Neues Buch einer sechsfachen Mutter

Liebeserklärung an das Abenteuer Familie

Herrlich unperfekt – so sieht Karin Engels Familienalltag mit sechs Kindern aus. Manches nimmt sie mit routinierter Gelassenheit, über vieles muss sie lachen, anderes stimmt sie nachdenklich.

In kurzen, humorvollen Episoden nimmt sie uns mit hinein in ihr herausforderndes und zugleich wunderschönes Familienleben.

Zusätzlich gibt sie Eltern praktische Ideen und geistliche Impulse. „Glitzer hält auch auf Matschhosen“ ist gerade bei Gerth Medien (Asslar) erschienen.

Wir dürfen Karin Engel im zuweilen chaotischen Alltag über die Schulter schauen und über manches Missgeschick lachen. Denn mit einem Auto voller Kinder kann auch die Fahrt ins Parkhaus zum Desaster werden. 

Ihre Geschichten sind Mutmacher für andere unperfekte Eltern und eine wunderbare Hommage an das Leben mit Kindern. Ihre „Gegenmittel gegen Erziehungsratschläge“ oder ihre „Tipps für verwaiste Socken“ lesen sich nicht nur lustig, sondern lassen sich auch praktisch umsetzen.
 
Bestellungen beim Verlag: https://www.gerth.de/


Schutz der Familie? – Der Auftrag unseres GG wird seit über 60 Jahren nicht erfüllt

Von Dr. Johannes Resch

Der ehemalige Sozialrichter Dr. Jürgen Borchert, der sich ein Leben lang wissenschaftlich und beruflich mit dem deutschen Rentenrecht befasst hat, charakterisierte die „große Rentenreform von 1957“ so:

„Während Kinderlose, deren Renten realwirtschaftlich ausnahmslos von den Kindern anderer Leute aufzubringen sind, so die großen Gewinner der Reform waren, wurden vor allem die Mütter durch das neue System um ihre originären und genuinen Ansprüche auf Altersunterhalt geprellt.“

Zu ergänzen ist allerdings, dass nicht nur die Mütter, sondern auch die Väter „geprellt“ wurden, da sie in der Regel die Benachteiligung der Mütter mittragen. Weiter ist festzustellen, dass jede Benachteiligung von Eltern sich über kurz oder lang auch zum Nachteil ihrer Kinder auswirkt. Es geht also nicht um eine „Hetze gegen Kinderlose“, sondern um die Zukunft unserer Gesellschaft.

Wenige Jahre nach dieser „Reform“ stürzten die Geburtenzahlen ab. Es kann als sicher gelten, dass die psychologischen Ursachen hierfür zumindest zum großen Teil in der erfolgten Umverteilung finanzieller Mittel zum Nachteil der Eltern lagen. Das mag den meisten Eltern nicht bewusst geworden sein, wurde aber sicher beim Vergleich mit kinderlosen Nachbarn und Arbeitskollegen gespürt.

Um die Hintergründe zu verschleiern, wird oft von Politik und „Mainstream-Medien“ eine „Förderung der Familie“ konstruiert, indem der Familie zufließende Beträge gezählt oder sogar erst erfunden werden, aber die den Familien entzogenen Beträge unbeachtet bleiben.

Der Hintergrund ist einfach zu erklären:

In der klassischen Familie sorgten die Eltern für ihre Kinder und wurden dafür im Alter oder bei Krankheit wieder von ihren erwachsenen Kindern versorgt. Dieser familiäre Generationenvertrag wurde durch unsere Sozialgesetzgebung zerstört, indem der Rentenanspruch gegenüber den Kindern von der Kindererziehung gelöst und an Erwerbsarbeit gebunden wurde.

Seitdem gilt der Grundsatz: Eltern investieren, „Nur-Erwerbstätige“ profitieren.

Von diesem Zeitpunkt an hatten die Eltern gegenüber ihren eigenen Kindern weniger Ansprüche als ihre kinderlosen Nachbarn. Erst diese Enteignung der Eltern zerstörte die wirtschaftlichen Grundlagen der Familie und beschädigte damit massiv auch deren ideelle Basis.

So weit so schlecht. Aber das ist mit dem laut GG geforderten „besonderen Schutz der Familie“ nicht vereinbar.

