Gender-Lobby will das Elternrecht aushebeln

Freifrau Hedwig von Beverfoerde

Unter dem Radar die Eltern entrechten: Ein neues Dokument offenbart, wie die internationale Transgender- und LSBT-Lobby ohne öffentliche Aufmerksamkeit Gesetze ändern will, damit Minderjährige auch ohne Zustimmung ihrer Eltern ihr Geschlecht ändern können.

Der Leitfaden „Only adults? Good practices in legal gender recognition for youth“ wurde im November 2019 veröffentlicht und soll Transgender- und LSBT-Gruppen in Europa dabei helfen, ihre Lobbyarbeit zu verbessern.

Im Fokus des Dokuments stehen gesetzliche Vorhaben, durch die Minderjährige die rechtliche Definition ihres Geschlechts ändern können, ohne dabei das Einverständnis von Erwachsenen wie ihren Eltern oder Ärzten zu benötigen.

Mehrfach wird im Text behauptet, dass nur durch diese vollständige gesetzliche „Selbstbestimmung“ „Transgender-Jugendliche“ weniger diskriminiert oder belästigt würden.

Der Autor des Vorwortes (Seite 6) hofft daher, dass der vorliegende Leitfaden zu einem „wirkungsvollen Werkzeug für Aktivisten und NGOs“ wird, um diese Gesetze in ihren Ländern ändern zu können.

Die politischen Forderungen

Die Autoren listen zunächst mehrere Beispiele für Gesetze und Regelungen auf internationaler und nationaler Ebene auf, die aus ihrer Sicht notwendig für die Durchsetzung von „Transgender-Rechten“ sind.

Beispielsweise fordern sie die Abschaffung eines Mindestalters für die rechtliche Änderung des Geschlechts oder die vollständige rechtliche Anerkennung einer selbst definierten geschlechtlichen Identität (Seite 12 bis 16).

Die Voraussetzung einer medizinischen Untersuchung oder der Diagnose einer Geschlechtsdysphorie lehnen die Autoren ab (Seite 17). Der größte Teil des Leitfadens besteht anschließend in einer Analyse der Gesetzgebung mehrerer europäischer Länder im Hinblick auf die rechtliche Situation von „Transgender-Minderjährigen“.

Das natürliche Recht der Eltern auf die Erziehung der eigenen Kinder wird von den Autoren des Leitfadens nicht anerkannt. So fordern sie beispielsweise, dass der Staat gegen Eltern vorgehen muss, wenn diese die „freie Entwicklung der Identität einer jungen Trans-Person“ behindern (Seite 14).

Sie schreiben zudem, dass die Erfordernis elterlicher Zustimmung für eine rechtliche Änderung des Geschlechts für Minderjährige „restriktiv und problematisch“ sein kann (Seite 16).

Mehrfach taucht das Prinzip des „Kindesinteresses“ („best interest of the child“) auf, jedoch nie im Zusammenhang mit den eigenen Eltern oder der Familie. Stattdessen heißt es, dass der Staat bzw. „öffentliche Institutionen“ (Seite 13, 15) die Anwendung dieses Prinzips gewährleisten sollen, was de facto bedeutet, dass der Staat auch bestimmt, was im Kindesinteresse liegt und was nicht.

Die Eltern sollen hier anscheinend kein Mitbestimmungsrecht haben.

In diesem Sinne ist auch das „Recht auf Gehör“ (Seite 13) zu verstehen, was auch im aktuellen „Kinderrechte“-Gesetzentwurf der Bundesjustizministerin Christine Lambrecht als „Anspruch auf rechtliches Gehör“ zu finden ist.

Eine weitere auffällige Parallele zu den Befürwortern einer Aufnahme von „Kinderrechten“ ins deutsche Grundgesetz ist, dass diese ebenso mit den „Rechten und Interessen des Kindes“ argumentieren, während sie gleichzeitig die Eltern, welche die natürlichen Vertreter der Rechte und Interessen ihrer Kinder sind, ins Abseits drängen.

