Fulda: Lebensrechtsverband ALfA wählte neuen Bundesvorstand

Auf der ordentlichen Bundesdelegiertenversammlung der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) in Fulda wurde am Wochenende ein neuer Vorstand gewählt. nodstartbild_program_13_14

Nach 20 Jahren an der Spitze des Vereins stellte sich Dr. med. Claudia Kaminski nicht mehr zur Wahl.

Zur neuen Bundesvorsitzenden wählten die Delegierten die 50-jährige Romanistin und Ägyptologin Alexandra Maria Linder aus Weuspert.

Ebenfalls in geheimer Wahl wählten die Delegierten außerdem in den geschäftsführenden Bundesvorstand:

Prof. Dr. med. Holm Schneider, Erlangen (1. stellv. Bundesvorsitzender), Cornelia Kaminski OStR, Fulda (2. stellv. Bundesvorsitzende), Hans-Peter Reiche, Stuttgart (Bundesschatzmeister) und Maria Schmölzing, Memmingen (Bundesschriftführerin).

Der fast einstimmig gewählte Geschäftsführende Bundesvorstand wird durch sechs Beisitzer im Erweiterten Bundesvorstand verstärkt.

Die neue Vorsitzende, Alexandra Maria Linder, trat 1992 der ALfA bei und gehört seit 2003 dem Geschäftsführenden Bundesvorstand an, zuletzt als 1. stellv. Bundesvorsitzende.

Die Kärntnerin, Mutter von drei Kindern, arbeitet freiberuflich als Buchübersetzerin und Lektorin und lebt mit ihrer Familie im Sauerland.

Auf Antrag des Bundesvorstandes wurde Claudia Kaminski zur Ehrenvorsitzenden der ALfA ernannt.

In den kommenden drei Jahren will sich die ALfA mit ihrer neu aufgestellten Führungsspitze verstärkt Themen wie der Abtreibung und verbrauchenden Embryonenforschung widmen und die Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit, Schularbeit und Schwangerenhilfe weiter ausbauen.

Die ALfA hat rund 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).


Forschungsfortschritte bekräftigen: Den Embryonenschutz in Deutschland erhalten!

Forschern der Rockefeller Universität (USA) und des King’s College in Cambridge (Großbritannien) ist es erstmals gelungen, menschliche Embryonen außerhalb einer Gebärmutter zu züchten und diese 13 Tage am Leben zu erhalten.

Die Pressesprecherin der Christdemokraten für das Leben e. V. (CDL), Susanne Wenzel erklärt hierzu:

„Die Entwicklung in der jüngsten Forschung anerkennt offensichtlich keine ethischen, sondern nur noch dünne rechtliche Grenzen. Nur aufgrund gesetzlicher Bestimmungen sowohl in den USA als auch in Großbritannien konnte das Experiment über diesen Zeitraum hinaus nicht ausgedehnt werden. IMG_0802

BILD: Susanne Wenzel (Foto: links) mit der stellv. CDL-Vorsitzenden Odila Carbanje an ihrem CDL-Stand beim Kongreß „Freude am Glauben“

Bislang ist die Kultivierung extrakorporal erzeugter menschlicher Embryonen durch In-Vitro-Fertilisation (IVF) über den Zeitraum von zwei Wochen hinaus gesetzlich verboten. Jedes menschliche Leben beginnt aber mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle; jeder Embryo ist also bereits ein Mensch. Nichts rechtfertigt wissenschaftliche Experimente mit menschlichem Leben, an deren Ende der Tod zu Forschungs- oder Selektionszwecken steht.

Versuche, wie sie dieser Tage in den USA und Großbritannien am Menschen durchgeführt werden, beobachten wir mit größter Besorgnis und lehnen wir ab, weil sie gegen die Menschenwürde verstoßen. Auch ein ungeborener Mensch darf nicht für Forschungszwecke missbraucht werden.

Die Gesetzgebung und auch wissenschaftliche Richtlinien mehrerer Staaten verbieten eine Ausdehnung dieser Humanversuche über 14 Tage hinaus. Auschließlich deshalb wurde das Experiment nach zwei Wochen eingestellt. Wie nicht anders zu erwarten, drängen mehrere US-Forscher und die Forschungslobby nun auf eine zügige Erweiterung der Versuche bis und auch nach dieser Frist, die je nach Stand der Wissenschaft dann immer weiter ausgedehnt werden könnte. Nach hinten wäre hierbei keine Grenze gesetzt. Der Mensch würde immer mehr zu bloßem, beliebig reproduzierbarem, wertfreiem Forschungsmaterial verzweckt.