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts und spätere Bundespräsident, Roman Herzog, äußerte sich dazu so:

„Es kann nicht sein, dass ein Ehepaar — bei dem nur der eine ein Leben lang ein Gehalt oder einen Lohn einsteckt — Kinder aufzieht und am Ende nur eine Rente bekommt. — Auf der anderen Seite verdienen zwei Ehepartner zwei Renten. Und die Kinder des Paares, das nur eine Rente bekommt, verdienen diese beiden Renten mit. Das ist ein glatter Verfassungsverstoß“.

Aber wie kann es sein, dass eine — fast die ganze Bevölkerung betreffende — verfassungswidrige Gesetzgebung über Jahrzehnte Bestand hat, ohne dass es nennenswerte politische Initiativen gibt, das zu ändern?

Bemühungen, die vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) ausgingen, hat es durchaus gegeben. So wurde im Urteil zur Pflegeversicherung vom 3. April 2001 die Benachteiligung der Eltern ausdrücklich gerügt und der Gesetzgeber beauftragt, neben der Pflegeversicherung auch die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung zu überprüfen und Benachteiligungen der Eltern abzubauen.

Aber diese Aufträge wurden von der Politik ignoriert und das BVerfG hat keine eigenen Zwangsmittel, sie durchzusetzen.

Ginge es hier um die Rechte von Konzernen statt um Grundrechte der Eltern, wären die Forderungen des GG sicher schon durchgesetzt worden.

Aber Familien haben in unserer Gesellschaft keine vergleichbare Lobby, zumal die Interessen der Kinder bei Wahlen gar nicht abgebildet werden und damit Familien von vornherein weniger Einfluss haben, als ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Wegen der zeitlichen Überforderung durch Erziehungs- und Erwerbsarbeit wird ihnen auch auf politischer Ebene die Vertretung ihrer Interessen erschwert.

Woran soll sich der Staat aber orientieren, um den Schutzauftrag des GG zu erfüllen?

Wie bereits erwähnt, ist jeder Eingriff, der zu einer Umverteilung zulasten der Familien führt, mit diesem Schutzauftrag unvereinbar. Der Ausgangspunkt kann nur der „natürliche“ Zustand sein, wie er vor den Eingriffen des Gesetzgebers ins soziale Geschehen bestand. Damals waren sowohl die Kosten der Kinder als auch deren wirtschaftlicher Nutzen in Form der Versorgung bei Krankheit und Alter eine Angelegenheit der Eltern.

Der Auftrag des Grundgesetzes kann es nur sein, ein Gleichgewicht zwischen den Leistungen der Familien für die Gesamtgesellschaft und den Leistungen dieser Gesellschaft für die Familien zu schaffen. Das ist keine Finanzierungsfrage, sondern eine Verteilungsfrage zwischen Familien und Gesellschaft.

Der Umfang der Rückverteilung kann weder durch Juristen noch durch Politiker bestimmt werden, sondern nur durch sachbezogene Berechnungen von Sozioökonomen.

Eine Symbolpolitik wie etwa bei der Pflegeversicherung durch Anhebung des Beitragssatzes um 0,25 Prozent für Erwerbstätige ohne Kinder oder im Rentenrecht durch Anerkennung von 2 bis 3 Erziehungsjahren erfüllen diesen Auftrag nicht. So müsste etwa ein Elternteil selbst bei drei Erziehungsjahren 15 Kinder erziehen, um eine „Standardrente“  – Rente bei 45 Erwerbsjahren mit Durchschnittsverdienst  – zu erhalten. Dabei hätte diese Mutter –  oder der Vater –  für die Erziehungsarbeit nicht einmal einen Lohn erhalten wie Erwerbstätige, die bei weit geringerer Arbeitsleistung eine „Standardrente“ erhalten.

Mit einer Begutachtung zum erforderlichen Umfang der Korrektur sollten unabhängige Wissenschaftler beauftragt werden, die sich nur der Wirklichkeit und keiner politischen Richtung verpflichtet fühlen.

Die Aufgabe der Politik wäre es dagegen festzulegen, auf welche Weise das Gleichgewicht zwischen Familien und Gesellschaft wieder herzustellen ist. Die Rechtsprechung hätte dann darüber zu urteilen, ob der Umfang der gesetzlichen Maßnahmen ausreicht, um den vom Grundgesetz geforderten „Schutz der Familie“ zu erfüllen.

Quelle mit FORTSETZUNG und Fußnoten des Beitrags von Dr. Resch hier: https://www.rubikon.news/artikel/gewollte-armut-2


Warum bei ADHS-gestörten Kindern nach den Ursachen geforscht werden soll

Von Christa Meves

Die Beschäftigung mit ADHS geht heute kaum noch an Eltern von Grundschulkindern vorüber. Im Allgemeinen meint man, es handle sich um eine neue seelische Erkrankung – besitzt dieses Verhalten doch immerhin einen erklärenden Namen: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätssyndrom. Was also ist das?

