INSA-Umfrage: Mehrheit plädiert für Ausschluß der Türkei aus der NATO

Ende Januar fragte das Erfurter INSA-Institut, ob die Türkei wegen des Einmarsches der Armee gegen die Kurden in Syrien aus der NATO ausgeschlossen werden sollte. Hier zeigt sich, dass 54 % der Befragten dem zustimmen. Im Gegensatz dazu sind 14 % gegen einen Ausschluß.

40 % der weiblichen Befragten beantworten die Frage nicht, indem sie „weiß nicht“ (29 %) oder „keine Angabe“ (9 %) als Antwortkategorie wählen. Im Unterschied dazu waren es 25 % der Männer, die mit „weiß nicht“ (29 %) oder „keine Angabe“ (7 %) antworten.

Betrachtet man das Alter, so zeigt sich, dass der Anteil der Befragten, die der Aussage zustimmen, mit zunehmendem Alter steigt. 66 % der ab 65-Jährigen stimmen der Aussage zu, während diese Meinung nur ein Drittel der 18- bis 24-Jährigen (33 %) teilt. Je jünger die Befragten, desto häufiger lehnen sie die Aussage ab, dass die Türkei aus der NATO ausgeschlossen werden sollte.

HIER geht es zum erwähnten INSA-Institut: www.insa-consulere.de

Foto: Michael Leh


AfD kritisiert widersprüchliche Außenpolitik mit Waffenverkäufen an Kontrahenten

Beim Einmarsch der Türkei in die Kurdenregion Afrin in Syrien setzt die türkische Armee offenbar auch von Deutschland gelieferte Panzer vom Typ Leopard 2 ein.

Die Kämpfer der kurdischen „Volksverteidigungseinheit“ YPG verfügen wiederum laut Medienberichten über deutsche Panzerabwehrraketen vom Typ Milan, die von derdeutschland Bundesregierung ursprünglich an kurdische Peshmerga-Einheiten im Irak für den Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ geliefert wurden.

Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, der Parlamentarier Paul Hampel:

„Die Türkei marschiert mit deutschen Panzern in das Kurdengebiet in Syrien ein und wird dabei von den Kurden mit deutschen Abwehrraketen bekämpft: Dieses Beispiel macht mit einem Schlag das ganze Elend und die Konzeptlosigkeit der deutschen Außenpolitik deutlich.

Offenbar versucht die Regierung, es in dieser Region möglichst jedem recht zu mache, ohne dabei die mittel- oder gar langfristigen Folgen zu bedenken. Und so hat Berlin jahrelang die türkische Armee mit Panzern aus deutschen Beständen ausgerüstet, um dann mit den Kurden den erbittertsten Gegner der Türkei die passenden Abwehrraketen zu liefern.

Als Ergebnis dieser kopflosen Politik droht nun eine neue Flüchtlingswelle. Bereits jetzt sind in der Region tausende Menschen vor den Kämpfen auf der Flucht. Angesichts der Erfahrungen der vergangenen Jahre gehört nicht viel Phantasie dazu, sich vorzustellen, dass bald die ersten dieser Flüchtlinge in Deutschland auftauchen werden.

Die Bundesregierung trägt mit ihrer desolaten Außenpolitik aktiv dazu bei, Fluchtursachen zu schaffen.“


Hannover: Massenschlägerei zwischen Türken und Kurden am Flughafen

Am Flughafen in Hannover ist es am heutigen Montag zu einer Massenschlägerei zwischen Türken und Kurden gekommen. Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Laut Polizei waren bis zu 20 Personen in die Auseinandersetzung verwickelt. Videos zeigen jedoch weitaus mehr Beteiligte. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die zuerst über die Massenschlägerei berichtet hatte, schrieb von rund 180 Involvierten.

Ersten Informationen zufolge hatten Kurden ohne behördliche Anmeldung gegen eine türkische Airline demonstriert. Dabei rief die Menge u.a. „Faschist Erdogan“. Anwesende türkische Fluggäste hätten sich davon provoziert gefühlt; sie griffen die Demonstranten daraufhin an.

Die Polizei mußte Pfefferspray einsetzen, um beide Seiten voneinander zu trennen. Derzeit sollen sich noch rund 50 bis 60 Personen im Terminal aufhalten. Die Lage sei jedoch unter Kontrolle, teilte die Polizei mit.

Anlaß der Demonstration war der Einmarsch des türkischen Militärs in das kurdische Siedlungsgebiet in Syrien.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/flughafen-hannover-tuerken-und-kurden-liefern-sich-massenschlaegerei/