In Deutschland verbietet § 2 Embryonenschutzgesetz (EschG) die Zeugung und Verwendung extrakorporal erzeugter Embryonen zu Forschungszwecken. Die deutsche Gesetzgebung wird international als ethisch und rechtlich beispielhaft angesehen.

Eine Aufweichung oder gar ein Aufheben des Embryonenschutzes darf es hier auch zukünftig nicht geben. Die CDL fordern deshalb die strikte Beibehaltung dieses Schutzgesetzes und eine staatliche Überprüfung der tatsächlichen Einhaltung des Schutzes von Embryonen in den immerhin 130 deutschen Reproduktionszentren und in den zahlreichen Forschungseinrichtungen.

Zwar sind hier die rechtlichen Verbote klar, aber bisher arbeiten diese Zentren weitestgehend ohne gezielte staatliche Kontrolle über die Produktion und Nutzung von zigtausenden Embryonen.“

Christdemokraten für das Leben e.V., Kantstr. 18 in 48356 Nordwalde b. Münster
Tel.: 0 25 73 – 97 99 391  /  Fax: 0 25 73 – 97 99 392

E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: www.cdl-online.de

 

 


CDL erfreut über EU-weiten Erfolg des Bürgerbegehrens EINER VON UNS

„Schon einen Monat vor Ablauf der Frist hat das erfolgreiche Bürgerbegehren EINER VON UNS in Deutschland über 100.000 und europaweit weit mehr als 1 Million Unterzeichner“, freut sich die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr (siehe Foto): borMedia1802201

„Das europäische Bürgerbegehren One of us bzw. „Einer von uns“, das die CDL aktiv unterstützt, richtet sich gegen zwei Aktivitäten, die bisher durch die EU unterstützt werden:

Die direkte EU-Finanzierung von Organisationen, die Abtreibung als Mittel der Familien- und Bevölkerungsplanung fördern oder zumindest nicht ausschließen. Dies soll zukünftig nicht mehr mit EU-Steuermittel aktiv gefördert werden. Die dazu vorgesehenen Haushaltsmittel könnten eingefroren werden oder in den Reservehaushalt der Europäischen Kommission zurückfließen.

Das Gleiche wird für Forschungsprojekte gefordert, bei denen menschliche Embryonen für die Gewinnung von Stammzellen verzweckt und getötet werden. _DSC4662

Der frühzeitige EU-weite Erfolg von EINER VON UNS ist gerade jetzt ein wichtiges Beispiel dafür, wie Bürger der Mitgliedsstaaten konkret Einfluss auf die Gesetzgebung der EU nehmen können und sehr wohl bereit sind, dies auch tun, wenn es um wirklich wichtige Anliegen wie das Grundrecht auf Leben für alle geht.

Der erfreuliche Mobilisierungserfolg ermuntert uns gemeinsam mit unseren deutschen und europäischen Organisatoren sehr, auch in Zukunft aktiv und überzeugend für das Lebensrecht jedes Ungeborenen politisch einzutreten und das Schweigen darüber immer wieder zu durchbrechen. Dies gilt auch gegenüber der neu zu bildenden Bundesregierung ebenso wie gegenüber dem EU-Parlament und der EU- Kommission.

Die deutsche Unterstützerzahl betrug am 30. Sept. 103.879, EU-weit sammelte die Initiative bisher 1.165.603 Unterschriften. Damit ist es erst das zweite EU-Bürgerbegehren überhaupt, das seinen Erfolg europaweit schon erreicht hat, was nicht nur in Brüssel aufmerksam beobachtet wird.

Das gemeinsame und bleibende Ziel ist weiterhin, die Steuerfinanzierung sämtlicher Aktivitäten zu beenden, die auf der Tötung menschlichen Lebens im Anfangsstadium gerichtet sind.

Die inzwischen breite und überkonfessionelle Unterstützung dieses Bürgerbegehrens unterstreicht und bestätigt, daß das Recht auf Leben und die Ablehnung der staatlichen Förderung von Abtreibungen und verbrauchender Embryonenforschung keine gesellschaftspolitischen „Rand- oder Konsensthemen“ geworden sind, wie dies häufiger behauptet wird, sondern diese Anliegen im Gegenteil, wie ökologische Anliegen auch, einen wachsenden bürgerlichen und politischen Mobilisierungscharakter entwickeln können.

Wer das Bürgerbegehren noch unterzeichnen will, hat dazu bis zum letzten Abgabetermin am 1. November 2013 Gelegenheit, online oder per Unterschriftenliste (www.1-von-uns.de).“

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitiker.

Internet: www.cdl-online.de