Ein Fall auf jüngstem Forschungsstand mag der Information dienlich sein.

Ein Vater berichtet: Die Lehrerin seines ältesten Sohnes im dritten Grundschuljahr habe um einen Besuch der Eltern in der Schule gebeten. Bei dem Jungen sei – wie übrigens bei der Mehrzahl der Kinder in dieser Klasse – nach einer Expertenuntersuchung ADHS festgestellt worden. Die Eltern seien deswegen ersucht worden, jeweils für ihre Kinder fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Seitdem würden die meisten Eltern ihren Kindern unter kinderärztlicher Observanz eine Substanz mit Inhaltsstoffen wie z. B. Methylphenidat in täglicher Einnahme verabreichen. Bei diesem Medikament handelt es sich allerdings – wie jeder Mensch durch Googeln herausfinden kann – um eine Aufputschdroge, die zunächst vor allem bei Arbeitsstress von Studenten in den USA Erfolge gezeitigt hatte. Unverzüglich werden deswegen Substanzen dieser Art tonnenweise in Deutschland für Schulkinder zur Verfügung gestellt  und – wie man meint – mit einigem Erfolg.

Allerdings ist damit für viele Verantwortungsträger das Problem nicht vom Tisch. Ist eine solche Gabe – über längere Zeit in Kinderhirne hineingegeben  – überhaupt vertretbar? Ist sie der unausgereiften Hirnentwicklung der Kinder wirklich dienlich und nicht vielleicht sogar mit noch nicht erkennbaren Nachwirkungen sogar schädlich?

Vorab Professor Manfred Spitzer aus Ulm belegt das z. B. wissenschaftlich seit vielen Jahren (vgl. https://www.amazon.de/ADHS-Das-Zappelphilipp-Syndrom-Manfred-Spitzer/dp/3902533498).

International branden darüber die unterschiedlichen Vorstellungen unter den Forschern immer noch in einer verwirrenden Fülle hoch, ohne für die praktische Lösung des Problems befriedigend und hilfreich zu sein.

Der Vater meines Beispiels ließ sich jedenfalls in einer verantwortungsbewussten sachlichen Weise beunruhigen und übergab das Problem in die Hände einer bewährten Kinderpsychotherapeutin. Diese schlug den Eltern im Verbund mit dem Kind lediglich eine Veränderung in dessen Alltags-Dominanzen vor:

Sportgeräte wurden angeschafft, und der Vater selbst begab sich nach Feierabend mit seinem Sohn zusammen unter die Fußballspieler. Der einseitige Schwerpunkt des Jungen, der auf hoher Schiene eher mit abstrakten intellektuellen Fragen beschäftigt war, wurde so auf ein gutes Mittelmaß seiner Betätigungen verändert.

Gemeinsamkeiten, besonders mit dem Vater, z. B. Abenteuerwanderungen im Umfeld, Ruderpartien am Wochenende etc. wurden gemeinsam geplant und durchgeführt. Die Unruhe hatte ihre Ursache in diesem Fall in der Unausgewogenheit der Alltagsbeschäftigungen dieses Kindes. Das entsprach nicht ganz ausreichend der Entfaltungsstufe im Grundschulalter.

Nach wenigen Wochen schon zeigte sich, dass der Junge seine Schulaufgaben mit der nötigen Konzentration zustande brachte. Dieser therapeutische Erfolg ist kein Einzelfall. Meine Erfahrung als Kinderpsychotherapeutin hat mich gelehrt, das zu verabreichende „Medikament“ gegen motorische Unruhe sollte heißen: mehr Beschäftigung in dualer Weise mit der hauptsächlichen Bezugsperson – und das keineswegs unter Ausschluss einer lustvollen sportlichen Betätigung.

Hinzugefügt werden muss aber auch, dass praktisch arbeitenden Kinderpsychotherapeuten die motorische Unruhe als ein Symptom einer diagnostizierbaren Verhaltensstörung schon seit vielen Jahrzehnten bekannt ist und sich nicht selten mithilfe von Verhaltensänderungen aus der Welt schaffen lässt.

Notwendig dazu ist eine Diagnose des Hintergrunds vom Erscheinungsbild der Störung.