Die Taktiken der NGOs

Der Leitfaden gibt den LSBT-Organisationen elf Empfehlungen für ihre Kampagnen (Seite 18 bis 21). Unter anderem sollen sie die Jugendorganisationen von Parteien überzeugen, die Menschenrechte für ihre Argumentation nutzen, mit anderen LSBT-Organisationen kooperieren und vorsichtig vor gesetzlichen Kompromissen sein. Besonders erhellend sind jedoch die folgenden drei Hinweise des Leitfadens:

Schneller sein als Regierung und Medien: Die NGOs (Nicht-Regierungs-Organisationen) sollen am besten noch vor Beginn eines Gesetzgebungsverfahrens eingreifen und vor der Regierung ein eigenen „progressiven“ Gesetzentwurf veröffentlichen. Auf diese Weise könnten sie die „Agenda der Regierung“ und deren Gesetzentwurf viel deutlicher formen. Außerdem sollen sie möglichst früh die Medien für ihre Kampagne „sensibilisieren“, sodass diese das Gesetzgebungsverfahren nicht „negativ beeinflussen“.

An beliebte Reform anknüpfen: Um die Erfolgschancen zu erhöhen, sollen die NGOs ihre Kampagne mit einer aktuellen Reform verbinden, die im Allgemeinen mehr positiven Zuspruch in Politik, Medien und Gesellschaft erfährt. Als Beispiel nennen sie die „Ehe für alle“. Diese Vorgehensweise würde die Inhalte ihrer Kampagne schützend verhüllen („a veil of protection“).

Zu viel Öffentlichkeit vermeiden: Damit kein Widerstand gegen die Kampagne entsteht, soll die Medienberichterstattung und Wahrnehmung in der Öffentlichkeit insgesamt niedrig sein. Am Beispiel von Kampagnen in Irland und Norwegen empfehlen die Autoren, direkt die Politiker zu überzeugen. Somit soll die Position der Partei von innen verändert werden anstatt von außen durch große Medienkampagnen an die Partei herangetragen zu werden.

Hinter dem Leitfaden steckt eine NGO, eine Stiftung, eine Kanzlei

Der Leitfaden wurde herausgegeben von IGLYO, Thomson Reuters Foundation und Dentons:

Die International Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer & Intersex (LGBTQI) Youth and Student Organisation (IGLYO) ist ein Dachverband für über 95 LSBT-Organisationen in über 40 Ländern. Zu den Mitgliedern gehören auch das deutsche Jugendnetzwerk Lambda e.V. und die österreichische „Homosexuelle Initiative Wien“. Finanziert wird IGLYO laut eigenen Angaben durch die Europäische Union, den Europarat, die European Youth Foundation und das Niederländische Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft.

Die Thomson Reuters Foundation ist die Stiftung von Thomson Reuters Corporation, einem der weltweit größten Medienunternehmen. Die Stiftung legt in ihrer Arbeit auch einen Fokus auf LSBT-Themen wie beispielsweise die Ausbreitung der „Ehe für alle“.

Dentons ist laut eigenen Angaben das nach Zahl der Anwälte weltweit größte Anwaltsnetzwerk. Die Büros von Dentons in Paris, Brüssel und London erstellten das „Only Adults?“-Dokument in Zusammenarbeit mit mehreren internationalen Partner-Kanzleien. Laut einer Pressemeldung von Dentons ist dieses Projekt Teil einer seit 2018 bestehenden und fortlaufenden Kooperation mit IGLYO.

Die politische Sprengkraft dieses Leitfadens besteht vor allem darin, dass drei große internationale, zum Teil staatlich finanzierte Organisationen der LSBT-Lobby dabei helfen, Eltern ihr Mitspracherecht bei tiefgreifenden Änderungen im Leben ihres minderjährigen Kindes zu entziehen. Darüber hinaus sollen diese großen gesetzlichen Änderungen am besten gar nicht von den Medien und der Öffentlichkeit beachtet werden, weil dies sonst zu Kritik und Widerstand führen könnte.

