pelz


Marsch fürs Leben: Preiswerte Sonderbusse fahren von Münster / Rheinbach (Eifel) / Gelsenkirchen aus nach Berlin

 Der BVL (Bundesverband Lebensrecht) organisiert jährlich Ende September einen Marsch für das Leben mit weißen Kreuzen in der Bundeshauptstadt Berlin, diesmal am Samstag, den 21. September 2013.

Zu diesem Großereignis für Lebensrechtler fahren eine Reihe sehr preiswerte Sonderbusse nach Berlin, wovon wir drei Beispiele vorstellen:

Es gibt z.B. eine Tageswallfahrt von Münster in Westfalen zum Seligen Bernhard Lichtenberg nach Berlin, also jenem mutigen Domprobst, der sich in seinen Gottesdiensten und Fürbitten für die verfolgten Juden eingesetzt hat; er starb 1942 auf dem Transport ins KZ Dachau und wurde 1996 seliggesprochen.

Die Wallfahrt zum Grab des seligen Priesters wird mit der Teilnahme am Marsch fürs Leben verbunden. Abfahrt um 6 Uhr am Schloßplatz in Münster, ab 17 Uhr zurück von Berlin nach Münster. Die Teilnahme kostet 30 Euro, für Schüler und Studenten nur 20 Euro. Näheres Infos bei uns.

Foto: BVL

Foto: BVL

Klaus Hildebrand führt ebenfalls eine Fahrt mit dem Sonderbus durch – und zwar ab Freizeitpark Rheinbach in der Eifel frühmorgens per Reisebus, der Platz für 63 Personen bietet:

„Wir beenden den Marsch fürs Leben mit einem ökumenischen Gottesdienst, wonach wir noch vor unserer Rückreise gegen 18 Uhr ein gemeinsames, aber einfaches Essen einnehmen werden. Für die Hin- und Rückfahrt Rheinbach-Berlin-Rheinbach einschließlich Essen rechne ich mit Gesamtkosten von nur 40 Euro pro Person. Ich gehe davon aus, dass wir als Gruppe von einem oder gar mehreren Priestern begleitet werden.
Zur effektiven Planung melden Sie sich bitte frühzeitig entweder telefonisch unter 02225 12794 oder per E-mail (hildebrandt.klaus@web.de) an.

Christa Ley organisiert eine Fahrt von Recklinghausen aus (Abfahrt 4 Uhr), ab 4,30 bis 4,45Uhr Einstiegmöglichkeit bei der Autobahnauffahrt A 2 Hamm/Uentrop.

Um 13 Uhr ist die Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt in Berlin, danach der Marsch fürs Leben, um 15,30 Uhr der ökumenische Gottesdienst, 17 Uhr Abfahrt in Berlin, um ca. 0,15 Uhr Ankunft in Hamm/Uentrop, um 1 Uhr Ankunft in Recklinghausen.

Superpreiswert: nur 20 Euro für Erwachsene, 10 Euro für Jugendliche.

Anmeldung bei Christa Ley, Tel. 02365-35445, Mail: christa.ley@gmx.de


Eifel-Zeitung veröffentlicht fairen Vortragsbericht über Sarrazin

Wir wollen nicht etwa nur über die größtenteils linksgestrickte Medienlandschaft klagen, sondern auch auf gute Beispiele hinweisen, auf sachliche und faire Berichterstattung, die man gottlob hierzulande durchaus noch antreffen kann.

So hat die „Eifel-Zeitung“ einen für heutige Verhältnisse erstaunlich objektiven Bericht über eine Veranstaltung mit Sarrazin veröffentlicht, den sich andere Publikationen zum Vorbild nehmen könnten; in dem Artikel heißt es:

„Thilo Sarrazin kam am 10. Mai nach Prüm, seine Gegner kamen nicht. Jedenfalls war nach monatelangem Sperrfeuer mit abgedroschenen Politphrasen von ihnen nichts zu sehen oder zu hören.

Umso mehr beklatschte die Mehrzahl der 700 Besucher immer wieder kritische Äußerungen Sarrazins über Politiker, Medien und Wissenschaftler.

Das Vorwort zur neuen Paperback-Ausgabe des kontrovers diskutierten Mega-Bestsellers „Deutschland schafft sich ab“ war der Leitfaden für Sarrazins 90-minütigen Vortrag.

An Politikerschelte fehlte es nicht: für Bundeskanzlerin Merkel, die sein Buch verurteilt hatte, ohne es gelesen zu haben. Oder gegen den SPD-Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel, der mit dem geplanten Parteiausschluss von SPD-Mann Sarrazin Schiffbruch erlitten hatte.

Am Sachverstand von Ex-Bundespräsident Wulff und dessen Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ zweifelte Sarrazin sehr.“

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://www.eifelzeitung.de/?artikel=69714