Denn grundsätzlich beruht die Unruhe auf dem völlig unbewussten Versuch des Kindes, das Gefühl von etwas Unzureichendem in ein seelisches Gleichgewicht zu bringen.

Noch einmal sei betont: Die Motivation für dieses diffuse Suchverhalten liegt absolut nicht im Bewusstsein des Kindes. Deshalb fühlt es sich gequält, wenn ratlose Erwachsene es immer wieder nach dem Warum seiner Auffälligkeit fragen.

Der nächste Schritt für den Therapeuten heißt deshalb, eine genaue Vorgeschichte des Kindes zu erfragen und seine momentane Situation in seinem Umfeld zu ergründen. In den meisten Fällen setzt das eine gründliche Beratung der fast immer verständigen Eltern voraus.

Aber die Palette dieser Möglichkeiten ist groß und vielfältig. Tritt die Unruhe erst in jüngster Zeit auf, so hat sie ihre Ursache manchmal auch im Mitempfinden einer umfänglichen, als lebensbedrohlich erlebten Unsicherheit in der allgemeinen Situation des Kindes. Viele Kinder empfinden z. B. bereits die nachhaltig sichtbare Entfremdung der Eltern voneinander als gefährlich. Sie befürchten eine baldige Scheidung. Nicht selten reicht das zur Auslösung des Symptoms.

Aber nicht weniger massiv liegt die Ursache in unzureichend vollzogenen Prägungsvorgängen der Entfaltung notwendiger Lebenstriebe in den frühen Lebensjahren der Kinder oder auch in zu frühen Kollektivierungen. Eine pointierte Diagnose und mehr Nähe zur Hauptbezugsperson sind hier maßgebliche Schritte zur Heilung.

Von dieser Sichtweise aus stellt sich oft sogar verhältnismäßig rasch eine seelische Beruhigung des Kindes ein und damit auch seine neu erwachte Freude, in großer Menge neugierig und aufmerksam zu lernen, was es in dieser Welt auch nur zu lernen gibt.

Es lohnt sich, so lässt sich erfahren, die wahren Ursachen des Fehlverhaltens zu ergründen und von dieser Basis aus anzugehen, statt es vorschnell beim oberflächlichen Kurieren an den Symptomen zu belassen. Denn die Gefahr von Nachwirkungen auf das unausgereifte Gehirn des Kindes ist damit nicht ausgeräumt.

Wie oft haben Pharmazie und Medizin die Unschädlichkeit eines Medikaments später als einen folgenreichen Irrtum eingestehen müssen!

Unsere Autorin Christa Meves ist Bestsellerautorin sowie Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche; außerdem leitet sie den Verein „Verantwortung für die Familie“.

 


Klima-Wunderkind Greta kann C02 „sehen“

Viele Menschen mögen sich vor dem Hintergrund der Hysterie rund um Greta Thunberg fragen, wie es möglich ist, dass eine 16-Jährige plötzlich die Deutungshoheit halb Europas einnimmt.

Einmal spricht sie auf der Klimakonferenz in Polen, dann taucht sie auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos auf, wo sie ebenfalls mit Wortspenden aufrütteln wollte. Davor war die Schülerin in Brüssel, Paris und Antwerpen. Auch in Hamburg ist sie schon aufgekreuzt und neulich sogar beim Papst in Rom. Wie kann es sein, dass die „Klimaaktivistin“ weltweit eine Kampagne ausgelöst hat, die eine enorme Logistik voraussetzt?

Unzensuriert berichtete schon mehrfach über die junge Schwedin und verwies in den Beiträgen auf die Hintermänner ihrer Aktivitäten. Allen voran ihren Vater und Manager Svante Thunberg, einen Schauspieler, Produzenten und Geschäftsmann  – und die Mutter und Ex-Song-Contest-Teilnehmerin Malena Ernman Thunberg.

Die Beiden haben den Bestseller „Scener ur hjärtat“ (dt.: „Szenen aus dem Herzen“) über ihr Wunderkind veröffentlicht und heute – am 30.4.2019  – erschien die deutsche Übersetzung: „Szenen aus dem Herzen – Unser Leben für das Klima“ heißt das Werk über das Wunderkind mit übersinnlichen Eigenschaften. Das Mädchen kann nämlich CO2 sehen und das ist kein Witz.

