Regensburger Bischof zur Eröffnung der neuen jüdischen Synagoge am 27. Februar 2019

„Das Abendland steht auf jüdisch-christlichem Boden“

Zu den Eröffnungsfeierlichkeiten für die neue jüdische Synagoge am heutigen Mittwoch (27.2.) in Regensburg übermittelte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer ein Grußwort an die Versammelten.
Der katholische Oberhirte beginnt seine Stellungnahmen mit dem Wort aus Psalm 84,2: „Wie liebenswert ist Deine Wohnung, HERR der Heerscharen“.

In seiner Gratulation zum „neuen Gotteshaus“ erinnert er auch an schmerzliche Ereignisse:

„Am 21. Februar dieses Jahres jährte sich zum 500. Mal die Ausweisung der jüdischen Bevölkerung aus Regensburg durch den Magistrat der Stadt. Der Ausweisung der Menschen folgte die Zerstörung des jüdischen Viertels.“

Sodann kommt der Bischof auf die Vergebungsbitte von Papst Johannes Paul II. gegenüber den Juden aus dem Jahr 2000 zu sprechen und zitiert daraus. Zugleich bat er auch seinerseits um Vergebung für damaliges Unrecht, das ihnen durch Christen – auch durch Vertreter der Kirche –  angetan wurde. 

Er fügt hinzu: „Wie froh bin ich, dass wir heute, einträchtig versammelt, diese neue Synagoge eröffnen dürfen. Die jüngere Vergangenheit ist gerade auch in Regensburg reich an Zeichen der Verbundenheit zwischen katholischer Kirche und jüdischer Gemeinde.“

Sodann berichtet der Regensburger Oberhirte über gemeinsames Wirken etwa angesichts des Besuches von Papst Benedikt oder anläßlich des Katholikentags in der Bistumsstadt.

Dr. Voderholzer erklärt sodann: „Das europäische Abendland steht auf jüdisch-christlichem Boden, und wer heute die einen gegen die anderen auszuspielen versucht, verkennt unsere gemeinsame Heimat und stärkt nur unsere Solidarität untereinander.“

Zudem schildert der Bischof, was ihn besonders bewegt hat:

„Es hat mich tief beeindruckt, als Sie gleichsam als offizielles Zeichen der Eröffnung der Synagoge die Thora-Rollen in den dafür vorgesehenen Schrein getragen haben. Sie haben die Rollen umarmt wie ein geliebtes Kind. Die Rollen sind gekrönt wie ein König, wie die Königin Ester. Welch ein Zeichen!“

Abschließend betont der katholische Würdenträger:

„Wir leben in einer Zeit der Säkularisierung, die die Wirklichkeit Gottes und seines Wortes meint entbehren zu können. Viele unserer Zeitgenossen unterstellen eine Konkurrenz zwischen der Wirklichkeit des Herrn und der Freiheit des Menschen.

Lassen Sie uns gemeinsam bezeugen, dass das Gegenteil wahr ist. Erst wo der Mensch den Herrn – baruch ha schem – anerkennt, groß sein lässt und aus ganzem Herzen liebt, wird er wirklich frei und selber groß.

Mit dem Propheten Jeremia gesprochen: „Dein Wort war mir Glück und Herzensfreude“ (Jer 15,16). Oder mit einem Psalm-Wort, das sowohl der heilige Augustinus, Martin Buber und Papst Benedikt besonders lieben: „Dir nahe zu sein, das ist mein Glück“ (Ps 73,28).“

Quelle für die Zitate: https://www.bistum-regensburg.de/news/grusswort-bei-der-eroeffnungsfeierlichkeit-der-neuen-juedischen-synagoge-in-regensburg-6604/


Ist der berüchtigte grüne Falckensteinkeller in Berlin wirklich verschlossen?

David Berger kritisiert geplanten Felix-Rexhausen-Platz

In einem aktuellen Beitrag, den das Online-Debattenmagazin THE EUROPEAN am heutigen 5. Dezember 2015 veröffentlichte, befaßt sich der homosexuelle Philosoph und Publizist Dr. David Berger mit der für den 10. Dezember geplanten, von den Grünen mitbetriebenen Einweihung des Felix-Rexhausen-Platzes in der Kölner Innenstadt; er erinnert zugleich die Grünen an die kriminellen Mißbrauchsvorgänge im Berliner Falckensteinkeller. pressefotoberger11

Daher fragt der Autor (siehe Foto): „Wie ernst meinen es die Grünen mit dem Abschied von ihrer pädophilen Vergangenheit?“ – Und er stellt hinsichtlich der Gründungsphase der Berliner Grünen fest: „Das Beispiel des Berliner Falkensteinkellers stellt selbst bekannte Missbrauchsfälle durch katholische Priester in den Schatten.“

Dr. Berger lehnt die vorgesehene Platzbenennung hinter dem Hauptbahnhof ab, weil der Schriftsteller Felix Rexhausen „nicht nur ein Vorkämpfer für die Gleichberechtigung homosexueller Menschen und Mitbegründer von Amnesty International, sondern vor allem auch ein Verharmloser, ja Glorifizierer des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen war.“

Berger erwähnt sodann, daß sich die Betroffenen-Initiative NetzwerkB nicht ohne Grund strikt gegen eine solche Ehrung Rexhausens ausspricht.

Der Verfasser kritisiert zugleich den Kölner Bundestagsabgeordneten für die Grünen, Volker Beck, der sich nicht gegen einen Felix-Rexhausen-Platz ausspricht und der zudem, so Berger, „kritisch anfragende Journalisten in den sozialen Netzwerken blockt“. 

Der Autor stellt überdies klar: „Die Pädophiliekrise ihrer Partei ist noch lange nicht ausgestanden. Über die Nachricht von den Gräueltaten des Berliner Falkensteinkellers, die vor wenigen Monaten die Menschen erschütterte, ist noch kein Gras gewachsen.“
Was dort an massenhaftem Kindesmißbrauch geschah, sprengt die Grenzen des Vorstellbaren:
„In diesem Kreuzberger Kellerraum hatten Mitglieder des Arbeitskreises „Homosexuelle in der AL“ (AL war die Vorgängerinstitution der Berliner Grünen) einen Erlebnisraum eingerichtet. Über Jahre konnten sie unbehelligt von ihren Parteifreunden aus den umliegenden Kindergärten und Grundschulen Jungs in diese Kellerräume locken, die dort systematisch sexuell missbraucht wurden.
Von mehr als 1000 Opfern innerhalb weniger Jahre sprach der für die Studie zuständige Grünenpolitiker. Der Keller ist inzwischen verschlossen, die heute noch lebenden Beteiligten zeigten sich reumütig, die Partei entsetzt.“
Dennoch lernt die Partei offenbar nicht dazu, jedenfalls nicht konsequent. Dazu erklärt Dr. Berger weiter:
„Fast im gleichen Atemzug ist die Partei aber federführend an der Platzbenennung nach Felix Rexhausen beteiligt. Wurde der berüchtigte Falkensteinkeller in den Köpfen und der Psyche so manches Grünenpolitikers und Schwulenaktivisten jemals richtig verschlossen?“

Den vollständigen Artikel von David Berger siehe hier: http://www.theeuropean.de/david-berger/10583-paedophilievergangenheit-bei-buendnis-90die-gruenen