Die Münchner Kammerspiele bieten den Abtreibungsärzten Hänel und Stapf ein Podium

Pressemeldung der ALfA:

Deutschlands bekannteste Abtreibungsärzte Kristina Hänel und Andreas Stapf bekommen ein Podium in den Münchener Kammerspielen – am morgigen Freitag, den 7. Juni, reden sie über den § 219a StGB (Werbeverbot für Abtreibungen).

Im Ankündigungstext heißt es: „Gemeinsam sprechen sie mit der Autorin und Aktivistin Sarah Diehl über die reproduktiven Rechte von Frauen und Menschen mit Uterus.“ 

Andersdenkende sind in dieser Runde unerwünscht.

BILD: ALFA und CDL protestieren gegen eine SPD-Preisverleihung an den Abtreibungsarzt F. Stapf in München

Wie hoch der Unterhaltungswert der Beteiligten ist, mag dahingestellt sein, dem Bildungsauftrag eines Theaters kommt jedoch das Podiumsgespräch ganz sicher nicht nach: es ist nichts anderes zu erwarten als die Inszenierung von Positionen, die bereits sattsam bekannt sind.

Frau Hänel und Herr Stapf verdienen ihr Geld nach eigener Aussage mit dem Töten: „Auch wenn ich persönlich denke, dass der Begriff Töten zum Thema Abtreiben dazugehört. Ein Embryo, eine Leibesfrucht, ist für mich etwas Lebendiges, und nach der Abtreibung lebt es nicht mehr“, schreibt Kristina Hänel in ihrem Buch „Die Höhle der Löwin“.

Auf ihrer Homepage sagt sie dagegen, bei einer Abtreibung würde „Schwangerschaftsgewebe“ abgesaugt.

Wer sagt, er möchte Frauen sachlich informieren, sollte stets die wissenschaftlich korrekten Fachbegriffe wie „Embryo“ oder einfach „Mensch“ verwenden, keine sachlich falschen Formulierungen.

Er sollte Frauen darüber informieren, dass bei einer Abtreibung ein kleiner Mensch mit Herzschlag, voll ausgebildeten Gliedmaßen und Organen stirbt – und kein „Gewebe“. 

Wer Frauen wirklich helfen will, sagt ihnen die Wahrheit über Abtreibungen. Wer Frauen wirklich helfen will, tötet nicht ihre Kinder, sondern reicht ihnen die Hand.

Die Verantwortlichen der Münchener Kammerspiele haben soviel Respekt vor „Menschen mit Uterus“, dass sie ihnen sogar eine extra Anrede widmen, für den Fall, dass diese sich nicht als Frau fühlen.

Aber sie haben keinerlei Respekt, Achtung oder auch nur Mitleid mit den Menschen, die sich in einem Mutterleib befinden.

Warum ein aus Steuermitteln finanzierter Kulturbetrieb der verfassungs- und grundgesetzwidrigen Einstellung von Stapf und Hänel ein Podium bietet, bleibt das Geheimnis des Münchener Kulturreferats.

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. ist eine der größten Lebensrechtsorganisationen in Europa und beteiligt sich seit Jahrzehnten auf vielfältige Weise am politischen Meinungsbildungsprozess. Sie tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob vor oder nach der Geburt, mit oder ohne Krankheit und Behinderung, alt oder jung. Die ALfA hat rund 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL) e.V


„Durchblick“ begrüßt Beibehaltung des § 219a

Die Bürgerinitiative „Durchblick“ begrüßt die Einigung der Koalitionsparteien auf eine Beibehaltung des Werbeverbots für Abtreibungen.

Jetzt sei es wichtig, die rechtliche Ausgestaltung des Kompromisses kritisch zu begleiten, um sicherzustellen, dass der Schutz des Lebens von Kindern im Mutterleib dadurch nicht weiter verwässert werde, sagte der Vorsitzende des Durchblick e.V., Thomas Schührer (siehe Foto).

Positiv sei, dass endlich auch eine wissenschaftliche Untersuchung der „oft traumatischen“ Abtreibungsfolgen für die betroffenen Frauen erfolgen solle. Dies sei eine Forderung, die auch der Verein Durchblick in seiner an alle Abgeordneten versandten Broschüre „Wendepunkt § 219a“ erhoben habe.

Die Kritik der nach § 219a des StGB verurteilten Ärztin Kristina Hänel an dem Kompromissvorschlag zeige, dass die Befürworter einer Abschaffung des Werbeverbots die Öffentlichkeit über ihre wahren Beweggründe getäuscht hätten, sagte Schührer weiter. Es sei ihnen nie um „Informationen“ für die betroffenen Frauen gegangen.

Hänels Aussage, die von der Regierung geplanten Maßnahmen zur Optimierung der Informationsmöglichkeiten seien „bereits jetzt möglich“, mache deutlich, dass der Kampf gegen den § 219a vor allem das Ziel hat, Abtreibung als normale ärztliche Dienstleistung erscheinen zu lassen.

Ein Kind im Mutterleib sei aber „keine Krankheit und Abtreibung keine Heilbehandlung“, betonte Schührer.

Ein seit Mittwochnachmittag vom Durchblick e.V. in sozialen Netzwerken verbreiteter „Erklärfilm“ zum Werbeverbot für Abtreibungen hat nach Angaben der Initiative allein auf Facebook in wenigen Stunden bereits mehr als 50.000 Nutzer erreicht und sei von diesen schnell und weit verbreitet worden.

Das Video zeige, warum es „weder im Interesse des Lebensschutzes noch im Interesse der Frauen“ sei, das Werbeverbot für Abtreibungen aus dem Strafgesetzbuch zu streichen. Er widerlege „falsche Behauptungen der Gegner des Lebensschutzes“, schrieb die Publizistin Birgit Kelle in einem Beitrag der Zeitschrift „Durchblick“. 