In der FAZ findet sich ein auszugsweiser Vorabdruck des neuen Thunberg-Buches. „Diese Thunbergs“ lautet der Titel und darunter eine kurze Einführung:

„In einem gemeinsamen Buch gibt die Familie, angeführt von Mutter Malena, jetzt Einblicke in ihren außergewöhnlichen Alltag zwischen besonderer Begabung und Essstörung“, heißt es. Und eine dieser Talente ist die Fähigkeit der Weltretterin, CO2 zu sehen.

Quelle und FORTSETZUNG des Artikels hier: https://www.unzensuriert.at/content/0029591-Uebermenschliche-Faehigkeiten-Klimaaktivisten-Greta-Thunberg-kann-jetzt-sogar-CO2


Wachsende Überforderung unserer Lehrer: Grundschulpädagogik in der Krise

Von Christa Meves

Die Zahl der Entwicklungsstörungen von Kindern zwischen 5 bis 7 Jahren stieg hierzulande in den vergangenen 10 Jahren um 26,5 % an. Mehr als 82 % der diagnostizierten Entwicklungsstörungen betreffen die Sprech- und Sprachentwicklung, gefolgt von Störungen der motorischen Entwicklung. 2017 wurde bei 41,3 % der 5 bis 7-jährigen Jungen und 27,9 % der Mädchen eine Entwicklungsstörung diagnostiziert (1).

Solche Zahlen als Ergebnis jüngerer Studien scheinen in ihrer Abstraktheit in unserem Leben wenig Neues zu bedeuten. An solche Abwärtsentwicklungen sind wir längst gewöhnt. Sie begannen sukzessiv in den letzten drei Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts.

„Schließlich sind ja immer noch gesunde Kinder vorhanden, immer noch besteht in allen Ländern ein Schulbetrieb“, meinen schulferne Beschwichtiger.

Aber hoppla: allerdings mit immer mehr Kindern in einer Klasse, weil immer weniger junge Menschen den Lehrerberuf ergreifen. Dürfen wir das alles  – gleichsam zurückgelehnt – weiter so hinnehmen?

Wenn man Kontakte mit Grundschullehrern hat, lässt sich feststellen, dass in deren Augen nicht selten eine bedenkliche Resignation, ein Entmachtet-Sein aufscheint, offenbar weil sie wenig Aussicht haben, dem Bildungsauftrag der Behörde, für den sie ausgebildet wurden, gerecht zu werden. 

Eine ältere Lehrerin berichtete mir, dass sie einst mit Begeisterung und mit Erfolg in Grundschulen gearbeitet habe, dass sie nun aber mit den Klassen des letzten Jahrzehnts selbst das Hauptziel, die Beherrschung der Grundlagen: Lesen, Schreiben und Rechnen bis zum Alter von 10 Jahren, immer seltener habe erreichen können:

„Seit die antiautoritäre Erziehung den Tenor der Schulpläne beherrschte, wurde es bald schwieriger, allein nur den Lärmpegel in der Klasse so zu senken, dass man mit einer gewissen Konzentration der meisten Kinder rechnen konnte. Wir Lehrer verloren einfach unsere vorher vorhandene Autorität, und damit vervielfältigte sich die Unaufmerksamkeit der Schüler. Die Kinder steckten sich damit gegenseitig geradezu an, und damit schoss die Undiszipliniertheit immer mehr in die Höhe. Und diese für ein Lernklima ungute Situation hat sich jetzt noch in dramatischer Weise verschärft.

Jetzt wird es nun auch noch durch die Migration immer schwerer, dass die Kinder direkte Anweisungen überhaupt noch befolgen: ‚Bitte schreibt die Worte, die ich Euch an die Tafel schrieb, jetzt noch einmal in Eure Hefte‘, ordnete ich jüngst in einer Klasse mit Drittklässlern an. Da sprang ein Mädchen auf und rief laut: ‚Das machen wir nicht!‘ Sie erreichte damit, dass fünf weitere muslimische Schülerinnen hochsprangen, während die anderen die Stifte fallen ließen.

Ich holte die Aufrührerin nach vorn und sagte freundlich zu ihr – sie war erst vor kurzem der Klasse hinzugefügt worden: ‚Aber jetzt bist du hier in unserer Schule und da muss man tun, was der Lehrer sagt.‘ Daraufhin erwiderte sie: ‚Mein Vater hat gesagt, ich soll nicht etwas abschreiben, was die Lehrerin auf die Tafel schreibt.‘

In der Klasse war inzwischen eine allgemeine Unruhe entstanden. Einige hatten ihre Butterbrote herausgeholt, andere für den Heimweg ihren Rucksack schon geschlossen, und ich schaffte es nicht, dass dieser schlichte Lernversuch zur Durchführung kam.“