Erstveröffentlichung des Beitrags hier: https://demofueralle.blog/2019/12/06/internationale-transgender-und-lsbt-lobby-plant-abschaffung-des-elternrechts/


Warum Erziehung heute schwieriger ist

Von Christa Meves

Wie lässt sich heute gegen all das viele Fragwürdige in unserem Umfeld ringsum noch standhalten und wie weiter erfolgreich erziehen?

Denn schließlich enthält unser Zeitgeist so viel Bedenkliches im Hinblick auf unsere Kinder, dass es doch schwerer möglich ist als früher, das Richtige vom Schädlichen zu unterscheiden.

Wenn Sie das für Panikmache halten, brauchen Sie sich bei Youtube lediglich z. B. einen Vortrag des Neurowissenschaftlers Manfred Spitzer herunterzuholen, um aus den umfänglichen wissenschaftlichen Studien – vor allem aus den USA – hieb- und stichfest zu erfahren, dass allein bereits das Smartphone und alles Digitale darüber hinaus keineswegs zufriedenstellend bildungsfähig machen, sondern vor allem die Lernfähigkeit des noch unreifen Kindergehirns lebenslänglich mindern.

Aber es reicht auch schon, ratlos zu werden, wenn man heute Gelegenheit bekommt, Einblick in Grundschulklassen oder in das Leben junger, moderner Familien mit ihren Kita- und Grundschulkindern zu nehmen.

Täglich schreiben mich verzweifelte Jung-Mütter an, die hilflos dem so häufigen Protestgeschrei ihrer Trotzkinder gegenüberstehen. Vergeblich kämpfen manche Eltern gegen die hartnäckige Lernunlust und die Unruhe ihrer kleinen Grundschulsöhne an.

Verzweifelt sucht ein ganzer Clan nach einem (der meist bereits ausgebuchten) Therapeuten, weil eine Erstklässlerin von einem – allen unerklärlichen – seelischen Schmerz erfasst ist. Zwar sind hierzulande – der Not entsprechend – Hilfsstationen aus dem Boden geschossen. Aber die sind meist auch schon ausgebucht oder unbezahlbar.

Wie erschreckend: Hier kommt jetzt offenbar eine Kindergeneration ins Blickfeld, der in einer epidemischen Zahl die Möglichkeit fehlt, unbeschwert angepasst heranzuwachsen.

Was geht hier vor sich, was ist geschehen?

Eine Zunahme der Verhaltensstörungen ließ sich bereits seit den 60er Jahren erkennen und ihre Zunahme voraussagen. Von dieser Zeit ab wurde den Belangen der Kinder in unserer Gesellschaft immer weniger jene zentrale Beachtung eingeräumt, die diesen Ressourcen für erfolgreiche Zukunft zugestanden werden muss.

Kurzfristig gewinnträchtige wirtschaftliche Akzente und damit auch die Erwerbstätigkeit der Frau bekamen von nun an Vorrang. Die Familie als Wert wurde häufig in den gesellschaftlichen Plänen gar nicht mehr gesehen und die gärtner-ähnliche Aufgabe, Kinder in ihren Wachstumsphasen aufmerksam zu begleiten, verschwand seufzerlos unter all den Möglichkeiten, sich das Leben lustvoll und sexy zu gestalten.

Deswegen ist das Aufziehen der Kinder heute schleichend zu einer übergriffigen Angelegenheit des Staates geworden:

Die Krippe – spätestens ab dem ersten Lebensjahr – ist zu einer Art ungeschriebenem Gesetz für junge Familien geworden. Aber das ist ein verheerender Fehler!

Sogar seriöse Wissenschaft sagt heute völlig abgesichert aus: Ganz besonders gerade um diese Zeit brauchen die Kleinen Mutters Gegenwart bei ihren ersten Schritten in die Welt. Trennung von ihr zu dieser Zeit stanzt sich sonst in ihren Kopf ein und taucht später in Krisen als ein übermächtiges Gefühl von Verlassensein immer wieder auf!