Die Ende November von Durchblick gestartete Kampagne „Wendepunkt § 219a“ zur Aufrechterhaltung des Werbeverbots für Abtreibungen stößt nach Angaben Schührers auf großes Interesse und erhält viel Unterstützung.

Bisher hätten bereits neun Bundestagabgeordnete Stellungnahmen zugunsten des Werbeverbots auf Video gesprochen, eine Reihe weiterer Parlamentarier hätten ihre Bereitschaft dazu signalisiert. Die Beiträge zur Durchblick-Initiative hätten innerhalb von zwei Wochen bereits insgesamt mehr als 75.000 Nutzer auf Facebook und Twitter erreicht.

Der gemeinnützige „Durchblick e.V.“ wurde 1997 zum Zweck der Glaubensverbreitung und der Förderung des gesellschaftlichen Engagements von Christen gegründet. Über seine Arbeit und aktuell über die Kampagne zu § 219a StGB informiert der gemeinnützige Verein unter: verein-durchblick.de, auf Facebook unter: „Durchblick e.V.“, auf Twitter unter: @verein-durchblick.

 


„Durchblick“ startet politische Kampagne: Verbot der Abtreibungswerbung soll bleiben

Die christliche Bürgerinitiative „Durchblick“ hat eine Kampagne zur Aufrechterhaltung des Werbeverbots für Abtreibungen nach § 219a des Strafgesetzbuchs (StGB) begonnen. Diese Kampagne werde auch von Bundestagsabgeordneten unterstützt, teilte der Vorsitzende des Durchblick e.V., Thomas Schührer, mit.

Die strafrechtlichen Bestimmungen zur Abtreibung dienten nicht Interessen der Ärzte, sondern dem Schutz der ungeborenen Kinder, heißt es in einem offenen Brief des Vereins an die vier Bundesminister, die derzeit einen gemeinsamen Vorschlag der Koalition zu § 219a erarbeiten. Schwangerschaft sei „keine Krankheit und Abtreibung keine Heilung“. Auch dürfe für eine rechtswidrige Tat nicht öffentlich geworben werden.

BILD: Die CDU-Politikerin Sylvia Pantel zeigt das Modell eines Embryos in der zehnten Schwangerschaftswoche

Um einen fundierten und konzentrierten Überblick über die Argumente für das Werbeverbot zu geben, habe die Initiative „Durchblick“ eine Broschüre mit dem Titel „Wendepunkt § 219a“ erstellt und bereits an alle Bundestagsabgeordneten versandt, gab Schührer bekannt. In ersten Reaktionen hätten sich Abgeordnete zustimmend und dankbar geäußert und zum Teil bereits Broschüren zur weiteren Verbreitung angefordert.

Einige Bundestagsabgeordnete haben Stellungnahmen zugunsten des Werbeverbots für die „Durchblick“-Kampagne auf Video gesprochen. Darunter sind die Parlamentarier Philipp Amthor, Veronika Bellmann, Astrid Mannes, Sylvia Pantel, Uwe Schummer und Patrick Sensburg (alle CDU) sowie Alexander Hoffmann (CSU).

Die Videos sollen ebenso über soziale Netzwerke verbreitet werden wie ein animierter Erklärfilm, der auf Youtube, Facebook (Durchblick e.V.) und Twitter (@durchblick_eV) angeschaut und geteilt werden kann. Man wolle damit „falsche Behauptungen der Gegner des Lebensschutzes“ widerlegen, schrieb die Publizistin Birgit Kelle, die an der Redaktion des Filmes mitgewirkt hat, in einem Beitrag für die aktuelle Ausgabe der von der Initiative herausgegebenen Zeitschrift „durchblick“.

Der „Durchblick e.V.“, eine unabhängige Bürgerinitiative, wurde 1997 zum Zweck der Verbreitung des katholischen Glaubens und der Förderung des gesellschaftlichen Engagements von Christen gegründet, vor allem bei Fragen von Lebensschutz und Familie. Über seine Arbeit und aktuell über die Kampagne zu § 219a StGB informiert der gemeinnützige Verein unter: verein-durchblick.de.

Foto: Andreas Kobs; © Durchblick e.V.


Gynäkologe Dr. Kiworr hält Abtreibungärztin Hänel Falschinformationen vor

Der Gynäkologe Dr. med. Michael Kiworr hat der Abtreibungsärztin Kristina Hänel aus Gießen vorgeworfen, Falschinformationen und ein irreführendes Bild zu verbreiten.

Zum Hintergrund: Das Amtsgericht Gießen hatte Hänel im November zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt, weil sie auf der Internetseite ihrer Praxis über Abtreibungen informiert und geworben hatte.

Im Nachrichtendienst Twitter veröffentlichte Hänel am 12. März ein Bild, das nach ihren Angaben „eine Fruchtblase in der 7. SSW (Schwangerschaftswoche)“ zeigt. Dazu schrieb sie: „Bitte erinnert die Presse daran, dass sie sich nicht mit den sogenannten Abtreibungsgegnern gemein machen soll, indem sie immer wieder deren Bilder zeigt. Niemand sieht mit bloßem Auge einen Embryo in der 7. SSW.“

Auf dem Bild ist ein etwa vier Zentimeter langes, weißes, glänzendes Gebilde zu sehen.

Laut Kiworr zeigt das Foto möglicherweise nur eine Fruchtblase ohne sichtbaren Embryo oder einen Embryo „nach einer nicht intakten Fehlgeburt oder einer Abtreibung“.

Da Hänel im gynäkologischen Bereich überwiegend Abtreibungen durchführe und damit „leider überwiegend nur abgetriebene, zerstückelte Embryonen und Feten, aber kaum lebende Embryonen zu Gesicht bekommt“, sei ihr dieses Bild vielleicht vertrauter.