Und die Lehrerin fuhr fort:

„Das ist nur ein einziges Beispiel einer allgemeinen Situation der Wehr- und Hilflosigkeit von uns Lehrern. Ich habe meinen Elan, meine Freude am Beruf verloren. Werde ich die letzten fünf Jahre bis zur Pensionierung noch durchhalten können, zumal die Belastung mich weitgehend schlaflos macht und meine Magenprobleme immer häufiger werden? Ich muss nun wohl doch einen Antrag auf vorgezogene Entlassung aus dem Schuldienst stellen.“

Trauer, tiefe Trauer stand während dieses Berichts in den Augen der bewähren Grundschullehrerin.

Ganz ohne Frage ist durch den Zustrom der Migranten eine Verschärfung der ohnehin höchst bedenklichen Lage in der Schulpädagogik entstanden.

Aber wie die jüngsten Zahlen einmal mehr belegen, sind die neuen Probleme lediglich ein Zusatz in einer allgemein schwer bedenklichen Situation.

Die so häufig gewordene motorische Unruhe, heute als ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) benannt, ist lediglich eine der Schwierigkeiten, die es der heutigen Kindergeneration fast sogar schon verunmöglicht, per Schule in die Kultur des jeweiligen Landes hineinzuwachsen und in ihr heimisch zu werden.

Die Erstsymptome der Verhaltensstörungen lassen immer weniger Kinder aus. Ablenkbarkeit und trotzige Selbstbehauptung steigern sich zu Widersetzlichkeit und Aggressivität. Inversive Symptome wie Nägelkauen, Haarereißen, Zähneknirschen und Einnässen, orale Symptome wie Nasch- und Stehlsucht sind mittlerweile in einem erschreckenden Ausmaß im Grundschulalter vorhanden.

Weil bei diesen Kindern in ihrem Umfeld offenbar ein gesundes Wachstum von Seele und Geist  –  meist durch Unwissenheit der Erwachsenen – oft schon im Kleinkindalter behindert worden ist, sind sie gekennzeichnet durch ein wirres, aus dem seelischen Defizit herausquellendes Suchen nach dem Richtigen, ohne zu wissen, was sie suchen.

Doch sie suchen allemal das Nest, in dem sie sich geschützt entfalten können, und die Bedingung dafür ist, dass die für den jeweiligen Nachwuchs Verantwortlichen gemeinsam dafür so lange auf dem Posten stehen, bis die Sprößlinge „flugfähig“ sind!

Was für einen Zustand haben wir stattdessen jetzt? Jetzt brauchen wir in der Tat in später Stunde einen Jona, der in dieses Ninive geht und ruft: „Es sind noch 40 Tage, dann wird Ninive untergehen!“ (2)

Seit vollen 50 Jahren ließ sich diese Entwicklung voraussagen, weil sich einmal mehr eine schon beschädigte Gesellschaft anmaßte, sie könnte sich nun ganz einem neuen Zeitgeist verschreiben, der allein zu wissen meint, was gut und was böse ist, und der vorgibt, das mithilfe von Grenzenlosigkeiten des eigenen Verhaltens erreichen zu können.

Wenn dabei aber unumstößliche Naturordnung missachtet wird, so geht das schief – auf der ganzen Linie! Aus der Geschichte schon lässt sich das lernen.

Wie einst bei Ninive kann uns nun nur noch Umkehr und Aufbruch der Bevölkerung sowie das Erbamen Gottes mit all den Eltern, die auch heute immer noch das Beste für ihre Kinder wollen, aus dieser Fäulnis heraushelfen.

Anmerkungen:
(1) Newsletter des Vereins VFA: 2/2019
(2) Die Bibel: Jona 3,4

Unsere Autorin Christa Meves ist Psychotherapteurin für Kinder/Jugendliche und bekannte Bestseller-Autorin; sie leitet den Verein „Verantwortung für die Familie“, bei dem sich online weitere Infos und Artikel finden: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm

 


Indien: Hinduisten-Mob greift katholische Schule an: sechs verletzte Lehrerinnen

Über 200 Hindu-Extremisten verwüsteten in Indien am 26. März 2019 eine katholische Schule in Tamil Nadu und griffen die anwesenden Ordensschwestern an. 

„Anlaß“ für den Überfall war der Selbstmord eines 15-jährigen Hindu-Mädchens, das die Schule besuchte. Wie Pfarrer Arputharaj, Sekretär der Erzdiözese Pondicherry, mitteilte, drang eine Gruppe mit teils gewaltbereiten Dorfbewohnern in die„Little Flower High School“ in Chinnasalem ein.