Auch den Kindergarten ab drei als eine eiserne Pflicht aufzufassen, ist nicht kindgerecht, wenn das Nachdenken über die Bekömmlichkeit für das einzelne Kind ausgelassen wird. Und in der Grundschule gehört oft reichlich drastischer Sexualkundeunterricht meist schon zum Programm. Neuerdings wird sogar Ganztagsschulbeaufsichtigung geplant!

Mitten im Zeitalter entfesselter Freiheit geschieht dieser Kindergeneration der Verlust eines behüteten Freiraums! Dadurch wird das Leben mit schwierigen, unglücklichen, im Grunde bereits gestörten Kindern immer häufiger zu einer katastrophalen Qual in den Familien.

Es ist also bereits sehr spät; denn seriöse Hirnforschung weiß nun, dass – im sich in den ersten drei Lebensjahren entfaltenden Gehirn – wenn seine gesunden Wachstumsbedingungen nicht erfüllt worden sind, ein unruhiger Habitus und das Suchen nach Ausgewogenheit den Menschen unbewusst lebenslänglich begleiten und sein Leben vielfältig erschweren kann.

Dabei ließe sich diese dramatische Situation rasch ändern: Gäbe man den Müttern für ein längeres Daheimbleiben ein Gehalt und für ihr Alter eine Rente, würden viele junge Mütter mit Erleichterung länger daheim bleiben, weiß ich aus der Praxis; denn es ist vor allem die Nähe zu Mama, die die Kleinen zur Entwicklung einer stabilen Ausgeglichenheit und seelischen Gesundheit brauchen.

Aber für ein solches Programm gibt es in den meisten Staaten des Westens kaum Anzeichen.

Dennoch brauchen wir nicht zu verzagen; denn es existieren in unserem Land immerhin noch Familien, die der Schöpfungsordnung treu bleiben – mit Einschränkungen zwar, doch nicht selten unterstützt von wachen, verantwortungsbewussten Großeltern und Paten.

Hierzu gibt es folgende Berichte:

“Bei uns ist alles ziemlich in Ordnung. Munter, fröhlich und aufgeschlossen sind unsere Kinder. Wir haben eine recht normale Schule für sie gefunden. Dort kommen sie gut zurecht und machen anstandslos ihre Schularbeiten. Bei uns herrscht ein solides Familienklima mit klaren Linien für unsere Kinder. Und sogar eine tägliche gemeinsame Abendbrotmahlzeit gehört dazu.“

Solche Eltern legen großen Wert darauf, dass ihre Kinder selbstständig werden. Sie haben die berechtigte Hoffnung, dass diese später ihre Ausbildungen anpacken und eine eigene Lebensgrundlage zustande bringen.

Aber diesen Eltern ist das eben Gesagte noch nicht genug. Sie hoffen darüber hinaus, dass ihre Sprösslinge in ihrem familiären Umfeld einen dauerhaften Rückhalt entwickeln.

Dabei zeigt sich: Das Vorbild der Eltern, ihre direkte Zuwendung und ein unbekümmert natürlicher (am besten gläubiger) Verhaltensstil hat sich als das erfolgreichste Modell herausgestellt. Denn dadurch entsteht unterschwellig ein Band, das dennoch freilässt und dadurch später auch realistische Bindung an neu hinzukommende Menschen ermöglicht.

Unter dem Strich bedeutet das: Bei einem kontinuierlichen Erziehungsstil dieser Art können wir dann auch hoffen, dass die Kinder als Erwachsene genug Festigkeit besitzen, den eigenen Stürmen des Lebens zu widerstehen, indem sie die Fähigkeit erworben haben, auch gegen Widerstände kontinuierlich standfest zu bleiben und in einem eigenen Umfeld Kraft zum Lieben, zum Durchhalten – auch zum Mitsorgen und Helfen angesichts der Schwächeren in der Familie, den ganz Kleinen und den Uralten, – zu entfalten.

Es hat sich aber auch neu herausgestellt, dass solche familiären Erfolge am ehesten zu erreichen sind, wenn Familien auf dem Boden eines starken christlichen Wertsystems, ja, mit einer eigenen emotionalen Festigkeit im christlichen Glauben stehen. Denn aus einer solchen Haltung erwächst ein bewussteres Verantwortungsgefühl und darüber hinaus eine selbstverständliche, freiwillige Opferbereitschaft für die anderen.

Besonders Familien, in denen auch der Vater – nicht die Mutter und Großmutter allein – diesen Stil bewusst lebt, haben eher eine Chance, dass ihre Kinder sich besonders von ihm beschützt fühlen und deshalb leichter eine gute Verhaltenskultur entwickeln. Einem gewissenstreuen Vater, der seinen Glauben an Gott und die Zehn Gebote ernst nimmt und sich bei wichtigen Entscheidungen danach ausrichtet, gelingt es oft besser, mit den Jugendlichen durch die Pubertät zu kommen.

Seit vor 50 Jahren mit der sogenannten Studentenrevolte eine mächtige Lebensveränderung, eine Ausweitung unserer Spielräume, ja, eine Entfesselung der Sexualität stattgefunden hat, war diese neue Nachdenklichkeit dringend nötig geworden.

Von nun an gelang es jungen Eltern nicht mehr selbstverständlich, die Vorbilder einer gut funktionierenden Eltern-Familie einfach zu wiederholen und mit ihrem Nachwuchs nachzuahmen. Die Voraussetzungen für eine stabile Kindererziehung mussten neu bewusst aufgenommen werden, um damit den vielen Übertretungen und Auswüchsen standhalten zu können.

Spätestens heute müssen wir uns klarmachen:

Unversehens wurden in den Gesellschaften des Westens die gesunden Möglichkeiten eines vernünftigen Lebens überschritten.

Es lassen sich jetzt nicht einfach weiter Augen und Ohren davor zumachen, dass Rechtsbrüche und chronische Krankheiten in der Bevölkerung in dem Maß zunahmen und weiter zunehmen, in dem Menschen in unbekömmlichen Trends mitlaufen, sodass gesundes Maßhalten verloren geht und mancher von ihnen dadurch sogar auf schiefe Bahnen rutscht.

Heute sind sogar schon manche Schulpläne ideologisch durchseucht, sodass z. B. die Gender-Ideologie gelegentlich schon als eine neue Glücksmöglichkeit gelehrt wird!

Resümee: Eltern sollten wissen, dass unsere Gesellschaft zur Zeit einer Ideologie erlegen ist, die, wenn sie fortdauert, vielen Kindern schweren seelischen Schaden zuzufügen vermag.

Ich habe deshalb in meinen Büchern und noch mehr Vorträgen und Aufsätzen unermüdlich davor gewarnt, sich durch Befolgen dieses Zeitgeistes Unglück über Unglück einzuhandeln  – und gebe auch heute noch (unentgeltlich) Rat jedem, der aus diesem Feld bei mir anklopft.

Aber wir können uns auch heute noch retten, z. B. indem wir mit der ganzen Tiefe des Herzens wieder in den Familien das kommende Weihnachtsfest feiern. Da steht doch die echte Krippe unseres Gottes im Zentrum und singt die Wahrheit in jedes Herz, indem wir mit Freude hinaufflehen: „Welt, gehst du auch verloren, doch uns ist Christus geboren – mit dem leuchtenden Stern einer klaren Ausrichtung über Bethlehems Stall!“

 


Unionsfraktion: Verhältnis zwischen Kindern, Eltern und Staat nicht verschieben

Die Bundesjustizministerin hat angekündigt, am heutigen Dienstag vorzustellen, wie sie Kinderrechte im Grundgesetz sichtbar machen will. Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CSU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker:

„Grundrechte stehen schon heute Kindern genauso zu wie Erwachsenen. Das Grundgesetz behandelt sie nicht als Objekt, sondern als Träger eigener Grundrechte.

Das umfasst die Würde und das Lebensrecht von Anfang an ebenso wie das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit in all seinen Ausprägungen. So sieht es auch das Bundesverfassungsgericht in seiner ständigen Rechtsprechung.

Es besteht bei Kinderrechten keine verfassungsrechtliche Schutzlücke.

Artikel 6 Abs. 2 GG weist das Recht zur Erziehung der Kinder zuallererst den Eltern zu. Der Staat hat die Rolle des Wächters, der immer dann – und nur dann – einschreitet, wenn die Eltern ihrer Verantwortung nicht gerecht werden.

Wenn wir, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, Kindergrundrechte im Grundgesetz nun ausdrücklich und für jedermann verständlich nachzeichnen wollen, dann soll das zu einem Gewinn für die Kinder und ihre Anliegen werden, aber keine Einmischung des Staates in Familien provozieren, wo sie nicht durch das Wächteramt geboten ist.

Das austarierte System zwischen Kindern, Eltern und staatlichem Wächteramt darf nicht verschoben werden. Dies kann nur mit einer Ergänzung im Rahmen von Artikel 6 Abs. 2 GG geschehen.“


AfD sieht die Elternrechte in Gefahr: Keine Auflösung der Familien betreiben

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der UN-Kinderrechts-Konvention erklärt die stellvertretende familienpolitische Sprecherin der AfD-Bundestagsfraktion, Mariana Harder-Kühnel:

„Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe ‚Kinderrechte‘ hat vor kurzem drei Formulierungsvorschläge für die im Koalitionsvertrag vorgesehene Einführung von Kinderrechten im Grundgesetz vorgelegt.

Allen drei Vorschlägen ist gemeinsam, dass Eltern darin nicht einmal erwähnt werden. Die natürliche Einheit der Familie wird de facto aufgelöst.

Das bisher wohl austarierte Dreiecksverhältnis von Eltern, Kindern und Staat gerät durch alle drei Varianten aus dem Gleichgewicht und gibt dem Staat die Möglichkeit, in die Familien hineinzuregieren. Kinderrechte können künftig so definiert werden, wie der Staat es möchte. Er könnte diese Rechte als ‚Anwalt der Kinder‘ notfalls auch gegen die eigenen Eltern durchsetzen.

Rein tatsächlich besteht keinerlei Veranlassung für die Einführung von Kinderrechten im Grundgesetz. Das Grundgesetz kennt nämlich keine Altersbeschränkung. Kinder sind  –  wie Erwachsene  –  vollumfänglich Träger von Grundrechten.

So sieht es auch das Bundesverfassungsgericht. Der Staat hat nach Artikel 6 Absatz 2 des Grundgesetzes eine reine Wächterfunktion. Er muss eingreifen, wenn Eltern versagen, aber er darf das Primat der elterlichen Fürsorge eben nicht an sich ziehen.

Ähnliche Bedenken werden auch im parteiinternen Gutachten des CDU-Arbeitskreises Christlich-Demokratischer Juristen (BACDJ) geäußert. Darin wird ausgeführt: ‚Die Positivierung von Kinderrechten wird in vorhersehbarer Weise dazu führen, das Elternrecht zugunsten staatlichen Bestimmungsrechts zurückzudrängen.‘

Es bleibt abzuwarten, ob zumindest Teile der Union noch das Rückgrat besitzen, in der Abstimmung im Bundestag ihrem Gewissen zu folgen oder ob auch diese aus reinem Machterhalt für eine Einführung von Kinderrechten im Grundgesetz stimmen werden.

Denn was sich in Wahrheit hinter der populistischen Forderung ‚Kinderrechte ins Grundgesetz‘ verbirgt, ist ein Angriff auf das Erziehungsrecht der Eltern.

Der Ausdruck des linken Traums von der staatlichen ‚Lufthoheit über den Kinderbetten‘. Eine gefährliche Entwicklung, der sich die AfD-Fraktion auch weiterhin entschieden entgegenstellen wird.“


Staatl. Frühsexualisierung: Parlamentarier Hohmann kritisiert „Kindergartenbox“

Pressemitteilung des Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann (AfD):

Schulen und Kindergärten können seit 2017 bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein „Medienpaket zur Sexualerziehung für Kinder im Vorschulalter“ bestellen.

Dieses Medienpaket („Kindergartenbox – Entdecken, Schauen, Fühlen!“) richtet sich an Kleinkinder und enthält laut BZgA „Medien, Spiele und vielfältige praktische Anregungen“.

Mit dabei: Bücher und Bilder mit teilweise nackten Kindern, Doktorspielen, Liedern und den Puppen „Lutz“ (mit Hoden und Penis) und „Linda“ (mit Vagina).

In der Anleitung der BZgA wird z.B. den Erzieherinnen geraten, „aus Versehen“ die Hosen der Puppen herunter rutschen zu lassen. Kinder sollen dann die Genitalien „entdecken“ und „fühlen“. Seit 2017 wurden 2.348 solcher „Kindergartenboxen“ bei der BZgA bestellt (268 von Behörden, 502 von „Sonstigen“, 1.578 von Schulen und Kindergärten).

In Hessen wurde die Kindergartenbox von 126 Schulen/Kindergärten bestellt, in Bayern von 167, in Bremen von 6. Das Bundesland NRW ist Spitzenreiter mit 462 Kindergartenboxen. Das hat meine Anfrage an die Bundesregierung ergeben.

Hierzu sage ich: 2.348 solcher „Medienpakete“, davon viele in Kindergärten, sind 2.348 zu viel.

Kleinkinder, die vor kurzem erst das Laufen gelernt haben, werden in ihrer natürlichen Entwicklung gestört. Ihr Erleben der Umwelt, ihr Denken soll auf Sexualität getrimmt werden. Ich frage mich, woher Gender-Ideologen wissen, dass sich schon Dreijährige für Sex interessieren. Das ist nicht normal. Kinder sollen Kinder bleiben!

Sexuelle Aufklärung ist wichtig und gehört zur Bildung im Jugendalter. Um Aufklärung aber geht es gar nicht – unter ihrem Deckmantel nämlich wird eine staatlich-organisierte Zwangsfrühsexualisierung von Kleinkindern betrieben. Ich kenne keine Eltern, die sich freuen, wenn ihre Kinder im Kindergarten mit Quasi-Pornographie konfrontiert werden.

Vor dem Hintergrund ist die von den alten Parteien befürwortete Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz kein Zufall. „Kinderrechte“ – das hört sich gut an, ihre Aufnahme ins Grundgesetz ist aber ein weiterer Eingriff ins Erziehungsrecht der Eltern.

Wenn sich Eltern gegen die staatliche Frühsexualisierung zur Wehr setzen, könnte es passieren, dass ihnen irgendwann ihre Kinder vom Staat weggenommen werden. Das kennen wir aus totalitären Regimen wie der DDR.

Das staatliche Umerziehungsprojekt „Gender-Mainstreaming“ zielt mit der Vernichtung der Geschlechtsidentität schon im Kindesalter im Ergebnis darauf, die aus Mann, Frau und Kindern bestehende herkömmliche Familie zu beseitigen. Am Ende der inneren Aushöhlung unserer Gesellschaft stehen entwurzelte Menschen ohne Bindungen zu ihrem Geschlecht, ihrer Familie, ihrer Kultur, ihrer Nation. Diese atomisierten Menschen werden zur verschiebbaren Masse degradiert.

Wir als AfD wollen dem einzelnen Menschen Wert und Würde zurückgeben und Halt in starken Gemeinschaften.“


AfD in Münster stimmte gegen neue Kitas

Von Felizitas Küble

Daß die Regionalpresse in Münster der AfD nicht gerade freundlich gesonnen ist, verwundert kaum. Da kommt es wie gerufen, daß die Vertreter der konservativen Partei kürzlich bei einer Ratssitzung gegen die Errichtung von fünf neuen Kitas in Münster stimmten  – oh, wie zeitgeistwidrig aber auch!

Wohlgemerkt: Es geht nicht um Kindergärten, sondern um Krippen für Kinder unter drei Jahren.

Die „Westfälischen Nachrichten“ meldeten, die Entscheidungen für neue Kitas seien „fast einstimmig“ gefaßt worden – und fügten etwas ironisch hinzu: „Nur die beiden Vertreter der AfD stimmten wieder gegen alle neuen Einrichtungen“.

Ja sicher – und das ist auch gut so, dient es doch dem Kindeswohl, das bei einer Betreuung zuhause oder wenigstens bei einer Tagesmutter weitaus besser gewährleistet ist als in einer Krippe.

Gerade die ersten drei Jahre sind für die Erziehung der Kleinen besonders wichtig. Danach ist ein Kindergarten in der Regel eine gute Ergänzung.

Einer der beiden AfD-Ratsherren ist Parteisprecher Martin Schiller (siehe Foto), der zugleich Vize-Sprecher im NRW-Landesvorstand ist. Sein Nein zu weiteren Kitas begründete er damit, daß staatliche Fremdbetreuung für Kleinkinder schädlich sei – womit er zweifellos recht hat.

Hierzu einige Info-Hinweise, wobei alle drei Artikel von Familienmüttern stammen, die zugleich für dieses Thema kompetent sind:

https://charismatismus.wordpress.com/2019/05/11/kita-kollaps-in-berlin-offenbart-die-probleme-der-krippenerziehung/
https://charismatismus.wordpress.com/2019/03/27/kita-frei-ist-die-zukunft-der-familie/https://charismatismus.wordpress.com/2018/12/20/kritik-von-sachverstaendigen-das-gute-kita-gesetz-widerspricht-dem-elternrecht/
https://charismatismus.wordpress.com/2018/12/20/kritik-von-sachverstaendigen-das-gute-kita-gesetz-widerspricht-dem-elternrecht/

Web-Präsenz der AfD in Münster: https://afd-muenster.de/

 


Familienverband fordert Wahlrecht ab Geburt

Der Deutsche Familienverband (DFV) fordert eine konsequente Änderung des Wahlrechts, bei der alle Staatsbürger/innen und Staatsbürger berücksichtigt werden.

Im Grundgesetz Artikel 38 Absatz 1 ist die Allgemeinheit und Gleichheit der Wahl festgelegt. Tatsächlich werden Kinder und Jugendliche vom Wahlrecht ausgeschlossen.

Ein Gesetzesentwurf der Grünen sieht vor, dass bei Bundestags- und Europawahlen auch 16-Jährige wählen dürfen.

Der DFV setzt sich dafür ein, dass grundsätzlich alle Kinder das Wahlrecht erhalten: „Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Kein Minderjähriger darf zum Bürger zweiter Klasse degradiert werden“, so DFV-Gerschäftsführer Heimann.

Der DFV fordert ein Wahlrecht ab Geburt und damit ein wirklich allgemeines Wahlrecht.

„Der Gesetzesentwurf der Grünen vergisst, dass Eltern gemäß Grundgesetz die natürlichen Interessensvertreter ihrer Kinder sind. Nehmen Eltern das Wahlrecht ihres Kindes stellvertretend  –  als Recht des Kindes, nicht als eigenes  –  wahr, müssen sie sich am Wohl des Kindes orientieren“, sagt Heimann.

Bei dieser Regelung erlischt das stellvertretende Wahlrecht, sobald das Kind wahlmündig ist: „Das Wahlrecht ab Geburt verhilft 13 Millionen Kindern und Jugendlichen zur notwendigen Mitsprache“, so Heimann.

Mit der Kampagne „Nur wer wählt, der zählt!“ macht sich der DFV für das Wahlrecht ab Geburt stark. Neben verschiedenen Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft steht Bundesfamilienministerin a.D. Renate Schmidt dem DFV als Schirmherrin zur Seite.

Weiterführende Infos: http://www.wahlrecht.jetzt

HINWEIS: Diesen Vorschlag „Wahlrecht ab Geburt“ hat Erzbischof Johannes Dyba (Fulda) schon in den 90er Jahren in die öffentliche Debatte eingebracht.

Auch der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof und der Katholische Familienbund in Bayern plädieren für ein Familienwahlrecht: http://www.familienbund-bayern.de/13347/13235.html

Foto: Dr. Edith Breburda