Es spiegle aber keinesfalls das tatsächliche Spektrum lebender Embryonen wieder. Die Aussage, dass man einen Embryo in der siebten Schwangerschaftswoche nicht mit bloßem Auge erkennen könne, sei falsch: „Jeder Facharzt für Gynäkologie und Embryologe kann aus eigener Berufserfahrung das Gegenteil sagen.“

BILD: Das fundierte Sachbuch von Dr. Kiworr über die Entwicklung des ungeborenen Kindes

Problematisch sei, dass Hänel nicht die Art der Berechnung der Schwangerschaftswoche angebe. Sie könne sowohl nach dem tatsächlichen Lebensalter des Embryos nach der Befruchtung als auch nach der letzten Periode der Schwangeren erfolgen.

Im ersten Fall sei der Embryo in der siebten Woche acht Millimeter, im zweiten Fall bereits zwei Zentimeter lang. Auf jeden Fall habe zu diesem Zeitpunkt das Herz des Kindes begonnen zu schlagen. Augenanlage sowie Hand- und Fußteller seien mit bloßem Auge zu erkennen.

Wenn mit der siebten Schwangerschaftswoche die Berechnung nach der letzten Periode gemeint sei, könne man bei dem Embryo bereits „komplett ausgebildete Arme und Beine sowie Augen und Ohren mühelos erkennen“.

Quelle: http://www.idea.de/menschenrechte/detail/vorwurf-abtreibungsaerztin-haenel-verbreitet-falschinformationen-104665.html

HINWEIS auf unsere Besprechung des Kiworr-Buches: https://charismatismus.wordpress.com/2018/01/20/ein-kompetenter-arzt-schildert-die-entwicklung-des-kindes-im-mutterleib/


Werbe-Verbot für Abtreibungen: „Änderung des § 219a wäre verheerendes Signal!“

Gerade unter dem Aspekt der derzeitigen Debatte über eine Abschaffung oder Liberalisierung des § 219a StGB (Strafgesetzbuch) sind die neuesten Daten über erfolgte Abtreibungen in Deutschland ein Warnsignal. Im bisherigen Jahresverlauf 2017 ist deren Zahl angestiegen.

Dennis Riehle (siehe Foto), Sprecher der Bekenntnistreuen Christen in Konstanz, erklärt dazu:

„Wir dürfen nicht hinnehmen, dass sich wieder mehr Frauen dazu entscheiden, ihr Kind abzutreiben. Wir wissen um die Nöte, die angehende Mütter im Ringen um ihre Schwangerschaft austragen. Doch unser Bemühen darf nicht nachlassen, mit allen Möglichkeiten der Unterstützung, Förderung und Hilfe beiseite zu stehen, damit das bewusste Einstehen für das Kind am Ende siegt.“

Riehle fährt fort, dass Werbung für Abtreibung nicht erleichtert werden dürfe; das würde sonst jenen einen Gefallen erweisen, die wirtschaftlich davon profitieren. Abtreibung sei keine „gewöhnliche Dienstleistung“; vielmehr müsse „so oft wie möglich“ verhindert werden, daß es zu diesem Schritt komme:

„Dazu sollten auch Ärzte verpflichtet werden, statt ihnen das Recht einzuräumen, auch noch im Sinne der Abtreibung einseitig informieren zu dürfen.“

Eine Änderung des § 219a StGB, der Abtreibungswerbung verbietet, wäre daher eine „verheerende Botschaft“ gegenüber verunsicherten Schwangeren und würde die „zwar straffreie, aber moralisch noch immer höchst anstößige Abtreibung gesellschaftsfähiger machen“, sagt Riehle. 

Der Sprecher der Bekenntnistreuen Christen spricht sich anstelle einer Entschärfung von §219a für mehr Investitionen in eine unabhängige Schwangerenberatung aus: „Auch müssten die finanziellen wie personellen Angebote für Frauen, die sich trotz Angst vor der kommenden Mutterschaft für ein Kind aussprechen, deutlich ausgebaut werden.“ 

Dennis Riehle, AG Bekenntnistreue Christen KN
Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 Konstanz
Webpräsenz: www.bekenntnistreu-konstanz.de

 


CDL begrüßt CDU-Wahlspot mit Embryo und fordert wirksamen Lebensschutz

Unter dem Slogan „In welchem Deutschland wirst Du einmal leben?“ hat die CDU jetzt einen besonderen Wahlwerbespot veröffentlicht, in dem die Spitzenkandidatin und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel einem Embryo dessen mögliche Zukunft in Deutschland schildert.

Zur Veröffentlichung des Spots erklärt die CDU, sie arbeite „für ein Land mit starken Familien“. Für die Christdemokraten für das Leben (CDL) kommentiert die Vorsitzende Mechthild Löhr (siehe Foto):

Die CDL sieht in dem aktuellen Wahlwerbespot der CDU einen erfreulichen Beitrag von Wahlwerbung, die Würde und Kostbarkeit jedes Ungeborenen beeindruckend sichtbar zu machen.

Die Bundeskanzlerin fordert in diesem Spot zu Recht eine „Heimat, in der sich jeder frei und sicher fühlen“ und „jeder aus seinem Leben etwas machen kann“; sie will sich mit hohem persönlichen und politischen Einsatz „für ein Deutschland der Chancen“ einsetzen. Dabei ist jedoch die Chance, leben zu dürfen und geboren zu werden, die grundlegende Voraussetzung.

Dr. Merkel setzt sich für ein Deutschland ein, das „immer neue Lösungen für die Zukunft findet“. Das muß allerdings dann auch an erster Stelle für Frauen in Schwangerschaftskonflikten gelten, denn Abtreibung ist weder eine gute „Lösung“ für die Mutter noch für das ungeborene Kind.

Die bundesdeutsche Politik muss endlich ihre stumme Gleichgültigkeit gegenüber den hohen Abtreibungszahlen aufgeben. Seit 1972 sind deutschlandweit insgesamt 5,88 Millionen Abtreibungen statistisch registriert worden. Lebensschutz und Familienpolitik gehören zusammen!

Die im Spot angekündigte Politik, die „Familien respektiert und unterstützen will“, sollte gerade am Anfang des Lebens das Signal setzen, dass Kinder, Mütter und junge Familien in ihrer besonderen Schutzwürdigkeit nicht nur verbal, sondern tatsächlich im Zentrum zukunftsfähiger Politik stehen müssen.

Auch die noch Ungeborenen haben bereits ein Recht auf ein Deutschland, in dem „wir alle gut und gerne leben“ können. Wirksamer Lebensschutz sollte endlich genauso wichtig werden wie Klima-, Tier- oder Umweltschutz.“


Genom-Editierung am menschlichen Embryo: Das Tor für eine neue Technik ist geöffnet

Von Dr. med. Edith Breburda

Wir haben eine neue Technik, welche uns die Möglichkeit bietet, krankhafte Gene in Mensch, Tieren und Pflanzen gegen gesunde „einzutauschen“.  

Mit der sog. CRISPR/cas9 werden lebende Zellen und Organismen editiert, was uns ermöglicht, Krankheiten zu heilen oder neue Pflanzen auf den Markt zu bringen. Es ist ein Verfahren, welches DNA-Bausteine im Erbgut einfach und präzise verändern kann.

Die Frage ist aber: Sollen wir alles tun dürfen, wozu wir in der Lage sind? Und wo sind die Grenzen bzw. wer überwacht die Anwendung moderner Biotechnologien?

Keiner würde es abwegig finden, wenn Floristen aus markttechnischen Gründen eine Blume in einer anderen Farbe als der natürlichen anbieten wollen.

Auch wenn Europa genetisch modifizierten Organismen skeptisch gegenüber steht, ermöglicht uns die Gentechnik, ein Produkt auf den Markt zu bringen, das sich nicht reproduzieren kann und somit nicht in die freie Natur entweicht.

Wissenschaftler ließen im Juli 2017 die erste blaue transgene Chrysantheme erblühen. Wirklich blau blühende Blumen kommen sehr selten in der Natur vor.

Botaniker haben durch das Einfügen zweier Gene ein Novum geschaffen. „Das ist ein großer Erfolg“, sagt Toru Nakayama, ein Pflanzen-Biochemiker von der Tohoku-Universität in Sendai, Japan: „Es gibt sehr populäre Blumen, sie haben nur ein Manko, sie existieren nicht in der blauen Farbe. Jetzt müssen wir die Blumen nicht mehr künstlich verfärben.“

Die königliche Horticultural-Gesellschaft bestätigt die Seltenheit der Farbe. Oft denken wir, eine Blume ist blau, aber in Wirklichkeit ist sie violett. Viele Gärtner und Floristen verlangen nach einer blauen Blume: „Eine blaue Rose gibt es bis jetzt noch nicht. Seit langem haben wir versucht, sie zu erschaffen, aber wir waren erfolglos“, sagt Dr. Thomas Colquhoun, von der Universität Florida in Gainsville.

Um diese Farbe zu erzeugen, muss man viele chemische Schritte unternehmen. Man erzielte keinen Erfolg, indem man einfach nur Pigment Gene aus anderen Pflanzen inserierte.

Dr. Nanobu Noda, Pflanzenbiologe der Nationalen Agrikultur und Food Research Organisation in Tsukuba, Japan, hatte dennoch Erfolg. Er inserierte ein Gen der bläulichen Canterbury Bell Blume in das Genom der Chrysantheme, was sie violett erschienen ließ. Um die Zucker-Moleküle der Anthocyanin-Derivate, die bei einer Blume für die Farbe verantwortlich sind, weiterhin zu manipulieren, nahm man eine blaublühende Erbse aus der Gattung der Schmetterlingsblütler. Dies zwei Gene reichten aus, den besten Blauton zu erreichen.

„Es war mehr Glück“, erklärt Dr. Colquhoun, gegenüber dem ScienceMagazin: „Zumindest haben wir nun den Bauplan, um diese Farbe herzustellen – und das ist ein Erfolg.“ (1)

Geht es nicht immer um den Bauplan? Besonders dann, wenn wir erbkranken Eltern zu einem gesunden Kind verhelfen wollen?

Im Jahr 2015 publizierten chinesische Wissenschaftler, dass sie zum ersten Mal einen menschlichen Embryo genetisch manipuliert haben. Seitdem warteten viele auf Verlautbarungen aus den USA, hierzu ebenfalls in der Lage zu sein.

Die Amerikanische Fachzeitung MIT Technology Review verkündete in der Nacht vom 26. Juli 2017, dass die USA einen Schritt weiter gekommen sind, eine Genom-Editierung im menschlichen Embryos durchzuführen.

Der Embryologe Dr. Shoukhart Mitalipov von der Health und Science Universität in Portland, USA, berichtet jedoch nicht über die Probleme, welche eine Gen-Insertion mit sich bringen.

Bei allen vorhergehenden Versuchen wurde das Gen nicht komplett im menschlichen Genom inseriert und zudem fand man es an einer Stelle, wo man es eigentlich gar nicht haben wollte. Ob Mitalipov diese Hürden überwinden konnte, ist nicht klar. Es handelt sich um ein Papier, welches noch nicht veröffentlicht wurde. Deshalb enthielt sich der Forscher eines Kommentares.

„Wenn es ein zum Druck akzeptierter Artikel in die Schlagzeilen der Medien schafft, ist das ein gewaltiger Schritt in die Richtung, dass diese Methode recht bald klinisch eingesetzt werden kann“, sagt Jeffrey Kahn von der Hopkins-Universität in Baltimore, Maryland. Der Professor ist ein Mitglied der US-Nationalen-Akademie der Wissenschaften und der Nationalen–Medizin-Akademie in Washington, D.C./USA.

„In ganz wenigen Fällen ist eine Genomeditierung am menschlichen Embryo ethisch erlaubt“, hieß es in einer Verlautbarung Anfang 2017.

Für die im Jahr 2015 stattgefundenen Versuche wurden Embryos benutzt, die nicht lebensfähig waren. Man tauschte ein Gen, welches für die seltene Blutkrankheit beta-Thalassemia verantwortlich ist, gegen ein gesundes aus. Allerdings waren die Ergebnisse alles andere als das, was sich die Wissenschaftler vorstellten. Anstatt des neuen Gens fand man nun gesunde und kranke Gene an der Stelle, wo man sie einsetzte. Aber nicht nur dort, manchmal waren sie ganz woanders im menschlichen Genom gefunden worden (2).

Wissenschaftler der Universität in Guangzhou berichteten Anfang März 2017, die „Nebeneffekte“ der Geninserierung beseitigt zu haben. Trotzdem zeigten einige das gehabte Bild, was man auch Mosaicism nennt. Sie benutzten lebensfähige humanen Embryonen, wobei keines der so „geheilten“ Embryos in den Uterus einer Frau eingepflanzt wurde.

US-Forscher, die mit der Arbeit von Mitalipov vertraut sind, gaben an, zehn Embryos ohne Mosaicism „hergestellt“ zu haben. Sie manipulierten das Genom gleich nach seiner künstlichen Befruchtung, solange sich der Embryo noch im Einzellstadium befand. Ob Mitalipov die gleiche Methode benutzte, ist nicht bekannt. Zumindest bekamen diese Forscher keine Regierungsgelder. Der US-amerikanische Kongress verbietet es, Steuergelder für Forschungszwecke zu benutzen, bei denen menschliche Embryos zerstört werden.

Chinesische Forscher zweifeln wegen der Bildung von Mosaicism mittlerweile daran, ob die CRISPR-Methode für die Gen-Inserierung die richtige ist, um „gesunde“ Babys zu erzeugen.

„Es ist trotzdem bemerkenswert, dass wir nun wissen, wie wir vorgehen müssen und Embryos im Einzellstadium für bestmögliche Erfolge “behandeln“ sollten. Zum Einsatz kommt die Methode wahrscheinlich nicht so schnell“, erklärt Dr. Michael Werner, Direktor der Alliance für Regenerative Medizin. 2015 behauptete er noch: „Von einem Editieren von Erbgut ist wegen Ethischen- und Sicherheitsgründen Abstand zu nehmen.“

„Doch auch jetzt haben wir noch lange nicht die Sicherheitshürden überwunden“, fügt er nun hinzu.

Die US-Nationale-Akademie der Wissenschaften versichert: „Viele Erbkrankheiten werden von vornherein ausgeschaltet, weil der Mutter nur erbgesunde Embryos eingepflanzt werden. Eine Genomeditierung ist nur dann ethisch gerechtfertigt, wenn es der einzige Weg für ein Ehepaar ist, ihr eigenes Kind zu bekommen.“

Die Versuche mit humanen Embryos wurden demnach zu dem alleinigen Zweck unternommen, eine Methode der Geneditierung in menschlichen Keimbahnzellen zu evaluieren. Es handelt sich um einen irreversiblen Schritt. Alle Nachkommen des so entstandenen Kindes werden dieses neu inserierte Gen weitervererben. Man ist sich dessen bewusst, deshalb pocht man –  wie Dr. Michael Werner –  so auf die „Sicherheit der Methode“.

China, wo die ersten Versuche 2015 stattfanden, unterliegt dem Diktat eines ethischen Relativismus. Diese Haltung teilen auch viele Universitäten in einer demokratischen Rechtsordnung; sie sehen Moral als relativ an. Nur die Absicht oder die Umstände rechtfertigen das jeweilige Handeln.

Um erbkranken Eltern durch moderne Reproduktionsmedizin zu helfen, nimmt man in Kauf, hunderte andere Embryos dafür zu töten.

Wenn ethische Entscheidungen auf Emotionen aufbauen, gibt es keine Tabus mehr. Stattdessen öffnen wir Tor und Tür für eine Forschung, die auf Kosten der Umwelt und unserer Mitmenschen betrieben wird und rechtfertigen dies mit Wettbewerbsfähigkeit und Innovation

Doch der US-Kongress hat es der Amerikanischen Food und Drug Administration  –  was unserer Arzneimittel-Behörde entspricht  –  verboten, klinische Studien über Genomeditierten an humanen Embryos auch nur zu begutachten (3).

Literatur:
1) Pennisi E.: Scientists genetically engineer the world’s first blue chrysanthemum. Science, 26. 7. 2017
2) Breburda E.: Reproduktive Freiheit, free for what? ISBN 13: 978-0692447260, ISBN-10: 0692447261 Scivias, 2015
3) Servick K.: First U.S. team to gene-edit human embryos revealed. Science, 27. 7. 2017

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA.

Dr. Edith Breburda’s Buch “Felix the Shrine Cat (siehe blaues Titelfoto) wurde am 23. Juni 2017 von der Catholic Press Association der USA und Kanda als drittbestes bookcoverimageKinder-/Teenager-Buch ausgezeichnet. Rezensionen hier: https://www.amazon.com/Felix-Shrine-Cat-Edith-Breburda/dp/0692772057/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1493171747&sr=8-1&keywords=felix+the+shrine+cat
Die deutsche Ausgabe „Felix der Wallfahrtskater“ ist 2008 beim FE-Verlag erschienen (http://www.fe-medien.de/Felix-der-Wallfahrtskater) und auch als Kindle E-Book erhältlich.

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

 


Das „Forum Deutscher Katholiken“ lehnt Leihmutterschaft entschieden ab

Erklärung des Forum Deutscher Katholiken vom 4. Juli 2016:

Der Europarat in Straßburg hat am 15. März den Berichtsentwurf der belgischen grünen Abgeordneten Petra de Sutter über eine gemeinsame Position zur Leihmutterschaft mit 16 zu 15 Stimmen abgelehnt. Bereits 2005 lag dem Gremium eine Entschlussvorlage „Für die Anerkennung und  Überwachung  von Leihmutterschaft als Alternative zur Sterilität“ vor. Baby

Bei der Leihmutterschaft wird einer Frau vertraglich und gegen Entgelt ein fremder Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt. Das ausgetragene Kind wird dem „Eigentümer“ des Embryo zurückgegeben.

Leihmutterschaft ist eine moderne Form der Versklavung, die die wirtschaftliche Notlage von Frauen ausnutzt, die Kinder zu Vertragsgegenständen degradiert und die Menschen zu Objekten macht.

Leihmutterschaft ist ein menschenverachtender Auswuchs eines Kapitalismus, der den Profit über die menschliche Würde stellt und nach der Devise handelt: Der moderne Mensch tut das, was die Technologie möglich macht.

Art. 1.1 im Grundgesetz Deutschland lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schätzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ – Leihmutterschaft verstößt gegen die Kinderrechtskonvention von 1989, das Verbot von Menschenhandel sowie gegen das Abkommen zum Schutz der Menschenrechte.

Die Leihmutterschaft wird zum nächsten großen Thema zur Zerstörung der Familie! Leihmutterschaft wird nur verboten bleiben, wenn wir unseren energischen Protest dagegen erheben! Wo bleiben der Aufschrei und der Protest der Frauenvereinigungen und der Familienverbände?

Das Forum Deutscher Katholiken fordert alle Mitbürger auf, den Versuchen zur Legalisierung der Leihmutterschaft entgegen zu treten.

Prof. Dr. Hubert Gindert, 1. Vorsitzender


USA: Bundesstaat Wisconsin erlaubt Homo-Partnerschaften / Gouverneur Jindal (Louisiana) gegen Leihmutterschaft

Von Dr. med. Edith Breburda

Im Bundestaat Wisconsin/USA wurde am Freitagnachmittag, dem 6.6.2014, völlig unerwartet ein Gesetz verabschiedet, das Homosexuellen eine staatlich registrierte Partnerschaft erlaubt.  Dr. Breburda

Wenige Zeit später fanden sich die ersten Paare vor dem Gerichtsgebäude in Madison und Milwaukee ein. Schon lange hofften sie, dass der Bann, der auf der gleichgeschlechtlichen „Ehe“ ruhte, von einem Richter aufgehoben wird und sie ihre Zulassung erhalten.

Einige der Paare hatten solche Eile, vor einem Standesbeamten zu erscheinen, dass sie gar ihr Geld vergaßen und so die anfallenden Gebühren nicht bezahlen konnte. Ein Beamter half schließlich aus und übernahm die Kosten.

Ein anderes Paar, das schon lange zusammen lebt, ließ seine adoptierten Kinder zuhause bei Nachbarn, um sich zwei Stunden nach dem Urteil vor dem Standesbeamten ihr „Ja-Wort“ zu geben.

nzwischen hatten sich viele Paare vor dem mittlerweile geschlossenem Gerichtsgebäude eingefunden. Die Standesbeamten waren noch bis in die Nacht hinein beschäftigt, ihres Amtes zu walten.

Der 42-jährige evangelische Pastor Warner von der Plymouth-Kirche in Milwaukee hatte schon vor 17 Jahren mit seinem 52-jährigen Partner „kirchlich“ geheiratet. Seitdem wartet das Paar auf die staatliche Anerkennung. Auch sie haben 2 Kinder adoptiert (vgl. Sentinel Journal, Milwaukee Wisconsin: „Scores of gay couples married in Milwaukee, Madison“ vom 7.6.2014).

Veto des Gouverneurs gegen Leihmutterschaft

Gouverneur Bobby Jindal aus Louisiana hatte sich am 2. Juni 2014 gegen ein Gesetz ausgesprochen, das Paaren erlaubt hätte, Leihmütter zu benutzen.

Jindal argumentiert, Leihmütter würden dazu beitragen, dass man den Respekt vor dem Leben verliert. Louisianas Familien-Forums Präsident Gene Mills gab zu bedenken, dass durch die Techniken der In-Vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung) unweigerlich Embryonen (also die kleinste Erscheinungsform des Menschen) zerstört werden. imagesCAHIF86C

Dies sei das eigentliche moralische Dilemma der IVF. Auch würden Leihmütter den Begriff und die Institution der Familie neu definieren. Wenn der Staat Louisiana Leihmütter anerkennen würde, wäre es für gleichgeschlechtliche, aber auch Einzelstehende legal, „Kinder“ zu bekommen, bemerkt Mills. 

Das Veto des Gouverneurs bewirkt nun, dass es strafbar ist, eine Leihmutter „einzustellen“.

Die US-Bischofskonferenz äußerte sich am 28. März 2014 zu diesem Thema. Sie verurteilte die Kommerzialisierung, Objektivierung und die utilitaristische Absicht, die eine Leihmutterschaft ausmacht und damit die Frau degradiert.

In dem Dokument „Donum Vitae“ wird darauf hingewiesen, dass eine Leihmutter nicht im Einklang mit der Würde der Frau ist . Der Wert der Frau wird damit auf eine Art Dienstleistung herabgestuft. 

Auch die Bischöfe heben hervor, dass durch die Option einer Leihmutterschaft das entstandene Leben nicht geschützt wird. Die Technik, die hinter der Leihmutterschaft steht, ist die künstliche Befruchtung.

IVF: Das Problem der überzähligen Embryonen

Die Zukunft der überzähligen Embryos ist ungewiß, da man ihnen nicht ihre menschliche Würde zugesteht und sie oft „entsorgt“ werden (vgl. S. Siggins: Bobby Jindal: Surrogate Motherhood lessens „the way we value human life, 2. Juni 2014).

Die moderne Medizin spricht zwar davon, die künstliche Befruchtung „sicherer zu machen“. Doch die Wissenschaftler verstehen darunter vor allem die Ausschaltung von Erbkrankheiten. images

Ein Bericht in Science Magazin vom 3. Juni 2014 mit dem Titel „U.K. report says proposed IVF technique is likely safe“ beschreibt eine ganz neue Methode. Man bezieht sich auf die „mitochondrial-DNA replacement therapy“.

Mitochondrien, die als das Kraftwerk der Zelle bezeichnet werden, befinden sich im Zellplasma. Sie besitzen ihr eigenes Erbgut, ihre eigene DNA. Mitochondrien versorgen die ganze Zelle mit der nötigen Energie.

Mitochondrien stammen von der mütterlichen Eizelle. Die Mitochondrien der Spermien dringen bei der Befruchtung nicht in die Eizelle ein. Sie werden von Enzymen abgebaut. Bei Spermienzellen bleibt nur die DNA des Zellkerns erhalten und sorgt für die Rekombination des Erbgutes. D.h. alle Kinder erhalten nur die Mitochondrien-DNA der Mutter, der Mann kann seine Mitochondrien nicht weitervererben.

So konnte man die DNA zurückverfolgen bis zu einer Ursprungsfrau, die man die „Mitochondriale Eva“ nennt. Sie lebte vor 200.000 Jahren in Afrika.

Künstliche Befruchtung per Mitochondrien-DNA

Mitochondrien-Eiweiße und Kerneiweiße müssen miteinander harmonieren. Sowohl der Zellkern als auch die Mitochondrien im Zellplasma verfügen über Erbinformationen. Die Mitochondrien haben ihre eignen Gene und stellen rund ein Dutzend eigener Eiweiße her.

Die meisten anderen Proteine, die sie zum Arbeiten brauchen, werden ihnen von den Genen des Zellkerns geliefert.

Es gibt Berichte über Antikörper, die gegen die Kerneiweiße gerichtet sind und so zum Zelltod führen können. Mitochondrien-Gene können krebserregend sein und zum septischen Schock beitragen (siehe das Buch „Globale Chemisierung- Vernichten wir uns selbst?“, Amazon, 2014).51CbuMSEzzL__BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-arrow-click,TopRight,35,-76_SX385_SY500_CR,0,0,385,500_SH20_OU03_

Um mitochondriale Erbkrankheiten auszuschalten, versuchen Wissenschaftler, das genetische Material einer Eizelle mit defekten Mitochondrien in eine Spendereizelle mit gesunden Mitochondrien zu transferieren. 

Der Embryo besitzt die mütterliche und väterliche Kernzell-DNA und die mitochondriale DNA von einer Eizellspenderin. Somit könnte eine Mutter, die „defekte“ Mitochondrien hat, ein gesundes Kind gebären.

Momentan ist ein derartiges Verfahren in Groß- britannien noch verboten, da das gesamte genetische Material aller Nachfahren der so entstandenen Menschen verändert würde.

Auch könnten aus Versehen dennoch kranke Mitochondrien bei einem Transfer „verschleppt‘ werden und damit die Gesundheit des so entstandenen Menschen beeinträchtigen.

In Großbritannien bemüht sich die „Human Fertilisation and Embryology Authority“, damit das Parlament die „mitochondrial DNA replacement therapy“ baldmöglichst genehmigt.

Die Regierung verlangt vorerst mehr Versuche, um das Verfahren ’sicher‘ zu machen. So will man mehr Embryos herstellen, die durch die „3 Mitwirkenden“ (Samen-Eizellen-Kern und Spender-Eizellenkörper mit gesunder mitochondrialer DNA) entstanden sind.

Die Embryos sollen nicht implantiert werden. Man benötigt sie zum Vergleich mit Kontroll-Embryos und ihren Stammzellen. Nur durch solche Studien könnte man ein „o.k.“  für das neue Verfahren beschleunigen, heißt es in dem Artikel von Gretchen Vogel im Science-Magazin.

Unsere Autorin Dr. Edith Breburda ist Veterinär-Medizinerin (Tierärztin) und kath. Sachbuch-Autorin vor allem zu biotechnischen Themen; sie lebt in den USA.

Dr. Breburdas Bücher:
 
Globale Chemisierung
https://charismatismus.wordpress.com/2014/05/22/buch-tip-dr-edith-breburdas-profunde-neuerscheinung-zu-bioethischen-themen/
 
Promises of New Biotechnologies
https://www.createspace.com/3698701
 
Dr. Breburda als Buchautorin:
https://www.amazon.com/author/breburda
 
Ediths Webseite: http://scivias-publisher.blogspot.com/

„Münstersche Zeitung“ desinformiert einseitig und bietet Zerrbild der Kreuze-Aktion

Von Felizitas Küble

Alle Jahre wieder fühlt sich die Münstersche Zeitung (MZ) offenbar dazu aufgerufen, die friedliche, betende und singende Schar der Lebensrechtler, die sich stets Mitte März zu einem Gebetszug in Münster zusammenfindet, durch rüde Wortwahl und unfaire Desinformation ins Zwielicht zu rücken und als „radikal“ zu verunglimpfen.  PICT0191

Die tatsächlichen Radikalen, nämlich linksextreme Chaoten, werden hingegen nicht mit derart herabsetzenden Begriffen definiert, sondern allenfalls sanft ermahnt.

Bereits im Vorjahr betätigte sich die MZ auf diese manipulative Art bzw. Abart: https://charismatismus.wordpress.com/2013/03/10/manipulation-pur-munstersche-zeitung-verunglimpft-friedliche-lebensrechtler-als-radikal-und-bezeichnet-krawall-als-bunten-protest/

Das FOTO zeigt Polizeibeamte, die den Gebetsmarsch vor ultralinken Randalen schützen

Schon der Titel des Artikels in der heutigen MZ-Montags-Ausgabe vom 24. März läßt tief blicken: „Provokation mit Madonna“  – wohlgemerkt: die christlichen Lebensrechtler werden sogleich als Provokateure diffamiert, weil sie ein  – wahrlich harmloses  – Mariengemälde mit sich trugen:

Das Bild der Jungfrau von Guadalupe (siehe Foto), einem Wallfahrtsort in Mexiko, zu dem dort seit Jahrhunderten Millionen Einheimische pilgern. Was an diesem Madonnenbild „provokativ“ sein soll, wird weiter das Geheimnis der „Münsterschen Zeitung“ bleiben.

FOTO: Ist dieses Marienbild „provokativ“?PICT0189

Auch beim Untertitel bleibt die MZ ihrer Desinformationslinie treu: „Kreuz-Zügler und deren Gegner lieferten sich Scharmützel in der Innenstadt.“

Tatsache ist, polizeilich bestätigt, daß allein seitens der Abtreibungsbefürworter gegen das Vermummungsverbot verstoßen und Übergriffe gegen Demonstranten, Passanten und Journalisten (!) erfolgten, was zu mehreren Strafanzeigen durch die Polizei führte.

Die Zeitung hingegen erweckt mit ihren beiden Überschriften den irreführenden Eindruck, als hätten erstens die friedlichen Lebensrechtler „provokativ“ gehandelt  –  und als seien zweitens beide Seiten quasi aufeinander losgegangen, obwohl die Krawalle ausschließlich von linken Chaoten ausgingen.

Auch der einleitende Satz des Artikels paßt ins gängige (Zerr-)Bild der MZ: „Auf der einen Seite die radikalen Abtreibungsgegner, auf der anderen Seite die Gegendemo: die Polizei verrichtete Schwerstarbeit, um die beiden Gruppierungen voneinander zu trennen.“  –  Sodann ist vom „lautstarken Aufeinandertreffen“ die Rede, das viele Einkaufsbummler „irritiert“ habe.

Erneut wird somit die tatsächliche Situation nicht nur einseitig, sondern direkt falsch dargestellt. PICT0133

Unklar ist auch, wie die MZ zu ihrer schlicht unsinnigen Behauptung gelangt, die Lebensrechtlerseite habe „drastische Fotos“ vorgezeigt: es gab in Wahrheit kein einziges Abtreibungsbild, sondern lediglich durchaus ansprechende Fotos, wie man sie in jedem Biologiebuch finden könnte: sie zeigen die Entwicklung des ungeborenen Babys im Mutterleib.

FOTO: Handelt es sich hier um „drastische Bilder“, wie die MZ behauptet?

Weiteren Unfug liefert die Zeitung mit ihrem lächerlichen Satz, die Abtreibungsgegner hätten am Denkmal des Kardinal von Galen „gläserne Kindersärge“ niedergelegt: es handelte sich um einen einzigen kleinen Kindersarg aus weißem Holz, der durchaus nicht gläsern war.

Im Verlauf des weiteren Berichts ist erneut davon die Rede, der Gebetszug habe es mit seinem „Auftreten“ verstanden, „zu provozieren“. Hält die MZ christliche Gebete und Gesänge etwa für „provokativ“?

Ist das JA zum Lebensrecht „menschenverachtend“?

Erst später läßt sich MZ-Autor Nils Dietrich dazu herab, die rechtswidrigen Störungen und Pöbeleien der linken Protest-Szene zu erwähnen. Typisch freilich der Schlußsatz des Beitrags, in dem die Sprecherin des „Gegenbündnisses“ das letzte Wort erhält mit ihrer dreisten Äußerung, ihre Aktion habe ein „entschlossenes Zeichen gegen menschenverachtende Ideologien“ gesetzt.

Das friedliche Eintreten für das Lebensrecht eines jeden Menschen, ob geboren oder ungeboren, gesund oder behindert, ist also „menschenverachtend“?

Von ähnlicher „Logik“ samt linker Brille ist auch der Kommentar des MZ-Chefredakteurs Stefan Bergmann geprägt:

Mit dem Kurz-Titel „Disqualifiziert“ meint der Autor nicht etwa die Randalierer, sondern  –  aber sicher doch  –  die betende Schar der Lebensrechtler.

Als vermeintlichen Grund dafür wird vorgeschoben, daß deren Organisator Wolfgang Hering (der in der MZ unrichtig als „Klaus“ Hering bezeichnet wird) einen Zusammenhang zwischen Abtreibung und NS-Euthanasie herstellte (womit er grundsätzlich durchaus recht hat, denn die getöteten Kinder im Mutterleib sind schließlich keine „Opfer zweiter Klasse“).

Nachdem der Herr Chefredakteur die Lebensrechtlerseite (die er abfällig als „die 1000-Kreuzer“ benennt) schon allein durch seine Wortwahl ins Zwielicht zu rücken versucht, rafft er sich abschließend zu einem sanfter Hinweis hinsichtlich der ultralinken Störer auf: diese sollten doch mal „ihr Verhältnis zum Rechtsstaat überprüfen“, denn der Zweck heilige nicht die Mittel.

Diese Bemerkung ist immerhin der einzige kleine Lichtblick in diesem unfairen Zerrbild, das die MZ von jenen Vorgängen am vergangenen Samstag zeichnet.

Fotos: Felizitas Küble