Die Schülerin hatte sich am 25. März in ihrem Dorf Kallakurichi das Leben genommen, worüber ihre Eltern die Polizei informierten. Das Mädchen habe gegenüber Schulkameradinnen die Befürchtung geäußert, die Schulprüfungen nicht bestanden und sich vor der Reaktion ihrer Eltern gefürchtet zu haben.

Mitglieder der hinduistischen Bewegung „Rashtriya Swayamsevak Sangh“ (RSS) begleiteten die Eltern zur Schule und griffen die dort tätigen Franziskanerinnen an. Vier Ordensfrauen und zwei Angestellte der Schule mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Schule befindet sich in der Nähe einer Polizeistation, doch die Beamten griffen nicht ein. Nun sollen Rechtsanwälte die Angelegenheit untersuchen.

Die Eltern sollen von den Schwestern die Zahlung von „Schmerzensgeld“ gefordert und gewaltsame Hindus zum Sturm auf die Schule beauftragt haben. Die Ortskirche will Protestkundgebungen organisieren, sollte der Überfall ungestraft bleiben.

Quelle: Fidesdienst


KITA-FREI ist die Zukunft der Familie

Von Christa Meves

Ein neues Blümchen wagt sich neuerdings in Deutschland aus der Verbannung: Es gibt hierzulande eine Pflanzenart, die sich mit einem kräftigen Stängelchen und neuen Knospen hervorwagt: „Kitafrei“ heißt das Pflänzchen, und es hat folgende Aufgabe: Junge Mütter schließen sich zusammen und wollen ihre Babys und Kleinkinder in eigener Regie erziehen – eben kitafrei.

Sie nehmen die lange Latte der wissenschaftlichen Ergebnisse ernst, durch die längst herausgefunden wurde, dass die meisten Ursachen seelischer oder auch psychosomatischer Krankheit im Erwachsenenalter in der frühen Kindheit liegen. Erfahrene Kindertherapeuten zogen daraus den Schluss: Das Unaufgebbarste, das Allernotwendigste für ein neugeborenes Kind ist eine langjährige Phase der Nähe zu seiner leiblichen Mutter.

Ich rief deshalb bereits seit 1970 die Gefahr der frühen Trennung zwischen Mutter und Kind in die Öffentlichkeit hinein; denn das ließ sich erkennen, nachdem es ähnlich wie im Osten auch im Westen immer mehr zur Gepflogenheit wurde, dass die jungen Mütter rasch wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehrten.

Aber das Unruhigwerden der Kinder, die Gegebenheit, dass sie heute nun in immer größerer Quantität seelische Störungen entwickeln, ließ sich in der Praxis schon bald konstatieren, führte aber in der Öffentlichkeit zu nichts weiter als dazu, dass die Psychologie auf der Universität zu einem überlaufenen Massenfach wurde und die Bürgermeister nur Geld bekamen, wenn sie Kitas einrichteten.

Und viele, viele andere Maßnahmen, die diese berechtigte natürliche Vorstellung der jungen Mütter, ihre Babys und Kleinkinder selbst zu betreuen, immer mehr untergruben, öffneten einem unglücklich machenden Trend Tür und Tor.

Dabei hatten wir in unserem Freundeskreis, der seit 1981 regelmäßig Tagungen, meist auf der Burg Rothenfels, durchführte und ab 1996 zum Verein Verantwortung für die Familie aufgestockt worden war – sogar bereits unter dem Titel „Mutter als Beruf“ eine Resolution zur realistischen Gestaltung einer neuen Familienform im industriellen Zeitalter als ein neues Lebensmodell für junge Familien ausgearbeitet und 1986 ans Bundespräsidialamt nach Bonn und im Jahr 2002 sogar mit fast 10.000 Unterschriften – allerdings abermals gänzlich erfolglos – dem Familienministerium in Berlin übermittelt.

Denn jetzt, nach der Wende und der Übernahme der Regierungsverantwortung durch Gerhard Schröder (SPD), zeichnete es sich ab, dass mit der„Lufthoheit über den Kinderbetten“ (Olaf Scholz) eine Kollektivierung der Kinder von der Geburt ab angepeilt wurde. Aber die bereits vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnisse über die Schwächung der jungen Generation nach kommunistischem Modell hatten in der Sowjetunion doch längst ergeben, dass das ein Untergangsmodell ist.

In dieser Resolution gaben wir aber nicht nur unserer großen Sorge über die neue Gefahr Ausdruck, sondern machten einen Vorschlag, wie auf dem Boden eines gesunderhaltenden Erziehungsmodells der Niedergang aufgehalten und mit einigen gesunden gesellschaftlichen Maßnahmen zum Positiven gewendet werden könnte. Das legten wir in einem 12-Punkte-Programm auf wissenschaftlicher entwicklungspsychologischer Basis dar.

Die wichtigsten fünf Vorschläge der Veränderungen in der Familienpolitik sollen jetzt hier noch einmal aufgeführt werden:

1) Frauen – besonders junge Mädchen und jung Verheiratete – bekommen die Möglichkeit, sich für einen neuen Beruf ausbilden zu lassen, wenn sie schwanger werden. Sie können, sobald ihre Schwangerschaft ärztlich festgestellt worden ist, in eine spezifische Berufsausbildung „Mutter als Beruf“ eintreten, die mit einem Zertifikat abschließt.

2) Nach der Geburt des Kindes erhält die Mutter den Anspruch auf ein Gehalt samt Rentenanspruch, die beide mit der Zahl der Kinder aufgestockt werden.

3) Wird das jüngste Kind 14 Jahre alt, kann sich die Mutter zur Ausbildungsleiterin für junge Mütter und andere entsprechende soziale Tätigkeiten ausbilden lassen. Analog können sie sich als Großmütter betätigen, z. B. als Adoptivgroßmutter in jungen kinderreichen Familien. Auch der Weg zu anderen Ausbildungen kann dann natürlich eingeschlagen werden, ja, bei den Bewerbungen dazu sollte „Mutter als Beruf“ ein Qualitätsmerkmal sein.

4) Zur Entlastung junger Mütter mit mehreren Kindern wird ein „Freiwilliges Familienjahr“ entsprechend dem Freiwilligen Ökologischen oder Sozialen Jahr für junge Mädchen eingeführt. Der Nachweis des freiwilligen Familienjahres kann bei der Ausbildung zur „Mutter als Beruf“ angerechnet werden.

5) Jede Frau kann aus dieser ihrer Berufstätigkeit ausscheiden und eine andere Tätigkeit ihrer Wahl ausüben.

Diese Regelungen werden die Gesellschaft qualitativ vorwärtsbringen, die Bevölkerungsimplosion aufhalten und unser Land aus der Existenzkrise herausholen.

Die Kosten sind langfristig (erst recht kurzfristig) niedriger als die Kosten, die die flächendeckende Errichtung und der Betrieb von Krippen verursachen, und sie können einer weiteren Überlastung des Gesundheitswesens entgegenwirken. Da das Familien-Modell psychisch intakte, handlungs- und demokratiefähige Menschen hervorzubringen verspricht, ist es, wenn man Zukunft des christlichen Abendlandes will, alternativlos und bedeutet eine fundamentale Einsparung.

Wir haben nicht mehr viel Zeit. Die Zahl der Eltern, die sich gegen den Trend wehren, beginnt unter dem Druck der Öffentlichkeit zu klein zu werden, obgleich es doch noch heute eine ganze Anzahl tapferer Eltern gibt. Sie bringen oft große Opfer, um ihre Kinder allein und mithilfe der Familie großzuziehen. Und das hat sich natürlich fast regelmäßig mit allerbesten Ergebnissen im Erwachsenenalter ausgezahlt. (Einmal wieder befanden sich in meiner Weihnachtspost eine Vielzahl von Berichten darüber – mit Fotos von Müttern und Vätern, die ihr Glück mit diesen erwachsenen Söhnen und Töchtern ausstrahlten.)

Für die Mitglieder der neuen Bewegung „Kitafrei“ werden sich ebenfalls solche Prognosen erstellen lassen.

Zwar sind den Familien – durch die Politik der Regierung – in den vergangenen 20 Jahren immer mehr erschwerende Knüppel zwischen die Beine geworfen worden, und doch ist der neu zusammengeschlossene Widerstand heute – trotz später Stunde – eine neue Hoffnung. Denn grundsätzlich hat die Wahrheit, die in der Schöpfung unseres Gottes ruht, einmal mehr den längeren Atem vor der Lüge mit all ihren so bitter traurigen Resultaten gezeigt.

Die Bestseller-Autorin Christa Meves leitet den Verein „Verantwortung für die Familie“, bei dem sich online weitere Infos und Artikel finden: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm